The Pagan Thor

 

Zwei großartige und einzigartige Bands schließen sich zur epischsten Metal-Tour des Jahres zusammen: Schwedens BROTHERS OF METAL sind DIE Newcomer der letzten 10 Jahre und mit den italienischen Folk/Power Metal-Ikonen ELVENKING ist zudem ein absolut hochwertiger Co-Headliner am Start.

 

 

 

BROTHERS OF METAL:

 

Sie sind ein außergewöhnliches 8-Mann/Frau starkes Gespann, das die Metal-Welt im Sturm erobert. Ihre Songs wurden mehr als 25 Millionen Mal gestreamt. Die BROTHERS OF METAL haben es sich zum Ziel gesetzt dem guten, alten True-Metal neues Leben einzuhauchen.

 

Nach triumphalen Auftritten beim Sweden Rock Festival und bei den deutschen Rockharz  Rock Am Stück Festivals ist die Begeisterung größer denn je – nicht nur für neues Material, sondern auch für Live-Konzerte. Die Headliner-Tour – die der Veröffentlichung von „Emblas Sage“ (am 06. Dezember) im Januar folgen wird.

 

 

 

ELVENKING:

 

Die italienische Folk Power Metal Band gehört zu den wichtigsten und einzigartigsten Bands der Szene. 1997 gegründet, und schon 9 Alben auf dem Markt.

 

Ihr zehntes Meisterwerk „Reader oft he Rundes-Divination“, ist eine abenteuerliche Reise in die mystische Welt der Magie, Runen und antiker Kräfte.

 

Sie läuten ein vollkommen neues Kapitel in ihrer bisherigen Bandhistorie ein und erschließen ihren Fans eine neue Welt. Die Kraft der Runen und die Mysterien der Weissagungen erwarten euch.

 

 

 

The Pagan Thor

 

 

 

09.01.20 Hamburg, headCRASH

 

10.01.20 Oberhausen, Kulturtempel

 

11.01.20 Köln, Club Volta

 

12.01.20 Amsterdam, Melkweg OZ

 

14.01.20 Paris, La Maroquinerie

 

15.01.20 Frankfurt, Zoom

 

16.01.20 Stuttgart, Wizermann Club

 

17.01.20 Nürnberg, Z-Bau

 

18.01.20 Pratteln, Z7

 

20.01.20 München, Backstage

 

21.01.20 Leipzig, Hellraiser

 

Festivalbericht – Golden Age Rock Festival –– 23.-25. August 2019 – Belgien – Liège – Manége Fonck

 

(M.D. / A.M.) Am Freitag, den 23. August 2019 machten wir uns so früh wie möglich auf den Weg nach Belgien. In der heißesten Stadt Belgiens, in Liège, fand zum ersten Mal ein neues Festivalformat statt. Der Name „Golden Age Rock“ war wirklich Gesetz. Monate zuvor hatten wir uns schon eine Unterkunft auf der anderen Flussseite gebucht. So mussten wir nur ein paar Minuten zur Manège Fonck laufen. Diese lag bzw. liegt mitten in der Stadt. Demnach gab bzw. gibt es keine Campingmöglichkeiten. Aber diese Nachricht schreckte niemanden ab. Das Festival war nämlich an allen drei Tagen relativ gut besucht und die Fans feierten alle freudig dieses neue Konzept.

Nachdem wir also schnell unsere Unterkunft bezogen hatten, liefen wir rüber und kamen quasi pünktlich zu Veranstaltungsbeginn an. Denn um 16.20 Uhr eröffneten „Tygers Of Pan Tang“ das Festival. Ihnen folgten an diesem ersten Tag „Phil Campbell And The Bastard Sons“, „Vulcain“, „Ross The Boss“, der „Manowar“ spielte, „Channel Zero“ als Headliner und „Back:N:Black“, The Girls who play „AC/DC. Schon an diesem Line-Up des ersten Tages merkte man die Stilrichtung des gesamten Festivals. Aus den Reihen des Veranstaltungs- und Organisationsteams wussten wir, dass hier sowohl musikalisches Fachwissen am Werk war und auch, dass natürlich zudem über die eigenen Favoriten heiß diskutiert wurde. So oder so, dieses Line-Up ließ sich natürlich für den ersten Tag echt sehen und genießen. Und das Motto des „Golden Age Rock“ war wahrlich in Perfektion umgesetzt.

An diesem ersten Tag hatten wir dann zudem noch die Möglichkeit Robb Weir, den Gründer von „Tygers Of Pan Tang“ zu interviewen. Das entsprechende Video findet ihr bald online. Und auch ein weiteres nettes Gespräch mit Ross war möglich. Dieser gesellte sich nämlich, wie auch andere Künstler an diesem Abend, in den VIP Backstage Bereich außerhalb der Garderoben. Und dieser Bereich war wirklich vom Feinsten. Uns wurde dort richtig was geboten. Neben Ruhe und Zeit für den ein oder anderen Smalltalk in den Umbaupausen auf der Bühne, stellte Eric Philippe hier nämlich eine Auswahl seiner, für verschiedene Bands erstellten, Plattencover per Vernissage aus. Er war mit seiner Frau und seinem Sohn das gesamte Wochenende dort und nahm sich für jeden einzelnen Zeit. Dies fanden wir mal eine mehr als gelungen Sache und hoffen auf Wiederholung bzw. weitere Verbreitung. Und auch eine Ausstellung von Gauthier Henri mit seiner Buchpräsentation und Fotos war dort genauso zu finden, wie eine Ausstellung der Konzertfotos von Franky Bruyneel.

Samstags begann das Festival dann mittags mit „Alain Pire Experience“, gefolgt von „Leaf Hound“, „Robby Valentine“, der „Queen“ spielte, „Atomic Rooster“, „Uli Jon Roth“, der „Scorpions“ spielte, „Moxy“, „Doc Holliday“ und „Foghat“ als Headliner. Abschließend ging es mit der After Show Party und „Hernie Disco“ weiter. Insgesamt war dieser Tag sehr, sehr heiß. Wir genossen die Musik drinnen und das schöne Spätsommerwetter draußen, wohlgemerkt im Schatten. Denn auch hier hatte sich das Festivalveranstaltungs- und Organisationsteam einiges einfallen lassen. Im Hinterhof der „Manège Fonck“ waren nämlich unter Bäumen diverse Bänke aufgestellt, die zum Verweilen und Pausieren einluden.

Hier konnte man dann nämlich auch neben Fritten und Burgern aus dem Foodtruck und wirklich gutes indischen Essen genießen. Zudem war der Hinterhof mit Verkaufsständen gefüllt. Hier konnte jeder sein Lieblingsshirt finden oder auch nach der ein oder anderen Platte stöbern. Gleiches galt aber auch für drinnen. Denn die Halle war geteilt aufgebaut. Mitten drin stand eine Tribüne. Von hier aus konnten die Fans ihre Bands genießen und sich gleichzeitig etwas erholen. Und an der Rückseite der Tribüne und an der einen Hallenseite war ein weiterer Rockmarkt aufgebaut um nach Herzenslust zu shoppen. Hier gab es auch das offizielle Festivalshirt. Und dieses war natürlich heiß begehrt. Zum einen wollte es natürlich fast jeder haben, da es die erste Auflage des Festivals war, und zum anderen gab es noch die Besonderheit, das VIP Gäste eine spezielle Version kaufen durften, die ihnen vorbehalten war. Auch dies war mal eine andere Art des Merchandiseverkaufs.

An diesem Tag führten wir ebenfalls noch ein Videointerview. „Uli Jon Roth“ stellte sich den Fragen und gab uns diverse Infos für die weiteren Konzerte, Tour in Amerika. Auch dieses Interview findet ihr bald online.

Am Sonntag spielten dann „Irish Coffee“, „Pat Mac Manus Band“ (Mama´s Boys), „Rudy Lenners´“ mit Freunden, „Heavy Pettin“, „220 Volt“, „Angel“ und „Dee Snider“ als Headliner, bevor die After Show Party mit „Egales Road“ das erste „Golden Age Rock Festival“ beendete. Dieser Tag wurde von mittags bis in die ersten Minuten des montags gefeiert. Demnach waren es wirklich drei volle und satte Festivaltage der ersten Auflage des „Golden Age Rock“.

Insgesamt können wir dieses Festival wirklich als gelungen bezeichnen. Die Organisation war bis ins Detail perfekt. Und an dieser Stelle möchten wir Theo Samson einmal extra erwähnen. Er ermöglichte nicht nur uns viel, sondern war, scheinbar ganz nebenbei, auch für die diversen Autogrammstunden an allen drei Tagen von fast allen Bands verantwortlich, die mehr als gelungen verliefen und gut besucht waren. Zudem gab es ein sehr detailliertes Heftchen mit allen möglichen Infos rund um da Festival, mit einem genauen Timetable und zusätzlichen Infos zu jeder einzelnen Band. 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Veranstaltungs- und Organisationsteam für ein tolles „Golden Age Rock Festival 2019“ und hoffen auf eine zweite Auflage, damit sich dieses tolle Festivalkonzept etablieren kann und viele weitere Fans der Rockmusik, speziell der Rockmusik der Goldenen Zeiten, glücklich machen kann.  

 

 

 

Nachbericht: Bang Your Head Festival / Balingen 2019

Steel Panther

(M.D. / A.M.) Am Mittwoch begrüßte uns Balingen nach einer wie gewohnt staureichen Anfahrt schön sonnig. Die letzten Vorbereitungen für das „Bang Your Head Festival 2019“ liefen auf Hochtouren. Und auch für die Warm-Up Show am Abend war fast alles bereit. Diese fand in der Messehalle ab 19 Uhr statt. Geplant waren mit „Endlevel“, „Warkings“, „Grave Digger“, „Beatle Beast“ und „Sons Of Seasons“ als Ersatz sieben Stunden volle und satte Musik. Trotz zusätzlichen 35E Eintritt war die Show gut besucht. „Endlevel“ eröffneten und heizten schon ordentlich ein. Und so ging es bei „Warkings“ auch weiter. Die Band gab alles und vollen Einsatz. „Grave Digger“ zeigten dann wie erwartet ebenfalls eine gute Show. Bei „Beattle Beast“ explodierte die Stimmung dann und der Gig war absolut empfehlenswert. Den Abschluss der Warm-Up-Party machten die „Sons Of Seasons“.

Der Donnerstag begann wettertechnisch kühl und bewölkt und bereits beim Opener des „Bang Your Head“ Open Airs „Stormwarrior“ um 11.30 Uhr fielen die ersten Regentropfen des Tages herunter. Dies tat der Lust der Jungs auf der Bühne zu sein jedoch keinen Abbruch. Da Basser und Drummer nach teilweise zehn Jahren wieder zurück waren bzw. sind, spielten sie „nur alte Scheiße“ und feierten mit den Fans, die es bereits auf das Gelände und vor die Bühne geschafft hatten. Melodischer und langsamer ging es dann mit „Sorcerer“ weiter, bevor „Audrey Horne“ rockig mit Headbangen weiter Action auf die Bühne brachten. Hier genoss ebenfalls jeder Künstler die Show und seine Solomomente im Vordergrund. Dem Regen trotzen auch „Brainstorm“, die wie gewohnt einen druckvollen Gig ablieferten.

Danach folgten „The Night Flight Orchestra“. Mit den pink gekleideten Flugbegleiterinnen samt lila Flugzeugtelefon boten sie nicht nur was für die Ohren, sondern auch was für die Augen. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Während draußen „Dream Evil“ im Tausch mit „Hardcore Superstar“ mit ordentlich Bass rockten, begann drinnen nach den Autogrammstunden „I´ll Be Damned“ mit ihrer Show, an der sie selbst nicht minder Spaß hatten, als die leider doch noch relativ wenig anwesenden Fans. Dies war wahrscheinlich auch dem Wetter zu schulden, denn die Sonne wagte sich kurz vorher doch nochmal kräftig zu scheinen. Mit ordentlich viel Trash und Speed folgten drinnen „Keep Of Kalessin“ und draußen „Soulfly“. Erstere freuten sich endlich wieder einen Drummer gefunden zu haben, der so schnell spielen konnte und kann und zweitere begeisterten die Fans mit ausgiebigen Gitarrenmelodien. „Hardcore Superstars“ begrüßten ihre Fans dann endlich voller Freude in der Halle. Nach diversen Anlaufschwierigkeiten beim Flug bzw. am Flughafen mit der Fluggesellschaft sollte das Glück aber dennoch nicht von langer Dauer sein. Trotz allen Einsatzes und einem Höchstmaß an professioneller Spontanität mussten sie ihren Gig nach drei grandiosen Songs abbrechen, da das Equipement versagte. Wir können dies einfach nur mit „mehr als schade“ kommentieren. Mit dem Headliner des Tages „Michael Schenker Fest“ mit entsprechendem Classic Rock endete das Open Air Line-Up des ersten Festivaltages würdig. In der Halle ging es allerdings noch mit „Venom Inc.“ hart und mit „Visions Of Atlantis“ samt klassischen Orchester als Begleitung und diversen Pyros weiter, bevor der erste Festivaltag sich dem Ende neigte.

Als „Traitor“ das Open Air „Bang Your Head Festival 2019“ am nächsten Festivaltag, dem Freitag, hart und kräftig eröffneten, wirkte es fast so, als würden sie gegen den Regen anschreien. Und dies war dann auch phasenweise erfolgreich. Ebenso konnten die Fans, die es bereits vor die Bühne geschafft hatten, die Niederländer „Picture“ mit ihrem Oldschool Heavy Metal halbwegs trocken genießen.

Mit ordentlich Speed ging es dann mit den Schweden „Enforcer“ weiter, bevor die Ungarn „Ektomorf“ mit Trash und Hardcore Einflüssen folgten. Bei ihnen feierten die Fans mit Bierduschen dann auch endlich in der Sonne, die sich schrittweise vorwagte. Die Finnen „Beast in Black“ sorgten dann mit ihrem Power Metal Set weiter für gute Stimmung und heizten dem Publikum weiter ein. So begrüßten „Cirith Ungol“ eine feierfreudige Schar, so dass auch die kurze Unterbrechung wegen des heftigen Wetters keinen Abbruch tat. Allerdings verzögerte sich genau wegen des Starkregens der Beginn von „Dust Bolt“ in der Halle nach den Autogrammstunden. Deshalb mussten die Trash Metaller nochmal eine Schüppe Tempo drauflegen, sofern das überhaupt möglich war bzw. ist. Bei Sonnenschein spielten dann die Schweden „Dark Tranquillity“ richtig guten Melodic Trash Metal und auch in der Halle ging es mit „Evergrey“ progressiv mit einigen Synthies (Keyboards) weiter. Während drinnen düster „Attic“ folgten, spielten „Krokus“ draußen klassisch oldschool rockig. Sie heizten für den Headliner des Tages „Steel Panther“ ordentlich weiter ein. Dieser freute sich über die begeisterte Menge, auch wenn es zuvor nochmal mehr als heftig geschüttet hatte. Aber die Fans trotzten jedem Wetter und gemeinsam wurde das Open Air des zweiten Festivaltages freudig beendet. In der trockenen Halle beendeten „Exhorder“ und „Mantar“ den Tag mit richtig Speed und trümmerten gekonnt passend auf ihre Instrumente.

Der letzte „Bang Your Head“ Festivaltag in diesem Jahr begann zur Freude aller erstmal trocken und dies sollte auch so bleiben. Die Schweden „Screamer“ rockten ordentlich und hatten auch schon einige Fans mehr vor der Bühne als der Opener des Vortages. Generell war das ganze Gelände schon besser gefüllt. Ihnen folgten „Ram“, die weiter einheizten. So freuten sich „Flotsam & Jetsam“, die in diesem Jahr erstmalig auf der Hauptbühne spielten, über eine entsprechend gute Stimmung und auch „Armored Saint“ rockten hart. Ihnen folgten „Candelmass“, bevor die Erde für und bei „Metal Church“ quasi bebte. In der Halle hatten „Kickin Valentina“ ihr Bang Your Head Festival Debut. Und dies war wahrlich nicht von schlechten Eltern. Die Jungs waren perfekt aufeinander eingespielt und so konnte der neue Sänger auch problemlos die Bühne verlassen und auf der Absperrung direkt am Publikum und ihren Fans rumturnen und Spaß haben.

Danach ging es hart mit „Omnium Gatherum“ weiter. Sie gaben richtig Gas und der Schweiß flog schon beim dritten Lied in die feiernde Menge. Kurz darauf begannen „Skid Row“ ihr Set auf der Hauptbühne. Sie genossen ihre Show genauso wie die Fans und heizten für den Headliner des Tages „Avantasia“ weiter ein. Dieser kam bei der Menge wie erwartet gut an und legte einen mehr als ordentlichen Gig ab. Anschließend betrat Veranstalter „Horst“ gemeinsam mit seiner Tochter die Open Air Bühne. Wie in jedem Jahr bedankte er sich bei den Fans, den Musikern und seinem Team. Letztere hatten in diesem Jahr alleine schon durch die Wetterbedingungen einiges zu tun und meistern dies mit Bravour. Zudem gab Horst schon ein paar Infos für das „Bang Your Head Festival 2020“. Einige Bands seien schon bekannt, alle weiteren Wunschkandidaten bereits angefragt und auch Gespräche mit „Hardcore Superstar“ und „Kickin Valentina“ hätten bereits stattgefunden, um sie auf einem „besseren“ Slot spielen zu lassen, so Horst. Während er diese Infos parallel zum Abschlussfeuerwerk verriet, ging da Festival in der Halle noch weiter. Den Death Metallern „Tribulation“ folgte die norwegische Viking-Metal-Band „Einherjer“. Und als absolut krönenden Abschluss dieses tollen Festivals spielte „Ross The Boss“. Sein Set war wie erwartet erstklassig und begeisterte in jeder Sekunde. Obwohl die meisten ja nach drei Tagen Festival plus den entsprechenden Vorbereitungen dann irgendwann müde sind, tobte die Halle bei „Ross The Boss“ nochmal richtig und feierte den letzten Gig des „Bang Your Head Festivals 2019“ mit aller Kraft und voller Power. Und  auch hier kam „Horst“ noch einmal auf die Bühne und feierte mit.

So ging dann auch dieses Festival wieder einmal viel zu schnell vorbei und trotz drei Tagen Zeit blieb einem doch viel zu wenig Zeit. Denn neben der Musik gab es ja auch immer jede Menge anderes. Hier sei zum Beispiel das Durchstöbern in der „Metalbörse“ im Zelt oder auch bei den einzelnen Verkaufsständen (Shirts, Pins, Aufnäher, Mützen, Tücher, Sonnenbrillen, Hosen, Röcke, CDs,…) auf dem Gelände gemeint. Aber auch das Suchen nach genau dem Festivalshirt benötigte seine Zeit, denn immerhin galt es zwischen verschieden farblichen Angeboten auszuwählen. Wer wollte, konnte natürlich auch wieder durch die „alten“ Shirts und Hoddies der vergangenen Jahre stöbern, um dort sein Schnäppchen zu ergattern. Und auch das Essen brauchte seine Zeit. Immerhin stand einiges Unterschiedliche zur Auswahl. Mochte ich lieber klassisch Gegrilltes, oder lieber Fisch oder schrie mein Magen nach Käsespätzle, Döner oder Pizza? Oder sollte ich meinen Zuckerhaushalt mit Crêpe aufbessern und mir zudem noch Koffein in Form von Kaffee gönnen um wach und fit zu werden? Und dann war da ja auch immer noch das Thema Camping. Die Plätze waren unterschiedlich weit entfernt, jedoch war jeder durch den Shuttle Bus gut vom Festivalgelände zu erreichen. Und auch die Hygiene sollte natürlich nicht zu kurz kommen. Hier stand neben den mobilen Duschen auf den Campingplätzen auch noch das Freibad zur Verfügung. Und an beiden Orten konnte man sich nach der morgendlichen Dusche auch Frühstück gönnen, wenn man nicht gerade mit einen Luxuscamper unterwegs war, der einen völlig autonom werden ließ.

So oder so, drei Tage „Bang Your Head“ Festival plus Warm-Up Show am Vorabend gingen irgendwie immer viel zu schnell zu Ende und wehmütig blickten wir zurück und voller Vorfreude sehnen wir nun das „Bang Your Head Festival 2020“ herbei.

 

Krokus

 

Vielen Dank an alle fleißigen Hände, die jedes Jahr aufs Neue wieder ihr Bestes geben. Wir wissen alle, dass eure Arbeit eigentlich unbezahlbar ist.     

 

 

Festivalbericht – Guitar Heroes Festival – Joldelund – 20. - 22. September 2019

 

(M.D. / A.M.) Am Freitag, den 20. September 2019, machten wir uns schon gegen Mittag auf den Weg in den Norden. Unser Ziel war das beschauliche Joldelund in Nordfriesland. Wie erwartet forderte uns der Freitagsverkehr besonders im Hamburger Raum heraus. Aber letztendlich kamen wir quasi pünktlich zu Festivalbeginn in Joldelund an.

 

Die Location war eine alte Scheune. Diese war gigantisch ausgebaut. Wir glaubten unseren Augen kaum. Und Bauherr und Besitzer Gerd hatte am gesamten Wochenende immer wieder mal einen Moment Zeit sich mit uns zu unterhalten. So erfuhren wir, dass er sich mit dem Ausbau zum „Gerd`s Juke Joint“ seinen Traum erfüllt hatte. Unzählige Arbeit steckte in dieser Halle. Und nun erstrahlte sie seit einigen Jahren in vollen Glanz. Der Boden, die Wände, die Decke (immerhin waren wir im Obergeschoss mit Schrägen), die Theke,… alles war mit Holz verkleidet. Und um einen besonders tollen Sound der Musik zu gewährleisten, war es unbehandeltes Tannenholz. Aber dem war noch nicht genug. Aus unterschiedlichen Baumstämmen hatte er eine Vielzahl an kleinen Tischen und auch an Stehtischen gezaubert. Dieses Flair war einfach unglaublich. Während die Treppe von unten den oberen Bereich nach vorne zur Bühne hin teilte, teilten die zwei Dachgiebel das Stockwerk in zwei Bereiche: zum Tanzen und zum gemütlichen Sitzen. Zudem war am hinteren Ende auch noch eine Empore mit verschiedenen Höhen gebaut. Hier luden Sofas zum Verweilen, Entspannen, Ausruhen und zum gemütlichen Konzertbesuch ein. Im unteren Geschoss war eine Vielzahl an Duddle-Spielautomaten in Form von Flippern aufgebaut. Auch diese wurden immer wieder genutzt. Draußen waren unterschiedliche Pavillons aufgebaut. Hier konnte u.a. das Gegrillte genossen werden. Und auch ein Bierwagen stand draußen. Dieser war schon vor dem offiziellen Einlass heiß begehrt.

 

Für viele angereisten Bluesfans ist dieses Festival seit Jahren ein Muss. Im April eröffnet es die Open Air Saison und Ende September ist es ein schöner Abschluss. Und wie es sich für ein mehrtägiges Festival gehört, stand Campen ebenfalls auf dem Plan. Hierfür standen insgesamt drei verschiedene Wiesen zur Verfügung. Wo zu Beginn dieser Festivalreihe wohl eine kleine Wiese hinter dem Haus ausgereicht hat, musste nun erweitert werden. Dies spricht wohl für sich selbst.

 

In diesem Jahr waren wir nun auch mit dabei. Und wir trafen viele bekannte Gesichter von den unterschiedlichen Festivals quer durch die Republik. Es war wahrlich ein Fest. Am Freitag spielten „Gerry Jablonski and The Electric Band“, „Hamburger Blues Band“ mit „Krissy Matthews“ und „Rob Tognoni“ mit seiner Band. Alle drei Bands hatten tolle Sets. Ihr handwerkliches Können stand völlig außer Frage. Sie wussten was sie taten. Und das Schöne war, dass jede Band volle 90 Minuten Spielzeit hatte.

 

Der Samstag begann dann relativ gemütlich. Für uns bisher neu, dort aber völlig klar, war, dass es auch an diesem Tag erst abends mit den nächsten Bands losging. Den Tag konnte jeder dann gemütlich mit alten und/ oder neuen Freunden auf dem Campinggelände verbringen oder die freie Zeit anderweitig entspannt genießen. Wir nutzten dies für etwas Sightseeing und Urlaubsgefühl stellte sich bei uns ein.

 

Pünktlich zum Einlass kamen wir dann auch an diesem Abend wieder in Joldelund bei „Gerd´s Juke Joint“ an. An diesem Abend waren einige neue Gesichter und auch alt bekannte anzutreffen. Musikalisch begannen „The Ron Lemons“ mit „Andreas Kümmert“. Ihnen folgten „Catfish“ und „Jimmy Cornett & The Deadmen“. Besonders letztere überzeugten an diesem Abend. Dies soll aber keinesfalls die anderen beiden Bands in einem schlechten Bild darstellen. Insgesamt war auch diese Bandauswahl wieder eine gelungene und der Abend wurde für viele Bluesfans sehr lang. Denn auch am Samstag galt, dass jede Band 90 Minuten Spielzeit für sich beanspruchen durfte. 

 

Der nächste Tag verlief dann etwas anders. Während man für den Freitag und Samstag Eintritt bezahlen musste, bot Gerd den Sonntag kostenfrei ein. Eine weitere Änderung war das gesamte Arrangement. „Michael van Merwyk“ trat als Solo Akustik Künstler mit seiner Gitarre auf. Auch er spielte 90 Minuten, allerdings schon über Mittag. Und für die Gemütlichkeit war das Ganze bestuhlt. So konnten die, die bereits beide Vortage fleißig der Bluesmusik gelauscht und diese genossen hatten, ihre müden Körper schonen, bevor sich das Festival dem Ende neigte und eine allgemeine Aufbruchstimmung zu verzeichnen war.

 

Wir möchten uns auf jeden Fall ganz herzlich bei Gerd und seinem Team bedanken. Das „Guitar Heroes Festival 2019“ war auf jeden Fall die Reise bis nach Nordfriesland wert und wird hoffentlich noch viele Jahre Freude bereiten!

 

Alle Bildergalerien mit den Photos zu den einzelnen Bands des Festivals sind unter  www.promoportal-germany.de zu finden.

 

Konzertbericht – BAP (LIVE) – Kunstrasen Bonn – 16. August 2019

 

Auf dieses Konzert haben wir uns lange gefreut. Das Abschlusskonzert der „Strooßekööter-Tour“ von BAP. Als absoluter BAP Fan der ersten Stunden ist es immer wieder ein Erlebnis Wolfgang Niedecken und seine Mannen auf einer Bühne zu erleben. Auch wenn die Band in den letzten Jahren immer wieder Umbesetzungen erlebt hat, ist die Perfektion der Darbietung doch ein Beweis dafür, was für gute Musiker in der aktuellen Besetzung zu finden sind. Neben Wolfgang Niedecken standen Ulrich Rode, Wilfried Kopal, Sönke Reich, Michael Nass und Anne de Wolf auf der Bühne; neben Gästen und einer Bläserformation die die Band noch zusätzlich eingeladen hat.

Das Konzert startete ohne Vorgruppe, die aber bei der Gesamtlänge des gespielten Sets auch nicht notwendig gewesen wäre. Die Band zelebrierte über drei Stunden Stücke aus allen Phasen ihres Schaffens, die von Wolfgang Niedecken mit entsprechenden Anekdoten versehen wurden. Die Stimmung auf dem Gelände war durchweg gut und die meisten Gäste konnten einen Großteil der Songs textsicher mitsingen.

 

Nach einen auch ausgiebigen Zugabenteil verließ die Menge das Gelände mit sichtlicher Zufriedenheit. Gar mancher hatte sich mit aktuellen Fanartikeln eigedeckt und wir können nur jedem empfehlen sich BAP anzusehen, die eine längere Pause angekündigt haben und das neue LIVE-Album zu erstehen, dass die Band in den nächsten Monaten veröffentlichen wird.

 

 

Setlist:

Drei Wünsch frei

Waschsalon

Psycho-Rodeo

Widderlich

Diss Naach ess alles drin

Nix wie bessher

Jebootsdaachspogo

Rita, mir zwei

Anna

Do kanns zaubere

Ruut-wieß-blau querjestriefte Frau

Et ess, wie't ess

Aff un zo

Wellenreiter

Frau, ich freu mich

Dausende vun Liebesleeder

Absurdistan

Vision vun Europa

Kristallnaach

Arsch huh, Zäng ussenander

 

Zugabenset 1.

Nemm mich met

Alexandra, nit nur do

Stell dir vüür

 

Zugabenset 2:

Paar Daach fröher

Verdamp lang her

Jraaduss

Festivalbericht – Feuertal- Festival – Wuppertal – Waldbühne Hardt –

31. August 2019

 

(M.D.) Der Spätsommertag, Samstag, 31. August 2019, stand im Tag des Mittelalters. Die entsprechenden Fans und Musikliebhaber fanden sich wie jedes Jahr in Wuppertal im alten Steinbruch „Auf der Hardt“ ein. Leider, so müssen wir hier direkt schon erwähnen, fand das Festival in diesem Jahr nur an einem Tag statt. Dies war bzw. ist sehr bedauerlich. Aber um so mehr freuten sich „Subway To Sally“, „Feuerschwanz“, „Mr. Hurley und die Pulveraffen“, „Unzucht“, „Mr. Irish Bastard“ und „Haggefugg“ den angereisten Mittelalterfans ordentlich einzuheizen und einen tollen Tag mit ihnen zu verleben und das Festival zu feiern. Trotz des offiziellen Ein-Tages-Festival war aber das Campen im Freibad an der Mirke wieder alle drei Tage möglich. Und freitags gab es dort auch eine Warm-Up-Party.

 

Am Samstag war dann der offizielle Festivaltag. Man traf viele bekannte Gesichter und freute sich, sich jährlich bei diesem Festival wieder in die Arme nehmen zu können. Während die Musiker auf der Bühne ihr Bestes gaben, tanzten, lachten und feierten die Fans vor der Bühne. Dies war wirklich bei allen Bands der Fall. Das Gelände füllte sich zunehmend und so war es dann beim Headliner „Subway To Sally“ wie erwartet voll. Diese gaben auch einige ihrer neuen Stücke zum Besten. Hierzu gehörte auch das „neue“ Bühnenoutfit. Denn „Fish“ begann das Set in Gold gekleidet und samt entsprechender Perücke. Und „Ally the Fiddle“, betrat die Bühne mit festgesteckten Haaren. Dies änderte sich dann aber und die langen blonden Haare schwebten wie erwartet durch die Lüfte. Und musikalisch waren sie natürlich wie erwartet handwerklich perfekt und sehr professionell. Diese Beschreibung trifft aber auch auf die anderen Bands zu. Denn wie könnte es sonst auch sein, dass neben „Subway To Sally“ auch „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ gerade mal einen Monat zuvor beim legendären „Wacken Open Air“ ihre Slots hatten. Aber auch die anderen Bands sind fleißig unterwegs und auf großen und kleinen Bühnen zu finden.   

 

In den Umbaupausen, die trotz der nicht ganz leichten logistischen Herausforderungen eines Steinbruchs, immer möglichst kurzgehalten werden, konnten die Fans wieder auf dem Mittelaltermarkt verweilen. Dieser hatte zum Glück nicht zurückgefahren. Wie erwartet waren diverse Verkaufsstände vor Ort. Man konnte über Kleidung bis hin zu den unterschiedlichsten Accessoires alles erwerben. Und gegen „Taler“ konnte auch für das leibliche Wohl gesorgt werden. Hier freuten wir uns besonders auf den legendären Flammkuchen, der auch in diesem Jahr zum Glück wieder angeboten wurde. Aber auch Hanftaschen u.ä. konnte genossen werden. Und diverse Spielereien wurden natürlich auch wieder angeboten. So sei der „Zickenparkplatz“ oder auch der „Lümmelparklatz“ als perfektes Fotomotiv genannt.

 

Schmunzelnd bedanken wir uns also so mit diesen tollen Eindrücken und Erinnerungen des Feuertal- Festivals 2019!

 

Die Bildergalerien mit den Photos der einzelnen Bands des Festivals sind unter  www.promoportal-germany.de zu finden.

 

Konzertbericht – Beth Hart und Kenny Wayne Shepherd – RuhrCongress - Bochum – 1.Juli 2019

 

(M.D./ A.M.) Am 1. Juli 2019 läutete Kenny Wayne Sheperd einen besonderen Blues Abend im RuhrCongress in Bochum ein. Die rund 2000 Fans freuten sich auf ihn und ebenso auf den Hauptact des Abends Beth Hart.

 

Kenny Wayne Sheperd begeisterte durch sein absolut perfektes und bis ins Detail geliebtes Gitarrenspiel. Wie dieser Mann sein Handwerkszeug beherrscht, ist selbst unter den größten Kritikern unstrittig. Egal wie viel man von Musik versteht, das Set samt Show ging einfach an jeden heran. Demnach war er in der Umbaupause auch zu Recht überall Thema und wurde über die Maßen hin gelobt. Und dies Lob bekam er sowohl von Menschen, die einfach einen schönen Konzertabend verleben wollten, als auch von denen, die im Musikbusiness ihr Geld verdienen.

 

Und dann kam sie, Beth Hart. Sie schritt den Saal durch die Reihen von hinten bis nach vorne zur Bühne entlang. Hierbei wurde sie direkt von allen gefeiert. Diesen Auftritt genossen wirklich alle. Denn nicht wenige hatten die Chance sie so hautnah begrüßen zu dürfen, sie zu umarmen, bereits zu Beginn ein Foto zu ergattern und sie einfach ganz nah zu spüren. Demnach war der weitere Verlauf des Abends klar. Es wurde emotional, ehrlich und echt. Beth Hart sang, spielte Klavier, setzte sich erneut ganz nah zu ihrem Publikum, diesmal an den vorderen Rand der Bühne, spielte Akustikgitarre und war einfach da. Sie nahm den gesamten Raum ein. Und diese Stimmung war wirklich echt. So vergingen die rund 90 Minuten samt Zugaben wie im Fluge und uns bleiben die tollen Erinnerungen an diesen schönen Konzertabend.

 

Vielen lieben Dank an alle fleißigen Helfer, dass ihr dies für uns und für so viele zu einem tollen Erlebnis gemacht habt.

 

Vorankündigung: Bruce Guthro - Celtic X-mas Tour

Runrig ist offiziell in den Ruhestand getreten – Bruce Guthro zum Glück nicht!

Der kanadische Sänger war 20 Jahre die Stimme von Runrig, der Band die sich letzten Sommer vor 50.000 Fans in Stirling/Schottland verabschiedeten. Nach einer Pause im Jahr 2018 ist Bruce Guthro mit seiner Band zu einer Tour stimmungsvoller Weihnachtskonzerten nach Dänemark zurückgekehrt, die mehrere gute Traditionen auf einmal festhalten: packende Geschichten, schöne keltische Töne und einer herzlichen Gemeinschaft.

Zuvor kommt er für drei Konzerte nach Deutschland Zum ersten Mal auf seiner Celtic X-mas Tour spielt Bruce Guthro auch einige Lieder von Runrig. Das Publikum kann sich auf ein Konzert mit legendären Erinnerungen an Guthros Zeit mit Runrig freuen, das wunderbar mit seinen eigenen Originalliedern sowie mit irischen Klassikern und englischen Weihnachtsliedern verwoben ist.

Unter den Begleitern auf der Bühne ist diesmal der Geiger Róisín Ryan, dessen einzigartige Stimme die Emotionen fesselt und auslöst. Sie ist zentraler Bestandteil eines starken 6-köpfigen internationalen Orchesters, das für ein paar Stunden eine echte keltische Urlaubsatmosphäre mit dem Publikum teilt. Und Bruce Guthro wird, wie es die Tradition verspricht, auch über sein eigenes Weihnachtsfest in Nova Scotia und das seltsame und skurrile Leben sprechen, das dort lebt. Bruce Guthros frühere Weihnachtsshows in Dänemark waren oft ausverkauft. Deshalb ist es eine gute Idee sich jetzt ihre Karte zu sichern und sich selbst oder jemandem den sie lieben eine grosse Freude zu machen. Hier nochmal alle deutschen

 

Termine:

Samstag, 23 November 2019 DÜSSELDORF Mitsubishi Electric HALLE

Sonntag 24 November 2019 FRANKFURT Jahrhunderthalle Frankfurt

Montag 25 November 2019 LUDWIGSBURG MHP Arena

                                                          

JETZT!

Zu seinem Jubiläum bringt Peter Maffay ein Rockalbum mit 14 neuen Titeln heraus, das am 30.08.2019 veröffentlicht wird.

 

Peter Maffays Jubiläumsalbum JETZT! Ist ein Aufbruch und steht zugleich in einer Kontinuität, die langjährige Fans zu Recht erwarten dürfen. Es ist nicht alles anders, aber doch manches neu. Zugleich bedeutet das erste Studioalbum nach 5 Jahren auch das 50.Bühnenjubiläum. Aber damit noch nicht genug, denn eine weitere Jubiläumszahl steht genau an diesem 30.08. an, nämlich Peters 70. Geburtstag.

Jetzt! Keinesfalls ein „best of“ – sondern ein Album mit nagelneuen Titeln – viele der Songs hat Peter Maffay selbst komponiert. Insgesamt ist Peter Maffays Jubiläumsalbum JETZT! Ein Aufbruch. In jedem Fall legt es den Schluss nahe, dass bei Peter Maffay die nächsten 1000 Wege gerade erst begonnen haben.

 

 

Wir durften Peter Maffay am 09. August 2019 in Hagen im Woodhouse Studio interviewen:

 

Spengler:  Der Albumtitel „Jetzt!  - mit roter Schrift und ! – was ja eine gewisse Alarmstimmung                   bedeutet – ein klares Zeichen, jetzt gemeinsam etwas gegen so viele Missstände anzupacken?

 

Maffay: unbedingt. Das JETZT zählt – das Vergangene lassen wir hinter uns, haben darauf keinen Einfluss mehr. JETZT ist heute, heute können wir etwas bewegen. Morgen, das ist noch ungewiss.

Was ist jetzt wichtig? Wo und wofür stehen wir? Ich interessiere mich dafür, was heute ist. Natürlich wurden wir von der Vergangenheit geprägt und sie hat uns  oft weiter gebracht. Aber wir können die Vergangenheit nicht mehr ändern.  Hier und jetzt können wir Entscheidungen treffen und etwas verändern. Jetzt ist es möglich.

 

 

Spengler:  War es Dein persönliches Anliegen, das Hautthema „jetzt“ zum Focus zu machen?

 

Maffay: Ja, absolut.

 

Spengler:  Johannes Oerding spielte schon bei der Unplugged – Tour eine große Rolle, einige Texte auf dem neuen Album stammen auch von ihm. Ist hier an eine dauerhafte Zusammenarbeit zu denken?

 

Maffay:  Johannes ist ein fantastischer Künstler, ich schätze ihn und seine Arbeit sehr. Ich hoffe, dass wir uns noch oft begegnen. Aber Johannes hat genau wie wir eigene Projekte.

 

Spengler:  Wird es in der Tour auch wieder einen Unplugged-Moment geben?

 

Maffay: Nein. Theoretisch kann man jeden Titel unplugged spielen. Jedoch dieses Mal ist das nicht geplant.

 

 

Spengler: Bald geht es auf Tour: Kannst Du uns etwas über den Bühnenplan zur Tour verraten? Man kann einen Steg ins Publikum erahnen, der auch wieder die Nähe zum Publikum bedeutet.

 

Maffay: Auf der 96er Tour gab es die Bühne in Form einer Gitarre, mit langem Steg ins Publikum. So etwas in der Art wird es bei der nächsten Tour geben. Man könnte auf dieser Bühne auch schön Motorrad fahren (lacht).

 

Spengler: Gibt es einen bestimmten Grund, warum diese Tour ausschließlich bestuhlt sein wird?

 

Maffay: Das bedeutet ja nicht, dass man sitzen muss. Aber bei den Balladen möchten sich vielleicht viele Leute setzen. Es bringt auch etwas Ruhe rein. Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen ist außerdem fantastisch für die Durchblutung (lacht).

 

Spengler: Wird es Gäste während der Tour geben?

 

Maffay: Ja, ganz sicher. Bisher hatten wir immer Gäste dabei. Es steht aber noch nicht fest, wer genau dies sein wird.

 

Spengler: Wird es eine öffentliche Generalprobe unmittelbar vor der Premiere geben?

 

Maffay: Vermutlich ja.

 

Spengler: Wie schöpfst Du für Dich Kraft, in den „heißen Tourphasen“ das alles durchzuhalten?

 

Maffay: Disziplin, Schlaf, Sport….Sport unbedingt, sonst steht man keine 2,5 Stunden auf der Bühne durch. Auch die Bandmitglieder treiben gerade während der Tour regelmäßig Sport.

 

 

Spengler: Du sagtest von Dir selbst, dass Du nicht immer der geduldigste Mensch bist – wie findest Du trotzdem zu einem Stück Gelassenheit, hast Du hierfür ein Rezept?

 

Maffay: Ich versuche mich auf die jeweilige Situationen einzustellen. Wenn ich genau weiß, bei der Vorbereitung alles, was in meiner Macht steht, getan zu haben, bin ich  schon gelassener.  Wenn ich zum Beispiel weiß, ich habe genug Sport gemacht, um auf die Bühne zu gehen, dann bin ich schon viel relaxter.

 

Spengler: Ein Titel Deines Albums: 100 000 Stunden – das bedeutet der Kampf um eine Liebe?

 

Maffay: Ganz genau, es lohnt sich, um eine Liebe zu kämpfen, das ist der Hintergrund es Liedes.

 

Spengler: Ein weiterer Titel, den wir hören durften: Größer als wir.  Was steckt dahinter?

 

Maffay: Damit ist Gott gemeint! Eine höhere Kraft, der Glauben. Wenn nichts mehr geht, dann habe ich meine Kraftquelle, meinen Glauben, Gott… wie auch immer er aussieht, egal wo er ist, das ist nicht ausschließlich an Christentum geknüpft.

 

Spengler: Für immer jung…auch ein Titel Deines Albums, ich sehe hier eine Zeitreise?

 

Maffay: Ganz genau….50 Jahre Bühne, es tauchen viele Zitate aus alten Songs in dem Text auf. Wir feiern die gemeinsame Zeit von uns als Band und  die Zeit mit  dem Publikum. Ohne das Publikum wären wir nicht da, wo wir sind. Wir möchten „Danke“ sagen für so viel Treue und Verbundenheit.

 

Spengler:  Wie jung fühlst Du Dich?

 

Maffay: schmunzelt….jung genug! Jung sein ist ein Zustand. Ich habe in meiner Branche mit vielen jungen Menschen zu tun, das macht sehr viel aus…es ist ein positiver Einfluss, Lebendigkeit.  Mit dem älter werden, das verschiebe ich noch ein wenig nach hinten. Alter ist nur eine Zahl, wichtig ist, wie man sich fühlt und das ist bei mir keineswegs alt. Jedoch kann das morgen anders sein, denn die Gesundheit ist ein entscheidender Faktor.

 

Spengler: Schlagworte, die mir aus dem, was ich bereits vom Album kenne ins Auge fallen: JETZT! – gibt mir die Botschaft, den Moment bewusst zu leben. Schaffst Du das im Wesentlichen für dich persönlich?

 

Maffay: Ich gebe mir Mühe, den Moment so anzunehmen, wie er kommt. Jetzt zählt, gestern war gestern und morgen, das liegt vor uns.

 

Spengler: Morgen - ein sehr aufrüttelnder, provokanter Song, mir ebensolchen Bildern, bei der auch die ablaufende Sanduhr eine deutliche Rolle spielt. Was wünschst Du Dir noch für Deine Zeit, die sich hoffentlich noch lange und gesund gestalten wird?

 

Maffay: Gesundheit! Ganz klar Gesundheit….das ist der Grundstock, die Basis. Gesundheit für mich und meine lieben Menschen um mich herum.

 

Spengler: Auch eine Textzeile aus Deinem Album: Spuren, die wir hinterlassen….welche Spuren möchtest Du hinterlassen?

 

Maffay: Werte – die möchte ich gerne hinterlassen. Insbesondere auch an meine beiden Kinder möchte ich gewisse Werte vermitteln, das ist mir sehr wichtig.

 

Spengler: ein weiterer Titel – 1000 Wege…..eine Botschaft an die nächste Generation?

 

Maffay: Nein….1000 Wege erscheint als kurzes Intro zu Beginn und als letzter Song. Es schließt sich der Kreis. Jeden Tag beginnt der Trip neu…solange Du lebst, gehst Du noch 1000 Wege. 1000 Wege, die wir bereits gegangen sind, aber auch 1000 Wege, die wir noch gehen werden.

 

 Alexandra Kersten-Spengler

 

 

 

 

 

 

Festivalbericht – Bang Your Head – Open Air - 10.-14. Juli 2019 – Balingen – Messegelände

 

 

(A.M.) Am Mittwoch begrüßte uns Balingen nach einer wie gewohnt staureichen Anfahrt schön sonnig. Die letzten Vorbereitungen für das „Bang Your Head Festival 2019“ liefen auf Hochtouren. Und auch für die Warm-Up Show am Abend war fast alles bereit. Diese fand in der Messehalle ab 19 Uhr statt. Geplant waren mit „Endlevel“, „Warkings“, „Grave Digger“, „Beatle Beast“ und „Sons Of Seasons“ als Ersatz sieben Stunden volle und satte Musik. Trotz zusätzlichen 35E Eintritt war die Show gut besucht. „Endlevel“ eröffneten und heizten schon ordentlich ein. Und so ging es bei „Warkings“ auch weiter. Die Band gab alles und vollen Einsatz. „Grave Digger“ zeigten dann wie erwartet ebenfalls eine gute Show. Bei „Beattle Beast“ explodierte die Stimmung dann und der Gig war absolut empfehlenswert. Den Abschluss der Warm-Up-Party machten die „Sons Of Seasons“.

 

Der Donnerstag begann wettertechnisch kühl und bewölkt und bereits beim Opener des „Bang Your Head“ Open Airs „Stormwarrior“ um 11.30 Uhr fielen die ersten Regentropfen des Tages herunter. Dies tat der Lust der Jungs auf der Bühne zu sein jedoch keinen Abbruch. Da Basser und Drummer nach teilweise zehn Jahren wieder zurück waren bzw. sind spielten sie „nur alte Scheiße“ und feierten mit den Fans, die es bereits auf das Gelände und vor die Bühne geschafft hatten. Melodischer und langsamer ging es dann mit „Sorcerer“ weiter, bevor „Audrey Horne“ rockig mit Headbangen weiter Action auf die Bühne brachten. Hier genoss ebenfalls jeder Künstler die Show und seine Solomomente im Vordergrund. Dem Regen trotzen auch „Brainstorm“, die wie gewohnt einen druckvollen Gig ablieferten. Danach folgten „The Night Flight Orchestra“. Mit den pink gekleideten Flugbegleiterinnen samt lila Flugzeugtelefon boten sie demnach nicht nur was für die Ohren, sondern auch was für die Augen. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Während draußen „Dream Evil“ im Tausch mit „Hardcore Superstar“ mit ordentlich Bass rockten, begann drinnen nach den Autogrammstunden „I´ll Be Damned“ mit ihrer Show, an der sie selbst nicht minder Spaß hatten, als die leider doch noch relativ wenig anwesenden Fans. Dies war wahrscheinlich auch dem Wetter zu schulden, denn die Sonne wagte sich kurz vorher doch nochmal kräftig zu scheinen. Mit ordentlich viel Trash und Speed folgten drinnen „Keep Of Kalessin“ und draußen „Soulfly“. Erstere freuten sich endlich wieder einen Drummer gefunden zu haben, der so schnell spielen kann und zweitere begeisterten die Fans mit ausgiebigen Gitarrenmelodien. „Hardcore Superstars“ begrüßten ihre Fans dann endlich voller Freude in der Halle. Nach diversen Anlaufschwierigkeiten beim Flug bzw. am Flughafen mit der Fluggesellschaft sollte das Glück aber dennoch nicht von langer Dauer sein. Trotz allen Einsatzes und einem Höchstmaß an professioneller Spontanität mussten sie ihren Gig nach drei grandiosen Songs abbrechen, da das Equitement versagte. Wir können dies einfach nur mit „mehr als schade“ kommentieren. Mit dem Headliner des Tages „Michael Schenker Fest“ mit entsprechendem Classic Rock endete das Open Air Line-Up des ersten Festivaltages würdig. In der Halle ging es allerdings noch mit „Venom Inc.“ hart und mit „Visions Of Atlantis“ samt klassischen Orchester als Begleitung und diversen Pyros weiter, bevor der erste Festivaltag sich dem Ende neigte.

 

Als „Traitor“ das Open Air „Bang Your Head Festival 2019“ am nächsten Festivaltag, dem Freitag, hart und kräftig eröffneten, wirkte es fast so, als würden sie gegen den Regen anschreien. Und dies war dann auch phasenweise erfolgreich. Ebenso konnten die Fans, die es bereits vor die Bühne geschafft hatten, die Niederländer „Picture“ mit ihrem Oldschool Heavy Metal halbwegs trocken genießen. Mit ordentlich Speed ging es dann mit den Schweden „Enforcer“ weiter, bevor die Ungarn „Ektomorf“ mit Trash und Hardcore Einflüssen folgten. Bei ihnen feierten die Fans mit Bierduschen dann auch endlich in der Sonne, die sich schrittweise vorwagte. Die Finnen „Beast in Black“ sorgten dann mit ihrem Power Metal Set weiter für gute Stimmung und heizten dem Publikum weiter ein. So begrüßten „Cirith Ungol“ eine feierfreudige Schar, so dass auch die kurze Unterbrechung wegen des heftigen Wetters keinen Abbruch tat. Allerdings verzögerte sich genau wegen des Starkregens der Beginn von „Dust Bolt“ in der Halle nach den Autogrammstunden. Deshalb mussten die Trash Metaller nochmal eine Schüppe Tempo drauflegen, sofern das überhaupt möglich war bzw. ist. Bei Sonnenschein spielten dann die Schweden „Dark Tranquillity“ richtig guten Melodic Trash Metal und auch in der Halle ging es mit „Evergrey“ progressiv mit einigen Synthies (Keyboards) weiter. Während drinnen düster „Attic“ folgten, spielten „Krokus“ draußen klassisch oldschool rockig. Sie heizten für den Headliner des Tages „Steel Panther“ ordentlich weiter ein. Dieser freute sich über die begeisterte Menge, auch wenn es zuvor nochmal mehr als heftig geschüttet hatte. Aber die Fans trotzten jedem Wetter und gemeinsam wurde das Open Air des zweiten Festivaltages freudig beendet. In der trockenen Halle beendeten „Exhorder“ und „Mantar“ den Tag mit richtig Speed und trümmerten gekonnt passend auf ihre Instrumente.

 

Der letzte „Bang Your Head“ Festivaltag in diesem Jahr begann zur Freude aller erstmal trocken und dies sollte auch so bleiben. Die Schweden „Screamer“ rockten ordentlich und hatten auch schon einige Fans mehr vor der Bühne als der Opener des Vortages. Generell war das ganze Gelände schon besser gefüllt. Ihnen folgten „Ram“, die weiter einheizten. So freuten sich „Flotsam & Jetsam“, die in diesem Jahr erstmalig auf der Hauptbühne spielten, über eine entsprechend gute Stimmung und auch „Armored Saint“ rockten hart. Ihnen folten „Candelmass“, bevor die Erde für und bei „Metal Church“ quasi bebte. In der Halle hatten „Kickin Valentina“ ihr Bang Your Head Festival Debut. Und dies war wahrlich nicht von schlechten Eltern. Die Jungs waren perfekt aufeinander eingespielt und so konnte der neue Sänger auch problemlos die Bühne verlassen und auf der Absperrung direkt am Publikum und ihren Fans rumturnen und Spaß haben. Danach ging es hart mit „Omnium Gatherum“ weiter. Sie gaben richtig Gas und der Schweiß flog schon beim dritten Lied in die feiernde Menge. Kurz darauf begannen „Skid Row“ ihr Set auf der Hauptbühne. Sie genossen ihre Show genauso wie die Fans und heizten für den Headliner des Tages „Avantasia“ weiter ein. Dieser kam bei der Menge wie erwartet gut an und legte einen mehr als ordentlichen Gig ein. Anschließend betrat Veranstalter „Horst“ gemeinsam mit seiner Tochter die Open Air Bühne. Wie in jedem Jahr bedankte er sich bei den Fans, den Musikern und seinem Team. Letztere hatten in diesem Jahr alleine schon durch die Wetterbedingungen einiges zu tun und meistern dies mit Bravour. Zudem gab Horst schon ein paar Infos für das „Bang Your Head Festival 2020“. Einige Bands sind schon bekannt, alle weiteren Wunschkandidaten bereits angefragt und auch Gespräche mit „Hardcore Superstar“ und „Kickin Valentina“ haben bereits stattgefunden, um sie auf einem „bessern“ Slot spielen zu lassen, so Horst. Während er diese Infos parallel zum Abschlussfeuerwerk verriet, ging da Festival in der Halle noch weiter. Den Death Metallern „Tribulation“ folgte die norwegische Viking-Metal-Band „Einherjer“. Und als absolut krönenden Abschluss dieses tollen Festivals spielte „Ross The Boss“. Sein Set war wie erwartet erstklassig und begeisterte in jeder Sekunde. Obwohl die meisten ja nach drei Tagen Festival plus den entsprechenden Vorbereitungen dann irgendwann müde sind, tobte die Halle bei „Ross The Boss“ nochmal richtig und feierte den letzten Gig des „Bang Your Head“ Festivals 2019“ mit aller Kraft und voller Power. Und  auch hier kam „Horst“ noch einmal auf die Bühne und feierte mit.

 

So ging dann auch dieses Festival wieder einmal viel zu schnell vorbei und trotz drei Tagen Zeit bleibt einem doch immer viel zu wenig Zeit. Denn neben der Musik gibt es ja auch immer jede Menge anderes. Hier sei zum Beispiel das Durchstöbern in der „Metalbörse“ im Zelt oder auch bei den einzelnen Verkaufsständen (Shirts, Pins, Aufnäher, Mützen, Tücher, Sonnenbrillen, Hosen, Röcke, CDs,…) auf dem Gelände gemeint. Aber auch das Suchen nach genau dem Festivalshirt benötigt seine Zeit, denn immerhin gilt es zwischen verschieden farblichen Angeboten auszuwählen. Wer wollte, konnte natürlich auch wieder durch die „alten“ Shirts und Hoddies der vergangenen Jahre stöbern, um dort sein Schnäppchen zu ergattern. Und auch das Essen braucht seine Zeit. Immerhin steht einiges Unterschiedliche zur Auswahl. Möchte ich lieber klassisch Gegrilltes, oder lieber Fisch oder schreit mein Magen nach Käsespätzle, Döner oder Pizza? Oder sollte ich meinen Zuckerhaushalt mit Crêpe aufbessern und mir zudem noch Koffein in Form von Kaffee gönnen um wach und fit zu werden? Und dann ist da ja auch immer noch das Thema Camping. Die Plätze sind unterschiedlich weit entfernt, jedoch ist jeder durch den Shuttle Bus gut vom Festivalgelände zu erreichen. Und auch die Hygiene sollte natürlich nicht zu kurz kommen. Hier steht neben den mobilen Duschen auf den Campingplätzen auch noch das Freibad zur Verfügung. Und an beiden Orten kann man sich nach der morgendlichen Dusche auch Frühstück gönnen, wenn man nicht gerade mit einen Luxuscamper unterwegs ist, der einen völlig autonom werden lässt.

 

So oder so, drei Tage „Bang Your Head“ Festival plus Warm-Up Show am Vorabend sind irgendwie immer viel zu schnell zu Ende und wehmütig blicken wir zurück und voller Vorfreude sehnen wir das „Bang Your Head Festival 2020“ herbei.

 

Vielen Dank an alle fleißigen Hände, die jedes Jahr aufs Neue wieder ihr Bestes geben. Wir wissen alle, dass eure Arbeit eigentlich unbezahlbar ist.      

 

 

   

Foreigner am 09. Juli 2019 mit Orchester im Mainzer Volkspark

 

Foreigner - das ist Rockgeschichte pur, eine der Topbands aller Zeiten mit über 80 Millionen verkauften Alben und über zwei Dutzend Chart-Hits. Am 09. Juli gastierten Sie im Mainzer Volkspark, eines der drei spektakulären Konzerte mit dem renommierten russischen IP Orchestra.

Dafür haben sie ihre Hits nun für eine europäische Orchester-Konzerttournee neu interpretiert. Die Konzertreihe bot eine im Leben einmalige Gelegenheit für Fans, die beliebtesten Hits der Band mit dem fantastischen Orchester zu erleben. Diese Konzertreihe wurde von dem Billboard-Erfolgs- und deutschen Top 10-Abum „Foreigner with the 21st Century Symphony Orchestra & Chorus“ inspiriert, das am 27. April 2018 erschienen ist. Das Album stürmte unmittelbar an die Spitze der Billboard-Klassik-Albumcharts und wurde zudem von PBS landesweit gestreamt und übertragen.

 

Foreigner suchte nach einer Methode, um die perfekte Mischung aus Rock und Klassik zu kreieren. Für die Realisierung dieses Projektes kollaborierte die Band 2018 mit dem 21st Century Orchestra & Chorus und erschuf einen nie dagewesenen Stil, der von Fans mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Auch der kommerzielle Erfolg war für die Band aus New York Grund genug, die interessante Kombination auf die Bühne zu bringen. Diese Kombination trug dazu bei, die Musik der Foreigners auf eine sinfonische Ebene zu bringen. Foreigner ist aktuell auf zwei Arten unterwegs, einmal als Rockband im klassischen Sinn, einmal aber auch mit Orchester. So war auch der heutige Abend ein Konzert mit massiver Soundunterstützung von Streichern, Bläsern und vor allem zwei Solo-Musikern mit Cello und Violine, alle vom russischen IP Orchestra, die der britisch-amerikanischen Musikkollaboration einen gewaltigen Klangschub gaben.

Aber der Sound war vom ersten Moment an großartig und gab der Band recht. Ein Einstieg mit Orchesterovertüre und dann mit 'Blue Morning, Blue Day' und 'Cold As Ice' kann natürlich auch kaum schief gehen. Bei 'Cold As Ice' hält es die Besucher nicht mehr auf den Sitzen. Kelly Hansen nahm ein Bad mitten im Publikum und genoß es sichtlich. Das Publikum bebte, die Stimmung war gigantisch.

Zur Geltung kommt das Orchester vor allem, wenn die Band ihm richtig Raum gibt wie vor den Songs 'Urgent' und 'Juke Box Hero', bei ersterem durfte Mick Jones ein schönes Gitarrensolo beisteuern und natürlich wurde die Band bei beiden Liedern von Bläsern unterstützt.

Danach spielte die Band den Titel 'The Flame Still Burns', den Mick Jones mit einer Geschichte ankündigte, dass er nämlich für einen Film namens "Still Crazy" in fünf Tagen acht Lieder schreiben sollte. Darunter war auch dieses Lied, dass 2018 als Single für den Record Store Day neu veröffentlicht wurde.

Foreigner sind eben ein Gigant des Hard oder auch Classic Rock . Auch in Mainz wurde dies durch den ausverkauften Volkspark von Seiten der begeisterten Zuschauer bestätigt.

Gitarrist Mick Jones begeisterte durch seine virtuosen Soli und die unbändige Leidenschaft für sein Saiteninstrument. Kelly Hansen steht Lou Gramm am Gesang in nichts nach und die Songs klangen live gewohnt authentisch und druckvoller als auf den populären Longplayern. Am Saxophon sorgte Thom Gimbel für innovative Einlagen und auf der Bühne wurde der gesamte Platz für eine energiegeladene Performance genutzt, die das Publikum zum Kochen bringt.

FOREIGNER sind: Mick Jones (Gitarre), Kelly Hansen (Leadgesang), Tom Gimbel (Rhythmusgitarre, Saxofon, Gesang), Jeff Pilson (Bass, Gesang), Michael Bluestein (Keyboard, Gesang), Bruce Watson (Gitarre, Gesang) & Chris Frazier (Schlagzeug)

 

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings in dieser ansonsten sehr gelungenen Performance der Band: Nach vierzehn Liedern und etwa neunzig Minuten ist Schluss.

 

Alexandra Kersten-Spengler

 

Setliste:

Blue Morning

Blue Day

Cold As Ice

Waiting for a Girl Like You

That Was Yesterday

Say You Will

The Flame Still Burns

Double Vision

Feels Like the First Time

Fool for You Anyway

Dirty White Boy

Urgent

Juke Box Hero

I Want to Know What Love Is

Hot Blooded

 

 

Konzertbericht - Udo Lindenberg - 28.06.2019 - Lanxess-Arena - Köln

 

(A.K.-S.) Freitagabend, das erste von zwei Konzerten in der Lanxess-Arena ist eröffnet: Udo Lindenberg- Altrocker, Kunstfigur, deutsches Kult- und Kulturgut. Von 20.11 Uhr an ist Udo-Zeit. Die riesige Leinwand springt an. Feuer! Eine Pyro-Explosion! Die Panik- Band betritt die Bühne und beginnt mit einem instrumentalen Intro, im Hintergrund erscheinen nach und nach Tänzer als Udo verkleidet. Der echte und einzig wahre Udo Lindenberg kommt letztendlich von einem Podest auf den Steg herabgefahren – ein würdiger Auftritt für eine lebende Legende wie ihn.

 

Die Arena bebt. „Köln, das ist unsere zweite Heimatstadt“, ruft Udo vor seinem Panikorchester ins Publikum, „hier in der Exzess-Arena.“ Er habe Entzugs-Erscheinungen gehabt, da diese rheinischen Frohnaturen einfach so gut drauf seien. „Unsere obergeile Freundschaft ist das größte Gut, das wir haben.“

Mit seinen 73 Jahren präsentiert er sich immer noch äußerst bewegungsfreudig, rennt über die Bühne, schwingt sein Mikrofon und torkelt in bester Udo-Manier im Kreis, links, rechts, einfach überall umher. Gesanglich kann er es immer noch und trifft auch die hohen Töne noch problemlos. Seine fantastische Panik- Band unterstützt ihn die gesamten 165 Minuten grandios.

 

Während der ganzen Show, die deutlich mehr klotzt statt kleckert, stellt sich die Frage, wieso all die AfD- Jünger eigentlich nicht Lindenberg als Feindbild gewählt haben, so linksorientierte politische Statement, wie er abgibt. Beispielhaft fordert er die Ehe für alle in der katholischen Kirche (indem er zwei Nonnen und zwei Priester sich auf der Bühne küssen lässt) und lobt das Engagement um Fridays For Future, insbesondere auch Greta Thunberg. Vor dreißig Jahren haben sie den Song „Ratten“ geschrieben, damals habe es auch schon gebrannt, heute immer noch. „Wir haben keine Zeit mehr für Geduld“.  Die Bilder auf der Wand (Smog, Müll, tote Fische, Ölpumpen, Autos, dreckiges Wasser) sind wie Zeichen an der Wand.

 

Ebenso für die Rechtspopulisten hat er ein paar deutliche Worte übrig: „Bevor die Demokratiefeinde zum Zug kommen, müssen wir handeln.“ Von seiner üblichen Lässigkeit ist er in den deutlichen Ansagen stark entfernt.

 

Auch der verhältnismäßig große Einsatz von singenden Kindern und einem 16-köpfigen Kinderchor, der u.a. bei „Wozu sind Kriege da?“ hinzukommt, zeigt: Udo engagiert sich immer noch und ist sich dessen wohl bewusst, dass Kinder die Zukunft sind. Alter muss nicht gleich zu Starrsinn führen, von einem verbitterten Ewiggestrigen ist er meilenweit entfernt.

 

Ansonsten verkörpert Udo Lindenberg aber einfach das, was er seit Jahrzehnten schon tut: der coole Rocker, der sich um nichts schert und eben einfach sein Ding durchzieht. Der Griff zur Zigarre ist nicht weit weg. Dabei ist er überraschend reflektiert über seinen Alkoholkonsum in „Lady Whiskey“. Überhaupt: „Mein Body und ich“, die kleine Ode an seinen Körper, der schon einiges durchmachen musste, wird zu einem Highlight des Abends. Wie er das alles überstehen konnte, den Alkohol, den Konsum, das weiß er selbst nicht so genau. Andere Kollegen hat es bereits erwischt. „Irgendwann komm ich nach“, schmunzelt er, „aber erst in 30 Jahren!“ Er bleibe eben auch mit 73 Jahren der „ewige Rock ’n’ Roller“, nur alleine auf Balladen hat er keine Lust. Gegen Ende des Konzerts erscheint auf der Leinwand ein Satz, der deutlicher für den Panikrocker kaum stehen könnte: „Eines Tages müssen wir alle sterben – aber an allen anderen Tagen nicht.“

 

Die bunten, chaotischen Wirbelbilder auf der Bühne gibt es immer mal wieder, wenn die Panik- Familie auf Party macht. Bei „König von Scheißegalien“ wächst ein prächtig colorierter, bewegter Wald, in dem Flamingos Riesentüten verteilen. Zu „Alles was sie anhat, ist ihr Radio“ wird in knallengen, hautfarbenen Trikots getanzt, bevor ein Gitarrengewitter alles beendet. Wenn bei „Cello“ vier Cellistinnen und eine Göttin aus dem Himmel herabschweben, ist das allemal ein so überwältigendes Bild wie bei „Du heißt jetzt Jeremias“ mit viel Halleluja, Kirchenoberen, Glocke, Kirchenillustration in Cinemascope und Kathedralenlicht. Szenische Fantasien im Sarkastic- Sound sind gegen Zölibat und für gleichgeschlechtliche Ehe. Es tanzten Nonnen in Strapsen, die zu Orgelmusik Priester verführten. Trump und Putin traten zum Boxkampf an, begleitet von einer Horde wilder Wrestlerinnen.

 

Neben diesen karnevalesken Szenen immer wieder der andere Udo, der Leise, der Nachdenkliche,  der Empfindsame,  der Zurückgenommene. Dazwischen kommt der private Udo. Liebeslieder und Erinnerungen, die, mal leiser, mal lauter, von erfahrenen Gefühlen singen. Das sehnsüchtige „Ich träume oft davon, ein Segelboot zu klauen“ im Maritim-Sound, „Hinterm Horizont“ vor dem rot leuchtenden Brandenburger Tor, „Du knallst in mein Leben“ mit flammenden Tattoo- Herzen und Pin- ups auf der Wand  und im Duett mit der fantastischen Ina Bredehorn. Überhaupt hat Udo Lindenberg  in der Blondine mit der Marie- Fredriksson- Frisur und in der schwarzhaarigen, souligen Nathalie Dorra wunderbare Partnerinnen, mit denen er  tanzen, singen, spielen kann. „Das Leben“ jedenfalls kostet er mit Nathalie ganz tief aus, bevor er sich auf eine himmlische „Sternenreise“ macht, die die Arena in samtene Stimmung versetzt. Ein Handyteppich leuchtet den kosmischen Trip aus.

 

Bald danach zieht das Tempo wieder auf Fete an. Im rasanten Medley gibt es „Johnny Controlletti“, „Sonderzug nach Pankow“, vor Onkel Pös Kneipen-Fassade „Alles klar auf der Andrea Doria“ (mit einem Knall regnet es Goldfäden) und in einem Karnevals-Tohuwabohu „Candy Jane“ mit Stelzengängern, Tänzerinnen, Drummer-Solo, Alte am Stock und Junge als Engel. Udo, der immer mal wieder die Jacke wechselt, mal Kapitän ist, schwarz, blau, rot trägt, steckt im Streifen-Dress, zieht die Schuhe aus und läuft in grünen Socken über die Bühne.

 

Nach „Reeperbahn“ und „Eldorado“ wird es melancholisch: „Good bye Sailor“ mit Meer, Leuchtturm, Möwen, Akkordeon. Udo geht auf „Odyssee“ – und ein Gewitter mit Sturmwellen, Blitzen, Donner und Tornado bricht auf der Leinwand aus.

Alleine die Kostüme aller Musiker und Künstler füllen einen ganzen Sattelschlepper. Gentleman  gibt sein Bestes als Überraschungsgast. Auch nach 22.30 Uhr ist übrigens noch nicht Schluss. Udo Lindenberg gibt nämlich noch Zugaben. Unter anderem hört das Publikum „Eldorado“ und „Danke Kölle. Schönes Konzert bei euch“, so verabschiedet sich der 73jährige dann am Freitagabend.

 

Zu den Klängen von Odyssee, steigt er auf ein Podest und fährt in den Arena-Himmel. Auf der Leinwand: ein Flugzeug, das ins Meer stürzt, ein Riesenknall und eine Feuerfontäne. Auf dem Screen erscheint: Keine Panik. Wir sehen uns ganz bald wieder. Um 22.52 Uhr ist das Konzert dann beendet.

 

Bilder und Bericht von Alexandra Kersten-Spengler

 

Setlist:

Intro

Woddy Wodka

Honky Tonky Show

Mein Ding

Schwere Zeiten

Du knallst in mein Leben

Jeremias

Herzen der stolzesten Frauen

Wozu sind Kriege da

Ratten

Strassenfieber

Segelboot

Scheissegalien

Alles was sie anhat

Lady Whiskey

Mein Body und ich

Das Leben

Sternenreise Cello

Wir ziehen in den Frieden

Bunge Republik Deutschland

Stärker als die Zeit

Horizont

Controletti

Sonderzug

Andrea Doria

Candy Jane

Reeperbahn

Eldorado

Goodbye Sailor

Odyssee

 

 

 

 

Festivalbericht – No Playback Festival – Karlsruhe – Festhalle Durlach –

6. April 2019

 

 

(T.B./ M.D.) Leidenschaftlich gespielter Rock & Metal – das Ganze zu 100% live – das ist genau dein Ding? Dann bist du beim „No Playback Festival“ genau richtig. Denn wie der Name schon sagt, bekommst du hier 0,0 aus der Konserve zu hören. Hier ist nur Platz für Bands, die vollständig live überzeugen können. Auch Bands, die nicht so oft zu sehen sind (oder einfach noch zu unbekannt sind), bekommen hier eine Chance. Die Philosophie des Veranstalters, Matthias Häcker, ist recht einfach: Pay-To-Play gibt es nicht, Fans sollen tolle Live-Gigs präsentiert bekommen, denn dafür haben sie bezahlt – kurz: Kein Geld ohne angemessene Gegenleistung. Mehr Details direkt vom Veranstalter, Matthias Häcker, erfahrt ihr aus dem persönlichen Interview, welches diesem Festival-Review unten vollständig beigefügt ist.

 

 

Das Konzept hat mich sofort angesprochen, da es auch super zur Philosophie von Metal Crash Radio passt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich mir, gemeinsam mit unserem Partnerfotografen, Marc Debus vom Promopartal-Germany, einen persönlichen Eindruck, dieses, noch recht jungen, Festivals machen konnte…

 

Um 16:30 Uhr startete das Festival im wahrsten Sinne des Wortes durch, mit „Gefrierbrand“. Eine Melodic/ Dark/ Death Metal Band aus Deutschland, auch bekannt als die Black- Forest- Metaller, die mit ihrem Intro und „Das Märchen vom Krieg“ so dermaßen reinhauen, dass ich nach zehn Sekunden das Gefühl habe schon seit ein paar Stunden auf einem Metalkonzert abzufeiern. Bevor allerdings Tom Seyfarth mit seiner tiefen und passend garstigen Stimme loslegt, lässt er sich schnell noch von einem Fan einen Schluck Bier reichen. „Gefrierbrand“ liefern deutsche Texte, auch wenn auf dem Album „Weltenbrand“ mit „Last Call“ ein englischer Titel drauf ist. Inhalt sind die Abgründe des menschlichen Handelns, was natürlich zu ihren Nummern hervorragend passt, die irgendwie auch einen Thrash- Touch haben. Genau mit dieser Power liefern sie den Song „Trauma“. Auch wenn zu dieser Zeit noch nicht ganz so viele Metalheads den Weg in die Festhalle Durlach gefunden haben, schafft es „Gefrierbrand“ die eingeschworene Metalgemeinde so in Wallung zu bringen, dass ich kurzfristig das Gefühl habe, ich befinde mich bei einem Festival, bei dem jetzt der international bekannte Headliner die Bühne betritt. Mit Tempo geht es mit „Vanitas“ weiter. Hier kann ich nicht aufhören den verflucht geilen Schlägen von Schlagzeuger Yannick Argast zu folgen. Wem hierbei keiner abgegangen ist, war fehl am Platz. „Es liegt was in der Luft heut Nacht…“ – ganz klar, eine Eröffnungsband, die mit jedem einzelnen Schlag und Riff alles liefert, was das Metalherz begehrt. „Goldstadt“ überzeugt mit sowohl ruhigeren Tönen, melodisch, grunzendem Gesang und einem Gitarrensolo vom Feinsten. An dieser Stelle muss ich sagen, dass alles was Säsch (Sascha Dummann), Frosch (Julian Fröschle) und Ingo Pfisterer an den Klampfen und am Bass präsentieren erste Sahne ist. Und wem Weihnachten schon wieder zu lange her war, der konnte jetzt noch einmal etwas besinnlich werden. „Heilige Nacht“ – für mich persönlich das Highlight der Band an diesem noch frühen Abend, lässt eindeutig die Grundmelodie des allseits bekannten Weihnachtsliedes erkennen. Da es keinen Glühwein gab, ölt Tom seine Stimme vor dem Vocal Start noch einmal mit einem heiligen Schluck der Gerstenkaltschale. Melodisch, einem liebevoll gegrunzten Refrain und kick ass Gitarrenspiel ist „Heilige Nacht“ wirklich ein Song, den sich jeder einmal reinziehen sollte. Mit „Ideenreich“ geht es rhythmisch und dynamisch weiter. Ich weiß nicht warum, aber hier erinnert mich die Stimme von Tom ein wenig an Till Lindemann von Rammstein, nur fieser. Auf die Ohren gibt es gegen Ende noch „Blätterwind“ (hier sind wir wieder in der eher melodischen Ecke der Jungs mit zärtlichem Grunzen) und „Blutsturm“ (hart) aus dem ersten Album „Zeitensturm“ von „Gefrierbrand“. Alles in allem: wirklich eine beeindruckende Show von den Jungs und eine erstklassige Eröffnung des Festivals. Wer ein paar Eindrücke sammeln möchte, schaut einfach mal auf der YouTube Seite von Metal Crash Radio vorbei – hier haben wir ein paar Livevideos vom „No Playback Festival“.

 

Nach einer wirklich rekordmäßig schnellen Umbauphase ging es mit „Pripjat“, einer Thrash- Metal Band aus Deutschland (Köln) weiter. Für diejenigen, die „Pripjat“ noch nicht kennen, ein paar Hintergrundinformationen: Kirill (Vocals, Guitar) und Eugen (Guitar) stammen beide aus Kiew (Ukraine) - 80 Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt. Ihr eigenes Leben, sowie das Leben ihrer Eltern, wurde 1986 von der Atomkatastrophe direkt beeinflusst. Der Bandname hat daher auch einen ganz bestimmten Grund. Pripjat ist der Name einer Stadt (heute eine Geisterstadt) in der Nähe des Reaktorunglücks. Die Musik von „Pripjat“ ist daher nicht nur Spaß – vielmehr handeln ihre Texte oft von ihren gemachten Erfahrungen. Und mit was kannst du extreme Gefühle besser rauslassen als mit Thrash? Das bedeutet aber nicht, dass die Jungs melancholisch sind oder so – im Gegenteil, sie strahlen viel Lebensfreude aus und sind durchweg sympathisch. Beim „No Playback Festival“ präsentieren die Jungs u.a. Songs aus ihrem Album „Sons of Tschernobyl“, welches 2014 veröffentlicht wurde. Der Albumname muss bei Kenntnis über die Hintergrundgeschichte nicht weiter erklärt werden. Mit „Nuclear Chainsaw“ starten die explosiven Jungs gleich in hohem Tempo durch – wer eine schwache Nackenmuskulatur hat, sollte jetzt lieber bei Mutti einen Tee trinken gehen. Der thrashig, aber doch klare Gesang von Kirill vermittelt die Erfahrungen, die dieser Song widerspiegelt. „Survival Of The Sickest“, aus dem 2018er Album „Chain Reaction“, überzeugt mit Riffs und Schreien, die unter die Haut gehen. „Bowed, Yet Unbroken“ präsentiert bereits das Talent von Yannik 'Bobo' Bremerich (Drums), bringt aber ebenso das Rhythmusgefühl von Pablo Tapia (Bass) zur Geltung. Eindeutig, dass sich die Drum Sticks bei 'Bobo' in den richtigen Händen befinden, zeigt aber das Intro von „Snitches Get Stitches“. Hier lohnt sich tatsächlich ein Blick in die Livevideos vom „No Playback Festival“. Mit „Returnless“ sind wir wieder beim neueren Album und „Pripjat“ überraschen mit ruhigeren bzw. langsameren Tönen. Beim Song „Born To Hate“ kommt tatsächlich die einführende Geschichte von einem Sampler. Das ist aber wirklich bei dem Festival das einzige Mal der Fall und die Zeit wird von den Jungs souverän genutzt, um nochmal kurz die Instrumente zu stimmen. Mit typischem, schnellen Thrash- Style, aber dennoch melodisch, schließt „Pripjat“ mit „Chain Reaction“. Fazit: Mit „Pripjat“ sind die 80er Jahre zurück, ihre Einflüsse von bekannten Größen wie „Slayer“, „Sodom“ oder „Kreator“ sind nicht zu verleugnen und doch sind „Pripjat“ anders. Jeder Thrash- Liebhaber sollte diese Band kennen oder kennen lernen.

 

Nach einer Death und Thrash Metal Band aus Deutschland, führt mich das „No Playback Festival“ nach Paris, die Stadt der Liebe. Soviel weiß ich zu diesem Zeitpunkt und dass die „Sticky Boys“ eher dem Genre Rock zuzuordnen sind. Was ich noch nicht weiß ist, dass ich den Sound dieser Jungs und die Art und Weise, wie sie spielen, am Ende tatsächlich lieben werden. Aber fangen wir vorne an.

Mit ihrem Song „Better Days“ vom aktuellen Album „Calling The Devil“, von dem es übrigens auf YouTube auch ein cooles Video gibt, starten die Jungs durch und katapultieren mich tatsächlich in einen noch perfekteren Tag/ Abend. Irgendwie erinnert mich die Stimme von Alex Kourelis und der Sound etwas an Lemmy („Motörhead“). Und ich muss sagen, ich liebe es. Weiter geht es mit „Bang that Head“ und „Fat Boy Charlie“ aus dem älteren Album „This Is Rock 'N' Roll“ (beide Songs als Liveaufnahme übrigens auch zu finden im YouTube Channel von Metal Crash Radio). Und was soll ich sagen… geiles Gitarrensolo und alles, was das Herz begehrt, wenn man puren und heavy Rock 'N' Roll liebt. Während wir dann mit „Girls In The City“ zunächst noch beim Album aus dem Jahr 2012 bleiben, wechseln wir mit „Mary Christmas“ ins Jahr 2014 und zum Album „Make Art“. Und nein, es wird nicht wirklich weihnachtlich, vielmehr geht es um das heiße Mädchen aus der Nachbarschaft und was unter dem Weihnachtsbaum passiert. Am besten ihr hört euch den Songs selbst mal an und wem nächstes Weihnachten kalt ist, dem wird es heiß werden, wenn er auf die Lyrics achtet…lol. Mit „The Game Is Over“ aus dem gleichen Album ist die Show natürlich noch nicht zu Ende. Wieder ein Song bei dem ich nicht aufhören kann zu zappeln, weil der Rhythmus einfach unter die Haut geht. Nach „Bad Reputation“ wechseln die Jungs wieder zum Album „This Is Rock 'N' Roll“ mit „Miss Saturday Night“ und „Great Big Dynamite“. Durchweg harte Riffs, kick ass drums und f…. awesome Rock 'N' Roll. Im Nachgang zum Festival habe ich mir das aktuelle Album „Calling The Devil“ reingezogen und ich muss sagen, ich hätte gerne noch mehr Songs, gerade von diesem Album, live erlebt. Aber auf der anderen Seite ist es ein Grund mehr zu einem nächsten Konzert der Jungs zu gehen, die mich mit ihrem Sound tatsächlich um den Finger gewickelt haben. Und auch die Bühnenpräsenz ist schlichtweg erste Sahne.

 

Wer jetzt noch nicht bemerkt hat, dass die Häckers ein super Händchen für richtig geile Live- Bands haben, der kann einfach nicht von dieser Welt sein.

 

Der Gig von den „Sticky Boys“ wird mit einer Variante des Songs „Surfin USA“ ins Finale gebracht. Eine Version, die es so auf keinem Album gibt, die ihr aber auf jeden Fall mal live hören solltet. Also ab auf die Page der Jungs und nach dem nächsten Gig Ausschau halten; mehr als nur empfehlenswert.

 

Als nächstes erwartet uns mit „Stallion“ eine Speed/ Heavy Metal Band aus Deutschland. Und die fünf Jungs starten auch gleich mit Vollspeed und dem Song „Rise And Ride“ aus dem gleichnamigen Album aus dem Jahr 2014 durch. Mit „Down And Out“ vom aktuellen Album „From The Dead“ wird es etwas melodischer, dennoch geht das Tempo nicht verloren. „Stallion“ sind kein unbeschriebenes Blatt mehr, tourten sie ja bereits in 2014 als Support mit „Bullet“ und spielten auch auf einigen namhaften Festivals, wie z.B. beim „Bang Your Head“ oder „Summerbreeze“. Mit „Wild Stallions“ und „Stigmatized“ sind wir wieder beim Album aus dem Jahr 2014. Die Thrasheinflüsse sind hier nicht zu überhören. Und auch wenn Thrash nicht immer für jeden etwas ist, kann ich nur sagen, „Stallion“ überzeugen und wirklich jeder sollte sich die Jungs mal anhören. Mein Favorit war „Underground Society“ vom aktuellen Album: coole Riffs, thrashig aber auch melodisch. Zumindest hier sollte jeder mal reinhören (Livevideo von diesem Song ebenfalls im YouTube Channel von Metal Crash Radio zu genießen). „Stallion“ haben aber auch mit den letzten Songs „Shadow Run“, „From The Dead“ und „Canadian Steele“ voll abgeliefert und sind ihrem eigenen Stil – Speed-, Heavy- und Thrash- Metal auf eine besondere Weise zu mischen – treu geblieben: Daumen hoch!

 

An dieser Stelle muss ich sagen, dass es wirklich wieder beeindruckend war, wie schnell jeweils der Umbau auf der Bühne erfolgt ist. Es war sehr schwierig kein Highlight zu verpassen, aber das leckere Essen wollte und konnte ich mir auch nicht entgehen lassen. Daher konnte ich von der nächsten Band „Debauchery vs. Balgeroth“ nicht alle Songs hautnah an der Bühne erleben. Doch eines kann ich gleich sagen, „Debauchery vs. Balgeroth“ waren alleine schon von ihrer Bühnenpräsenz und natürlich ihrem Outfit eine wirklich tolle und spannende Ergänzung des „No Playback Festivals“. Mit „Debauchery vs. Balgeroth“ erleben wir eine (oder streng genommen zwei) Death Metal Bands aus Deutschland, allerdings dieses Mal eher in einer Fantasy Welt. Während Debauchery der Anführer einer abartigen Horde von Wesen ist, die den Vampirkult favorisieren, ist Balgeroth der König der Blutgötter. Ich muss zugeben, dass es mir etwas schwer gefallen ist mich zu entscheiden, ob ich mich eher auf die Geschichten und somit Texte oder die Musik konzentrieren sollte. Letztlich habe ich mich für die Musik entschieden und muss sagen, dass mir „Blutgott“ am besten gefallen hat; oder besser gesagt, die deutschen Songs, wie „In der Hölle spricht man Deutsch“ oder „Mörderkult der Zerfleischer“. Hier hat das Grunzen von Thomas Gurrath eher was Melodisches. Aber auch die englischen Tracks wie „Warmachines At War“, „Let there be Blood“ oder „Blood for the Blood God“ sind griffig. Der Rhythmus ist durchweg gut, wenn sich für mich auch alle Songs etwas ähnlich angehört haben. Aber wie immer ist das Geschmackssache. In das Paket des „No Playback Festivals“ haben die Jungs auf jeden Fall reingepasst.

 

Und jetzt präsentiert uns das „No Playback Festival“ ein ganz besonderes Sahnestück als ersten Headliner: „Wizard“, die Speerspitze des deutschen Underground Metals, die in diesem Jahr sogar ihr 30jähriges Jubiläum feiern. 30 Jahre! Und elf veröffentlichte Alben! Respekt! „Wizard“ führt uns quer durch sieben Alben ihrer Laufbahn, eines so stark und erstklassig, wie das andere. „Midgards Guardian“ (Thor 2009), „Liar and Betrayer“ (Fallen Kings 2017), „Dark Wings“ (Bound by Metal 1999) oder „Defenders of Metal“ (Head of the Deceiver 2001) sind nur ein paar Beispiele aus der Reise durch die letzten Jahre. Die größte Herausforderung für mich an diesem Abend war beim Filmen der drei letztgenannten einigermaßen ruhig stehen zu bleiben und nicht voller Euphorie das Handy wegzuwerfen und nur noch abzurocken. Aber ich wollte wenigstens ein paar Live-Eindrücke für diejenigen einfangen, die dieses Festival verpasst haben (auch diese Videos sind zu finden auf dem Metal Crash Radio YouTube Channel). Es ist gar nicht notwendig bei „Wizard“ auf einzelne Songs einzugehen, denn alle gehen für mich stets mitten auf die Zwölf. Drums, die unter die Haut gehen, geile Riffs, die mein Herz doppelt so schnell schlagen lassen und ein Sven D'Anna, der gesanglich einfach zeigt, dass es eine perfekte Entscheidung war vom Schlagzeug zum Mikrophon zu wechseln. Wer nicht weiß, dass Sven ursprünglich einmal am Schlagzeug saß, sollte sich einmal die Dokumentation über „Wizard“ anschauen, die die Häckers liebevoll zur Feier des 30jährigen Jubiläums von „Wizard“ erstellt haben. Hier wird so manches „Geheimnis“ gelüftet. Das Set beinhaltete u.a. auch „Circle of Steel“ (Magic Circle 2005), „Hall of Odin“ (Odin 2003) und „Dragon Lords“ (Battle of Metal 1998). Wie gesagt, 13 Songs aus sieben verschiedenen Alben der „Wizard“ Welt. Es war ganz einfach spektakulär, was die Jungs abgeliefert haben. Umso mehr freut mich, dass bereits am nächsten Album gearbeitet wird. Die Stimmung nur mit Worten zu beschreiben, ist bei diesem Auftritt fast unmöglich. Das Feuer und die Euphorie die „Wizard“, nicht nur bei mir, ausgelöst haben, wird spätestens deutlich als die Häckers sowie einige Fans beim Song „Defenders of Metal“ auf die Bühne springen, gemeinsam singen und bangen, dass die Wände wackeln. Es war wie ein Finale mit großem Feuerwerk und wäre eigentlich ein Festivalabschluss gewesen, wie er besser nicht hätte sein können. Das Wort „eigentlich“ deutet aber bereits an, was jetzt noch kommt. Ja, genau… es folgte der zweite Headliner…

 

… „Onkel Tom Angelripper“…, ich weiß gar nicht, muss man da was sagen? Jeder der „Motörhead“ kennt, weiß, dass „Onkel Tom“ quasi der deutsche Lemmy Kilmister ist. Nein? Ok, dann vielleicht doch ein kurzes Intro… „Onkel Tom“ arbeitete ursprünglich als Bergmann und ist Gründer, Sänger und Bassist der Thrash- Metal- Band „Sodom“. Eines seiner Zitate ist: „Metal war für uns Religion. Ich hatte 30 Mann in der Berufsschulklasse, keiner außer mir kannte „Motörhead“, und es war mir egal.“ Sein Soloprojekt unter seinem Künstlernamen „Tom Angelripper“, und eben später bekannt als „Onkel Tom“, widmete er anfangs Schlager- und Trinkliedern, dann aber auch eigenen Kompositionen im Metal- Stil, die meistens den Alkohol loben. Was für Kilmister Whiskey war, ist für „Onkel Tom“ Bier. Das mich an diesem Abend also Lieder wie „Bier ist die Seele vom Klavier“, „Alkohol“, „Flasche zu Flasche“ oder „Trink` Brüderlein, trink`“ war quasi ein Muss. Und ich muss sagen, ich fand es einfach nur mega geil. Keine Stimmung in einem Festzelt kann toppen, was „Onkel Tom“ uns an diesem Abend geboten hat. Mit Songs wie „Im tiefen Keller“ (Bon Scott hab` ich noch live gesehen 2004) oder „Ich finde nur Metal geil“ (Bier Ernst 2018) präsentierte er uns ein breites Spektrum aus seiner Schatzkiste. Vor, mitten, nach… auch während jedem Song wurde eine Flasche Bier geköpft, getrunken, vor allem aber mit den Fans geteilt. Dabei serviert „Onkel Tom“ uns hymnischen und rockigen Deutschrock, der einfach nur Spaß macht und jeden mitsingen lässt. Aber auch extremes Headbangen, z.B. beim Song „In München steht ein Hofbräuhaus“, fehlt nicht. Und keiner, wirklich keiner kann in der Halle auch nur eine Sekunde still stehen.

 

Zum Vorgänger „Wizard“ ist es ein absolutes Kontrastprogramm, aber genau das hat es perfekt gemacht. Denn nur so und mit dem Stil von „Onkel Tom“ wurde erreicht, dass der Abend zwei gleichwertige, wenn auch unterschiedliche Headliner hatte. Chapeau Häcker-Family! Kein anderes Festival hätte ein so gutes Gespür für diese unvergessliche Kombination gehabt.

 

Fazit: Erstklassige Bandauswahl, hervorragende Organisation, leckeres Essen, mehr als perfektes Preis- Leistungs- Verhältnis und wirklich 100% „No Playback“ mit Bands, die es schlicht drauf haben. Danke!

Es ist mehr als nur empfehlenswert und wer das „No Playback Festival 2019“ verpasst hat, sollte sich für 2020 ein Ticket sichern, sobald der Vorverkauf startet. Denn Freunde, jede Wette, dieses Festival wird bald zu den am schnellsten ausverkauften Festivals gehören.

 

 

 

Tina und Mathias

 

 

No Playback Festival - 06. April 2019 – Karlsruhe –

Interview mit Veranstalter Matthias Häcker

 

Veröffentlichung bei Metal Crash Radio & Metalheads Forever Magazine & Promoportal-Germany

 

 

MCR/T-Boss:

Ich muss zugeben, dass ich durch deine Anfrage, ob wir über das „No Playback Festival“ berichten möchten, zum ersten Mal vom Festival gehört habe, obwohl dein Festival nun bereits in die zweite Runde geht. Das Konzept und die Idee, die dahinterstecken, haben mir allerdings sofort gefallen. Daher vielen Dank für die Einladung und dass du dir so kurz nach dem Festival noch die Zeit für ein Interview nimmst.

Zuerst würde ich gerne wissen, was genau der Beweggrund/ Auslöser für dich war ein eigenes Festival zu organisieren. Und erkläre uns doch bitte das Konzept etwas genauer.

 

Matthias Häcker:

Ich bin seit 18 Jahren Heavy Metal Fan und habe mit Entsetzen beobachtet, wie in unserer Szene Playback langsam zum Alltag wurde. Immer häufiger habe ich mich um meinen Eintritt betrogen gefühlt. Vor allem auf den großen Festivals gibt es kaum noch Bands, die alles live spielen. Als ich 2016 Schmier von „Destruction“ kennenlernte, kam uns die Idee, ein Festival zu starten, bei dem es kein Playback gibt. Damit waren die Idee und der Name geboren.

Das Konzept heißt: keine eingespielten Aufnahmen während den Songs. Aber auch alles andere, was mich im Musik-Geschäft ankotzt, verweigere ich konsequent beim „No Playback Festival“: Keine Band muss fürs Spielen bezahlen, keine überteuerten VIP-Tickets ohne angemessene Gegenleistung, keine Ordner, die einen 5 Minuten nach der Show aus der Halle werfen; um mal nur drei Beispiele zu nennen.

 

MCR/T-Boss:

Gerade in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird ein Festival wirtschaftlich zu organisieren und durchzuführen – hat es dir keine Angst gemacht, dass es finanziell vielleicht eher suboptimal enden wird?

 

Matthias Häcker:

Finanziell läuft es bislang nicht nach Plan, aber was bedeutet das schon, wenn sich hunderte Leute mit strahlenden Augen bei mir für einen ihrer schönsten Tage bedanken?

 

MCR/T-Boss:

Die Festhalle Durlach fasst bei maximaler Auslastung wie viele Personen? 800-1000? Wie viele waren da?

 

Matthias Häcker:

Maximal passen 1200 Leute in die Festhalle. Das möchte ich aber nicht ausreizen, weil sonst die geile Atmosphäre mit Plätzen zum Hinsetzen und der Raum für Merchandise und Begegnung mit den Musikern verlorengeht. Um die 500 Leute waren dieses mal dabei, bei denen ich mich von ganzem Herzen bedanken möchte.

 

MCR/T-Boss:

Ein Festival bedeutet immer viel Arbeit, vor allem in der Vorbereitung. Wie hoch war der organisatorische Aufwand (geschätzt) insgesamt und wie viel Zeit steckt alleine in der Planung?

 

Matthias Häcker:

Die Stunden zähle ich schon lange nicht mehr. Insgesamt habe ich gut neun Monate an der Vorbereitung gearbeitet, wobei alleine die Band-Dokumentation zum 30. Jubiläum von „Wizard“ drei Monate beansprucht hat. Jetzt sind noch einige verwaltungstechnische Formalitäten zu erledigen und dann geht der Spaß von vorne los: Verhandlungen, Booking, Grafikdesign, Werbung,…

 

MCR/T-Boss:

Kommen wir zurück zum Konzept: Nach welchen Kriterien hast du die Bands ausgesucht? Oder bist du durch Empfehlungen auf die Bands gekommen?

 

Matthias Häcker:

Ich frage als erstes immer die Bands, die mich live am meisten beeindruckt haben. Wenn es dann auch auf der persönlichen Ebene passt, ist das der perfekte Deal für mich. Außerdem achte ich darauf, dass die Mischung stimmt. Ein reines Thrash-, Death- Power- Metal oder Hard- Rock Festival wäre mir zu einseitig.

 

MCR/T-Boss:

Headliner war „Onkel Tom“, eine Kultfigur und ein Garant für eine höllenmäßige Stimmung. Ich persönlich muss aber sagen, dass „Wizard“ mega abgeliefert hat und der Schluss, als auch du und einige Fans auf der Bühne standen und abgerockt haben, hatte schon etwas von einem großartigen Finale. Das war nicht einfach für „Onkel Tom“, hier noch eins drauf zu setzen. Oder wie hast du es empfunden?

 

Matthias Häcker:

„Wizard“ und „Onkel Tom“ waren gleichwertige Co-Headliner, wobei „Wizard“ sogar länger gespielt hat. Ich bin seit 13 Jahren „Sodom“ Fan, von daher war es eine Ehre für mich, dass Tom Angelripper bei mir auf der Bühne stand, unbeschreiblich das Gefühl! „Wizard“ sind in ihrem Genre meine absolute Lieblingsband, von daher war auch das ein Moment, den ich nie vergessen werde.

 

MCR/T-Boss:

Lustigerweise habe ich ein paar Tage vor dem Festival eine Geschichte über „Onkel Tom“ gehört (ich hatte noch keine Zeit zu prüfen, ob sich diese so zugetragen hat). Aber nehmen wir mal an, es wäre so gewesen. Vor ein paar Jahren hätte „Onkel Tom“ beim „Wacken Open Air Festival“ in bekannter Weise auf der Bühne mit viel Alkohol seine Show gerockt, bis er sich übergeben musste. Wärst du auf sowas vorbereitet gewesen bzw. wie hättest du reagiert? (grins)

 

Matthias Häcker:

Ich hätte einen Wischmob genommen, die Sauerei weggemacht und „Onkel Tom“ hätte weitergespielt. Kein Problem sowas! J

 

MCR/T-Boss:

Gibt es eine besondere Wunschband, die du einmal auf deinem Festival haben möchtest? Wenn ja, welche und warum?

 

Matthias Häcker:

„SODOM!“ Sie sind die Größten für mich! Sie sind der Inbegriff des deutschen Thrash Metal!

 

MCR/T-Boss:

Was war für dich dein persönliches Highlight beim „No Playback Festival 2019“ (Band, vielleicht auch eine bestimmte Situation)?

 

Matthias Häcker:

Der ganze Tag war ein einziger Rausch. Zwei Momente bleiben jedoch unerreicht. Ich wusste, dass sich viele „Wizard“ Fans den Song „Dragonlords“ gewünscht haben und ich wusste genau, wann er kommt. In dem Moment vorne im Publikum zu stehen und die Reaktion zu erleben, sorgt noch jetzt für Gänsehaut am ganzen Körper. Genau wie der Moment, als ich zusammen mit Michi am Ende auf der Bühne stand und hunderte Leute applaudiert haben.

 

MCR/T-Boss:

Gab es denn während dem Festival irgendwelche Pannen, die passiert sind und die die Fans gar nicht mitbekommen haben?

 

Matthias Häcker:

Uns ging das Bier im Backstagebereich aus und auch an der Theke war nicht sicher, ob es bis zum Schluss reichen würde. Also habe ich noch während der Show Bier gekauft.

 

MCR/T-Boss:

Es heißt ja immer „nach dem Festival ist vor dem Festival“. Gibt es bereits Ideen für 2020? Wie sieht die Planung aus?

 

Matthias Häcker:

Es geht tatsächlich schon wieder los. Ich habe seit Samstag mehr Bandanfragen bekommen, als ich beantworten kann, und schon selber die Fühler nach einem Headliner ausgestreckt. Immerhin brauche ich mich nicht mehr um eine neue Crew kümmern, denn die haben alle so einen geilen Job gemacht und dabei selber so viel Spaß gehabt, dass ich mich auch 2020 auf die gleichen Leute verlassen kann. Damit fällt mir eine riesen Last vom Herzen. 

 

MCR/T-Boss:

Zum Abschluss: Gibt es etwas, das du uns für alle Leser noch mitgeben möchtest?

 

Matthias Häcker:

Supportet die lokale Szene. Geht auch mal zu Bands, die ihr noch nicht live gesehen habt und glaubt nicht jeden Hype, der uns als Metal verkauft wird! Heavy Metal verkommt sonst zum reinen Geschäftsmodell und Playback ist nur eine Konsequenz davon.

 

MCR/T-Boss:

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Das Festival war wirklich ein tolles Erlebnis.

 

 

Auch in diesem Jahr verspricht das Line-Up wieder eine Monstershow in Fritzlar. Mit Airborne und Eisbrecher sind Headliner am Start, die eine riesige Party erwarten lassen. Aber auch mit Amorphis und vor allem mit Angry Andersons Rose Tattoo werden die Rockfans auf ihre Kosten kommen. Auch die übrigen Bands sind eine gute Wahl....Tanzwut, Hämatom, Ostfront, Evenking und viele andere mehr, werden die Luft zum Brennen bringen. Ein Festival, das sich immer mehr zu einem der gang Großen entwickelt. Rock On!!!!!

Rammstein – Gelsenkirchen 2019

 

Krach, Bumm, Zack und Woooooow…. Und ein bisschen Wumm, Poch, Wumm, Poch…

 

(D.N.) So in etwa hört es sich an, wenn 60000 Menschen der einzig wahren Pyroshow Ihre Aufmerksamkeit schenken, während Sie von einem großartig wummernden Bass, exakt dosiertem Schlagzeug, skurrilen Synthis und einer unverkennbaren rauen Stimme begleitet werden. Na, kommt Ihr drauf …. Sicherlich, aber wo fängt man bei einem solchen Konzert an und hört auf….

 

Rammstein in Gelsenkirchen, der Tour Auftakt und was für einer…  Achtung, für die wenigen, die jetzt nicht wissen möchten, wann es knallt und scheppert empfehle ich nicht weiter zu lesen, andernfalls, geht es weiter mit Zerstööööruuuunnnngggg.


Nach den heftigen Diskussionen im Netz bzgl. der Gangart unserer 6 Protagonisten, der wohl am meisten polarisierenden deutschen Band gab es im Vorfeld schon einige Gedanken die man sich hierzu gemacht hat. Ich kann hier alle beruhigen die Rammstein schon mehrmals gesehen haben, oder noch nie das Privileg genießen durften. Die Herren Lindemann, Kruspe, Landers, Riedel, Schneider und Lorenz, haben es nicht nur noch drauf, sondern knallen da nach dem Motto Feuer Frei durch die Arena, als gäbe es kein morgen mehr, kein weiteres Konzert, als müsste alles hier heute und jetzt gezeigt werden. Erwartung, klar groß… Rammstein, mehr als geliefert!

 

Der Auftakt nach Maß, Intromusik, die auch am Zeppelinfeld 1935 hätte erschallen können, verwiesen auf das wichtige Thema, welches Rammstein auch auf dem gleichnamigen Album forcieren.  Schneider geht ans Drums schaut sich um, sieht in die Menge, schaut auf seine Toms, ein kurzes grinsen, Sticks auf die Toms und BÄM, da explodiert die Bühne, na…. alle Wach.
Da geht es direkt los mit dem satten Drums des Songs, der neuen Platte, „Was ich liebe“ und endet direkt in Marschrichtung, links 2,3,4.

 
Banner lang, in Rot, ragen von der Monumentalen Bühne herunter und den einzelnen Soundstations im Stadion, die Gaderobe erinnert an die eines Generals, der nun im ambiente einer Volksverkündung das „Volk“ betört. Gekonnt inszenieren Rammstein hier Bilder das Deutschland vor langer Zeit geprägt haben. Mit „Zeig Dich“ wurde die Kulisse passend abgeschlossen indem die Kirche nochmal lyrisch in Frage gestellt wird.

 

Mit 9 von 11 Songs des neuen Albums unterstreichen Rammstein Ihr Werk und die Message, die es in die Herde tragen soll. Der Rest ist gespickt mit einer Art Best Of vorherigen Alben. Absolute Highlights stellten „Du Hast“ sowie „Deutschland“ dar, welches nicht nur mit Raketenwerfern und brennendem Stadion inszeniert wurden, sondern auch mit der Deutschland (Remix von Richard Z. Kruspe) Nummer, die absolut ungewohnt aber großartig dargestellt wurde. „Flake“ fährt mit DJ Set im Bühnenfahrstuhl nach oben und die Party geht los.


Nebelschwaden überziehen die Bühne mit einem Lichtfeuerwerk, bis Rammstein während der Dance /Rave Nummer in schwarzen Anzügen mit LED bestückt auf der Bühne eine Dance/Rave Performance abgegeben. Zugegeben, irritiert sahen wir uns alle an, aber der Eingänge Beat mit der dermaßen Skurrilen Performance, kann nur geliebt oder gehasst werden, ich für meinen Teil war begeistert, das Rammstein eben bis heute unerwartet in Aktion treten kann.

 
Ein Lichtspektakel ohnegleichen, welches hier in ca. 2 Stunden und 10 Minuten abgefeuert wurde, auch das habe ich bei den Berlinern schon anders erleben können. Über die Erwartungen hinaus rechtfertigen Rammstein hier die Ticketpreise mit einer brachialen Show, einer großartigen Bühne und guter Setlist daher.  Allen Kritikern zum trotz haben Sie es nicht noch drauf, sondern auch einfach nie verlernt, zu polarisieren, perfide gesellschaftliche Themen zur Schau zu stellen und musikalisch dabei zu überzeugen. Ein weiterer sehr sympathischer Eindruck wurde vermittelt, dass eben auch bei Rammstein nicht jeder Song glatt läuft und auch hier Gitarren mal nicht mehr funktionieren, sowie das Schlagzeug abhaut, der Bass im leeren ballert und Lindemann sich versucht da wieder zu fangen, was natürlich in kürzester Zeit gelingt. Solltet Ihr noch keine Karten haben empfehle ich über den FanSale von Eventim hier noch zu versuchen eines der Heißbegehrten Tickets abzugreifen, vielleicht habt Ihr ja Glück. Ich bin Happy da gewesen zu sein. Auch möchte ich weitere Überraschungen nicht vorwegnehmen, welche im Rahmen des Konzertes immer wieder überrascht haben. Hier möchte ich nur auf „Engel“ verweisen.


Es war der Wahnsinn und ich hoffe ihr konntet einen kleinen Eindruck vermittelt bekommen was dort abgerissen wurde.

Festivalbericht – Rock Hard – Gelsenkirchen – Amphitheater – 7.-9.6.2019

 

(A.M. / M.D.) Am Freitag ging es nach Feierabend so schnell wie möglich zum Rock Hard Festival nach Gelsenkirchen. Seit Wochen freuten wir und darauf mit knapp 7000 weiteren Fans zu feiern. Das Festival ist für viele eins der ersten Open Airs des Jahres und läutet die Saison immer richtig ein.

 

Wie erwartet waren die ersten Fans schon zuvor angereist und hatten mindestens schon eine Nacht dort verbracht um sich entsprechend einzustimmen. Die Campingtickets sind immer sehr schnell vergriffen. Ähnliches gilt für den Campingbereich, der mit dem Auto befahren werden darf. Hier sieht man seit Jahren die gleichen Gesichter, Autos, Camper, Anhänger, Kleinbusse und LKWs, die schon irgendwie ihre Stammplätze zu haben scheinen.

 

So oder so, der Mensch ist dann doch wohl ein Gewohnheitstier. Und demzufolge spielt der immer sehr ähnliche Aufbau der einzelnen Buden und Stände eigentlich jedem in die Karten. Hier sei der Whiskeystand, die diversen Verkaufsstände unterschiedlicher Accessoires, die Verpflegungstrucks und -buden gemeint. Aber auch Werbestände von Pueblo und Radio Bob waren zu finden. Hier wurden mit kostenfreien „Rocksäcken“, Feuerzeugen, Ohropax, Flaschenöffnern usw. die Wünsche der Rockmusikfans quasi von den Augen abgelesen. Und auch das Rahmenprogramm mit Lesungen u.ä. fand wie gewohnt auf der zusätzlich aufgebauten Bühne statt.

 

Das Theater an sich ist durch den Bau natürlich ebenfalls grandios. Es bietet Platz und die Bühne ist von eigentlich jeder Stelle aus mehr als gut zu sehen. So ist es dann auch möglich sich Bands anzuschauen, während man auf ein Selfie und einen Smalltalk mit seiner Lieblingsband während der Autogrammstunde wartet. Diese waren auch in diesem Jahr mehr als gut organisiert und freuten sich großer Beliebtheit. Und musikalisch bot das Festival wie erwartet jede Menge guten Rock, auch wenn das Line Up zuvor schon heiß diskutiert wurde. 21 Bands feierten mit ihren Fans das Rock Hard Festival 2019.

 

Am Freitag eröffneten „Vulture“ und ihnen folgte „Chapel Of Disease“. Diese bekamen mit Sätzen wie „Für mich schon fast die beste Band des Tages“ mehr als positives Feedback aus Publikumsreihen. „The Idiots“ legten dann mit ihrem ordentlich klassischen Punk Rock der 80 er Jahre nach. Sänger Hannes ließ sich zudem zum Croudsurfen während des Gigs annimieren. „Tygers Of Pan Tang“ brachten dann, nach anfänglichem Regen während ihres Sets, die Sonne zurück und die Leute gingen ordentlich mit. Rockig und mit neuer Show ging es dann mit „Lizzy Borden“ weiter, bevor der Headliner des Tages „Watain“ die Bühne mit Fakeln betrat. Ihr 1,5 stündiger Gig motivierte viele Fans sich zuvor blutig zu schminken und die Stimmung so entsprechend zu unterstützen. Nach diesem ersten offiziellen Festivaltag folgten eine mehr oder weniger ruhige Nacht. Wer mochte konnte noch die After Show Party genießen oder im großen Party Zelt weiterfeiern.

Morgens gab es dann ein gutes Frühstück zur Stärkung. Leider ist das fußläufig zu erreichende Freibad mittlerweile komplett geschlossen und das Hallenbad hat an Feiertagen nicht ganz eindeutige Öffnungszeiten. Aber das Veranstaltungsteam hat dies Problem schon vor einigen Jahren erkannt und Duschcontainer auf den Campingplätzen aufgestellt, so dass auch der morgendlichen Dusche zum Wachwerden nichts mehr im Wege steht bzw. stand.

 

Der Einlass am Samstag gegen Mittag verlief mehr als entspannt. Das Team war auf Zack und alles lief problemlos und schnell. Und so freuten sich „Tyler Leads“, als sie pünktlich um 12.30 Uhr mit ihrem rockigen Gig zum Head Bangen begannen, über ein schon recht gut gefülltes Gelände. Hierfür bedankten sie sich auch und gaben richtig Gas. Zu Beginn des Sets der Isländer „The Vintage Caravan“ kam dann auch mal kurz die Sonne bei diesem insgesamt doch sehr wolkigen und kühlen Tag durch. Ihr oldstyle Rock mit klaren Riffs begeisterte. „Carnivore A.D.“ schlossen sich an. Ihre Songs waren und sind eher dem NY Hardcore zuzuordnen und mit ordentlich dunklem Druck versehen. Melodischer folgte dann „Heir Apparent“. Diese Band überzeugte mich persönlich sehr. Besonders die tolle Keyboardarbeit mit punktierten Songlinien setzte Akzente. Als Abschluss ihrer Europatour betraten dann „Symphony X“ die Bühne. Allein ihr Intro mit Orgel, wie in der Kirche, zog schon alle in ihren Bann. Wegen technischen Problemen verzögerte sich der Beginn von „Skid Row“ um rund 10 Minuten. Aber dies sollte der Stimmung keinen Abbruch tun. Mit dem Intro „Blitzkrieg Bob“ von den „Ramones“ und Andy Brings im Pressegraben heizten sie weiter ein. Hinzu kamen, aufgrund von Regen und Sonne, ein doppelter Regenbogen, der die Aufmerksamkeit für einen Moment teilte. Aber das Croudsurfen und vor Freude und Übermut fliegende Becher waren dennoch nicht wegzudenken. So ging es auch bei „Cannibal Corpse“ weiter. Ihr Gig verkürzte sich ebenfalls, wohl zum Leiden vieler Grunting-Fans. Als Headliner an diesem Abend spielten „Gamma Ray“ dann ein 1,5 stündiges Set. Seit drei Jahren war es ihre erste Show und die war der absolute Wahnsinn. Das Publikum ging bei jedem Song mit und die Gitarrensoli von Kai Hansen überzeugten zusätzlich. So ging dann auch dieser Festivaltag dem Ende entgegen. Zumindest war es für den offiziellen Teil so. Die After Show Partys und eigenen Pavillionrunden fanden natürlich auch an diesem Abend und in dieser Nacht statt.

 

Ein wenig verschlafene und müde Gesichter konnten wir am eher ruhigen und sonnigen Sonntagmorgen sehen. Demnach waren besonders die Schattenplätze vor der Bühne alle gut gefüllt, als „The Spirit“ um 12 Uhr den letzten Festivaltag eröffneten. Ihr Deathmetal zeichnet sich, so finde ich zumindest, durch gut zu verstehende Gruntingtexte aus. „Zodiac“ aus Münster kamen als nächstes auf die Bühne. Sie waren relativ kurzfristig eingesprungen. Ihr Heavy Blues begeisterte ebenfalls. Mit teilweise sehr dramatischem Gesang folgten „Visigoth“, bevor es komplett instrumental mit „Long Distance Calling“ weiterging. Hier waren und sind die Instrumentenlinien hart, brettig, teilweise sehr experimentell, aber insgesamt durch und durch rockig. Mir persönlich fehlte und fehlt allerdings der Gesang dann doch, um die Songs vollständig klingen zu lassen. Aber Musik ist ja zum Glück eine Kunst und individuelle Geschmackssache. Ihnen folgte „Fifth Angel“. Sie spielten und spielen sehr druckvollen Hard Rock und Metal, stilistisch aus der frühen Phase und den 70er und 80er Jahren. Mit weiterem oldstyle Heavy Metal und einer tollen Bühnenshow ging es dann mit „Magnum“ weiter, bevor „Possessed“ ihren Gig hatten. Hier zeigte sich erneut, dass eine große Stimmgewalt und ein Volumen auch im Sitzen (leider im Rolli) möglich ist. Als Abschluss des diesjährigen Rock Hard Festivals betraten dann „Anthrax“ für ihren 1,5 Stunden Auftritt um 21.30 Uhr die Bühne und das Publikum gehörte voll und ganz ihnen. Die Show war der absolute Wahnsinn und nach drei Tagen aktivem Festival trieb es eigentlich jeden nochmal an ordentlich Gas zu geben und die letzten Minuten voll und ganz zu genießen und aufzusaugen.

 

Demnach bleibt uns eigentlich nur noch „DANKE“ zu sagen und „Rock Hard“!!!

 

Bis hoffentlich zum nächsten Jahr vom 29. bis 31. Mai!

 

Alle Bildgalerien findet ihr auf:  https://www.facebook.com/PromoportalGermany/

Vorankündigung – Golden Age Rock Festival – Liège – Belgien – 23.-25. August 2019

 

(A.M. / M.D.) Ein neues Festival geht in diesem Jahr ins Rennen. Und dies wird eins der ganz besonderen Art sein. Der Name ist Gesetz! Es geht um das „Golden Age Rock Festival“. Wer den Rock der 70er und 80er Jahre mag, der sollte dies Festival nicht verpassen und es sich fett im Kalender markieren. Für Klassikrockfans ist es ein absolutes Muss. Die Location wird mitten in der Stadt sein, Manége Fonck. 

 

Line-Up und Timetable stehen fest und sind auf der Homepage schon jetzt für alle zugänglich. So könnt ihr euch auf „Channel Zero“, „Ross The Boss“ (plays „Manowar“), „Vulcain“, „Foghat“, „Doc Holliday“, „Moxy“, „Uli Jon Roth“ (plays „Scorpions“), „Dee Snider“, „Angel“ (feat. Punky Meadows“ und „Frank Dimino“) und viele mehr freuen.

 

Der Startschuss wird am Freitag, den 23. August um 16.20 Uhr sein und dann wird bis Sonntag, 25. August bzw. Montagmorgen um 0.35 Uhr gefeiert. Da das Festival mitten in der Stadt sein wird, solltet ihr euch bereist jetzt um einen Schlafplatz kümmern. Die Homepage ist mit diversen Infos und Links bestückt. Ein direktes Campen ist nicht möglich. Dafür wird euch die Citynähe geboten.

 

Wir für unsern Teil freuen uns über diese Art von Festival, da es etwas Neues bzw. Altes ist und hoffen euch in einer großen Zahl dort begrüßen zu können.

 

Bis dahin: Genießt den Open Air Sommer!

Konzertbericht – Joe Bonamassa – Düsseldorf – 14. Mai 2019

 

(A.M / O.N.) Auch in diesem Jahr machten wir uns für euch auf den Weg nach Düsseldorf, um für euch vom Konzert des mehr als hochklassigen Bluesrockmusikers Joe Bonamassa berichten zu können. Es ist immer wieder der Wahnsinn, wie viele Konzerte er pro Jahr spielt und, scheinbar ganz nebenbei, noch eine Vielzahl an neuen Alben, Projekten und dergleichen auf die Beine stellt. Die Electric Hall war an diesem Abend zwar nicht komplett ausverkauft, aber dennoch mehr als gut besucht. Besonders die vordersten Reihen waren, trotz der nach wie vor heiß diskutierten Kartenpreise (bis zu 150€), komplett gefüllt. Bonamassa weiß halt, was er kann und auch was er wert ist. Die gesamte Crew, und hier schließe ich alle fleißigen Hände des Abends ein, arbeitete auf höchstem Niveau.

 

Und so konnte jeder einen mehr als perfekten Konzertabend mit feinster Bluesrockmusik genießen. Joe und seine Band waren wie immer gut aufeinander abgestimmt und eingespielt, wobei die Setlist jedes Mal variiert. Demnach lohnt sich ein Besuch auch mehrmals, sofern man es sich finanziell leisten möchte. Die Mischung der Performence ist auch diesmal mehr als gelungen zu nennen. Jeder einzelne Musiker fügte sich perfekt in das Gesamtkonzept ein und hatte zudem die Möglichkeit an unterschiedlichen Stellen im Mittelpunkt zu stehen. Dies ist wohl eines der Merkmale, die Bonamassa immer wieder wichtig sind. Er selbst spielte natürlich seine Gitarren, die wohl einer enormen Sammlung gleichzustellen sind, mehr als perfekt. Und so war wirklich für jeden etwas dabei.

 

Vielen lieben Dank an die fleißigen Helfer und Mark Dehler von Netinfect für diesen tollen Konzertabend.

 

Setlist:

1. Tiger In Your Tank

2. King Bee

3. Evil Mama

4. Just Cause You Can

5. Self Inflicted Wounds

6. This Train

7. Blues Of Desperation

8. No Goof Place For The Lonely

9. Sloe Gin

Pause

10. Well Well

11. Boogie Woogie Woman

12. Nobody Loves Me But My Mother

12. Little Girl

13. Last Kiss

Zugabe:

14. Woke Up Dreaming

15. Mountain Time

 

Bericht Anne Melis/ Bilder Oliver Niklas

 

 

Konzertbericht – Gov´t Mule – Frankfurt Batschkapp – 06.06.2019

 

(A.M. / M.D.) Am Donnerstag, 6. Juni 2019, war ein weiterer Blues Abend in der Frankfurter Batschkapp auf dem Plan. Warren Haynes und seine Band „Gov´t Mule“ luden zu ihrer einzigen Show in Deutschland ein. Und so verwundert es nicht, dass unter den anwesenden Fans auch weit gereiste Bluesliebhaber waren. Hiermit sind Gäste aus Berlin gemeint, die „nur“ für dieses Konzert nach Frankfurt kamen.

 

Die Show überzeugte natürlich mit viel Bluesrock und einem handwerklich perfekten Können. Warren Haynes gilt immerhin nicht ohne Grund als einer der besten Gitarristen im Blues- und Southernrock. Aber auch seine Band ist wahrlich kraftvoll und verfügt über viel Routine. An diesem Abend konnten wir viele Titel des neuen Albums „Revolution Come… Revolution Go“ genießen. Hierbei war und ist kennzeichnend, dass der Bluesrock die Grundlage bildet und durch die verschiedenen Stilrichtungen (Funk, Soul, Jazz und Country) ergänz wird und so jeder Titel seine eigenen Highlights hatte und hat. Natürlich kamen auch die älteren Nummern nicht zu kurz und besonders diese wurden von den Fans entsprechend gefeiert.

 

Insgesamt war der Abend musikalisch erstklassig und auf einem grandiosen Niveau. Über etwas mehr Gesang hätte ich mich persönlich allerdings zudem gefreut. Die Songs wurden sehr intrumentenintensiv performt. Wobei dies wahrscheinlich auch viele Anhänger hat.

 

Auf der 1. Setlist standen Titel wie „Mr. Man“, „Blind Man In The Dark“, Mr. High & Mighty, „Game Face“, „Mountain Jam“ (The Allman Brothers Band Cover), „Beautiful Broken“, „Thelonuis Beck“, „Forevermore“, „Drawn That Way“ und „Stone Cold Rage“. Nach einer kurzen Pause ging es dann in die zweite Runde. Hier spielten sie „Thorns Of Life“, „Trane“, „Since I´ve Been Loving You“ (Led Zeppelin Cover), „Temporary Saint“, „Larger Than Life“ und „Thorazine Shiffle“.

 

Insgesamt bedanken wir uns bei allen, die diesen weitern Bluesabend in der Frankfurter Batschkapp möglich und gelungen gemacht haben.

Festivalbericht – Rockin´ The Blues Festival – Frankfurt Batschkapp – 30. Mai 2019

 

(A.M./M.D.) An Christi Himmelfahrt war es Frankfurt in der Batschkapp wieder so weit. Das Rockin` The Blues Festival ging in die zweite Runde. Nach einer erfolgreichen Tour, organisiert von der Mascot Laben Group, tourte das Festival auch in diesem Jahr wieder durch die Lande und traf auf begeisterte Fans. Über 700 Bluesliebhaber fanden sich an diesem Abend ein um Kris Baras, Walter Trout und Jonny Lang zu lauschen.

 

Kris Baras machte den Auftakt. Der ehemalige Boxer bewies, gemeinsam mit seiner Band, einmal mehr, dass er nicht nur mit den Fäusten umgehen kann. Er hat Fingerspitzengefühl und verkörpert dies bis zur Perfektion. Wir hatten schon letzten Sommer das Glück ihn mit „Super Sonic Blues Machine“ und Special Guest Billy Gibbons von ZZ Top erleben zu dürfen. Und so war unsere Vorfreude natürlich groß. Der gut trainierte und großflächig tätowierte Kris Baras spielte ein rund 30 minütiges Set und führte so das Publikum in die passende Stimmung.

 

Und genauso ging es dann natürlich auch weiter. Nach einer kurzen Umbaupause betrat Blues Rock Legende Walter Trout die Bühne. Nach seiner mehr als langen Krankheit musste er so einiges neu lernen. Aber das Spielen seiner Gitarre liegt ihm wohl einfach im Blut. Mehr als handwerklich perfekt und dennoch wahnsinnig gefühlvoll spielte auch er ein rund 30 minütiges Set. Bei Titeln wie „Me My Guitar And The Blues“ war dann wohl der absolut emotionalste Moment des Abends gekommen. Es berührte absolut jeden in der Batschkapp.

 

Als Abschluss kam dann der eigentlich noch recht junge und dennoch schon musikalisch sehr erfahrene Jonny Lang auf die Bühne. Er spielte die Gitarre ebenfalls brillant und bot besonders für Berufsmusiker einen tollen Gig mit vielen technischen Raffinessen. Als Highlight sollte hier seine Performence mit der Akkustikgitarre genannt werden, die er zu Beginn eines Songs einsetzte. Im Verlauf wechselte er dann wieder zur E-Gitarre und seine Band stieg mit ein. Das war und ist handwerklich wirklich als hohe Kunst anzusehen.

 

Musikalisches Highlight für alle an diesem Abend war dann natürlich die gemeinsame Jamsession als Abschluss. Die Drei Künstler und ihre Bands stimmten sich ab und gaben gemeinsam einige Songs zum Besten. Dies waren unter anderem Titel von BB Kind und Freddie King. Natürlich zeigten hier alle drei Künstler mit einzelnen Soli ihr Können noch einmal, aber auch die Bands fügten sich passend ein. Allein die Tatsache, dass zwei Schlagzeuger gemeinsam bzw. parallel spielten, gibt es ja nicht alle Tage zu sehen und zu hören. Demnach ist auch dieses Rockin` The Blues Festival musikalisch mehr als zu loben.

 

Zudem gab es natürlich, wie bei jedem guten Festival, Autogrammstunden. Diese waren in den Umbaupausen und nach dem Festival geplant. Und sie wurden für das ein oder andere Foto und diverse Smaltalks natürlich gerne genutzt. Zudem gab es, wie auch im letzten Jahr, eine Ausstellung der unterschiedlichen Gitarren zu bestaunen. Sie wurden entsprechend in Szene gesetzt.

 

Uns bleibt eigentlich nur noch ein riesigen DANKE zu sagen. Dies geht an die Organisation, den Veranstalter und die vielen fleißigen Hände von Mascot Label, Netinfect (Mark Dehler) und der Batschkapp mit ihrem Team.     

 

Massachusetts – Bee Gees Musical am 17.05.2019 im Tanzbrunnen Köln

 

(Alexandra Kersten-Spengler) Aus dem bewegten Leben der Bee Gees, die grandiose Erfolge in den 70er Jahren feierten, ist ein Musical entstanden. Dieses gastierte auch am 17.05.2019 im Tanzbrunnen in Köln.

The Italian Bee Gees, Davide, Walter & Pasquale Egiziano performen in einem 2,5stündigen Programm die legendärsten Hits der Bee Gees.

Ihre lange, persönliche Beziehung zur Familie Gibb und ihre unfassbare Authentizität machen die Brüder Egiziano zu weltweit einzigartigen Botschaftern der BEE GEES. Stimmlich und optisch atemberaubend nah am Original überzeugten sie sogar Barry und Robin Gibb, die ihnen begeistert den Titel ITALIAN BEE GEES verliehen.

Doch dies noch nicht genug….neben Ihnen stehen die Original Bee Gees Mitglieder Blue Weaver (Keyboarder), Vince Melouney (Gitarrist) und Dennis Bryon (Schlagzeuger) als Gäste mit auf der Bühne.

Umrahmt wird das Programm von einer sechsköpfigen Tanzcrew, die ein buntes Bühnenbild abgeben. Thomas Hinrich übernimmt die Moderation des Abends.

Fast 40 Jahre Musikgeschichte stecken hinter diesem einmaligen Musical, das die Geschichte der Band erzählt. Das Publikum ließ sich in diese spektakuläre Zeit zurück versetzen und gab seine Begeisterung mit Gesang und Tanz zum Ausdruck. Schon ab dem zweiten Song hielt es kaum einen Zuschauer auf dem Stuhl und das war auch so gewollt, wie der Moderator auch betonte.

Der Mix aus brillanter Live-Music, authentischen Schauspielern und einer großartigen Dance-Crew war gelungen. Viele Gänsehautmomente während dieser weltweit einzigen authentischen  Tribute-Musical über die wichtigen Stationen des Lebenswerkes der „erfolgreichsten Familienband aller Zeiten“ (Guinnesbuch der Rekorde) konnten die Zuschauer genießen.

Festivalbericht – Delta Metal Meeting – MS Connexion Complex – Mannheim –

13. April 2019

 

(M.D. / A.M.) Am Samstag, den 13. April 2019 ging das Delta Metal Meeting im Mannheimer MS Connection Complex ab 15 Uhr in die zweite Runde. In diesem Jahr gab es neben einer qualitativ sehr hochwertigen Verköstigung zwei weitere Vorteile zu genießen. Das Festival-Shirt war auch für Kurzentschlossene noch am Festivaltag zu haben und die Metalbörse war ebenfalls mit einer großen Auswahl an diversen Fanartikeln vertreten. Hierfür möchten wir schon jetzt ein großes Lob aussprechen: Daumen hoch!!! Mitten im Festivalgeschehen trat dann aber das Problem des Essensmangels auf. Der eingemietete Caterer hatte wohl nicht mit so viel Andrang gerechnet. Aber Dank des Einsatzes des Organisationsteams konnte dem Abhilfe geschaffen werden und mit etwas Verzögerung konnte dann jeder Besucher gesättigt werden.

 

Musikalisch machten „Air Raid“ den Auftakt. Sie betraten pünktlich um 16 Uhr die Bühne und gaben direkt richtig Gas. Die Rocker aus Göteborg sind seit 2009 mit einigen Line Up Wechseln am Markt und haben in diesen zehn Jahren Bandgeschichte bisher drei Alben veröffentlicht. Schön ist, dass sie typischen Metal der 80er Jahre spielen und das auch beim Delta Metal Meeting lebten. Sie schnörkelten nicht herum, sondern spielten klare Riffs mit entsprechenden Drums und einem Gesang, der sich dazu passend einfügte. Dazu ließen sie ihre Haare fliegen und auch die obligatorischen weißen hohen Sneaker durften natürlich nicht fehlen. Alles in allem ein musikalischer Festivalauftakt, der mehr als gelungen zu sehen ist. Und dies zeigten auch die Reaktionen des Publikums mit begeisterten Fans.

 

Danach ging es mit „Airon“ weiter. Die Finnen gibt es seit 2011 und spätestens seit 2013 sind sie durch den Auftritt beim Eurovision Song Contest bekannt. Mit ihrer musikalischen Mischung aus symphonischem- und Power Metal legten sie beim Delta Metal Meeting los und begeisterten die Menge, die sich im Laufe des Nachmittags schon stetig vergrößerte. Für den melodischen Anteil sorgte im gewissen bzw. besonderem Maße der Einsatz des Keyboards. Und dies war optisch zudem so nach vorne gekippt aufgebaut, dass alle Tasten zu sehen waren. Es ist einfach herrlich, wenn man so nah dabei ist und jedem Musiker auf die Finger gucken kann. Dieses Gimmick erfreut sich generell immer größerer Beliebtheit erfreut. Und bereits beim ersten Song der Finnen sah man quasi nur noch im Takt wippende Köpfe. Und dies blieb im gesamten Set auch so. Vielen Dank für diesen Gig!

 

Die dritte Band des Festivals war „Ram“. Die ebenfalls aus Göteborg stammenden Schweden musizieren seit 1999. Sie überzeugen mit klassischem Metal. Und das taten sie auch beim Delta Metal Meeting. Sie heizten die Stimmung ordentlich weiter auf und ein. Mich persönlich haben sie definitiv total geflasht. Und die Chöre im Publikum zeigten, dass dies wohl die mehrheitliche Meinung war. Die klassischen und durch die Einfachheit genialen Riffrock-Elemente sind einfach wahnsinnig und verbreiteten auch genau diese Stimmung mit jeder Menge „Pommesgabeln“.

 

Etwas flotter und mit jeder Menge Spaß und überdrehter Action folgten „Double Crush Syndrom“ aus dem Ruhrpott. Sie machten ihrem Namen in gewisser Weise alle Ehre und schüttelten das Publikum nochmal richtig durch – „Schädigung einer Nervenbahn durch mechanische Beeinträchtigung“… auch hier standen die 80er Jahre musikalisch und auch optisch im Vordergrund. Diesmal allerdings mit einer ordentlichen Note Punk. Und Frontmann Andy Brings (ehemals u.a. Sodom) hatte sichtlich Spaß mit dem Publikum zu spielen, es einzubeziehen und ihren Gig so zu einem ganz besonderen zu machen und herauszufallen. Dies sorgte für ordentlich Gesprächsstoff, wenn auch nicht nur positiv, aber eins ist ganz klar: Die drei machten eine einzige Party auf der Bühne und zogen mit Elementen wie bspw. Wechselgesänge („Cab Calloway“ – „Minnie The Moocher“) mit dem Publikum, genau dieses auch mit sich. Als letzten Song spielten sie ihre Version von „Judas Priests“ „Breaking The Law“. Und das Besondere hier war typisch Punk: ein netter Rollen- bzw. Instrumentenwechsel. Und so konnten wir Andy dann auch mal hinter dem Schlagzeug genießen, ein netter und vor allem abwechslungsreicher Abschluss.

 

Danach war es an der Zeit für „Vicious Rumors“. Die US-amerikanische Power Metal Band wurde bereits 1979 von Geoff Thorpe in Kalifornien gegründet. In den nun mittlerweile 40 Jahren Bandgeschichte haben sie diverser Line Up Wechsel hinter sich gebracht. Aber das sollte kein Thema sein. Headbangen und ordentlich hart getaktete Drums standen auf dem Plan. Und die Menge ging mit. Dies verstärkte sich dann noch zusätzlich bei einigen Songs mit ordentlich Speed oder auch bei Einsätzen von Chören, die dann bei einem Live-Konzert logischerweise die Fans übernehmen und auch an diesem Abend gerne taten. Aber auch diverse Gitarrensoli durften die Fans bei diesem Gig genießen.

 

Und dann war es endlich so weit. Der lang ersehnte Headliner des Delta Metal Meetings 2019 „Battle Beast“ betrat gegen 23 Uhr die Bühne. Und das taten sie nicht irgendwie. Mit roten Strahlern beleuchtet stieg Pyry Vikki hinter bzw. auf sein Schlagzeug und heizte mit diesem Auftritt schon mächtig ein. Und dann kam der Rest der Band nicht weniger schlecht beleuchtet, diesmal in blau, und Band und Fans rissen die Hände in die Höhe! Und genau mit dieser Begeisterung starten sie dann auch ihr Set. Die gesamte Choreografie war bis ins Detail geplant. Und so wurde weder an Licht, noch an Ton und schon gar nicht an Kunstnebel gespart. Zudem waren die Gesten, Mimiken und Positionen der Einzelnen perfekt aufeinander und zum Gesamtkonzept abgestimmt. Dies war zum Beispiel bei den Gitarrensoli der Fall. Damit die Doppelspitze von Juuso Soinio und Joona Björkroth voll und ganz genossen werden konnte, wechselte Frontfrau Noora Louhimo ihren Platz von der Bühnenmitte und ließ den Herren den Vortritt. Aber auch Keyboarder Janne Björkroth hatte mit seinem „Keytar“ (Keyboard bzw. Synthesizer mit Schultergurt zum Umhängen) die Möglichkeit sich frei auf der Bühne zu bewegen. Und so begeisterte die Show von „Battle Beast“ die Fans und die Menge feierte.

 

Und wer nach diesem rund acht Stunden Livemusik des Delta Metal Meetings den Weg nach Hause noch nicht finden wollte, für den war im Anschluss noch eine After Show Party geplant.

 

Demnach bleibt uns nichts weiter zu sagen, als DANKESCHÖN an alle fleißigen Hände, die im Vorfeld und auch am Festivaltag alles gegeben haben, damit auch das zweite Delta Metal Meeting ein Erfolg wurde. Jochen hat mit seinem Team wieder „ganze Arbeit geleistet“ und ein „glückliches Händchen bewiesen“.

 

In diesem Sinne: ROCK ON!

Gigantische Rockshow und pure Leidenschaft: Tobias Sammets Avantasia

09.04.2019 in der Saarlandhalle in Saarbrücken

Alexandra Kersten-Spengler / Marc Debus

 

 

Avantasia is Back - nach dem Tourstart der Moonglow World Tour 2019 in der Slowakei – spielt Tobias Sammet mit seinem, seit Jahren weltweit gefeiertes Musikprojekt, ein grandioses Konzert in Saarbrücken. Nach drei Jahren kommt der Fuldaer mit seinem Rock-Projekt wieder ins Saarland.

 

Pure Leidenschaft, tiefe Emotionen und erstklassiger Heavy Metal: Wenn Tobias Sammet in Saarbrücken spielt, gibt es kein Halten mehr: Über 1700 mehrheitlich schwarz gekleidete Fans rockten am Dienstagabend in der Saarlandhalle in Saarbrücken.

 

Als Stargäste begeisterten Ronnie Atkins, Jorn Lande, Geoff Tate, Adrienne Cowan, Michael Sembello, Eric Martin, Bob Catley - und natürlich Tobias Sammet mit ihrem Gesang. Bombenstimmung von Anfang an und das über 3 Stunden hinweg - sensationell!!

 

Um 20:10 Uhr geht das Licht aus. Zunächst läuft noch AC/DC vom Band und dann betreten die Musiker zu Ludwig van Beethovens „Symphony No.9“, besser bekannt als „Ode To Joy“, die Bühne. Der große Vorhang fällt und mit „Ghost In The Moon“ geht es los. Tosender Beifall brandet auf, als Mastermind und Tobias Sammet auf die Bühne stürmt. Links stehen Bassist Andre Neygenfind und Sascha Peth an der Gitarre. Dahinter an den Keys wirkt Michael Rodenberg, kurz Miro, der bei vielen Avantasia Alben für die Orchestrierung zuständig ist.

 

Der hinter einer dicken Plexiglasscheibe sitzende Drummer Felix Bohnke wird dann auch mal zum Ziel des Sammetschen liebevollen Spottes. Laut Tobias sitzt Felix hinter der 8 MM dicken Scheibe nicht, weil er, wie ein gefährliches Tier, abgeschirmt werden muss, da er ja mit Holzstöcken auf Tierfelle einschlägt, sondern das hat was mit dem Sound zu tun. Auf der rechten Seite ist dann noch Oliver Hartmann, der sonst bei At Vance oder als Gitarrist bei der Pink Floyd Tributeband Echoes oder in seiner eigen Band Hartmann fungiert. Bereits beim zweiten Song Starlight tritt der erste Gastmusiker auf. Ronnie Atkins, sonst hauptamtlich bei den Pretty Maids gelistet, liefert sich tolle spannungsgeladene Duette mit Tobias oder auch mit der Background Sängerin Adrienne Cowen

 

Tobias übt nun erst mal den Beifall mit dem Publikum, Stichwort ist immer das Schlagwort „Saarbrücken“…und das Publikum nimmt dies gerne an und erwidert dies mit großem Beifall. Dann wird kurz erläutert, dass es heute Abend alten und neuen Scheiß geben wird und das hier mit drei Stunden Spielzeit zu rechnen ist.

 

Mit Book Of Shallows geht es weiter. Auch da ist Ronnie Atkins noch mit von der Partie, obwohl Adrienne den von Mille Petrozza eingesungenen Song mindestens genauso gut drauf hat. Bereits beim nächsten Song The Raven Child kommt schon der nächste Gastsänger dazu. Jørn Lande, bekannt von Masterplan und seinem Projekt mit Allen Russel, passt hervorragend in dieses Projekt. Für die gesangliche Unterstützung sorgen bei fast allen Songs Herbie LanghansIna Morgan und die bereits erwähnte Adrienne Cowen. Nicht nur stimmlich, sondern auch optisch machen die beiden Damen einen überaus überzeugenden Eindruck.

 

So geht es munter weiter. „Lucifer“ wird noch von Jørn Lande gesungen, dann kommt Geoff Tate auf die Bühne. Der lange Jahre bei Queensrÿche tätige Sänger übernimmt die nächsten Songs. Das macht er als „Neuling“ bei Avantasia ausgezeichnet. Einen Song singt er allein und dann auch wieder im Duett mit Tobias Sammet. Er versteht es, zwischen den Songs das Publikum zu unterhalten.  Wer schon mal bei einem Avantasia oder bei einem Edguy Konzert war, der kennt seine Qualitäten als Entertainer. Immer wieder animiert er die Saarbrücker und fordert sie auf, sich lautstark bemerkbar zu machen.

 

Unbestritten ist Avantasia das musikalische und geistige Eigentum von Tobias Sammet und dieses Projekt sieht den Einsatz von Gastmusikern vor. So sind nicht nur auf CD Gastmusiker eingeladen, sondern auch auf Tour. Und so werden die meisten Songs auch von ihnen und mit Tobias bestritten. „Reach Out For The Light” singt Tobias aber allein. Der Song stammt von „The Metal Opera“ und ist bereits 18 Jahre alt. So präsentieren Avantasia heute eben einen guten Querschnitt durch die gesamte Schaffenszeit. Nach dem Titeltrack der neuen CD, Moonglow (auf der CD noch mit Candice Night eingesungen), der heute mit Adrienne Cowen im Duett gut ankommt, wird es poppig. „Maniac“ aus Flashdance ist dran und dazu kommt Eric Martin von Mr. Big auf die Bühne. Er hat sich einen modisch aussehenden Schal um den Hals geschlungen, und passt sich zumindest da Tobias an. Der trägt einen langen, ziemlich dick aussehenden Mantel, ein Stirnband und eben einen langen Schal, der auch mal zum Schweiß abtupfen gebraucht wird. Der Song kommt live erstaunlich gut an und die Halle singt laut mit. Da Eric schon auf der Bühne ist, performt er auch den nächsten Track.

 

Danach sagt Tobias seinen Lieblingsengländer an. Bob Catley, Frontmann von Magnum, ist ein gern gesehener Gast und auch bei den letzten vier Tourneen immer mit dabei gewesen. Nun wird Sascha Peth vorgestellt. Beide kennen sich schon seit Jahren, da Sascha für die Produktion der Avantasia Scheiben verantwortlich ist. Es folgt „The Scarecrow“ vom gleichnamigen Album. Danach kommen bei „Promised Land“ Eric Martin und JørnLande gemeinsam zum Einsatz.

 

Das muss man dem Projekt lassen. Jeder der Sänger bekommt seine Bühne und auch bei den gemeinsamen Stücken stellt sich keiner explizit in den Vordergrund, sondern ordnet sich den Songs unter. Beide Akteure schaffen es hier auch, dass das Publikum den Heehoo-Anteil lautstark mitsingt.

 

Es folgt der Titel, der nach dem Projekt benannt wurde. Avantasia, hauptamtlich von Geoff Tate gesungen, begeistert. Man kann sagen, was man will, aber die Tracks machen live einfach Spaß. Auch bühnentechnisch ist nichts auszusetzen. Im Hintergrund laufen, passend zum jeweiligen Titel, Bilder und Animationen auf einer riesigen Leinwand ohne aufdringlich zu wirken. Das Licht ist toll, der Sound ist gut. Nicht zu laut und gut ausgesteuert.

 

Tobias sagt dann einen zwölf-Minuten-Song an und bemerkt, dass so etwas hier gespielt werden kann, denn es ist ja kein Radio. „Wer hört denn heute noch Radio?“, scherzt er.  Let The Storm Beginn wartet dann auch mit drei Sängern. Neben Tobias sind Jørn Lande und Ronnie Atkins mit dabei. Es folgt Master Of The Pendulum, bei dem Ronnie nun den Leadgesang übernimmt. Als Nächstes darf auch Oliver Hartmann mal singen. Immerhin umfasst sein Stimmvolumen vier Oktaven und die kommen bei Shelter From The Rain zum Einsatz. Dazu gesellt sich dann Herbie Langhans, der auch mit einer guten Stimme ausgestattet ist. Auch Ina Morgan wird ins Rampenlicht gerückt und singt dann mit Bob Catley im Duett, der inzwischen auch mit eingestiegen ist.

 

Nun ist wieder das Publikum dran. Tobias provoziert Saarbrücken mit: „Saaarrrbrüüückkken“. Erwartet wird natürlich eine lautstarke Resonanz und die wird dann ausgelotet. Es folgt der nächste Seitenhieb auf Manowar. Joey DeMaio hätte jetzt das Konzert beendet. Wir nicht!!! Mit Lost In Space verabschiedet er sich dann, denn wenn‘s am Schönsten ist, dann muss man aufhören. Somit sind dreieinhalb Stunden Spielezeit um.

 

Nach einer Minute lauten Zugaberufen kommen sie aber wieder. Die Zugabe beginnt mit Farewell von The Metal Opera. Da gibt’s dann noch ein schönes Duett von Tobias und Adrienne. Nun kommt die obligatorische Bandvorstellung, die an dieser Stelle auch mal eine Viertelstunde dauert. Zwar hat er bereits im Verlaufe des Konzertes einige vorgestellt, nun sind aber alle der Reihe nach dran und erhalten ihren verdienten Beifall. Beim allerletzten Song Sign Of The Cross, ebenfalls von der Metal Oper, sind dann alle Akteure des Abends auf der Bühne. Dies sorgt für viel Stimmgewalt. Dann wird noch die Konfettikanone abgefeuert und ein schönes Bild beendet um 23:30 Uhr dieses Spektakel. Klar gibt’s noch ein abschließendes Band/Zuschauer Foto.

 

08.04.2019 in der Esperantohalle Fulda

 

Fulda…das Heimspiel von Tobias Samet´s Avantasia fand am Tag zuvor vor ausverkauftem Haus statt. Schon bei der Ankunft an der Halle konnte man eine riesige Schlange von Menschen bewundern, die auf den Zutritt zur Halle warteten – ausverkauftes Haus halt.

 

Die Setlist war die gleiche wie am folgenden Tag in Saarbrücken und die Begeisterung in der Halle war gigantisch. Viele Angehörige der Bandmitglieder waren ebenfalls im Saal und feierten mit den übrigen Fans die gewaltige Show auf der Bühne. Auch in Fulda war das Zusammenspiel der Sänger auf der Bühne ein Genuss. Vor allem die Performance von Geoff Tate war wie immer einzigartig. Die übrigen Gastsänger zeigten ebenfalls, wie unterschiedlich ein Projekt mit dem Wechsel der Gesangsfront klingen kann. Ronnie Atkins, Eric Martin und auch Oliver Hartmann, der Gitarrist der Band zeigten hier ihr Können.

 

Die Begeisterung in der Halle konnte bis zur letzten Minute aufrechterhalten werden. Selbst bei den Zugaben verließ kaum ein Zuschauer den Raum, um die Band bis zur letzten Minute auszukosten. Die vielen Male, die ich Avantasia in den letzten Jahren sehen konnte ermöglichen zu sagen, dass die Show in keiner Weise nachgelassen hat. Die Besetzung ist immer erstklassig und die Präsentation des Ganzen lässt nichts zu wünschen übrig. Avantasia wird weiterhin die Hallen füllen und die Fans begeistern – auch wenn es mir persönliche ein wenig zu „Mainstream“ ist.

 

Setlist vom 08.04 und vom 09.04.2019:

Symphony No. 9, Op. 125

Ghost in the Moon

Starlight (mit Ronnie Atkins)

Book of Shallows (mit Ronnie Atkins)

The Raven Child (mit Jørn Lande)

Lucifer (mit Jørn Lande)

Alchemy (mit Geoff Tate)

Invincible (mit Geoff Tate)

Reach Out for the Light (mit Oliver Hartmann)

Moonglow (mit Adrienne Cowan)

Maniac (mit Eric Martin)

Dying for an Angel (mit Eric Martin)

Lavender (mit Bob Catley)

The Story Ain't Over (mit Bob Catley)

The Scarecrow (mit Jørn Lande)

Promised Land

Twisted Mind (mit Geoff Tate)

Avantasia (mit Geoff Tate)

Let the Storm Descend Upon You (mit Jørn Lande)

Master of the Pendulum (mit Ronnie Atkins)

Shelter from the Rain (mit Bob Catley)

Mystery of a Blood Red Rose (mit Bob Catley)

Lost in Space

Farewell (mit Adrienne Cowan)

Sign of the Cross / The Seven Angels

 

 

Vorankündigung – Wacken Open Air – 01.- 03. August

 

(A.M. / M.D.) Was soll man sagen? Wer kennt Wacken nicht? Es ist DAS Festival schlechthin. Seit Tagen, Wochen und Monaten ist es wie schon seit undenkbar langen Jahren ausverkauft und im Netz werden an jeder Stelle noch weitere Karten gesucht. Die gesamte Republik plus diverse Fans aus aller Herren Länder wollen wieder hoch in den Norden fahren und das eigentlich kleine Dorf „Wacken“ wieder weiter berühmt machen. Wer hätte das in den Gründungsjahren als Feuerwehrfest schon gedacht? Manchmal steckt man halt einfach nicht drin. Man lässt die Sache laufen und guckt was passiert. Und was mit Wacken passiert ist, ist einfach unbeschreiblich. Mittlerweile ist es eine mehr als bis ins Detail durchgeplante Veranstaltung, die sich als Firma im Hintergrund fest etabliert hat. Der enorme organisatorische Aufwand die rund 80.000 Festivalbesucher und die zusätzlichen zigtausend feierfreudige Metalfans im sogenannten „Speckgürtel“ wollen schließlich versorgt werden. Und so stehen beispielsweise tausende Meter Bierpipline als ein Thema der weiteren Verbesserung im Raum.

 

Und musikalisch werden auf den zwei Hauptbühnen neben dem riesigen Stierkopf und auf den Nebenbühnen in diesem Jahr unter anderem folgende Bands erwartet: Sabaton, Demons Wizard, Slayer, Parkway Drivt, Powerwolf, Body Count, Within Temptation, Prophets Of Rage, Anthrax, Opeth, Bullet For My Valentine, Hammerfall, Airbourne, Rage, Eluveitie, Queensryche, Rose Tattoo, Battle Beast, Hämatom, Eisbrecher, Behind The Black, Avatar, Primordial, UFO, Black Stone Cherry, Krokus, Night Flieht Orchestra, Versengold, Tantiano, Girlschool, Die Kassierer,…

 

Aber auch das Rahmenprogramm (Spoken Word, Action, Party,…) ist bereits in vollen Zügen geplant. Es bleibt eigentlich kein Wunsch offen, sofern man das Glück hat, dabei sein zu können.

 

Von daher bleibt uns eigentlich nur noch die Hand des Rock´n Roll mit Pommesgabel in die Luft zu strecken und ein tolles Festival zu erleben.

Vorankündigung – Hellfest – 21. – 23. Juli – Clisson – Frankreich

 

(A.M. / M.D.) Das Hellfest in Frankreich ist wohl jedes Jahr der absolute Wahnsinn. Wer träumt nicht davon dabei zu sein? Und das Line Up in diesem Jahr wird die Träume wohl nur noch verstärken. Wieso also nicht? Auf geht’s in den Westen Frankreichs! Auf den insgesamt sechs Bühnen des Areals (Mainstage 1, Mainstage 2, Temple, Altar, Valley und Warzone) wird definitiv jedem Fan das für ihn Passende angeboten. Die größte Herausforderung wird wahrscheinlich sein, den eigenen Zeitplan zu erstellen und zu selektieren.

 

Hier ein kleiner Versuch ein paar Bands aufzulisten: Manowar, Dropkick Murphis, Dream Theater, Demons And Wizards, Godsmack, Gorjia, Mass Hysteria, Ultra Vomit, Dagoba, No One Is Innocent, Lofofora, Kiss, Def Lepard, Whitesnake, Deadland Ritual, Rival Sons, Ritchie Kotzen, Architects, ZZ Top, Within Temptation, Eagles Of Detah Metal, Böhse Onkelz, The Fever 333, Tool, Slash feat. Myles Kennedy, Lynyrd Skynyrd, Stone Temple Pilots, Slayer, Lamb Of God, Anthrax, Testament, King Diamond, Hellhammer performed by Tom Warrior´s „Triumpg Of Death“, Venom Inc., Diamond Head, Trollfest, The Sisters Of Mercy, Cradle Of Filth,….

Und das ist bei einem Festival so einer Größe und Beliebtheit natürlich nur eine geringe Auswahl. Aber schon dies zeigt, wie facettenreich das Line Up sein wird.

 

Genaue Details samt Timetable findet ihr auf der sehr übersichtlichen und extrem ausführlichen offiziellen Webside: https://www.hellfest.fr/

 

Von daher gilt auch hier: Setzt euch in Bewegung und feiert eine unvergleichliche Metalparty beim Hellfest in Clisson, Frankreich!

Vorankündigung – Rock am Stück – Fritzlar – 18.- 20. Juli

(A.M. / M.D.) Auch in diesem Sommer ist es wieder soweit. Das Rock am Stück Festival geht in Fritzlar vom 18.- 20. Juli in die nächste Runde. Wir freuen uns auf „Airbourne“, „Eisbrecher“, „Amorphis“, „Hämatom“, „Caliban“, „Rose Tattoo“, „Tanzwut“, „Pyogenesis“, „Brothers of Metal“, „Elvenking“, „Toxpack“ und viele weitere Bands.

„Die nächste Auflage des Rock am Stück wird sicherlich wieder jeden rockbegeisterten Musikfan gefallen“, so die offizielle Info, die wir definitiv bestätigen können. Die Auswahl der Bands zum diesjährigen Line Up verspricht viel. „Egal ob moderne Hits oder rockige Klassiker.“

Und Tickets könnt ihr aktuell noch über die offizielle Seite http://www.rock-am-stueck.de/ ordern. Wir würden uns freuen, wenn wir euch auf dem Festivalgelände am Lohrberg zum Rocken treffen würden

Bis dahin viel Spaß im Festivalsommer 2019!!!

 

Bloodsucking Zombies from Outer Space

Album Release Show zu "ALL THESE FIENDISH THINGS"

am 08.02.2019 in der Arena Wien

 

20.00 Uhr Igel vs. Stark 21.00 Uhr Roadwolf 22.00 Uhr BZFOS ab 00.00 Uhr Aftershowparty mit Boogie Hammer im Dreiraum

 

Zur Einstimmung auf den Abend, machten wir eine Führung durch den "morbidesten Ort" Wiens - die Michaelergruft. Beeindruckt von den sich dargebotenen Bildern der unterirdischen Begräbnisse, Mumifizierungen und Sargmalereien des Mittelalters, zogen wir los, um gemeinsam mit Freunden und Bekannten, einen wunderbaren Abend mit den legendären BZFOS zu erleben. Nach zwei Jahren Wartezeit, wurde endlich das langersehnte Album "ALL THESE FIENDISH THINGS" ins Rennen geschickt. Den Auftakt in der randvollen Arena machten um 20.00 Uhr "IGEL vs. WOLF". Sie heizten das Publikum mit eingängigen, rockigen Riffs an. Um 21.00 Uhr begannen "ROADWOLF" - eine energiegeladene Heavy Metal Combo, die deutlich machten, welchen Background auch die BZFOS Jungs zu verzeichnen haben.

 

Gut eingegrooved, legte nach einer kurzen Pause, endlich der Hauptakt "BZFOS" los. Das Konzert startete mit dem neuem Song "This aint no Halloween Costume" und der dazu bestens inszenierten Showeinlage. Es folgten Klassiker wie "I wanna hear you scream”, “Teenage Universal Creature” und “Shock Rock Romance". Der folgende Kracher "Bela Kiss" ist ein sich schnell einprägender Rocksong vom neuen Album, der neben "Nice Day for an Exorcism" u.a. bereits auf der Halloween Tour gespielt wurde. In Wien darf natürlich nicht der Falco Hit "Vienna Calling" fehlen, den die Jungs erstmals auf ihrem unvergesslichen X-Mess Jamboree zum Besten gaben und das Publikum zum Beben brachten.

 

Der "Schädel Deiner Mutter" immer wieder ein echter Schockeffekt – gerade hinsichtlich der wahren Begebenheit. Danach wurde zum wohl melancholischsten Song der BZFOS, der Jägermeister auf "A schöne Leich" gehoben. Es folgten zwei neue Songs "Janet Leigh" und "Pet Sematary". "Janet Leigh" wurde durch eine perfekt inszenierte Duschvorhangszene - anlehnend an den Hitchcock Streifen "Psycho" begleitet und verlieh dem Song dadurch eine besondere Note. Der alte Ramones Song erfreute das betagte "Punkerherz" und ließ mich kurz in das Jahr 1996 abtauchen zur unvergesslichen "Adios Amigos" Tour. Erstklassig und ohne unnötige Schnörkeleien umgesetzt, ein perfekter Anheizer! Neben den oben genannten Titeln bekamen wir noch die beiden neuen Songs "Night Flier" und "Good Guy Rag Doll" zu hören, welche zweifelsohne groovig daher kamen. Zum Ende hin spielten die Jungs dann eines meiner persönlichen Highlights - die unvergleichliche "Moonlight Sonata". Um zum Schluss nochmal ordentlich Gas zu geben, durfte natürlich auch der Alice Cooper Klassiker "Poison" nicht fehlen. Beim letzten Song - dem legendären "MÖRDER BLUES", wird in der Tat das gesamte Publikum in einen schaurig-schönen Blues versetzt und man verlässt beseelt und glücklich das Konzert. THX.

Vanessa Nickel / Andreas Zerndt

Vorankündigung Rockharz Festival Ballenstedt 3.- 6. Juli 2019

 

Auch in diesem Jahr wirft das „Rockkarz“ Festival seine Schatten voraus. Vom 3.- 6. Juli wird es in Ballenstedt stattfinden.

 

Das Organisationsteam hat bereits viel Arbeit investiert. Und so können wir uns auf „Amon Amarth“, „Saltatio Mortis“ und „Dimmu Borgir“ als Headliner freuen. Aber auch das weitere Line Up ist nicht von schlechten Eltern. Es besteht unter anderem aus „Children Of Sodom“, „Chriddel Of Fate“, „Hypocrisy“, „Epica“, „Dragon Force“, „U.D.O.“, „Korpiklaani“, „Wintersun“, „Hämatom“, „Over Kill“, „Lordi“, „Legend Of The Damned“, „J.B.O.“, „Soilwork“, „Mono Inc.“ und vielen vielen mehr.

 

Schon jetzt ist es möglich im Vorfeld genau das Package vorzubestellen, was man gerne möchte. Und auch das Reservieren von Campingplätzen, damit man mit den bekannten Freunden nah zusammenrücken kann, ist möglich. Jedoch ist das Kennenlernen neuer Freunde bei so einem Festival natürlich auch immer zu empfehlen. Und um seinen Idolen ganz nah zu sein, wird es natürlich auch wieder durchorganisierte Autogrammstunden geben, die wir jedem ganz individuell ans Herz legen können.

 

Insgesamt freuen wir uns, dass das „Rockharz“ Festival sich stetig größerer Beliebtheit erfreut und es ein weiteres Highlight in jedem Kalender ist. Demnach verbleiben wir bis dahin in rockiger Feierlaune und freuen uns euch dort zu sehen!

Vorankündigung Burg Herzberg Festival Breitenbach 25.-28. Juli 2019

 

Unter dem Motto „Stardust We Are“ wird auf den Pferdewiesen in Breitbach am Herzberg (Hof Huhnstadt) vom 25.-28. Juli wieder das Burg Herzberg Festival als traditionelle Hippie Convention stattfinden. Neben zahlreichen Bands wie Graham Nash, Chris Robinson Brotherhood, Doyle Bramhall II, Ufo und vielen mehr auf unterschiedlichen Bühnen (Mainstage, Freakstage, Mentalstage, Lesezelt), sind auch in diesem Jahr im „Höllenschuppen“ in „Freak City“ wieder Jam-, Psychodelic-, Spacerock-, Prog- und Experimental- Bands geplant.

 

Das leibliche Wohl wird durch die unterschiedlichen Stände, die auf dem gesamten Gelände verteilt sind und sehr verschiedene Leckereien anbieten werden, nirgends zu kurz kommen. Das Zelten wird ab Montag, den 22.7. um 9 Uhr auf dem Campingground „Neue Heimat“ und ab Dienstag, den 23.7. um 10 Uhr in „Freak City“ möglich sein. Ebenfalls wird es wieder einen Shuttle von Breitenbach aus direkt zum Gelände geben. Zudem wird der ÖPVN wahrscheinlich Shuttles von den Bahnhöfen Alsfeld und Bad Hersfeld einrichten.

 

Zudem wird das „Drumherum“ dieses Festivals wieder sehr familiär erwartet. Das „Kinderland“ wird ebenfalls wieder seinen festen Ort haben und damit das familiäre Flair dieses Festivals unterstreichen.  

 

Wir freuen uns auf jeden Fall schon wahnsinnig dieses einfach einzigartige Festival zu erleben und hoffen möglichst viele von euch dort zu sehen und ein schönes Festival zu genießen.

Konzertbericht – Bloodbound – Dynazty – Manimal – Tour Of The Dragon Empire - MS Connexion Complex Mannheim – 26. März 2019

 

Wieder einmal waren wir in Mannheim im MS Connexion Complex zu Gast. Diesmal war es am Dienstag, den 26. März. Auf dem Programm standen Bloodbound, Dynazty und Manimal. Musikalisch versprach es also ein Abend im Power Metal Stil ganz in schwedischer Hand zu werden. Und so war es dann auch.

 

Nach nur 20 Minuten Einlasszeit betraten „Manimal“ um 19.20 Uhr die Bühne. Und das Publikum, welches definitiv in Feierlaune war, wurde direkt in den Bann gezogen. Das Outfit und die thematisch passend dick schwarz umrandeten Augen waren genauso bis ins Detail geplant wie die Spielereien mit den Fans von der Bühne aus. Und so begann dieser Abend wirklich voller Power.

 

Ähnlich ging es dann auch mit „Dynazty“ weiter. Die Jungs rockten wirklich ab. Und die doppelte Gitarrenbesetzung sorgte für einen tollen und satten Sound. Nach elf Jahren gemeinsamer Bandgeschichte feierten sie im September vergangenen Jahres die Veröffentlichung ihres sechsten Albums „Firesign“. Eine Review hierzu haben wir ebenfalls für euch verfasst. Und die „Mischung aus Melodie, Härte und Vielfalt“ war auch bei diesem Gig zu genießen.

 

Und so hatten die beiden Bands die Stimmung für „Bloodbound“ schon ordentlich eingeheizt. Die Tour und der heutige Gig zu ihrem neuen Album „Rise Of The Dragen Empire“, welches am 22. März veröffentlicht wurde (Review ist ebenfalls von uns verfasst), war also schon in vollem Gang. Demnach lässt sich ihre Performance mit den Adjektiven kräftig, melodisch, stark, abwechslungsreich und dramatisch mehr als gut beschreiben. Denn so war es auch. Der Weg immer weiter nach oben ist als ganz klares Ziel erkennbar.

 

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle wieder für einen echt tollen Konzertabend mit toller Musik, wenn teilweise auch zu laut und überdreht, vielen bekannten Gesichtern, netten Gesprächen, fleißigen Helfern im Hintergrund und freuen uns auf ein Wiedersehen!