Festivalbericht – Delta Metal Meeting – MS Connexion Complex – Mannheim –

13. April 2019

 

(M.D. / A.M.) Am Samstag, den 13. April 2019 ging das Delta Metal Meeting im Mannheimer MS Connection Complex ab 15 Uhr in die zweite Runde. In diesem Jahr gab es neben einer qualitativ sehr hochwertigen Verköstigung zwei weitere Vorteile zu genießen. Das Festival-Shirt war auch für Kurzentschlossene noch am Festivaltag zu haben und die Metalbörse war ebenfalls mit einer großen Auswahl an diversen Fanartikeln vertreten. Hierfür möchten wir schon jetzt ein großes Lob aussprechen: Daumen hoch!!! Mitten im Festivalgeschehen trat dann aber das Problem des Essensmangels auf. Der eingemietete Caterer hatte wohl nicht mit so viel Andrang gerechnet. Aber Dank des Einsatzes des Organisationsteams konnte dem Abhilfe geschaffen werden und mit etwas Verzögerung konnte dann jeder Besucher gesättigt werden.

 

Musikalisch machten „Air Raid“ den Auftakt. Sie betraten pünktlich um 16 Uhr die Bühne und gaben direkt richtig Gas. Die Rocker aus Göteborg sind seit 2009 mit einigen Line Up Wechseln am Markt und haben in diesen zehn Jahren Bandgeschichte bisher drei Alben veröffentlicht. Schön ist, dass sie typischen Metal der 80er Jahre spielen und das auch beim Delta Metal Meeting lebten. Sie schnörkelten nicht herum, sondern spielten klare Riffs mit entsprechenden Drums und einem Gesang, der sich dazu passend einfügte. Dazu ließen sie ihre Haare fliegen und auch die obligatorischen weißen hohen Sneaker durften natürlich nicht fehlen. Alles in allem ein musikalischer Festivalauftakt, der mehr als gelungen zu sehen ist. Und dies zeigten auch die Reaktionen des Publikums mit begeisterten Fans.

 

Danach ging es mit „Airon“ weiter. Die Finnen gibt es seit 2011 und spätestens seit 2013 sind sie durch den Auftritt beim Eurovision Song Contest bekannt. Mit ihrer musikalischen Mischung aus symphonischem- und Power Metal legten sie beim Delta Metal Meeting los und begeisterten die Menge, die sich im Laufe des Nachmittags schon stetig vergrößerte. Für den melodischen Anteil sorgte im gewissen bzw. besonderem Maße der Einsatz des Keyboards. Und dies war optisch zudem so nach vorne gekippt aufgebaut, dass alle Tasten zu sehen waren. Es ist einfach herrlich, wenn man so nah dabei ist und jedem Musiker auf die Finger gucken kann. Dieses Gimmick erfreut sich generell immer größerer Beliebtheit erfreut. Und bereits beim ersten Song der Finnen sah man quasi nur noch im Takt wippende Köpfe. Und dies blieb im gesamten Set auch so. Vielen Dank für diesen Gig!

 

Die dritte Band des Festivals war „Ram“. Die ebenfalls aus Göteborg stammenden Schweden musizieren seit 1999. Sie überzeugen mit klassischem Metal. Und das taten sie auch beim Delta Metal Meeting. Sie heizten die Stimmung ordentlich weiter auf und ein. Mich persönlich haben sie definitiv total geflasht. Und die Chöre im Publikum zeigten, dass dies wohl die mehrheitliche Meinung war. Die klassischen und durch die Einfachheit genialen Riffrock-Elemente sind einfach wahnsinnig und verbreiteten auch genau diese Stimmung mit jeder Menge „Pommesgabeln“.

 

Etwas flotter und mit jeder Menge Spaß und überdrehter Action folgten „Double Crush Syndrom“ aus dem Ruhrpott. Sie machten ihrem Namen in gewisser Weise alle Ehre und schüttelten das Publikum nochmal richtig durch – „Schädigung einer Nervenbahn durch mechanische Beeinträchtigung“… auch hier standen die 80er Jahre musikalisch und auch optisch im Vordergrund. Diesmal allerdings mit einer ordentlichen Note Punk. Und Frontmann Andy Brings (ehemals u.a. Sodom) hatte sichtlich Spaß mit dem Publikum zu spielen, es einzubeziehen und ihren Gig so zu einem ganz besonderen zu machen und herauszufallen. Dies sorgte für ordentlich Gesprächsstoff, wenn auch nicht nur positiv, aber eins ist ganz klar: Die drei machten eine einzige Party auf der Bühne und zogen mit Elementen wie bspw. Wechselgesänge („Cab Calloway“ – „Minnie The Moocher“) mit dem Publikum, genau dieses auch mit sich. Als letzten Song spielten sie ihre Version von „Judas Priests“ „Breaking The Law“. Und das Besondere hier war typisch Punk: ein netter Rollen- bzw. Instrumentenwechsel. Und so konnten wir Andy dann auch mal hinter dem Schlagzeug genießen, ein netter und vor allem abwechslungsreicher Abschluss.

 

Danach war es an der Zeit für „Vicious Rumors“. Die US-amerikanische Power Metal Band wurde bereits 1979 von Geoff Thorpe in Kalifornien gegründet. In den nun mittlerweile 40 Jahren Bandgeschichte haben sie diverser Line Up Wechsel hinter sich gebracht. Aber das sollte kein Thema sein. Headbangen und ordentlich hart getaktete Drums standen auf dem Plan. Und die Menge ging mit. Dies verstärkte sich dann noch zusätzlich bei einigen Songs mit ordentlich Speed oder auch bei Einsätzen von Chören, die dann bei einem Live-Konzert logischerweise die Fans übernehmen und auch an diesem Abend gerne taten. Aber auch diverse Gitarrensoli durften die Fans bei diesem Gig genießen.

 

Und dann war es endlich so weit. Der lang ersehnte Headliner des Delta Metal Meetings 2019 „Battle Beast“ betrat gegen 23 Uhr die Bühne. Und das taten sie nicht irgendwie. Mit roten Strahlern beleuchtet stieg Pyry Vikki hinter bzw. auf sein Schlagzeug und heizte mit diesem Auftritt schon mächtig ein. Und dann kam der Rest der Band nicht weniger schlecht beleuchtet, diesmal in blau, und Band und Fans rissen die Hände in die Höhe! Und genau mit dieser Begeisterung starten sie dann auch ihr Set. Die gesamte Choreografie war bis ins Detail geplant. Und so wurde weder an Licht, noch an Ton und schon gar nicht an Kunstnebel gespart. Zudem waren die Gesten, Mimiken und Positionen der Einzelnen perfekt aufeinander und zum Gesamtkonzept abgestimmt. Dies war zum Beispiel bei den Gitarrensoli der Fall. Damit die Doppelspitze von Juuso Soinio und Joona Björkroth voll und ganz genossen werden konnte, wechselte Frontfrau Noora Louhimo ihren Platz von der Bühnenmitte und ließ den Herren den Vortritt. Aber auch Keyboarder Janne Björkroth hatte mit seinem „Keytar“ (Keyboard bzw. Synthesizer mit Schultergurt zum Umhängen) die Möglichkeit sich frei auf der Bühne zu bewegen. Und so begeisterte die Show von „Battle Beast“ die Fans und die Menge feierte.

 

Und wer nach diesem rund acht Stunden Livemusik des Delta Metal Meetings den Weg nach Hause noch nicht finden wollte, für den war im Anschluss noch eine After Show Party geplant.

 

Demnach bleibt uns nichts weiter zu sagen, als DANKESCHÖN an alle fleißigen Hände, die im Vorfeld und auch am Festivaltag alles gegeben haben, damit auch das zweite Delta Metal Meeting ein Erfolg wurde. Jochen hat mit seinem Team wieder „ganze Arbeit geleistet“ und ein „glückliches Händchen bewiesen“.

 

In diesem Sinne: ROCK ON!

Gigantische Rockshow und pure Leidenschaft: Tobias Sammets Avantasia

09.04.2019 in der Saarlandhalle in Saarbrücken

Alexandra Kersten-Spengler / Marc Debus

 

 

Avantasia is Back - nach dem Tourstart der Moonglow World Tour 2019 in der Slowakei – spielt Tobias Sammet mit seinem, seit Jahren weltweit gefeiertes Musikprojekt, ein grandioses Konzert in Saarbrücken. Nach drei Jahren kommt der Fuldaer mit seinem Rock-Projekt wieder ins Saarland.

 

Pure Leidenschaft, tiefe Emotionen und erstklassiger Heavy Metal: Wenn Tobias Sammet in Saarbrücken spielt, gibt es kein Halten mehr: Über 1700 mehrheitlich schwarz gekleidete Fans rockten am Dienstagabend in der Saarlandhalle in Saarbrücken.

 

Als Stargäste begeisterten Ronnie Atkins, Jorn Lande, Geoff Tate, Adrienne Cowan, Michael Sembello, Eric Martin, Bob Catley - und natürlich Tobias Sammet mit ihrem Gesang. Bombenstimmung von Anfang an und das über 3 Stunden hinweg - sensationell!!

 

Um 20:10 Uhr geht das Licht aus. Zunächst läuft noch AC/DC vom Band und dann betreten die Musiker zu Ludwig van Beethovens „Symphony No.9“, besser bekannt als „Ode To Joy“, die Bühne. Der große Vorhang fällt und mit „Ghost In The Moon“ geht es los. Tosender Beifall brandet auf, als Mastermind und Tobias Sammet auf die Bühne stürmt. Links stehen Bassist Andre Neygenfind und Sascha Peth an der Gitarre. Dahinter an den Keys wirkt Michael Rodenberg, kurz Miro, der bei vielen Avantasia Alben für die Orchestrierung zuständig ist.

 

Der hinter einer dicken Plexiglasscheibe sitzende Drummer Felix Bohnke wird dann auch mal zum Ziel des Sammetschen liebevollen Spottes. Laut Tobias sitzt Felix hinter der 8 MM dicken Scheibe nicht, weil er, wie ein gefährliches Tier, abgeschirmt werden muss, da er ja mit Holzstöcken auf Tierfelle einschlägt, sondern das hat was mit dem Sound zu tun. Auf der rechten Seite ist dann noch Oliver Hartmann, der sonst bei At Vance oder als Gitarrist bei der Pink Floyd Tributeband Echoes oder in seiner eigen Band Hartmann fungiert. Bereits beim zweiten Song Starlight tritt der erste Gastmusiker auf. Ronnie Atkins, sonst hauptamtlich bei den Pretty Maids gelistet, liefert sich tolle spannungsgeladene Duette mit Tobias oder auch mit der Background Sängerin Adrienne Cowen

 

Tobias übt nun erst mal den Beifall mit dem Publikum, Stichwort ist immer das Schlagwort „Saarbrücken“…und das Publikum nimmt dies gerne an und erwidert dies mit großem Beifall. Dann wird kurz erläutert, dass es heute Abend alten und neuen Scheiß geben wird und das hier mit drei Stunden Spielzeit zu rechnen ist.

 

Mit Book Of Shallows geht es weiter. Auch da ist Ronnie Atkins noch mit von der Partie, obwohl Adrienne den von Mille Petrozza eingesungenen Song mindestens genauso gut drauf hat. Bereits beim nächsten Song The Raven Child kommt schon der nächste Gastsänger dazu. Jørn Lande, bekannt von Masterplan und seinem Projekt mit Allen Russel, passt hervorragend in dieses Projekt. Für die gesangliche Unterstützung sorgen bei fast allen Songs Herbie LanghansIna Morgan und die bereits erwähnte Adrienne Cowen. Nicht nur stimmlich, sondern auch optisch machen die beiden Damen einen überaus überzeugenden Eindruck.

 

So geht es munter weiter. „Lucifer“ wird noch von Jørn Lande gesungen, dann kommt Geoff Tate auf die Bühne. Der lange Jahre bei Queensrÿche tätige Sänger übernimmt die nächsten Songs. Das macht er als „Neuling“ bei Avantasia ausgezeichnet. Einen Song singt er allein und dann auch wieder im Duett mit Tobias Sammet. Er versteht es, zwischen den Songs das Publikum zu unterhalten.  Wer schon mal bei einem Avantasia oder bei einem Edguy Konzert war, der kennt seine Qualitäten als Entertainer. Immer wieder animiert er die Saarbrücker und fordert sie auf, sich lautstark bemerkbar zu machen.

 

Unbestritten ist Avantasia das musikalische und geistige Eigentum von Tobias Sammet und dieses Projekt sieht den Einsatz von Gastmusikern vor. So sind nicht nur auf CD Gastmusiker eingeladen, sondern auch auf Tour. Und so werden die meisten Songs auch von ihnen und mit Tobias bestritten. „Reach Out For The Light” singt Tobias aber allein. Der Song stammt von „The Metal Opera“ und ist bereits 18 Jahre alt. So präsentieren Avantasia heute eben einen guten Querschnitt durch die gesamte Schaffenszeit. Nach dem Titeltrack der neuen CD, Moonglow (auf der CD noch mit Candice Night eingesungen), der heute mit Adrienne Cowen im Duett gut ankommt, wird es poppig. „Maniac“ aus Flashdance ist dran und dazu kommt Eric Martin von Mr. Big auf die Bühne. Er hat sich einen modisch aussehenden Schal um den Hals geschlungen, und passt sich zumindest da Tobias an. Der trägt einen langen, ziemlich dick aussehenden Mantel, ein Stirnband und eben einen langen Schal, der auch mal zum Schweiß abtupfen gebraucht wird. Der Song kommt live erstaunlich gut an und die Halle singt laut mit. Da Eric schon auf der Bühne ist, performt er auch den nächsten Track.

 

Danach sagt Tobias seinen Lieblingsengländer an. Bob Catley, Frontmann von Magnum, ist ein gern gesehener Gast und auch bei den letzten vier Tourneen immer mit dabei gewesen. Nun wird Sascha Peth vorgestellt. Beide kennen sich schon seit Jahren, da Sascha für die Produktion der Avantasia Scheiben verantwortlich ist. Es folgt „The Scarecrow“ vom gleichnamigen Album. Danach kommen bei „Promised Land“ Eric Martin und JørnLande gemeinsam zum Einsatz.

 

Das muss man dem Projekt lassen. Jeder der Sänger bekommt seine Bühne und auch bei den gemeinsamen Stücken stellt sich keiner explizit in den Vordergrund, sondern ordnet sich den Songs unter. Beide Akteure schaffen es hier auch, dass das Publikum den Heehoo-Anteil lautstark mitsingt.

 

Es folgt der Titel, der nach dem Projekt benannt wurde. Avantasia, hauptamtlich von Geoff Tate gesungen, begeistert. Man kann sagen, was man will, aber die Tracks machen live einfach Spaß. Auch bühnentechnisch ist nichts auszusetzen. Im Hintergrund laufen, passend zum jeweiligen Titel, Bilder und Animationen auf einer riesigen Leinwand ohne aufdringlich zu wirken. Das Licht ist toll, der Sound ist gut. Nicht zu laut und gut ausgesteuert.

 

Tobias sagt dann einen zwölf-Minuten-Song an und bemerkt, dass so etwas hier gespielt werden kann, denn es ist ja kein Radio. „Wer hört denn heute noch Radio?“, scherzt er.  Let The Storm Beginn wartet dann auch mit drei Sängern. Neben Tobias sind Jørn Lande und Ronnie Atkins mit dabei. Es folgt Master Of The Pendulum, bei dem Ronnie nun den Leadgesang übernimmt. Als Nächstes darf auch Oliver Hartmann mal singen. Immerhin umfasst sein Stimmvolumen vier Oktaven und die kommen bei Shelter From The Rain zum Einsatz. Dazu gesellt sich dann Herbie Langhans, der auch mit einer guten Stimme ausgestattet ist. Auch Ina Morgan wird ins Rampenlicht gerückt und singt dann mit Bob Catley im Duett, der inzwischen auch mit eingestiegen ist.

 

Nun ist wieder das Publikum dran. Tobias provoziert Saarbrücken mit: „Saaarrrbrüüückkken“. Erwartet wird natürlich eine lautstarke Resonanz und die wird dann ausgelotet. Es folgt der nächste Seitenhieb auf Manowar. Joey DeMaio hätte jetzt das Konzert beendet. Wir nicht!!! Mit Lost In Space verabschiedet er sich dann, denn wenn‘s am Schönsten ist, dann muss man aufhören. Somit sind dreieinhalb Stunden Spielezeit um.

 

Nach einer Minute lauten Zugaberufen kommen sie aber wieder. Die Zugabe beginnt mit Farewell von The Metal Opera. Da gibt’s dann noch ein schönes Duett von Tobias und Adrienne. Nun kommt die obligatorische Bandvorstellung, die an dieser Stelle auch mal eine Viertelstunde dauert. Zwar hat er bereits im Verlaufe des Konzertes einige vorgestellt, nun sind aber alle der Reihe nach dran und erhalten ihren verdienten Beifall. Beim allerletzten Song Sign Of The Cross, ebenfalls von der Metal Oper, sind dann alle Akteure des Abends auf der Bühne. Dies sorgt für viel Stimmgewalt. Dann wird noch die Konfettikanone abgefeuert und ein schönes Bild beendet um 23:30 Uhr dieses Spektakel. Klar gibt’s noch ein abschließendes Band/Zuschauer Foto.

 

08.04.2019 in der Esperantohalle Fulda

 

Fulda…das Heimspiel von Tobias Samet´s Avantasia fand am Tag zuvor vor ausverkauftem Haus statt. Schon bei der Ankunft an der Halle konnte man eine riesige Schlange von Menschen bewundern, die auf den Zutritt zur Halle warteten – ausverkauftes Haus halt.

 

Die Setlist war die gleiche wie am folgenden Tag in Saarbrücken und die Begeisterung in der Halle war gigantisch. Viele Angehörige der Bandmitglieder waren ebenfalls im Saal und feierten mit den übrigen Fans die gewaltige Show auf der Bühne. Auch in Fulda war das Zusammenspiel der Sänger auf der Bühne ein Genuss. Vor allem die Performance von Geoff Tate war wie immer einzigartig. Die übrigen Gastsänger zeigten ebenfalls, wie unterschiedlich ein Projekt mit dem Wechsel der Gesangsfront klingen kann. Ronnie Atkins, Eric Martin und auch Oliver Hartmann, der Gitarrist der Band zeigten hier ihr Können.

 

Die Begeisterung in der Halle konnte bis zur letzten Minute aufrechterhalten werden. Selbst bei den Zugaben verließ kaum ein Zuschauer den Raum, um die Band bis zur letzten Minute auszukosten. Die vielen Male, die ich Avantasia in den letzten Jahren sehen konnte ermöglichen zu sagen, dass die Show in keiner Weise nachgelassen hat. Die Besetzung ist immer erstklassig und die Präsentation des Ganzen lässt nichts zu wünschen übrig. Avantasia wird weiterhin die Hallen füllen und die Fans begeistern – auch wenn es mir persönliche ein wenig zu „Mainstream“ ist.

 

Setlist vom 08.04 und vom 09.04.2019:

Symphony No. 9, Op. 125

Ghost in the Moon

Starlight (mit Ronnie Atkins)

Book of Shallows (mit Ronnie Atkins)

The Raven Child (mit Jørn Lande)

Lucifer (mit Jørn Lande)

Alchemy (mit Geoff Tate)

Invincible (mit Geoff Tate)

Reach Out for the Light (mit Oliver Hartmann)

Moonglow (mit Adrienne Cowan)

Maniac (mit Eric Martin)

Dying for an Angel (mit Eric Martin)

Lavender (mit Bob Catley)

The Story Ain't Over (mit Bob Catley)

The Scarecrow (mit Jørn Lande)

Promised Land

Twisted Mind (mit Geoff Tate)

Avantasia (mit Geoff Tate)

Let the Storm Descend Upon You (mit Jørn Lande)

Master of the Pendulum (mit Ronnie Atkins)

Shelter from the Rain (mit Bob Catley)

Mystery of a Blood Red Rose (mit Bob Catley)

Lost in Space

Farewell (mit Adrienne Cowan)

Sign of the Cross / The Seven Angels

 

 

Vorankündigung – Wacken Open Air – 01.- 03. August

 

(A.M. / M.D.) Was soll man sagen? Wer kennt Wacken nicht? Es ist DAS Festival schlechthin. Seit Tagen, Wochen und Monaten ist es wie schon seit undenkbar langen Jahren ausverkauft und im Netz werden an jeder Stelle noch weitere Karten gesucht. Die gesamte Republik plus diverse Fans aus aller Herren Länder wollen wieder hoch in den Norden fahren und das eigentlich kleine Dorf „Wacken“ wieder weiter berühmt machen. Wer hätte das in den Gründungsjahren als Feuerwehrfest schon gedacht? Manchmal steckt man halt einfach nicht drin. Man lässt die Sache laufen und guckt was passiert. Und was mit Wacken passiert ist, ist einfach unbeschreiblich. Mittlerweile ist es eine mehr als bis ins Detail durchgeplante Veranstaltung, die sich als Firma im Hintergrund fest etabliert hat. Der enorme organisatorische Aufwand die rund 80.000 Festivalbesucher und die zusätzlichen zigtausend feierfreudige Metalfans im sogenannten „Speckgürtel“ wollen schließlich versorgt werden. Und so stehen beispielsweise tausende Meter Bierpipline als ein Thema der weiteren Verbesserung im Raum.

 

Und musikalisch werden auf den zwei Hauptbühnen neben dem riesigen Stierkopf und auf den Nebenbühnen in diesem Jahr unter anderem folgende Bands erwartet: Sabaton, Demons Wizard, Slayer, Parkway Drivt, Powerwolf, Body Count, Within Temptation, Prophets Of Rage, Anthrax, Opeth, Bullet For My Valentine, Hammerfall, Airbourne, Rage, Eluveitie, Queensryche, Rose Tattoo, Battle Beast, Hämatom, Eisbrecher, Behind The Black, Avatar, Primordial, UFO, Black Stone Cherry, Krokus, Night Flieht Orchestra, Versengold, Tantiano, Girlschool, Die Kassierer,…

 

Aber auch das Rahmenprogramm (Spoken Word, Action, Party,…) ist bereits in vollen Zügen geplant. Es bleibt eigentlich kein Wunsch offen, sofern man das Glück hat, dabei sein zu können.

 

Von daher bleibt uns eigentlich nur noch die Hand des Rock´n Roll mit Pommesgabel in die Luft zu strecken und ein tolles Festival zu erleben.

Vorankündigung – Hellfest – 21. – 23. Juli – Clisson – Frankreich

 

(A.M. / M.D.) Das Hellfest in Frankreich ist wohl jedes Jahr der absolute Wahnsinn. Wer träumt nicht davon dabei zu sein? Und das Line Up in diesem Jahr wird die Träume wohl nur noch verstärken. Wieso also nicht? Auf geht’s in den Westen Frankreichs! Auf den insgesamt sechs Bühnen des Areals (Mainstage 1, Mainstage 2, Temple, Altar, Valley und Warzone) wird definitiv jedem Fan das für ihn Passende angeboten. Die größte Herausforderung wird wahrscheinlich sein, den eigenen Zeitplan zu erstellen und zu selektieren.

 

Hier ein kleiner Versuch ein paar Bands aufzulisten: Manowar, Dropkick Murphis, Dream Theater, Demons And Wizards, Godsmack, Gorjia, Mass Hysteria, Ultra Vomit, Dagoba, No One Is Innocent, Lofofora, Kiss, Def Lepard, Whitesnake, Deadland Ritual, Rival Sons, Ritchie Kotzen, Architects, ZZ Top, Within Temptation, Eagles Of Detah Metal, Böhse Onkelz, The Fever 333, Tool, Slash feat. Myles Kennedy, Lynyrd Skynyrd, Stone Temple Pilots, Slayer, Lamb Of God, Anthrax, Testament, King Diamond, Hellhammer performed by Tom Warrior´s „Triumpg Of Death“, Venom Inc., Diamond Head, Trollfest, The Sisters Of Mercy, Cradle Of Filth,….

Und das ist bei einem Festival so einer Größe und Beliebtheit natürlich nur eine geringe Auswahl. Aber schon dies zeigt, wie facettenreich das Line Up sein wird.

 

Genaue Details samt Timetable findet ihr auf der sehr übersichtlichen und extrem ausführlichen offiziellen Webside: https://www.hellfest.fr/

 

Von daher gilt auch hier: Setzt euch in Bewegung und feiert eine unvergleichliche Metalparty beim Hellfest in Clisson, Frankreich!

Vorankündigung – Rock am Stück – Fritzlar – 18.- 20. Juli

(A.M. / M.D.) Auch in diesem Sommer ist es wieder soweit. Das Rock am Stück Festival geht in Fritzlar vom 18.- 20. Juli in die nächste Runde. Wir freuen uns auf „Airbourne“, „Eisbrecher“, „Amorphis“, „Hämatom“, „Caliban“, „Rose Tattoo“, „Tanzwut“, „Pyogenesis“, „Brothers of Metal“, „Elvenking“, „Toxpack“ und viele weitere Bands.

„Die nächste Auflage des Rock am Stück wird sicherlich wieder jeden rockbegeisterten Musikfan gefallen“, so die offizielle Info, die wir definitiv bestätigen können. Die Auswahl der Bands zum diesjährigen Line Up verspricht viel. „Egal ob moderne Hits oder rockige Klassiker.“

Und Tickets könnt ihr aktuell noch über die offizielle Seite http://www.rock-am-stueck.de/ ordern. Wir würden uns freuen, wenn wir euch auf dem Festivalgelände am Lohrberg zum Rocken treffen würden

Bis dahin viel Spaß im Festivalsommer 2019!!!

 

Bloodsucking Zombies from Outer Space

Album Release Show zu "ALL THESE FIENDISH THINGS"

am 08.02.2019 in der Arena Wien

 

20.00 Uhr Igel vs. Stark 21.00 Uhr Roadwolf 22.00 Uhr BZFOS ab 00.00 Uhr Aftershowparty mit Boogie Hammer im Dreiraum

 

Zur Einstimmung auf den Abend, machten wir eine Führung durch den "morbidesten Ort" Wiens - die Michaelergruft. Beeindruckt von den sich dargebotenen Bildern der unterirdischen Begräbnisse, Mumifizierungen und Sargmalereien des Mittelalters, zogen wir los, um gemeinsam mit Freunden und Bekannten, einen wunderbaren Abend mit den legendären BZFOS zu erleben. Nach zwei Jahren Wartezeit, wurde endlich das langersehnte Album "ALL THESE FIENDISH THINGS" ins Rennen geschickt. Den Auftakt in der randvollen Arena machten um 20.00 Uhr "IGEL vs. WOLF". Sie heizten das Publikum mit eingängigen, rockigen Riffs an. Um 21.00 Uhr begannen "ROADWOLF" - eine energiegeladene Heavy Metal Combo, die deutlich machten, welchen Background auch die BZFOS Jungs zu verzeichnen haben.

 

Gut eingegrooved, legte nach einer kurzen Pause, endlich der Hauptakt "BZFOS" los. Das Konzert startete mit dem neuem Song "This aint no Halloween Costume" und der dazu bestens inszenierten Showeinlage. Es folgten Klassiker wie "I wanna hear you scream”, “Teenage Universal Creature” und “Shock Rock Romance". Der folgende Kracher "Bela Kiss" ist ein sich schnell einprägender Rocksong vom neuen Album, der neben "Nice Day for an Exorcism" u.a. bereits auf der Halloween Tour gespielt wurde. In Wien darf natürlich nicht der Falco Hit "Vienna Calling" fehlen, den die Jungs erstmals auf ihrem unvergesslichen X-Mess Jamboree zum Besten gaben und das Publikum zum Beben brachten.

 

Der "Schädel Deiner Mutter" immer wieder ein echter Schockeffekt – gerade hinsichtlich der wahren Begebenheit. Danach wurde zum wohl melancholischsten Song der BZFOS, der Jägermeister auf "A schöne Leich" gehoben. Es folgten zwei neue Songs "Janet Leigh" und "Pet Sematary". "Janet Leigh" wurde durch eine perfekt inszenierte Duschvorhangszene - anlehnend an den Hitchcock Streifen "Psycho" begleitet und verlieh dem Song dadurch eine besondere Note. Der alte Ramones Song erfreute das betagte "Punkerherz" und ließ mich kurz in das Jahr 1996 abtauchen zur unvergesslichen "Adios Amigos" Tour. Erstklassig und ohne unnötige Schnörkeleien umgesetzt, ein perfekter Anheizer! Neben den oben genannten Titeln bekamen wir noch die beiden neuen Songs "Night Flier" und "Good Guy Rag Doll" zu hören, welche zweifelsohne groovig daher kamen. Zum Ende hin spielten die Jungs dann eines meiner persönlichen Highlights - die unvergleichliche "Moonlight Sonata". Um zum Schluss nochmal ordentlich Gas zu geben, durfte natürlich auch der Alice Cooper Klassiker "Poison" nicht fehlen. Beim letzten Song - dem legendären "MÖRDER BLUES", wird in der Tat das gesamte Publikum in einen schaurig-schönen Blues versetzt und man verlässt beseelt und glücklich das Konzert. THX.

Vanessa Nickel / Andreas Zerndt

Vorankündigung Rockharz Festival Ballenstedt 3.- 6. Juli 2019

 

Auch in diesem Jahr wirft das „Rockkarz“ Festival seine Schatten voraus. Vom 3.- 6. Juli wird es in Ballenstedt stattfinden.

 

Das Organisationsteam hat bereits viel Arbeit investiert. Und so können wir uns auf „Amon Amarth“, „Saltatio Mortis“ und „Dimmu Borgir“ als Headliner freuen. Aber auch das weitere Line Up ist nicht von schlechten Eltern. Es besteht unter anderem aus „Children Of Sodom“, „Chriddel Of Fate“, „Hypocrisy“, „Epica“, „Dragon Force“, „U.D.O.“, „Korpiklaani“, „Wintersun“, „Hämatom“, „Over Kill“, „Lordi“, „Legend Of The Damned“, „J.B.O.“, „Soilwork“, „Mono Inc.“ und vielen vielen mehr.

 

Schon jetzt ist es möglich im Vorfeld genau das Package vorzubestellen, was man gerne möchte. Und auch das Reservieren von Campingplätzen, damit man mit den bekannten Freunden nah zusammenrücken kann, ist möglich. Jedoch ist das Kennenlernen neuer Freunde bei so einem Festival natürlich auch immer zu empfehlen. Und um seinen Idolen ganz nah zu sein, wird es natürlich auch wieder durchorganisierte Autogrammstunden geben, die wir jedem ganz individuell ans Herz legen können.

 

Insgesamt freuen wir uns, dass das „Rockharz“ Festival sich stetig größerer Beliebtheit erfreut und es ein weiteres Highlight in jedem Kalender ist. Demnach verbleiben wir bis dahin in rockiger Feierlaune und freuen uns euch dort zu sehen!

Vorankündigung Burg Herzberg Festival Breitenbach 25.-28. Juli 2019

 

Unter dem Motto „Stardust We Are“ wird auf den Pferdewiesen in Breitbach am Herzberg (Hof Huhnstadt) vom 25.-28. Juli wieder das Burg Herzberg Festival als traditionelle Hippie Convention stattfinden. Neben zahlreichen Bands wie Graham Nash, Chris Robinson Brotherhood, Doyle Bramhall II, Ufo und vielen mehr auf unterschiedlichen Bühnen (Mainstage, Freakstage, Mentalstage, Lesezelt), sind auch in diesem Jahr im „Höllenschuppen“ in „Freak City“ wieder Jam-, Psychodelic-, Spacerock-, Prog- und Experimental- Bands geplant.

 

Das leibliche Wohl wird durch die unterschiedlichen Stände, die auf dem gesamten Gelände verteilt sind und sehr verschiedene Leckereien anbieten werden, nirgends zu kurz kommen. Das Zelten wird ab Montag, den 22.7. um 9 Uhr auf dem Campingground „Neue Heimat“ und ab Dienstag, den 23.7. um 10 Uhr in „Freak City“ möglich sein. Ebenfalls wird es wieder einen Shuttle von Breitenbach aus direkt zum Gelände geben. Zudem wird der ÖPVN wahrscheinlich Shuttles von den Bahnhöfen Alsfeld und Bad Hersfeld einrichten.

 

Zudem wird das „Drumherum“ dieses Festivals wieder sehr familiär erwartet. Das „Kinderland“ wird ebenfalls wieder seinen festen Ort haben und damit das familiäre Flair dieses Festivals unterstreichen.  

 

Wir freuen uns auf jeden Fall schon wahnsinnig dieses einfach einzigartige Festival zu erleben und hoffen möglichst viele von euch dort zu sehen und ein schönes Festival zu genießen.

Konzertbericht – Bloodbound – Dynazty – Manimal – Tour Of The Dragon Empire - MS Connexion Complex Mannheim – 26. März 2019

 

Wieder einmal waren wir in Mannheim im MS Connexion Complex zu Gast. Diesmal war es am Dienstag, den 26. März. Auf dem Programm standen Bloodbound, Dynazty und Manimal. Musikalisch versprach es also ein Abend im Power Metal Stil ganz in schwedischer Hand zu werden. Und so war es dann auch.

 

Nach nur 20 Minuten Einlasszeit betraten „Manimal“ um 19.20 Uhr die Bühne. Und das Publikum, welches definitiv in Feierlaune war, wurde direkt in den Bann gezogen. Das Outfit und die thematisch passend dick schwarz umrandeten Augen waren genauso bis ins Detail geplant wie die Spielereien mit den Fans von der Bühne aus. Und so begann dieser Abend wirklich voller Power.

 

Ähnlich ging es dann auch mit „Dynazty“ weiter. Die Jungs rockten wirklich ab. Und die doppelte Gitarrenbesetzung sorgte für einen tollen und satten Sound. Nach elf Jahren gemeinsamer Bandgeschichte feierten sie im September vergangenen Jahres die Veröffentlichung ihres sechsten Albums „Firesign“. Eine Review hierzu haben wir ebenfalls für euch verfasst. Und die „Mischung aus Melodie, Härte und Vielfalt“ war auch bei diesem Gig zu genießen.

 

Und so hatten die beiden Bands die Stimmung für „Bloodbound“ schon ordentlich eingeheizt. Die Tour und der heutige Gig zu ihrem neuen Album „Rise Of The Dragen Empire“, welches am 22. März veröffentlicht wurde (Review ist ebenfalls von uns verfasst), war also schon in vollem Gang. Demnach lässt sich ihre Performance mit den Adjektiven kräftig, melodisch, stark, abwechslungsreich und dramatisch mehr als gut beschreiben. Denn so war es auch. Der Weg immer weiter nach oben ist als ganz klares Ziel erkennbar.

 

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle wieder für einen echt tollen Konzertabend mit toller Musik, wenn teilweise auch zu laut und überdreht, vielen bekannten Gesichtern, netten Gesprächen, fleißigen Helfern im Hintergrund und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Ein Abend mit den „Cannons“ in Taunusstein – 28.02.2019

 

Seán Cannon, Sänger der „Dubliners“ und der „Dublin Legends“ spielte mit seinen beiden Söhnen James und Robert im Folk Club Taunusstein vor ausverkauftem Haus eine gigantische Show.

 

Der Auftritt dauerte mit den Zugaben mehr als zwei Stunden und Seán war stehend von seinen beiden Söhnen eingerahmt. Sie spielten selbstverständlich viele klassische Stücke der irischen Folk-Musik. So hörte man „The Black Velvet Band“, „Dirty Old Town“, “Dainty Davey” und “Whisky In The Jar. Ein weiteres Highlight wurde von Seán angestimmt, als er den Sprechgesang “The Sick Note” anstimmte, der schon in Dubliners Tagen das Publikum zum Lachen brachte.

 

Aber nicht nur Seán sang, sondern seine beiden Söhne taten es ihm gleich. Es wurden auch nicht nur irische Stücke präsentiert, sondern auch der amerikanische Folk und Blues kamen nicht zu kurz. James interpretierte Johnny Cashs „Folsom Prison Blues“ und das irische Stück „Star Of The Country Down“. Robert widmete sich Bob Dylans “I´ll Be Your Baby” und dem “Cocaine Blues”. Das Publikum applaudierte nachhaltig, nachdem er den “Mule Skinner Blues” gespielt hatte.

 

Als Zugaben folgten noch „The Leaving Of Liverpool und „The Wild Rover“. Ein durchweg zufriedenes Publikum konnte das Trio dann noch in der Halle bei der Autogrammvergabe erleben. Ich bedanke mich noch einmal bei Seán für das Videointerview, dass man auf Youtube findet. Der Link lautet:

 

https://youtu.be/afXwCqUSOsQ

 

In jedem Falle kann man allen Folk-Liebhabern die Konzerte der Cannons nur ans Herz legen….Es lohnt sich!!!

 

Vorankündigung: Bang Your Head Festival 2019

 

Wau….man kann sagen, dass das diesjährige Bang Your Head Festival es ganz schön in sich hat. Vom 11ten bis zum 13ten Juni wird es in Balingen wieder richtig laut und drei Headliner sorgen für den richtigen Auftrieb. Tobias Sammet´s Avantasia, Skid Row und Steel Panther führen das Festival als Flaggschiffe an.

 

Aber auch das übrige Line-Up lässt noch einiges an Spaß erwarten. Ross The Boss ist dabei und seine Shows haben uns bisher immer mächtig Spaß gemacht. Hier ist deutlich hörbar, wer bei Manowar früher den Ton angegeben hat. Alte Hasen wie Flotsam & Jetsam sind dabei, Ektomorf, Venom Inc, Mantar, The Night Flight Orchestra und Brainstorm werden das Gelände und die dazugehörige Halle sicher wieder zum Kochen bringen

 

In den letzten Jahren hat sich der Veranstalter Horst E. Franz immer ein glückliches Händchen bewiesen und die Festivalbesucher haben immer ordentlich was geboten bekommen. Das wird auch in diesem Jahr sicher nicht anders werden, und auf dem Gelände wird für gutes Essen, kühles Bier, und Autogrammstunden gesorgt, so dass man seine Idole auch zum Anfassen präsentiert bekommt. Ein Metalmarkt ist ebenfalls vorhanden und sorgt dafür, dass man sich mit dem nötigen Outfit, Platten und Aufnähern versorgen kann.

 

Wir freuen uns aufs Festival und hoffen euch zu sehen und wie jedes Jahr neben der Arbeit ordentlich mit Freunden und Bekannten abzufeiern. We see us in Balingen….rock on!!!

 

Vorankündigung: Rock Hard Festival 2019

 

Am Pfingstwochenende ist es wieder so weit. Vom 07-09 Juni 2019 öffnet das Rock Hard Festival in Gelsenkirchen seine Pforten. Wie immer ist das Line-Up gut ausgesucht und die Fans können sich im Amphitheater auf eine große Auswahl an erstklassigen Bands freuen. Um dies zu unterstreichen möchten wir das Line-Up 2019 hier kurz vorstellen:


ANTHRAX
GAMMA RAY
CANNIBAL CORPSE
WATAIN
POSSESSED

MAGNUM
SKID ROW
SYMPHONY X
FIFTH ANGEL
CARNIVORE A.D.
THE OBSESSED
TYGERS OF PAN TANG
LONG DISTANCE CALLING
THE VINTAGE CARAVAN
HEIR APPARENT
VISIGOTH
CHAPEL OF DISEASE
THE IDIOTS
TYLER LEADS
THE VULTURE

 

In jedem Fall lohnt sich der Weg nach Gelsenkirchen. Anthrax konnten wir dieses Jahr schon vor Slayer sehen und alleine diese Show wird es in sich haben, wie wir es in Dortmund bereits eindrucksvoll erleben durften. Mit Cannibal Corpse ist dem Veranstalter ein weiterer Wurf gelungen, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Wir freuen uns aber auch auf Magnum, Gammaray, Tygers Of Pan Tang und Skid Row, deren Shows bei mir in der Vergangenheit immer einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Aber auch die anderen Bands werden sicherlich dafür sorgen, das auf dem Festivalgelände die gewohnte gute Stimmung aufkommen wird. Wir freuen uns auf jeden Fall mit einer großen Menge Metalheads eine der ersten Megafeiern dieses Jahres abfeiern zu können. Wir sehen und in Gelsenkirchen!!!!!!

Im Anschluss findet ihr nun noch die aktuelle Pressemitteilung!!:

ROCK HARD Festival 2019
Pfingstwochenende (Freitag, 7. Juni bis Sonntag, 9. Juni)

Der Pott wird kochen!

 

»Auch wenn es mit jeder Ausgabe zunehmend schwerer wird, gibt es immer noch jede Menge Künstler, die noch nie auf dem Rock Hard Festival gespielt haben. Und die haben für uns nach wie vor Priorität, wobei Musiker, die gut beim Publikum angekommen sind, natürlich gerne wiederkommen dürfen«, kommentiert Rock-Hard-Herausgeber Holger Stratmann die bisherigen Band-Bestätigungen.

 

Letzteres gilt ganz sicher für ANTHRAX, die nur bei der Premiere 2003 auf der Kanalbühne standen und jetzt mit Stammsänger Joey Belladonna ihr reichhaltiges Hit-Repertoire in 90 Minuten auswalzen werden. Nach der großen „Pumpkins United“-Tour mit Helloween nimmt sich Kai Hansen 2019 wieder Zeit für ein paar wenige ausgewählte GAMMA RAY-Shows. Wir freuen uns, dass wir die deutsche Metal-Legende als einen der Headliner für unser Festival gewinnen konnten.

 

CANNIBAL CORPSE, WATAIN und POSSESSED sind in Sachen tödliches Düstermetall so etwas wie die internationale Messlatte ihrer Genres. Auf der anderen Seite des musikalischen Spektrums stehen die US-Melodic-Metaller FIFTH ANGEL und HEIR APPARENT, die mit neuen Alben Amphitheater-Premieren feiern, sowie die britischen Legenden MAGNUM. Sleaze-Party pur ist bei SKID ROW zu erwarten, während SYMPHONY X alle Fans von schnellen Notenfolgen begeistern dürften. CARNIVORE A.D. haben zuletzt bei der Übertragung des Hellfests auf Arte als Pete-Steele-Vermächtnisverwalter überzeugt. Deutschlands beliebteste Postrock-Band LONG DISTANCE CALLING stattet auf eigenen Wunsch Gelsenkirchen ihren ersten Besuch ab, und die TYGERS OF PAN TANG setzen die Tradition britischer Achtziger-Legenden auf dem RHF fort. Scott "Wino" Weinrich gehört mit THE OBSESSED zu den Urvätern des US-Doom. Die Amerikaner VISIGOTH sind das zurzeit heißeste Echtmetall-Thema des Untergrunds, die blutjungen isländischen Retro-Rocker THE VINTAGE CARAVAN dagegen ein Geheimtipp für Hendrix-Fans. Und auch THE IDIOTS um das Dortmunder Punkrock-Original Sir Hannes, die die Veröffentlichung ihres nächsten Albums mal in Gelsenkirchen feiern wollen, haben noch nie auf dem Rock Hard Festival gespielt. Das Gleiche gilt natürlich auch für die jungen Ruhrpott-Raketen TYLER LEADS, die Speed-Metaller THE VULTURE und CHAPEL OF DISEASE, die mit der Rock-Hard-Empfehlung "Album des Monats" ins Amphitheater kommen.

 

Wie immer ein handverlesenes Programm aus der Rock-Hard-Redaktion mit teils exklusiven Auftritten. Weitere Bands sind bereits unter Vertrag, dürfen aber erst später bekannt gegeben werden. Das neue Poster im Rock-Hard-Retro-Design stammt vom Essener Künstler Björn Gooßes.

 

Nur 7.500 Karten werden für das Amphitheater verkauft, das mit seinen aufsteigenden Rängen für die perfekte Sicht aufs Bühnengeschehen sorgt. »Das vergleichsweise intime Ambiente ist nach wie vor der größte Pluspunkt der Veranstaltung«, betonen die Rock-Hard-Macher einmal mehr den stets familiären Charakter des Festivals, bei dem sich die Musiker gerne unter das Publikum mischen und die Fans mit Sprechchören die Security (!) feiern. Eine Händler-Meile, Gitarren-Equipment zum Ausprobieren, ein Biergarten mit DJ, Flipperautomaten und eine Nacht- Disco im neuen Design runden das Programm ab. Die Erlöse aus den Pfandsammelaktionen gehen - wie in den Jahren zuvor - an gemeinnützige Organisationen.

 

Die 3-Tages-Tickets kosten 97,90 Euro inklusive aller Gebühren (Ticket + Camping: 123,80 Euro).

 

Ticketlink:
https://shop.rockhard.de/rock-hard-festival.html

Aktuelle Informationen, Videos und Interviews der beteiligten Bands sowie Impressionen vom Gelände findet man auf den Festival-Pages:

www.rockhardfestival.de
www.facebook.com/rockhardfestival

 

 

Konzertbericht Korplikaani, Turisas und Trollfest im MS Connexion Complex in Mannheim am 23.März 2019

 

Am Samstag, den 23. März begannen im vollen MS Connexion Complex pünktlich um 19 Uhr die norwegischen Folk Metaller „Trollfest“ mit ihrer Show. Und das war wirklich im wahrsten Sinne des Wortes eine. Es fehlte an nichts. Sänger Jostein „Trollmannan“ gab sich zunächst mit königlicher Krause und einer Krone aus Luftballonschlangen die Ehre. Diese wanderte später dann noch mit Begeisterung durch die Menge, genauso wie diverse weitere Luftballons. Weiter waren die unterschiedlichsten Prinzessinnenkleider, Kronen, Perücken und entsprechend geschminkte Musiker zu genießen. Zusätzlich zum Lichtspektakel auf der Bühne glitzerten, leuchteten und funkelten die Instrumente durch beispielsweise Leuchtstreifen an Gitarre, Akkordeon und auch am Keyboard. Zusätzlich gab es durch ein durchsichtiges Saxophon „Trötgeräusche“. So oder so, nach rund zehn Minuten machte das Publikum was „Trollfest“ wollte. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es ebenfalls eine Polonaise quer durch den Raum bis vor den Eingang gab. Die Musik war mittelalterfestivaltauglich und versprühte unendlich viel gute Stimmung. „Trollfest“ war auf jeden Fall gut drauf. Sie spielten flott, teilweise mit orientalischer Note und teilweise mit düsterem Gesang, aber immer voller Motivation und mit Spaß.

 

Und so hatten „Turisas“, die finnische Viking Metal Band, die sich nach einem finnischen Kriegsgott benannt haben, eine mehr als aufgeheizte Stimmung im Publikum, als sie die Bühne betraten. Die vorherige Umbaupause nutzten viele zum Verschnaufen. Und das war auch mehr als nötig. Denn nach 45 Minuten „Trollfest“, standen jetzt 1,5 Stunden „Turisas“ auf dem Programm. Und auch hier blieb die Stimmung auf dem Höhepunkt. Ihr teilweise düsterer Gesang und die, bis in die letzte Reihe extrem wummernde, Double Bass fanden bei vielen Fans großen Anklang. Das flotte Tempo blieb bestehen und die Geigerin sprang alles andere als klassisch mit ihrem Instrument über die Bühne. Und so wunderte es keinen, dass das Crowdsurfing zunahm und der Sauerstoff leider immer weiter abnahm.

 

An dieser Stelle möchten wir uns beim Organisationsteam bedanken. Denn in der nächsten Umbaupause wurden alle Tore so weit wie möglich geöffnet, um frische Luft hineinzulassen.

 

Denn auch für „Korpiklaani“, die ab 22.20 Uhr ebenfalls ein ausgiebiges Set parat hatten, sollte die Luft zwar brennen, aber auch an Sauerstoff sollte es nicht mangeln. Denn wer die finnische Folk Metal Band mit ihrer Musik, einer Mischung aus traditioneller Volksmusik und Humppa, kennt, der weiß, dass jeder von warm, über heiß, zu schweißgebadet werden kann. Und so war die erste viertel Stunde eine Spannungsprobe par Excellence. Denn „erst“ dann spielten „Korpiklaani“ den ersten Humppa Song. Dafür ging das Publikum dann auch voll und ganz mit und war quasi nicht mehr zu bremsen. So wundert es nicht, dass gleich mehrere Menschen zeitlich per Crowdsurfing bis nach vorne gelangten. Die Stimmung war auf jeden Fall grandios und der Abend mit jeder Menge Spaß ein voller Erfolg.

 

Vielen lieben Dank für dieses Konzerterlebnis an alle fleißigen Hände!!!

No Sleep for Lucy Halle 101 in Speyer Europatour Supporting Act für Doro

Am 24.03.2019

 

No Sleep for Lucy wurde 2011 in Stockholm, Schweden, von den Freunden der Kindheit und den Teamkollegen von Autor / Produzent Kristoffer Sjökvist und Christian Rabb gegründet. Die beiden hatten sich seit ihrem Alter in einer Reihe von Konstellationen versammelt und nach ein paar Jahren entfernt von der Live-Szene suchten sie nach einem außergewöhnlichen Sänger, um das Line-Up ihres neuen Arena-Rock-Band-Projekts abzuschließen.

 

Lukas Meijer wurde bald auf ein paar Demos aufmerksam gemacht, Christian und Kristoffer luden Lukas zu einem Songwriting-Wochenende ein, an dem die ersten NSFL-Songs zum Leben erweckt wurden. Die Jungs haben es wirklich geschafft und bereits in der zweiten Schreibsitzung zwei der Singles von "Until The End"; "Feel Alive" und "Going Down" wurden geschrieben.

In den letzten Jahren veröffentlichte die NSFL eine Reihe von Singles, die sich unter anderem mit Schwedens Nr. 1 Rockradiosender „Bandit Rock“. Bei den Bandit Rock Awards 2016 wurde der Band außerdem eine Nominierung für "Durchbruch des Jahres" verliehen.

 

Als Supporting Act begleitet No sleep for Lucy die Tour von Doro und gibt uns einen

Eindruck in ihr Album „until the end“.

 

Durch den Eurovision Songcontest 2018 ist Lucas Meijer vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. Dort tauchte der Sänger als Waffe für den polnischen DJ auf und es wurde ein melodisch schöner Deep House Song namens "Light Me Up" abgefeuert.
Dieses Album ist weder Pop noch House, sondern knackiger Rock welcher bei dieser Stimme sehr überzeugt. Auf jeden Fall schön, wenn Künstler mit Talent die Chance bekommen, bekannter zu werden :-). Sie heizten das Publikum mit ihrem einstündigen Programm bemerkenswert gut ein und die Vorfreude auf Doro stieg.

 

Mitglieder der Band

Lukas Meijer - Vocals
Christian Rabb - Guitar
Kristoffer Sjökvist - Bass

 

 

Setliste:

Moments

Mistake

Pride

Final all

Closure

Feel Alive

Until the end

Don’t let go

 

Alexandra Kersten-Spengler

 

DORO in Speyer 24.03.2019 Halle 101

Forever Warriors Forever United Tour

 

Im Rahmen ihrer Europatour gab Doro gestern einen grandiosen Gig in der Speyerer Halle 101.

 

Doro ist mit ihrem neuen Album, das am 17. August 2018 erschienen ist, Forever Warriors, Forever Unitedauf Europatour und stattete der Hallo 101 in Speyer  am 24. März 2019 einen Besuch ab. Als Special Guest ist die schwedische Rockband no sleep for lucy mit dabei.

 

„Forever Warriors, Forever United" stieg auf einem sensationellen Platz #1 der deutschen Vinyl Charts ein sowie auf einem ebenso grandiosen Platz #4 der Albumcharts, dem bis dato höchsten Charteinstieg in DOROs Karriere in ihrem Heimatland.

 

Bei der Halle 101 standen abends ab halb 7 eine Menge Dorofans am Eingang und warteten ungeduldig auf den Einlass, mit Vorfreude auf ein tolles Konzert. Pünktlich um 7 war der Einlass und die Fans gingen direkt Richtung Halle um sich einen Platz in der ersten Reihe zu sichern. Die Halle füllte sich sehr schnell mit einer Mischung aus verschiedenen Altersklassen.

 

„No sleep vor lucy“ eröffnete um 19:45 Uhr ihren Auftritt. Die Band lieferte eine dynamische Show und die klare, kraftvolle Stimme des Sängers kam super beim Publikum an. Insgesamt wurden 7 Songs gespielt, in denen viel musikalisch dargeboten wurde.

20 Minuten dauerte der Umbau, wobei die Dorofans sich noch einige Zeit gedulden mussten. Unüberhörbar war das Freudegeschrei, als das Licht sich dämmerte, die Bandmitglieder Luca Princiotta, Bas Maas, Nick Douglas und Johnny Dee auf die Bühne kamen und sie ihren Fans deutlich zeigten, dass sie heute Abend ordentlich abrocken wollen. Mit einem Ansturm an Energie und Freude kam Doro auf die Bühne und begrüßte ihre Fans mit dem Song „I Rule The Ruins“. Die Setlist war gepackt mit einer Mischung aus neuen und alten Songs wie zum Beispiel „Bastardos“, „Blood, Sweat and Rock ´n´ Roll“, „Fight For Rock“ und noch viele mehr. Bei „Für immer“ sang das Publikum mit und man sah Doro an, dass sie es richtig genoß. Sie strahlte während des gesamten Konzertes übers ganze Gesicht.

 

Einer der Höhepunkte des  Abends war sicherlich ein ganz besonderer Effekt, den Doro grandios in Szene setzte. Bei dem Lied Bastardos „schoss“ sie mit einem „Maschinengewehr“ Stickstoff ins Publikum.

 

Mit ihren 54 Jahren hat sich keinesfalls etwas an ihrer bombastischen Stimme verändert, auch äußerlich merkt man ihr das fortgeschrittene Alter kaum an. Noch immer besitzt sie nach 35 Jahren Bühnenpräsenz die Fähigkeit, das Publikum zu begeistern und mit zu reißen.

 

Mit „All We Are“ und „Freunde fürs Leben“ endete eine energiereiche und tolle Show, wobei man der Band ansah, dass sie am liebsten weiter machen wollten.
Dankbar für diesen schönen Abend, machte die Band mit ihren Fans noch ein Abschlussfoto und teilten ihnen mit, dass es für sie ein tolles Erlebnis war. 
An den glücklichen Gesichtern der Fans sah man auch, dass es für sie ebenfalls ein tolles und schönes Konzert war!

 

 

Setlist:

 

I Rule The Ruins

Bastardos

Blood Sweat And Rock n Roll

Burning the witches

Fight For Rock

Soldier of Metal

The Night Of The Warlock

1000 Years

It Cuts So Deep

Unholy Love

Metal Racer

Für immer

Out Of Control

Drumsolo

All For Metal

All We Are

Freunde furs Leben

Don’t Break My Heart Again

Revenge

Herzblut

Metal Tango

Breaking The Law

Love Me In Black

 

Alexandra Kersten-Spengler

 

 

Konzertbericht – Loreena McKennitt – Alte Oper Frankfurt am Main

 

Am Montag, den 18. März 2019 füllte sich die „Alte Oper“ in Frankfurt am Main für ein Konzerterlebnis der anderen Art. Die kanadische Künstlerin „Loreena McKennitt“ verzauberte mit keltischer Musik.

 

Sie selbst sang, spielte Harfe, Klavier und Akkordeon. Ihr glasklare Sopranstimme ist einfach immer wieder gigantisch und zieht jeden in den Bann. Ihre Ausstrahlung und ihre Liebe zum Detail sind einfach ein markantes Zeichen.

 

An ihrer Seite, wie seit Jahren, waren auch diesmal die Chellistin Caroline Lavelle und Gitarrist Brain Hughes. Wobei beide ebenfalls musikalisch vielfältig sind. So unterstützte Lavelle in manchen Parts ergänzend gesanglich, spielte Flöte und ebenfalls Akkordeon. Und Hughes wechselte seine Gitarren aus einer vielfältigen Auswahl immer entsprechend zum Titel und nutze zeitweise sogar zwei Gitarren im Wechselspiel innerhalb eines Songs um zum ideal harmonischen, positiv zu sehenden, Perfektionismus beizutragen.

 

Verstärkend hatte Loreena McKennitt zusätzlich ein Ensemble aus ausgewählten Solisten zusammengestellt. Dies waren und sind Hugh Marsh an der Geige, Robert Brain am Schlagzeug und Dudley Philips am Bass. Auch hier ist zu ergänzen, dass das musikalische Können dieser Profis auf einem enormen Niveau war und ist. Die Schlagezugarbeit von Brian war mit diversen Sticks unterschiedlich zu den einzelnen Songs variabel und Philips spielte den Bass sowohl klassisch per Kontrabass und auch mit einer Bassgitarre. Als weiterer Streicher, der einen enormen Anteil übernahm, ist Hugh Marsh an der Violine zu nennen.

 

Alles in allem war dieses Konzert wie erhofft und erwartet grandios. Loreena McKennitt versteht es das Publikum zur keltischen Musik zu führen und ergänzte diesen Abend mit persönlichen und detaillierten Informationen. Somit trug und trägt dies ebenfalls zum positiven Gelingen bei und wird die Fangemeinde immer wieder erweitern.

 

Wir danken für diesen tollen und sehr harmonischen Konzertabend in der Alten Oper in Frankfurt.

Konzertbericht – Siena Root – Jail Job Eve – Mannheim – MS Connexion Complex – 10.03.2019

Für „Siena Root“ und „Jail Job Eve“ stand am 10. März ein Gig im MS Connexion Complex in Mannheim auf dem Plan. Und wir machten uns auf den Weg um dies zu genießen.

Jail Job Eve als Opener machten schon einen wirklich tollen Job. Die Rockband aus Osnabrück wurde an der dortigen Hochschule gegründet und so waren die Erwartungen hoch. Und diese wurden auch voll und ganz erfüllt. Sängerin Victoria Semel hat eine enorme Gesangsstimme und zog alle in ihren Bann. Aber auch die anderen Bandmitglieder verstehen ihre Aufgabe und ihre Instrumente. Und so war es ein absolut gelungener Gig mit jeder Menge Rock und einigen Blues- und Soulanteilen. Das Schönste an Konzerten ist immer die Stimmung, die bei der Performence jedes einzelnen Songs. Und so können wir auch hier ein Kompliment aussprechen. Denn das Gefühl für die Musik war ganz klar zu spüren und wurde so durch die Halle transportiert.

Und demnach hatte die schwedische Rockband „Siena Root“ aus Stockholm eine tolle Atmosphäre, als sie auf die Bühne traten. Und genau diese übernahmen sie und begeisterten weiter. Ihre Musik hat die Wurzeln in den 60er und 70er Jahren und wird durch psychodelische Nuancen ergänzt. Diese setzen zusätzliche Highlights. Und so ist es kein Wunder, wie schnell die Band die Fans weiter in eine eigene Welt entführten und die volle Aufmerksamkeit ohne Ausnahme auf sich zog. Der gesamte Gig war bis in kleinste Detail perfekt durchdacht. Die Outfits, das Auftreten oder auch beispielsweise die entsprechende Verkleidung des Keyboards passten sich perfekt zu den 60er und 70 er Jahren und komplettierten das Gesamtbild. Lisa Lystam als Sängerin zeigte ihre ganz persönliche Note des Gesangs und machte diesen Abend so zu etwas ganz Besonderem.  

Vielen Dank!

Konzertbericht – Rhapsody Of Fire – Avalanch – Thornbridge – Mannheim – MS Connexion Complex – 07.03.2019

 

Am Donnerstag, den 07.03.2019 waren die italienischen Symphonic Metaller „Rhapsody Of Fire“, die Spanier „Avalanch“ und die Hessen „Thornbridge“ in Mannheim im MS Connexion Complex zu Gast.

 

Die Hessen eröffneten den Konzertabend und hatten sichtlich Spaß bei der Sache. Musikalisch widmen sie sich mit Chorgesängen, epischen Gitarrenriffs und eingängigen Melodien dem Mittelalter samt Hexenverfolgung. Und dass sie die Show genossen, war klar zu erkennen. Alleine schon Frontman Mo zog den Bann des Publikums auf sich. Und so war dies schonmal ein gelungener Auftakt des Abends.

 

Danach folgten „Avalanch“. Drummer Mike Terrana betrat als erster die Bühne und zeigte gleich richtig was er kann. Er genoss die Show ebenso wie die anderen Bandmitglieder. Eins war auf jeden Fall klar, er ist ein super Gewinn für die Band und versteht sein Handwerkzeugs einfach. Und so gehörten eben auch diverse Grimassen und Spielerein mit den Sticks dazu. Auch war es schön Gammaray Bassist Dirk Schlächetr hier am Bass zu erleben….immer wieder grandios. Auch „Isreal Ramos“ als Sänger versteht seinen Job. Er sang absolut sauber mit ordentlich Kraft und Power. Und Gitarrist Jorge Salán genoss mit den Anderen den Abend auf der Bühne ebenso. Die Band spielt nicht nur professionell ihre Instrumente, sondern auch mit den Fans. 

 

Und so konnten sich „Rhapsody Of Fire“ auf ein feierfreudiges Publikum verlassen.

Alle waren gespannt auf die Live Performence des neuen Albums, welches in den Kritiken quasi durchweg positive Bewertungen erhalten hatte. Und für mich persönlich war die Schlagzeugarbeit von Drummer Manuel Lotter beim Liveauftritt noch um einiges besser, da die Double Bass nicht ganz so extrem im Vordergrund stand. Mit Bassist Alessandro Sala spielte er auf jeden Fall eine ordentliche Rhythmuslinie, auf die sich die anderen Bandmitglieder verlassen konnten. Sänger Giacomo Voli machte ebenfalls einen guten Job und heizte dem Publikum weiter ein. Seine Stimme und auch seine Kommunikation mit den anderen Musikern ist positiv zu bemerken. Und so war klar zu erkennen, dass auch Gitarrist Roby die Michele und Keyboarder Alex Staropoli Spaß hatten und ordentlich einen raus hauten.  Aber auch die Balladen durften nicht fehlen. Das Einzige, was hier in der aktuellen Zeit immer wieder ein extrem unromantisches Gefühl verursacht, sind die Handytaschenlampen als Ersatz für die Feuerzeuge.

 

Nichts desto trotz bedanken wir uns bei den Bands und dem Veranstalter für diesen tollen Konzertabend.

Tony Hadley – der Ex-Spandau-Ballet-Sänger mit neuem Album auf Tour

19. März 2019 im Capitol in Mannheim

 

 

Tony Hadley zählt zu den bekanntesten Sängern der Popmusik. Mit Spandau Ballet, den Pionieren der New-Romantic-Bewegung in den 80er Jahren, schrieb der Brite mit Hits wie “Gold”, “Only When You Leave”, “Lifeline”, “Through the Barricades” sowie “True“ internationale Popgeschichte. Zusätzlich machte sich Hadley durch die musikalische Beteiligung an der Band Aid UK Charity-Single “Do They Know It’s Christmas“ und seinem Auftritt beim Live Aid 1985 in London weltweit einen Namen. Außerdem performte er bei dem legendären Konzert zu Gunsten Nelson Mandelas im Wembley Stadium im Juni 1988.

 

London, 30. April 2018, ein Jahrzehnt später: Hadley veröffentlicht sein neues Solo Album Talking To The Moon, welches ein neues Kapitel seiner selbst signalisiert.

 

An der Produktion des Albums waren neben Tony auch einige andere talentierte Songschreiber beteiligt: Der erste Song „Tonight Belongs To Us“ und „How I Feel About You“ wurden von Toby Gad geschrieben, der bereits mit Künstlern wie Beyoncé, Shakira und John Legend zusammengearbeitet hat.

 

Hadley reflektiert den Titel des Albums folgendermaßen: „Haben wir nicht alle schon mal irgendwann zum Nachthimmel hinaufgeblickt, den Mond und die Sterne angestarrt und uns gefragt was der Sinn hinter all dem steckt? Oder haben mit dem Mond gesprochen, nach Antworten gesucht, vielleicht um Hilfe gebeten oder waren einfach nur von seiner Schönheit fasziniert?“

 

Im  Rahmen seiner Talking To The Moon Europatournee  kommt Tony Hadley für sechs Shows nach Deutschland. Auch in Mannheim gastierte er am gestrigen Abend im Capitol. Neben der Darbietung seiner elf neuen Songs, performte Hadley auch alle großen Hits der Spandau Ballet Ära performen. Fast dreißig Jahre nach dieser Zeit ist seine Stimme noch genauso einzigartig und leidenschaftlich wie damals. Sein Aussehen ist zwar gealtert, jedoch seine Stimme keineswegs. Bei seiner zweistündigen Darbietung hinterließ er Gänsehautfeeling, viele schöne Erinnerungen aus den 80iger Jahren aber auch fantastische neue Songs. Ein rundum gelungenes Konzert.

Hadley ließ es sich nicht nehmen, auch nach dem Konzert für seine Fans für Autogramme und Fotos zur Verfügung zu stehen.

 

 Alexandra Kersten-Spengler

 

Setliste:

Take back everything

To cut a long story short

Highly strung

Killer blow

Delirious

Round and round

I’ll fly for you

Skin Deep

Soul Boy

Only when you leave

Lost in your Love

Barricades

Tonight belongs to us

Instinction

Chant nos 1

Accident waiting to happen

Somebody to love

Lifeline

True

Every time

Gold

 

 



Festivalbericht – Glowing Ember Festival – Frankfurt – Das Bett – 8. März 2019


Nach dem Auftakt der Glowing Ember Festival Reihe 2019 am 1. März in Bochum folgte der Konzertabend am 8. März in Frankfurt in „Das Bett“.


Den Auftakt machten „Soulution“ und ihre Frontfrau drückte gesanglich direkt einiges raus. Genretechnisch lassen sie sich nicht ganz klar einordnen. Aber eins ist sicher: Ihre Riffs sind abwechslungsreich, der Sound hart und der weibliche Gesang setzt Akzente. Insgesamt heizten sie im „Bett“ schon ordentlich ein und der Abend begann mit viel Action und einer großen Portion Party. Und genauso ging es dann auch mit „Lawmänner“ weiter. Hier wurde es noch eine Note härter und die Stimmung stieg weiter. Getreu dem Motto „Heavy Metal Is The Law“ spielen die Jungs nach insgesamt 20 Jahren Bandgeschichte nun seit 2015 auch eigene Titel, die durch ihre Gradlinigkeit überzeugen. Und so war es auch beim Festival im „Bett“. Sänger Kolja spielte mit seiner Stimme, den Instrumentenlinien und demnach auch mit den Fans. Eins war klar. So konnte der Abend weitergehen und zu einem Fest werden.

Diese Stimmung konnten „Acaia“ dann übernehmen. Sie kamen auf eine Bühne, vor der feierfreudige Metalfans auf sie warteten. Denn auch sie haben in ihren mittlerweile zehn Jahren Bandgeschichte einiges gefeiert. Umso größer wurden die Augen, als die Band die Info bekanntgab, dass nach zehn Jahren nun ein Ende da sei. Aber nichts desto trotz ging es weiter und die Metaller feierten. Und so konnten auch „Soon“ aus Hamburg auf eine tolle Stimmung im „Bett“ zurückgreifen. Sie spielten zum wiederholten Male bei der Festivalreise und ihre Gigs nehmen nach wie vor immer weiter an Fahrt auf. Die Dreierkombi weiß das Publikum mit zusätzlichen Synthiesounds und Showeinlagen zu begeistern.

Und dann war es endlich so weit. „Evolution Eve“ wurde als Headliner schon heiß erwartet, und das mit Recht. Die Mädels begeisterten und legten ein grandioses Set dar. Es war alles bis auf den Punkt geplant und hoch professionell. Und dennoch waren sie menschlich bei den Fans und freuten sich und feierten ordentlich mit.
Demnach bleibt uns nur DANKE für diesen tollen Konzertabend der Glowing Ember Festival Reihe 2019 zu sagen.
Wir hoffen auf ebenso tolle Konzerte beim Rest der Reise und im nächsten Jahr!!!

Konzertbericht Sober Truth & Special Guests – New Album Release Show - Siegburg – Kubana Live Club – 23. Februar 2019

Am Samstag, den 23. Februar 2019 waren wir in Siegburg im Kubana Live Club um drei Bands zu genießen. Den Abend eröffneten „Averblack“. Die vier Jungs heizten mit ihrem knapp 30 minütigen Set dem anwesenden Publikum schon ordentlich ein. Sie spielten Stücke ihres ersten Albums und auch neuere Produktionen. Zudem erfuhren wir, dass sie aktuell wieder im Studio sind, um ihre zweite CD aufzunehmen. Insgesamt erkannten wir eine Entwicklung zwischen den „alten“ und „neuen“ Songs. Ihre Musik besticht durch eine Mischung aus tollen Instrumentenlinien und auch durch Passagen mit düsteren Gesang Richtung Crowling. Eine Besonderheit sind zudem die zwei Gitarren, die mit jeweils sieben Saiten gespielt werden und ein Bass mit fünf Saiten. In jedem Fall ist bei dieser Band noch Luft nach oben und wir freuen uns aufs zweite Album

Nach einer kleinen Umbaupause ging es mit „Coldspot“ aus Bonn weiter. Die fünf Jungs spielten hart und kräftig. Sie hatten sichtlich Spaß und banden das Publikum hervorragend mit ein. Und so stieg die Stimmung weiter. Mit ganz viel Double-Bass spielten sie auch eine deutschsprachige „Ballade“ namens „Lauf“. Insgesamt spielten sie die Hütte in rund 40 Minuten weiter heiß. Während des Sets tauchten dann in der Menge noch zwei riesige Tyranosaurus Rex Kostüme auf, die im Takt mitgroovten und den anwesenden sichtlich Spaß machten. Nach 10 Jahren gemeinsamer Musik wussten sie, wie sie die Fans zu begeistern hatten.

„Sober Truth“ kam dann zu ihrer New Album Release Show Psychosis auf die Bühne. Das Album ist das fünfte in den rund 12 Jahren Bandgeschichte seit der Gründung 2007 in Siegburg. Zudem spielen und spielten sie sich in diesen Jahren ebenfalls quer durch die Republik. Und die Erfahrung konnten wir auch diesmal spüren. Sie begeisterten die Fans einfach voll und ganz. Es gab erneut einen Stilwechsel mit progressiven Elementen und deftigem Trashmetal zu genießen. Und allen voran zog Torsten Schramm als Sänger und Gitarrist die Aufmerksamkeit aller auf sich und seine Band um diesen Abend zu einem gelungenen zu machen.

Das neue Album begeisterte die Menge sichtlich. Die Songs sind in gewohnter Sober Truth Manier, zeigen aber auch wieder eine Entwicklung nach vorne. Alles in Allem kann man den Fans das Album nur ans Herz legen. Wir würden uns freuen, wenn die Band die nächsten 12 Jahre (und auch noch mehr) in diesem Stil weitermachen würde. Ein toller Abend – befindet das Promoportal-Germany

Konzertbericht: Heino - MS Connexion Complex Mannheim - 03.03.2019

 

Am Karnevalssonntag stand im Mannheimer MS Connexion Complex ein ganz anderer Konzertabend auf dem Programm. Heino war mit vier Bläsern (bzw. Flöte), einem Schlagzeuger, einem Gitarristen, einem Basser, einem Keyboarder, zwei Sängerinnen und einem Sänger auf der Bühne zu genießen. Schon im Vorfeld waren die Stimmen und Meinungen vielfältig und der Abend wurde mit Spannung erwartet.

Die bunte Mischung der Ansichten wurde auch beim mehr als gemischten Publikum sichtbar. Für die schon etwas älteren Herrschaften waren einige Stühle parat gestellt. Einige Fans oder auch Karnevalslustige kamen mit blonder Perücke und Sonnenbrille an. Und auch Metaller und Punker waren vertreten.

Alles in allem galt es auf jeden Fall, dass Heino die bunt gemischte Menge begeisterte und für jeden etwas dabei war. Mit seinen mittlerweile 80 Jahren stand er dennoch knapp zwei Stunden auf der Bühne und feierte seine Abschiedstour „mit seinen lieben Freunden“.  Es war gigantisch zu sehen, was der Sänger in seinem Alter noch zu leisten in der Lage war. Die Band war ausnahmslos herrvoragend besetzt und die gesamte Produktion lies es an nichts fehlen. Da hatte Jochen eine große Show nach Mannheim geholt – Danke dafür!!!!

Die Songauswahl war ebenfalls wie erwartet eine bunte Mischung. Er sang eigene Lieder wie „Rosamunde“, „La Paloma“, „Seemann, deine Heimat ist das Meer“, „Willenlos“, Schwarzbraun ist die Haselnuss“, „Sierra Madre“, „Blau blüht der Enzian“ und und und. Teilweise waren diese Titel als Medley formiert und quasi allesamt waren mit einer rockigen Note dargeboten. Bei „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ gab es zudem noch eine kleine Rapeinlage seiner Backgroundsänger zu genießen. Aber er coverte auch unter anderem „Die Ärzte“ mit „Junge“, „Die Toten Hosen“ mit „An Tagen wie diese“, „Grönemeyer“ mit „Was soll das?“, „Sportfreunde Stiller“ mit „Kompliment“ oder „Peter Maffay“ mit „Über sieben Brücken musst du gehen“.

Als weiteres I-Tüpfelchen erhielt sein Enkel Sebastian die Chance zwei Stücke zum Besten zu geben. Laut Informationen von Heino möchte er gerne in die Liedermacherschiene. An diesem Abend sang er „Der Junge mit der Gitarre“ und „Halleluja“.

Insgesamt war es ein rundum gelungener Abend mit einem tollen Konzert, welches, wie bereits erwähnt, in der Produktion und dem professionellen Können der Künstler absolut perfekt war.

Vielen lieben Dank an all die fleißigen Helfer, die dieses Konzert für eine so breite Fanschicht möglich gemacht haben. …und wir hätten nie gedacht, das zu sagen – Heino rockt!!!!!!

 

Eros Ramazzotti live in der Lanxess Arena in Köln am 20.02.2019

Amore in der Kölner Lanxess Anrena: Der italienische Popsänger Eros Ramazzotti startete seine Welttournee. Auch ein Meilenstein seiner Tournee setzte der internationale Künstler in Köln. Vieles klingt altbewährt – doch das ist gut so. Findet auch sein Publikum.

Während viele Künstler immer wieder postulieren, sich neu zu erfinden, bleibt Eros Ramazzotti bei seinen Leisten: gefälliger Italo-Pop mit romantischen Texten, die stimmgewaltig und hingebungsvoll vorgetragen werden.

Ist das ein wenig simpel? Ja! Wird das nach Jahrzehnten im Showgeschäft nicht langweilig? Nein! Zumindest nicht, wenn es nach den Zuschauern in der ausverkauften Lanxess Arena geht. Die nämlich feierten den Schmusesänger am Mittwochabend lautstark – ihr Eros traf sie, seinem Namen alle Ehre machend, mitten ins Herz. Er zeigte sich sehr publikumsnah, genoss das Bad in der Menge und hatte keine Mühe, das Publikum immer wieder mitzureißen.

Er ließ  über zwei Stunden lang Musik und Bilder sprechen: Auf die Bühne wurden immer wieder Motive und Sequenzen auf einer Art überdimensionalen Zunge projiziert, die von der Plattform bis in den Hallenhimmel ragte. In Umbaupausen liefen kurze Filme, die die Umweltverschmutzung und die Vermüllung der Meere kritisierten. Auch der Aufruf…“wir alle können das nur gemeinsam schaffen“ fand großen Anklang beim Publikum. Er appellierte, das die Kinder, die Nachkommen, die Leidtragenden von all den Missständen sind. Umrahmt von Lesereffekten machte dies ein hervorragendes Bühnenbild.

Musikalisch schlug der Pop-Barde, der weltweit mehr als 50 Millionen Platten verkauft und weltweit um die 150 Platinplatten erhalten hat,  gemeinsam mit seiner Band und starken Sängerinnen mal romantisch leise und mal laut feiernde Töne an. Auch wenn Ramazzottis Mini-Wohlfühlbäuchlein und kurze graue Haare verraten, dass auch an dem Römer die Zeit nicht spurlos vorbei geht – stimmlich klingt er immer noch wie zu Zeiten seinen großen Hits vor teilweise rund 30 Jahren. Selbst bei unplugged Liedern, konnte man keinen Unterschied seiner Stimme zu früher feststellen.

So sorgten dann besonders seine großen Erfolge wie „Cose della vita“, „Più bella cosa“ oder „Se bastasse una canzone“ für Stimmung, ließen auch das Publikum in der bestuhlten Arena klatschend von ihren Sitzen aufstehen und viele lauthals mitsingen – mal mehr und mal weniger textsicher. Dann war sie wirklich überall zu spüren: Die Grande Amore des Ramazzotti. 

Mit seiner nasalen Stimme als charakteristischem Merkmal und einer unglaublich musikalischen Wandlungsfähigkeit hatte er sich in die Herzen seiner Fans gespielt und ist eine absolute Ausnahmeerscheinung. Vor allem live ist Ramazzotti ein Vulkan und reißt jeden mit seiner großen Show und seiner wahnsinnigen Bühnenpräsenz mit. Sowohl die alt bewährten Hits, die jeder kennt, als auch die neuen Liedern von „Vita Ce N’è“ begeisterten das Publikum

Vorankündigung: Konzert von Irlands Top Star NARTHAN CARTER am

09.03.2019 um 20:30 Uhr im Musiktheater Rex in Bensheim

 

Wie Bob Dylan's 'Never Ending Tour ' stand Nathan für 3 Jahre jede Woche auf der Bühne - überall in Irland und erspielte sich ein begeistertes Publikum. Die erste Single die er veröffentlichte "Wagon Wheel", ein Bob Dylan Song, erreichte auf Anhieb die # 1 in den Single Charts. Der Geheimtipp war keiner mehr und er betrat nicht mehr die kleinen Bühnen sondern eroberte die Stadthallen mit ausverkauften Konzerten bis zu 5.000 Fans. Und das war der Anfang der erfolgreichen Karriere eines wahren Entertainers. Seine folgenden zwei CD´s erreichten auf Anhieb # 1 der Charts und er wurde von Decca Records unter Vertrag genommen. Sein Debut bei Decca/Universal erhielt 4 x Platin. Das darauf folgende Album war wiederum die # 1 und vor vielen internationalen Stars. Im April 2017 spielte er zwei ausverkaufte Konzerte in den größten Arenen Irlands - der 3Arena in Dublin und in der SSE Arena in Belfast. Und nun erobert er auch Deutschland und kommt erstmalig auf Tour mit seinem unverkennbaren Irischen Country Sound und einer begnadeten Stimme.

Nun haben wir die große Ehre, dass er auch Deutschland besucht und im Musiktheater Rex in Bensheim gastiert.

A. Kersten-Spengler

 

Peter Maffay Fakeband im Rex Musiktheater in Bensheim

 

Am Samstag, den 16.02.2019

 

Wieder einmal gab die Peter Maffay Fakeband ein grandioses Konzert im Rex Musiktheater in Bensheim am vergangenen Samstag.

 

Die Peter Maffay Fakeband ist deutschlandweit eine der bekanntesten Peter Maffay Coverbands. Mit unglaublicher Wucht werden bei Ihren Live-Shows die bekanntesten Hits Peter Maffays zelebriert und mit höchster Authenzität auf die Bühne gebracht. Bei einer neunköpfigen starken Truppe, glaubt man seinen Ohren nicht zu trauen, und, schliesst man die Augen, gar den "echten" Peter zu hören. Das Repertoire der Peter Maffay Fakeband deckt alle Schaffensperioden Maffays ab, angefangen von "Du" über "Steppenwolf" bis zum aktuellen Album.

 

Bei dem wohl bekanntesten Hit von Peter Maffay "Du" wurden von Mike Rote Rosen für das weibliche Publikum verteilt. Die Band lieferte ein powervolles dreistündiges Konzert, bei dem sowohl die ersten Hits aber auch die neuesten von Peter Maffay inbegriffen waren.

 

Band:

 

Mike Hofmann Voice Leadgitarre

Thomas Beikert Voice Gitarre

Michael Ackermann Gitarre

Benny BlaessBacking Vocals

Thomas Helbig Keyboard Piano

 

Setliste:

 

Niemals war es besser

Wenn der Himmel weint

Machs gut mein Freund

Ich sag Ja

Auf dem Weg zu mir

So bist Du

Steppenwolf

Rock`& Roll

Eiszeit

Wölfe

Glaub an mich

Tiefer

Über sieben Brücken

Leben so wie ich es mag

Ein Bild kann nicht lachen so wie Du

Du bist anders

Sonne in der Nacht

Du

Gelobtes Land

Nessaja

Ich geh fort

Josie

Es war Sommer

Samstag Abend

 

Alexandra Kersten-Spengler

Wahnsinn!»: Wolfgang Petry ist zurück - als Musical
 
«Hölle! Hölle! Hölle!», «Sieben Tage, sieben Nächte», «Weiß der Geier»: Muss man mehr sagen? Fast jeder kennt eine Petry-Zeile. Und daraus entsnd nun - wirklich - ein Musical. Gestern, 12.02.2019 Premiere in der Jahrhunderthalle in Frankfurt.
 
Man sieht ihn kommen, spätestens als Sabine ihrem Mann Peter - einem passionierten Lastwagen-Fahrer - zuraunt: «Ich hab' auch nie mehr von dir gewollt.»
Irgendwo tief im eigenen Ohrwurm-Gedächtnis kündigt er sich an: dieser Wolfgang-Petry-Hit, diese Melodie, die man Irgendwo zwischen Kirmes-Party, Schlager-Revue und 90er-Best-Of schon mal gehört hat - ausgelöst durch die Reizworte «Ich», «nie» und «gewollt». Was hat sie nochmal genau nie gewollt?
 
Brummi-Fahrer Peter wechselt in die Singstimme. «Wir war'n wie Pech und Schwefel und lebten in den Tag», säuselt er. Darauf seine Frau: «Zum Teufel mit der Liebe. Die Gefühle haben versagt.» Für alle, die da noch nicht Bescheid wissen, löst Sabine ein paar Takte später auf, was sie wirklich nie gewollt hat: «Bronze, Silber und Gold, hab' ich nie gewollt.» Denn: «Ich will nur dich, ja dich allein!»
Bronze, Silber und Gold» war einer der großen Hits von Wolfgang Petry (66), der sich 2006 von der Bühne verabschiedete und seitdem eine Art Phantom der Schlagerszene ist. In der Frankfurter Jahrhunderthalle, in dem Sabine und Peter das Lied singen, feiert er nun eine unerwartete Auferstehung. Sabine und Peter heißen eigentlich Vera Bolten und Sigmar Tonk, sie sind Musical-Darsteller - und zwei der Hauptdarsteller in «Wahnsinn!», einem Stück rund um die Hits von Petry. Vera Bolten, bereits in dem Musical „Das Wunder von Bern“ eine etablierte Hauptdarstellerin. Gestern (12. Februar) feierte es Premiere.
 
Es geht um vier Paare, die auf die eine oder andere Weise Probleme miteinander haben. Lkw-Fahrer Peter etwa müsste eigentlich gar nicht mehr seinen Lastwagen fahren, seine Speditionsfirma läuft super. Aber er sitzt einfach so gerne am Steuer - und lässt seine Frau oft alleine zu Hause. Die Wege der Paare kreuzen sich - durchzogen mit Petrys Liedern, von «Bronze, Silber und Gold» über «Weiß der Geier» bis zum titelgebenden Party-Gröler «Wahnsinn» («Waaaaaaahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle? Hölle! Hölle! Hölle!»).
 
Das Direkte, Erdige, Ehrliche, das Petry zugeschrieben wird, wurde auf die Bühne übertragen. Auch in der Art, zu spielen. «Wir versuchen, so echte Menschen wie möglich zu spielen.» so Vera Bolten, und natürlich: Die Musik stehe im Vordergrund. Auch wenn Petry gar nicht so leicht zu singen sei, wie man vielleicht denke. «Man fängt immer tief an - und dann geht es irgendwann sauhoch», erklärt Siegmar Tonk.
Meist geht es darum, dass jemand einen anderen liebt, aber Mist gebaut hat. Dass «Wahnsinn!» auf fruchtbaren Boden fällt, liegt auch daran, dass Petry-Fans nach Ersatz lechzen. Vor mehr als zehn Jahren verkündete der Meister seinen Abschied von der Bühne, heute erkennt man ihn kaum wieder. Mittlerweile singt er auf Englisch als «Pete Wolf». In der Öffentlichkeit macht er sich allerdings rar. Dass er nochmal als der alte «Wolle» auf die Bühne steigt, kann er sich nicht vorstellen. «Alles hat ja seine Zeit und ich glaube nicht, dass diese Zeit nochmal zurückkommt», erklärt er. Das Musical hat er begleitet.
 
Eröffnen wird das Musical mit «Wir sind das Ruhrgebiet».
Karsten (Markus Dietz) und Gabi (Jessica Kessler) sind das zweite Paar.
Beide waren auch schon einmal glücklicher. Er war früher selbst Musiker und sieht die musikalischen Ambitionen seines Sohnes Tobi mehr als kritisch. Dass seine Frau den Jungen unterstützt, stellt die Beziehung auf die Probe. Die beiden sind das typische Ruhrgebietspaar "aus'm Poot" und sprechen so starkes Ruhrgebietsdeutsch, dass schon aufgrund der Intonation fast jeder Satz zum Lacher wird. Dietz ist rollenbedingt eher der ruhige Typ, Kessler die Energiebombe. Beides funktioniert prächtig, so dass sie alle Sympathien auf ihrer Seite haben. Auch gesanglich bleibt bei beiden kein Wunsch offen, wie sie beispielsweise bei "Nichts von alledem" zeigen dürfen.
 
Tobi wird gespielt von Thomas Hohler, seine Freundin Gianna von Dorina Garuci. Aus einem One-Night-Stand wird Verliebtsein. Um das richtig zu entwickeln bleibt wenig Raum, ebenso wie für die Darstellung des Vater-Sohn-Konflikts. Doch im Rahmen der Möglichkeiten gelingt es den Darstellern dennoch gut. Auf jeden Fall bringen Hohler und Garuci pure Lebensfreude auf die Bühne und haben Spaß. Ein Höhepunkt ist, wenn sie in einem viel zu kleinen VW Käfer zum Holzfällerfest "Ho Chi Kaka Ho" fahren und währenddessen das Lied "Gianna" anstimmen. Die einzelnen Wagenteile werden übrigens vom Ensemble gehalten, so dass zusätzlich ein witziger Moment entsteht.
Dann ist noch die Geschichte von Wolf (Mischa Mang) und Jessica (Carina Sandhaus), die sich vor vielen Jahren aus den Augen verloren haben und noch immer aneinander denken. Er hat jetzt eine Whiskeykneipe auf dem Schrottplatz, wo große Teile des ersten Akts spielen, sie eine Wellness-Oase dort, wo das berühmte Holzfällerfest stattfindet. Natürlich landen alle acht Hauptdarsteller durch einen Zufall am Ende dort. Auch Mang und Sandhaus machen das Beste aus ihren Rollen und dürfen im zweiten Akt das schöne "Du bist ein Wunder" anstimmen.
 
Das Bühnenbild dominiert Peters Truck. Fahrerhaus, Ladefläche und Anhänger bilden drei unabhängige Teile. Der Mittelteil beherbergt die siebenköpfige Band unter der Leitung von H.C. Petzoldt, die somit stets sichtbar auf der Bühne ist und immer dann im Fokus ist, wenn Sänger Tobi einen Song performt. Die anderen beiden Fahrzeugteile können per Hand gedreht werden und zeigen immer wieder neue Räume. Gerade für eine Tournee-Produktion klug gemacht.
 
Alexandra Kersten-Spengler

Konzert vom 19.01.19
Support: MOB RULES, GLORYFUL, MASTERS OF DISGUISE, UNHERZ

 

Nachdem ich die Release Shows zu “Midnight Ghost” im letzten Herbst mitfahren durfte, war es an der Zeit, das Package BRAINSTORM / MOB RULES auch mal von der “anderen Seite” zu erleben. Mannheim bot sich für mich an und hier gleich ein Novum auf der Tour, denn es spielten dort fünf anstatt der drei Bands vom Tourpackage. Grund: das „10 Jahre Metal, Beer & Friends by Legion of the Luftbumbe und Wacken : Open : Air - 2.0“ Gruppentreffen. Geschickter Schachzug vom Veranstalter, dieses an die Show anzubinden und diesen ca. 90 Teilnehmern den mit direktem Zugang zur Halle angrenzenden Clubraum dazu zur Verfügung zu stellen. Durch diese Veranstaltung kam es letztendlich auch zur Aufstockung des Billings. Cool, 22 € im VVK also für fünf Bands. Respekt!

 

Den Abend eröffneten UNHERZ. Zu den Deutschrockern mit Homebase Kaiserslautern habe ich seit jeher ein gespaltenes Verhältnis. Zu unser beider Ehrenrettung muss ich diesmal gestehen, dass sie mir hier als „Einmarsch- und Begrüßungskapelle“ echt gut gefallen haben. Hey, das ist nicht abwertend gemeint, sondern positiv! Ich ertappte mich heuer sogar ein paar Mal beim Schauen auf die Bühne und Wippen einer meiner Füße zur Vertonung ihrer ONKELZ meets HOSEN Intuition. Zudem war der Soundtechniker dem 4er diesmal etwas wohlgesonnener als beim letzten Stelldichein an gleicher Stelle.

 

Setlist UNHERZ:
Ganz oder garnicht
Jetzt Ornanie
Der für dich
Narben im Herz
Mein Glas
Schrot und Korn
Seite an Seite

 

MASTERS OF DISGUISE warteten in Mannheim mit einer Premiere auf – die Feuertaufe von Frank Beck (voc., GAMMA RAY, RED RAVEN, MAIDEN UNITED) als Nachfolger für den zu BONFIRE abgewanderten Alexx Stahl.

 

Ein schweres Amt, wenn man mit erkältungstechnisch eingeschränkter Stimme das Erbe des in den Höhen angelegten Songmaterials seines Vorgängers vertonen soll, das sich auf der heutigen Setlist quer durch die Schaffensphasen des 5ers hangelte und mit „Bound To Be Free“ noch ein SAVAGE GRACE Cover bereit hielt. Heute durfte man daher den matschigen Sound als Vorteil für sich verbuchen, denn so fiel dies nicht all zu sehr ins Gewicht. Von Vorteil ist auch, wenn man einen Bassisten wie Mario Lang in seinen Reihen hat, der fortwährend wie ein Irrwisch über die Bühne fegt und nahezu alle Blicke auf sich zieht. Abschließend bleibt festzuhalten: Operation zur Integration des neuen Sängers geglückt, wenn man die Resonanzen des Publikums so deuten vermag.

 

Setlist MASTERS OF DISGUISE:
Intro
Enforcer
Alpha/Omega
Shadows Of Death
Omen
Knutson I
Knutson II
Bound To Be Free


Die Vorgabe, auf der Tour nach Möglichkeit eine Band mit einem Album-Release an Bord zu haben, fand in Form von GLORYFUL statt. Keine schlechte Wahl, denn das Quintett passte zum einen musikalisch recht gut ins Package und zum anderen erfreut sich deren neuer Longplayer „Cult Of Sedna“ medialer Aufmerksamkeit. Die Saitenfraktion der Duisburger Powermetaller agierte über ihre 40-minütige Spielzeit hinweg stimmig, aber auch recht statisch, ja fast schon schüchtern. Außer Sänger Johnny La Bomba, der teilweise sogar Hardcore like zu performen wusste. Vielleicht lag es an der teils sogar thrashigen Auslegung des Songmaterials, aber es dauerte in Mannheim bis zum vorletzten Stück „The Glorriors“, bis so etwas wie Stimmung aufkam.

 

Setlist GLORYFUL:
Cult Of Sedna (Intro)
This Means War
Brothers In Arms
Gloryful’s Tale
For Victory
The Hunt
The Glorriors
Void Of Tomorrow

 

 

Die Melodic Metaller MOB RULES aus Delmenhorst feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Auch wenn mit Sänger Klaus Dirks nur noch ein Gründungsmitglied an Bord ist, so agiert das Sextett doch seit vielen Jahren in der gleichen Besetzung und wirkte auch hier in Mannheim aufeinander eingespielt. Ok, Neuzugang Sönke Jansen (git.) musste beruflich bedingt kurzfristig passen und wurde für die Tour durch den jungen Tristan Wegner (WORDS OF FAREWELL) aus der Nordenhamer Talentschmiede ersetzt.

 

Übrigens nicht sein erster Einsatz als Aushilfe bei MOB RULES, und so agierte er auch recht selbstsicher und darf das Attribut Aktivposten für sich verbuchen, was wie immer eigentlich nur noch Schlagzeuger Nikolas Fritz übertraf. Das durchweg dankbare und aus einer Ecke der Halle lautstark mit „MOB RULES“-Sprechchören feiernde Publikum genoss zum Großteil den einstündigen Auftritt. Dem einen oder anderen mag es aufgefallen sein, der Keyboarder JC Halfbrodt präsentierte (s)ein neues Keyboard. Ein zum Publikum hingewandtes Tastenfeld ermöglicht so dem Zuschauer, auch mal was von Fingerfertigkeit und Tastenspiel zu erhaschen. Festzustellen bei der Show im Connex war auch, dass man gleichermaßen die neuen/aktuellen Stücke wie „Ghost Of A Chance“ oder „Sinister Light“ als auch die älteren und somit bekannteren Songs „My Kingdom Come„ oder „Hollowed Be Thy Name“ abfeierte. Das spricht für ein gutes Songwriting und eben eine stetig sich ausbauende Live-Performance/Umsetzung.

 

Setlist MOB RULES:
Beast Reborn (Intro)
Ghost Of A Chance
Somerled
Black Rain,
Sinister Light
My Kingdom Come
Last Farewell
Children's Crusade
On The Edge
(In The Land Of) Wind And Rain
Hollowed Be Thy Name

 

BRAINSTORM – beste Unterhaltung – tolle Setlist - wie immer ausgelassene Stimmung. Alles gesagt, Punkt, fertig. Na, ganz so kommentarlos gingen die 105 Konzertminuten dann doch nicht vorbei. Nach der ersten lautstarken Duftmarke des Publikums zu „World's Are Coming Through” wussten die Mannen um den gesundheitlich noch angeschlagenen singenden Moderator Andy B. Franck, was hier in Mannheim ging und man leisten musste, um die 350 Mann/Frau starke Crowd bei Laune zu halten.

 

Selbst eine kurzzeitige Panne bei „Highs Without Lows“, hier musste Thorsten „Todde“ Ihlenfeld seine Klampfe tauschen, und sofort merkte man dem Stück die fehlende 2. Gitarre an, tat dem aber keinen Abbruch. Wie schon bei den Release-Shows festzustellen war, kam das neue „Midnight Ghost“-Material live auch in Monnem gut an. „The Pyre”, “Jeanne Boulet” und auch “Ravenous Minds“ wurden vom Publikum regelrecht abgefeiert. „All Those Words”, traditionell mit dem Publikumschor, untermauerte dies einmal mehr. Auch wenn am Merchandise mal wieder alte Schätze in Form von Shirts/Longslesves aus der „Soul Temptation“-Ära zu ergattern waren, fand sich auf der Setlist als ältester Song nur „Under Lights“ vom „Metus Mortis“-Album 2001 wieder. Sehr schade, aber nachvollziehbar. So bleibt mir hier wieder mal nur die Hoffnung und die Vorfreude auf den Live-Augenschmaus um die Herren Toni Leva (Ex-FARMER BOYS, EX-LETTER X) mit seiner Bass-Performance und das präzise Drumming von Dieter Bernert an seinem über 20k teuren Drumset bei den anstehenden Sommerfestivals. Trotzdem, schee war’s wieder. Danke Jungs!

 

Setlist BRAINSTORM:
Intro
Devil's Eye
World's Are Coming Through
Falling Spiral Down
When Pain Becomes Real
Shiva's Tears
Revealing The Darkness
In These Walls
Highs Without Lows
The Pyre
Jeanne Boulet
All Those Words
Firesoul
Ravenous Minds
The World To See
Fire Walk With Me
Under Lights

 

Bericht Mike Langer

 

Vorankündigung: Das ist Wahnsinn!


Das Musical mit den Hits von Wolfgang Petry vom 12.02.-24.02.2019 in Frankfurt
 
 
Vor nahezu 20 Jahren hat Wolfgang Petry die großen Bühnen der Welt verlassen und sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Sein musikalisches Lebenswerk jedoch ist immer noch allgegenwärtig.
Seine schnellen Rhythmen und eindringlichen Liedtexte sind Stimmungsmacher auf jeder Party. Mit weit über 20 Millionen verkauften Alben ist und bleibt er einer der erfolgreichsten deutschen Interpreten und Songwriter überhaupt. Seine Stimme ist unvergleichlich. Die Sehnsucht seiner Fans nach Live-Erlebnissen mit seinen Hits ist riesengroß. Im September 2016 feierte „Wolle“ seinen 65. Geburtstag, was die Macher von „WAHNSINN!“ zum Anlass nahmen, ihm ein besonderes Geschenk zu machen: Wolfgang Petrys Songs finden den Weg zurück auf die große Showbühne.
„WAHNSINN!“ ist ein Gute-Laune-Musical. Ein Stück zum Spaßhaben und eine Geschichte mit großen Gefühlen, über Freundschaft und Familie und die Höhen und Tiefen, die das Jungfühlen, das Erwachsensein, das Leben – so wie es ist – mit sich bringt: Eine emotionale, humorvolle und turbulente Story, eingebettet in über 25 Hits von Wolfgang Petry, wie „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“, „Der Himmel brennt“, „Weiß der Geier“, „Du bist ein Wunder“, „Ganz oder gar nicht“, „Bronze, Silber und Gold“, „Sieben Tage, sieben Nächte“, „Gianna”, „Nur ein kleines Stück Papier“ und natürlich der Titelsong “Wahnsinn“.
Vier Paare – wie wir und ihr – erleben eine Achterbahn der Gefühle. Sie gehen durch die „Hölle“ und zurück, streiten und versöhnen sich, stehen sich selbst im Weg und wachsen über sich hinaus. Alltagstrott, Sehnsucht, Liebe und verpasste Träume. Eine Live-Show mit einer stattlichen Portion Romantik, ansteckender Leichtigkeit und großen Emotionen. Irrungen und Wirrungen stehen auf der Tagesordnung und alles, um am Ende zu erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt.
 
„WAHNSINN!“ ist das erste Party-Schlager-Musical der Welt. Die Geschichte voller Herz und Rhythmus, die ab dem 12.02.2019 in Frankfurt  spielt, stammt aus der Feder des renommierten Autoren-Duos Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth. Das Erfolgsteam hat schon mit „Heiße Ecke“, „Der Schuh des Manitu“ und „Das Wunder von Bern“ seine außergewöhnlichen Qualitäten bei der Entwicklung von großartigen Musicals bewiesen. Mit über 5 Mio. Zuschauern in bisher zehn Musicals sind die beiden derzeit die erfolgreichsten Musical-Autoren ihrer Generation. Gil Mehmert (u.a. „Das Wunder von Bern“) führt die Regie und Sebastian de Domenico übernimmt die musikalische Leitung.
Wolfgang Petry begleitet kontinuierlich die Entwicklung des Stückes und ist neben seinen Millionen Fans, wohl am meisten gespannt, wie sich seine Partyhits auf der Musical-Bühne bewähren. Bei einem ersten Workshop zur Show zeigte sich der Star sichtlich berührt: „Ich wusste ja nicht, was mich erwartet, aber ich finde es großartig, was hier aus meiner Musik gemacht wird. Ich habe gelacht, sogar geweint und bin begeistert.“ Über zwei Stunden Spaß, Stimmung und grandiose Unterhaltung sind garantiert. Die größten Petry-Hits live, Herzklopfen und eine Party voller Power auf der Theaterbühne: das ist Wahnsinn! 
 
05.02. bis 10.02.2019 Hamburg Mehr! Theater am Großmarkt 
12.02. bis  24.02.2019 Frankfurt Jahrhunderthalle 
26.02. und 27.02.2019 Erfurt Messe 
01.03. bis  03.03.2019 Chemnitz Stadthalle 
06.03. bis  31.03.2019 Köln Musical Dome 
16.04. bis  21.04.2019 Bremen Metropol Theater 
23.04. bis  05.05.2019 Essen Colosseum Theater 
07.05. bis  12.05.2019 Hannover Theater am Aegi 
15.05. bis  26.05.2019 München Deutsches Theater

 

A. Kersten-Spengler

Pur – zwischen den Welten – in Köln am 12.12.2018

Wenn man seit 39 Jahren zusammen Musik macht, hat man das eine oder andere bereits hinter sich gebracht. Sänger Hartmut Engler und Bassist Joe Crawford sind tatsächlich nächstes Jahr vier Dekaden lang in der gleichen Band am Start und haben immer noch Spaß an ihrem Beruf. Leider fehlt der an Krebs erkrankte Keyboarder Ingo Reidl, der 2019 bereits 44 Jahre dabei wäre. Er soll aber im Sommer auf die Open Air-Bühnen zurückkehren. Dieses Jahr gibt es aber Indoor 13 Termine, bevor 2018 Adieu sagt. Auch in Köln bringen Pur in einer Besetzung mit sieben Personen auch die Lanxess Arena zum Beben. 

Eine runde Bühne im Herzen der Halle, nämlich in der Mitte des Innenraums. So wird der Abstand auch zu den Fans in der letzten Reihe verkleinert und alle haben das Gefühl, ganz nah dabei sein zu dürfen. Das Publikum ist generationsübergreifend vom Enkel, zur Mutter bis hin zur Großmutter vertreten. Mit sieben Nummer 1-Alben und knapp sieben Millionen verkauften Tonträgern ist das Interesse stets groß genug geblieben. Um 20:10 und somit fast pünktlich dringt die Stimme Englers durch die Boxen, er grüßt aus der Umkleide und weist darauf hin, dass in wenigen Sekunden das Konzert losgeht. Und in der Tat dauert es nur noch ein paar Augenblicke. Engler betritt als erster die Bühne, stellt sich auf das leicht angehobene Podest in der Mitte der Bühne Nach und nach bekommt die Bühne mehr Bandmitglieder zu sehen .

Pur war nie eine Gruppe, die sich leicht in eine Schublade stecken lässt. Für Schlager stets zu Rockig, für deutschen Singlecharts-Pop irgendwie zu unkommerziell, für Singer/Songwriter zu mitsingtauglich. Auch in den Zeiten, in denen Deutsch-Pop alles andere als im Trend war, sind sie stets ihrer Muttersprache treugeblieben. Nur so ist auch nach einer derartig langen Bandgeschichte dieses Publikum erklärbar. Mit knapp 30 Songs ist die Setlist vollgepackt bis obenhin, gleich 150 Minuten lang wird gespielt. Acht Lieder sind von dem neuen Album „Zwischen den Welten“, das auch optisch als zentrale Figur dient. Hartmut erklärt, daß der heutige Abend eine Zeitreise zwischen den alten Liedern und den neuen sein wird „zwischen den Welten“.Über der Bühne gibt es ebenfalls  Leinwände, auf denen Galaxien und Sternenhimmel abgebildet werden. Zwischenzeitlich sehen wir Liveübertragungen von der Bühne, Bildaufnahmen aus der Studiosession oder auch politische Messages auf technisch anspruchsvollem Niveau, eingehüllt in warmen Farben.

Gerade die Sozialkritik ist ein Bestandteil, der nicht fehlen darf. Frontmann Engler betont, dass kritische Songs wie „Bis der Wind sich dreht“ und „Neue Brücken“ seit 20 Jahren von ihnen gespielt werden und es schade ist, dass sie selten so aktuell waren. Er verkleidet sich für diese und einige andere Songs, trägt bei „Indianer“ den bekannten Kopfschmuck, bei „Abenteuerland“ den Mantel aus der passenden Zeit. Außerdem wird viel mit den restlichen Bandleuten agiert, fast jeder Song anmoderiert und stets Raum fürs Publikum gelassen. Nicht selten darf dies die Leadstimme übernehmen, teilweise minutenlang.

Max Giesinger war ein Überraschungsgast, der mit tosendem Applaus empfangen wurde. Doch damit nicht alles, auch Nelson Müller, der nicht nur als Sternekoch fungiert, war einer der Überraschungsgäste. Last but noch least Daniel Wirtz, der auch schon bei „sing meinen Song“ den Titel „wenn sie diesen Tango hört“ in seiner fantastischen Version präsentierte.

Erstaunlich, welch eine Hitquote die Show zu bieten hat. „Wenn du da bist“, „Ein graues Haar“, „Ich lieb‘ dich (egal wie das klingt)“, „Lena“, „Hab‘ mich wieder mal an dir betrunken“, „Funkelperlenaugen“ – alle sind dabei und werden mit lauten Fanchören zu Highlights. Hier und da funkeln einige Augen tatsächlich vor Freude. Menschen liegen sich in den Armen und scheinen emotional sehr ergriffen zu sein. Da kommen bei den besonders intimen Momenten, in denen jeder im Raum ein paar Worte mitsingt, definitiv Schauer auf, die wohlig den Rücken herunterlaufen. „Wenn sie diesen Tango hört“ ist Englers Mutter gewidmet, die mit 91 Jahren von ihm ging, „Geweint vor Glück“ geht mit Pianosounds besonders tief. Abgerundet wird das gut-tuende Konzert durch zwei Konfettibomben, einem Handylichterhimmel und gleich sechs Zugaben. Die Band bedankt sich mehrmals für das aufmerksame Publikum und verspricht jetzt schon, im Sommer ähnliches wieder zu bieten.

A. Kersten-Spengler

 

Patricia Kelly „Blessed Christmas“ im Capitol in Mannheim

11. Dezember 2018

Patricia Kelly bescherte ihrem Publikum mit dem “Blessed Christmas”- Konzert ein ganz besonders emotionales Erlebnis.

Wichtig ist ihr die Nähe vom Publikum in einer besonders feierlichen Atmosphäre im kleinen Rahmen.

Die Frau mit der Gänsehaut-Stimme entführt das Publikum in eine emotionale vorweihnachtliche Stimmung. Es war ihr Wunsch, diese Tour ganz bewusst im minimalistischen, intimen Rahmen zu gestalten.

Bereits im zehnten Jahr ihrer Solokarriere tourt die Sängerin, Musikerin und Songwriterin wieder in elf besonders ausgewählten Locations durch Deutschland.

Sie präsentierte persönlich ausgewählte Stücke, welche diese besondere Atmosphäre wiedergeben wie z.B. „es ist ein Ros entsprungen“ aber auch zahlreiche eigene Kompositionen, begleitet von Musikern am Flügel, Cello und Gitarren. Dabei bezieht sie sowohl deutsche, wie auch amerikanische und sogar spanische Weihnachtslieder mit ein und das in einer ganz besonderen Version. Doch wer denkt, das dies ein rein melancholisches Weihnachtskonzert ist, hat sich hier getäuscht. Patricia zeigt ihr grandioses Temperament in ihren Liedern, sie reißt das Publikum förmlich von den Stühlen. Begeisterung war besonders in einigen Kelly Versionen zu spüren. „An Angel“ wurde vom Publikumschor lautstark begleitet.

Der Abend war für Jung und Alt eine musikalische Mischung aus feierlichen Stücken bis hin zu mitreißenden temperamentvollen Darbietungen. Patricia liebt die Nähe zum Publikum und bezieht dieses voll und ganz mit ein.

Konzertbericht The Dublin Legends – November und Dezember 2018

 

Wo soll ich anfangen? Ich weiß es nicht. Es ist einfach immer wieder schön… Denn auch in diesem Winter war es wieder so weit: „The Dublin Legends“ sind quer durch Deutschland unterwegs und wir waren für euch gleich zweimal mit dabei. In Dreieich spielten sie in der Stadthalle und in Bochum in der Christuskirche.

In der Stadthalle in Dreieich kennen wir uns nach einigen Jahren mittlerweile aus. Und so konnten wir schon im Vorfeld ins Warme. Der Grund war das Warten auf unseren Interviewtermin mit Shay Kavanagh. Letztes Jahr war er aufgrund des Ausfalls und leider auch des späteren Versterbens von Eamonn Campell in die Formation gestoßen und hat sich nun, ein Jahr später, gut eingelebt.

Im Interview erzählt er uns seine Begegnungen mit den Dubliners und den Dublin Legends in den vergangenen Jahren und wie es nun letztendlich zu diesem dauerhaften Zusammenschluss kam. Details sind im Videointerview zu erfahren.

Und die beiden Konzerte selbst… was sollen wir sagen… es ist einfach immer wieder schön. Die Herren spielen einfach tollen irischen Folk und begeistern alle von jung bis alt. In der Stadthalle geht es dank Garderobenaufbewahrung, Bier und Wein samt Brezeln im Foyer schon fast luxuriös zu. Und die Bühne ist die einer Stadthalle echt würdig. Die Lichteffekte können die Musik wie gewünscht unterstreichen und die Bestuhlung ist detailliert geplant und nummeriert.

Dennoch war ich persönlich auf das Konzert in der Kirche gespannter. Denn vor drei Jahren spielten die Herren in einer Kirche in Frankfurt. Und das war einfach der Wahnsinn. Die Atmosphäre war einfach eine ganz andere. Zudem war der Klang auch sehr speziell. So, oder so, ich freute mich. Und diese Freude sollte auch belohnt werden. Getränke wurden an einer provisorisch erstellten Theke verkauft, das Publikum saß mit quasi freier Platzwahl irgendwo in den Kirchenbänken, die Jacken wurden je nach Gegebenheit verstaut und „The Dublin Legends“ spielten im Altarraum. Und man glaubt es eigentlich kaum. Die Stimmung in der Kirche war von Beginn an feierfreudiger.

Generell waren beide Konzerte mehr als gelungen. Dies beweisen diverse Aussagen wie: „Ich mag das einfach. Und live ist es einfach immer noch wieder was Besonderes.“ Aber auch Faszination ist immer wieder zu spüren: „Wie kann man denn mit fast achtzig Jahren noch so eine Stimme haben?“ Tom hat das Ganze auch wie immer hervorragend abgemischt. Ein guter Tontechniker ist ebenfalls ein Segen.

Und die Nähe zum Publikum suchen die Dublin Legends ja eh nach jedem Konzert. Rainer steht sogar schon in den Pausen parat um das ein oder andere Andenken in Form von CDs und T-shirts anzubieten. Und auch die kurzen Warteminuten nach dem Konzert, bis die Herren sich zu ihren Fans gesellen, überbrückt er immer perfekt. Er ist einfach der „stille“ und zurückhaltende Mann im Hintergrund und organisiert von dort. Welch Herzblut er jedes Jahr in diese Tour steckt, ist einfach unbezahlbar und vor allem auch nicht wirklich vorstellbar. Ich denke ein riesen DANKESCHÖN im Namen aller ist in diesem Moment mehr als angebracht. Demnach: DANKESCHÖN!!!!!!!!

Und nach dem Konzert kommt für jeden Fan das nächste Highlight. Ganz unauffällig, still und leise mischen sich die Vier mitten unter ihre Fans. Sie signieren T-Shirts, CDs, Tourplakate, Eintrittskarten und und und. Und natürlich halten sie mit jedem einen Smalltalk, scherzen und grinsen mal freundlich und mal frech mit ihren Fans gemeinsam in die Kamera. Und das Schönste an der Sache ist: Sie haben Zeit. Zumindest wirken sie ohne jeglichen Termindruck. Und demnach wundert es mich nicht, dass wir nicht die einzigen sind, die begeistert sind und jedes Jahr aufs Neue zu ihren Konzerten gelockt werden. Denn die Gespräche und das Interesse ist nicht nur Schein, sondern auch Sein. Es ist echt und die Fragen ehrlich. Und zudem sieht man immer wieder die Begeisterung in ihren Augen, wenn das Publikum sich freut und einen tollen Abend, sowohl musikalisch, als auch später menschlich, mit ihnen feiert und genießt.

In diesem Sinne: DANKE an alle und bis zum nächsten Jahr!

Konzertbericht – Pavlov´s Dog – Karlsruhe – Jubez – 10.11.2018

Zunächst hatten wir uns monatelang im Voraus Karten für dieses Konzert gekauft, denn Pavlov´s Dog ist endlich wieder auf Tour. Jahrelang war es ruhig. Die markante Stimme von David Surkamp war nicht mehr mit neuen Titeln zu hören. Und mittendrin gab es dann auch noch diverse Gerüchte um einen schlimmen Tod.

Aber jetzt könnte alles gut werden, so unsere Gedanken. Aber, natürlich kommt nichts, wie erwartet. Nur diesmal wurde es besser:

Wir hatten die Möglichkeit David am frühen Abend vor dem Konzert zu interviewen. Treffpunkt war in der Hotellobby. Und er war genau pünktlich da, so dass das Interview völlig stressfrei und entspannt geführt werden konnte. Wir erfuhren viel über die Entstehung seiner Songs als Teil seines Lebens, über die Entwicklung der Songs bis hin zur endgültigen Studioaufnahme, über den mehr als löblichen Grund seiner 10järigen Tourpause (Er wollte seine Tochter aufwachsen sehen), dass Tina Turner eine seiner Idole ist, und und und. Details sind im Videointerview zu erfahren.

Später ging es dann ein paar Meter zu Fuß zum Jubez. Dort fanden wir den Merchandisestand mit allerlei CDs, T-Shirts,…

Und das Konzert an sich war natürlich wie erwartet grandios. Wir konnten „Klassiker“ wie „Julia“, „Late November“ und „Valkerie“ mit allen Fans genießen. Aber auch einige Songs (u.a. „Paris“, „Easter Day“ und „Waterlow“) des neuen Albums wurden vorgestellt. Das Album ist nach acht Jahren das erste neue Album der Band und wird am 7. Dezember veröffentlicht. Details hierzu sind in der Review zu finden.

Aber zurück zum Konzert selbst. Die Stimme von David Surkamp ist immer noch genauso markant und „fast“ einzigartig. Zudem wurde er von seiner Frau gesanglich begleitet und unterstützt. Des Weiteren waren eine grandiose Geigerin, ein Basser, ein Keyboarder und ein Drummer (im Übrigen ein Deutscher) mit von der Partie und sorgten für ordentlich Klang. Neue wie alte Songs wurden mit einer enormen Spielfreude präsentiert, was das Publikum mit anhaltendem Applaus honorierte. Ein Konzert auf das wir uns sehr lange gefreut haben und das alle Erwartungen erfüllt hat.

Alles in allem war dieser Abend einfach toll und hat sich von Anfang bis Ende gelohnt.

Vielen Dank!

Nightwish in der Festhalle Frankfurt

05.12.2018 – Meterhohe Feuer-Fontänen züngeln Richtung Hallendecke, Raketen fliegen durch die Luft, Feuerwerkstropfen fallen von der Decke. Es zischt, knallt und ist so heiß, dass selbst die Ränge die Hitze spüren. Die Bühne, auf der das Sextett steht, ist eine einzige riesige Video-Leinwand, auf der zu den Songs passende Projektionen und Videos gezeigt werden. NIGHTWISH, die auf ihrer "Decades"-Tour Halt in Frankfurt machen und den 14.000 angereisten Fans eine spektakuläre Show bieten – nicht nur optisch, sondern auch (und vor allem) musikalisch.

Sanfter Beginn, bis es so richtig kracht

Nach dem Ablauf des Countdowns werden die sehnsüchtig wartenden Fans von der sanften Melodie aus "Swanheart" überrascht, die Troy Donockley gefühlvoll anstimmt. Erst nach seinem Solo eröffnet das Duo "Dark Chest Of Wonders" und "Wish I Had An Angel" vom 2004er "Once" die spektakuläre Zeitreise in die NIGHTWISH-Historie. Viele der Songs wurden seit Jahren nicht live gespielt, erst recht nicht in dieser Konstellation. Besonders Anhänger der Tarja-Phase dürfen sich in den zwei Stunden, die der Auftritt dauert, über kraftvolle Darbietungen früher NIGHTWISH-Perlen und Raritäten freuen.

Floor Jansen, die perfekte Mischung aus wunderhübscher Frontlady und rockender Rampensau, interpretiert die alten Songs atemberaubend gut.

Mit dem völlig unterbewerteten "10th Man Down", "Come Cover Me" und "Gethsemane" greift das Symphonic-Sextett tief in die NIGHTWISH-Schatzkiste, bevor mit "Élan" eine der wenigen neueren und eher verzichtbaren, aber stark abgefeierten Nummern vorgetragen wird. "Sacrament Of Wilderness", "Deep Silent Complete", die zu Tränen rührende Gänsehaut-Ballade "Dead Boy's Poem" und eine betörende Version des "Angels Fall First"-Openers "Elvenpath" läuten die nächste Runde an Klassikern ein, nach denen sich Hardcore-Fans die Finger lecken. Das eingängige "I Want My Tears Back" lässt die Meute tanzen, "Last Ride Of The Day" versprüht pure Epik.

Bunt gemischte Setlist mit Augenmerk auf frühe NIGHTWISH-Songs

Nach dem "Imaginaerum"-Doppel folgen die nächsten ewig nicht gespielten Nummern. Im uralten "The Carpenter" übernimmt Troy Donockley den männlichen Gesangspart, in "The Kinslayer" und dem düsteren "Devil & The Deep Dark Ocean" ist Marco Hietala dran. Mit "Nemo" und dem ewig guten "Slaying The Dreamer", hauen NIGHTWISH weiter auf den Putz, ohne sich und den Fans eine wirkliche Pause zu gönnen.

Mit den ersten drei Parts aus "The Greatest Show On Earth" geben NIGHTWISH noch mal alles: Tuomas Holopainen verliert sich im Intro des Magnum Opus aus "Endless Forms Most Beautiful" völlig, während ihn Troy Donockley auf der Gitarre begleitet; Emppu Vuorinen rifft und soliert mit traumwandlerischer Sicherheit, während Marco Hietala seinen Bass schreddert, Kai Hahto drischt auf die Felle und Floor Jansen lässt sich von dem Publikum aus der Hand fressen. "Ghost Love Score", die perfekte Demonstration des NIGHTWISH-Sounds, beendet den Abend so dramatisch, wie er begann: Mit Feuer und Pyros, purer Leidenschaft und jeder Menge glücklicher Gesichter auf der Bühne und im Publikum.

"Decades Tour 2018": Eine ganz besondere Konzertreise

Spätestens nach Konzertende wird vielen Fans bewusst, dass die "Decades"-Tour eine ganz besondere Konzertreise ist, die man so vermutlich nicht noch mal erleben wird.

Setlist NIGHTWISH

 

Swanheart (performed by Troy Donockley)
Dark Chest of Wonders
Wish I Had an Angel
10th Man Down
Come Cover Me
Gethsemane
Élan
Sacrament of Wilderness
Dead Boy's Poem
Elvenjig
Elvenpath
I Want My Tears Back
Last Ride of the Day
The Carpenter
The Kinslayer
Devil & The Deep Dark Ocean
Nemo
Slaying the Dreamer
The Greatest Show on Earth (Chapters I-III)
Ghost Love Score 

Alexandra Kersten-Spengler

Beast in Black als Vorgruppe von Nightwish in der Frankfurter Festhalle

Im Vorprogramm spielte am 05.12.2018 die ebenfalls aus Finnland stammende Band Beast in Black um den ehemaligen Battle Beast Gitarristen Anton Kabanen. Namentlich offensichtlich an seiner vorherigen Band orientiert, will Kabanen seine bisherigen Visionen fortführen. Hierzu hat er sich mit teils ehemaligen Bandmitgliedern von U.D.O., Wardrum, Wisdom und Brymir zusammengeschlossen und mit Berserker (Veröffentlichung 3. November 2017) ein Debütalbum eingespielt. Die acht Songs umfassende Setlist stammte komplett vom Erstlingswerk.  Das nächste Album steht in den Startlöchern und wird im Februar 2019 erscheinen.

Musikalisch bewegen sich Beast in Black  zwischen Heavy Metal und Powermetal mit teils sehr hohen Gesangseinlagen von Sänger Yannis Papadopoulos.  In ihren rund 45 Minuten Spielzeit zeigten sie große Spielfreude. 2019 folgt ihre eigene Tour, die sehr vielversprechend ist.

Setlist BEAST IN BLACK @ Frankfurter Festhalle (05.12.2018)

01. Beast in Black
02. Eternal Fire
03. Blood of a Lion
04. The Fifth Angel
05. Ghost in the Rain
06. Crazy, Mad, Insane
07. Blind and Frozen
08.
End of the World

Bericht und Photos: Alexandra Kersten-Spengler

Santiano live in Dortmund

Für bombastische Stimmung in der Dortmunder Westfalenhalle sorgte Santiano gestern am 29.11.2018. „Könnt ihr mich hören“ gefolgt von „Gott muss ein Seemann sein“ stimmte Santiano das Publikum in das Gefühl, tosende Wellen, Salzwasser sowie das Aufbäumen eines Schiffes im Sturm ein.

Santiano live ist eine Naturgewalt, man fühlt sich „hoch in den Norden“ versetzt, mit kreischen der Möwen, mit peitschendem Wind. „Wir für Euch – Ihr für uns“ zeigte sehr deutlich die Werte Zusammenhalt, Mannschaftsgeist. Auch das Thema „Freiheit“ in jeglicher Hinsicht wurde dem Publikum sehr deutlich gemacht.

Mit zusammen gerechnet 450 Wochen sind Santiano die am längsten in den deutschen Charts platzierte Band der vergangenen fünf Jahre. Da die Arena-Tournee „Im Auge des Sturms – Live 2018“ in sämtliche Hallen ausverkauft waren, gibt es nun weitere Live-Termine, der Auftakt machte gestern Dortmund.

Santiano verbindet Generationen….von ganz jung bis zum gesetzteren Alter, was man auch bei den Konzerten spürt. Die Band besitzt die Gabe, in den richtigen Momenten aufs Tempo zu drücken, zum richtigen Zeitpunkt inne zu halten und genau an der richtigen Stelle wieder in den Sturm zu steuern.

Alexandra Kersten-Spengler

Konzertbericht: Motorjesus  Autumn Tree  Ignition

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer hier nicht dabei war, ist selbst schuld gewesen. Donnerstag der 22.11.2018 Ort, ganz klar der MS Connexion Complex, wenn man zu dieser Location fährt, weiß man, der Abend geht vorwärts. Mit Headliner Motorjesus ist schon absolut nicht viel falsch gemacht und wenn man dann noch das Glück hat einen so geilen Support dabei zu haben, macht das Leben als Headliner sicher auch Spaß!

Die rede ist von der Mannheimer Band Autumn Tree, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte. Mit Ihrem Southern Hard Rock passten Sie aber wie eine eins auf den Slot der Support Band. Im Gepäck die Songs Ihrer EP All You Need is My Voodoo, haben sie direkt gezeigt, was hier heute Abend geht. 

Autumn Tree hat das Publikum direkt mitgenommen und man könnte nicht meinen, dass die Jungs hier erst seit 2016 am Start sind. Für mich klares Highlight der Band der Song Sinner Or Saint, das Ding hat richtig Spaß gebracht und wenn es innerhalb der ersten 30 Minuten Durchgedrehte gibt, ist der Auftrag, Support klar erledigt. Ich bin mir sicher für die 5 Jungs aus Mannheim ist die Reise noch lange nicht vorbei und freue mich sie erneut zu sehen, vielleicht ja dann schon als Special Guest.

Als Special Guest kam niemand geringeres als die Band Ignition aus Duisburg. Die Kombo steht für modern Power Metal ohne jegliche Scheuklappen. Mit griffigem Gitarrensound und der starken Stimme des Fronters Dennis Marschallik war der Act vor Motorjesus ganz klar gut und solide besetzt, Nun war die Meute warm für den Headliner des Abends.

Es wurde Zeit dem Heiland von Gas und Öl zu preisen, Motorjesus knallten wie ein V8 im Dragrace die Viertelmeile lang, als gäbe es kein Morgen. Betankt waren die Herren mit Race to Resurrection dem neusten Album der Band. Von der ersten Sekunde an wurde die Crowd mitgenommen auf den „Speedway Sanctuary“ und die Kombo zeigte genau das wofür man sie kennt schätzt und lieben gelernt hat 100% kompromisslos „Genickschmerzen“ bei allen Anwesenden.  

Um das Feuer noch weiter anzufachen, wurden Klassiker gebracht wie „Fist oft he Dragon“ oder das Pfund „Motor Discipline“ und es freut mich zu berichten, dass von der ersten Minute bis zum Ende die Hütte abgerissen wurde.  Es ist noch früh auf der Tour und jeder, der bislang nicht wusste ob er ein paar Euro hier investieren soll, sei gesagt! Wenn euer Abend aus Motorgeräuschen, Fettem Sound geiler Performance Vollgas Rock & Roll mit ‘nem kühlen Blonden aussehen soll, ist das euer Abend bei den kommenden Shows. Klare Empfehlung. Motorjesus war, ist und ich bin mir sicher bleiben DER MOTOR in Sachen Heavy Rock aus Deutschland…. Cheers war geil !