Festivalbericht – Bang Your Head – Open Air - 10.-14. Juli 2019 – Balingen – Messegelände

 

 

(A.M.) Am Mittwoch begrüßte uns Balingen nach einer wie gewohnt staureichen Anfahrt schön sonnig. Die letzten Vorbereitungen für das „Bang Your Head Festival 2019“ liefen auf Hochtouren. Und auch für die Warm-Up Show am Abend war fast alles bereit. Diese fand in der Messehalle ab 19 Uhr statt. Geplant waren mit „Endlevel“, „Warkings“, „Grave Digger“, „Beatle Beast“ und „Sons Of Seasons“ als Ersatz sieben Stunden volle und satte Musik. Trotz zusätzlichen 35E Eintritt war die Show gut besucht. „Endlevel“ eröffneten und heizten schon ordentlich ein. Und so ging es bei „Warkings“ auch weiter. Die Band gab alles und vollen Einsatz. „Grave Digger“ zeigten dann wie erwartet ebenfalls eine gute Show. Bei „Beattle Beast“ explodierte die Stimmung dann und der Gig war absolut empfehlenswert. Den Abschluss der Warm-Up-Party machten die „Sons Of Seasons“.

 

Der Donnerstag begann wettertechnisch kühl und bewölkt und bereits beim Opener des „Bang Your Head“ Open Airs „Stormwarrior“ um 11.30 Uhr fielen die ersten Regentropfen des Tages herunter. Dies tat der Lust der Jungs auf der Bühne zu sein jedoch keinen Abbruch. Da Basser und Drummer nach teilweise zehn Jahren wieder zurück waren bzw. sind spielten sie „nur alte Scheiße“ und feierten mit den Fans, die es bereits auf das Gelände und vor die Bühne geschafft hatten. Melodischer und langsamer ging es dann mit „Sorcerer“ weiter, bevor „Audrey Horne“ rockig mit Headbangen weiter Action auf die Bühne brachten. Hier genoss ebenfalls jeder Künstler die Show und seine Solomomente im Vordergrund. Dem Regen trotzen auch „Brainstorm“, die wie gewohnt einen druckvollen Gig ablieferten. Danach folgten „The Night Flight Orchestra“. Mit den pink gekleideten Flugbegleiterinnen samt lila Flugzeugtelefon boten sie demnach nicht nur was für die Ohren, sondern auch was für die Augen. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Während draußen „Dream Evil“ im Tausch mit „Hardcore Superstar“ mit ordentlich Bass rockten, begann drinnen nach den Autogrammstunden „I´ll Be Damned“ mit ihrer Show, an der sie selbst nicht minder Spaß hatten, als die leider doch noch relativ wenig anwesenden Fans. Dies war wahrscheinlich auch dem Wetter zu schulden, denn die Sonne wagte sich kurz vorher doch nochmal kräftig zu scheinen. Mit ordentlich viel Trash und Speed folgten drinnen „Keep Of Kalessin“ und draußen „Soulfly“. Erstere freuten sich endlich wieder einen Drummer gefunden zu haben, der so schnell spielen kann und zweitere begeisterten die Fans mit ausgiebigen Gitarrenmelodien. „Hardcore Superstars“ begrüßten ihre Fans dann endlich voller Freude in der Halle. Nach diversen Anlaufschwierigkeiten beim Flug bzw. am Flughafen mit der Fluggesellschaft sollte das Glück aber dennoch nicht von langer Dauer sein. Trotz allen Einsatzes und einem Höchstmaß an professioneller Spontanität mussten sie ihren Gig nach drei grandiosen Songs abbrechen, da das Equitement versagte. Wir können dies einfach nur mit „mehr als schade“ kommentieren. Mit dem Headliner des Tages „Michael Schenker Fest“ mit entsprechendem Classic Rock endete das Open Air Line-Up des ersten Festivaltages würdig. In der Halle ging es allerdings noch mit „Venom Inc.“ hart und mit „Visions Of Atlantis“ samt klassischen Orchester als Begleitung und diversen Pyros weiter, bevor der erste Festivaltag sich dem Ende neigte.

 

Als „Traitor“ das Open Air „Bang Your Head Festival 2019“ am nächsten Festivaltag, dem Freitag, hart und kräftig eröffneten, wirkte es fast so, als würden sie gegen den Regen anschreien. Und dies war dann auch phasenweise erfolgreich. Ebenso konnten die Fans, die es bereits vor die Bühne geschafft hatten, die Niederländer „Picture“ mit ihrem Oldschool Heavy Metal halbwegs trocken genießen. Mit ordentlich Speed ging es dann mit den Schweden „Enforcer“ weiter, bevor die Ungarn „Ektomorf“ mit Trash und Hardcore Einflüssen folgten. Bei ihnen feierten die Fans mit Bierduschen dann auch endlich in der Sonne, die sich schrittweise vorwagte. Die Finnen „Beast in Black“ sorgten dann mit ihrem Power Metal Set weiter für gute Stimmung und heizten dem Publikum weiter ein. So begrüßten „Cirith Ungol“ eine feierfreudige Schar, so dass auch die kurze Unterbrechung wegen des heftigen Wetters keinen Abbruch tat. Allerdings verzögerte sich genau wegen des Starkregens der Beginn von „Dust Bolt“ in der Halle nach den Autogrammstunden. Deshalb mussten die Trash Metaller nochmal eine Schüppe Tempo drauflegen, sofern das überhaupt möglich war bzw. ist. Bei Sonnenschein spielten dann die Schweden „Dark Tranquillity“ richtig guten Melodic Trash Metal und auch in der Halle ging es mit „Evergrey“ progressiv mit einigen Synthies (Keyboards) weiter. Während drinnen düster „Attic“ folgten, spielten „Krokus“ draußen klassisch oldschool rockig. Sie heizten für den Headliner des Tages „Steel Panther“ ordentlich weiter ein. Dieser freute sich über die begeisterte Menge, auch wenn es zuvor nochmal mehr als heftig geschüttet hatte. Aber die Fans trotzten jedem Wetter und gemeinsam wurde das Open Air des zweiten Festivaltages freudig beendet. In der trockenen Halle beendeten „Exhorder“ und „Mantar“ den Tag mit richtig Speed und trümmerten gekonnt passend auf ihre Instrumente.

 

Der letzte „Bang Your Head“ Festivaltag in diesem Jahr begann zur Freude aller erstmal trocken und dies sollte auch so bleiben. Die Schweden „Screamer“ rockten ordentlich und hatten auch schon einige Fans mehr vor der Bühne als der Opener des Vortages. Generell war das ganze Gelände schon besser gefüllt. Ihnen folgten „Ram“, die weiter einheizten. So freuten sich „Flotsam & Jetsam“, die in diesem Jahr erstmalig auf der Hauptbühne spielten, über eine entsprechend gute Stimmung und auch „Armored Saint“ rockten hart. Ihnen folten „Candelmass“, bevor die Erde für und bei „Metal Church“ quasi bebte. In der Halle hatten „Kickin Valentina“ ihr Bang Your Head Festival Debut. Und dies war wahrlich nicht von schlechten Eltern. Die Jungs waren perfekt aufeinander eingespielt und so konnte der neue Sänger auch problemlos die Bühne verlassen und auf der Absperrung direkt am Publikum und ihren Fans rumturnen und Spaß haben. Danach ging es hart mit „Omnium Gatherum“ weiter. Sie gaben richtig Gas und der Schweiß flog schon beim dritten Lied in die feiernde Menge. Kurz darauf begannen „Skid Row“ ihr Set auf der Hauptbühne. Sie genossen ihre Show genauso wie die Fans und heizten für den Headliner des Tages „Avantasia“ weiter ein. Dieser kam bei der Menge wie erwartet gut an und legte einen mehr als ordentlichen Gig ein. Anschließend betrat Veranstalter „Horst“ gemeinsam mit seiner Tochter die Open Air Bühne. Wie in jedem Jahr bedankte er sich bei den Fans, den Musikern und seinem Team. Letztere hatten in diesem Jahr alleine schon durch die Wetterbedingungen einiges zu tun und meistern dies mit Bravour. Zudem gab Horst schon ein paar Infos für das „Bang Your Head Festival 2020“. Einige Bands sind schon bekannt, alle weiteren Wunschkandidaten bereits angefragt und auch Gespräche mit „Hardcore Superstar“ und „Kickin Valentina“ haben bereits stattgefunden, um sie auf einem „bessern“ Slot spielen zu lassen, so Horst. Während er diese Infos parallel zum Abschlussfeuerwerk verriet, ging da Festival in der Halle noch weiter. Den Death Metallern „Tribulation“ folgte die norwegische Viking-Metal-Band „Einherjer“. Und als absolut krönenden Abschluss dieses tollen Festivals spielte „Ross The Boss“. Sein Set war wie erwartet erstklassig und begeisterte in jeder Sekunde. Obwohl die meisten ja nach drei Tagen Festival plus den entsprechenden Vorbereitungen dann irgendwann müde sind, tobte die Halle bei „Ross The Boss“ nochmal richtig und feierte den letzten Gig des „Bang Your Head“ Festivals 2019“ mit aller Kraft und voller Power. Und  auch hier kam „Horst“ noch einmal auf die Bühne und feierte mit.

 

So ging dann auch dieses Festival wieder einmal viel zu schnell vorbei und trotz drei Tagen Zeit bleibt einem doch immer viel zu wenig Zeit. Denn neben der Musik gibt es ja auch immer jede Menge anderes. Hier sei zum Beispiel das Durchstöbern in der „Metalbörse“ im Zelt oder auch bei den einzelnen Verkaufsständen (Shirts, Pins, Aufnäher, Mützen, Tücher, Sonnenbrillen, Hosen, Röcke, CDs,…) auf dem Gelände gemeint. Aber auch das Suchen nach genau dem Festivalshirt benötigt seine Zeit, denn immerhin gilt es zwischen verschieden farblichen Angeboten auszuwählen. Wer wollte, konnte natürlich auch wieder durch die „alten“ Shirts und Hoddies der vergangenen Jahre stöbern, um dort sein Schnäppchen zu ergattern. Und auch das Essen braucht seine Zeit. Immerhin steht einiges Unterschiedliche zur Auswahl. Möchte ich lieber klassisch Gegrilltes, oder lieber Fisch oder schreit mein Magen nach Käsespätzle, Döner oder Pizza? Oder sollte ich meinen Zuckerhaushalt mit Crêpe aufbessern und mir zudem noch Koffein in Form von Kaffee gönnen um wach und fit zu werden? Und dann ist da ja auch immer noch das Thema Camping. Die Plätze sind unterschiedlich weit entfernt, jedoch ist jeder durch den Shuttle Bus gut vom Festivalgelände zu erreichen. Und auch die Hygiene sollte natürlich nicht zu kurz kommen. Hier steht neben den mobilen Duschen auf den Campingplätzen auch noch das Freibad zur Verfügung. Und an beiden Orten kann man sich nach der morgendlichen Dusche auch Frühstück gönnen, wenn man nicht gerade mit einen Luxuscamper unterwegs ist, der einen völlig autonom werden lässt.

 

So oder so, drei Tage „Bang Your Head“ Festival plus Warm-Up Show am Vorabend sind irgendwie immer viel zu schnell zu Ende und wehmütig blicken wir zurück und voller Vorfreude sehnen wir das „Bang Your Head Festival 2020“ herbei.

 

Vielen Dank an alle fleißigen Hände, die jedes Jahr aufs Neue wieder ihr Bestes geben. Wir wissen alle, dass eure Arbeit eigentlich unbezahlbar ist.      

 

 

   

Foreigner am 09. Juli 2019 mit Orchester im Mainzer Volkspark

 

Foreigner - das ist Rockgeschichte pur, eine der Topbands aller Zeiten mit über 80 Millionen verkauften Alben und über zwei Dutzend Chart-Hits. Am 09. Juli gastierten Sie im Mainzer Volkspark, eines der drei spektakulären Konzerte mit dem renommierten russischen IP Orchestra.

Dafür haben sie ihre Hits nun für eine europäische Orchester-Konzerttournee neu interpretiert. Die Konzertreihe bot eine im Leben einmalige Gelegenheit für Fans, die beliebtesten Hits der Band mit dem fantastischen Orchester zu erleben. Diese Konzertreihe wurde von dem Billboard-Erfolgs- und deutschen Top 10-Abum „Foreigner with the 21st Century Symphony Orchestra & Chorus“ inspiriert, das am 27. April 2018 erschienen ist. Das Album stürmte unmittelbar an die Spitze der Billboard-Klassik-Albumcharts und wurde zudem von PBS landesweit gestreamt und übertragen.

 

Foreigner suchte nach einer Methode, um die perfekte Mischung aus Rock und Klassik zu kreieren. Für die Realisierung dieses Projektes kollaborierte die Band 2018 mit dem 21st Century Orchestra & Chorus und erschuf einen nie dagewesenen Stil, der von Fans mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Auch der kommerzielle Erfolg war für die Band aus New York Grund genug, die interessante Kombination auf die Bühne zu bringen. Diese Kombination trug dazu bei, die Musik der Foreigners auf eine sinfonische Ebene zu bringen. Foreigner ist aktuell auf zwei Arten unterwegs, einmal als Rockband im klassischen Sinn, einmal aber auch mit Orchester. So war auch der heutige Abend ein Konzert mit massiver Soundunterstützung von Streichern, Bläsern und vor allem zwei Solo-Musikern mit Cello und Violine, alle vom russischen IP Orchestra, die der britisch-amerikanischen Musikkollaboration einen gewaltigen Klangschub gaben.

Aber der Sound war vom ersten Moment an großartig und gab der Band recht. Ein Einstieg mit Orchesterovertüre und dann mit 'Blue Morning, Blue Day' und 'Cold As Ice' kann natürlich auch kaum schief gehen. Bei 'Cold As Ice' hält es die Besucher nicht mehr auf den Sitzen. Kelly Hansen nahm ein Bad mitten im Publikum und genoß es sichtlich. Das Publikum bebte, die Stimmung war gigantisch.

Zur Geltung kommt das Orchester vor allem, wenn die Band ihm richtig Raum gibt wie vor den Songs 'Urgent' und 'Juke Box Hero', bei ersterem durfte Mick Jones ein schönes Gitarrensolo beisteuern und natürlich wurde die Band bei beiden Liedern von Bläsern unterstützt.

Danach spielte die Band den Titel 'The Flame Still Burns', den Mick Jones mit einer Geschichte ankündigte, dass er nämlich für einen Film namens "Still Crazy" in fünf Tagen acht Lieder schreiben sollte. Darunter war auch dieses Lied, dass 2018 als Single für den Record Store Day neu veröffentlicht wurde.

Foreigner sind eben ein Gigant des Hard oder auch Classic Rock . Auch in Mainz wurde dies durch den ausverkauften Volkspark von Seiten der begeisterten Zuschauer bestätigt.

Gitarrist Mick Jones begeisterte durch seine virtuosen Soli und die unbändige Leidenschaft für sein Saiteninstrument. Kelly Hansen steht Lou Gramm am Gesang in nichts nach und die Songs klangen live gewohnt authentisch und druckvoller als auf den populären Longplayern. Am Saxophon sorgte Thom Gimbel für innovative Einlagen und auf der Bühne wurde der gesamte Platz für eine energiegeladene Performance genutzt, die das Publikum zum Kochen bringt.

FOREIGNER sind: Mick Jones (Gitarre), Kelly Hansen (Leadgesang), Tom Gimbel (Rhythmusgitarre, Saxofon, Gesang), Jeff Pilson (Bass, Gesang), Michael Bluestein (Keyboard, Gesang), Bruce Watson (Gitarre, Gesang) & Chris Frazier (Schlagzeug)

 

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings in dieser ansonsten sehr gelungenen Performance der Band: Nach vierzehn Liedern und etwa neunzig Minuten ist Schluss.

 

Alexandra Kersten-Spengler

 

Setliste:

Blue Morning

Blue Day

Cold As Ice

Waiting for a Girl Like You

That Was Yesterday

Say You Will

The Flame Still Burns

Double Vision

Feels Like the First Time

Fool for You Anyway

Dirty White Boy

Urgent

Juke Box Hero

I Want to Know What Love Is

Hot Blooded

 

 

Konzertbericht - Udo Lindenberg - 28.06.2019 - Lanxess-Arena - Köln

 

(A.K.-S.) Freitagabend, das erste von zwei Konzerten in der Lanxess-Arena ist eröffnet: Udo Lindenberg- Altrocker, Kunstfigur, deutsches Kult- und Kulturgut. Von 20.11 Uhr an ist Udo-Zeit. Die riesige Leinwand springt an. Feuer! Eine Pyro-Explosion! Die Panik- Band betritt die Bühne und beginnt mit einem instrumentalen Intro, im Hintergrund erscheinen nach und nach Tänzer als Udo verkleidet. Der echte und einzig wahre Udo Lindenberg kommt letztendlich von einem Podest auf den Steg herabgefahren – ein würdiger Auftritt für eine lebende Legende wie ihn.

 

Die Arena bebt. „Köln, das ist unsere zweite Heimatstadt“, ruft Udo vor seinem Panikorchester ins Publikum, „hier in der Exzess-Arena.“ Er habe Entzugs-Erscheinungen gehabt, da diese rheinischen Frohnaturen einfach so gut drauf seien. „Unsere obergeile Freundschaft ist das größte Gut, das wir haben.“

Mit seinen 73 Jahren präsentiert er sich immer noch äußerst bewegungsfreudig, rennt über die Bühne, schwingt sein Mikrofon und torkelt in bester Udo-Manier im Kreis, links, rechts, einfach überall umher. Gesanglich kann er es immer noch und trifft auch die hohen Töne noch problemlos. Seine fantastische Panik- Band unterstützt ihn die gesamten 165 Minuten grandios.

 

Während der ganzen Show, die deutlich mehr klotzt statt kleckert, stellt sich die Frage, wieso all die AfD- Jünger eigentlich nicht Lindenberg als Feindbild gewählt haben, so linksorientierte politische Statement, wie er abgibt. Beispielhaft fordert er die Ehe für alle in der katholischen Kirche (indem er zwei Nonnen und zwei Priester sich auf der Bühne küssen lässt) und lobt das Engagement um Fridays For Future, insbesondere auch Greta Thunberg. Vor dreißig Jahren haben sie den Song „Ratten“ geschrieben, damals habe es auch schon gebrannt, heute immer noch. „Wir haben keine Zeit mehr für Geduld“.  Die Bilder auf der Wand (Smog, Müll, tote Fische, Ölpumpen, Autos, dreckiges Wasser) sind wie Zeichen an der Wand.

 

Ebenso für die Rechtspopulisten hat er ein paar deutliche Worte übrig: „Bevor die Demokratiefeinde zum Zug kommen, müssen wir handeln.“ Von seiner üblichen Lässigkeit ist er in den deutlichen Ansagen stark entfernt.

 

Auch der verhältnismäßig große Einsatz von singenden Kindern und einem 16-köpfigen Kinderchor, der u.a. bei „Wozu sind Kriege da?“ hinzukommt, zeigt: Udo engagiert sich immer noch und ist sich dessen wohl bewusst, dass Kinder die Zukunft sind. Alter muss nicht gleich zu Starrsinn führen, von einem verbitterten Ewiggestrigen ist er meilenweit entfernt.

 

Ansonsten verkörpert Udo Lindenberg aber einfach das, was er seit Jahrzehnten schon tut: der coole Rocker, der sich um nichts schert und eben einfach sein Ding durchzieht. Der Griff zur Zigarre ist nicht weit weg. Dabei ist er überraschend reflektiert über seinen Alkoholkonsum in „Lady Whiskey“. Überhaupt: „Mein Body und ich“, die kleine Ode an seinen Körper, der schon einiges durchmachen musste, wird zu einem Highlight des Abends. Wie er das alles überstehen konnte, den Alkohol, den Konsum, das weiß er selbst nicht so genau. Andere Kollegen hat es bereits erwischt. „Irgendwann komm ich nach“, schmunzelt er, „aber erst in 30 Jahren!“ Er bleibe eben auch mit 73 Jahren der „ewige Rock ’n’ Roller“, nur alleine auf Balladen hat er keine Lust. Gegen Ende des Konzerts erscheint auf der Leinwand ein Satz, der deutlicher für den Panikrocker kaum stehen könnte: „Eines Tages müssen wir alle sterben – aber an allen anderen Tagen nicht.“

 

Die bunten, chaotischen Wirbelbilder auf der Bühne gibt es immer mal wieder, wenn die Panik- Familie auf Party macht. Bei „König von Scheißegalien“ wächst ein prächtig colorierter, bewegter Wald, in dem Flamingos Riesentüten verteilen. Zu „Alles was sie anhat, ist ihr Radio“ wird in knallengen, hautfarbenen Trikots getanzt, bevor ein Gitarrengewitter alles beendet. Wenn bei „Cello“ vier Cellistinnen und eine Göttin aus dem Himmel herabschweben, ist das allemal ein so überwältigendes Bild wie bei „Du heißt jetzt Jeremias“ mit viel Halleluja, Kirchenoberen, Glocke, Kirchenillustration in Cinemascope und Kathedralenlicht. Szenische Fantasien im Sarkastic- Sound sind gegen Zölibat und für gleichgeschlechtliche Ehe. Es tanzten Nonnen in Strapsen, die zu Orgelmusik Priester verführten. Trump und Putin traten zum Boxkampf an, begleitet von einer Horde wilder Wrestlerinnen.

 

Neben diesen karnevalesken Szenen immer wieder der andere Udo, der Leise, der Nachdenkliche,  der Empfindsame,  der Zurückgenommene. Dazwischen kommt der private Udo. Liebeslieder und Erinnerungen, die, mal leiser, mal lauter, von erfahrenen Gefühlen singen. Das sehnsüchtige „Ich träume oft davon, ein Segelboot zu klauen“ im Maritim-Sound, „Hinterm Horizont“ vor dem rot leuchtenden Brandenburger Tor, „Du knallst in mein Leben“ mit flammenden Tattoo- Herzen und Pin- ups auf der Wand  und im Duett mit der fantastischen Ina Bredehorn. Überhaupt hat Udo Lindenberg  in der Blondine mit der Marie- Fredriksson- Frisur und in der schwarzhaarigen, souligen Nathalie Dorra wunderbare Partnerinnen, mit denen er  tanzen, singen, spielen kann. „Das Leben“ jedenfalls kostet er mit Nathalie ganz tief aus, bevor er sich auf eine himmlische „Sternenreise“ macht, die die Arena in samtene Stimmung versetzt. Ein Handyteppich leuchtet den kosmischen Trip aus.

 

Bald danach zieht das Tempo wieder auf Fete an. Im rasanten Medley gibt es „Johnny Controlletti“, „Sonderzug nach Pankow“, vor Onkel Pös Kneipen-Fassade „Alles klar auf der Andrea Doria“ (mit einem Knall regnet es Goldfäden) und in einem Karnevals-Tohuwabohu „Candy Jane“ mit Stelzengängern, Tänzerinnen, Drummer-Solo, Alte am Stock und Junge als Engel. Udo, der immer mal wieder die Jacke wechselt, mal Kapitän ist, schwarz, blau, rot trägt, steckt im Streifen-Dress, zieht die Schuhe aus und läuft in grünen Socken über die Bühne.

 

Nach „Reeperbahn“ und „Eldorado“ wird es melancholisch: „Good bye Sailor“ mit Meer, Leuchtturm, Möwen, Akkordeon. Udo geht auf „Odyssee“ – und ein Gewitter mit Sturmwellen, Blitzen, Donner und Tornado bricht auf der Leinwand aus.

Alleine die Kostüme aller Musiker und Künstler füllen einen ganzen Sattelschlepper. Gentleman  gibt sein Bestes als Überraschungsgast. Auch nach 22.30 Uhr ist übrigens noch nicht Schluss. Udo Lindenberg gibt nämlich noch Zugaben. Unter anderem hört das Publikum „Eldorado“ und „Danke Kölle. Schönes Konzert bei euch“, so verabschiedet sich der 73jährige dann am Freitagabend.

 

Zu den Klängen von Odyssee, steigt er auf ein Podest und fährt in den Arena-Himmel. Auf der Leinwand: ein Flugzeug, das ins Meer stürzt, ein Riesenknall und eine Feuerfontäne. Auf dem Screen erscheint: Keine Panik. Wir sehen uns ganz bald wieder. Um 22.52 Uhr ist das Konzert dann beendet.

 

Bilder und Bericht von Alexandra Kersten-Spengler

 

Setlist:

Intro

Woddy Wodka

Honky Tonky Show

Mein Ding

Schwere Zeiten

Du knallst in mein Leben

Jeremias

Herzen der stolzesten Frauen

Wozu sind Kriege da

Ratten

Strassenfieber

Segelboot

Scheissegalien

Alles was sie anhat

Lady Whiskey

Mein Body und ich

Das Leben

Sternenreise Cello

Wir ziehen in den Frieden

Bunge Republik Deutschland

Stärker als die Zeit

Horizont

Controletti

Sonderzug

Andrea Doria

Candy Jane

Reeperbahn

Eldorado

Goodbye Sailor

Odyssee

 

 

 

 

Festivalbericht – No Playback Festival – Karlsruhe – Festhalle Durlach –

6. April 2019

 

 

(T.B./ M.D.) Leidenschaftlich gespielter Rock & Metal – das Ganze zu 100% live – das ist genau dein Ding? Dann bist du beim „No Playback Festival“ genau richtig. Denn wie der Name schon sagt, bekommst du hier 0,0 aus der Konserve zu hören. Hier ist nur Platz für Bands, die vollständig live überzeugen können. Auch Bands, die nicht so oft zu sehen sind (oder einfach noch zu unbekannt sind), bekommen hier eine Chance. Die Philosophie des Veranstalters, Matthias Häcker, ist recht einfach: Pay-To-Play gibt es nicht, Fans sollen tolle Live-Gigs präsentiert bekommen, denn dafür haben sie bezahlt – kurz: Kein Geld ohne angemessene Gegenleistung. Mehr Details direkt vom Veranstalter, Matthias Häcker, erfahrt ihr aus dem persönlichen Interview, welches diesem Festival-Review unten vollständig beigefügt ist.

 

 

Das Konzept hat mich sofort angesprochen, da es auch super zur Philosophie von Metal Crash Radio passt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich mir, gemeinsam mit unserem Partnerfotografen, Marc Debus vom Promopartal-Germany, einen persönlichen Eindruck, dieses, noch recht jungen, Festivals machen konnte…

 

Um 16:30 Uhr startete das Festival im wahrsten Sinne des Wortes durch, mit „Gefrierbrand“. Eine Melodic/ Dark/ Death Metal Band aus Deutschland, auch bekannt als die Black- Forest- Metaller, die mit ihrem Intro und „Das Märchen vom Krieg“ so dermaßen reinhauen, dass ich nach zehn Sekunden das Gefühl habe schon seit ein paar Stunden auf einem Metalkonzert abzufeiern. Bevor allerdings Tom Seyfarth mit seiner tiefen und passend garstigen Stimme loslegt, lässt er sich schnell noch von einem Fan einen Schluck Bier reichen. „Gefrierbrand“ liefern deutsche Texte, auch wenn auf dem Album „Weltenbrand“ mit „Last Call“ ein englischer Titel drauf ist. Inhalt sind die Abgründe des menschlichen Handelns, was natürlich zu ihren Nummern hervorragend passt, die irgendwie auch einen Thrash- Touch haben. Genau mit dieser Power liefern sie den Song „Trauma“. Auch wenn zu dieser Zeit noch nicht ganz so viele Metalheads den Weg in die Festhalle Durlach gefunden haben, schafft es „Gefrierbrand“ die eingeschworene Metalgemeinde so in Wallung zu bringen, dass ich kurzfristig das Gefühl habe, ich befinde mich bei einem Festival, bei dem jetzt der international bekannte Headliner die Bühne betritt. Mit Tempo geht es mit „Vanitas“ weiter. Hier kann ich nicht aufhören den verflucht geilen Schlägen von Schlagzeuger Yannick Argast zu folgen. Wem hierbei keiner abgegangen ist, war fehl am Platz. „Es liegt was in der Luft heut Nacht…“ – ganz klar, eine Eröffnungsband, die mit jedem einzelnen Schlag und Riff alles liefert, was das Metalherz begehrt. „Goldstadt“ überzeugt mit sowohl ruhigeren Tönen, melodisch, grunzendem Gesang und einem Gitarrensolo vom Feinsten. An dieser Stelle muss ich sagen, dass alles was Säsch (Sascha Dummann), Frosch (Julian Fröschle) und Ingo Pfisterer an den Klampfen und am Bass präsentieren erste Sahne ist. Und wem Weihnachten schon wieder zu lange her war, der konnte jetzt noch einmal etwas besinnlich werden. „Heilige Nacht“ – für mich persönlich das Highlight der Band an diesem noch frühen Abend, lässt eindeutig die Grundmelodie des allseits bekannten Weihnachtsliedes erkennen. Da es keinen Glühwein gab, ölt Tom seine Stimme vor dem Vocal Start noch einmal mit einem heiligen Schluck der Gerstenkaltschale. Melodisch, einem liebevoll gegrunzten Refrain und kick ass Gitarrenspiel ist „Heilige Nacht“ wirklich ein Song, den sich jeder einmal reinziehen sollte. Mit „Ideenreich“ geht es rhythmisch und dynamisch weiter. Ich weiß nicht warum, aber hier erinnert mich die Stimme von Tom ein wenig an Till Lindemann von Rammstein, nur fieser. Auf die Ohren gibt es gegen Ende noch „Blätterwind“ (hier sind wir wieder in der eher melodischen Ecke der Jungs mit zärtlichem Grunzen) und „Blutsturm“ (hart) aus dem ersten Album „Zeitensturm“ von „Gefrierbrand“. Alles in allem: wirklich eine beeindruckende Show von den Jungs und eine erstklassige Eröffnung des Festivals. Wer ein paar Eindrücke sammeln möchte, schaut einfach mal auf der YouTube Seite von Metal Crash Radio vorbei – hier haben wir ein paar Livevideos vom „No Playback Festival“.

 

Nach einer wirklich rekordmäßig schnellen Umbauphase ging es mit „Pripjat“, einer Thrash- Metal Band aus Deutschland (Köln) weiter. Für diejenigen, die „Pripjat“ noch nicht kennen, ein paar Hintergrundinformationen: Kirill (Vocals, Guitar) und Eugen (Guitar) stammen beide aus Kiew (Ukraine) - 80 Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt. Ihr eigenes Leben, sowie das Leben ihrer Eltern, wurde 1986 von der Atomkatastrophe direkt beeinflusst. Der Bandname hat daher auch einen ganz bestimmten Grund. Pripjat ist der Name einer Stadt (heute eine Geisterstadt) in der Nähe des Reaktorunglücks. Die Musik von „Pripjat“ ist daher nicht nur Spaß – vielmehr handeln ihre Texte oft von ihren gemachten Erfahrungen. Und mit was kannst du extreme Gefühle besser rauslassen als mit Thrash? Das bedeutet aber nicht, dass die Jungs melancholisch sind oder so – im Gegenteil, sie strahlen viel Lebensfreude aus und sind durchweg sympathisch. Beim „No Playback Festival“ präsentieren die Jungs u.a. Songs aus ihrem Album „Sons of Tschernobyl“, welches 2014 veröffentlicht wurde. Der Albumname muss bei Kenntnis über die Hintergrundgeschichte nicht weiter erklärt werden. Mit „Nuclear Chainsaw“ starten die explosiven Jungs gleich in hohem Tempo durch – wer eine schwache Nackenmuskulatur hat, sollte jetzt lieber bei Mutti einen Tee trinken gehen. Der thrashig, aber doch klare Gesang von Kirill vermittelt die Erfahrungen, die dieser Song widerspiegelt. „Survival Of The Sickest“, aus dem 2018er Album „Chain Reaction“, überzeugt mit Riffs und Schreien, die unter die Haut gehen. „Bowed, Yet Unbroken“ präsentiert bereits das Talent von Yannik 'Bobo' Bremerich (Drums), bringt aber ebenso das Rhythmusgefühl von Pablo Tapia (Bass) zur Geltung. Eindeutig, dass sich die Drum Sticks bei 'Bobo' in den richtigen Händen befinden, zeigt aber das Intro von „Snitches Get Stitches“. Hier lohnt sich tatsächlich ein Blick in die Livevideos vom „No Playback Festival“. Mit „Returnless“ sind wir wieder beim neueren Album und „Pripjat“ überraschen mit ruhigeren bzw. langsameren Tönen. Beim Song „Born To Hate“ kommt tatsächlich die einführende Geschichte von einem Sampler. Das ist aber wirklich bei dem Festival das einzige Mal der Fall und die Zeit wird von den Jungs souverän genutzt, um nochmal kurz die Instrumente zu stimmen. Mit typischem, schnellen Thrash- Style, aber dennoch melodisch, schließt „Pripjat“ mit „Chain Reaction“. Fazit: Mit „Pripjat“ sind die 80er Jahre zurück, ihre Einflüsse von bekannten Größen wie „Slayer“, „Sodom“ oder „Kreator“ sind nicht zu verleugnen und doch sind „Pripjat“ anders. Jeder Thrash- Liebhaber sollte diese Band kennen oder kennen lernen.

 

Nach einer Death und Thrash Metal Band aus Deutschland, führt mich das „No Playback Festival“ nach Paris, die Stadt der Liebe. Soviel weiß ich zu diesem Zeitpunkt und dass die „Sticky Boys“ eher dem Genre Rock zuzuordnen sind. Was ich noch nicht weiß ist, dass ich den Sound dieser Jungs und die Art und Weise, wie sie spielen, am Ende tatsächlich lieben werden. Aber fangen wir vorne an.

Mit ihrem Song „Better Days“ vom aktuellen Album „Calling The Devil“, von dem es übrigens auf YouTube auch ein cooles Video gibt, starten die Jungs durch und katapultieren mich tatsächlich in einen noch perfekteren Tag/ Abend. Irgendwie erinnert mich die Stimme von Alex Kourelis und der Sound etwas an Lemmy („Motörhead“). Und ich muss sagen, ich liebe es. Weiter geht es mit „Bang that Head“ und „Fat Boy Charlie“ aus dem älteren Album „This Is Rock 'N' Roll“ (beide Songs als Liveaufnahme übrigens auch zu finden im YouTube Channel von Metal Crash Radio). Und was soll ich sagen… geiles Gitarrensolo und alles, was das Herz begehrt, wenn man puren und heavy Rock 'N' Roll liebt. Während wir dann mit „Girls In The City“ zunächst noch beim Album aus dem Jahr 2012 bleiben, wechseln wir mit „Mary Christmas“ ins Jahr 2014 und zum Album „Make Art“. Und nein, es wird nicht wirklich weihnachtlich, vielmehr geht es um das heiße Mädchen aus der Nachbarschaft und was unter dem Weihnachtsbaum passiert. Am besten ihr hört euch den Songs selbst mal an und wem nächstes Weihnachten kalt ist, dem wird es heiß werden, wenn er auf die Lyrics achtet…lol. Mit „The Game Is Over“ aus dem gleichen Album ist die Show natürlich noch nicht zu Ende. Wieder ein Song bei dem ich nicht aufhören kann zu zappeln, weil der Rhythmus einfach unter die Haut geht. Nach „Bad Reputation“ wechseln die Jungs wieder zum Album „This Is Rock 'N' Roll“ mit „Miss Saturday Night“ und „Great Big Dynamite“. Durchweg harte Riffs, kick ass drums und f…. awesome Rock 'N' Roll. Im Nachgang zum Festival habe ich mir das aktuelle Album „Calling The Devil“ reingezogen und ich muss sagen, ich hätte gerne noch mehr Songs, gerade von diesem Album, live erlebt. Aber auf der anderen Seite ist es ein Grund mehr zu einem nächsten Konzert der Jungs zu gehen, die mich mit ihrem Sound tatsächlich um den Finger gewickelt haben. Und auch die Bühnenpräsenz ist schlichtweg erste Sahne.

 

Wer jetzt noch nicht bemerkt hat, dass die Häckers ein super Händchen für richtig geile Live- Bands haben, der kann einfach nicht von dieser Welt sein.

 

Der Gig von den „Sticky Boys“ wird mit einer Variante des Songs „Surfin USA“ ins Finale gebracht. Eine Version, die es so auf keinem Album gibt, die ihr aber auf jeden Fall mal live hören solltet. Also ab auf die Page der Jungs und nach dem nächsten Gig Ausschau halten; mehr als nur empfehlenswert.

 

Als nächstes erwartet uns mit „Stallion“ eine Speed/ Heavy Metal Band aus Deutschland. Und die fünf Jungs starten auch gleich mit Vollspeed und dem Song „Rise And Ride“ aus dem gleichnamigen Album aus dem Jahr 2014 durch. Mit „Down And Out“ vom aktuellen Album „From The Dead“ wird es etwas melodischer, dennoch geht das Tempo nicht verloren. „Stallion“ sind kein unbeschriebenes Blatt mehr, tourten sie ja bereits in 2014 als Support mit „Bullet“ und spielten auch auf einigen namhaften Festivals, wie z.B. beim „Bang Your Head“ oder „Summerbreeze“. Mit „Wild Stallions“ und „Stigmatized“ sind wir wieder beim Album aus dem Jahr 2014. Die Thrasheinflüsse sind hier nicht zu überhören. Und auch wenn Thrash nicht immer für jeden etwas ist, kann ich nur sagen, „Stallion“ überzeugen und wirklich jeder sollte sich die Jungs mal anhören. Mein Favorit war „Underground Society“ vom aktuellen Album: coole Riffs, thrashig aber auch melodisch. Zumindest hier sollte jeder mal reinhören (Livevideo von diesem Song ebenfalls im YouTube Channel von Metal Crash Radio zu genießen). „Stallion“ haben aber auch mit den letzten Songs „Shadow Run“, „From The Dead“ und „Canadian Steele“ voll abgeliefert und sind ihrem eigenen Stil – Speed-, Heavy- und Thrash- Metal auf eine besondere Weise zu mischen – treu geblieben: Daumen hoch!

 

An dieser Stelle muss ich sagen, dass es wirklich wieder beeindruckend war, wie schnell jeweils der Umbau auf der Bühne erfolgt ist. Es war sehr schwierig kein Highlight zu verpassen, aber das leckere Essen wollte und konnte ich mir auch nicht entgehen lassen. Daher konnte ich von der nächsten Band „Debauchery vs. Balgeroth“ nicht alle Songs hautnah an der Bühne erleben. Doch eines kann ich gleich sagen, „Debauchery vs. Balgeroth“ waren alleine schon von ihrer Bühnenpräsenz und natürlich ihrem Outfit eine wirklich tolle und spannende Ergänzung des „No Playback Festivals“. Mit „Debauchery vs. Balgeroth“ erleben wir eine (oder streng genommen zwei) Death Metal Bands aus Deutschland, allerdings dieses Mal eher in einer Fantasy Welt. Während Debauchery der Anführer einer abartigen Horde von Wesen ist, die den Vampirkult favorisieren, ist Balgeroth der König der Blutgötter. Ich muss zugeben, dass es mir etwas schwer gefallen ist mich zu entscheiden, ob ich mich eher auf die Geschichten und somit Texte oder die Musik konzentrieren sollte. Letztlich habe ich mich für die Musik entschieden und muss sagen, dass mir „Blutgott“ am besten gefallen hat; oder besser gesagt, die deutschen Songs, wie „In der Hölle spricht man Deutsch“ oder „Mörderkult der Zerfleischer“. Hier hat das Grunzen von Thomas Gurrath eher was Melodisches. Aber auch die englischen Tracks wie „Warmachines At War“, „Let there be Blood“ oder „Blood for the Blood God“ sind griffig. Der Rhythmus ist durchweg gut, wenn sich für mich auch alle Songs etwas ähnlich angehört haben. Aber wie immer ist das Geschmackssache. In das Paket des „No Playback Festivals“ haben die Jungs auf jeden Fall reingepasst.

 

Und jetzt präsentiert uns das „No Playback Festival“ ein ganz besonderes Sahnestück als ersten Headliner: „Wizard“, die Speerspitze des deutschen Underground Metals, die in diesem Jahr sogar ihr 30jähriges Jubiläum feiern. 30 Jahre! Und elf veröffentlichte Alben! Respekt! „Wizard“ führt uns quer durch sieben Alben ihrer Laufbahn, eines so stark und erstklassig, wie das andere. „Midgards Guardian“ (Thor 2009), „Liar and Betrayer“ (Fallen Kings 2017), „Dark Wings“ (Bound by Metal 1999) oder „Defenders of Metal“ (Head of the Deceiver 2001) sind nur ein paar Beispiele aus der Reise durch die letzten Jahre. Die größte Herausforderung für mich an diesem Abend war beim Filmen der drei letztgenannten einigermaßen ruhig stehen zu bleiben und nicht voller Euphorie das Handy wegzuwerfen und nur noch abzurocken. Aber ich wollte wenigstens ein paar Live-Eindrücke für diejenigen einfangen, die dieses Festival verpasst haben (auch diese Videos sind zu finden auf dem Metal Crash Radio YouTube Channel). Es ist gar nicht notwendig bei „Wizard“ auf einzelne Songs einzugehen, denn alle gehen für mich stets mitten auf die Zwölf. Drums, die unter die Haut gehen, geile Riffs, die mein Herz doppelt so schnell schlagen lassen und ein Sven D'Anna, der gesanglich einfach zeigt, dass es eine perfekte Entscheidung war vom Schlagzeug zum Mikrophon zu wechseln. Wer nicht weiß, dass Sven ursprünglich einmal am Schlagzeug saß, sollte sich einmal die Dokumentation über „Wizard“ anschauen, die die Häckers liebevoll zur Feier des 30jährigen Jubiläums von „Wizard“ erstellt haben. Hier wird so manches „Geheimnis“ gelüftet. Das Set beinhaltete u.a. auch „Circle of Steel“ (Magic Circle 2005), „Hall of Odin“ (Odin 2003) und „Dragon Lords“ (Battle of Metal 1998). Wie gesagt, 13 Songs aus sieben verschiedenen Alben der „Wizard“ Welt. Es war ganz einfach spektakulär, was die Jungs abgeliefert haben. Umso mehr freut mich, dass bereits am nächsten Album gearbeitet wird. Die Stimmung nur mit Worten zu beschreiben, ist bei diesem Auftritt fast unmöglich. Das Feuer und die Euphorie die „Wizard“, nicht nur bei mir, ausgelöst haben, wird spätestens deutlich als die Häckers sowie einige Fans beim Song „Defenders of Metal“ auf die Bühne springen, gemeinsam singen und bangen, dass die Wände wackeln. Es war wie ein Finale mit großem Feuerwerk und wäre eigentlich ein Festivalabschluss gewesen, wie er besser nicht hätte sein können. Das Wort „eigentlich“ deutet aber bereits an, was jetzt noch kommt. Ja, genau… es folgte der zweite Headliner…

 

… „Onkel Tom Angelripper“…, ich weiß gar nicht, muss man da was sagen? Jeder der „Motörhead“ kennt, weiß, dass „Onkel Tom“ quasi der deutsche Lemmy Kilmister ist. Nein? Ok, dann vielleicht doch ein kurzes Intro… „Onkel Tom“ arbeitete ursprünglich als Bergmann und ist Gründer, Sänger und Bassist der Thrash- Metal- Band „Sodom“. Eines seiner Zitate ist: „Metal war für uns Religion. Ich hatte 30 Mann in der Berufsschulklasse, keiner außer mir kannte „Motörhead“, und es war mir egal.“ Sein Soloprojekt unter seinem Künstlernamen „Tom Angelripper“, und eben später bekannt als „Onkel Tom“, widmete er anfangs Schlager- und Trinkliedern, dann aber auch eigenen Kompositionen im Metal- Stil, die meistens den Alkohol loben. Was für Kilmister Whiskey war, ist für „Onkel Tom“ Bier. Das mich an diesem Abend also Lieder wie „Bier ist die Seele vom Klavier“, „Alkohol“, „Flasche zu Flasche“ oder „Trink` Brüderlein, trink`“ war quasi ein Muss. Und ich muss sagen, ich fand es einfach nur mega geil. Keine Stimmung in einem Festzelt kann toppen, was „Onkel Tom“ uns an diesem Abend geboten hat. Mit Songs wie „Im tiefen Keller“ (Bon Scott hab` ich noch live gesehen 2004) oder „Ich finde nur Metal geil“ (Bier Ernst 2018) präsentierte er uns ein breites Spektrum aus seiner Schatzkiste. Vor, mitten, nach… auch während jedem Song wurde eine Flasche Bier geköpft, getrunken, vor allem aber mit den Fans geteilt. Dabei serviert „Onkel Tom“ uns hymnischen und rockigen Deutschrock, der einfach nur Spaß macht und jeden mitsingen lässt. Aber auch extremes Headbangen, z.B. beim Song „In München steht ein Hofbräuhaus“, fehlt nicht. Und keiner, wirklich keiner kann in der Halle auch nur eine Sekunde still stehen.

 

Zum Vorgänger „Wizard“ ist es ein absolutes Kontrastprogramm, aber genau das hat es perfekt gemacht. Denn nur so und mit dem Stil von „Onkel Tom“ wurde erreicht, dass der Abend zwei gleichwertige, wenn auch unterschiedliche Headliner hatte. Chapeau Häcker-Family! Kein anderes Festival hätte ein so gutes Gespür für diese unvergessliche Kombination gehabt.

 

Fazit: Erstklassige Bandauswahl, hervorragende Organisation, leckeres Essen, mehr als perfektes Preis- Leistungs- Verhältnis und wirklich 100% „No Playback“ mit Bands, die es schlicht drauf haben. Danke!

Es ist mehr als nur empfehlenswert und wer das „No Playback Festival 2019“ verpasst hat, sollte sich für 2020 ein Ticket sichern, sobald der Vorverkauf startet. Denn Freunde, jede Wette, dieses Festival wird bald zu den am schnellsten ausverkauften Festivals gehören.

 

 

 

Tina und Mathias

 

 

No Playback Festival - 06. April 2019 – Karlsruhe –

Interview mit Veranstalter Matthias Häcker

 

Veröffentlichung bei Metal Crash Radio & Metalheads Forever Magazine & Promoportal-Germany

 

 

MCR/T-Boss:

Ich muss zugeben, dass ich durch deine Anfrage, ob wir über das „No Playback Festival“ berichten möchten, zum ersten Mal vom Festival gehört habe, obwohl dein Festival nun bereits in die zweite Runde geht. Das Konzept und die Idee, die dahinterstecken, haben mir allerdings sofort gefallen. Daher vielen Dank für die Einladung und dass du dir so kurz nach dem Festival noch die Zeit für ein Interview nimmst.

Zuerst würde ich gerne wissen, was genau der Beweggrund/ Auslöser für dich war ein eigenes Festival zu organisieren. Und erkläre uns doch bitte das Konzept etwas genauer.

 

Matthias Häcker:

Ich bin seit 18 Jahren Heavy Metal Fan und habe mit Entsetzen beobachtet, wie in unserer Szene Playback langsam zum Alltag wurde. Immer häufiger habe ich mich um meinen Eintritt betrogen gefühlt. Vor allem auf den großen Festivals gibt es kaum noch Bands, die alles live spielen. Als ich 2016 Schmier von „Destruction“ kennenlernte, kam uns die Idee, ein Festival zu starten, bei dem es kein Playback gibt. Damit waren die Idee und der Name geboren.

Das Konzept heißt: keine eingespielten Aufnahmen während den Songs. Aber auch alles andere, was mich im Musik-Geschäft ankotzt, verweigere ich konsequent beim „No Playback Festival“: Keine Band muss fürs Spielen bezahlen, keine überteuerten VIP-Tickets ohne angemessene Gegenleistung, keine Ordner, die einen 5 Minuten nach der Show aus der Halle werfen; um mal nur drei Beispiele zu nennen.

 

MCR/T-Boss:

Gerade in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird ein Festival wirtschaftlich zu organisieren und durchzuführen – hat es dir keine Angst gemacht, dass es finanziell vielleicht eher suboptimal enden wird?

 

Matthias Häcker:

Finanziell läuft es bislang nicht nach Plan, aber was bedeutet das schon, wenn sich hunderte Leute mit strahlenden Augen bei mir für einen ihrer schönsten Tage bedanken?

 

MCR/T-Boss:

Die Festhalle Durlach fasst bei maximaler Auslastung wie viele Personen? 800-1000? Wie viele waren da?

 

Matthias Häcker:

Maximal passen 1200 Leute in die Festhalle. Das möchte ich aber nicht ausreizen, weil sonst die geile Atmosphäre mit Plätzen zum Hinsetzen und der Raum für Merchandise und Begegnung mit den Musikern verlorengeht. Um die 500 Leute waren dieses mal dabei, bei denen ich mich von ganzem Herzen bedanken möchte.

 

MCR/T-Boss:

Ein Festival bedeutet immer viel Arbeit, vor allem in der Vorbereitung. Wie hoch war der organisatorische Aufwand (geschätzt) insgesamt und wie viel Zeit steckt alleine in der Planung?

 

Matthias Häcker:

Die Stunden zähle ich schon lange nicht mehr. Insgesamt habe ich gut neun Monate an der Vorbereitung gearbeitet, wobei alleine die Band-Dokumentation zum 30. Jubiläum von „Wizard“ drei Monate beansprucht hat. Jetzt sind noch einige verwaltungstechnische Formalitäten zu erledigen und dann geht der Spaß von vorne los: Verhandlungen, Booking, Grafikdesign, Werbung,…

 

MCR/T-Boss:

Kommen wir zurück zum Konzept: Nach welchen Kriterien hast du die Bands ausgesucht? Oder bist du durch Empfehlungen auf die Bands gekommen?

 

Matthias Häcker:

Ich frage als erstes immer die Bands, die mich live am meisten beeindruckt haben. Wenn es dann auch auf der persönlichen Ebene passt, ist das der perfekte Deal für mich. Außerdem achte ich darauf, dass die Mischung stimmt. Ein reines Thrash-, Death- Power- Metal oder Hard- Rock Festival wäre mir zu einseitig.

 

MCR/T-Boss:

Headliner war „Onkel Tom“, eine Kultfigur und ein Garant für eine höllenmäßige Stimmung. Ich persönlich muss aber sagen, dass „Wizard“ mega abgeliefert hat und der Schluss, als auch du und einige Fans auf der Bühne standen und abgerockt haben, hatte schon etwas von einem großartigen Finale. Das war nicht einfach für „Onkel Tom“, hier noch eins drauf zu setzen. Oder wie hast du es empfunden?

 

Matthias Häcker:

„Wizard“ und „Onkel Tom“ waren gleichwertige Co-Headliner, wobei „Wizard“ sogar länger gespielt hat. Ich bin seit 13 Jahren „Sodom“ Fan, von daher war es eine Ehre für mich, dass Tom Angelripper bei mir auf der Bühne stand, unbeschreiblich das Gefühl! „Wizard“ sind in ihrem Genre meine absolute Lieblingsband, von daher war auch das ein Moment, den ich nie vergessen werde.

 

MCR/T-Boss:

Lustigerweise habe ich ein paar Tage vor dem Festival eine Geschichte über „Onkel Tom“ gehört (ich hatte noch keine Zeit zu prüfen, ob sich diese so zugetragen hat). Aber nehmen wir mal an, es wäre so gewesen. Vor ein paar Jahren hätte „Onkel Tom“ beim „Wacken Open Air Festival“ in bekannter Weise auf der Bühne mit viel Alkohol seine Show gerockt, bis er sich übergeben musste. Wärst du auf sowas vorbereitet gewesen bzw. wie hättest du reagiert? (grins)

 

Matthias Häcker:

Ich hätte einen Wischmob genommen, die Sauerei weggemacht und „Onkel Tom“ hätte weitergespielt. Kein Problem sowas! J

 

MCR/T-Boss:

Gibt es eine besondere Wunschband, die du einmal auf deinem Festival haben möchtest? Wenn ja, welche und warum?

 

Matthias Häcker:

„SODOM!“ Sie sind die Größten für mich! Sie sind der Inbegriff des deutschen Thrash Metal!

 

MCR/T-Boss:

Was war für dich dein persönliches Highlight beim „No Playback Festival 2019“ (Band, vielleicht auch eine bestimmte Situation)?

 

Matthias Häcker:

Der ganze Tag war ein einziger Rausch. Zwei Momente bleiben jedoch unerreicht. Ich wusste, dass sich viele „Wizard“ Fans den Song „Dragonlords“ gewünscht haben und ich wusste genau, wann er kommt. In dem Moment vorne im Publikum zu stehen und die Reaktion zu erleben, sorgt noch jetzt für Gänsehaut am ganzen Körper. Genau wie der Moment, als ich zusammen mit Michi am Ende auf der Bühne stand und hunderte Leute applaudiert haben.

 

MCR/T-Boss:

Gab es denn während dem Festival irgendwelche Pannen, die passiert sind und die die Fans gar nicht mitbekommen haben?

 

Matthias Häcker:

Uns ging das Bier im Backstagebereich aus und auch an der Theke war nicht sicher, ob es bis zum Schluss reichen würde. Also habe ich noch während der Show Bier gekauft.

 

MCR/T-Boss:

Es heißt ja immer „nach dem Festival ist vor dem Festival“. Gibt es bereits Ideen für 2020? Wie sieht die Planung aus?

 

Matthias Häcker:

Es geht tatsächlich schon wieder los. Ich habe seit Samstag mehr Bandanfragen bekommen, als ich beantworten kann, und schon selber die Fühler nach einem Headliner ausgestreckt. Immerhin brauche ich mich nicht mehr um eine neue Crew kümmern, denn die haben alle so einen geilen Job gemacht und dabei selber so viel Spaß gehabt, dass ich mich auch 2020 auf die gleichen Leute verlassen kann. Damit fällt mir eine riesen Last vom Herzen. 

 

MCR/T-Boss:

Zum Abschluss: Gibt es etwas, das du uns für alle Leser noch mitgeben möchtest?

 

Matthias Häcker:

Supportet die lokale Szene. Geht auch mal zu Bands, die ihr noch nicht live gesehen habt und glaubt nicht jeden Hype, der uns als Metal verkauft wird! Heavy Metal verkommt sonst zum reinen Geschäftsmodell und Playback ist nur eine Konsequenz davon.

 

MCR/T-Boss:

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Das Festival war wirklich ein tolles Erlebnis.

 

 

Auch in diesem Jahr verspricht das Line-Up wieder eine Monstershow in Fritzlar. Mit Airborne und Eisbrecher sind Headliner am Start, die eine riesige Party erwarten lassen. Aber auch mit Amorphis und vor allem mit Angry Andersons Rose Tattoo werden die Rockfans auf ihre Kosten kommen. Auch die übrigen Bands sind eine gute Wahl....Tanzwut, Hämatom, Ostfront, Evenking und viele andere mehr, werden die Luft zum Brennen bringen. Ein Festival, das sich immer mehr zu einem der gang Großen entwickelt. Rock On!!!!!

Rammstein – Gelsenkirchen 2019

 

Krach, Bumm, Zack und Woooooow…. Und ein bisschen Wumm, Poch, Wumm, Poch…

 

(D.N.) So in etwa hört es sich an, wenn 60000 Menschen der einzig wahren Pyroshow Ihre Aufmerksamkeit schenken, während Sie von einem großartig wummernden Bass, exakt dosiertem Schlagzeug, skurrilen Synthis und einer unverkennbaren rauen Stimme begleitet werden. Na, kommt Ihr drauf …. Sicherlich, aber wo fängt man bei einem solchen Konzert an und hört auf….

 

Rammstein in Gelsenkirchen, der Tour Auftakt und was für einer…  Achtung, für die wenigen, die jetzt nicht wissen möchten, wann es knallt und scheppert empfehle ich nicht weiter zu lesen, andernfalls, geht es weiter mit Zerstööööruuuunnnngggg.


Nach den heftigen Diskussionen im Netz bzgl. der Gangart unserer 6 Protagonisten, der wohl am meisten polarisierenden deutschen Band gab es im Vorfeld schon einige Gedanken die man sich hierzu gemacht hat. Ich kann hier alle beruhigen die Rammstein schon mehrmals gesehen haben, oder noch nie das Privileg genießen durften. Die Herren Lindemann, Kruspe, Landers, Riedel, Schneider und Lorenz, haben es nicht nur noch drauf, sondern knallen da nach dem Motto Feuer Frei durch die Arena, als gäbe es kein morgen mehr, kein weiteres Konzert, als müsste alles hier heute und jetzt gezeigt werden. Erwartung, klar groß… Rammstein, mehr als geliefert!

 

Der Auftakt nach Maß, Intromusik, die auch am Zeppelinfeld 1935 hätte erschallen können, verwiesen auf das wichtige Thema, welches Rammstein auch auf dem gleichnamigen Album forcieren.  Schneider geht ans Drums schaut sich um, sieht in die Menge, schaut auf seine Toms, ein kurzes grinsen, Sticks auf die Toms und BÄM, da explodiert die Bühne, na…. alle Wach.
Da geht es direkt los mit dem satten Drums des Songs, der neuen Platte, „Was ich liebe“ und endet direkt in Marschrichtung, links 2,3,4.

 
Banner lang, in Rot, ragen von der Monumentalen Bühne herunter und den einzelnen Soundstations im Stadion, die Gaderobe erinnert an die eines Generals, der nun im ambiente einer Volksverkündung das „Volk“ betört. Gekonnt inszenieren Rammstein hier Bilder das Deutschland vor langer Zeit geprägt haben. Mit „Zeig Dich“ wurde die Kulisse passend abgeschlossen indem die Kirche nochmal lyrisch in Frage gestellt wird.

 

Mit 9 von 11 Songs des neuen Albums unterstreichen Rammstein Ihr Werk und die Message, die es in die Herde tragen soll. Der Rest ist gespickt mit einer Art Best Of vorherigen Alben. Absolute Highlights stellten „Du Hast“ sowie „Deutschland“ dar, welches nicht nur mit Raketenwerfern und brennendem Stadion inszeniert wurden, sondern auch mit der Deutschland (Remix von Richard Z. Kruspe) Nummer, die absolut ungewohnt aber großartig dargestellt wurde. „Flake“ fährt mit DJ Set im Bühnenfahrstuhl nach oben und die Party geht los.


Nebelschwaden überziehen die Bühne mit einem Lichtfeuerwerk, bis Rammstein während der Dance /Rave Nummer in schwarzen Anzügen mit LED bestückt auf der Bühne eine Dance/Rave Performance abgegeben. Zugegeben, irritiert sahen wir uns alle an, aber der Eingänge Beat mit der dermaßen Skurrilen Performance, kann nur geliebt oder gehasst werden, ich für meinen Teil war begeistert, das Rammstein eben bis heute unerwartet in Aktion treten kann.

 
Ein Lichtspektakel ohnegleichen, welches hier in ca. 2 Stunden und 10 Minuten abgefeuert wurde, auch das habe ich bei den Berlinern schon anders erleben können. Über die Erwartungen hinaus rechtfertigen Rammstein hier die Ticketpreise mit einer brachialen Show, einer großartigen Bühne und guter Setlist daher.  Allen Kritikern zum trotz haben Sie es nicht noch drauf, sondern auch einfach nie verlernt, zu polarisieren, perfide gesellschaftliche Themen zur Schau zu stellen und musikalisch dabei zu überzeugen. Ein weiterer sehr sympathischer Eindruck wurde vermittelt, dass eben auch bei Rammstein nicht jeder Song glatt läuft und auch hier Gitarren mal nicht mehr funktionieren, sowie das Schlagzeug abhaut, der Bass im leeren ballert und Lindemann sich versucht da wieder zu fangen, was natürlich in kürzester Zeit gelingt. Solltet Ihr noch keine Karten haben empfehle ich über den FanSale von Eventim hier noch zu versuchen eines der Heißbegehrten Tickets abzugreifen, vielleicht habt Ihr ja Glück. Ich bin Happy da gewesen zu sein. Auch möchte ich weitere Überraschungen nicht vorwegnehmen, welche im Rahmen des Konzertes immer wieder überrascht haben. Hier möchte ich nur auf „Engel“ verweisen.


Es war der Wahnsinn und ich hoffe ihr konntet einen kleinen Eindruck vermittelt bekommen was dort abgerissen wurde.

Festivalbericht – Rock Hard – Gelsenkirchen – Amphitheater – 7.-9.6.2019

 

(A.M. / M.D.) Am Freitag ging es nach Feierabend so schnell wie möglich zum Rock Hard Festival nach Gelsenkirchen. Seit Wochen freuten wir und darauf mit knapp 7000 weiteren Fans zu feiern. Das Festival ist für viele eins der ersten Open Airs des Jahres und läutet die Saison immer richtig ein.

 

Wie erwartet waren die ersten Fans schon zuvor angereist und hatten mindestens schon eine Nacht dort verbracht um sich entsprechend einzustimmen. Die Campingtickets sind immer sehr schnell vergriffen. Ähnliches gilt für den Campingbereich, der mit dem Auto befahren werden darf. Hier sieht man seit Jahren die gleichen Gesichter, Autos, Camper, Anhänger, Kleinbusse und LKWs, die schon irgendwie ihre Stammplätze zu haben scheinen.

 

So oder so, der Mensch ist dann doch wohl ein Gewohnheitstier. Und demzufolge spielt der immer sehr ähnliche Aufbau der einzelnen Buden und Stände eigentlich jedem in die Karten. Hier sei der Whiskeystand, die diversen Verkaufsstände unterschiedlicher Accessoires, die Verpflegungstrucks und -buden gemeint. Aber auch Werbestände von Pueblo und Radio Bob waren zu finden. Hier wurden mit kostenfreien „Rocksäcken“, Feuerzeugen, Ohropax, Flaschenöffnern usw. die Wünsche der Rockmusikfans quasi von den Augen abgelesen. Und auch das Rahmenprogramm mit Lesungen u.ä. fand wie gewohnt auf der zusätzlich aufgebauten Bühne statt.

 

Das Theater an sich ist durch den Bau natürlich ebenfalls grandios. Es bietet Platz und die Bühne ist von eigentlich jeder Stelle aus mehr als gut zu sehen. So ist es dann auch möglich sich Bands anzuschauen, während man auf ein Selfie und einen Smalltalk mit seiner Lieblingsband während der Autogrammstunde wartet. Diese waren auch in diesem Jahr mehr als gut organisiert und freuten sich großer Beliebtheit. Und musikalisch bot das Festival wie erwartet jede Menge guten Rock, auch wenn das Line Up zuvor schon heiß diskutiert wurde. 21 Bands feierten mit ihren Fans das Rock Hard Festival 2019.

 

Am Freitag eröffneten „Vulture“ und ihnen folgte „Chapel Of Disease“. Diese bekamen mit Sätzen wie „Für mich schon fast die beste Band des Tages“ mehr als positives Feedback aus Publikumsreihen. „The Idiots“ legten dann mit ihrem ordentlich klassischen Punk Rock der 80 er Jahre nach. Sänger Hannes ließ sich zudem zum Croudsurfen während des Gigs annimieren. „Tygers Of Pan Tang“ brachten dann, nach anfänglichem Regen während ihres Sets, die Sonne zurück und die Leute gingen ordentlich mit. Rockig und mit neuer Show ging es dann mit „Lizzy Borden“ weiter, bevor der Headliner des Tages „Watain“ die Bühne mit Fakeln betrat. Ihr 1,5 stündiger Gig motivierte viele Fans sich zuvor blutig zu schminken und die Stimmung so entsprechend zu unterstützen. Nach diesem ersten offiziellen Festivaltag folgten eine mehr oder weniger ruhige Nacht. Wer mochte konnte noch die After Show Party genießen oder im großen Party Zelt weiterfeiern.

Morgens gab es dann ein gutes Frühstück zur Stärkung. Leider ist das fußläufig zu erreichende Freibad mittlerweile komplett geschlossen und das Hallenbad hat an Feiertagen nicht ganz eindeutige Öffnungszeiten. Aber das Veranstaltungsteam hat dies Problem schon vor einigen Jahren erkannt und Duschcontainer auf den Campingplätzen aufgestellt, so dass auch der morgendlichen Dusche zum Wachwerden nichts mehr im Wege steht bzw. stand.

 

Der Einlass am Samstag gegen Mittag verlief mehr als entspannt. Das Team war auf Zack und alles lief problemlos und schnell. Und so freuten sich „Tyler Leads“, als sie pünktlich um 12.30 Uhr mit ihrem rockigen Gig zum Head Bangen begannen, über ein schon recht gut gefülltes Gelände. Hierfür bedankten sie sich auch und gaben richtig Gas. Zu Beginn des Sets der Isländer „The Vintage Caravan“ kam dann auch mal kurz die Sonne bei diesem insgesamt doch sehr wolkigen und kühlen Tag durch. Ihr oldstyle Rock mit klaren Riffs begeisterte. „Carnivore A.D.“ schlossen sich an. Ihre Songs waren und sind eher dem NY Hardcore zuzuordnen und mit ordentlich dunklem Druck versehen. Melodischer folgte dann „Heir Apparent“. Diese Band überzeugte mich persönlich sehr. Besonders die tolle Keyboardarbeit mit punktierten Songlinien setzte Akzente. Als Abschluss ihrer Europatour betraten dann „Symphony X“ die Bühne. Allein ihr Intro mit Orgel, wie in der Kirche, zog schon alle in ihren Bann. Wegen technischen Problemen verzögerte sich der Beginn von „Skid Row“ um rund 10 Minuten. Aber dies sollte der Stimmung keinen Abbruch tun. Mit dem Intro „Blitzkrieg Bob“ von den „Ramones“ und Andy Brings im Pressegraben heizten sie weiter ein. Hinzu kamen, aufgrund von Regen und Sonne, ein doppelter Regenbogen, der die Aufmerksamkeit für einen Moment teilte. Aber das Croudsurfen und vor Freude und Übermut fliegende Becher waren dennoch nicht wegzudenken. So ging es auch bei „Cannibal Corpse“ weiter. Ihr Gig verkürzte sich ebenfalls, wohl zum Leiden vieler Grunting-Fans. Als Headliner an diesem Abend spielten „Gamma Ray“ dann ein 1,5 stündiges Set. Seit drei Jahren war es ihre erste Show und die war der absolute Wahnsinn. Das Publikum ging bei jedem Song mit und die Gitarrensoli von Kai Hansen überzeugten zusätzlich. So ging dann auch dieser Festivaltag dem Ende entgegen. Zumindest war es für den offiziellen Teil so. Die After Show Partys und eigenen Pavillionrunden fanden natürlich auch an diesem Abend und in dieser Nacht statt.

 

Ein wenig verschlafene und müde Gesichter konnten wir am eher ruhigen und sonnigen Sonntagmorgen sehen. Demnach waren besonders die Schattenplätze vor der Bühne alle gut gefüllt, als „The Spirit“ um 12 Uhr den letzten Festivaltag eröffneten. Ihr Deathmetal zeichnet sich, so finde ich zumindest, durch gut zu verstehende Gruntingtexte aus. „Zodiac“ aus Münster kamen als nächstes auf die Bühne. Sie waren relativ kurzfristig eingesprungen. Ihr Heavy Blues begeisterte ebenfalls. Mit teilweise sehr dramatischem Gesang folgten „Visigoth“, bevor es komplett instrumental mit „Long Distance Calling“ weiterging. Hier waren und sind die Instrumentenlinien hart, brettig, teilweise sehr experimentell, aber insgesamt durch und durch rockig. Mir persönlich fehlte und fehlt allerdings der Gesang dann doch, um die Songs vollständig klingen zu lassen. Aber Musik ist ja zum Glück eine Kunst und individuelle Geschmackssache. Ihnen folgte „Fifth Angel“. Sie spielten und spielen sehr druckvollen Hard Rock und Metal, stilistisch aus der frühen Phase und den 70er und 80er Jahren. Mit weiterem oldstyle Heavy Metal und einer tollen Bühnenshow ging es dann mit „Magnum“ weiter, bevor „Possessed“ ihren Gig hatten. Hier zeigte sich erneut, dass eine große Stimmgewalt und ein Volumen auch im Sitzen (leider im Rolli) möglich ist. Als Abschluss des diesjährigen Rock Hard Festivals betraten dann „Anthrax“ für ihren 1,5 Stunden Auftritt um 21.30 Uhr die Bühne und das Publikum gehörte voll und ganz ihnen. Die Show war der absolute Wahnsinn und nach drei Tagen aktivem Festival trieb es eigentlich jeden nochmal an ordentlich Gas zu geben und die letzten Minuten voll und ganz zu genießen und aufzusaugen.

 

Demnach bleibt uns eigentlich nur noch „DANKE“ zu sagen und „Rock Hard“!!!

 

Bis hoffentlich zum nächsten Jahr vom 29. bis 31. Mai!

 

Alle Bildgalerien findet ihr auf:  https://www.facebook.com/PromoportalGermany/

Vorankündigung – Golden Age Rock Festival – Liège – Belgien – 23.-25. August 2019

 

(A.M. / M.D.) Ein neues Festival geht in diesem Jahr ins Rennen. Und dies wird eins der ganz besonderen Art sein. Der Name ist Gesetz! Es geht um das „Golden Age Rock Festival“. Wer den Rock der 70er und 80er Jahre mag, der sollte dies Festival nicht verpassen und es sich fett im Kalender markieren. Für Klassikrockfans ist es ein absolutes Muss. Die Location wird mitten in der Stadt sein, Manége Fonck. 

 

Line-Up und Timetable stehen fest und sind auf der Homepage schon jetzt für alle zugänglich. So könnt ihr euch auf „Channel Zero“, „Ross The Boss“ (plays „Manowar“), „Vulcain“, „Foghat“, „Doc Holliday“, „Moxy“, „Uli Jon Roth“ (plays „Scorpions“), „Dee Snider“, „Angel“ (feat. Punky Meadows“ und „Frank Dimino“) und viele mehr freuen.

 

Der Startschuss wird am Freitag, den 23. August um 16.20 Uhr sein und dann wird bis Sonntag, 25. August bzw. Montagmorgen um 0.35 Uhr gefeiert. Da das Festival mitten in der Stadt sein wird, solltet ihr euch bereist jetzt um einen Schlafplatz kümmern. Die Homepage ist mit diversen Infos und Links bestückt. Ein direktes Campen ist nicht möglich. Dafür wird euch die Citynähe geboten.

 

Wir für unsern Teil freuen uns über diese Art von Festival, da es etwas Neues bzw. Altes ist und hoffen euch in einer großen Zahl dort begrüßen zu können.

 

Bis dahin: Genießt den Open Air Sommer!

Konzertbericht – Joe Bonamassa – Düsseldorf – 14. Mai 2019

 

(A.M / O.N.) Auch in diesem Jahr machten wir uns für euch auf den Weg nach Düsseldorf, um für euch vom Konzert des mehr als hochklassigen Bluesrockmusikers Joe Bonamassa berichten zu können. Es ist immer wieder der Wahnsinn, wie viele Konzerte er pro Jahr spielt und, scheinbar ganz nebenbei, noch eine Vielzahl an neuen Alben, Projekten und dergleichen auf die Beine stellt. Die Electric Hall war an diesem Abend zwar nicht komplett ausverkauft, aber dennoch mehr als gut besucht. Besonders die vordersten Reihen waren, trotz der nach wie vor heiß diskutierten Kartenpreise (bis zu 150€), komplett gefüllt. Bonamassa weiß halt, was er kann und auch was er wert ist. Die gesamte Crew, und hier schließe ich alle fleißigen Hände des Abends ein, arbeitete auf höchstem Niveau.

 

Und so konnte jeder einen mehr als perfekten Konzertabend mit feinster Bluesrockmusik genießen. Joe und seine Band waren wie immer gut aufeinander abgestimmt und eingespielt, wobei die Setlist jedes Mal variiert. Demnach lohnt sich ein Besuch auch mehrmals, sofern man es sich finanziell leisten möchte. Die Mischung der Performence ist auch diesmal mehr als gelungen zu nennen. Jeder einzelne Musiker fügte sich perfekt in das Gesamtkonzept ein und hatte zudem die Möglichkeit an unterschiedlichen Stellen im Mittelpunkt zu stehen. Dies ist wohl eines der Merkmale, die Bonamassa immer wieder wichtig sind. Er selbst spielte natürlich seine Gitarren, die wohl einer enormen Sammlung gleichzustellen sind, mehr als perfekt. Und so war wirklich für jeden etwas dabei.

 

Vielen lieben Dank an die fleißigen Helfer und Mark Dehler von Netinfect für diesen tollen Konzertabend.

 

Setlist:

1. Tiger In Your Tank

2. King Bee

3. Evil Mama

4. Just Cause You Can

5. Self Inflicted Wounds

6. This Train

7. Blues Of Desperation

8. No Goof Place For The Lonely

9. Sloe Gin

Pause

10. Well Well

11. Boogie Woogie Woman

12. Nobody Loves Me But My Mother

12. Little Girl

13. Last Kiss

Zugabe:

14. Woke Up Dreaming

15. Mountain Time

 

Bericht Anne Melis/ Bilder Oliver Niklas

 

 

Konzertbericht – Gov´t Mule – Frankfurt Batschkapp – 06.06.2019

 

(A.M. / M.D.) Am Donnerstag, 6. Juni 2019, war ein weiterer Blues Abend in der Frankfurter Batschkapp auf dem Plan. Warren Haynes und seine Band „Gov´t Mule“ luden zu ihrer einzigen Show in Deutschland ein. Und so verwundert es nicht, dass unter den anwesenden Fans auch weit gereiste Bluesliebhaber waren. Hiermit sind Gäste aus Berlin gemeint, die „nur“ für dieses Konzert nach Frankfurt kamen.

 

Die Show überzeugte natürlich mit viel Bluesrock und einem handwerklich perfekten Können. Warren Haynes gilt immerhin nicht ohne Grund als einer der besten Gitarristen im Blues- und Southernrock. Aber auch seine Band ist wahrlich kraftvoll und verfügt über viel Routine. An diesem Abend konnten wir viele Titel des neuen Albums „Revolution Come… Revolution Go“ genießen. Hierbei war und ist kennzeichnend, dass der Bluesrock die Grundlage bildet und durch die verschiedenen Stilrichtungen (Funk, Soul, Jazz und Country) ergänz wird und so jeder Titel seine eigenen Highlights hatte und hat. Natürlich kamen auch die älteren Nummern nicht zu kurz und besonders diese wurden von den Fans entsprechend gefeiert.

 

Insgesamt war der Abend musikalisch erstklassig und auf einem grandiosen Niveau. Über etwas mehr Gesang hätte ich mich persönlich allerdings zudem gefreut. Die Songs wurden sehr intrumentenintensiv performt. Wobei dies wahrscheinlich auch viele Anhänger hat.

 

Auf der 1. Setlist standen Titel wie „Mr. Man“, „Blind Man In The Dark“, Mr. High & Mighty, „Game Face“, „Mountain Jam“ (The Allman Brothers Band Cover), „Beautiful Broken“, „Thelonuis Beck“, „Forevermore“, „Drawn That Way“ und „Stone Cold Rage“. Nach einer kurzen Pause ging es dann in die zweite Runde. Hier spielten sie „Thorns Of Life“, „Trane“, „Since I´ve Been Loving You“ (Led Zeppelin Cover), „Temporary Saint“, „Larger Than Life“ und „Thorazine Shiffle“.

 

Insgesamt bedanken wir uns bei allen, die diesen weitern Bluesabend in der Frankfurter Batschkapp möglich und gelungen gemacht haben.

Festivalbericht – Rockin´ The Blues Festival – Frankfurt Batschkapp – 30. Mai 2019

 

(A.M./M.D.) An Christi Himmelfahrt war es Frankfurt in der Batschkapp wieder so weit. Das Rockin` The Blues Festival ging in die zweite Runde. Nach einer erfolgreichen Tour, organisiert von der Mascot Laben Group, tourte das Festival auch in diesem Jahr wieder durch die Lande und traf auf begeisterte Fans. Über 700 Bluesliebhaber fanden sich an diesem Abend ein um Kris Baras, Walter Trout und Jonny Lang zu lauschen.

 

Kris Baras machte den Auftakt. Der ehemalige Boxer bewies, gemeinsam mit seiner Band, einmal mehr, dass er nicht nur mit den Fäusten umgehen kann. Er hat Fingerspitzengefühl und verkörpert dies bis zur Perfektion. Wir hatten schon letzten Sommer das Glück ihn mit „Super Sonic Blues Machine“ und Special Guest Billy Gibbons von ZZ Top erleben zu dürfen. Und so war unsere Vorfreude natürlich groß. Der gut trainierte und großflächig tätowierte Kris Baras spielte ein rund 30 minütiges Set und führte so das Publikum in die passende Stimmung.

 

Und genauso ging es dann natürlich auch weiter. Nach einer kurzen Umbaupause betrat Blues Rock Legende Walter Trout die Bühne. Nach seiner mehr als langen Krankheit musste er so einiges neu lernen. Aber das Spielen seiner Gitarre liegt ihm wohl einfach im Blut. Mehr als handwerklich perfekt und dennoch wahnsinnig gefühlvoll spielte auch er ein rund 30 minütiges Set. Bei Titeln wie „Me My Guitar And The Blues“ war dann wohl der absolut emotionalste Moment des Abends gekommen. Es berührte absolut jeden in der Batschkapp.

 

Als Abschluss kam dann der eigentlich noch recht junge und dennoch schon musikalisch sehr erfahrene Jonny Lang auf die Bühne. Er spielte die Gitarre ebenfalls brillant und bot besonders für Berufsmusiker einen tollen Gig mit vielen technischen Raffinessen. Als Highlight sollte hier seine Performence mit der Akkustikgitarre genannt werden, die er zu Beginn eines Songs einsetzte. Im Verlauf wechselte er dann wieder zur E-Gitarre und seine Band stieg mit ein. Das war und ist handwerklich wirklich als hohe Kunst anzusehen.

 

Musikalisches Highlight für alle an diesem Abend war dann natürlich die gemeinsame Jamsession als Abschluss. Die Drei Künstler und ihre Bands stimmten sich ab und gaben gemeinsam einige Songs zum Besten. Dies waren unter anderem Titel von BB Kind und Freddie King. Natürlich zeigten hier alle drei Künstler mit einzelnen Soli ihr Können noch einmal, aber auch die Bands fügten sich passend ein. Allein die Tatsache, dass zwei Schlagzeuger gemeinsam bzw. parallel spielten, gibt es ja nicht alle Tage zu sehen und zu hören. Demnach ist auch dieses Rockin` The Blues Festival musikalisch mehr als zu loben.

 

Zudem gab es natürlich, wie bei jedem guten Festival, Autogrammstunden. Diese waren in den Umbaupausen und nach dem Festival geplant. Und sie wurden für das ein oder andere Foto und diverse Smaltalks natürlich gerne genutzt. Zudem gab es, wie auch im letzten Jahr, eine Ausstellung der unterschiedlichen Gitarren zu bestaunen. Sie wurden entsprechend in Szene gesetzt.

 

Uns bleibt eigentlich nur noch ein riesigen DANKE zu sagen. Dies geht an die Organisation, den Veranstalter und die vielen fleißigen Hände von Mascot Label, Netinfect (Mark Dehler) und der Batschkapp mit ihrem Team.     

 

Massachusetts – Bee Gees Musical am 17.05.2019 im Tanzbrunnen Köln

 

(Alexandra Kersten-Spengler) Aus dem bewegten Leben der Bee Gees, die grandiose Erfolge in den 70er Jahren feierten, ist ein Musical entstanden. Dieses gastierte auch am 17.05.2019 im Tanzbrunnen in Köln.

The Italian Bee Gees, Davide, Walter & Pasquale Egiziano performen in einem 2,5stündigen Programm die legendärsten Hits der Bee Gees.

Ihre lange, persönliche Beziehung zur Familie Gibb und ihre unfassbare Authentizität machen die Brüder Egiziano zu weltweit einzigartigen Botschaftern der BEE GEES. Stimmlich und optisch atemberaubend nah am Original überzeugten sie sogar Barry und Robin Gibb, die ihnen begeistert den Titel ITALIAN BEE GEES verliehen.

Doch dies noch nicht genug….neben Ihnen stehen die Original Bee Gees Mitglieder Blue Weaver (Keyboarder), Vince Melouney (Gitarrist) und Dennis Bryon (Schlagzeuger) als Gäste mit auf der Bühne.

Umrahmt wird das Programm von einer sechsköpfigen Tanzcrew, die ein buntes Bühnenbild abgeben. Thomas Hinrich übernimmt die Moderation des Abends.

Fast 40 Jahre Musikgeschichte stecken hinter diesem einmaligen Musical, das die Geschichte der Band erzählt. Das Publikum ließ sich in diese spektakuläre Zeit zurück versetzen und gab seine Begeisterung mit Gesang und Tanz zum Ausdruck. Schon ab dem zweiten Song hielt es kaum einen Zuschauer auf dem Stuhl und das war auch so gewollt, wie der Moderator auch betonte.

Der Mix aus brillanter Live-Music, authentischen Schauspielern und einer großartigen Dance-Crew war gelungen. Viele Gänsehautmomente während dieser weltweit einzigen authentischen  Tribute-Musical über die wichtigen Stationen des Lebenswerkes der „erfolgreichsten Familienband aller Zeiten“ (Guinnesbuch der Rekorde) konnten die Zuschauer genießen.

Festivalbericht – Delta Metal Meeting – MS Connexion Complex – Mannheim –

13. April 2019

 

(M.D. / A.M.) Am Samstag, den 13. April 2019 ging das Delta Metal Meeting im Mannheimer MS Connection Complex ab 15 Uhr in die zweite Runde. In diesem Jahr gab es neben einer qualitativ sehr hochwertigen Verköstigung zwei weitere Vorteile zu genießen. Das Festival-Shirt war auch für Kurzentschlossene noch am Festivaltag zu haben und die Metalbörse war ebenfalls mit einer großen Auswahl an diversen Fanartikeln vertreten. Hierfür möchten wir schon jetzt ein großes Lob aussprechen: Daumen hoch!!! Mitten im Festivalgeschehen trat dann aber das Problem des Essensmangels auf. Der eingemietete Caterer hatte wohl nicht mit so viel Andrang gerechnet. Aber Dank des Einsatzes des Organisationsteams konnte dem Abhilfe geschaffen werden und mit etwas Verzögerung konnte dann jeder Besucher gesättigt werden.

 

Musikalisch machten „Air Raid“ den Auftakt. Sie betraten pünktlich um 16 Uhr die Bühne und gaben direkt richtig Gas. Die Rocker aus Göteborg sind seit 2009 mit einigen Line Up Wechseln am Markt und haben in diesen zehn Jahren Bandgeschichte bisher drei Alben veröffentlicht. Schön ist, dass sie typischen Metal der 80er Jahre spielen und das auch beim Delta Metal Meeting lebten. Sie schnörkelten nicht herum, sondern spielten klare Riffs mit entsprechenden Drums und einem Gesang, der sich dazu passend einfügte. Dazu ließen sie ihre Haare fliegen und auch die obligatorischen weißen hohen Sneaker durften natürlich nicht fehlen. Alles in allem ein musikalischer Festivalauftakt, der mehr als gelungen zu sehen ist. Und dies zeigten auch die Reaktionen des Publikums mit begeisterten Fans.

 

Danach ging es mit „Airon“ weiter. Die Finnen gibt es seit 2011 und spätestens seit 2013 sind sie durch den Auftritt beim Eurovision Song Contest bekannt. Mit ihrer musikalischen Mischung aus symphonischem- und Power Metal legten sie beim Delta Metal Meeting los und begeisterten die Menge, die sich im Laufe des Nachmittags schon stetig vergrößerte. Für den melodischen Anteil sorgte im gewissen bzw. besonderem Maße der Einsatz des Keyboards. Und dies war optisch zudem so nach vorne gekippt aufgebaut, dass alle Tasten zu sehen waren. Es ist einfach herrlich, wenn man so nah dabei ist und jedem Musiker auf die Finger gucken kann. Dieses Gimmick erfreut sich generell immer größerer Beliebtheit erfreut. Und bereits beim ersten Song der Finnen sah man quasi nur noch im Takt wippende Köpfe. Und dies blieb im gesamten Set auch so. Vielen Dank für diesen Gig!

 

Die dritte Band des Festivals war „Ram“. Die ebenfalls aus Göteborg stammenden Schweden musizieren seit 1999. Sie überzeugen mit klassischem Metal. Und das taten sie auch beim Delta Metal Meeting. Sie heizten die Stimmung ordentlich weiter auf und ein. Mich persönlich haben sie definitiv total geflasht. Und die Chöre im Publikum zeigten, dass dies wohl die mehrheitliche Meinung war. Die klassischen und durch die Einfachheit genialen Riffrock-Elemente sind einfach wahnsinnig und verbreiteten auch genau diese Stimmung mit jeder Menge „Pommesgabeln“.

 

Etwas flotter und mit jeder Menge Spaß und überdrehter Action folgten „Double Crush Syndrom“ aus dem Ruhrpott. Sie machten ihrem Namen in gewisser Weise alle Ehre und schüttelten das Publikum nochmal richtig durch – „Schädigung einer Nervenbahn durch mechanische Beeinträchtigung“… auch hier standen die 80er Jahre musikalisch und auch optisch im Vordergrund. Diesmal allerdings mit einer ordentlichen Note Punk. Und Frontmann Andy Brings (ehemals u.a. Sodom) hatte sichtlich Spaß mit dem Publikum zu spielen, es einzubeziehen und ihren Gig so zu einem ganz besonderen zu machen und herauszufallen. Dies sorgte für ordentlich Gesprächsstoff, wenn auch nicht nur positiv, aber eins ist ganz klar: Die drei machten eine einzige Party auf der Bühne und zogen mit Elementen wie bspw. Wechselgesänge („Cab Calloway“ – „Minnie The Moocher“) mit dem Publikum, genau dieses auch mit sich. Als letzten Song spielten sie ihre Version von „Judas Priests“ „Breaking The Law“. Und das Besondere hier war typisch Punk: ein netter Rollen- bzw. Instrumentenwechsel. Und so konnten wir Andy dann auch mal hinter dem Schlagzeug genießen, ein netter und vor allem abwechslungsreicher Abschluss.

 

Danach war es an der Zeit für „Vicious Rumors“. Die US-amerikanische Power Metal Band wurde bereits 1979 von Geoff Thorpe in Kalifornien gegründet. In den nun mittlerweile 40 Jahren Bandgeschichte haben sie diverser Line Up Wechsel hinter sich gebracht. Aber das sollte kein Thema sein. Headbangen und ordentlich hart getaktete Drums standen auf dem Plan. Und die Menge ging mit. Dies verstärkte sich dann noch zusätzlich bei einigen Songs mit ordentlich Speed oder auch bei Einsätzen von Chören, die dann bei einem Live-Konzert logischerweise die Fans übernehmen und auch an diesem Abend gerne taten. Aber auch diverse Gitarrensoli durften die Fans bei diesem Gig genießen.

 

Und dann war es endlich so weit. Der lang ersehnte Headliner des Delta Metal Meetings 2019 „Battle Beast“ betrat gegen 23 Uhr die Bühne. Und das taten sie nicht irgendwie. Mit roten Strahlern beleuchtet stieg Pyry Vikki hinter bzw. auf sein Schlagzeug und heizte mit diesem Auftritt schon mächtig ein. Und dann kam der Rest der Band nicht weniger schlecht beleuchtet, diesmal in blau, und Band und Fans rissen die Hände in die Höhe! Und genau mit dieser Begeisterung starten sie dann auch ihr Set. Die gesamte Choreografie war bis ins Detail geplant. Und so wurde weder an Licht, noch an Ton und schon gar nicht an Kunstnebel gespart. Zudem waren die Gesten, Mimiken und Positionen der Einzelnen perfekt aufeinander und zum Gesamtkonzept abgestimmt. Dies war zum Beispiel bei den Gitarrensoli der Fall. Damit die Doppelspitze von Juuso Soinio und Joona Björkroth voll und ganz genossen werden konnte, wechselte Frontfrau Noora Louhimo ihren Platz von der Bühnenmitte und ließ den Herren den Vortritt. Aber auch Keyboarder Janne Björkroth hatte mit seinem „Keytar“ (Keyboard bzw. Synthesizer mit Schultergurt zum Umhängen) die Möglichkeit sich frei auf der Bühne zu bewegen. Und so begeisterte die Show von „Battle Beast“ die Fans und die Menge feierte.

 

Und wer nach diesem rund acht Stunden Livemusik des Delta Metal Meetings den Weg nach Hause noch nicht finden wollte, für den war im Anschluss noch eine After Show Party geplant.

 

Demnach bleibt uns nichts weiter zu sagen, als DANKESCHÖN an alle fleißigen Hände, die im Vorfeld und auch am Festivaltag alles gegeben haben, damit auch das zweite Delta Metal Meeting ein Erfolg wurde. Jochen hat mit seinem Team wieder „ganze Arbeit geleistet“ und ein „glückliches Händchen bewiesen“.

 

In diesem Sinne: ROCK ON!

Gigantische Rockshow und pure Leidenschaft: Tobias Sammets Avantasia

09.04.2019 in der Saarlandhalle in Saarbrücken

Alexandra Kersten-Spengler / Marc Debus

 

 

Avantasia is Back - nach dem Tourstart der Moonglow World Tour 2019 in der Slowakei – spielt Tobias Sammet mit seinem, seit Jahren weltweit gefeiertes Musikprojekt, ein grandioses Konzert in Saarbrücken. Nach drei Jahren kommt der Fuldaer mit seinem Rock-Projekt wieder ins Saarland.

 

Pure Leidenschaft, tiefe Emotionen und erstklassiger Heavy Metal: Wenn Tobias Sammet in Saarbrücken spielt, gibt es kein Halten mehr: Über 1700 mehrheitlich schwarz gekleidete Fans rockten am Dienstagabend in der Saarlandhalle in Saarbrücken.

 

Als Stargäste begeisterten Ronnie Atkins, Jorn Lande, Geoff Tate, Adrienne Cowan, Michael Sembello, Eric Martin, Bob Catley - und natürlich Tobias Sammet mit ihrem Gesang. Bombenstimmung von Anfang an und das über 3 Stunden hinweg - sensationell!!

 

Um 20:10 Uhr geht das Licht aus. Zunächst läuft noch AC/DC vom Band und dann betreten die Musiker zu Ludwig van Beethovens „Symphony No.9“, besser bekannt als „Ode To Joy“, die Bühne. Der große Vorhang fällt und mit „Ghost In The Moon“ geht es los. Tosender Beifall brandet auf, als Mastermind und Tobias Sammet auf die Bühne stürmt. Links stehen Bassist Andre Neygenfind und Sascha Peth an der Gitarre. Dahinter an den Keys wirkt Michael Rodenberg, kurz Miro, der bei vielen Avantasia Alben für die Orchestrierung zuständig ist.

 

Der hinter einer dicken Plexiglasscheibe sitzende Drummer Felix Bohnke wird dann auch mal zum Ziel des Sammetschen liebevollen Spottes. Laut Tobias sitzt Felix hinter der 8 MM dicken Scheibe nicht, weil er, wie ein gefährliches Tier, abgeschirmt werden muss, da er ja mit Holzstöcken auf Tierfelle einschlägt, sondern das hat was mit dem Sound zu tun. Auf der rechten Seite ist dann noch Oliver Hartmann, der sonst bei At Vance oder als Gitarrist bei der Pink Floyd Tributeband Echoes oder in seiner eigen Band Hartmann fungiert. Bereits beim zweiten Song Starlight tritt der erste Gastmusiker auf. Ronnie Atkins, sonst hauptamtlich bei den Pretty Maids gelistet, liefert sich tolle spannungsgeladene Duette mit Tobias oder auch mit der Background Sängerin Adrienne Cowen

 

Tobias übt nun erst mal den Beifall mit dem Publikum, Stichwort ist immer das Schlagwort „Saarbrücken“…und das Publikum nimmt dies gerne an und erwidert dies mit großem Beifall. Dann wird kurz erläutert, dass es heute Abend alten und neuen Scheiß geben wird und das hier mit drei Stunden Spielzeit zu rechnen ist.

 

Mit Book Of Shallows geht es weiter. Auch da ist Ronnie Atkins noch mit von der Partie, obwohl Adrienne den von Mille Petrozza eingesungenen Song mindestens genauso gut drauf hat. Bereits beim nächsten Song The Raven Child kommt schon der nächste Gastsänger dazu. Jørn Lande, bekannt von Masterplan und seinem Projekt mit Allen Russel, passt hervorragend in dieses Projekt. Für die gesangliche Unterstützung sorgen bei fast allen Songs Herbie LanghansIna Morgan und die bereits erwähnte Adrienne Cowen. Nicht nur stimmlich, sondern auch optisch machen die beiden Damen einen überaus überzeugenden Eindruck.

 

So geht es munter weiter. „Lucifer“ wird noch von Jørn Lande gesungen, dann kommt Geoff Tate auf die Bühne. Der lange Jahre bei Queensrÿche tätige Sänger übernimmt die nächsten Songs. Das macht er als „Neuling“ bei Avantasia ausgezeichnet. Einen Song singt er allein und dann auch wieder im Duett mit Tobias Sammet. Er versteht es, zwischen den Songs das Publikum zu unterhalten.  Wer schon mal bei einem Avantasia oder bei einem Edguy Konzert war, der kennt seine Qualitäten als Entertainer. Immer wieder animiert er die Saarbrücker und fordert sie auf, sich lautstark bemerkbar zu machen.

 

Unbestritten ist Avantasia das musikalische und geistige Eigentum von Tobias Sammet und dieses Projekt sieht den Einsatz von Gastmusikern vor. So sind nicht nur auf CD Gastmusiker eingeladen, sondern auch auf Tour. Und so werden die meisten Songs auch von ihnen und mit Tobias bestritten. „Reach Out For The Light” singt Tobias aber allein. Der Song stammt von „The Metal Opera“ und ist bereits 18 Jahre alt. So präsentieren Avantasia heute eben einen guten Querschnitt durch die gesamte Schaffenszeit. Nach dem Titeltrack der neuen CD, Moonglow (auf der CD noch mit Candice Night eingesungen), der heute mit Adrienne Cowen im Duett gut ankommt, wird es poppig. „Maniac“ aus Flashdance ist dran und dazu kommt Eric Martin von Mr. Big auf die Bühne. Er hat sich einen modisch aussehenden Schal um den Hals geschlungen, und passt sich zumindest da Tobias an. Der trägt einen langen, ziemlich dick aussehenden Mantel, ein Stirnband und eben einen langen Schal, der auch mal zum Schweiß abtupfen gebraucht wird. Der Song kommt live erstaunlich gut an und die Halle singt laut mit. Da Eric schon auf der Bühne ist, performt er auch den nächsten Track.

 

Danach sagt Tobias seinen Lieblingsengländer an. Bob Catley, Frontmann von Magnum, ist ein gern gesehener Gast und auch bei den letzten vier Tourneen immer mit dabei gewesen. Nun wird Sascha Peth vorgestellt. Beide kennen sich schon seit Jahren, da Sascha für die Produktion der Avantasia Scheiben verantwortlich ist. Es folgt „The Scarecrow“ vom gleichnamigen Album. Danach kommen bei „Promised Land“ Eric Martin und JørnLande gemeinsam zum Einsatz.

 

Das muss man dem Projekt lassen. Jeder der Sänger bekommt seine Bühne und auch bei den gemeinsamen Stücken stellt sich keiner explizit in den Vordergrund, sondern ordnet sich den Songs unter. Beide Akteure schaffen es hier auch, dass das Publikum den Heehoo-Anteil lautstark mitsingt.

 

Es folgt der Titel, der nach dem Projekt benannt wurde. Avantasia, hauptamtlich von Geoff Tate gesungen, begeistert. Man kann sagen, was man will, aber die Tracks machen live einfach Spaß. Auch bühnentechnisch ist nichts auszusetzen. Im Hintergrund laufen, passend zum jeweiligen Titel, Bilder und Animationen auf einer riesigen Leinwand ohne aufdringlich zu wirken. Das Licht ist toll, der Sound ist gut. Nicht zu laut und gut ausgesteuert.

 

Tobias sagt dann einen zwölf-Minuten-Song an und bemerkt, dass so etwas hier gespielt werden kann, denn es ist ja kein Radio. „Wer hört denn heute noch Radio?“, scherzt er.  Let The Storm Beginn wartet dann auch mit drei Sängern. Neben Tobias sind Jørn Lande und Ronnie Atkins mit dabei. Es folgt Master Of The Pendulum, bei dem Ronnie nun den Leadgesang übernimmt. Als Nächstes darf auch Oliver Hartmann mal singen. Immerhin umfasst sein Stimmvolumen vier Oktaven und die kommen bei Shelter From The Rain zum Einsatz. Dazu gesellt sich dann Herbie Langhans, der auch mit einer guten Stimme ausgestattet ist. Auch Ina Morgan wird ins Rampenlicht gerückt und singt dann mit Bob Catley im Duett, der inzwischen auch mit eingestiegen ist.

 

Nun ist wieder das Publikum dran. Tobias provoziert Saarbrücken mit: „Saaarrrbrüüückkken“. Erwartet wird natürlich eine lautstarke Resonanz und die wird dann ausgelotet. Es folgt der nächste Seitenhieb auf Manowar. Joey DeMaio hätte jetzt das Konzert beendet. Wir nicht!!! Mit Lost In Space verabschiedet er sich dann, denn wenn‘s am Schönsten ist, dann muss man aufhören. Somit sind dreieinhalb Stunden Spielezeit um.

 

Nach einer Minute lauten Zugaberufen kommen sie aber wieder. Die Zugabe beginnt mit Farewell von The Metal Opera. Da gibt’s dann noch ein schönes Duett von Tobias und Adrienne. Nun kommt die obligatorische Bandvorstellung, die an dieser Stelle auch mal eine Viertelstunde dauert. Zwar hat er bereits im Verlaufe des Konzertes einige vorgestellt, nun sind aber alle der Reihe nach dran und erhalten ihren verdienten Beifall. Beim allerletzten Song Sign Of The Cross, ebenfalls von der Metal Oper, sind dann alle Akteure des Abends auf der Bühne. Dies sorgt für viel Stimmgewalt. Dann wird noch die Konfettikanone abgefeuert und ein schönes Bild beendet um 23:30 Uhr dieses Spektakel. Klar gibt’s noch ein abschließendes Band/Zuschauer Foto.

 

08.04.2019 in der Esperantohalle Fulda

 

Fulda…das Heimspiel von Tobias Samet´s Avantasia fand am Tag zuvor vor ausverkauftem Haus statt. Schon bei der Ankunft an der Halle konnte man eine riesige Schlange von Menschen bewundern, die auf den Zutritt zur Halle warteten – ausverkauftes Haus halt.

 

Die Setlist war die gleiche wie am folgenden Tag in Saarbrücken und die Begeisterung in der Halle war gigantisch. Viele Angehörige der Bandmitglieder waren ebenfalls im Saal und feierten mit den übrigen Fans die gewaltige Show auf der Bühne. Auch in Fulda war das Zusammenspiel der Sänger auf der Bühne ein Genuss. Vor allem die Performance von Geoff Tate war wie immer einzigartig. Die übrigen Gastsänger zeigten ebenfalls, wie unterschiedlich ein Projekt mit dem Wechsel der Gesangsfront klingen kann. Ronnie Atkins, Eric Martin und auch Oliver Hartmann, der Gitarrist der Band zeigten hier ihr Können.

 

Die Begeisterung in der Halle konnte bis zur letzten Minute aufrechterhalten werden. Selbst bei den Zugaben verließ kaum ein Zuschauer den Raum, um die Band bis zur letzten Minute auszukosten. Die vielen Male, die ich Avantasia in den letzten Jahren sehen konnte ermöglichen zu sagen, dass die Show in keiner Weise nachgelassen hat. Die Besetzung ist immer erstklassig und die Präsentation des Ganzen lässt nichts zu wünschen übrig. Avantasia wird weiterhin die Hallen füllen und die Fans begeistern – auch wenn es mir persönliche ein wenig zu „Mainstream“ ist.

 

Setlist vom 08.04 und vom 09.04.2019:

Symphony No. 9, Op. 125

Ghost in the Moon

Starlight (mit Ronnie Atkins)

Book of Shallows (mit Ronnie Atkins)

The Raven Child (mit Jørn Lande)

Lucifer (mit Jørn Lande)

Alchemy (mit Geoff Tate)

Invincible (mit Geoff Tate)

Reach Out for the Light (mit Oliver Hartmann)

Moonglow (mit Adrienne Cowan)

Maniac (mit Eric Martin)

Dying for an Angel (mit Eric Martin)

Lavender (mit Bob Catley)

The Story Ain't Over (mit Bob Catley)

The Scarecrow (mit Jørn Lande)

Promised Land

Twisted Mind (mit Geoff Tate)

Avantasia (mit Geoff Tate)

Let the Storm Descend Upon You (mit Jørn Lande)

Master of the Pendulum (mit Ronnie Atkins)

Shelter from the Rain (mit Bob Catley)

Mystery of a Blood Red Rose (mit Bob Catley)

Lost in Space

Farewell (mit Adrienne Cowan)

Sign of the Cross / The Seven Angels

 

 

Vorankündigung – Wacken Open Air – 01.- 03. August

 

(A.M. / M.D.) Was soll man sagen? Wer kennt Wacken nicht? Es ist DAS Festival schlechthin. Seit Tagen, Wochen und Monaten ist es wie schon seit undenkbar langen Jahren ausverkauft und im Netz werden an jeder Stelle noch weitere Karten gesucht. Die gesamte Republik plus diverse Fans aus aller Herren Länder wollen wieder hoch in den Norden fahren und das eigentlich kleine Dorf „Wacken“ wieder weiter berühmt machen. Wer hätte das in den Gründungsjahren als Feuerwehrfest schon gedacht? Manchmal steckt man halt einfach nicht drin. Man lässt die Sache laufen und guckt was passiert. Und was mit Wacken passiert ist, ist einfach unbeschreiblich. Mittlerweile ist es eine mehr als bis ins Detail durchgeplante Veranstaltung, die sich als Firma im Hintergrund fest etabliert hat. Der enorme organisatorische Aufwand die rund 80.000 Festivalbesucher und die zusätzlichen zigtausend feierfreudige Metalfans im sogenannten „Speckgürtel“ wollen schließlich versorgt werden. Und so stehen beispielsweise tausende Meter Bierpipline als ein Thema der weiteren Verbesserung im Raum.

 

Und musikalisch werden auf den zwei Hauptbühnen neben dem riesigen Stierkopf und auf den Nebenbühnen in diesem Jahr unter anderem folgende Bands erwartet: Sabaton, Demons Wizard, Slayer, Parkway Drivt, Powerwolf, Body Count, Within Temptation, Prophets Of Rage, Anthrax, Opeth, Bullet For My Valentine, Hammerfall, Airbourne, Rage, Eluveitie, Queensryche, Rose Tattoo, Battle Beast, Hämatom, Eisbrecher, Behind The Black, Avatar, Primordial, UFO, Black Stone Cherry, Krokus, Night Flieht Orchestra, Versengold, Tantiano, Girlschool, Die Kassierer,…

 

Aber auch das Rahmenprogramm (Spoken Word, Action, Party,…) ist bereits in vollen Zügen geplant. Es bleibt eigentlich kein Wunsch offen, sofern man das Glück hat, dabei sein zu können.

 

Von daher bleibt uns eigentlich nur noch die Hand des Rock´n Roll mit Pommesgabel in die Luft zu strecken und ein tolles Festival zu erleben.

Vorankündigung – Hellfest – 21. – 23. Juli – Clisson – Frankreich

 

(A.M. / M.D.) Das Hellfest in Frankreich ist wohl jedes Jahr der absolute Wahnsinn. Wer träumt nicht davon dabei zu sein? Und das Line Up in diesem Jahr wird die Träume wohl nur noch verstärken. Wieso also nicht? Auf geht’s in den Westen Frankreichs! Auf den insgesamt sechs Bühnen des Areals (Mainstage 1, Mainstage 2, Temple, Altar, Valley und Warzone) wird definitiv jedem Fan das für ihn Passende angeboten. Die größte Herausforderung wird wahrscheinlich sein, den eigenen Zeitplan zu erstellen und zu selektieren.

 

Hier ein kleiner Versuch ein paar Bands aufzulisten: Manowar, Dropkick Murphis, Dream Theater, Demons And Wizards, Godsmack, Gorjia, Mass Hysteria, Ultra Vomit, Dagoba, No One Is Innocent, Lofofora, Kiss, Def Lepard, Whitesnake, Deadland Ritual, Rival Sons, Ritchie Kotzen, Architects, ZZ Top, Within Temptation, Eagles Of Detah Metal, Böhse Onkelz, The Fever 333, Tool, Slash feat. Myles Kennedy, Lynyrd Skynyrd, Stone Temple Pilots, Slayer, Lamb Of God, Anthrax, Testament, King Diamond, Hellhammer performed by Tom Warrior´s „Triumpg Of Death“, Venom Inc., Diamond Head, Trollfest, The Sisters Of Mercy, Cradle Of Filth,….

Und das ist bei einem Festival so einer Größe und Beliebtheit natürlich nur eine geringe Auswahl. Aber schon dies zeigt, wie facettenreich das Line Up sein wird.

 

Genaue Details samt Timetable findet ihr auf der sehr übersichtlichen und extrem ausführlichen offiziellen Webside: https://www.hellfest.fr/

 

Von daher gilt auch hier: Setzt euch in Bewegung und feiert eine unvergleichliche Metalparty beim Hellfest in Clisson, Frankreich!

Vorankündigung – Rock am Stück – Fritzlar – 18.- 20. Juli

(A.M. / M.D.) Auch in diesem Sommer ist es wieder soweit. Das Rock am Stück Festival geht in Fritzlar vom 18.- 20. Juli in die nächste Runde. Wir freuen uns auf „Airbourne“, „Eisbrecher“, „Amorphis“, „Hämatom“, „Caliban“, „Rose Tattoo“, „Tanzwut“, „Pyogenesis“, „Brothers of Metal“, „Elvenking“, „Toxpack“ und viele weitere Bands.

„Die nächste Auflage des Rock am Stück wird sicherlich wieder jeden rockbegeisterten Musikfan gefallen“, so die offizielle Info, die wir definitiv bestätigen können. Die Auswahl der Bands zum diesjährigen Line Up verspricht viel. „Egal ob moderne Hits oder rockige Klassiker.“

Und Tickets könnt ihr aktuell noch über die offizielle Seite http://www.rock-am-stueck.de/ ordern. Wir würden uns freuen, wenn wir euch auf dem Festivalgelände am Lohrberg zum Rocken treffen würden

Bis dahin viel Spaß im Festivalsommer 2019!!!

 

Bloodsucking Zombies from Outer Space

Album Release Show zu "ALL THESE FIENDISH THINGS"

am 08.02.2019 in der Arena Wien

 

20.00 Uhr Igel vs. Stark 21.00 Uhr Roadwolf 22.00 Uhr BZFOS ab 00.00 Uhr Aftershowparty mit Boogie Hammer im Dreiraum

 

Zur Einstimmung auf den Abend, machten wir eine Führung durch den "morbidesten Ort" Wiens - die Michaelergruft. Beeindruckt von den sich dargebotenen Bildern der unterirdischen Begräbnisse, Mumifizierungen und Sargmalereien des Mittelalters, zogen wir los, um gemeinsam mit Freunden und Bekannten, einen wunderbaren Abend mit den legendären BZFOS zu erleben. Nach zwei Jahren Wartezeit, wurde endlich das langersehnte Album "ALL THESE FIENDISH THINGS" ins Rennen geschickt. Den Auftakt in der randvollen Arena machten um 20.00 Uhr "IGEL vs. WOLF". Sie heizten das Publikum mit eingängigen, rockigen Riffs an. Um 21.00 Uhr begannen "ROADWOLF" - eine energiegeladene Heavy Metal Combo, die deutlich machten, welchen Background auch die BZFOS Jungs zu verzeichnen haben.

 

Gut eingegrooved, legte nach einer kurzen Pause, endlich der Hauptakt "BZFOS" los. Das Konzert startete mit dem neuem Song "This aint no Halloween Costume" und der dazu bestens inszenierten Showeinlage. Es folgten Klassiker wie "I wanna hear you scream”, “Teenage Universal Creature” und “Shock Rock Romance". Der folgende Kracher "Bela Kiss" ist ein sich schnell einprägender Rocksong vom neuen Album, der neben "Nice Day for an Exorcism" u.a. bereits auf der Halloween Tour gespielt wurde. In Wien darf natürlich nicht der Falco Hit "Vienna Calling" fehlen, den die Jungs erstmals auf ihrem unvergesslichen X-Mess Jamboree zum Besten gaben und das Publikum zum Beben brachten.

 

Der "Schädel Deiner Mutter" immer wieder ein echter Schockeffekt – gerade hinsichtlich der wahren Begebenheit. Danach wurde zum wohl melancholischsten Song der BZFOS, der Jägermeister auf "A schöne Leich" gehoben. Es folgten zwei neue Songs "Janet Leigh" und "Pet Sematary". "Janet Leigh" wurde durch eine perfekt inszenierte Duschvorhangszene - anlehnend an den Hitchcock Streifen "Psycho" begleitet und verlieh dem Song dadurch eine besondere Note. Der alte Ramones Song erfreute das betagte "Punkerherz" und ließ mich kurz in das Jahr 1996 abtauchen zur unvergesslichen "Adios Amigos" Tour. Erstklassig und ohne unnötige Schnörkeleien umgesetzt, ein perfekter Anheizer! Neben den oben genannten Titeln bekamen wir noch die beiden neuen Songs "Night Flier" und "Good Guy Rag Doll" zu hören, welche zweifelsohne groovig daher kamen. Zum Ende hin spielten die Jungs dann eines meiner persönlichen Highlights - die unvergleichliche "Moonlight Sonata". Um zum Schluss nochmal ordentlich Gas zu geben, durfte natürlich auch der Alice Cooper Klassiker "Poison" nicht fehlen. Beim letzten Song - dem legendären "MÖRDER BLUES", wird in der Tat das gesamte Publikum in einen schaurig-schönen Blues versetzt und man verlässt beseelt und glücklich das Konzert. THX.

Vanessa Nickel / Andreas Zerndt

Vorankündigung Rockharz Festival Ballenstedt 3.- 6. Juli 2019

 

Auch in diesem Jahr wirft das „Rockkarz“ Festival seine Schatten voraus. Vom 3.- 6. Juli wird es in Ballenstedt stattfinden.

 

Das Organisationsteam hat bereits viel Arbeit investiert. Und so können wir uns auf „Amon Amarth“, „Saltatio Mortis“ und „Dimmu Borgir“ als Headliner freuen. Aber auch das weitere Line Up ist nicht von schlechten Eltern. Es besteht unter anderem aus „Children Of Sodom“, „Chriddel Of Fate“, „Hypocrisy“, „Epica“, „Dragon Force“, „U.D.O.“, „Korpiklaani“, „Wintersun“, „Hämatom“, „Over Kill“, „Lordi“, „Legend Of The Damned“, „J.B.O.“, „Soilwork“, „Mono Inc.“ und vielen vielen mehr.

 

Schon jetzt ist es möglich im Vorfeld genau das Package vorzubestellen, was man gerne möchte. Und auch das Reservieren von Campingplätzen, damit man mit den bekannten Freunden nah zusammenrücken kann, ist möglich. Jedoch ist das Kennenlernen neuer Freunde bei so einem Festival natürlich auch immer zu empfehlen. Und um seinen Idolen ganz nah zu sein, wird es natürlich auch wieder durchorganisierte Autogrammstunden geben, die wir jedem ganz individuell ans Herz legen können.

 

Insgesamt freuen wir uns, dass das „Rockharz“ Festival sich stetig größerer Beliebtheit erfreut und es ein weiteres Highlight in jedem Kalender ist. Demnach verbleiben wir bis dahin in rockiger Feierlaune und freuen uns euch dort zu sehen!

Vorankündigung Burg Herzberg Festival Breitenbach 25.-28. Juli 2019

 

Unter dem Motto „Stardust We Are“ wird auf den Pferdewiesen in Breitbach am Herzberg (Hof Huhnstadt) vom 25.-28. Juli wieder das Burg Herzberg Festival als traditionelle Hippie Convention stattfinden. Neben zahlreichen Bands wie Graham Nash, Chris Robinson Brotherhood, Doyle Bramhall II, Ufo und vielen mehr auf unterschiedlichen Bühnen (Mainstage, Freakstage, Mentalstage, Lesezelt), sind auch in diesem Jahr im „Höllenschuppen“ in „Freak City“ wieder Jam-, Psychodelic-, Spacerock-, Prog- und Experimental- Bands geplant.

 

Das leibliche Wohl wird durch die unterschiedlichen Stände, die auf dem gesamten Gelände verteilt sind und sehr verschiedene Leckereien anbieten werden, nirgends zu kurz kommen. Das Zelten wird ab Montag, den 22.7. um 9 Uhr auf dem Campingground „Neue Heimat“ und ab Dienstag, den 23.7. um 10 Uhr in „Freak City“ möglich sein. Ebenfalls wird es wieder einen Shuttle von Breitenbach aus direkt zum Gelände geben. Zudem wird der ÖPVN wahrscheinlich Shuttles von den Bahnhöfen Alsfeld und Bad Hersfeld einrichten.

 

Zudem wird das „Drumherum“ dieses Festivals wieder sehr familiär erwartet. Das „Kinderland“ wird ebenfalls wieder seinen festen Ort haben und damit das familiäre Flair dieses Festivals unterstreichen.  

 

Wir freuen uns auf jeden Fall schon wahnsinnig dieses einfach einzigartige Festival zu erleben und hoffen möglichst viele von euch dort zu sehen und ein schönes Festival zu genießen.

Konzertbericht – Bloodbound – Dynazty – Manimal – Tour Of The Dragon Empire - MS Connexion Complex Mannheim – 26. März 2019

 

Wieder einmal waren wir in Mannheim im MS Connexion Complex zu Gast. Diesmal war es am Dienstag, den 26. März. Auf dem Programm standen Bloodbound, Dynazty und Manimal. Musikalisch versprach es also ein Abend im Power Metal Stil ganz in schwedischer Hand zu werden. Und so war es dann auch.

 

Nach nur 20 Minuten Einlasszeit betraten „Manimal“ um 19.20 Uhr die Bühne. Und das Publikum, welches definitiv in Feierlaune war, wurde direkt in den Bann gezogen. Das Outfit und die thematisch passend dick schwarz umrandeten Augen waren genauso bis ins Detail geplant wie die Spielereien mit den Fans von der Bühne aus. Und so begann dieser Abend wirklich voller Power.

 

Ähnlich ging es dann auch mit „Dynazty“ weiter. Die Jungs rockten wirklich ab. Und die doppelte Gitarrenbesetzung sorgte für einen tollen und satten Sound. Nach elf Jahren gemeinsamer Bandgeschichte feierten sie im September vergangenen Jahres die Veröffentlichung ihres sechsten Albums „Firesign“. Eine Review hierzu haben wir ebenfalls für euch verfasst. Und die „Mischung aus Melodie, Härte und Vielfalt“ war auch bei diesem Gig zu genießen.

 

Und so hatten die beiden Bands die Stimmung für „Bloodbound“ schon ordentlich eingeheizt. Die Tour und der heutige Gig zu ihrem neuen Album „Rise Of The Dragen Empire“, welches am 22. März veröffentlicht wurde (Review ist ebenfalls von uns verfasst), war also schon in vollem Gang. Demnach lässt sich ihre Performance mit den Adjektiven kräftig, melodisch, stark, abwechslungsreich und dramatisch mehr als gut beschreiben. Denn so war es auch. Der Weg immer weiter nach oben ist als ganz klares Ziel erkennbar.

 

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle wieder für einen echt tollen Konzertabend mit toller Musik, wenn teilweise auch zu laut und überdreht, vielen bekannten Gesichtern, netten Gesprächen, fleißigen Helfern im Hintergrund und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Ein Abend mit den „Cannons“ in Taunusstein – 28.02.2019

 

Seán Cannon, Sänger der „Dubliners“ und der „Dublin Legends“ spielte mit seinen beiden Söhnen James und Robert im Folk Club Taunusstein vor ausverkauftem Haus eine gigantische Show.

 

Der Auftritt dauerte mit den Zugaben mehr als zwei Stunden und Seán war stehend von seinen beiden Söhnen eingerahmt. Sie spielten selbstverständlich viele klassische Stücke der irischen Folk-Musik. So hörte man „The Black Velvet Band“, „Dirty Old Town“, “Dainty Davey” und “Whisky In The Jar. Ein weiteres Highlight wurde von Seán angestimmt, als er den Sprechgesang “The Sick Note” anstimmte, der schon in Dubliners Tagen das Publikum zum Lachen brachte.

 

Aber nicht nur Seán sang, sondern seine beiden Söhne taten es ihm gleich. Es wurden auch nicht nur irische Stücke präsentiert, sondern auch der amerikanische Folk und Blues kamen nicht zu kurz. James interpretierte Johnny Cashs „Folsom Prison Blues“ und das irische Stück „Star Of The Country Down“. Robert widmete sich Bob Dylans “I´ll Be Your Baby” und dem “Cocaine Blues”. Das Publikum applaudierte nachhaltig, nachdem er den “Mule Skinner Blues” gespielt hatte.

 

Als Zugaben folgten noch „The Leaving Of Liverpool und „The Wild Rover“. Ein durchweg zufriedenes Publikum konnte das Trio dann noch in der Halle bei der Autogrammvergabe erleben. Ich bedanke mich noch einmal bei Seán für das Videointerview, dass man auf Youtube findet. Der Link lautet:

 

https://youtu.be/afXwCqUSOsQ

 

In jedem Falle kann man allen Folk-Liebhabern die Konzerte der Cannons nur ans Herz legen….Es lohnt sich!!!

 

Vorankündigung: Bang Your Head Festival 2019

 

Wau….man kann sagen, dass das diesjährige Bang Your Head Festival es ganz schön in sich hat. Vom 11ten bis zum 13ten Juni wird es in Balingen wieder richtig laut und drei Headliner sorgen für den richtigen Auftrieb. Tobias Sammet´s Avantasia, Skid Row und Steel Panther führen das Festival als Flaggschiffe an.

 

Aber auch das übrige Line-Up lässt noch einiges an Spaß erwarten. Ross The Boss ist dabei und seine Shows haben uns bisher immer mächtig Spaß gemacht. Hier ist deutlich hörbar, wer bei Manowar früher den Ton angegeben hat. Alte Hasen wie Flotsam & Jetsam sind dabei, Ektomorf, Venom Inc, Mantar, The Night Flight Orchestra und Brainstorm werden das Gelände und die dazugehörige Halle sicher wieder zum Kochen bringen

 

In den letzten Jahren hat sich der Veranstalter Horst E. Franz immer ein glückliches Händchen bewiesen und die Festivalbesucher haben immer ordentlich was geboten bekommen. Das wird auch in diesem Jahr sicher nicht anders werden, und auf dem Gelände wird für gutes Essen, kühles Bier, und Autogrammstunden gesorgt, so dass man seine Idole auch zum Anfassen präsentiert bekommt. Ein Metalmarkt ist ebenfalls vorhanden und sorgt dafür, dass man sich mit dem nötigen Outfit, Platten und Aufnähern versorgen kann.

 

Wir freuen uns aufs Festival und hoffen euch zu sehen und wie jedes Jahr neben der Arbeit ordentlich mit Freunden und Bekannten abzufeiern. We see us in Balingen….rock on!!!

 

Vorankündigung: Rock Hard Festival 2019

 

Am Pfingstwochenende ist es wieder so weit. Vom 07-09 Juni 2019 öffnet das Rock Hard Festival in Gelsenkirchen seine Pforten. Wie immer ist das Line-Up gut ausgesucht und die Fans können sich im Amphitheater auf eine große Auswahl an erstklassigen Bands freuen. Um dies zu unterstreichen möchten wir das Line-Up 2019 hier kurz vorstellen:


ANTHRAX
GAMMA RAY
CANNIBAL CORPSE
WATAIN
POSSESSED

MAGNUM
SKID ROW
SYMPHONY X
FIFTH ANGEL
CARNIVORE A.D.
THE OBSESSED
TYGERS OF PAN TANG
LONG DISTANCE CALLING
THE VINTAGE CARAVAN
HEIR APPARENT
VISIGOTH
CHAPEL OF DISEASE
THE IDIOTS
TYLER LEADS
THE VULTURE

 

In jedem Fall lohnt sich der Weg nach Gelsenkirchen. Anthrax konnten wir dieses Jahr schon vor Slayer sehen und alleine diese Show wird es in sich haben, wie wir es in Dortmund bereits eindrucksvoll erleben durften. Mit Cannibal Corpse ist dem Veranstalter ein weiterer Wurf gelungen, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Wir freuen uns aber auch auf Magnum, Gammaray, Tygers Of Pan Tang und Skid Row, deren Shows bei mir in der Vergangenheit immer einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Aber auch die anderen Bands werden sicherlich dafür sorgen, das auf dem Festivalgelände die gewohnte gute Stimmung aufkommen wird. Wir freuen uns auf jeden Fall mit einer großen Menge Metalheads eine der ersten Megafeiern dieses Jahres abfeiern zu können. Wir sehen und in Gelsenkirchen!!!!!!

Im Anschluss findet ihr nun noch die aktuelle Pressemitteilung!!:

ROCK HARD Festival 2019
Pfingstwochenende (Freitag, 7. Juni bis Sonntag, 9. Juni)

Der Pott wird kochen!

 

»Auch wenn es mit jeder Ausgabe zunehmend schwerer wird, gibt es immer noch jede Menge Künstler, die noch nie auf dem Rock Hard Festival gespielt haben. Und die haben für uns nach wie vor Priorität, wobei Musiker, die gut beim Publikum angekommen sind, natürlich gerne wiederkommen dürfen«, kommentiert Rock-Hard-Herausgeber Holger Stratmann die bisherigen Band-Bestätigungen.

 

Letzteres gilt ganz sicher für ANTHRAX, die nur bei der Premiere 2003 auf der Kanalbühne standen und jetzt mit Stammsänger Joey Belladonna ihr reichhaltiges Hit-Repertoire in 90 Minuten auswalzen werden. Nach der großen „Pumpkins United“-Tour mit Helloween nimmt sich Kai Hansen 2019 wieder Zeit für ein paar wenige ausgewählte GAMMA RAY-Shows. Wir freuen uns, dass wir die deutsche Metal-Legende als einen der Headliner für unser Festival gewinnen konnten.

 

CANNIBAL CORPSE, WATAIN und POSSESSED sind in Sachen tödliches Düstermetall so etwas wie die internationale Messlatte ihrer Genres. Auf der anderen Seite des musikalischen Spektrums stehen die US-Melodic-Metaller FIFTH ANGEL und HEIR APPARENT, die mit neuen Alben Amphitheater-Premieren feiern, sowie die britischen Legenden MAGNUM. Sleaze-Party pur ist bei SKID ROW zu erwarten, während SYMPHONY X alle Fans von schnellen Notenfolgen begeistern dürften. CARNIVORE A.D. haben zuletzt bei der Übertragung des Hellfests auf Arte als Pete-Steele-Vermächtnisverwalter überzeugt. Deutschlands beliebteste Postrock-Band LONG DISTANCE CALLING stattet auf eigenen Wunsch Gelsenkirchen ihren ersten Besuch ab, und die TYGERS OF PAN TANG setzen die Tradition britischer Achtziger-Legenden auf dem RHF fort. Scott "Wino" Weinrich gehört mit THE OBSESSED zu den Urvätern des US-Doom. Die Amerikaner VISIGOTH sind das zurzeit heißeste Echtmetall-Thema des Untergrunds, die blutjungen isländischen Retro-Rocker THE VINTAGE CARAVAN dagegen ein Geheimtipp für Hendrix-Fans. Und auch THE IDIOTS um das Dortmunder Punkrock-Original Sir Hannes, die die Veröffentlichung ihres nächsten Albums mal in Gelsenkirchen feiern wollen, haben noch nie auf dem Rock Hard Festival gespielt. Das Gleiche gilt natürlich auch für die jungen Ruhrpott-Raketen TYLER LEADS, die Speed-Metaller THE VULTURE und CHAPEL OF DISEASE, die mit der Rock-Hard-Empfehlung "Album des Monats" ins Amphitheater kommen.

 

Wie immer ein handverlesenes Programm aus der Rock-Hard-Redaktion mit teils exklusiven Auftritten. Weitere Bands sind bereits unter Vertrag, dürfen aber erst später bekannt gegeben werden. Das neue Poster im Rock-Hard-Retro-Design stammt vom Essener Künstler Björn Gooßes.

 

Nur 7.500 Karten werden für das Amphitheater verkauft, das mit seinen aufsteigenden Rängen für die perfekte Sicht aufs Bühnengeschehen sorgt. »Das vergleichsweise intime Ambiente ist nach wie vor der größte Pluspunkt der Veranstaltung«, betonen die Rock-Hard-Macher einmal mehr den stets familiären Charakter des Festivals, bei dem sich die Musiker gerne unter das Publikum mischen und die Fans mit Sprechchören die Security (!) feiern. Eine Händler-Meile, Gitarren-Equipment zum Ausprobieren, ein Biergarten mit DJ, Flipperautomaten und eine Nacht- Disco im neuen Design runden das Programm ab. Die Erlöse aus den Pfandsammelaktionen gehen - wie in den Jahren zuvor - an gemeinnützige Organisationen.

 

Die 3-Tages-Tickets kosten 97,90 Euro inklusive aller Gebühren (Ticket + Camping: 123,80 Euro).

 

Ticketlink:
https://shop.rockhard.de/rock-hard-festival.html

Aktuelle Informationen, Videos und Interviews der beteiligten Bands sowie Impressionen vom Gelände findet man auf den Festival-Pages:

www.rockhardfestival.de
www.facebook.com/rockhardfestival

 

 

Konzertbericht Korplikaani, Turisas und Trollfest im MS Connexion Complex in Mannheim am 23.März 2019

 

Am Samstag, den 23. März begannen im vollen MS Connexion Complex pünktlich um 19 Uhr die norwegischen Folk Metaller „Trollfest“ mit ihrer Show. Und das war wirklich im wahrsten Sinne des Wortes eine. Es fehlte an nichts. Sänger Jostein „Trollmannan“ gab sich zunächst mit königlicher Krause und einer Krone aus Luftballonschlangen die Ehre. Diese wanderte später dann noch mit Begeisterung durch die Menge, genauso wie diverse weitere Luftballons. Weiter waren die unterschiedlichsten Prinzessinnenkleider, Kronen, Perücken und entsprechend geschminkte Musiker zu genießen. Zusätzlich zum Lichtspektakel auf der Bühne glitzerten, leuchteten und funkelten die Instrumente durch beispielsweise Leuchtstreifen an Gitarre, Akkordeon und auch am Keyboard. Zusätzlich gab es durch ein durchsichtiges Saxophon „Trötgeräusche“. So oder so, nach rund zehn Minuten machte das Publikum was „Trollfest“ wollte. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es ebenfalls eine Polonaise quer durch den Raum bis vor den Eingang gab. Die Musik war mittelalterfestivaltauglich und versprühte unendlich viel gute Stimmung. „Trollfest“ war auf jeden Fall gut drauf. Sie spielten flott, teilweise mit orientalischer Note und teilweise mit düsterem Gesang, aber immer voller Motivation und mit Spaß.

 

Und so hatten „Turisas“, die finnische Viking Metal Band, die sich nach einem finnischen Kriegsgott benannt haben, eine mehr als aufgeheizte Stimmung im Publikum, als sie die Bühne betraten. Die vorherige Umbaupause nutzten viele zum Verschnaufen. Und das war auch mehr als nötig. Denn nach 45 Minuten „Trollfest“, standen jetzt 1,5 Stunden „Turisas“ auf dem Programm. Und auch hier blieb die Stimmung auf dem Höhepunkt. Ihr teilweise düsterer Gesang und die, bis in die letzte Reihe extrem wummernde, Double Bass fanden bei vielen Fans großen Anklang. Das flotte Tempo blieb bestehen und die Geigerin sprang alles andere als klassisch mit ihrem Instrument über die Bühne. Und so wunderte es keinen, dass das Crowdsurfing zunahm und der Sauerstoff leider immer weiter abnahm.

 

An dieser Stelle möchten wir uns beim Organisationsteam bedanken. Denn in der nächsten Umbaupause wurden alle Tore so weit wie möglich geöffnet, um frische Luft hineinzulassen.

 

Denn auch für „Korpiklaani“, die ab 22.20 Uhr ebenfalls ein ausgiebiges Set parat hatten, sollte die Luft zwar brennen, aber auch an Sauerstoff sollte es nicht mangeln. Denn wer die finnische Folk Metal Band mit ihrer Musik, einer Mischung aus traditioneller Volksmusik und Humppa, kennt, der weiß, dass jeder von warm, über heiß, zu schweißgebadet werden kann. Und so war die erste viertel Stunde eine Spannungsprobe par Excellence. Denn „erst“ dann spielten „Korpiklaani“ den ersten Humppa Song. Dafür ging das Publikum dann auch voll und ganz mit und war quasi nicht mehr zu bremsen. So wundert es nicht, dass gleich mehrere Menschen zeitlich per Crowdsurfing bis nach vorne gelangten. Die Stimmung war auf jeden Fall grandios und der Abend mit jeder Menge Spaß ein voller Erfolg.

 

Vielen lieben Dank für dieses Konzerterlebnis an alle fleißigen Hände!!!

No Sleep for Lucy Halle 101 in Speyer Europatour Supporting Act für Doro

Am 24.03.2019

 

No Sleep for Lucy wurde 2011 in Stockholm, Schweden, von den Freunden der Kindheit und den Teamkollegen von Autor / Produzent Kristoffer Sjökvist und Christian Rabb gegründet. Die beiden hatten sich seit ihrem Alter in einer Reihe von Konstellationen versammelt und nach ein paar Jahren entfernt von der Live-Szene suchten sie nach einem außergewöhnlichen Sänger, um das Line-Up ihres neuen Arena-Rock-Band-Projekts abzuschließen.

 

Lukas Meijer wurde bald auf ein paar Demos aufmerksam gemacht, Christian und Kristoffer luden Lukas zu einem Songwriting-Wochenende ein, an dem die ersten NSFL-Songs zum Leben erweckt wurden. Die Jungs haben es wirklich geschafft und bereits in der zweiten Schreibsitzung zwei der Singles von "Until The End"; "Feel Alive" und "Going Down" wurden geschrieben.

In den letzten Jahren veröffentlichte die NSFL eine Reihe von Singles, die sich unter anderem mit Schwedens Nr. 1 Rockradiosender „Bandit Rock“. Bei den Bandit Rock Awards 2016 wurde der Band außerdem eine Nominierung für "Durchbruch des Jahres" verliehen.

 

Als Supporting Act begleitet No sleep for Lucy die Tour von Doro und gibt uns einen

Eindruck in ihr Album „until the end“.

 

Durch den Eurovision Songcontest 2018 ist Lucas Meijer vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. Dort tauchte der Sänger als Waffe für den polnischen DJ auf und es wurde ein melodisch schöner Deep House Song namens "Light Me Up" abgefeuert.
Dieses Album ist weder Pop noch House, sondern knackiger Rock welcher bei dieser Stimme sehr überzeugt. Auf jeden Fall schön, wenn Künstler mit Talent die Chance bekommen, bekannter zu werden :-). Sie heizten das Publikum mit ihrem einstündigen Programm bemerkenswert gut ein und die Vorfreude auf Doro stieg.

 

Mitglieder der Band

Lukas Meijer - Vocals
Christian Rabb - Guitar
Kristoffer Sjökvist - Bass

 

 

Setliste:

Moments

Mistake

Pride

Final all

Closure

Feel Alive

Until the end

Don’t let go

 

Alexandra Kersten-Spengler

 

DORO in Speyer 24.03.2019 Halle 101

Forever Warriors Forever United Tour

 

Im Rahmen ihrer Europatour gab Doro gestern einen grandiosen Gig in der Speyerer Halle 101.

 

Doro ist mit ihrem neuen Album, das am 17. August 2018 erschienen ist, Forever Warriors, Forever Unitedauf Europatour und stattete der Hallo 101 in Speyer  am 24. März 2019 einen Besuch ab. Als Special Guest ist die schwedische Rockband no sleep for lucy mit dabei.

 

„Forever Warriors, Forever United" stieg auf einem sensationellen Platz #1 der deutschen Vinyl Charts ein sowie auf einem ebenso grandiosen Platz #4 der Albumcharts, dem bis dato höchsten Charteinstieg in DOROs Karriere in ihrem Heimatland.

 

Bei der Halle 101 standen abends ab halb 7 eine Menge Dorofans am Eingang und warteten ungeduldig auf den Einlass, mit Vorfreude auf ein tolles Konzert. Pünktlich um 7 war der Einlass und die Fans gingen direkt Richtung Halle um sich einen Platz in der ersten Reihe zu sichern. Die Halle füllte sich sehr schnell mit einer Mischung aus verschiedenen Altersklassen.

 

„No sleep vor lucy“ eröffnete um 19:45 Uhr ihren Auftritt. Die Band lieferte eine dynamische Show und die klare, kraftvolle Stimme des Sängers kam super beim Publikum an. Insgesamt wurden 7 Songs gespielt, in denen viel musikalisch dargeboten wurde.

20 Minuten dauerte der Umbau, wobei die Dorofans sich noch einige Zeit gedulden mussten. Unüberhörbar war das Freudegeschrei, als das Licht sich dämmerte, die Bandmitglieder Luca Princiotta, Bas Maas, Nick Douglas und Johnny Dee auf die Bühne kamen und sie ihren Fans deutlich zeigten, dass sie heute Abend ordentlich abrocken wollen. Mit einem Ansturm an Energie und Freude kam Doro auf die Bühne und begrüßte ihre Fans mit dem Song „I Rule The Ruins“. Die Setlist war gepackt mit einer Mischung aus neuen und alten Songs wie zum Beispiel „Bastardos“, „Blood, Sweat and Rock ´n´ Roll“, „Fight For Rock“ und noch viele mehr. Bei „Für immer“ sang das Publikum mit und man sah Doro an, dass sie es richtig genoß. Sie strahlte während des gesamten Konzertes übers ganze Gesicht.

 

Einer der Höhepunkte des  Abends war sicherlich ein ganz besonderer Effekt, den Doro grandios in Szene setzte. Bei dem Lied Bastardos „schoss“ sie mit einem „Maschinengewehr“ Stickstoff ins Publikum.

 

Mit ihren 54 Jahren hat sich keinesfalls etwas an ihrer bombastischen Stimme verändert, auch äußerlich merkt man ihr das fortgeschrittene Alter kaum an. Noch immer besitzt sie nach 35 Jahren Bühnenpräsenz die Fähigkeit, das Publikum zu begeistern und mit zu reißen.

 

Mit „All We Are“ und „Freunde fürs Leben“ endete eine energiereiche und tolle Show, wobei man der Band ansah, dass sie am liebsten weiter machen wollten.
Dankbar für diesen schönen Abend, machte die Band mit ihren Fans noch ein Abschlussfoto und teilten ihnen mit, dass es für sie ein tolles Erlebnis war. 
An den glücklichen Gesichtern der Fans sah man auch, dass es für sie ebenfalls ein tolles und schönes Konzert war!

 

 

Setlist:

 

I Rule The Ruins

Bastardos

Blood Sweat And Rock n Roll

Burning the witches

Fight For Rock

Soldier of Metal

The Night Of The Warlock

1000 Years

It Cuts So Deep

Unholy Love

Metal Racer

Für immer

Out Of Control

Drumsolo

All For Metal

All We Are

Freunde furs Leben

Don’t Break My Heart Again

Revenge

Herzblut

Metal Tango

Breaking The Law

Love Me In Black

 

Alexandra Kersten-Spengler

 

 

Konzertbericht – Loreena McKennitt – Alte Oper Frankfurt am Main

 

Am Montag, den 18. März 2019 füllte sich die „Alte Oper“ in Frankfurt am Main für ein Konzerterlebnis der anderen Art. Die kanadische Künstlerin „Loreena McKennitt“ verzauberte mit keltischer Musik.

 

Sie selbst sang, spielte Harfe, Klavier und Akkordeon. Ihr glasklare Sopranstimme ist einfach immer wieder gigantisch und zieht jeden in den Bann. Ihre Ausstrahlung und ihre Liebe zum Detail sind einfach ein markantes Zeichen.

 

An ihrer Seite, wie seit Jahren, waren auch diesmal die Chellistin Caroline Lavelle und Gitarrist Brain Hughes. Wobei beide ebenfalls musikalisch vielfältig sind. So unterstützte Lavelle in manchen Parts ergänzend gesanglich, spielte Flöte und ebenfalls Akkordeon. Und Hughes wechselte seine Gitarren aus einer vielfältigen Auswahl immer entsprechend zum Titel und nutze zeitweise sogar zwei Gitarren im Wechselspiel innerhalb eines Songs um zum ideal harmonischen, positiv zu sehenden, Perfektionismus beizutragen.

 

Verstärkend hatte Loreena McKennitt zusätzlich ein Ensemble aus ausgewählten Solisten zusammengestellt. Dies waren und sind Hugh Marsh an der Geige, Robert Brain am Schlagzeug und Dudley Philips am Bass. Auch hier ist zu ergänzen, dass das musikalische Können dieser Profis auf einem enormen Niveau war und ist. Die Schlagezugarbeit von Brian war mit diversen Sticks unterschiedlich zu den einzelnen Songs variabel und Philips spielte den Bass sowohl klassisch per Kontrabass und auch mit einer Bassgitarre. Als weiterer Streicher, der einen enormen Anteil übernahm, ist Hugh Marsh an der Violine zu nennen.

 

Alles in allem war dieses Konzert wie erhofft und erwartet grandios. Loreena McKennitt versteht es das Publikum zur keltischen Musik zu führen und ergänzte diesen Abend mit persönlichen und detaillierten Informationen. Somit trug und trägt dies ebenfalls zum positiven Gelingen bei und wird die Fangemeinde immer wieder erweitern.

 

Wir danken für diesen tollen und sehr harmonischen Konzertabend in der Alten Oper in Frankfurt.

Konzertbericht – Siena Root – Jail Job Eve – Mannheim – MS Connexion Complex – 10.03.2019

Für „Siena Root“ und „Jail Job Eve“ stand am 10. März ein Gig im MS Connexion Complex in Mannheim auf dem Plan. Und wir machten uns auf den Weg um dies zu genießen.

Jail Job Eve als Opener machten schon einen wirklich tollen Job. Die Rockband aus Osnabrück wurde an der dortigen Hochschule gegründet und so waren die Erwartungen hoch. Und diese wurden auch voll und ganz erfüllt. Sängerin Victoria Semel hat eine enorme Gesangsstimme und zog alle in ihren Bann. Aber auch die anderen Bandmitglieder verstehen ihre Aufgabe und ihre Instrumente. Und so war es ein absolut gelungener Gig mit jeder Menge Rock und einigen Blues- und Soulanteilen. Das Schönste an Konzerten ist immer die Stimmung, die bei der Performence jedes einzelnen Songs. Und so können wir auch hier ein Kompliment aussprechen. Denn das Gefühl für die Musik war ganz klar zu spüren und wurde so durch die Halle transportiert.

Und demnach hatte die schwedische Rockband „Siena Root“ aus Stockholm eine tolle Atmosphäre, als sie auf die Bühne traten. Und genau diese übernahmen sie und begeisterten weiter. Ihre Musik hat die Wurzeln in den 60er und 70er Jahren und wird durch psychodelische Nuancen ergänzt. Diese setzen zusätzliche Highlights. Und so ist es kein Wunder, wie schnell die Band die Fans weiter in eine eigene Welt entführten und die volle Aufmerksamkeit ohne Ausnahme auf sich zog. Der gesamte Gig war bis in kleinste Detail perfekt durchdacht. Die Outfits, das Auftreten oder auch beispielsweise die entsprechende Verkleidung des Keyboards passten sich perfekt zu den 60er und 70 er Jahren und komplettierten das Gesamtbild. Lisa Lystam als Sängerin zeigte ihre ganz persönliche Note des Gesangs und machte diesen Abend so zu etwas ganz Besonderem.  

Vielen Dank!

Konzertbericht – Rhapsody Of Fire – Avalanch – Thornbridge – Mannheim – MS Connexion Complex – 07.03.2019

 

Am Donnerstag, den 07.03.2019 waren die italienischen Symphonic Metaller „Rhapsody Of Fire“, die Spanier „Avalanch“ und die Hessen „Thornbridge“ in Mannheim im MS Connexion Complex zu Gast.

 

Die Hessen eröffneten den Konzertabend und hatten sichtlich Spaß bei der Sache. Musikalisch widmen sie sich mit Chorgesängen, epischen Gitarrenriffs und eingängigen Melodien dem Mittelalter samt Hexenverfolgung. Und dass sie die Show genossen, war klar zu erkennen. Alleine schon Frontman Mo zog den Bann des Publikums auf sich. Und so war dies schonmal ein gelungener Auftakt des Abends.

 

Danach folgten „Avalanch“. Drummer Mike Terrana betrat als erster die Bühne und zeigte gleich richtig was er kann. Er genoss die Show ebenso wie die anderen Bandmitglieder. Eins war auf jeden Fall klar, er ist ein super Gewinn für die Band und versteht sein Handwerkzeugs einfach. Und so gehörten eben auch diverse Grimassen und Spielerein mit den Sticks dazu. Auch war es schön Gammaray Bassist Dirk Schlächetr hier am Bass zu erleben….immer wieder grandios. Auch „Isreal Ramos“ als Sänger versteht seinen Job. Er sang absolut sauber mit ordentlich Kraft und Power. Und Gitarrist Jorge Salán genoss mit den Anderen den Abend auf der Bühne ebenso. Die Band spielt nicht nur professionell ihre Instrumente, sondern auch mit den Fans. 

 

Und so konnten sich „Rhapsody Of Fire“ auf ein feierfreudiges Publikum verlassen.

Alle waren gespannt auf die Live Performence des neuen Albums, welches in den Kritiken quasi durchweg positive Bewertungen erhalten hatte. Und für mich persönlich war die Schlagzeugarbeit von Drummer Manuel Lotter beim Liveauftritt noch um einiges besser, da die Double Bass nicht ganz so extrem im Vordergrund stand. Mit Bassist Alessandro Sala spielte er auf jeden Fall eine ordentliche Rhythmuslinie, auf die sich die anderen Bandmitglieder verlassen konnten. Sänger Giacomo Voli machte ebenfalls einen guten Job und heizte dem Publikum weiter ein. Seine Stimme und auch seine Kommunikation mit den anderen Musikern ist positiv zu bemerken. Und so war klar zu erkennen, dass auch Gitarrist Roby die Michele und Keyboarder Alex Staropoli Spaß hatten und ordentlich einen raus hauten.  Aber auch die Balladen durften nicht fehlen. Das Einzige, was hier in der aktuellen Zeit immer wieder ein extrem unromantisches Gefühl verursacht, sind die Handytaschenlampen als Ersatz für die Feuerzeuge.

 

Nichts desto trotz bedanken wir uns bei den Bands und dem Veranstalter für diesen tollen Konzertabend.

Tony Hadley – der Ex-Spandau-Ballet-Sänger mit neuem Album auf Tour

19. März 2019 im Capitol in Mannheim

 

 

Tony Hadley zählt zu den bekanntesten Sängern der Popmusik. Mit Spandau Ballet, den Pionieren der New-Romantic-Bewegung in den 80er Jahren, schrieb der Brite mit Hits wie “Gold”, “Only When You Leave”, “Lifeline”, “Through the Barricades” sowie “True“ internationale Popgeschichte. Zusätzlich machte sich Hadley durch die musikalische Beteiligung an der Band Aid UK Charity-Single “Do They Know It’s Christmas“ und seinem Auftritt beim Live Aid 1985 in London weltweit einen Namen. Außerdem performte er bei dem legendären Konzert zu Gunsten Nelson Mandelas im Wembley Stadium im Juni 1988.

 

London, 30. April 2018, ein Jahrzehnt später: Hadley veröffentlicht sein neues Solo Album Talking To The Moon, welches ein neues Kapitel seiner selbst signalisiert.

 

An der Produktion des Albums waren neben Tony auch einige andere talentierte Songschreiber beteiligt: Der erste Song „Tonight Belongs To Us“ und „How I Feel About You“ wurden von Toby Gad geschrieben, der bereits mit Künstlern wie Beyoncé, Shakira und John Legend zusammengearbeitet hat.

 

Hadley reflektiert den Titel des Albums folgendermaßen: „Haben wir nicht alle schon mal irgendwann zum Nachthimmel hinaufgeblickt, den Mond und die Sterne angestarrt und uns gefragt was der Sinn hinter all dem steckt? Oder haben mit dem Mond gesprochen, nach Antworten gesucht, vielleicht um Hilfe gebeten oder waren einfach nur von seiner Schönheit fasziniert?“

 

Im  Rahmen seiner Talking To The Moon Europatournee  kommt Tony Hadley für sechs Shows nach Deutschland. Auch in Mannheim gastierte er am gestrigen Abend im Capitol. Neben der Darbietung seiner elf neuen Songs, performte Hadley auch alle großen Hits der Spandau Ballet Ära performen. Fast dreißig Jahre nach dieser Zeit ist seine Stimme noch genauso einzigartig und leidenschaftlich wie damals. Sein Aussehen ist zwar gealtert, jedoch seine Stimme keineswegs. Bei seiner zweistündigen Darbietung hinterließ er Gänsehautfeeling, viele schöne Erinnerungen aus den 80iger Jahren aber auch fantastische neue Songs. Ein rundum gelungenes Konzert.

Hadley ließ es sich nicht nehmen, auch nach dem Konzert für seine Fans für Autogramme und Fotos zur Verfügung zu stehen.

 

 Alexandra Kersten-Spengler

 

Setliste:

Take back everything

To cut a long story short

Highly strung

Killer blow

Delirious

Round and round

I’ll fly for you

Skin Deep

Soul Boy

Only when you leave

Lost in your Love

Barricades

Tonight belongs to us

Instinction

Chant nos 1

Accident waiting to happen

Somebody to love

Lifeline

True

Every time

Gold