The Dublin Legends – Paderborn / Paderhalle – 23.11.2019

Ein langer Weg nach Paderborn….aber eine Band, für die sich jede Anreise lohnt. The Dublin Legends sind die „Nachfolgeband“ der Dubliners, in der noch heute langjährige, ehemalige Mitglieder die Musik der Dubliners zelebrieren. In jedem Fall vergisst niemand die Aura, die diese Band ausstrahlt und die Kraft, mit der sie die Songs noch immer einem dankbaren Publikum vortragen

 

Seán Cannon ist mittlerweile 79 Jahre alt und trägt die Songs, die er singt mit großer Inbrunst dar, so wie er es auch von 1982 bis 2012 bei den Dubliners getan hat. Neben ihm steht Gerry O´Connor, der zum Schluss bei den Dubliners den verstorbenen Barney McKenna ersetzt hat. Er stand aber auch mit anderen Größen des Musikgeschäfts auf der Bühne. So spielte er unter anderem bei den Waterboys und dem legendären Joe Bonamassa. Paul Watchorn ist ebenfalls Mitglied der Dublin Legends. Sein Bruder Patsy Watchorn spielte früher bei den Dubliners und brachte ihn mit den Dublin Legends in Verbindung, bei denen er Gründungsmitglied war. Als vierter Mann steht Shay Kavanagh. Er spielte bei den Dublin City Ramblers und ersetzte Eamon Campell nach seinem Tod bei den Dublin Legends.

 

Was alle vier Musiker ausmacht ist ihre herzliche und offene Art. Einige konnte ich bereits in der Zeit der Dubliners kennenlernen und die Stimmung bei den Dublin Legends unterscheidet sich nicht im geringsten von den alten Dubliners….ebenso wenig im Konzertsaal, wie hinter der Bühne, wo immer Zeit für ein Gespräch, ein zwei Whiskys oder einige Gläser Wein ist.

 

Paderborn hat es 2019 gut getroffen und die Band spielte viele Klassiker. So fehlte weder „Molly Malone“ noch „Whisky In The Jar“. Aber auch viele andere Stücke gaben sie zum Besten. Nennen möchte ich „The Fields Of Athenry“, „Dicey Reilly“, „Irish Rover“, „Seven Drunken Nights“, „Dirty Old Town“, „Spanish Lady“, „The Rocky Road to Dublin“, „Rumblin Rover“, „The Wild Rover“ und „The Black Velvet Band“.

 

Das Publikum gab Standing Ovations nach dem zweiten Set und die Herren kamen nicht umhin zwei weitere Zugabe n zu spielen. Danach gab das Publikum noch immer nicht auf und die Band spielte ein letztes Stück als zweite Zugabe. Ein unvergessener Abend mit vielen schönen Momenten.

 

Noch zu erwähnen sind einige der Ansagen, die Seán gemacht hat. Vor der Pause sagte er dem Publikum „…..we are go backstage for a short Pause….and there waiting drei Gläser heiße Schokolade“. Seán ist bekannt für seine „Denglischen“ Ansagen, genauso, wie er vor „Whisky In the Jar“ gerne erwähnt, dass die Band nun einen Song von „Metallica“ spielt, bzw. von „Thin Lizzy“, was immer für Gelächter im Publikum sorgt.

 

In Paderborn erzählte er zudem eine schöne Geschichte über Barney McKenna. Seán fuhr damals mit ihm nach einer Kneipentour durch Dublin und leider kam es dazu, dass die Polizei sie anhielt. Der Polizist fragte Barney am Steuer natürlich ob er etwas getrunken habe. Barney antwortete ihm, dass er dies sehr genau wisse, es seien 12 Pint Guiness gewesen. Der Polizist war entsetzt und sagte zu Barney, dass er sich nun sofort einem Alkoholtest unterziehen müsse, worauf Barney ihn genauso entsetzt fragte, ob er ihm nicht glauben würde.

 

Es ist nicht verwunderlich, dass die Songs der Band sich häufig um das Trinken drehen. Wer einmal in Irland oder Schottland war, weiß wie hoch die Pubkultur dort gehalten wird. Eine Band wie die Dublin Legends stehen für dieses Lebensgefühl wie keine andere Irish-Folk-Band der modernen Zeit. Es sollte sich keiner die Konzerte der Band entgehen lassen. Ein Augen- und Ohrenschmaus und in jedem Fall ein Abend voller guter Laune.

 

Ein Dank an Seán, Gerry, Paul und Shay….und natürlich auch an Rainer, die gute Seele der Band, die auf der Tour die T-Shirts, CD´s und Platten verkauft. Wir sehen uns im nächsten Jahr!!!!

 

SILLY analog im Kurfürstlichen Schloß in Mainz am 01.12.2019

10 Alben – 10 Städte – 10 Shows


Silly ist eine
deutsche  Rockband  aus der ehemaligen DDR, die 1978 in Ost-Berlin gegründet und mit der Sängerin Tamara Danz populär wurde. Tamara starb mit gerade mal 43 Jahren, nachdem sie den Kampf gegen den Krebs verloren hatte. Ihr größter Wunsch war es, das nicht auch noch Silly sterben sondern weiter leben solle. Die damaligen Songs von Silly sind meist sehr poetisch und haben versteckte Andeutungen, die sich – vorbei an der Zensur – mit den Lebensumständen in der DDR kritisch auseinandersetzen.  In der Nachwende-Zeit, bauten sie ganz bewusst  beim Texten und Komponieren sogenannte „Grüne Elefanten“ in die Lieder ein, Textstücke also, die so übertrieben und kritisch waren, dass sie garantiert von der Zensur angegangen wurden. Neben diesen Übertreibungen konnten dann kleinere, verstecktere Andeutungen, die das bewusst hörende Publikum durchaus wahrnahm, im Text verbleiben. Provokant also von Anfang an.

Ihre Texte erzählen vom Glauben an die Liebe, von Sehnsüchten des Lebens und von Menschen wie du und ich. Silly ist authentisch, sie sind sich und ihrem Stil immer treu geblieben, haben sich von niemandem „glatt bügeln“  oder sich in eine andere Musikrichtung drücken lassen.

40 Jahre Silly – das ist ein Grund zum Feiern und für die Band Anlass genug, einmal mehr zu überraschen und zwar mit einer ganz besonderen Tour:

Im Laufe der erfolgreichen Silly-Geschichte sind 10 Studioalben entstanden, mit weit über 100 Titeln, darunter Ohrwürmer und fast schon Klassiker wie „Bataillon d’Amour“, „Mont Klamott“, „Die wilde Mathilde“ oder „Alles rot“. Doch in einem normalen Konzertprogramm findet immer nur eine bestimmte Anzahl von Songs ihren Platz und so wurden viele Titel bislang selten oder noch nie live gespielt. Grund genug für die Sillys, sich etwas Neues auszudenken und diesen musikalischen Schatz zu heben. So wird in 10 Konzerten, in 10 verschiedenen Städten an jedem Abend ein anderes Album etwas mehr im Fokus stehen. Neben den unverzichtbaren, bekannten und beliebten Titeln aller Alben, werden es also auch ein paar Songs des jeweiligen Albums auf die Bühne schaffen, die entweder lange nicht oder noch nie gespielt worden sind. Jeder Abend wird so zu einem einmaligen, nicht wiederkehrenden Moment, einer Zeitreise zurück quer durch die musikalische Schatzkiste der Band. Im Mainzer Schloss wurde der Fokus auf „Alles Rot“ gesetzt.

Silly analog, das bedeutet Ursprung, so wie sie auch schon zu Gründungszeiten bekannt wurden, unter anderem auch analoge Instrumente. Analog bedeutet auch, wenn etwas während des Konzertes vom Publikum einfließt, das Silly analog reagiert.

Und es gibt noch eine weitere Überraschung und gleichzeitig auch Premiere: bei allen zehn Konzerten werden Jäcki, Uwe, und Ritchie gesanglich von Julia Neigel und Anna R (Gleis 8, Rosenstolz) auf der Bühne komplettiert. Musikalisch neue und bislang noch nie gespielte Arrangements versprechen 10 spannende und abwechslungsreiche Abende mit einer großen Silly-Zeitreise. Dies bedeutete für die zwei fantastischen Gastsängerinnen, sich in kürzester Zeit insgesamt 60 Titel anzueignen, was größten Respekt verdient.

Sehr bemerkenswert war auch die Fanbase, die Silly teilweise durch jedes ihrer zehn Konzerte begleitete. Sie treffen sich aus ganz Deutschland und unterstützen ihre Kultband. Schon vom ersten Ton an war die Stimmung bombastisch. Ab dem zweiten Song gab es Standing Ovations. So auch bei dem Kultlied „Alles rot“ -  ein bunter Schwall von roten Luftballons schwebte dabei über der Menge und war wunderschön anzusehen.

Setliste:

Unterm Asphalt

Ich sag nicht JA

Verlorene Kinder

Zwischen den Zeilen

Alles wird besser

Hurensöhne

Batallion

Wo fang ich an

Kleine Fau

Liebeswalzer

Schlohweißer Tag

Asyl im p

Paradies

PAUSE

Erinnert

Die Furcht der Fische

Leg mich fest

Sonnenblumen

Mont Klamott

Die wilde Mathilde

S.O.S.

Alles Rot & Reprise

Tanzt keiner Boogie

Wo bist Du

Bye Bye

Abendstunden

 

Bericht Alexandra Kersten-Spengler

 

 

 

Night of the Proms am 29.11.2019 in der Mannheim SAP-Arena

Klassik trifft Pop - Alan Parsons, Al McKay´s Earth, Wind & Fire Experience, Eric Bazilian & Rob Hyman of The Hooters, Leslie Clio, „Mister Music“ John Miles und die kanadische Sopranistin Natalie Choquette präsentierten in der Mannheimer SAP-Arena ihre größten Hits in Begleitung eines Sinfonieorchesters. 7500 Besucher konnte Mannheim verzeichnen.

 

Bei der Night Of The Proms trafem Klassik auf Pop, Arie auf Charthit, Anzug auf Lederjacke, Stilettos auf Chucks und Tschaikowsky auf die Hooters. Während das Antwerp Philharmonic Orchestra und der Chor Fine Fleur unter Leitung der brasilianischen Dirigentin Alexandra Arriche eben noch die Klassiker von Brahms, Händel, Verdi oder Bach intonierten, begleiteten sie im nächsten Augenblick zusammen mit der Rockband NOTP-Backbone die Legenden der Rock- und Popgeschichte bei ihren größten Hits. Unter dem Motto "Klassik trifft Pop“ bewies der Veranstalter, dass klassische Musik auch außerhalb typischer Klassik-Konventionen funktionierte - dargeboten in einer Form, die so ungewöhnlich wie einmalig war. Unterstützt durch eine spektakuläre Lichtshow und Grossprojektionen wurde die dreistündige Show zum audiovisuellen Vorweihnachts-Happening. Die gebotene Lasershow war einfach nur phänomenal. Es waren aufsteigende Säulen, die über dem Orchester hinausragten und mit entsprechenden Lasern zur Geltung kamen.

Mit der Produzentenlegende Alan Parsons als Headliner stand dieses Jahr ein alter Bekannter auf der Bühne, denn genau vor zehn Jahren war er schon einmal Gast dieser Veranstaltungsreihe. Der nach wie vor unablässig tourende Brite gilt als einer der besten Produzenten weltweit und lieferte mit „Eye in the Sky“ oder „Don´t answer me“ weltweit Radiohits ab. Als Produzent zeichnete Parsons für die legendären Alben der größten Stars der Musikgeschichte verantwortlich. Dazu gehören das „Abbey Road“ Album der Beatles und „Dark Side Of The Moon“ von Pink Floyd. Auch die heimliche Proms-Hymne „Music“ von John Miles erhielt den richtigen Sound von Alan Parsons. Nachdem er bereits 13 Mal für einen Grammy nominiert wurde, gewann er 2018 für die Jubiläumsedition von „Eye in the Sky“ in der Kategorie „best immersive audio album“ seinen ersten Grammy.


Al McKay`s Earth, Wind & Fire Experience verwandelte die Night of the Proms in eine einzige große Tanzfläche. Die Songs von Earth, Wind & Fire durften auch an diesem Abend nicht fehlen. Gitarrist und Songwriter Al McKay war von 1973 bis 1981 Mitglied dieser legendären US-Funkband und schrieb zusammen mit Mastermind Maurice White die Hits „September“, „Sing a Song“ oder „Best of my Love“ und stellte damit eine beträchtliche Sammlung an Platinalben und Grammys zusammen. Vor seiner Zeit bei Earth, Wind & Fire arbeitete McKay als Gitarrist für nicht minder erfolgreiche Stars wie Sammy Davis Jr. oder Ike & Tina Turner. Bei seinen Songs „let’s groove tonight‘, „September“ und „Boogie Wonderland“ hielt es wirklich keinen mehr auf seinen Sitzen. Es wurde bis zur Pause ausgiebig getanzt und gegroovt. Niemanden hielt es auf den Plätzen.


Die Hits der US-Rocker von The Hooters gehören seit Jahrzehnten zum täglichen Programm der meisten deutschen Radiostationen. „All You Zombies“, „500 Miles“ oder „Johnny B.“ sind nur einige der Hits der Band aus Philadelphia, die ihren Durchbruch nach dem Auftritt beim Live-Aid-Festival 1985 feierte. Mit Begleitung des Orchesters und Chor kamen ihre unvergessenen Songs nochmal ganz besonders zur Geltung. Bei „One Of Us“ untermalte das Publikum dieses wunderschöne Lied mit einem ebenso wunderschönen bunten Lichtermeer. Sogar deutsche Liedpassagen waren in diesem Lied integriert.

 
Mit Leslie Clio konnte eine junge deutsche Künstlerin gewonnen werden, die ihren musikalischen Stil selbst als Soul-Pop bezeichnet. 2012 erschien ihre Debütsingle „Told You So“, wenig später landete sie mit ihrer zweiten Single „Couldn’t Care Less“ den Ohrwurm des Jahres, der ihr unter anderem Auftritte bei Harald Schmidt und Schlag den Raab verschaffte. 2015 war sie eines von fünf Mitgliedern der deutschen Jury des Eurovision Song Contest. Nach drei Alben nahm sie 2018 an der fünften Staffel von „Sing meinen Song“ teil und überzeugte durch ihre Interpretationen der Lieder der anderen Teilnehmer in ihrer sehr eigenen und unvergleichlichen Art. Ihre lockere, frische, swingende Art motivierte das Publikum sofort zum Mitsingen, Klatschen und Tanzen.

 

Nach genau 20 Jahren kehrte mit Natalie Choquette eine Künstlerin auf die Night of the Proms Bühne zurück, die mit ihrem Auftritt 1999 für Furore sorgte. Die damals hochschwangere Choquette glänzte mit humorvoll interpretierten Arien und stellte für manchen Besucher selbst Zucchero und Status Quo in den Schatten. Auch das Feuilleton überschlug sich vor Lob für diese außergewöhnliche Sopranistin. Sie eröffnete den Abend mit einem Stück aus Figaro. Ihre atemberaubende Stimme und zugleich unbändiger Humor verzauberte das Publikum. Auch die Vielfalt ihrer bunten Kostüme war ein Augenschmaus.

 
John Miles nahm auch in der 26. Ausgabe der deutschen Night of the Proms selbstverständlich wieder einen festen Platz im Programm ein. Der sympathische Brite aus Newcastle lieferte mit seinem Welthit „Music (was my first love)“ nicht nur die Hymne dieser Tournee, sondern begeisterte seit vielen Jahren das Publikum mit seinen Interpretationen bekannter Hits.

 

Das Programm konnte nicht kontrastreicher sein. Es war für jeden etwas dabei von Klassik bis Pop, von gediegener Beleuchtung bis spektakulärer Lasershow.

Setlist:

 

Overtüre Night oft he Proms 2019 APO & Fine Fleur

Figaro Natalie Chopuette

My heart ain’t broken Leslie Clio

Be with you Leslie Clio

Couldn’t care less Leslie Clio

Nessun Dorma Natalie Choquette

All you zimbies The Hooters

One of us The Hooters

Johnny B. The Hooters

Bolero APO

Schwanensee APO

Kanon Someone you loved Fine Fleur

Kalinka Natalie Choquette

Ave Maria Natalie Choquette

Let’s grove tonight Al McKay

September Al McKay

Boogie Wonderland Al McKay

PAUSE

Bach meets Timberlake APO & Fine Fleur & Tänzer

Don’t give up John Miles & Natalie Choquette

500 Miles The Hooters

Time after Time The Hooters & Leslie Clio

Camine Burana – O fortuna APO & Fine Fleur

Sirius/Eye in the sky Alan Parsons

One note symphony Alan Parsons

Don’t answser me Alan Parsons

Games people play Alan Parsons

Human John Miles

Bohemian Rhapsody John Miles

Musi John Miles

All you need is love Alle

 

Bericht: Alexandra Kersten-Spengler

Ein außergewöhnlicher Benefiz-Konzertabend in der alten Oper in Frankfurt

In zwei Teilen präsentierten sich der Local Hero, Andy Ost, gefeierter Comedian und Musiker, sowie der Superstar Milow für den guten Zweck am 30.11.2019.

 

Andy Ost - Zwei Herzen schlagen in seiner Brust: Das des Comedians und des Musikers. Dieser Zweiklang konnte nicht zu überhört werden. Seine Parodien waren legendär, seine Musik kraftvoll, seine Texte sehr stark. Der Hesse hat schon einiges erlebt, und ließ seine Fans teilhaben, an der Achterbahn der Gefühle, die er inszenierte. Mit viel Humor aber auch einer tollen Stimme zog er das Publikum, zusammen mit seiner Band, vom ersten Ton an in seinen Bann.

Setliste:

Beste Version

Schlaflos

Tee-Comedy

Sie liebt das Meer

Babba-Musical

Kinderlieder

Mehr als Alles auf der welt

Schatten Kräfte von Morgen

Ne gute Zeit

Milow - Der erste große Erfolg außerhalb Belgiens, der es sogar bis über den Atlantik schaffte, war 2008 das Cover von 50 Cents & Justin Timberlakes „Ayo Technology“. Mit dieser Neuinterpretation traf Milow einen Nerv bei den Zuhörern. Der Song wurde zu einem viralen Hit und Chartstürmer. Es hagelte Preise und goldene sowie Platinplatten. Danach folgten weitere Hits wie „You And Me (In My Pocket)“, „Little In The Middle” oder “Howling At The Moon”. Er erzählte über seine wertvolle Erfahrung bei „Sing My Song“. Auch ließ das Publikum ein wenig in sein Familienleben blicken. Spätestens bei „You and me“ sang das Publikum lauthals mit. Sein Auftritt war sehr beeindruckend, denn er reiste nur mit seinen zwei Gitarren an, hatte damit aber keine Mühe, das Publikum mitzureissen.

Setliste:

While you’re asleep

Help

You and me

Michael Jordan

Howling at the Moon

Weisse Tauben

You Don’t know

Houdini / The Kingdom

Ayo Technology

Out of my Handy

Lay Your Wory down

 

Dieser phänomenale Abend von Pass-Consulting stand im Namen eines guten Zweckes. In diesem Jahr werde die Erlöse aus Ticketverkäufen und einer Tombola an die Stiftung FLY & HELP für den Bau einer (oder zweier :-) Schulen in Entwicklungsländern (konkret in Madagaskar) zu Gute kommen. Gründer und treibende Kraft der Stiftung ist der ehemalige Unternehmer und Pilot Reiner Meutsch. Er umrundete 2010 mit einem Kleinflugzeug die Welt und machte so auf die Tatsache aufmerksam, dass viele Kinder und Jugendliche nicht die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen.

 

„Viele Traumreiseziele bieten den Einheimischen gar keine traumhaften Bedingungen. Besonders tragisch finde ich es, wenn Kinder keinen Zugang zu Schulbildung haben – und damit keine Perspektive.“ Sagt er. Nach diesem Leitsatz von Reiner Meutsch handelt Pass-Consulting und versucht mit dem Erlös aus diesem Benefizabend einen konkreten Beitrag zur Verbesserung von Bildungsmöglichkeiten zu leisten.

Bericht und Bilder: Alexandra Kersten-Spengler


EISHEILIGE  NACHT  2019

Präsentiert  von Subway  to  Sally,  Fiddler's  Green,  Knasterbart  &  Vogelfrey

Bärte,  Met  und  Doppel  Hey  am  21.  Dezember  2019  in  der  Hessenhalle  in  Gießen! Subway  To  Sally  veröffentlichen  am  08.  März  2019  ihr  13.  Studioalbum  „HEY!“.  Am  gleichen Tag   erscheint   auch   ein   weiterer   Longplayer:   „HEYDAY“   von   Fiddler's   Green. Verschwörungstheoretiker  mögen  in  dieser  seltsamen  Koinzidenz  den  Beweis  sehen,  dass alles  was  jemals  in  den  Weiten  des  Universum  geschah,  einen  entsprechenden  Grund  hat, denn  Zufälle  gibt  es  nicht. Aber  halten  wir  uns  an  die  Fakten:  Zwei  Bands  der  Eisheiligen  Nacht  2019  stehen  im  Frühjahr mit  brandneuem  Material  in  den  Startlöchern  und  werden  so  im  Dezember  für  frischen  Wind sorgen.  Das  Line-Up  wird  komplettiert  durch  die  derzeit  einzige  Supergroup  der  Szene.  Bei Knasterbart  treffen  sich  Musiker  von  Versengold  und  Mr.  Hurley,  um  in  die  dunkelsten Abgründe  des  Piratenrocks  einzutauchen.  Eröffnet  wird  die  Nacht  durch  die  Newcomer Vogelfrey,   die  auf  ausdrücklichen  Wunsch  der  Initiatoren  Subway  To  Sally  eingeladen wurden.  Ihre  Stärke  ist  der  humorvolle,  teils  bissige  Beitrag  zur  Mittelalterrock-  Szene,  wie man  ihn  sonst  bisher  nur  von  Feuerschwanz  kennt.  Soweit  also  die  Tatsachen,  denen  noch eine  hinzuzufügen  wäre:  Das    Publikum  der  Eisheiligen  Nacht  wird  auch  2019  von  der  ersten bis  zur  letzten  Minute  blendend  mit  einer  Melange  aus  Metal  und  Folklore  unterhalten  und kann  sich  dabei  an  der  unbändigen  Spielfreude  und  Energie  vier  gestandener  Bands  mit hervorragenden  Live  Qualitäten  ergötzen.

Freuen  wir  uns  auf  das  alljährliche  Fest  am  21.  Dezember  in  der  Hessenhalle  in  Gießen

Ben Zucker begeisterte am 27.11.2019 die ausverkaufte Frankfurter Jahrhunderthalle

 

Seine Reibeisenstimme geht durch den ganzen Körper. - Ben Zucker! Ben Zucker überzeugte vom ersten Moment an das Publikum und löste vor einiger Zeit einen wahren Hype um seine Person aus. Deshalb reißt die Nachfrage, diesen Ausnahmekünstler live zu sehen, nicht ab! Auch in Frankfurt war die Halle restlos ausverkauft.

Mit seiner ungekünstelten und offenen Art hat sich Ben Zucker in Rekordzeit zum erfolgreichsten und beliebtesten männlichen Solo-Act innerhalb der deutschsprachigen Musik entwickelt. Er zieht Fans in Deutschland, Österreich und in der Schweiz in seinen Bann. Sein Debütalbum „Na und?!“ schoss auf Platz 4 der Longplay-Charts und brachte die Singlehits „Na und?!“, „Was für eine geile Zeit“ und „Der Sonne entgegen“ hervor, die mittlerweile weit über 50 Millionen YouTube-Views verzeichnen.

Ben Zucker ist das gefeierte Idol einer völlig neuen Generation von Musikfans - mit dem Titeltrack aus seinem am 7. Juni veröffentluchten Album „Wer sagt das?!“ knüpft der Vollblutmusiker nun nahtlos an seinen bisherigen Megaerfolg an! Auf „Wer sagt das?!“ vollbringt Ben Zucker einmal mehr den schwierigen Balanceakt zwischen purer Energie und echten Emotionen: Rockige Gitarren verbinden sich mit modernen Uptempo-Beats, einer kraftvollen Melodie, und seinen gekonnt inszenierten Vocals, die durch mutmachende Lyrics getragen werden, zu einem mitreißenden Ohrwürmern.

„Wer sagt das?!“ ist eine packende Hymne auf den unerschütterlichen Glauben an sich selbst. Darauf, niemals aufzugeben, sondern immer positiv nach vorne zu schauen. Auch mal Risiken einzugehen, den Moment zu leben und seinen Weg zu verfolgen. Denn nur wer sich selbst treu bleibt, kann auch andere von sich begeistern.

Nach einem spektakulären Intro begann Ben den Abend mit „Verschworen“. Seine Hits „Wer sagt das“ und „Ja ich will“ folgten direkt danach.

Ein sehr emotionaler Moment des Abends war erreicht, als Zucker seine Schwester Sarah auf die Bühne holte, die gerade ihr erstes eigenes Lied geschrieben hat. „Ich bin so stolz“, sagt der große Bruder, der in den vergangenen zwei Jahren selbst einen nahezu kometenhaften Aufstieg erlebt hat, nachdem er den Song  „Perfekt“ im Duett mit seiner jüngeren Schwester emotional auf der Bühne vorgetragen hat. Dieser Song wurde mit einem unerwarteten Konfettischuss aus dem Graben besiegelt. Wir Fotografen staunten nicht schlecht, denn wir glitzerten nun ähnlich wie ein geschmückter Tannenbaum J.

Ben Zucker ist auf dem Boden geblieben. Das bewies er in Frankfurt auf ganz besondere Weise. Ein Fan kollabierte kurzzeitig im Publikum. Dies ging auch nicht an Ben vorbei und er unterbrach für einen Moment seine Show, rief den Sanitäter und beteuerte, dass hier Hilfe benötigt werde. Erst, als er sich mehrmals vergewisserte, dass alles gut sei, setzte er diese fort. Tosender Beifall gab es vom Publikum, die über sein einfühlsames Verhalten begeistert waren.

Ben erzählte die Geschichte, wie er mit seinem Bruder vor der O2-World in Berlin gesessen hat, die heute Mercedes-Benz-Arena heißt. Damals habe ihm sein Bruder gesagt, das beide irgendwann dort sitzen und gemeinsam ein Bier trinken werden, während Zuckers Fans in die Halle strömen – dieses irgendwann war nun im Jahr 2019 erreicht.

Die innige Beziehung, die der Schlager-Rocker zu Berlin hat,  spürt man in jedem Ton seiner brandneuen Single „Mein Berlin“ – seine Liebeserklärung an die Hauptstadt, die noch einmal eine neue Facette von ihm zeigte.

Während der Zugabe „wir haben immer an uns geglaubt“ genoss Ben ein Bad im Publikum. Dieser enge Kontakt scheint dem Sänger sehr wichtig zu sein.

Mit „was für eine geile Zeit“ und einem Feuerwerk aus Luftschlangen wurde dieser fantastische Abend nach einer zweieinhalbstündigem Auftritt beendet. Das Publikum war mehr als begeistert. Es hielt wirklich keinen mehr auf seinem Platz. Es wurde noch minutenlang gesungen und getanzt.

 

Setliste:

Intro

Verschworen

Wer sagt das

Ja ich will

Längst nicht mehr verliebt

Halt Dich fest an mir

Ich lass Dich geh’n

Perfekt (Duett mit Sarah + Ben)

Die Welt wartet auf Dich

Ich kann

Du haust mich um

Ich spür‘ wie die Liebe zerbricht

Immer wieder Du

Du bist alles für mich

Halligalli „sing along“ (Medley)

Mein Berlin

Du warst immer dabei

Schau nur

Der Sonne entgegen

Wir lieben uns wieder

Na und ?!

Wir haben immer an uns geglaubt

Was für eine geile Zeit

Bericht und bilder Alexandra Kersten-Spengler

Bruce Guthro „Celtic X-mas Tour“ am 24.11.2019 in der Frankfurter Jahrhunderthalle

Bericht und Bilder von Alexandra Kersten-Spengler

„Runrig“ sind offiziell in Pension gegangen, doch Bruce Guthro zum Glück nicht! Der kanadische Sänger war fast 20 Jahre die Frontfigur der legendären schottischen Folk-Rocker, die sich 2018 -nach 45 erfolgreichen Jahren- endgültig von der Bühne verabschiedet haben. Doch ans Aufhören denkt Bruce Guthro noch lange nicht und macht mit Vollgas weiter! So gastierte er auch im Rahmen seiner Weihnachtstour in der fast ausverkauften Frankurter Jahrhunderthalle.

 

Kurz bevor dieses Jahr das erste Adventstürchen geöffnet wird, kehrte endlich wieder besinnliche Weihnachtsstimmung ein - die Zeit für Lieder und auch für keltische Weisen. Nach längerer Livepause hierzulande kehrte der einstige „Runrig“-Sänger Bruce Guthro mit seiner großartigen Band auf Deutsche Bühnen zurück, um eine Reihe stimmungsvoller Weihnachtskonzerte zu spielen. Zur Tradition dieser „Celtic X-mas Tourneen“ gehörten seit jeher mitreißende Erzählungen, zauberhafte keltische Töne, gemütliches Beisammensein und ausverkaufte Shows! Erstmalig tauchte Bruce Guthro auf seiner „Celtic X-mas Tour“ auch in die große Song-Historie von „Runrig“ ein. Das Publikum durfte  unvergessenen Erinnerungen an Guthros wunderbare Zeit mit der schottischen Musiklegende genießen - mit einer Mischung aus Songs seiner kanadischen Heimat, Irischen Klassikern und einer Reihe berühmter englischer Weihnachtslieder schaffte der Sänger auf der Bühne eine ganz besondere weihnachtliche Stimmung.

 

Begleitet wurde er dabei von seiner sechsköpfigen Band, die sich durch ihren überaus authentischen keltischen Sound auszeichnete. Eines der Highlights war hier mit Sicherheit die wunderbare Irish-Celtic Violinistin Roisin Ryan, die bei einigen Songs auch mit ihrer einzigartigen gefühlvollen Stimme verzauberte und gemeinsam mit ihren Kollegen die Tradition der keltischen Musik in den Konzertsälen hochleben ließ. Lieb gewonnene Tradition waren auch die wunderbaren Erzählungen von Bruce Guthro, welche die Songs bei den „Celtic-X-mas Shows“ begleiteten - Geschichten über das Weihnachtsfest und die Menschen seiner Heimat Nova Scotia. Geschichten, in denen man sich widerfindet und die immer wieder auch etwas zum Schmunzeln hatten.

 

Ein weiteres Highlight war die bezaubernde Stimme von Jodi Guthro, Tochter von Bruce, die wirklich jedem Zuschauer Gänsehaut bereitete. Gefolgt von ihrem Bruder Dylan Guthro, der auch bereits Solo eigene Erfolge feiert.

 

Die Lagerfeueratmosphäre des Konzerts vermittelte den Zuschauern das Gefühl, inmitten einer intimen privaten Runde zu sitzen. Es wurde eine Runde Jägermeister verteilt (obwohl es hier auch ein paar Gesichtsentgleisungen gab) und ein Bierchen getrunken. Es wurde gescherzt und geplaudert, wie Weihnachten in ihrer Heimat verbracht wird. Die wunderschönen instrumentalen Einlagen förderten die weihnachtliche Stimmung zusätzlich.

Alles in allem ein sehr harmonisch gelungener Abend mit einer ausgeprägten weihnachtlichen Atmosphäre.

 

Setliste:

Intro

Come all ye faithful

Walk

Ships heels

Broken Wings

God Rest

Johnny

Falling

Wise men say

Feels so good

Getting Dark Again

Jerusalem

Mary

This time of year

Rocket

Die Schlagernacht des Jahres 2019 - DAS ORIGINAL – am 23.11.2019 in der Frankfurter Festhalle

 

Bühne frei für die Superstars des deutschen Schlagers – so hieß es am 23.11.2019 in der ausverkauften Frankfurter Festhalle. Top-Acts versetzten das Publikum in Partystimmung. Dier Stimmungsgarant Mickie Krause eröffnete den grandiosen Abend mit seinen Mallorca-Hits. Die Stimmung war von Beginn an auf absolutem Partylevel, es wurde getanzt und gesungen.

Weiter bestimmten Julian David und Vicky Leandros den Abend. Jürgen Drews zeigte sich wieder mal von seiner besten Seite, sein Alter merkt man ihm noch immer in keiner Weise an.  Natürlich durfte auch Marina Marx und die Band Fantasy fehlen, die das Programm danach fortführten.  Die Band Voxxclub trieb die Stimmung dann entgültig auf den Höhepunkt, bevor es in die Pause ging.

Nach der Pause eröffnete Sonja Liebing das weitere Programm. Es folgte die Münchner Freiheit mit ihren Hits, die jeden Zuschauer zum Mitsingen animierten. Danach begeisterte Kerstin Ott das Publikum mit ihrer Darbietung.

Auch Thomas Anders feierte mit dem Publikum seinen nun folgenden Auftritt. Sowohl ein Hit-Medley aus Modern-Talking- Zeiten, als auch seine neuen Hits sorgten für Begeisterung.

Auch Michelle präsentierte ihre neuen Hits und wurde mit donnerndem Aplaus belohnt. Danach folgte der Auftritt von Matthias Reim. Nachdem er Stücke aus seiner gesamten Schaffensperiode zum Besten gegeben hatte, kam Michelle nochmals auf die Bühne, um mit ihm zusammen die Stücke „Du Idiot“ und „Nicht verdient“ zu singen..

Als besonderer Überraschungsgast betrat danach Julian Reim die Bühne und präsentuierte seinem Song „Grau“ . Seine Darbietung war einzigartig und er ist ein vielversprechendes Talent. Nik P. rundete den fantastischen Abend stimmungsmäßig ab. Zum Abschluss gab es wie in jedem Jahr, die bekannte Konfettikanone.

Die Schlagernacht war ein spektakuläres Erlebnis, bei der dem Publikum eine perfekt abgestimmte Mischung aus neuen Hits und Klassikern verschiedener Künstler präsentiert bekamen.Es war für jeden etwas dabei, Gute-Laune-Musik ,schöne Balladen, die die Gäste sechs Stunden lang zum Singen, Tanzen und Mitfeiern einluden. Die Fans konnten durch mitreißende Musik einen wirklich gelungenen Abend genießen.

Bericht und Bilder Alexandra Kersten-Spengler

Sotiria - Kölner Kantine 22.11.2019

Hallo Leben – Live 2019 - Sotiria - Die musikalische Erbin des Grafen von UNHEILIG auf ihrer ersten Solo-Tour gastierte auch in Köln am 22.11.2019.

Es gibt Begegnungen, die einfach vorherbestimmt sein mussten, die zu einem perfekten Zeitpunkt geschehen, kreative Energie wecken und aus der gemeinsamen Chemie etwas Großartiges erschaffen. So 2011, als sich die Wege von Sotiria und dem Grafen von Unheilig kreuzten. Die beiden begannen, sich auszutauschen. Über ihre gemeinsame Liebe zur Musik, über das Leben mit seinen fragilen und doch so kostbaren Momenten, aber auch über die dunklen Seiten. „Der Graf hat mir Mut gemacht, das zu tun, wofür mein Herz schlägt, und mir dabei geholfen, meine Gefühle in Musik zu übersetzen“, sagt die charismatische Sängerin. Schon mit der Pop-Rock-Formation Eisblume hat die Berlinerin die Fans in ganz Europa begeistert und machte sich nun auf zu einer neuen musikalischen Reise. Denn aus dem Austausch wurde ein Album, das Der Graf zusammen mit und für Sotiria geschrieben und produziert hat. Und während Der Graf sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, kehrt Sotiria zurück – und wird das unheilige Erbe weitertragen. Unheilige Sounds, starke Arrangements und berührende Texte: „Hallo Leben“ ist die gemeinsame Liebeserklärung an das Leben und bestätigt Sotiria eindrucksvoll als eine der bezauberndsten deutschsprachigen Künstlerinnen. Auch live weiß sie ihr Publikum zu beeindrucken. Insgesamt neun Live-Erlebnisse stehen auf dem Programm. Mit ihrer Band und diesen starken Songs im Gepäck ging es gemeinsam mit dem Publikum mittenrein in das aufregende und unheilige Auf und Ab des Lebens. Zu dem Mut, die eigene Angst zu überwinden und auf sein Herz zu hören. Den eigenen Weg zu gehen mit all seinen wundervollen Augenblicken und ganz gleich, wo der auch hinführen mag. Und es gilt, diese festzuhalten und mit allen Sinnen zu genießen

Sotirias ausdrucksstarke Bühnenpräsenz sowie eine faszinierende Show machten das Live-Ereignis so überraschend und vielfältig wie das Leben, voller Gänsehaut, großer Emotionen und Verbundenheit – eine wirklich würdige Nachfolge für das große Vermächtnis!

Sotiria ließ die Zuschauer tief in ihr Herz blicken, sie zeigte sich als so starke, selbstbewusste und kämpferische Persönlichkeit. Sie selbst beschreibt es mit den Worten „es ist eine Gradwanderung, in wie weit jeder Künstler sein Herz auf die Bühne legt“. Sotiria macht genau dies ohne Wenn und Aber.

„Zeiten ändern dich“ dieses Lied beschreibt die Beziehung zu ihrer damals besten Freundin, mit der sie die erste Zigarette rauchte, das erste Mal besoffen war (mit Sangria), doch dann nahm das Leben verschiedene Wege, man lebte sich einfach auseinander, ohne Grund. Eine Geschichte, in der sich jeder wieder finden kann.

„Ich lass dich frei“ ein sehr gefühlvolles, emotionales Lied, auch dahinter steckt ihre ganz eigene Geschichte. Ihre Oma starb in ihren Händen, eine ganz enge Bezugsperson. Eine Woche nach ihrem Tod schrieb Sotiria diesen Song. Diesen präsentiert sie lediglich mit der Begleitung des Keyboards, ganz intim. Auch der Bitte, jetzt mal alle Handys wegzustecken und diesen Song zu genießen, kam das Publikum gerne nach.

„Ich schau nach oben“….Drei Jahre nach dem Tod ihrer Oma schrieb Sotiria diesen Song, positiv denkend, lächelnd, stark.

„Wunderwerk“ beschreibt die wahnsinnige Kraft und Power, die ihre Tante mit dem Kampf gegen den Krebs aufnimmt, aber auch alle Menschen, die gegen eine beschissene Krankheit kämpfen.

„Wer bist Du“…..der emotionalste Moment dieses Abends. Ein sehr persönlicher Text von Sotiria selbst. Diese Worte sind ihrem leiblichen Vater gewidmet, der bis heute keinen Bezug zu seiner Tochter hat. Sotiria zeigt sich sehr authentisch, am Ende des Liedes kann sie ihre Tränen nicht mehr verbergen. Sie ist einfach echt.

„Unbesiegbar“ bringt das Publikum aus den emotionalen Momenten zurück in ausgelassene Stimmung. Sotiria zeigt sich mit viel Power, das Publikum tanzt ausgelassen dazu.

Vor 10 Jahren begann ihre Zeit mit „Eisblume“. Auch diesem Lied gibt sie an diesem Abend Raum. Heute kommt Sotiria incl. Ihrer Bühnenpräsenz mit großer Demut und Dankbarkeit zurück. Dies gibt sie mit „Leben ist schön“ zum Besten. „Wir feiern das Leben mit all unseren Sinnen, mit jedem Moment“. „Hallo Leben“  und „Licht für Dich“ (abgerundet mit einem wunderschönen Lichtermeer des Publikums) runden den Abend fantastisch ab.

Auch nach dem Konzert nimmt sich Sotiria für ihre Fans Zeit für Autogramme und Fotos.

Bericht und Bilder Alexandra Kersten-Spengler

 

Setliste:

Alles auf Anfang

Unendlich

Stark für Dich

Lichtermeer

Zeiten ändern Dich

Zurück ans Meer

Wunderwerk

Wer bist Du

Ich lass dich Freitag Ich schau nach oben

Unbesiegbar

Eisblumen

Leben ist schön

Feuer

Medley

Nacht voll Schatten

Hallo Leben

Licht für Dich

Konzertbericht - Nitrogods - Psychopunch - Maxxwell - MS Connexion Complex - Mannheim - 10.11.2019

 

(M.D./ A.M.) Am 10. November machten wir uns gegen Abend mal wieder auf den Weg nach Mannheim zum MS Connexion Complex. "Nitrogods", "Psychopunch" und "Maxxwell" standen auf dem Plan.

 

Pünktlich um 19 Uhr eröffneten "Maxxwell" diesen Konzertabend. Die aus der Schweiz stammenden Jungs hatten sichtlich Spaß und konnten dies auch schon innerhalb der ersten fünf Songs auf das Publikum übertragen. Harte und dennoch klare Instrumentenlinien überzeugten genauso wie propellerartig "fliegende" Mikros oder einfach toll arrangierte und gespielte Gitarrensoli. Auch wenn der Complex bis dahin leider noch sehr wenig gefüllt war, begeisterte die Musik, die seit der neuen Scheibe mehr Heavy Metal statt Hard Rock ist, und zog weitere Fans in den Complex. Leider war ihr Gig nach rund 45 Minuten Spielzeit auch schon wieder vorbei.  

 

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann mit den Schweden "Psychopunch" weiter. Und die Jungs hauten mit ihrem Punk 'n' Roll richtig einen raus und überzeugten mich persönlich direkt und sofort. Flotter und aggressiver Rythmus mit dem entsprechend harten und frechen Gesang macht halt einfach Spaß. Und so sah man von Beginn an wippende Menschen, das Springen folgte und die Feierfreudigen genossen die Show, wohl gemerkt an einem Sonntagabend. Nach Punk Manier verwunderte es auch niemanden, dass die Show nicht ganz konventionell ablief. Hiermit meine ich, dass sich der Gitarrist nicht nur auf der Bühne wohl fühlte, sondern über die Absperrung kletterte und direkt vor bzw. in der ersten Reihe weiterspielte, niederkniete oder auch quasi liegend spielte. Und dass er sein Instrument und sein Handwerk mehr als beherrscht, zeigte sich immer wieder. Denn in eigene Soli völlig selbstverständlich Melodien von bekannten Rocksongs unter zu bringen, beeindruckte. Ein weiteres Beispiel der Punk Manier war der Wechsel des Drummers für einen Song mitten im Set (Der Nitrogods Drummer machte einen guten Job). Für mich hätten die Jungs noch stundenlang so eine Show spielen können, aber nach 45 Minuten endete auch ihr Gig.  

 

Danach warteten alle auf den Hauptact des Abends: Nitrogods! Diese betraten nach einer weiteren kurzen Umbaupause dann die Bühne und legten direkt richtig los. Mit ihrer "Rebel Dayz" Tour präsentieren sie ihr gleichnamiges, nun viertes, Album, welches Ende Juni über "Massacre Records" veröffentlicht wurde. Und auch an diesem Abend spielten die Drei einen tollen Gig mit ihrer Mischung aus hartem und Southern-Rock, Metal und einer Note Blues. Folglich können wir dies Album wirklich allen empfehlen. Aber zurück zum Konzert: Die Drei zogen das Publikum genauso in ihren Bann wie die beiden vorherigen Bands. Dies meine ich musikalisch, aber auch menschlich. Denn der ein oder andere Smalltalk, passend zur Ansage des nächsten Songs, durfte natürlich nicht fehlen. Und so wurde auch dieser Teil des Abends zu einer runden Sache und wir bedanken uns recht herzlich bei den Bands und dem Veranstaltungsteam für dies wirklich gelungene Konzert! 

 

„Nacht der Küche bei XXXLutz in Görgeshausen mit Peter Maffay und Nelson Müller

 

Zu einem Benefizabend 10.11.2019 lud das Möbelhaus XXXLutz in Görgeshausen am 10.11.2019 zu einem exklusiven Abend ein. Zu diesem Zwecke brachte der Fernsehkoch (aber auch Sänger) Nelson Müller kulinarische Besonderheiten aus seinem Repertoire mit. Der Eintritt an diesem Abend kam einem wohltätigen Zweck zu 100% zu Gute. Zum einen ging ein Teil der Spenden an den örtlichen Kindergarten, der kurz vor seinem 50ten Geburtstag steht, zum anderen Teil ging der Rest an die Peter Maffay Stiftung. Peter Maffay engagiert sich schon seit vielen Jahren für benachteiligte und traumatisierte Kinder. Seine Stiftung umfasst pädagogisch betreute Häuser sowohl in Deutschland, als auch in Spanien und Rumänien. Hier können diese Kinder für einen gewissen Zeitraum zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Sie lernen auch mit Grundwerten, wie Tiere, Natur, Anbau und Ernten von eigenen Lebensmitteln umzugehen.  Natürlich ließ es sich Peter Maffay auch in diesem Jahr nicht nehmen, selbst vor Ort als Ehrengast zu sein.

 

Im Anschluss wurden im Küchenbereich des Möbelhauses die bereits genannten Köstlichkeiten serviert. Peter Maffay kochte gemeinsam mit Fernseh- und Sternekoch Nelson Müller vor Publikum. Es bleib sogar noch Zeit einen kleinen Song anzustimmen, „Über sieben Brücken musst du gehn“ lies das Herz seiner Fans höher schlagen. So ist nun mal Peter, spontan und für vielen Spaß zu haben.

 

Serviert wurden folgende Köstlichkeiten:

Salat vom Keltenhof / Wachtelei / Parmesan / Müllers Dressing
Lachstartar / Blumenkohlmousse / Brotchip
Tafelspitzsülze / Meerettich
Linsensalat / Schmandkartoffeln /Blutwurst
geschmortes Huhn / Cous Cous / Trockenfrüchte / Urmöhren
Champignonmaultaschen / Blattspinat / Herbsttrüffel
Blaubeer Panna Cotta
Limonentartes / Himbeeren
mein Schokowölkchen
warmer Apfelgewürzcrumble

 

Im Anschluss begleiteten Benny und Joice musikalisch den fortlaufenden Abend, Auch Nelson Müller gab sich von seiner musikalischen Seite.. Als besonderen Gast auf der Bühne begrüßten sie Ralf Stahlhofen von den Söhnen Mannheims. Wir kennen ihn auch als „Kuckuck“ in dem bekannten Musical Tabaluga. Ein besonderer Abend mit besonderen Gästen zu einem guten Zweck, jeweils 5000 € gingen an den Kindergarten und an die Peter Maffay Stiftung.


Es lebe die Freundschaft, ganz nach Peters Motto: „das verschenkte Glück kommt tausendfach zurück“.

 

Text und Bilder: Alexandra Kersten-Spengler

 

BRENNER Live 2019 - 07.11.2019 – Köln, Live Music Hall

                                               

Die Jungs sind in der Stadt! BRENNER sind die Band der Stunde. Eine Band aus Freunden, aus fünf Musikern, die zwei große Leidenschaften miteinander verbindet: die Liebe zur Musik und ihren Bikes. Die Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit ist das zentrale Thema.

 

Die Anfänge von BRENNER sind in einem ausrangierten Bahnhof zu finden. Den hat Bassist Volker Schlag erworben und daraus einen angesagten Live-Club gemacht. Gitarrist Marc Beierstedt ist sein langjähriger Kollege. Und hier trafen die Beiden die anderen drei durch Gigs oder einen, der einen kennt - Szene eben: die zwei Sänger und Gitarristen Markus Siebert und Martin Goldenbaum sowie Schlagzeuger Mario Enrico Oliva.

 

Dass sich ausgerechnet diese Fünf fanden, ist kein Zufall. Denn die charismatischen Musiker sind Brüder im Geiste. Ihr gemeinsames Faible ist schweißtreibender, unverfälschter Rock. Energetisch, ungekünstelt, mit Ecken und Kanten. Bei BRENNER sind all diese oft missbrauchten Begriffe nicht zu Attitüden verkümmert. Die Band lebt von ihrem Zusammenspiel auf Augenhöhe, von ihrer unkonventionellen Herangehensweise sowie von der Schnittmenge aus schmissigen Hooks und emotionalem Tiefgang.

 

Die Wucht des Deutsch-Rocks trifft dabei auf die staubige Roughness des amerikanischen Southern Rocks. Das ergibt ein Gefühl, welches in unseren Breiten nach wie vor sehr selten ist und ihren Sound wirklich eigenständig macht: Druck trifft auf Dynamik, ehrliche Emotion auf unaufgeregte Coolness. Das klingt widersprüchlich? Im Gegenteil: Das klingt unwiderstehlich!

 

Maschinen, Freiheit, Lebenslust und Freundschaft – BRENNER sind ganz bestimmt die stilsicherste und vermutlich auch älteste Newcomer-Band des Landes. Eine Band mit fünf gestandenen Musikern, die ihre Erfahrungen und Einflüsse bündeln“. Wenn BRENNER ernst machen, fängt der Spaß erst an.

 

Der Soundtrack für Biker? Ja und nein. Nein, weil sich BRENNER keineswegs nur an Motorbegeisterte wenden. Denn ihre Themen sind aus dem wirklichen Leben. Ihre geradlinigen Rocksongs, schnörkellosen Riffs und nachvollziehbaren Lyrics funktionieren ganz führerscheinfrei.

 

Soundtechnisch optimal verdichtet, zündet jede Nummer und entwickelt enorme Kraft. Das setzt Energie frei, ein wunderbarer Gesamtklang von Kraft und Verlässlichkeit.

 

Neben dem virtuos abgestimmten Instrumentarium haben bei BRENNER gleich mehrere Stimmen Frontmann-Format, nicht nur die Beiden, die es auf der Bühne tatsächlich auch sind. Das bringt Abwechslung in den Vocal-Lines. Und in jedem Song ein Refrain, der auch als Fan-Chor in einer großen Arena taugen würde. Sie liefern auch eine Gebrauchsanleitung: „Dreh auf bis Anschlag, volles Brett, da geht noch was, der Sound ist fett!“

 

Songs wie „Wo auch immer du gerad bist“, „Alles was ich will“ und „Richtung Alaska“ machen deutlich, warum es eine Band wie BRENNER braucht. Während „Wo auch immer du gerad bist“ an Freunde erinnert, die von uns gegangen sind, geht es in „Alles was ich will“ darum, den Alltag hinter sich zu lassen, aus dem Trott auszubrechen, das Gefühl eines neuen Lebens zu haben. Die atmosphärische Up-Tempo-Nummer „Richtung Alaska“ ist der ultimative Aufruf, neugierig zu bleiben, sich seine Abenteuerlust zu bewahren und seine Träume zu leben.

 

Mit „Halt dich fest“ und „Das Leben passiert“ zeigen sich BRENNER von ihrer nachdenklichen Seite. Besonders „Halt dich fest“ rührt am Innersten, in entwaffnender Ehrlichkeit wird der schmale Grat zwischen Suizidgedanken und vagem Hoffnungsschimmer thematisiert. „Das Leben passiert“ lässt die Gedanken fliegen: Alte Zeiten, gute Freunde, Geborgenheit, Mitsummen: „Das Leben passiert, ohne zu fragen.“ Es kommt knallhart zuweilen, aber so ist es nun mal. Man muss es zu nehmen wissen. „In den Songs scheint immer eine positive Grundstimmung durch, egal wie weit oben oder unten man gerade ist“, sagt der zweite Sänger Markus Siebert.

 

BRENNER sind ebenso eine grandiose Live-Band. Eine, die nicht nur soundtechnisch sondern auch visuell zu begeistern weiß. In jedem Ton merkt man BRENNER das pralle Leben an. Man spürt, dass diese Männer wissen, wovon sie singen und nicht erst seit gestern Musik machen. Vor allem hört man aber, dass es ihnen ein Anliegen ist, diese Musik so und nicht anders zu spielen.

 

Setlist:

Alles was ich will

Hauptgewinn

Freunde fürs Leben

Wo Du herkommst

Halt Dich fest

Noch lange nicht alles

Fahren durch die Nacht

Bruderherz

Nichts ist mehr wie es war

Wo auch immer du grad bist

Richtung Alaska

Drum Solo

Dann lachen die uns aus

Der letzte Song

Die Jungs

Rock’n Roll Set

 

Alexandra Kersten-Spengler

Konzertbericht – MAGMA -  Frankfurt Batschkapp

 

Ein Urgestein des Progressivrock gab sich am 19.09.2019 in der Batschkapp in Frankfurt die Ehre. Erstaunlich gut besucht war das Konzert ebenfalls, für eine Band, die bereits 1969 ihre ersten Schritte auf die Bühne unternahm. Besonders interessant an der Band ist, dass sie ihre Songs in einer eigens kreierten Sprache, Kobaïanisch, zum Besten geben. Das hinderte einige der alten Fans nicht daran, die dargebotenen Songs mitzusingen.

Das fast eineinhalbstündige Konzert war durch das virtuose Zusammenspiel der Instrumente geprägt, die in oft komplizierten Arrangements gekonnt miteinander harmonieren. Christian Vander, der seit der Gründung der Band das Schlagzeug spielt und auch einige Songs singt, zeigte hier, dass er nichts von dem eingebüßt hat, was MAGMA auch früher ausgemacht hat.

Ansonsten wirkten Hervé Aknin (Gesang), Isabelle Feuillebois (Gesang), Jérôme Martineau-Ricotti (Keybords), Rudy Blas (Gitarre), Benoît Alziary (Vibraphone und Keybords und Benoît Alziary (Bass) aufder Bühne mit

Alles in allem verließ ein zufriedenes Publikum die Halle. Die Band hatte einige ihrer besten Stücke performt, unter anderem „De Futura“, „Theusz Hamtaahk“, „Wurdah Itah“, „Mekanik destruktiv kommandöh“, „Kobaia“ (eines der älteren Stücke in englischer Sprache) und „Ehn deiss“.

Wer auf komplexe Muskarrangements und kunstvollen Rock steht, sollte sich in jedem Fall eines der Konzerte der Band antun, so lange es noch die Möglichkeit dazu gibt.

 

Alex Christensen & the Berlin Orchestra

 

Gute Nachrichten für alle Freunde von Dance-Popsongs, klassischer Musik und den 90er Jahren: Pop-Visionär Alex Christensen und das Berlin Orchestra gehen mit ihrem sehr erfolgreichen Musik-Projekt „Classical 90s Dance“ erstmalig im Frühjahr 2020 auf große Deutschland-Tour. Zusammen mit ausgewählten Sängerinnen und dem ein oder anderen Überraschungsgast werden sie die Perlen ihrer veröffentlichten Songs in 13 Städten live präsentieren. Die Erfolgsgeschichte um das neu erschaffene Genre „Orchestral Dance Music“, wird mit der Live-Tour ab April weitergeschrieben. Als Ideen- und Taktgeber seines Projekts, wird Alex Christensen erstmals hinter seiner DJ-Kanzel ein 30-köpfiges Orchester positionieren.

 

Wir durften Alex Christensen am 06. November 2019 in Frankfurt interviewen:

 

Kersten-Spengler:  Ihr geht mit einem ganz besonderen Projekt im Frühjahr 2020 erstmalig on Tour….zum Einen stehst Du hinter Deiner DJ-Kanzel, zum Anderen wirst Du von einem 30-köpfigen Orchester unterstützt. ..Du vereinigst Classic-Pop und Dance Hits in einer fantastischen Weise, die Gänsehautfeeling bereitet. Kannst du uns etwas über die bevorstehende Tour verraten? Auf was dürfen sich die Zuschauer freuen?

Alex Christensen: Ich bin mir sicher, das wir bei den Zuschauern viele Erinnerungen erwecken. Es ist Musik, es sind Hits der 90er Jahre, jeder Einzelne hat dazu seine ganz eigene Geschichte. Es sind Songs, die in der Tat  aus einer Mischung von z.B. Rap oder Pop und klassischem Orchester fantastisch neu klingen. Jeder Song aus seine ganz eigene Art.

 

Kersten-Spengler:  Ich habe gelesen, das Du Dir einen ganz besonderen Jugendtraum erfüllt hast „Das Boot“ mit so einem gigantischen Orchester aufzunehmen. Gibt es noch andere besondere Highlights, die Du Dir in der bevorstehenden Tour erfüllt hast?

Alex Christensen: Nun ja, wir mussten erst einmal Material sammeln, um einen Abend auch wirklich auszufüllen, dies wäre mit einem Album nicht möglich gewesen. Nun ist gerade das dritte Album erschienen und wir sind so weit, damit auf Tour zu gehen. Dies alles war schon immer mein Traum.

Das bedarf natürlich auch einer ganz großen Logistik und einem tollen Team, das im Hintergrund wirkt.

 

Kersten-Spengler:  Gibt es Künstler, die die Tour begleiten werden?

Alex Christensen:  Es wird diverse Künstler geben, die uns in der ein oder anderen Stadt begleiten werden. Jedoch möchte ich nicht ablenken von meinem eigentlichen Projekt.

 

Kersten-Spengler:  Du warst 35 Jahre als DJ unterwegs. Wie kam es zu der Wende zu solch einer Kombination mit dem Orchester?

Alex Christensen: 35 Jahre sind eine lange Zeit, da möchte man auch den jungen DJs etwas Platz machen (lacht). Ich habe eine neue Herausforderung gesucht, wollte mich weiter entwickeln, nicht auf der Stelle treten. Einfach neue Aufgaben, die mich fordern.

 

Kersten-Spengler: Wie schöpfst Du für Dich Kraft, in den „heißen Tourphasen“ das alles durchzuhalten?

Alex Christensen: Ich lebe ganz einfach Normalität und bin sehr glücklich, dies tun zu können. Damit meine ich, einkaufen im Lidl, meine Wäsche zu waschen und zu bügeln. Ich bin ein ganz normaler Mensch und möchte das auch so leben.

 

Kersten-Spengler:  Was wünschst Du Dir für die bevorstehende Zeit auf Eurer Tour durch die Hallen und Arenen?

Alex Christensen: Ich wünsche mir, das Publikum zu begeistern, einfach das jeder Zuschauer für eine gewisse Zeit abschalten und entspannt den Abend genießen kann.

 

Kersten-Spengler: Welche Werte bestimmen Dein Leben?

Alex Christensen: Ich schätze gute Freunde, ganz normale Menschen, die Maler, Tischler oder auch Professor sind. Ich lege keinerlei Wert auf materielle Werte. Natürlich möchte ich meine Familie ernähren können. Jedoch so Klischees wie Nobelmarken, die brauche ich nicht. Ok, ich trage heute auch eine Lacoste-Jacke, aber die ist auch schon 30 Jahre alt (lacht), na und, das stört mich in keiner Weise. Gucci-Uhren…ich wüsste noch nicht mal, wo ich die kaufen sollte.

Ich habe großen Respekt vor Menschen, die sich sozial engagieren, das finde ich großartig.

 

Kersten-Spengler:  Wie lange hat die Produktion deines dritten Albums gedauert?

Alex Christensen: so in etwa waren das acht Monate.

 

Kersten-Spengler: Bedarf es viel Überzeugungskraft, junge Künstler, wie z.B. aktuell Maite Kelly für das Projekt zu gewinnen?

Alex Christensen: Auch die jungen Künstler wuchsen mit der Musik der 90er Jahre auf, geprägt durch die Eltern. Sie finden auch ihre Geschichte darin wieder, wenn z.B. die Eltern Backstreetboys hörten. Maite singt seit früher Kindheit.

 

Kersten-Spengler: Du produzierst auch sehr viel für  andere Künstler, so auch Peter Maffay oder Udo Lindenberg. Wo finden wir dich da wieder?

Alex Christensen: Bei Peter Maffay habe ich den Titel „Ewig“ produziert, bei Lindenberg war es das Album „Titanic“.

 

Interview und Photos Alexandra Kersten-Spengler

 

 

 

„DAS IST WAHNSINN!“

Das Musical mit den Hits von Wolfgang Petry geht 2020 raus aus den Theatern, rein in die Hallen und Arenen!

Wir durften Thomas Hohler (Tobi) und Tamara Pascual (Gianna) am 06. November 2019 in Frankfurt interviewen:

 

 

Kersten-Spengler:  Aus den Theatern in die Hallen und Arenen…wie können wir uns das vorstellen? Gibt es Abweichungen zu den bisherigen Handlungen?

Thomas Hohler: im Großen und Ganzen werden die Handlungen identisch mit denen der kleinen Hallen sein, hier und da wird es kleine Veränderungen geben. Doch wollen wir das altbewährte, das erfolgreiche beibehalten, da es für große Begeisterung beim Publikum gesorgt hat und genau das ist unser aller Ziel.

 

Kersten-Spengler: Wuchs diese Idee nun auf die großen Bühnen zu gehen mit dem grandiosen Erfolg oder bestand diese Option von Beginn?

Thomas Hohler: Diese Idee wuchs tatsächlich mit dem Erfolg. Zu Beginn wusste niemand, wohin die Reise geht, ob wir das Publikum mit reißen können, ob es angenommen wird. Der Erfolg übertraf all unsere Erwartungen.

 

Kersten-Spengler:  Bleiben die Darsteller identisch mit der bisherigen Show?

Thomas Hohler: Überwiegend bleiben die Darsteller der bisherigen Show im Ensemble, hinzu kommt nun zum ersten Mal Tamara Pascual, die bisher eine Nebenrolle spielte, nun als unsere Gianna.  Uns ist der Zusammenhalt und Stimmung innerhalb des Ensembles sehr wichtig. Die einzelnen Darsteller werden auch genau nach diesem Kriterium ausgesucht, so daß die Chemie wirklich großartig ist, auch das gibt viel Kraft untereinander.

 

Kersten-Spengler: Thomas…du bringst ein wahnsinnig breites Spektrum an Musicalerfahrungen mit: Les Miserables, 3 Muskeltiere, Hair, Jesus Christ Superstar, Sunset Boulevard, Saturday night fever, Flashdance, Der Schuh des Manitu…um nur einige zu nennen.

Was fasziniert dich gerade so an der Rolle des Tobi?

Thomas Hohler: Tobis Charaktere umfasst eine Mischung als Leichtigkeit aber auch der eiserne Wille, seinen Traum zu verwirklichen, nämlich die Musik. Auch wenn dies gegen viele Ratschläge z.B. seiner Eltern spricht. Tobi beißt sich durch, weil er an sich glaubt.

 

Kersten-Spengler: Du spielst den jungen Wolfgang Petry. Was ist Deine persönliche Beziehung zur Musik von Wolfgang Petry?

Thomas Hohler: Nein, so ist es nicht. Keiner wirklich spielt Wolfgang Petry. Natürlich gibt es Ähnlichkeiten, wie z.B. Namen (Wolf), natürlich spielen seine Lieder eine große Rolle und doch imitiert niemand wirklich Wolfgang Petry. Ganz ehrlich, bevor ich zu dem Musical „Wahnsinn“ kam, hatte ich keinerlei Bezug zu Wolfgang Petrys Musik, doch dies ist natürlich jetzt gewachsen, durch die Erfahrungen, die ich hier machen durfte.

 

 

Kersten-Spengler: Die Rolle des Tobi widersetzt sich der Vernunft, sein Vater möchte dich mit einem soliden Beruf sehen, Tobi jedoch die Musik und natürlich Gianna….Siehst Du hier auch persönliche Parallelen zu Dir?

Thomas Hohler: (lacht) ….ich hatte es Gott sei Dank einfacher, meine Eltern waren doch sehr viel offener und ermöglichten mir meinen Traum zu leben. Ich wusste sehr früh, das mein Platz auf der Bühne ist und das gezielt auf die Musicalbühne. Jedoch dieses Kämpfen für sein Ziel….ich glaube da kann ich mich sehr gut wieder finden.

 

Kersten-Spengler: Wie sind deine Pläne außerhalb von „Wahnsinn“?

Thomas Hohler: Ich bin in einige Projekte involviert. Morgen z.B. bin ich bei der Premiere von Ghost in Stuttgart auf der Bühne. Zum Tourstart bin ich natürlich voll und ganz für „Wahnsinn“ da.

 

Kersten-Spengler: Nun zu Dir, Tamara Pascual, Du spielst die Gianna an Tobis Seite. Auch Du bringst einige Titel in Tanz und Gesang mit: Bundespreisträgerin in Jugend musiziert, Hair, der Zauberer von Oss, Die Gloreichen, um nur wenige zu nennen.

Nun die Rolle der Gianna an Tobis Seite. Findest Du hier persönliche Parallelelen  zu Dir zu Deinem Leben?

Tamara Pascual: Hhm….Gianna ist ein sehr taffes Mädchen, jedoch auch mit sehr viel Herz. Genau darin finde ich mich wieder. Gianna unterstützt Tobi, seinen Traum wirklich zu leben, an sich zu glauben und daran festzuhalten.

 

Kersten-Spengler: Wie schöpfst Du für Dich Kraft, in den „heißen Tourphasen“ das alles durchzuhalten?

Tamara Pascual: Ich bemühe mich, einfach die Ruhe zu bewahren, mich jeden Tag neu auf die Situation einzustellen, heute z.B. sind wir in Frankfurt, morgen vielleicht in Hannover usw. Ich glaube, dieser Ruhepol gibt einem die Kraft. Aber natürlich auch, wenn man vereint mit dem Ensemble zur Ouvertüre hinter der Bühne steht und sich bewusst macht, ja, jetzt geht es los.

 

Kersten-Spengler: Gibt s eine Message, die Gianna dem Publikum geben möchte?

Tamara Pascual: Ganz klar, seinen Traum zu leben, sich durch zu beißen, komme was mag.

 

Kersten-Spengler:  Was wünschst Du Dir für die bevorstehende Zeit auf Eurer Tour durch die Hallen und Arenen?

Tamara Pascual: Ich wünsche mir weiterhin das Publikum zu begeistern. Ich freue mich, wenn ich Freudentränen bei dem ein oder anderem Zuschauer sehe, manchmal läuft mir da selbst ein Tränchen runter (schmunzelt). Ich freue mich, wenn wir das Publikum einfach mal drei Stunden lang aus dem Alltag holen und für Entspannung und Spaß sorgen, für Euphorie und Begeisterung

 

Interview und Photos Alexandra Kersten-Spengler

 

 

 

The Pagan Thor

 

Zwei großartige und einzigartige Bands schließen sich zur epischsten Metal-Tour des Jahres zusammen: Schwedens BROTHERS OF METAL sind DIE Newcomer der letzten 10 Jahre und mit den italienischen Folk/Power Metal-Ikonen ELVENKING ist zudem ein absolut hochwertiger Co-Headliner am Start.

 

 

 

BROTHERS OF METAL:

 

Sie sind ein außergewöhnliches 8-Mann/Frau starkes Gespann, das die Metal-Welt im Sturm erobert. Ihre Songs wurden mehr als 25 Millionen Mal gestreamt. Die BROTHERS OF METAL haben es sich zum Ziel gesetzt dem guten, alten True-Metal neues Leben einzuhauchen.

 

Nach triumphalen Auftritten beim Sweden Rock Festival und bei den deutschen Rockharz  Rock Am Stück Festivals ist die Begeisterung größer denn je – nicht nur für neues Material, sondern auch für Live-Konzerte. Die Headliner-Tour – die der Veröffentlichung von „Emblas Sage“ (am 06. Dezember) im Januar folgen wird.

 

 

 

ELVENKING:

 

Die italienische Folk Power Metal Band gehört zu den wichtigsten und einzigartigsten Bands der Szene. 1997 gegründet, und schon 9 Alben auf dem Markt.

 

Ihr zehntes Meisterwerk „Reader oft he Rundes-Divination“, ist eine abenteuerliche Reise in die mystische Welt der Magie, Runen und antiker Kräfte.

 

Sie läuten ein vollkommen neues Kapitel in ihrer bisherigen Bandhistorie ein und erschließen ihren Fans eine neue Welt. Die Kraft der Runen und die Mysterien der Weissagungen erwarten euch.

 

 

 

The Pagan Thor

 

 

 

09.01.20 Hamburg, headCRASH

 

10.01.20 Oberhausen, Kulturtempel

 

11.01.20 Köln, Club Volta

 

12.01.20 Amsterdam, Melkweg OZ

 

14.01.20 Paris, La Maroquinerie

 

15.01.20 Frankfurt, Zoom

 

16.01.20 Stuttgart, Wizermann Club

 

17.01.20 Nürnberg, Z-Bau

 

18.01.20 Pratteln, Z7

 

20.01.20 München, Backstage

 

21.01.20 Leipzig, Hellraiser

 

Festivalbericht – Golden Age Rock Festival –– 23.-25. August 2019 – Belgien – Liège – Manége Fonck

 

(M.D. / A.M.) Am Freitag, den 23. August 2019 machten wir uns so früh wie möglich auf den Weg nach Belgien. In der heißesten Stadt Belgiens, in Liège, fand zum ersten Mal ein neues Festivalformat statt. Der Name „Golden Age Rock“ war wirklich Gesetz. Monate zuvor hatten wir uns schon eine Unterkunft auf der anderen Flussseite gebucht. So mussten wir nur ein paar Minuten zur Manège Fonck laufen. Diese lag bzw. liegt mitten in der Stadt. Demnach gab bzw. gibt es keine Campingmöglichkeiten. Aber diese Nachricht schreckte niemanden ab. Das Festival war nämlich an allen drei Tagen relativ gut besucht und die Fans feierten alle freudig dieses neue Konzept.

Nachdem wir also schnell unsere Unterkunft bezogen hatten, liefen wir rüber und kamen quasi pünktlich zu Veranstaltungsbeginn an. Denn um 16.20 Uhr eröffneten „Tygers Of Pan Tang“ das Festival. Ihnen folgten an diesem ersten Tag „Phil Campbell And The Bastard Sons“, „Vulcain“, „Ross The Boss“, der „Manowar“ spielte, „Channel Zero“ als Headliner und „Back:N:Black“, The Girls who play „AC/DC. Schon an diesem Line-Up des ersten Tages merkte man die Stilrichtung des gesamten Festivals. Aus den Reihen des Veranstaltungs- und Organisationsteams wussten wir, dass hier sowohl musikalisches Fachwissen am Werk war und auch, dass natürlich zudem über die eigenen Favoriten heiß diskutiert wurde. So oder so, dieses Line-Up ließ sich natürlich für den ersten Tag echt sehen und genießen. Und das Motto des „Golden Age Rock“ war wahrlich in Perfektion umgesetzt.

An diesem ersten Tag hatten wir dann zudem noch die Möglichkeit Robb Weir, den Gründer von „Tygers Of Pan Tang“ zu interviewen. Das entsprechende Video findet ihr bald online. Und auch ein weiteres nettes Gespräch mit Ross war möglich. Dieser gesellte sich nämlich, wie auch andere Künstler an diesem Abend, in den VIP Backstage Bereich außerhalb der Garderoben. Und dieser Bereich war wirklich vom Feinsten. Uns wurde dort richtig was geboten. Neben Ruhe und Zeit für den ein oder anderen Smalltalk in den Umbaupausen auf der Bühne, stellte Eric Philippe hier nämlich eine Auswahl seiner, für verschiedene Bands erstellten, Plattencover per Vernissage aus. Er war mit seiner Frau und seinem Sohn das gesamte Wochenende dort und nahm sich für jeden einzelnen Zeit. Dies fanden wir mal eine mehr als gelungen Sache und hoffen auf Wiederholung bzw. weitere Verbreitung. Und auch eine Ausstellung von Gauthier Henri mit seiner Buchpräsentation und Fotos war dort genauso zu finden, wie eine Ausstellung der Konzertfotos von Franky Bruyneel.

Samstags begann das Festival dann mittags mit „Alain Pire Experience“, gefolgt von „Leaf Hound“, „Robby Valentine“, der „Queen“ spielte, „Atomic Rooster“, „Uli Jon Roth“, der „Scorpions“ spielte, „Moxy“, „Doc Holliday“ und „Foghat“ als Headliner. Abschließend ging es mit der After Show Party und „Hernie Disco“ weiter. Insgesamt war dieser Tag sehr, sehr heiß. Wir genossen die Musik drinnen und das schöne Spätsommerwetter draußen, wohlgemerkt im Schatten. Denn auch hier hatte sich das Festivalveranstaltungs- und Organisationsteam einiges einfallen lassen. Im Hinterhof der „Manège Fonck“ waren nämlich unter Bäumen diverse Bänke aufgestellt, die zum Verweilen und Pausieren einluden.

Hier konnte man dann nämlich auch neben Fritten und Burgern aus dem Foodtruck und wirklich gutes indischen Essen genießen. Zudem war der Hinterhof mit Verkaufsständen gefüllt. Hier konnte jeder sein Lieblingsshirt finden oder auch nach der ein oder anderen Platte stöbern. Gleiches galt aber auch für drinnen. Denn die Halle war geteilt aufgebaut. Mitten drin stand eine Tribüne. Von hier aus konnten die Fans ihre Bands genießen und sich gleichzeitig etwas erholen. Und an der Rückseite der Tribüne und an der einen Hallenseite war ein weiterer Rockmarkt aufgebaut um nach Herzenslust zu shoppen. Hier gab es auch das offizielle Festivalshirt. Und dieses war natürlich heiß begehrt. Zum einen wollte es natürlich fast jeder haben, da es die erste Auflage des Festivals war, und zum anderen gab es noch die Besonderheit, das VIP Gäste eine spezielle Version kaufen durften, die ihnen vorbehalten war. Auch dies war mal eine andere Art des Merchandiseverkaufs.

An diesem Tag führten wir ebenfalls noch ein Videointerview. „Uli Jon Roth“ stellte sich den Fragen und gab uns diverse Infos für die weiteren Konzerte, Tour in Amerika. Auch dieses Interview findet ihr bald online.

Am Sonntag spielten dann „Irish Coffee“, „Pat Mac Manus Band“ (Mama´s Boys), „Rudy Lenners´“ mit Freunden, „Heavy Pettin“, „220 Volt“, „Angel“ und „Dee Snider“ als Headliner, bevor die After Show Party mit „Egales Road“ das erste „Golden Age Rock Festival“ beendete. Dieser Tag wurde von mittags bis in die ersten Minuten des montags gefeiert. Demnach waren es wirklich drei volle und satte Festivaltage der ersten Auflage des „Golden Age Rock“.

Insgesamt können wir dieses Festival wirklich als gelungen bezeichnen. Die Organisation war bis ins Detail perfekt. Und an dieser Stelle möchten wir Theo Samson einmal extra erwähnen. Er ermöglichte nicht nur uns viel, sondern war, scheinbar ganz nebenbei, auch für die diversen Autogrammstunden an allen drei Tagen von fast allen Bands verantwortlich, die mehr als gelungen verliefen und gut besucht waren. Zudem gab es ein sehr detailliertes Heftchen mit allen möglichen Infos rund um da Festival, mit einem genauen Timetable und zusätzlichen Infos zu jeder einzelnen Band. 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Veranstaltungs- und Organisationsteam für ein tolles „Golden Age Rock Festival 2019“ und hoffen auf eine zweite Auflage, damit sich dieses tolle Festivalkonzept etablieren kann und viele weitere Fans der Rockmusik, speziell der Rockmusik der Goldenen Zeiten, glücklich machen kann.  

 

 

 

Nachbericht: Bang Your Head Festival / Balingen 2019

Steel Panther

(M.D. / A.M.) Am Mittwoch begrüßte uns Balingen nach einer wie gewohnt staureichen Anfahrt schön sonnig. Die letzten Vorbereitungen für das „Bang Your Head Festival 2019“ liefen auf Hochtouren. Und auch für die Warm-Up Show am Abend war fast alles bereit. Diese fand in der Messehalle ab 19 Uhr statt. Geplant waren mit „Endlevel“, „Warkings“, „Grave Digger“, „Beatle Beast“ und „Sons Of Seasons“ als Ersatz sieben Stunden volle und satte Musik. Trotz zusätzlichen 35E Eintritt war die Show gut besucht. „Endlevel“ eröffneten und heizten schon ordentlich ein. Und so ging es bei „Warkings“ auch weiter. Die Band gab alles und vollen Einsatz. „Grave Digger“ zeigten dann wie erwartet ebenfalls eine gute Show. Bei „Beattle Beast“ explodierte die Stimmung dann und der Gig war absolut empfehlenswert. Den Abschluss der Warm-Up-Party machten die „Sons Of Seasons“.

Der Donnerstag begann wettertechnisch kühl und bewölkt und bereits beim Opener des „Bang Your Head“ Open Airs „Stormwarrior“ um 11.30 Uhr fielen die ersten Regentropfen des Tages herunter. Dies tat der Lust der Jungs auf der Bühne zu sein jedoch keinen Abbruch. Da Basser und Drummer nach teilweise zehn Jahren wieder zurück waren bzw. sind, spielten sie „nur alte Scheiße“ und feierten mit den Fans, die es bereits auf das Gelände und vor die Bühne geschafft hatten. Melodischer und langsamer ging es dann mit „Sorcerer“ weiter, bevor „Audrey Horne“ rockig mit Headbangen weiter Action auf die Bühne brachten. Hier genoss ebenfalls jeder Künstler die Show und seine Solomomente im Vordergrund. Dem Regen trotzen auch „Brainstorm“, die wie gewohnt einen druckvollen Gig ablieferten.

Danach folgten „The Night Flight Orchestra“. Mit den pink gekleideten Flugbegleiterinnen samt lila Flugzeugtelefon boten sie nicht nur was für die Ohren, sondern auch was für die Augen. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Während draußen „Dream Evil“ im Tausch mit „Hardcore Superstar“ mit ordentlich Bass rockten, begann drinnen nach den Autogrammstunden „I´ll Be Damned“ mit ihrer Show, an der sie selbst nicht minder Spaß hatten, als die leider doch noch relativ wenig anwesenden Fans. Dies war wahrscheinlich auch dem Wetter zu schulden, denn die Sonne wagte sich kurz vorher doch nochmal kräftig zu scheinen. Mit ordentlich viel Trash und Speed folgten drinnen „Keep Of Kalessin“ und draußen „Soulfly“. Erstere freuten sich endlich wieder einen Drummer gefunden zu haben, der so schnell spielen konnte und kann und zweitere begeisterten die Fans mit ausgiebigen Gitarrenmelodien. „Hardcore Superstars“ begrüßten ihre Fans dann endlich voller Freude in der Halle. Nach diversen Anlaufschwierigkeiten beim Flug bzw. am Flughafen mit der Fluggesellschaft sollte das Glück aber dennoch nicht von langer Dauer sein. Trotz allen Einsatzes und einem Höchstmaß an professioneller Spontanität mussten sie ihren Gig nach drei grandiosen Songs abbrechen, da das Equipement versagte. Wir können dies einfach nur mit „mehr als schade“ kommentieren. Mit dem Headliner des Tages „Michael Schenker Fest“ mit entsprechendem Classic Rock endete das Open Air Line-Up des ersten Festivaltages würdig. In der Halle ging es allerdings noch mit „Venom Inc.“ hart und mit „Visions Of Atlantis“ samt klassischen Orchester als Begleitung und diversen Pyros weiter, bevor der erste Festivaltag sich dem Ende neigte.

Als „Traitor“ das Open Air „Bang Your Head Festival 2019“ am nächsten Festivaltag, dem Freitag, hart und kräftig eröffneten, wirkte es fast so, als würden sie gegen den Regen anschreien. Und dies war dann auch phasenweise erfolgreich. Ebenso konnten die Fans, die es bereits vor die Bühne geschafft hatten, die Niederländer „Picture“ mit ihrem Oldschool Heavy Metal halbwegs trocken genießen.

Mit ordentlich Speed ging es dann mit den Schweden „Enforcer“ weiter, bevor die Ungarn „Ektomorf“ mit Trash und Hardcore Einflüssen folgten. Bei ihnen feierten die Fans mit Bierduschen dann auch endlich in der Sonne, die sich schrittweise vorwagte. Die Finnen „Beast in Black“ sorgten dann mit ihrem Power Metal Set weiter für gute Stimmung und heizten dem Publikum weiter ein. So begrüßten „Cirith Ungol“ eine feierfreudige Schar, so dass auch die kurze Unterbrechung wegen des heftigen Wetters keinen Abbruch tat. Allerdings verzögerte sich genau wegen des Starkregens der Beginn von „Dust Bolt“ in der Halle nach den Autogrammstunden. Deshalb mussten die Trash Metaller nochmal eine Schüppe Tempo drauflegen, sofern das überhaupt möglich war bzw. ist. Bei Sonnenschein spielten dann die Schweden „Dark Tranquillity“ richtig guten Melodic Trash Metal und auch in der Halle ging es mit „Evergrey“ progressiv mit einigen Synthies (Keyboards) weiter. Während drinnen düster „Attic“ folgten, spielten „Krokus“ draußen klassisch oldschool rockig. Sie heizten für den Headliner des Tages „Steel Panther“ ordentlich weiter ein. Dieser freute sich über die begeisterte Menge, auch wenn es zuvor nochmal mehr als heftig geschüttet hatte. Aber die Fans trotzten jedem Wetter und gemeinsam wurde das Open Air des zweiten Festivaltages freudig beendet. In der trockenen Halle beendeten „Exhorder“ und „Mantar“ den Tag mit richtig Speed und trümmerten gekonnt passend auf ihre Instrumente.

Der letzte „Bang Your Head“ Festivaltag in diesem Jahr begann zur Freude aller erstmal trocken und dies sollte auch so bleiben. Die Schweden „Screamer“ rockten ordentlich und hatten auch schon einige Fans mehr vor der Bühne als der Opener des Vortages. Generell war das ganze Gelände schon besser gefüllt. Ihnen folgten „Ram“, die weiter einheizten. So freuten sich „Flotsam & Jetsam“, die in diesem Jahr erstmalig auf der Hauptbühne spielten, über eine entsprechend gute Stimmung und auch „Armored Saint“ rockten hart. Ihnen folgten „Candelmass“, bevor die Erde für und bei „Metal Church“ quasi bebte. In der Halle hatten „Kickin Valentina“ ihr Bang Your Head Festival Debut. Und dies war wahrlich nicht von schlechten Eltern. Die Jungs waren perfekt aufeinander eingespielt und so konnte der neue Sänger auch problemlos die Bühne verlassen und auf der Absperrung direkt am Publikum und ihren Fans rumturnen und Spaß haben.

Danach ging es hart mit „Omnium Gatherum“ weiter. Sie gaben richtig Gas und der Schweiß flog schon beim dritten Lied in die feiernde Menge. Kurz darauf begannen „Skid Row“ ihr Set auf der Hauptbühne. Sie genossen ihre Show genauso wie die Fans und heizten für den Headliner des Tages „Avantasia“ weiter ein. Dieser kam bei der Menge wie erwartet gut an und legte einen mehr als ordentlichen Gig ab. Anschließend betrat Veranstalter „Horst“ gemeinsam mit seiner Tochter die Open Air Bühne. Wie in jedem Jahr bedankte er sich bei den Fans, den Musikern und seinem Team. Letztere hatten in diesem Jahr alleine schon durch die Wetterbedingungen einiges zu tun und meistern dies mit Bravour. Zudem gab Horst schon ein paar Infos für das „Bang Your Head Festival 2020“. Einige Bands seien schon bekannt, alle weiteren Wunschkandidaten bereits angefragt und auch Gespräche mit „Hardcore Superstar“ und „Kickin Valentina“ hätten bereits stattgefunden, um sie auf einem „besseren“ Slot spielen zu lassen, so Horst. Während er diese Infos parallel zum Abschlussfeuerwerk verriet, ging da Festival in der Halle noch weiter. Den Death Metallern „Tribulation“ folgte die norwegische Viking-Metal-Band „Einherjer“. Und als absolut krönenden Abschluss dieses tollen Festivals spielte „Ross The Boss“. Sein Set war wie erwartet erstklassig und begeisterte in jeder Sekunde. Obwohl die meisten ja nach drei Tagen Festival plus den entsprechenden Vorbereitungen dann irgendwann müde sind, tobte die Halle bei „Ross The Boss“ nochmal richtig und feierte den letzten Gig des „Bang Your Head Festivals 2019“ mit aller Kraft und voller Power. Und  auch hier kam „Horst“ noch einmal auf die Bühne und feierte mit.

So ging dann auch dieses Festival wieder einmal viel zu schnell vorbei und trotz drei Tagen Zeit blieb einem doch viel zu wenig Zeit. Denn neben der Musik gab es ja auch immer jede Menge anderes. Hier sei zum Beispiel das Durchstöbern in der „Metalbörse“ im Zelt oder auch bei den einzelnen Verkaufsständen (Shirts, Pins, Aufnäher, Mützen, Tücher, Sonnenbrillen, Hosen, Röcke, CDs,…) auf dem Gelände gemeint. Aber auch das Suchen nach genau dem Festivalshirt benötigte seine Zeit, denn immerhin galt es zwischen verschieden farblichen Angeboten auszuwählen. Wer wollte, konnte natürlich auch wieder durch die „alten“ Shirts und Hoddies der vergangenen Jahre stöbern, um dort sein Schnäppchen zu ergattern. Und auch das Essen brauchte seine Zeit. Immerhin stand einiges Unterschiedliche zur Auswahl. Mochte ich lieber klassisch Gegrilltes, oder lieber Fisch oder schrie mein Magen nach Käsespätzle, Döner oder Pizza? Oder sollte ich meinen Zuckerhaushalt mit Crêpe aufbessern und mir zudem noch Koffein in Form von Kaffee gönnen um wach und fit zu werden? Und dann war da ja auch immer noch das Thema Camping. Die Plätze waren unterschiedlich weit entfernt, jedoch war jeder durch den Shuttle Bus gut vom Festivalgelände zu erreichen. Und auch die Hygiene sollte natürlich nicht zu kurz kommen. Hier stand neben den mobilen Duschen auf den Campingplätzen auch noch das Freibad zur Verfügung. Und an beiden Orten konnte man sich nach der morgendlichen Dusche auch Frühstück gönnen, wenn man nicht gerade mit einen Luxuscamper unterwegs war, der einen völlig autonom werden ließ.

So oder so, drei Tage „Bang Your Head“ Festival plus Warm-Up Show am Vorabend gingen irgendwie immer viel zu schnell zu Ende und wehmütig blickten wir zurück und voller Vorfreude sehnen wir nun das „Bang Your Head Festival 2020“ herbei.

 

Krokus

 

Vielen Dank an alle fleißigen Hände, die jedes Jahr aufs Neue wieder ihr Bestes geben. Wir wissen alle, dass eure Arbeit eigentlich unbezahlbar ist.     

 

 

Festivalbericht – Guitar Heroes Festival – Joldelund – 20. - 22. September 2019

 

(M.D. / A.M.) Am Freitag, den 20. September 2019, machten wir uns schon gegen Mittag auf den Weg in den Norden. Unser Ziel war das beschauliche Joldelund in Nordfriesland. Wie erwartet forderte uns der Freitagsverkehr besonders im Hamburger Raum heraus. Aber letztendlich kamen wir quasi pünktlich zu Festivalbeginn in Joldelund an.

 

Die Location war eine alte Scheune. Diese war gigantisch ausgebaut. Wir glaubten unseren Augen kaum. Und Bauherr und Besitzer Gerd hatte am gesamten Wochenende immer wieder mal einen Moment Zeit sich mit uns zu unterhalten. So erfuhren wir, dass er sich mit dem Ausbau zum „Gerd`s Juke Joint“ seinen Traum erfüllt hatte. Unzählige Arbeit steckte in dieser Halle. Und nun erstrahlte sie seit einigen Jahren in vollen Glanz. Der Boden, die Wände, die Decke (immerhin waren wir im Obergeschoss mit Schrägen), die Theke,… alles war mit Holz verkleidet. Und um einen besonders tollen Sound der Musik zu gewährleisten, war es unbehandeltes Tannenholz. Aber dem war noch nicht genug. Aus unterschiedlichen Baumstämmen hatte er eine Vielzahl an kleinen Tischen und auch an Stehtischen gezaubert. Dieses Flair war einfach unglaublich. Während die Treppe von unten den oberen Bereich nach vorne zur Bühne hin teilte, teilten die zwei Dachgiebel das Stockwerk in zwei Bereiche: zum Tanzen und zum gemütlichen Sitzen. Zudem war am hinteren Ende auch noch eine Empore mit verschiedenen Höhen gebaut. Hier luden Sofas zum Verweilen, Entspannen, Ausruhen und zum gemütlichen Konzertbesuch ein. Im unteren Geschoss war eine Vielzahl an Duddle-Spielautomaten in Form von Flippern aufgebaut. Auch diese wurden immer wieder genutzt. Draußen waren unterschiedliche Pavillons aufgebaut. Hier konnte u.a. das Gegrillte genossen werden. Und auch ein Bierwagen stand draußen. Dieser war schon vor dem offiziellen Einlass heiß begehrt.

 

Für viele angereisten Bluesfans ist dieses Festival seit Jahren ein Muss. Im April eröffnet es die Open Air Saison und Ende September ist es ein schöner Abschluss. Und wie es sich für ein mehrtägiges Festival gehört, stand Campen ebenfalls auf dem Plan. Hierfür standen insgesamt drei verschiedene Wiesen zur Verfügung. Wo zu Beginn dieser Festivalreihe wohl eine kleine Wiese hinter dem Haus ausgereicht hat, musste nun erweitert werden. Dies spricht wohl für sich selbst.

 

In diesem Jahr waren wir nun auch mit dabei. Und wir trafen viele bekannte Gesichter von den unterschiedlichen Festivals quer durch die Republik. Es war wahrlich ein Fest. Am Freitag spielten „Gerry Jablonski and The Electric Band“, „Hamburger Blues Band“ mit „Krissy Matthews“ und „Rob Tognoni“ mit seiner Band. Alle drei Bands hatten tolle Sets. Ihr handwerkliches Können stand völlig außer Frage. Sie wussten was sie taten. Und das Schöne war, dass jede Band volle 90 Minuten Spielzeit hatte.

 

Der Samstag begann dann relativ gemütlich. Für uns bisher neu, dort aber völlig klar, war, dass es auch an diesem Tag erst abends mit den nächsten Bands losging. Den Tag konnte jeder dann gemütlich mit alten und/ oder neuen Freunden auf dem Campinggelände verbringen oder die freie Zeit anderweitig entspannt genießen. Wir nutzten dies für etwas Sightseeing und Urlaubsgefühl stellte sich bei uns ein.

 

Pünktlich zum Einlass kamen wir dann auch an diesem Abend wieder in Joldelund bei „Gerd´s Juke Joint“ an. An diesem Abend waren einige neue Gesichter und auch alt bekannte anzutreffen. Musikalisch begannen „The Ron Lemons“ mit „Andreas Kümmert“. Ihnen folgten „Catfish“ und „Jimmy Cornett & The Deadmen“. Besonders letztere überzeugten an diesem Abend. Dies soll aber keinesfalls die anderen beiden Bands in einem schlechten Bild darstellen. Insgesamt war auch diese Bandauswahl wieder eine gelungene und der Abend wurde für viele Bluesfans sehr lang. Denn auch am Samstag galt, dass jede Band 90 Minuten Spielzeit für sich beanspruchen durfte. 

 

Der nächste Tag verlief dann etwas anders. Während man für den Freitag und Samstag Eintritt bezahlen musste, bot Gerd den Sonntag kostenfrei ein. Eine weitere Änderung war das gesamte Arrangement. „Michael van Merwyk“ trat als Solo Akustik Künstler mit seiner Gitarre auf. Auch er spielte 90 Minuten, allerdings schon über Mittag. Und für die Gemütlichkeit war das Ganze bestuhlt. So konnten die, die bereits beide Vortage fleißig der Bluesmusik gelauscht und diese genossen hatten, ihre müden Körper schonen, bevor sich das Festival dem Ende neigte und eine allgemeine Aufbruchstimmung zu verzeichnen war.

 

Wir möchten uns auf jeden Fall ganz herzlich bei Gerd und seinem Team bedanken. Das „Guitar Heroes Festival 2019“ war auf jeden Fall die Reise bis nach Nordfriesland wert und wird hoffentlich noch viele Jahre Freude bereiten!

 

Alle Bildergalerien mit den Photos zu den einzelnen Bands des Festivals sind unter  www.promoportal-germany.de zu finden.

 

Konzertbericht – BAP (LIVE) – Kunstrasen Bonn – 16. August 2019

 

Auf dieses Konzert haben wir uns lange gefreut. Das Abschlusskonzert der „Strooßekööter-Tour“ von BAP. Als absoluter BAP Fan der ersten Stunden ist es immer wieder ein Erlebnis Wolfgang Niedecken und seine Mannen auf einer Bühne zu erleben. Auch wenn die Band in den letzten Jahren immer wieder Umbesetzungen erlebt hat, ist die Perfektion der Darbietung doch ein Beweis dafür, was für gute Musiker in der aktuellen Besetzung zu finden sind. Neben Wolfgang Niedecken standen Ulrich Rode, Wilfried Kopal, Sönke Reich, Michael Nass und Anne de Wolf auf der Bühne; neben Gästen und einer Bläserformation die die Band noch zusätzlich eingeladen hat.

Das Konzert startete ohne Vorgruppe, die aber bei der Gesamtlänge des gespielten Sets auch nicht notwendig gewesen wäre. Die Band zelebrierte über drei Stunden Stücke aus allen Phasen ihres Schaffens, die von Wolfgang Niedecken mit entsprechenden Anekdoten versehen wurden. Die Stimmung auf dem Gelände war durchweg gut und die meisten Gäste konnten einen Großteil der Songs textsicher mitsingen.

 

Nach einen auch ausgiebigen Zugabenteil verließ die Menge das Gelände mit sichtlicher Zufriedenheit. Gar mancher hatte sich mit aktuellen Fanartikeln eigedeckt und wir können nur jedem empfehlen sich BAP anzusehen, die eine längere Pause angekündigt haben und das neue LIVE-Album zu erstehen, dass die Band in den nächsten Monaten veröffentlichen wird.

 

 

Setlist:

Drei Wünsch frei

Waschsalon

Psycho-Rodeo

Widderlich

Diss Naach ess alles drin

Nix wie bessher

Jebootsdaachspogo

Rita, mir zwei

Anna

Do kanns zaubere

Ruut-wieß-blau querjestriefte Frau

Et ess, wie't ess

Aff un zo

Wellenreiter

Frau, ich freu mich

Dausende vun Liebesleeder

Absurdistan

Vision vun Europa

Kristallnaach

Arsch huh, Zäng ussenander

 

Zugabenset 1.

Nemm mich met

Alexandra, nit nur do

Stell dir vüür

 

Zugabenset 2:

Paar Daach fröher

Verdamp lang her

Jraaduss

Festivalbericht – Feuertal- Festival – Wuppertal – Waldbühne Hardt –

31. August 2019

 

(M.D.) Der Spätsommertag, Samstag, 31. August 2019, stand im Tag des Mittelalters. Die entsprechenden Fans und Musikliebhaber fanden sich wie jedes Jahr in Wuppertal im alten Steinbruch „Auf der Hardt“ ein. Leider, so müssen wir hier direkt schon erwähnen, fand das Festival in diesem Jahr nur an einem Tag statt. Dies war bzw. ist sehr bedauerlich. Aber um so mehr freuten sich „Subway To Sally“, „Feuerschwanz“, „Mr. Hurley und die Pulveraffen“, „Unzucht“, „Mr. Irish Bastard“ und „Haggefugg“ den angereisten Mittelalterfans ordentlich einzuheizen und einen tollen Tag mit ihnen zu verleben und das Festival zu feiern. Trotz des offiziellen Ein-Tages-Festival war aber das Campen im Freibad an der Mirke wieder alle drei Tage möglich. Und freitags gab es dort auch eine Warm-Up-Party.

 

Am Samstag war dann der offizielle Festivaltag. Man traf viele bekannte Gesichter und freute sich, sich jährlich bei diesem Festival wieder in die Arme nehmen zu können. Während die Musiker auf der Bühne ihr Bestes gaben, tanzten, lachten und feierten die Fans vor der Bühne. Dies war wirklich bei allen Bands der Fall. Das Gelände füllte sich zunehmend und so war es dann beim Headliner „Subway To Sally“ wie erwartet voll. Diese gaben auch einige ihrer neuen Stücke zum Besten. Hierzu gehörte auch das „neue“ Bühnenoutfit. Denn „Fish“ begann das Set in Gold gekleidet und samt entsprechender Perücke. Und „Ally the Fiddle“, betrat die Bühne mit festgesteckten Haaren. Dies änderte sich dann aber und die langen blonden Haare schwebten wie erwartet durch die Lüfte. Und musikalisch waren sie natürlich wie erwartet handwerklich perfekt und sehr professionell. Diese Beschreibung trifft aber auch auf die anderen Bands zu. Denn wie könnte es sonst auch sein, dass neben „Subway To Sally“ auch „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ gerade mal einen Monat zuvor beim legendären „Wacken Open Air“ ihre Slots hatten. Aber auch die anderen Bands sind fleißig unterwegs und auf großen und kleinen Bühnen zu finden.   

 

In den Umbaupausen, die trotz der nicht ganz leichten logistischen Herausforderungen eines Steinbruchs, immer möglichst kurzgehalten werden, konnten die Fans wieder auf dem Mittelaltermarkt verweilen. Dieser hatte zum Glück nicht zurückgefahren. Wie erwartet waren diverse Verkaufsstände vor Ort. Man konnte über Kleidung bis hin zu den unterschiedlichsten Accessoires alles erwerben. Und gegen „Taler“ konnte auch für das leibliche Wohl gesorgt werden. Hier freuten wir uns besonders auf den legendären Flammkuchen, der auch in diesem Jahr zum Glück wieder angeboten wurde. Aber auch Hanftaschen u.ä. konnte genossen werden. Und diverse Spielereien wurden natürlich auch wieder angeboten. So sei der „Zickenparkplatz“ oder auch der „Lümmelparklatz“ als perfektes Fotomotiv genannt.

 

Schmunzelnd bedanken wir uns also so mit diesen tollen Eindrücken und Erinnerungen des Feuertal- Festivals 2019!

 

Die Bildergalerien mit den Photos der einzelnen Bands des Festivals sind unter  www.promoportal-germany.de zu finden.

 

Konzertbericht – Beth Hart und Kenny Wayne Shepherd – RuhrCongress - Bochum – 1.Juli 2019

 

(M.D./ A.M.) Am 1. Juli 2019 läutete Kenny Wayne Sheperd einen besonderen Blues Abend im RuhrCongress in Bochum ein. Die rund 2000 Fans freuten sich auf ihn und ebenso auf den Hauptact des Abends Beth Hart.

 

Kenny Wayne Sheperd begeisterte durch sein absolut perfektes und bis ins Detail geliebtes Gitarrenspiel. Wie dieser Mann sein Handwerkszeug beherrscht, ist selbst unter den größten Kritikern unstrittig. Egal wie viel man von Musik versteht, das Set samt Show ging einfach an jeden heran. Demnach war er in der Umbaupause auch zu Recht überall Thema und wurde über die Maßen hin gelobt. Und dies Lob bekam er sowohl von Menschen, die einfach einen schönen Konzertabend verleben wollten, als auch von denen, die im Musikbusiness ihr Geld verdienen.

 

Und dann kam sie, Beth Hart. Sie schritt den Saal durch die Reihen von hinten bis nach vorne zur Bühne entlang. Hierbei wurde sie direkt von allen gefeiert. Diesen Auftritt genossen wirklich alle. Denn nicht wenige hatten die Chance sie so hautnah begrüßen zu dürfen, sie zu umarmen, bereits zu Beginn ein Foto zu ergattern und sie einfach ganz nah zu spüren. Demnach war der weitere Verlauf des Abends klar. Es wurde emotional, ehrlich und echt. Beth Hart sang, spielte Klavier, setzte sich erneut ganz nah zu ihrem Publikum, diesmal an den vorderen Rand der Bühne, spielte Akustikgitarre und war einfach da. Sie nahm den gesamten Raum ein. Und diese Stimmung war wirklich echt. So vergingen die rund 90 Minuten samt Zugaben wie im Fluge und uns bleiben die tollen Erinnerungen an diesen schönen Konzertabend.

 

Vielen lieben Dank an alle fleißigen Helfer, dass ihr dies für uns und für so viele zu einem tollen Erlebnis gemacht habt.

 

Vorankündigung: Bruce Guthro - Celtic X-mas Tour

Runrig ist offiziell in den Ruhestand getreten – Bruce Guthro zum Glück nicht!

Der kanadische Sänger war 20 Jahre die Stimme von Runrig, der Band die sich letzten Sommer vor 50.000 Fans in Stirling/Schottland verabschiedeten. Nach einer Pause im Jahr 2018 ist Bruce Guthro mit seiner Band zu einer Tour stimmungsvoller Weihnachtskonzerten nach Dänemark zurückgekehrt, die mehrere gute Traditionen auf einmal festhalten: packende Geschichten, schöne keltische Töne und einer herzlichen Gemeinschaft.

Zuvor kommt er für drei Konzerte nach Deutschland Zum ersten Mal auf seiner Celtic X-mas Tour spielt Bruce Guthro auch einige Lieder von Runrig. Das Publikum kann sich auf ein Konzert mit legendären Erinnerungen an Guthros Zeit mit Runrig freuen, das wunderbar mit seinen eigenen Originalliedern sowie mit irischen Klassikern und englischen Weihnachtsliedern verwoben ist.

Unter den Begleitern auf der Bühne ist diesmal der Geiger Róisín Ryan, dessen einzigartige Stimme die Emotionen fesselt und auslöst. Sie ist zentraler Bestandteil eines starken 6-köpfigen internationalen Orchesters, das für ein paar Stunden eine echte keltische Urlaubsatmosphäre mit dem Publikum teilt. Und Bruce Guthro wird, wie es die Tradition verspricht, auch über sein eigenes Weihnachtsfest in Nova Scotia und das seltsame und skurrile Leben sprechen, das dort lebt. Bruce Guthros frühere Weihnachtsshows in Dänemark waren oft ausverkauft. Deshalb ist es eine gute Idee sich jetzt ihre Karte zu sichern und sich selbst oder jemandem den sie lieben eine grosse Freude zu machen. Hier nochmal alle deutschen

 

Termine:

Samstag, 23 November 2019 DÜSSELDORF Mitsubishi Electric HALLE

Sonntag 24 November 2019 FRANKFURT Jahrhunderthalle Frankfurt

Montag 25 November 2019 LUDWIGSBURG MHP Arena

                                                          

JETZT!

Zu seinem Jubiläum bringt Peter Maffay ein Rockalbum mit 14 neuen Titeln heraus, das am 30.08.2019 veröffentlicht wird.

 

Peter Maffays Jubiläumsalbum JETZT! Ist ein Aufbruch und steht zugleich in einer Kontinuität, die langjährige Fans zu Recht erwarten dürfen. Es ist nicht alles anders, aber doch manches neu. Zugleich bedeutet das erste Studioalbum nach 5 Jahren auch das 50.Bühnenjubiläum. Aber damit noch nicht genug, denn eine weitere Jubiläumszahl steht genau an diesem 30.08. an, nämlich Peters 70. Geburtstag.

Jetzt! Keinesfalls ein „best of“ – sondern ein Album mit nagelneuen Titeln – viele der Songs hat Peter Maffay selbst komponiert. Insgesamt ist Peter Maffays Jubiläumsalbum JETZT! Ein Aufbruch. In jedem Fall legt es den Schluss nahe, dass bei Peter Maffay die nächsten 1000 Wege gerade erst begonnen haben.

 

 

Wir durften Peter Maffay am 09. August 2019 in Hagen im Woodhouse Studio interviewen:

 

Spengler:  Der Albumtitel „Jetzt!  - mit roter Schrift und ! – was ja eine gewisse Alarmstimmung                   bedeutet – ein klares Zeichen, jetzt gemeinsam etwas gegen so viele Missstände anzupacken?

 

Maffay: unbedingt. Das JETZT zählt – das Vergangene lassen wir hinter uns, haben darauf keinen Einfluss mehr. JETZT ist heute, heute können wir etwas bewegen. Morgen, das ist noch ungewiss.

Was ist jetzt wichtig? Wo und wofür stehen wir? Ich interessiere mich dafür, was heute ist. Natürlich wurden wir von der Vergangenheit geprägt und sie hat uns  oft weiter gebracht. Aber wir können die Vergangenheit nicht mehr ändern.  Hier und jetzt können wir Entscheidungen treffen und etwas verändern. Jetzt ist es möglich.

 

 

Spengler:  War es Dein persönliches Anliegen, das Hautthema „jetzt“ zum Focus zu machen?

 

Maffay: Ja, absolut.

 

Spengler:  Johannes Oerding spielte schon bei der Unplugged – Tour eine große Rolle, einige Texte auf dem neuen Album stammen auch von ihm. Ist hier an eine dauerhafte Zusammenarbeit zu denken?

 

Maffay:  Johannes ist ein fantastischer Künstler, ich schätze ihn und seine Arbeit sehr. Ich hoffe, dass wir uns noch oft begegnen. Aber Johannes hat genau wie wir eigene Projekte.

 

Spengler:  Wird es in der Tour auch wieder einen Unplugged-Moment geben?

 

Maffay: Nein. Theoretisch kann man jeden Titel unplugged spielen. Jedoch dieses Mal ist das nicht geplant.

 

 

Spengler: Bald geht es auf Tour: Kannst Du uns etwas über den Bühnenplan zur Tour verraten? Man kann einen Steg ins Publikum erahnen, der auch wieder die Nähe zum Publikum bedeutet.

 

Maffay: Auf der 96er Tour gab es die Bühne in Form einer Gitarre, mit langem Steg ins Publikum. So etwas in der Art wird es bei der nächsten Tour geben. Man könnte auf dieser Bühne auch schön Motorrad fahren (lacht).

 

Spengler: Gibt es einen bestimmten Grund, warum diese Tour ausschließlich bestuhlt sein wird?

 

Maffay: Das bedeutet ja nicht, dass man sitzen muss. Aber bei den Balladen möchten sich vielleicht viele Leute setzen. Es bringt auch etwas Ruhe rein. Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen ist außerdem fantastisch für die Durchblutung (lacht).

 

Spengler: Wird es Gäste während der Tour geben?

 

Maffay: Ja, ganz sicher. Bisher hatten wir immer Gäste dabei. Es steht aber noch nicht fest, wer genau dies sein wird.

 

Spengler: Wird es eine öffentliche Generalprobe unmittelbar vor der Premiere geben?

 

Maffay: Vermutlich ja.

 

Spengler: Wie schöpfst Du für Dich Kraft, in den „heißen Tourphasen“ das alles durchzuhalten?

 

Maffay: Disziplin, Schlaf, Sport….Sport unbedingt, sonst steht man keine 2,5 Stunden auf der Bühne durch. Auch die Bandmitglieder treiben gerade während der Tour regelmäßig Sport.

 

 

Spengler: Du sagtest von Dir selbst, dass Du nicht immer der geduldigste Mensch bist – wie findest Du trotzdem zu einem Stück Gelassenheit, hast Du hierfür ein Rezept?

 

Maffay: Ich versuche mich auf die jeweilige Situationen einzustellen. Wenn ich genau weiß, bei der Vorbereitung alles, was in meiner Macht steht, getan zu haben, bin ich  schon gelassener.  Wenn ich zum Beispiel weiß, ich habe genug Sport gemacht, um auf die Bühne zu gehen, dann bin ich schon viel relaxter.

 

Spengler: Ein Titel Deines Albums: 100 000 Stunden – das bedeutet der Kampf um eine Liebe?

 

Maffay: Ganz genau, es lohnt sich, um eine Liebe zu kämpfen, das ist der Hintergrund es Liedes.

 

Spengler: Ein weiterer Titel, den wir hören durften: Größer als wir.  Was steckt dahinter?

 

Maffay: Damit ist Gott gemeint! Eine höhere Kraft, der Glauben. Wenn nichts mehr geht, dann habe ich meine Kraftquelle, meinen Glauben, Gott… wie auch immer er aussieht, egal wo er ist, das ist nicht ausschließlich an Christentum geknüpft.

 

Spengler: Für immer jung…auch ein Titel Deines Albums, ich sehe hier eine Zeitreise?

 

Maffay: Ganz genau….50 Jahre Bühne, es tauchen viele Zitate aus alten Songs in dem Text auf. Wir feiern die gemeinsame Zeit von uns als Band und  die Zeit mit  dem Publikum. Ohne das Publikum wären wir nicht da, wo wir sind. Wir möchten „Danke“ sagen für so viel Treue und Verbundenheit.

 

Spengler:  Wie jung fühlst Du Dich?

 

Maffay: schmunzelt….jung genug! Jung sein ist ein Zustand. Ich habe in meiner Branche mit vielen jungen Menschen zu tun, das macht sehr viel aus…es ist ein positiver Einfluss, Lebendigkeit.  Mit dem älter werden, das verschiebe ich noch ein wenig nach hinten. Alter ist nur eine Zahl, wichtig ist, wie man sich fühlt und das ist bei mir keineswegs alt. Jedoch kann das morgen anders sein, denn die Gesundheit ist ein entscheidender Faktor.

 

Spengler: Schlagworte, die mir aus dem, was ich bereits vom Album kenne ins Auge fallen: JETZT! – gibt mir die Botschaft, den Moment bewusst zu leben. Schaffst Du das im Wesentlichen für dich persönlich?

 

Maffay: Ich gebe mir Mühe, den Moment so anzunehmen, wie er kommt. Jetzt zählt, gestern war gestern und morgen, das liegt vor uns.

 

Spengler: Morgen - ein sehr aufrüttelnder, provokanter Song, mir ebensolchen Bildern, bei der auch die ablaufende Sanduhr eine deutliche Rolle spielt. Was wünschst Du Dir noch für Deine Zeit, die sich hoffentlich noch lange und gesund gestalten wird?

 

Maffay: Gesundheit! Ganz klar Gesundheit….das ist der Grundstock, die Basis. Gesundheit für mich und meine lieben Menschen um mich herum.

 

Spengler: Auch eine Textzeile aus Deinem Album: Spuren, die wir hinterlassen….welche Spuren möchtest Du hinterlassen?

 

Maffay: Werte – die möchte ich gerne hinterlassen. Insbesondere auch an meine beiden Kinder möchte ich gewisse Werte vermitteln, das ist mir sehr wichtig.

 

Spengler: ein weiterer Titel – 1000 Wege…..eine Botschaft an die nächste Generation?

 

Maffay: Nein….1000 Wege erscheint als kurzes Intro zu Beginn und als letzter Song. Es schließt sich der Kreis. Jeden Tag beginnt der Trip neu…solange Du lebst, gehst Du noch 1000 Wege. 1000 Wege, die wir bereits gegangen sind, aber auch 1000 Wege, die wir noch gehen werden.

 

 Alexandra Kersten-Spengler