Scheunenkonzert mit Patrick Steinbach und Günter Bozem

 

Am 03.10.2020 war es so weit. Das zweite Gartenkonzert bei Marc Debus und Anne Melis in Neu-Anspach sollte stattfinden. Schwierig wurde das Ganze, weil das Wetter dem Event den Gar aus zu machen drohte…zumal die Ausweichmöglichkeit gerade von den Dachdeckern abgedeckt worden war – aber nichts ist unmöglich. Am Freitag wurde unter Einsatz bis 20 Uhr das Dach verschlossen und am Samstag das Innere der Scheune so aufbereitet, das Patrick und Günter einen passenden Rahmen für ihr Konzert vorfinden sollten.

Als die Beiden, dann aufgebaut hatten und zwischen 17 und 18 Uhr die Gäste erschienen, war alles im grünen Bereich. Nun sollten die Gäste die Gelegenheit haben, das einzigartige Duo live zu erleben. Patrick und Günter spielten zwei Sets, die jeweils um die 45 Minuten dauerten. Traditionelle irische Musik wurde dabei genauso geboten, wie instrumentale Ausflüge in die moderne Rockgeschichte. Manches Arrangement der Beiden verbindet sogar Tradition und Moderne, oder zwei bekannte Stücke. So gelingt es Patrick immer wieder mit dem Stück „Gift Of A Thistle“ aus dem Braveheart-Film das Publikum zu verzaubern und manchmal dauert es bei einigen Zuhörern eine Weile, bis sie merken, dass Günter und Patrick mittlerweile bereits zu „Child In Time“ von Deep Purple übergegangen sind.

Das Publikum belohnte die Darbietungen mit dem gebührenden Applaus und die beiden Musiker belohnten ihre Zuhörer natürlich auch mit den entsprechenden Zugaben. Unter anderem spielten sie als letztes Stück „Samba Pa Ti“ von Carlos Santana und hinterließen dabei ein Lächeln auf den Gesichtern des Publikums. Nach dem Konzert war noch Zeit für das ein oder andere Bier, Gespräche mit den beiden Künstlern und natürlich einen Guten Whisky – DANKE dafür!!!!!

 

 

Interview mit Paddy Schmidt zu aktuellen Themen

 

(M.D.) Paddy, du hast ein Hörbuch herausgebracht…eine neue Erfahrung. Hat dir das Konzept Spaß gemacht?

Mein Reisebuch „Far Away – Mit der Harley zum Nordkap“ ist ja schon einige Zeit auf dem Markt. Schon immer war es mein Wunsch, parallel dazu ein Hörbuch herauszubringen. Es scheiterte jedoch stets an der nichtvorhandenen Zeit, da ich mit Konzertterminen mehr als ausgelastet war.

Es hat mir eine Riesenfreude bereitet, das Hörbuch zu sprechen und ich habe die Stationen unserer Reise dadurch nochmal bewusst durchlebt.

(M.D.) Du bist mit dem Alteisen aus Milwaukee bis ans Nordkapp gerödelt. Würdest du da noch einmal tun?  Da ich ja das gleiche Moped habe wie du, würde ich behaupten es war eine gemütliche Tour.

Ja, ich bin mit Andrew bereits im Gespräch, dieses Abenteuer erneut zu machen. Vielleicht nicht gerade nächstes Jahr, wir müssen erstmal die Rückstände der Coronakrise wieder einspielen. Aber die Idee ist schon vorhanden. Vielleicht wählen wir eine andere Route, z. B. über die baltischen Staaten und bauen mehr Finnland ein, das uns auch gut gefallen hat.

Die Tour war alles andere als gemütlich; zwei Drittel der Fahrtstrecke waren verregnet und kalt.  Aber die anderen 25% haben alles wettgemacht. Zum Beispiel hatten wir Sonne und Temperaturen über 7°C auf den Lofoten, da sind wir dann auch im Atlantik schwimmen gegangen J Ich fahre meine Harley-Softail-Evo nun schon 25 Jahre, da sollte ich mich an die Sitzhaltung gewöhnt haben.

(M.D.) Ist die Idee schon vor der Corona Krise gereift, oder erst als die Auftritte ausblieben?

Jetzt ist unvermittelt – also ohne große Vorwarnung – die Coronakrise über uns hereingebrochen und besonders die Kulturschaffenden sehen sich plötzlich mit Auftrittsverboten konfrontiert. Es war und ist nicht absehbar, wann sich an diesem Zustand etwas ändert. Um nicht in Trübsal und Untätigkeit zu verfallen, habe ich die alte Idee des Hörbuches wieder aufgegriffen und um Geld zu sparen, habe ich von der Stimme bis zur Technik alles selbst in die Hand genommen. Der Kernpunkt meiner Nordkapreise war natürlich auch das Zelebrieren des nördlichsten Konzertes meines Lebens – also das Absingen unseres Songs „Far Away“ vor dem Weltkugeldenkmal mit der zerlegbaren Gitarre, die ich extra auf die lange Reise mitgenommen habe. Daher finden sich auch auf dem Hörbuch zusätzlich fünf Lieder, die ich ganz besonders dafür live eingespielt habe. Einer dieser Titel, der Song „Roll on rider“ ist brandneu, ich habe den Song noch nie live gespielt. Unter dem Einfluss der wiederkehrenden Gedanken beim Erstellen des Hörbuches ist mir spontan die Idee gekommen, dieses Lied zu schreiben. Das Hörbuch bietet also insgesamt fast 5 Stunden Hörgenuss!

(M.D.) Wie siehst du als Berufsmusiker die Einschränkungen, die wir momentan erleben? Siehst du es ähnlich wie wir, dass auf die Musikbranche wenig Augenmerk gelegt wurde…auch was Hilfen angeht.

Die Corona-Soforthilfen helfen uns Kulturschaffenden überhaupt nicht. Zwar hat die Bundesregierung den Bundesländern zur Errichtung der Rettungsschirme freie Hand gegeben, allerdings mit der bindenden Option, dass nur Betriebsmittel kosten aufgerechnet werden dürfen und das auch nur, wenn der Kulturschaffende vorher sämtliche  liquiden Mittel aufgebraucht hat. Lebenshaltungskosten dürfen dagegen nicht aufgerechnet werden. Zum Verständnis: Betriebsmittel wären: Leasingverträge für Bandfahrzeuge, Miete für Proberaum oder Mietkauf für Instrumente. Das fällt bei mir z. B. überhaupt nicht an. Mein Auto und meine Musikinstrumente sind bar gekauft und bezahlt und mein Proberaum ist mein eigener Keller. Ich habe keine Schulden, also habe ich auch keine Betriebsmittel.

Hingegen habe ich Lebenshaltungskosten, die nicht nur privat, sondern auch beruflich anfallen. Dazu gehören z. B. die Sozialversicherung in der Künstlersozialkasse, meine privaten Versicherungen, meine Benzinkosten, Gas, Strom, Wasser, der Unterhalt für meine Kinder, die nicht bei mir leben, etc.

Laut der Statuten der Coronahilfe muss ich erstmal mein Vermögen (liquide Mittel) aufbrauchen, um überhaupt berücksichtigt zu werden. Da ich aber keine Betriebsmittel geltend machen kann, wird mir ferner empfohlen, bei drohender Insolvenz Grundsicherung zu beantragen. Das bedeutet: Hartz4.  Finde den Fehler!

(M.D.) Du hast ja ein Konzert in einem Autokino gegeben, wie war diese Erfahrung für dich. Ist das irgendwie so wie bei Stephen Kings Christine, wenn hunderte Auto vor einem stehen?

So schrecklich wie bei Christine war es nicht J Aber es ist schon gewöhnungsbedürftig, die Konzertbesucher in ihren Autos zu sehen - und das bei strahlendem Sonnenschein! Ich bin jedoch dankbar für alle Gelegenheiten, dieses Berufsverbot der Live-Musik umgehen zu können, denn die Bühne ist mein Leben. Diese Krise wird uns noch etliche Zeit beschäftigen und da braucht es Mut zu neuen Lösungen. Ich denke da auch an Privatkonzerte in kleineren Rahmen, Haus, Garten- und Firmenmusik, etc. Wer da tolle Ideen hat, mag sich bei mir melden!

(M.D.) Gibt es irgendetwas, was du den Menschen in diesen Zeiten gerne noch mitteilen willst?

Ich möchte mich bei allen meinen Fans für die grenzenlose Solidarität bedanken, die ich in den letzten Wochen erfahren durfte. Viele Leute, die eigentlich schon mein Buch im Printformat gekauft haben, bestellten wie selbstverständlich das Hörbuch noch einmal. Das hat mich sehr glücklich gemacht und ich weiß jetzt, dass Ihr mich nicht vergessen habt. Das Hörbuch ist natürlich weiterhin erhältlich unter www.paddy.de

Es kann entweder für 10 Euro als MP3-Download heruntergeladen werden, es gibt aber auch die Möglichkeit, eine künstlergebrannte MP3-CD für 20 Euro (Versand incl.) zugeschickt zu bekommen.  Wer mit Download und MP3 gar nichts am Hut hat, kann das Hörbuch auch als künstlergebrannte Audio CD bekommen, das sind dann 4 CDs insgesamt für 25 Euro und auch hier ist der Versand incl.

 

 

 

 

 

Verlagsprogramm des Schreibstark-Verlags

 

 

Historische Romane

 

David J. Greening - THRAX – Kriegerdämmerung – E-Book

 

David J. Greening - THRAX - Kriegerdämmerung - Taschenbuch

 

David J. Greening - THRAX - Warrior´s Dawn – E-Book

 

David J. Greening – THRAX - Warrior´s Dawn - Paperback

 

David J. Greening – THRAX -Söldner von Sparta – E-Book

 

David J. Greening – THRAX -Söldner von Sparta - Taschenbuch

 

David J. Greening – THRAX -Mercenary of Sparta – E-Book

 

David J. Greening – THRAX -Mercenary of Sparta - Paperback

 

Marc Debus – Gerhard Maibach - Das Geheimnis von Gisors – E-Book

 

Marc Debus – Gerhard Maibach - Das Geheimnis von Gisors n – Taschenbuch

 

Marc Debus – Gerhard Maibach – Thelema Abbey – E-Book

 

Marc Debus – Gerhard Maibach – Thelema Abbey – Taschenbuch

 

 

Thriller/Krimi

 

Simon Nebeling – Blasket Islands – Thriller - Taschenbuch

 

Simon Nebeling – Blasket Islands – Thriller - E-Book

 

Simon Nebeling – Ein jäher Tod – Thriller - Taschenbuch

 

Simon Nebeling – Ein jäher Tod – Thriller - E-Book

 

Simon Nebeling – Trajanas Träume – Thriller - Taschenbuch

 

Simon Nebeling – Trajanas Träume – Thriller - E-Book

 

 

Autobiografien

 

Ax Genrich – Ein Leben zwischen Skiffle und Krautrock –E-Book

 

Ax Genrich – Ein Leben zwischen Skiffle und Krautrock –Taschenbuch

 

Karl Koob / Marc Debus – Lasst die Panzer stehen…- E-Book

 

Karl Koob / Marc Debus – Lasst die Panzer stehen… – Taschenbuch

 

Alfred Nell / Marc Debus – Das letzte Geleit – Vom Vorpostenboot zur U-Boot-Flotte – E-Book

 

Alfred Nell / Marc Debus – Das letzte Geleit - Vom Vorpostenboot zur U-Boot-Flotte – Taschenbuch

 

Alfred Nell / Marc Debus – The Final Command – from patrol boat to submarine fleet – E-Book

 

Alfred Nell / Marc Debus – The Final Command – from patrol boat to submarine fleet – Paperback

 

 

Kinderbücher

 

Marc Debus - Dagolus Dagermart – Der kleine Schamane – Ein Abenteuer im alten Rom – E-Book

 

Marc Debus - Dagolus Dagermart – Der kleine Schamane – Ein Abenteuer im alten Rom – Taschenbuch

 

Jörg Schneider – Alberta Zweistein – und die Schwierigkeit, ohne Kartoffeln durch die Zeit zu reisen – E-Book

 

Jörg Schneider – Alberta Zweistein – und die Schwierigkeit, ohne Kartoffeln durch die Zeit zu reisen – Taschenbuch

 

 

Märchen / Fabeln

 

David J. Greening – Der Prinz und der Schlüssel – Taschenbuch

 

David J. Greening – Der Prinz und der Schlüssel – E-Book

 

David J. Greening – Die Prinzessin und der Schlüssel – Taschenbuch

 

David J. Greening – Die Prinzessin und der Schlüssel – E-Book

 

David J. Greening – The Prince and the Key – Paperback

 

David J. Greening – The Prince and the Key – E-Book

 

David J. Greening – The Princess and the Key – Paperback

 

David J. Greening – The Princess and the Key – E-Book

 

 

Satire

 

Jörg Schneider – So werde ich Nazi – Welcher Extremismus passt zu mir? – E-Book

 

 

Pädagogische Reihe

 

Anne Melis – Intensivtraining zur Teamentwicklung in Bereich der Erziehungshilfe – E-Book

 

Anne Melis – Intensivtraining zur Teamentwicklung in Bereich der Erziehungshilfe – Taschenbuch

 

Anne Melis – Heilpädagogisches Voltigieren und Zirkuspädagogik – E-Book

 

Anne Melis – Heilpädagogisches Voltigieren und Zirkuspädagogik k – Taschenbuch

 

Marc Debus - Übertragen der Ideen Freinets auf die Herstellung einer Schülerzeitung an einer Schule für Lernhilfe – E-Book

 

Marc Debus – Übertragen der Ideen Freinets auf die Herstellung einer Schülerzeitung an einer Schule für Lernhilfe - Taschenbuch

 

Marc Debus – Anwendungsmöglichkeiten der Motopädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung – E-Book

 

Marc Debus – Anwendungsmöglichkeiten der Motopädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung – Taschenbuch

 

 

Musikmagazin

 

Promo Print Magazin Gesamtausgabe 2020 - E Book

 

Promo Print Magazin Gesamtausgabe 2018 - Druckausgabe

 

Promo Print Magazin 1/2019 - E Book

 

Promo Print Magazin 1/2019 - Druckausgabe

 

Promo Print Magazin 2/2019 - E Book

 

Promo Print Magazin 2/2019 - Druckausgabe

 

Promo Print Magazin 3/2019 - E Book

 

Promo Print Magazin 3/2019 - Druckausgabe

 

Promo Print Magazin 4/2019 - E Book

 

Promo Print Magazin 4/2019 - Druckausgabe

 

Promo Print Magazin 1/2020 - E Book

 

Promo Print Magazin 1/2020 - Druckausgabe

 

Promo Print Magazin 2/2020 - E Book

 

Promo Print Magazin 2/2020 - Druckausgabe

 

 

Kampfsport / Kung Fu

 

Buschke / Debus / Hündorf - Helping Hands – Kampfsportverletzungen und Maßnahmen der Ersten Hilfe – E-Book

 

Marc Debus – Siu Lim Tao – Die kleine Idee – Wing Chun – E-Book

 

Marc Debus – Siu Lim Tao – Die kleine Idee – Wing Chun – Taschenbuch

 

Marc Debus – Siu Lim Tao – The little idea – Wing Chun – E-Book

 

Marc Debus – Siu Lim Tao – The little idea – Wing Chun – Paperback

 

Marc Debus – Cham Kiu – Das Suchen der Brücke – Wing Chun – E-Book

 

Marc Debus – Cham Kiu – Das Suchen der Brücke – Wing Chun – Taschenbuch

 

Marc Debus – Cham Kiu – Seeking the bridge – Wing Chun – E-Book

 

Marc Debus – Cham Kiu – Seeking the bridge – Wing Chun – Paperback

 

Marc Debus – Biu Tze – Die dritte Form des Lo Man Kam Wing Chun Systems – Wing Chun – E-Book

 

Marc Debus – Biu Tze – Die dritte Form des Lo Man Kam Wing Chun Systems – Wing Chun – Taschenbuch

 

Marc Debus – Biu Tze – The third form oft he Lo Man Kam Wing Chun system – Wing Chun – E-Book

 

Marc Debus – Biu Tze – The third form oft he Lo Man Kam Wing Chun system – Wing Chun – Paperback

 

Marc Debus – Das Lo Man Kam Wing Chun System – Geschichten, Berichte und Techniken – Wing Chun – E-Book

 

Marc Debus – Das Lo Man Kam Wing Chun System – Geschichten, Berichte und Techniken – Wing Chun – Taschenbuch

 

Marc Debus – The Lo Man Kam Wing Chun System – stories, reports and techniques – Wing Chun – E-Book

 

Marc Debus – The Lo Man Kam Wing Chun System – stories, reports and techniques – Wing Chun – Paperback

 

 

Buchvorstellung: Ax Genrich – Ein Leben zwischen Skiffle und Krautrock

(M.D.) Mit diesem Buch liegt die Biographie eines Mannes vor, der mit wichtigen Entwicklungen der deutschen Musikgeschichte eng verbunden ist. Ich selbst hatte in jungen Jahren erste Kontakte zum Krautrock und landete mit meinen Freunden über Bands wie „Pink Floyd“ bei „Tangerine Dream“ und „Guru Guru“.

Die Musik faszinierte uns und drückte unser damaliges Lebensgefühl aus…das prägte uns. Mein früherer Bandkollege Andreas Wirth war es dann schließlich, der mich vor vielen Jahren kontaktierte, weil seine Band „The Whole“ mit Ax im Dreikönigskeller in Frankfurt auftreten sollte. Ein unvergleichlicher Konzertabend war die Folge und nach dem Auftritt ein langes, gutes Gespräch mit Ax, das mir einen ersten Eindruck eines leidenschaftlichen Musikers vermittelte.

Danach sah ich Ax öfter und fotografierte ihn und seine Mitmusiker: Auftritte mit Damo Suzuki von „Can“ und „The Whole“ in Offenbach, Auftritte mit seiner eigenen Band in Frankfurt und auf dem Burg Herzberg Festival. Der persönliche Kontakt führte letztendlich zur Erstellung dieses Buches. Die Schilderungen seines Lebens, die Musiker, die Ax traf oder sah (Jimi Hendrix, Cliff Richard und Rory Gallagher) und die privaten Höhen und Tiefen, die sein Musikerleben prägten, machen deutlich, was es heißt für die Musik zu leben.

Ax blieb sich immer treu und steht nach wie vor auf Bühnen und zieht Menschen mit seiner Musik in den Bann. Den Menschen, die ihn und sein Schaffen schätzen, werden durch dieses Buch sicherlich noch weitere Facetten seiner Person nähergebracht, die sie bisher noch nicht kannten. Deshalb bleibt an dieser Stelle nur zu sagen, dass ich Ax für diese Einblicke dankbar bin und wir sicher beide hoffen, dass das Buch eine breitgestreute Leserschaft finden wird. 

 

Das Taschenbuch ist weltweit über Amazon erhältlich.

Das E-Book gibt es bei Kindle und in allen Buchhandlungen, die mit Tolino zusammenarbeiten.

Vorbericht – Rock Hard Festival 2020 – Amphitheater - Gelsenkirchen

 

(M.D.) Was soll man in solchen Zeiten sagen? Die Verbote und Ausgangseinschränkungen wegen des Coronavirus haben das ganze Land im Griff und trotzdem haben wir die Hoffnung, dass die großen, guten Festivals dieses Jahr stattfinden werden und die Krise bis dahin überwunden ist.

 

Eines meiner Lieblingsfestivals ist das „Rock-Hard-Festival“, dass alljährlich im Amphitheater in Gelsenkirchen stattfindet. Und so soll es auch dieses Jahr sein. Vom 29. bis zum 31. Mai 2020 ist dann natürlich auch für gute Musik gesorgt und das Billing des Festivals lässt eigentlich nichts zu wünschen übrig.

 

In diesem Jahr sind große Namen auf der Liste, u.a. Accept, Sacred Reich, Blue Öyster Cult, Grave Digger, Phil Campell And The Bastard Sons und die Suicidal Angels dabei. Weiterhin sind Niffelheim, Insomnium, Alcest, The Night Flight Orchestra, Atlantean Kodex, Michael Monroe, Heathen, Axxis, Razor, Villagers Of Ioannina City, Sulphur Aeon, Sorcerer, Harlott, Indian Nightmare und Neck Cemetery bereits bestätigt. Und wir warten, was noch kommen mag.

 

Das Festival stellt im Jahresrhythmus immer eins der Highlights da. Es ist gut organisiert, hat ausreichend Auswahl, was das Essen angeht, eine tollen Lage im Amphitheater, wo jeder Zuschauer einen Spitzenblick auf die Bühne hat und ist eins der ersten großen Treffen der Metalgemeinde des Jahres. Es sind immer viele Bekannte aus ganz Deutschland anwesend, die das Festival zum Fest werden lassen. Wir freuen uns auf dieses Pfingstwochenende und hoffen, dass uns kein Virus einen Strich durch die Rechnung macht.

Karl-May-Lesung mit Jean Marc Birkholz in der Hexenmühle Wisper

Schauspieler Jean Marc Birkholz hat sich am 12.03.2020 in der Hexenmühle in Wisper eingefunden, um begeisterten Karl-May-Anhängern aus den Amerikabänden des Autors vorzulesen. Jean Marc ist der Winnetou Darsteller der Karl-May-Festspiele in Elspe und blickt dabei auf eine fast zwanzigjährige Auftrittszeit zurück.

Während der Lesung erzählt Birkholz viele Anekdoten aus seiner Spielzeit und unterhält damit die Gäste hervorragend. Eigentlich wollte er viel lieber den Old Shatterhand spielen, aber diese Rolle war zur damaligen Zeit bereits besetzt, also wurde er der neue Winnetou Darsteller, nachdem er sich eine Spielzeit mit Nebenrollen beschäftigt hat. Hierzu erzählte er eine lustige Geschichte, um einen Mikrofonausfall der Hauptdarsteller. Das einzige gängige Mikrofon hatte damals Birkholz, als Indianerdarsteller und der konnte die Bühne nicht verlassen, da sämtliche Sprachanteile über sein Mikrofon laufen mussten. Somit stand er immer dort, wo etwas passieren musste und versuchte ein möglichst unauffälliges Bild dabei zu bieten, was oftmals nicht einfach gewesen sein muss.

Auch einige Teile seines Kostüms hatte Jean Marc mitgebracht. So war sein ledernes Hemd dabei, sein selbstangefertigter Gürtel mit Messer und die über 1400 Euro teure Echthaarperücke.  Er las den Part aus Winnetou, in dem Old Shatterhand Winnetou und seinen Vater Intschu-tschuna kennenlernt, den Tod Klekih-petras und die Blutsbrüderschaft der Beiden. Dann wird es etwas romantisch, als er die Begegnung von Nscho-tschi mit Old Shatterhand beschreibt und der Schluss der Lesung, die nur durch eine kurze Pause unterbrochen war, wird dann tragisch, als Winnetous Ende beschrieben wird. Ausgeschmückt wurde dies durch kurze Spielszenen mit Personen aus dem Publikum, mit denen Jean Marc die Blutsbrüderschaft und einen Kampf zur Freude aller darstellt. Birkholz ist es während der gesamten Lesung gelungen das Publikum einzubinden, und wenn er sie nur dazu animiert hat, gemeinsam den Kriegsruf der Apachen zu intonieren.

Aber es gab auf der Lesung noch etwas zu bewundern. Im hinteren Bereich des Saales gab es zwei Tische, die mit Karl-May Utensilien, Spielen, alten Ausgaben, Figuren und ähnlichem bestückt worden waren. All das stammt aus der Sammlung von Stephanie Hartenbach, der Veranstalterin der Lesung, die wir seit einigen Jahren zu unserem Freundeskreis zählen. Stephanie hat selbst einige Kurzgeschichten um die Figuren der Karl-May-Erzählungen geschrieben, die sie im Laufe des nächsten Jahres zu veröffentlichen gedenkt.

Alles in allem war es ein wunderschöner Nachmittag, der sich für alle Anwesenden gelohnt hat. Die Lesungen von Jean Marc Birkholz sind in jedem Fall eine Empfehlung wert. Besonderer Dank gilt der Veranstalterin und dem Servicepersonal der Hexenmühle, die während der Lesung dezent für Getränke und Essen gesorgt haben. Es bleibt hier also nur noch eines zu sagen….How, mein weißer Bruder!!!

Gedanken von Matthias Häcker, dem Veranstalter des No Playback Festivals und wie er die Absage erlebt hat.

 

Als die ersten Corona-Fälle in Italien, zwei Wochen vor dem Festival bekannt wurden, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Pandemie auch in Deutschland ihren Lauf nimmt. Trotz mulmigem Gefühl im Bauch, war ich mir da noch sehr sicher, dass es am No Playback Festival vorbei gehen würde.

 

Eine Woche später waren schon über 200 Leute in Deutschland betroffen. Doch wie hoch ist schon die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Veranstaltung unter 1000 Menschen, gerade ein Corona Fall dabei ist? Also habe ich mir und unseren Fans mit positiven Beiträgen Mut gemacht. Von da an wurde die Anspannung täglich exponentiell größer. Ab Mittwoch (das Festival sollte samstags stattfinden) fühlten sich die Minuten schon an wie Stunden, überall Konzertabsagen, in anderen Bundesländern waren nur noch 100 Leute erlaubt. Wie lange würde es noch dauern, bis das auch bei uns gilt?

 

Dann ein Telefonat mit dem BULLET-Management, das befürchtete BULLET könnten zwar einreisen, würden aber nicht mehr nach Hause kommen. Ich hätte sie zur Not selbst nach Schweden gefahren. Dann wurde das Elsass zum Risikogebiet erklärt, ein Schock! Gerade das Elsass, wo wir so viele Freunde haben, die zum Festival kommen möchten! Außerdem eine Band mit Musikern aus dem Elsass. Ich habe abgewartet, obwohl das Risikomanagement vorsah, keine Leute aus Risikogebieten reinzulassen. Kann ich meine Freunde wirklich nach Hause schicken?

 

Donnerstag: Mittags erreicht mich ein Anruf von CRISIX. Die Band kann nicht kommen. Es ist jemand krank und in der Heimatstadt grassiert Corona heftiger als im Rest von Spanien. Gerade CRISIX, auf die ich mich so sehr gefreut habe. Dennoch ein Ersatz gesucht und gefunden. Dann am Abend eine Pressekonferenz von der Kanzlerin: „Alle unnötigen Veranstaltungen sollten abgesagt werden“ Was ist denn bitte nötig? Und heißt sollten gleich müssen? In der Nacht war nicht mehr an Schlaf zu denken. Die ersten Helfer der Crew haben bereits abgesagt, 3 von 7 Bands können nicht mehr und dazu das schlechte Gewissen: Kann man mit seinen Freunden noch ein Konzert veranstalten, wenn man Familienangehörige schon lieber zu Hause lässt? Und ist es richtig, mit dem Rest der Fans eine Party zu machen, während viele schon zu Hause in Quarantäne bleiben müssen?

 

Die gesamte Last dieser Fragen, lag Freitagmorgen alleine auf meinen Schultern. Der Rest meiner Crew wollte unbedingt weitermachen und das Festival durchziehen. Das Ordnungsamt konnte aber nicht mehr sagen, ob die beschlossenen Hygienemaßnahmen von letzter Woche noch ausreichend waren. Allerdings war zu erwarten, dass die Landesregierung am Nachmittag verbindliche Maßnahmen vorschreiben wird. Bis Freitagmittag war also fast die Hälfte der ursprünglich geplanten Bands ausgefallen, ¾ der Crew konnte nicht mehr helfen. Nahezu alle anderen Veranstaltungen waren bereits abgesagt und eine Beschränkung auf 100 Personen wahrscheinlich. Statt die letzten Vorkehrungen fürs Festival zu treffen, war ich nur noch mit dem Bearbeiten weiterer Hiobsbotschaften beschäftigt. Die Musik war komplett in Vergessenheit geraten. Ich begann sämtliche Stellen anzurufen und die Veranstaltung wegen Undurchführbarkeit abzusagen.

 

Danach bin ich zusammengebrochen. 10 Monate Arbeit waren in diesem Moment zerstört worden. Als ich das begriffen hatte, informierte ich alle, dass wir doch weitermachen, wenn es nicht endgültig von Amtswegen verboten wird. Dieses endgültige Verbot kam am späten Nachmittag in Form einer Allgemeinen Verfügung, die alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen verbat. Für mich der Moment in dem die gesamte Anspannung endlich abgefallen ist.

 

Was dann auf die Absage folgte, war eine beispiellose Welle der Anteilnahme und Unterstützung. Spendenaufrufe und weitere tolle Ideen wurden geäußert. Viele Ticketinhaber haben sich öffentlich dazu bereiterklärt ihr Ticket zu behalten. Innerhalb von 3 Tagen habe ich fast die Hälfte der Festival-Shirts verkauft, was einen enormen Anteil der Fixkosten reduziert. Jede noch so kleine Hilfe ist Antrieb das Festival im nächsten Jahr wieder anzugehen. Für all die Unterstützung möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken und werde die Ticketinhaber mit einer noch schöneren Party 2021 belohnen.

 

Matthias Häcker, Veranstalter des No Playback Festivals

Konzertbericht – Cannons – 13.03.2020 – Fulda – Kulturkeller

 

(A.M.) Am vergangenen Wochenende hatten wir die Möglichkeit die „Cannons“ in Fulda im Kulturkeller zu erleben. Die Veranstaltung war seit Wochen ausverkauft. Jedoch war der Saal wegen den Entwicklungen rund um das Coronavirus, dann doch nicht bis auf den letzten Platz gefüllt. Vater und Söhne gaben dennoch für alle Anwesenden ihr Bestes. Vor dem Gig konnten wir Séan Cannon noch für euch interviewen. Dieses Interview findet ihr auf Youtube: https://youtu.be/G3clOkki_4M    Eine interessante Frage hierbei galt seinen musikalischen Idolen und Vorbildern.

 

Das Konzert an sich war trotz der wenigen Besucher sehr schön. Es war ein bunter Mix aus typischen Irish- Folksongs, einer Note Jazz und Blues durch Sohn Robert und jeder Menge Einbezug des Publikums. Beispiele hierfür sind: „The Irish Rover“, „The Black Velvet Band“, „The Rocky Road to Dublin“ und der „Cocain Blues“. Zudem begeisterte eine A-Cappella-Version von „Molley Malone“ einfach alle. Die Mischung der Songs war wirklich gelungen. Und auch die Darbietung war gut durchdacht und kam bei allen entsprechend positiv an. So hatte jeder der drei Musiker einige Songs, bei denen er in den Vordergrund trat und die beiden anderen unterstützen und begleiteten. Aber auch Wechselgesänge, beispielsweise pro Strophe, waren zu genießen. Wir haben einige Songs für euch aufnehmen dürfen. Diese werden wir nach und nach ebenfalls online zur Verfügung stellen.

 

Wir bedanken uns auf jeden Fall bei allen fleißigen Händen, die auch im Umfeld der Band tätig waren, für einen tollen Konzertabend.

Magische Melodien und mystisches aus der Anderswelt – FAUN auf “Märchen & Mythen Tour” in Neu-Isenburg am 12.03.2020

 

Anfang der 2000er bekam der Teil des musikalischen Weltenbaumes, der da gemeinhin als „Mittelalter“ bezeichnet wird, plötzlich einen neuen Zweig. Einen, der ganz ohne verstärkte Gitarren und donnernde Dudelsäcke auskommt. Einen Zweig, dessen Wurzeln weit in die Geschichte, in andere Länder und sogar andere Welten zurückreicht. Und die Krönung dieses Zweiges war eine Blüte namens Faun, Sie erarbeiteten sich durch wundervolle Melodien, Virtuosität an verschiedenen Instrumenten und mehrstimmigen Gesang, untermalt durch einen elektronischen Klangteppich, ein so absolutes Alleinstellungsmerkmal. Man nennt sie bis heute die stilprägende Band für den Bereich des „Pagan Folk."

Viele Jahre sind seit den Anfängen vergangen und die kleine Marktkapelle mit den selbstdekorierten Bühnenelementen und dem, liebevoll gestalteten winzigen Merch-Stand von damals ist seitdem auch etwas erwachsener geworden, hat Ausflüge zu einem Major Label und ins Fernsehen gewagt und sogar einen Beitrag zum Vorausscheid des Eurovision Songcontest beigesteuert. Was sich aber über die Jahre nicht geändert hat, ist die musikalische Qualität und die Liebe, mit der die Mitglieder sich stets um Geschichten, Mythen und Melodien aus aller Herren Länder bemühen. Dies bringen sie ihrem mittlerweile, um einiges größeren Publikum nahe.

Ihr elftes Studioalbum „Märchen & Mythen“, welches im November 2019 den Weg in unsere Welt fand, schafft genau das. Vertraute, aber auch ein paar gar nicht so bekannte Sagen und Märchengestalten wurden musikalisch aufgearbeitet und verpackt in ein liebevolles Artwork ausgesandt, erinnern sie die Menschen daran, dass es noch mehr gibt als wir sehen können und unser inneres Kind an die Zeit zu erinnern, als wir klein waren und gebannt den Märchen lauschten, die Mütter und Großmütter uns erzählten. Dazu passend kam bald die frohe Kunde, dass die zugehörige Tour nicht lange auf sich warten lassen würde und dies fand gestern am 12.03.2020 im beschaulichen Neu-Isenburg statt.

Der Saal ist bestuhlt, doch gute Sicht und ein schönes Klangerlebnis kann man hier genießen. Wie üblich haben sich FAUN wieder um ein thematisch passendes, schön gestaltetes Bühnenbild bemüht und die Setlist, welche einige Fans schon durch ein spezielles Fanpaket ergattern konnten, mit vielen neuen Songs, aber auch einigen Klassikern gespickt. Doch schwungvoll beginnt der Abend, wie angekündigt, mit „Rosenrot“ und „Iduna“. Und hier kommt dann auch direkt der erste versprochene Tourgast zum Einsatz –  Geiger Florian Janoske von der befreundeten Band VERSENGOLD. Die FAUNe scheinen ebenso gut gelaunt wie die Besucher zu sein und zeigen sich von ihrer besten Seite. Niel Mitra, der „Experte für experimentelle Klangforschung“ hüpft hinter seinem magischen Gerät auf und ab, Frontfrau Fiona Rüggeberg strahlt, als sei sie selbst besungene Göttin der ewigen Jugend, Oliver s. Tyr – seines Zeichens Meister der charmanten und lustigen Moderationen – begrüßt das Publikum und erklärt kurz den geplanten Verlauf des Abends, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass der Saal zwar bestuhlt sei, eventuelle Tänzer aber nicht aufgehalten werden solange sie niemandem die Sicht nehmen gerne auch unbekleidet. Diese erscheinen dann tatsächlich im Laufe des Abends (natürlich bekleidet) und wiegen sich am Rand des Saals im Takt während der Rest immerhin kräftig mitsingt. Kurze Zeit später hatte auch der zweite Tourgast seinen ersten Auftritt: Magier und Kontaktjongleur Kelvin Kalvus, der zu den magischen Klängen seine Zauberkugeln wie Wassertropfen über seinen Körper tanzen lässt. Besonders gelungen sind heute wieder die zweistimmigen Gesangspassagen der beiden Sängerinnen. Laura Fella zeigt vor allem auch in den Höhen was sie kann. Zwischendurch berührt ihre Hand immer wieder sacht ihren Bauch. Hatte sie doch eröffnet, dass ihr in ein paar Wochen das magischste aller Abenteuer in dieser Welt bevorsteht. Wir freuen uns sehr mit ihr!

Eine entspannte Konzertpause von 20 Minuten wird sinnvoll für ein Getränk oder einen kleinen Einkaufsbummel am Merch-Stand genutzt, bevor der Abend in die musikalische zweite Runde geht. Teil 2 beginnt mit einem kurzen Märchen, solo vorgetragen von Frontmann Oliver. Der zweite Teil des Abends wird eher von Balladen geprägt, was aber Stephan Groth an der Drehleier und Percussionist Rüdiger Maul nicht davon abhielt, ihre Virtuosität an ihren Instrumenten zu demonstrieren. Ein mittelalterliches Instrument klingen zu lassen wie eine E-Gitarre schafft wahrlich nicht jeder. Kelvin Kalvus lässt ein weiteres Mal die Münder des Publikums offenstehen, als er mit seinen Zauberkugeln die Bühne betritt. Am Ende des zweiten Sets geht es dann auf zu einem Ausflug in die musikalische Vergangenheit und zu „Wind & Geige“ und „Rhiannon“ steigt die Stimmung nochmal auf ein Maximum. Klar, dass niemand die Band schon gehen lassen möchte und so jubelt und klatscht Neu-Isenburg die Musiker zu mehr als einer Zugabe hervor. Nach einem würdigen Abschluss entlässt die Band uns wieder auf den Heimweg in unsere Alltags-Welt und das was bleibt – wie immer nach einem FAUN-Konzert – ist der ein oder andere Ohrwurm, ein Lächeln im Gesicht und tief im Inneren die Gewissheit, dass wir doch alle noch irgendwie verbunden sind mit Märchen und Mythen, mit Göttern, den alten Kelten und der Anderwelt. Ein rundum gelungenes Konzert

 

Setlist:

Rosenrot

Iduna

Alba

Walpurgisnacht

Feuer

The Lily

Diese kalte Nacht

Pear

Holla

Der Steinmetz

Des Wassermanns Weib

Sieben Raben

Thalia

Odin

Seemann

Egil Saga

Wind und Geige

Rhiannon

Wiedersehen

Hagazussa

Die weiße Dame

 

Konzertbericht – Peter And The Test Tube Babies – Berlin – Quasimodo – 06.03.2020

 

(M.D./A.M.) Am vergangenen Wochenende machten wir uns für euch auf den Weg nach Berlin. „Peter And The Test Tube Babies“, eine der guten alten Punkbands der 70ger Jahre, feierten dort mit einem ausgiebigen Konzert die Release Party ihres neuen Albums.

 

Vor dem Konzert hatten wir noch die Möglichkeit mit dem neuen Drummer „Sam“ und dem frisch dazugestoßenen Bassisten „Nick“ ein Videointerview zu führen. Hier plauderten sie über ihre vorherige Musikerlaufbahn und das Leben in dieser doch sehr bemerkenswerten Band, die ein Stück Punkgeschichte darstellt… und und und. An dieser Stelle möchten wir uns ebenfalls bei Iris bedanken, die dies für uns und somit auch für euch ermöglicht hat….und bei Henry, der für die Bierflatrate zuständig war…hat geklappt!!!!

 

Einlass in das „Quasimodo“ war bereits einige Stunden vor Konzertbeginn. So ergab sich die Möglichkeit für die Fans sich ausgiebig auszutauschen. Das Publikum war teilweise wirklich weit gereist. Wer sich mit den Kumpels aus Schottland ins Flugzeug setzt, muss einfach ein echter Fan sein. Der Abend wurde durch John und Tony war der Knaller.

 

Und so wurde die Show von allen sehr genossen. Der restlos ausverkaufte Club lud zum Kuscheln und Tanzen auf engstem Raum ein. Die Jungs gaben wirklich alles und der Punk lebte in der gesamten Location…und es wurde der Poco zelebriert, dass die Hütte gewckelt hat. Musikalisch gab die Band alles, und gab dabei auch ordentlich Gas, so dass die Stimmung war bei jedem Song bombastisch war.

 

Und die Aufgabe  gegen den Durst der Fans zu kämpfen, hat das Team des Quasimodos gut gemeistert. So wurde sogar an die ersten Gäste Freibier ausgegeben. Und den gesamten Abend über floss das kühle Nass in Strömen. Und dies war bei der Hitze im Club auch mehr als nötig.

 

So oder so, es war ein toller Abend. Er wird garantiert jedem der da war im Gedächtnis bleiben. Eine einzigartige und mehr als gelungene CD-Release-Party. Die Jungs haben ihr neues Album, genauso wie die guten alten Stücke prima in Szene gesetzt. Und somit war dieses Konzert ein echtes Einzelstück. DANKE dafür!

Konzertbericht – Mister Misery – 2.3.2020 – Schlachthof Wiesbaden

 

(A.M.) Am Monatsanfang stand für uns als Auftakt ein Konzert im ehemaligen Schlachthof in Wiesbaden auf dem Plan. Die Schweden „Mister Misery“ waren auf Deutschlandtour. Und diesmal waren sie der Headliner und begeisterten in einem Duzend Hallen die Fans. Vor dem Konzert nahmen sich die Jungs noch Zeit für uns. Wir konnte ein Videointerview mit ihnen führen. Dies ist bereits auf unserem Youtube Kanal veröffentlicht. Wobei das Interview kein klassisches Interview ist. Die passende Beschreibung ist eher ein nettes Gespräch. Sie erzählten über ihre Entstehung, ihre Aufnahmen und die Produktion des Debutalbums, ihre Gigs, die Begeisterung ihrer Fans und und und.

 

Aber bevor „Mister Misery“ als Hauptact die Bühne betrat, gaben „Myosotis“ ihr bestes. Die „Modern Metalcore“ Band aus Hamburg war ganz kurzfristig als Support eingesprungen. „Myosotis“ ist der wissenschaftliche Name für „Vergissmeinnicht“. Und dies scheint auch das Motto der Jungs zu sein. Mit einer gesanglichen Doppelspitze legten sie direkt ordentlich los. Und Sänger Kilian erklomm sich die ganze Halle. Dies ist durchaus wortwörtlich gemeint. Er kletterte die Wände und Decken entlang und so gehörte der Band die gesamte Location. Musikalisch legten sie ein rund 30 minütiges Set mit ordentlich Kraft und Power hin.

 

Nach einer kleinen Umbaupause betraten dann die Headliner des Abends, „Mister Misery“ die Halle. Die gesamte Bühne entsprach ihren Infos aus dem Interview. Sie möchten nicht nur mit der Musik begeistern. Ihr Ziel ist ein Gesamtkonzept. Musik, Kostüme, Bühnendeko, alles soll zusammenpassen. Und was sollen wir sagen? Wir waren bzw. sind begeistert. Ob die Mäntel, Hemden oder Hosen, die bis ins Detail durchdachte Einzelstücke sind oder auch die Schminke. Die Jungs lieben allesamt Halloween. Und demnach kamen sie auch so aus der Maske. Die Bühne fügt sich genauso ein. Totenköpfe, Grabsteine, Laternen, alles gehört dazu. Und ebenso bezogen sie auch ihre Fans mit ein. Musikalisch war ihre Show ebenfalls bis ins Detail geplant und dennoch lief es nicht einfach irgendwie ab und am Publikum vorbei. Es war einfach ein rundum gelungener Gig.

 

Wir danken den Bands, dem Orgateam vor Ort und vor allem Iris, die dies in erster Linie organisiert hat.

Bülent Ceylan in Koblenz am 13.02.2020

 

3200 begeisterte Fans feierten am Donnerstag in der CGM Arena in Koblenz die neue Bühnenshow "Luschtobjekt" von Bülent Ceylan. Das zwölfte Programm des 44-jährigen Mannheimers war ungewöhnlich anders: Halb Comedy, halb Konzert.

 

Mit den Worten "habt ihr Lust", stürmte der "Monnemer Türk" Bülent Ceylan bekleidet mit schwarzer Lederjacke auf nackter Brust in Stripper-Manier die Bühne. Die Fans sprangen begeistert von ihren Sitzen. Immerhin hatte er als Vorbereitung zur Show, neben Sportprogramm, Körperbräunung und Enthaarung, extra acht Kilo abgenommen, um als Luschtobjekt vor allem die Erwartungen der weiblichen Fans zu erfüllen.

 

Dann startete er eine Exkursion in die Welt der Erotik. Die verschiedenen Arten der Lust erklärte Ceylan zunächst sehr anschaulich. So verband er den Begriff Wollust zum Beispiel mit dem Stricken, die Fleischeslust erklärte sich über Veganer, die von Fleisch träumen, und der Lustmolch gehörte seinen Recherchen nach zur Gattung der Schwanzlurche.

 

Was sicher auch kaum jemand bisher wusste, beim Höhepunkt stöhnen die Männer in verschiedenen Ländern unterschiedlich. So verkünden deutsche Männer nach 30 Sekunden, ich komme, während die Frau dann eher erwidert, ich gehe, oder aber polnische Männer: "Schon, schon", rufen und die Frauen vermutlich eher denken: "Endlich".

 

Das Thema Aufklärung sollte den Jugendlichen dann zeitgemäß erklärt werden, befand Bülent. Wenn man ein weibliches Smartphone mit dem männlichen Ladegerät verbinde, was nicht immer so einfach sei, da manchmal der Stecker des Ladegeräts zu groß oder zu klein sei, käme es aber letztendlich zu einem Energieaufbau, der Stunden dauern könne, wobei sich dann ein Balken bildet. Das hatten jetzt sicher alle verstanden.

 

Die bekannten Figuren aus den vorherigen Shows haben sich weiterentwickelt. So erlebte der Dauersingle Harald eine Midlife-Crisis. Die erklärte der Comedian so, dass Männer in dieser Zeit alles in Frage stellen. Hassan ist Vater von Zwillingen geworden. Ihn frustrierte daran am meisten, dass er nun einen Kombi fahren soll. Das gleiche Auto wie ein Bestatter.

 

Kult-Hausmeister Mompfred gab seiner Frau Waltraud zuliebe Integrationskurse und erklärte seinen Schülern die deutsche Mülltrennung, wo hingegen Anneliese sich ein zweites Standbein zulegen möchte mit einem Bestattungsinstitut. Slogan: "Mit Anneliese unter die Wiese." Mit Thor brachte Bülent Ceylan dann auch noch eine neue Figur auf die Bühne, eine Persiflage auf die Marvel-Superhelden.

 

Wie seine Figuren hat auch Bülent Ceylan sich weiterentwickelt. Neben Geschichten aus seiner Kindheit, gab er viele private Einblicke und Geschichten über seine Kinder preis. So wissen wir nun, dass er in einem Haus lebt, dessen Garten zumindest groß genug ist, um eine Taube zu beerdigen und dass er, als Privatmensch, Herzen in den Augen hat, wenn er seine Frau anschaut, so zumindest die Aussage seines Sohnes. Alles liebenswerte Anekdoten, die das Publikum aus dem Lachen nicht herauskommen ließen.

 

Dass er Opernsäger werden wollte, wurde zunächst belächelt, bis er kurz vor der Pause den Beweis antrat und stimmgewaltig Schuberts Winterreise anstimmte. Atemlose Stille im Raum, der bisher nicht einen Moment aufgehört hatte zu lachen. Ein echter Wow-Effekt. Im zweiten Teil wurde es dann rockiger.

 

Nach Ceylans Erfolg als weißer Metal-Engel bei der TV-Show "The Masked Singer" erlebten seine Fans ein Konzert im Rammstein Stil mit "Sweet Dreams (Are Made Of This)" und "Atemlos". Als Dank an sein Publikum offenbarte er, dass nicht er das "Luschtobjekt" sei, sondern seine Fans. Dazu gab es den eigenen Song im Heavy Metal Stil. Ruhiger wurde es dann beim Westernhagen-Hit "Freiheit", ehe mit "Nothing else matters" das Finale stieg. Dabei leuchtete der Saal im Glanz von hunderter Handylampen.

 

Bülent Ceylan präsentierte sich seinem Publikum wieder einmal ganz nah und individuell. Zum einen stellte seine Show eine fantastische Laola-Welle durch die komplette Arena auf die Beine, die sich sehen lassen, konnte. Doch das war noch nicht alles. Bülent liebt die Herausforderung und somit wurde diese Welle in Slow-Motion wiederholt. Das Publikum war begeistert.

 

Auch ging er wieder ganz individuell auf das Publikum ein. Die „Lach-Frau“ war ein sehr wiederkehrendes und wichtiges Thema. Ihre einzigartige Art zu lachen aus der linken Ecke, riss jeden mit ihrer guten Laune mit. Immer wieder wurde sie namentlich erwähnt. Auf die Frage, ob es denn hier auch pubertierende Jugendliche im Publikum gäbe, meldete sich „Niklas“….Bülent verstand jedoch „Hitler“ und das war dann natürlich der Brüller des Abends. Auch er war immer wieder Thema.

 

Auch hielt Bülent sein Versprechen, das er in der letzten Show in Lahnstein den Zu-Spät-Kommern gab. Leider kam es hier zu einem Missverständnis, denn diese Show wurde um eine Stunde vorverlegt, damit Bülent noch rechtzeitig zur Aufzeichnung der Helene Fischer Show kam. Leider erreichte diese Nachricht nicht jeden Zuschauer und so kamen manche eben quasi eine Stunde zu spät. Diese Gäste bekamen ein Gratis-Ticket für den Abend in Koblenz.

 

Bülent lässt sich den Mund nicht verbieten, das macht ihn auch so echt, so nah, so authentisch. Er bezieht Position gegen Rassismus und er steht für Freiheit, daher war ihm dieser Westernhagen-Song auch sehr wichtig. Er kritisiert Erdogan, Merkel und natürlich den Allerschlimmsten, wie er betont, Trump.

Das Publikum dankte ihm mit tosendem Beifall und mit Standing Ovations. Eine absolut fantastische und gelungene Show, die keiner verpassen sollte.

 

Text und Fotos: Alexandra Kersten-Spengler

 

 

Knock Out Festival 2019 - wie immer, und wie immer der Hammer

 

Das 12. KnockOut Festival ist um und es hat, wie immer seinem Namen alle Ehre bereitet. Mit 5000 Fans war das größte Indoor Metal Festival Deutschlands, wie schon in den Jahren zuvor ausverkauft. Kein Wunder bei der hochkarätigen Besetzung.  Neben dem Line-Up warten die Veranstalter in der Schwarzwaldhalle mit einer, wie immer, großartigen Organisation auf. Es gibt ein großes Catering und Biergartenbereich. Das Bier ist gut, das Essen bietet Abwechslung.  Da ich hier aber zum Arbeiten bin, stehe ich ständig wegen Wasser an. Rock'n'Roll ist irgendwie anders... Darüber hinaus steht den Metalheads ein wirklich großer Merch-Bereich offen. Bernhard Weiss moderiert nicht nur die Show, sondern ist auch mit seiner Band dabei. Dazu später mehr.

 

Eröffnet wird die Show von den deutsch-italienischen Hardrockern und Melodic-Metallern The Unity. Gegründet wurde The Unity von den Gamma Ray-Mitglieder Henjo Richter und Michael Ehrè . Melodischer Metal und Hard Rock mit orchestralen Einlagen harmonieren super mit dem Bühnenlicht. The Unity sind definitiv mehr als der Opener - das rockt.

 

Als zweite Band des Abends betreten Hardline die Bühne. von der Ur-Besetzung ist nur noch Johnny Gioeli, den man von AXEL RUDI PELL kennt am Start, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Solider Hardrock schallt durch die Schwarzwaldhalle. Mir hat es die Bassistin Anna Portalupi angetan, die schon seit 2013 für Hardline am Werk ist.

 

Dann betreten die Grabräuber um Chris Boltendahl und Co. die Bühne.  Unter dem Banner ‚True German Heavy Metal‘ fliegen Haare, Köpfe und die Nackenmuskulatur wird ordentlich beansprucht. Grave Digger, die Jungs aus Gladbeck, rocken seit fast 40 Jahren nun schon die Bühnen. Auf dem Plakat des Knock-Out zuletzt 2011, wenn ich mich recht entsinne.  Ein Meilenstein der deutschen Metalszene.

 

Wie schon angekündigt war diesmal nicht nur Bernhard Weiss himself für die Moderation in Karlsruhe. AXXIS, eine weitere Band aus meiner Jugend, stürmen in gewohnter Manier die Bühne. Zuletzt habe ich die Jungs beim Rhön Rock Festival im Sommer gesehn. AXXIS tun was sie am besten können - mit einem Mix aus Hardrock und Power Metal feiern sie mit uns ihr 30 jährigens Jubiläum.

 

Es wird dunkel. Es wird hell. Es wird laut. Das Battlebeast steht vor einer brodelnden Halle. Die Band um Frontfrau Noora Louhimo, die 2012 zur Band gestoßen ist, gibt mächtig Gas. Die Finnen, die seit einigen Jahren auch als Headliner unterwegs sind bringen die Halle in Wallung.  Das Outfit, die Hörner und der Gesang einer nordischen Göttin lassen mich im Graben ehrfürchtig werden.

 

Der unangefochtene Headliner dieses Abends ist aber Tobias Sammets Avantasia. Orchestral, melodisch, mal schnell mal langsam, opernhaft und episch. Avantasia ist das opulente Happening des Symphonic-Metal. Mit im Gepäck die Moonglow-Tour und einige ältere Songs, die allesamt dazu führen, dass das KnockOut 2019 nicht nur ein Heavy-Metal sondern auch ein Happy-Metal Festival war.

 

Am Ende bleiben zerwühlte Haare, verschwitzte Klamotten, Bierflecken auf der Hose und durch und durch erschöpfte, aber glückliche Gesichter und ein nüchterner Fotograf - so geht Rock'n'Roll!

 

Interview zum Musical - „DAS IST WAHNSINN!“

Das Musical mit den Hits von Wolfgang Petry geht 2020 raus aus den Theatern, rein in die Hallen und Arenen!

 

Wir durften Enrico de Pieri (Peter) und Vera Bolton (Sabine) am 30. Januar 2020 in Mannheim in der großartigen Location der WHISTLE Sportsbar interviewen:

 

Kersten-Spengler:  Aus den Theatern in die Hallen und Arenen…Was erwartet die Zuschauer?  Gibt es Abweichungen zu den bisherigen Handlungen, Bühne oder Sound?

 

Enrico di Pieri:  Das ist schwierig für uns zu sagen, weil die Proben noch nicht begonnen haben. Die genauen Änderungen wissen wir so noch nicht. Wir waren schon immer so eine Art Hybrid zwischen Musical und Konzert. Es gibt viele Konzertsituationen, unser Aufbau ist sehr konzertant, sieht aus wie eine Konzertbühne, die wir haben und ich glaube dieses Konzertfeeling wird noch verstärkt alleine durch die Atmosphäre und die Menschen, die die Hallen füllen und es müssen natürlich Anpassungen gemacht werden, das auch die Menschen, die hinten auf den Plätzen sitzen, auf ihre Kosten kommen. Dafür wird gesorgt werden.

 

Vera Bolton: Und ich hoffe natürlich, dass der Chor aus Zuschauern, der dann mitsingt, umso größer und überwältigender wird. Es ist für uns auch sehr interessant und sehr spannend wie das jetzt auf diese nächste Ebene gehoben wird. Das Publikum wird es mit uns zusammen erleben.

 

Es gibt schon Teile, dadurch, dass wir ja jeden Tag in einer anderen Stadt spielen, und es gab ja diese LKW-Teile, die sind teilweise zu schwer, um sie von Halle zu Halle in kürzester Zeit zu transportieren, da wird es schon Veränderungen geben, da sind wir auch selbst sehr gespannt, was es da dann für coole Lösungen geben wird. Der Sound ist natürlich dann angepasst an die Hallengröße, es wird dann natürlich noch mal mehr abgehen, aber das hat`s bisher auch schon.

 

 

Kersten-Spengler: Wann beginnen die finalen Proben?

 

Vera Bolton: Wir fangen im März an zu proben, erst mal auf Probebühnen, so dass erst mal die Choreographien, Szenen geübt werden können. Richtig im Bühnenbild üben wir dann in Hof, eine Woche lang Anfang April und am 7.April wird die Premiere in Hof stattfinden.

 

Kersten-Spengler: Enrico…du bringst ein wahnsinnig breites Spektrum an Musicalerfahrungen mit, aber auch als Gesangscoach bei z.B. die drei Muskeltiere, Tanz der Vampire, Elisabeth, Ich will Spaß, kein Pardon, Addams Family.

Was fasziniert dich gerade so an der Rolle des Peter?

 

Enrico di Pieri: Oftmals ist es im Musical so, dass du Charaktere aus einer bestehenden Geschichte spielst oder geschichtliche Charaktere, Phantasiefiguren, und das normale Leben, wie wir das abbilden, wo sich der Zuschauer drin wieder findet, das gibt es nicht so oft, d.h. einen normalen Menschen zu spielen, mit dem sich viele identifizieren können, das ist auch eine Herausforderung, ist mal was erfrischend anderes. Mal nicht eine dreiviertel Stunde in der Maske zu sitzen, um sich in einer bestimmten Farbe anzumalen, sondern einfach so aussieht, wie man aussieht, kein Kostüm hat , was einen verkörpert, sondern in ganz normalen Klamotten, wie wir hier sitzen, natürlich haben wir Kostüme an, die aber ähnlich sind mit Klamotten, die wir auch privat tragen, trotzdem es schaffen einen Charakter abzubilden, der ganz klar ist für die Menschen und trotzdem zu ihnen gehört.

 

 

Kersten-Spengler: Siehst Du hier auch persönliche Parallelen zu Dir?

 

Enrico di Pieri: Ich glaube das leicht verpeilte, das ist bei mir auch schon wirklich.

 

Vera Bolton: Aber den LKW, den hat er nicht zuhause im Hof.

 

Enrico die Pieri: Aber ich fahre ganz gut Auto. Bin aber nicht so aufbrausend und ich glaube, ich wäre nicht der Mensch, der den 20. Hochzeitstag vergessen würde, das glaube ich nicht, das mir das passieren würde. Ich bin jetzt noch nicht in der Lage gewesen, aber ich glaube das unterscheidet uns. Aber das man mal ein bisschen so neben der Spur ist, in seiner Welt manchmal so ein bisschen verloren geht, das kenne ich schon durchaus auch.

 

Kersten-Spengler: Wie sind deine Pläne außerhalb von „Wahnsinn“?

 

Enrico di Pieri: Ich bin parallel tatsächlich auch mit Disney in Concert unterwegs, während unserer Probenzeit, das wird ein ganz schöner Spagat, das sind auch 12 Konzerte in 14 Tagen, das wird auch richtig knackig mit Nightlinern.

 

Kersten-Spengler: Hattest Du vor Wahnsinn einen persönlichen Bezug zu Wolfgang Petrys Musik?

 

Enrico di Pieri: Ich bin ja Norddeutscher, wir feiern kein Karneval und ich war jetzt auch auf keinen Scheunenfeten unterwegs. Ich kannte Lieder, aber ich hatte zuvor keine Berührungspunkte und musste mich wirklich schon ganz schön mit beschäftigen, um zu wissen, was ist das eigentlich. Denn wenn man da nur das Lied „Wahnsinn“ kennt, es gibt da schon viele andere Fassaden, die es da zu entdecken gibt. Ich habe einige Live-Alben gehört, um zu entdecken, was macht die Faszination aus, um auch den Charme zu entdecken.

 

Kersten-Spengler: Nun zu Dir, Vera, Du spielst die Sabine an Peters Seite. Auch Du bringst eine ganze Liste an Titel mit:  West Side Story, Les Miserables, Der Glöckner von Notre Dame, We will rock you.. um nur wenige zu nennen.

Nun die Rolle der Sabine an Peters Seite. Sabine wartet, bis Peter nach langer Tour nach Hause kommt, bis sie selbst auf Tour geht. Findest Du hier persönliche Parallelelen zu Dir zu Deinem Leben?

 

Vera Bolton: Natürlich ist Sabine eine Frau in den 40igern, so wie ich auch und klar, sind dann da Parallelen da, weil ich sie so angehe, mit dem was ich mitbringe. Aber grundsätzlich glaube ich, bin ich mehr eine Macherin als Sabine. Obwohl Sabine ja und vielleicht ist es ja gerade da gut, dass ich ihr meinen Charakter leihe, in dem Moment, wo das Stück los geht sage: „ich hab`s jetzt satt“ „ich hau jetzt auf den Tisch“, „ich will das so nicht mehr. Ich möchte mit meinem Mann zusammen Zeit verbringen oder ich gehe meinen Weg alleine“. „So, wie es jetzt ist, dass er immer unterwegs ist und ich hier warten soll, da will ich dann nicht mehr“. Vielleicht habe ich ja sogar Sabine ein bisschen Vera geliehen, um diesen Schritt zu gehen.

 

Kersten-Spengler: Wie schöpfst Du für Dich Kraft, in den „heißen Tourphasen“ das alles durchzuhalten?

 

Enrico di Pieri: Ich glaube das es wichtig ist, einen guten Mix zu finden zwischen Disziplin und Freude. Das man Freude miteinander hat, aber dass man trotzdem weiß, jetzt ist der Zeitpunkt zum Schlafen gehen, damit ich auch meine acht Stunden Schlaf bekomme und das ich zur richtigen Zeit esse und dass ich es schaffe, meinen Sport zu integrieren und man nicht nur rumsitzt und an den Raststätten einen Burger isst. Es ist eine extreme Zeit, man muss seine Kräfte zusammenhalten, um die zu regenerieren hilft es, das man Freude miteinander hat.

 

Kersten-Spengler: Gibt s eine Message, die Sabine dem Publikum geben möchte?

 

Vera Bolton: Naja, das was du tun willst, tu`s jetzt, denn worauf willst du warten. Noch mal 20 Jahre zuhause warten, bis dein Mann endlich Zeit hat, die Reisen mit dir zusammen zu unternehmen, die du unternehmen möchtest…NEE!!! Sag ihm jetzt, dass du es machen willst und dann mach`s mit ihm gemeinsam, weil sonst entfernt man sich auch immer mehr. Ich glaube, dass bei der Rolle einige Frauen denken: „Ja, stimmt, so hab ich mich auch schon mal gefühlt“ oder „Mensch, wie doof, das der die da jetzt sitzen lässt“ und man kann verstehen, warum sie sauer ist. Man denkt auf der anderen Seite auch, wenn man es von außen sieht, „aber der ist doch so nett und so lieb, verzeih` ihm doch. Aber auf der anderen Seite glaube ich, dass viele Frauen denken „ja genau, jetzt soll er mal sehen, jetzt muss er sie auch mal wahrnehmen und jetzt muss er auch mal zeigen, dass er sie wirklich auch mit ihr zusammen sein muss und nicht einfach nur irgendwie alles so mitnimmt, weil man es eben so macht.

 

Kersten-Spengler: Was fasziniert dich so an diesem Musical?

 

Vera Bolton: Ja, eigentlich, ähnlich wie Enrico, die Ehrlichkeit der Situation der Geschichten, die erzählt werden. Jeder kann sich irgendwo wiederfinden, es gibt so viele verschiedene Charaktere und irgendwo findet sich jeder bestätigt oder kann sich damit identifizieren. Ich habe ganz schnell vergessen, dass es Wolfgang Petry Musik ist, weil Sachen, die ich singe, sind eher unbekanntere Lieder da war es für mich gar keine Thema mehr, sondern die Lieder, die Sabine in dieser Situation singt. Ich genieße im Finale, wenn das Publikum aufsteht, aus voller Leidenschaft mitsingt, Tränen in den Augen hat und einfach ihren Wolfgang, und damit auch uns, feiern. Es ist eine tolle Stimmung und das habe ich ehrlich gesagt so vorher nicht erwartet. Ich musste da auch erst abgeholt und mitgenommen werden. Wie viele Zuschauer sicher auch. Zu Beginn waren sicher viele Wolfgang Petry Fans im Publikum, aber mittlerweile gibt es auch viele Musical-Fans, die zunächst überlegten „soll ich mir diese Art von Musik geben“, sich dann aber reingewagt haben und dann sagten „Mensch, das ist wirklich ein tolles Musical und ich bin froh, dass ich es gesehen habe und ich schaue es mir auch noch mal an“. Man sollte keine Berührungsängste haben.

 

Kersten-Spengler:  Was wünschst Du Dir für die bevorstehende Zeit auf Eurer Tour durch die Hallen und Arenen?

 

Vera Bolton: Ich wünsche mir eigentlich, das diese Mischung aus Theaterabend und Musikevent, so wie es bisher war, auch in dieser großen Arenazeit bestehen bleibt. Also das die Leute, trotz der Größe der Hallen diese Spielszenen sich trotzdem darauf einlassen und die Musik on the top feiern können. Das diese Mischung, wie es bisher war, schön aufgeht. Das wünsche ich mir.

 

Kersten-Spengler: Ich wünsche euch ganz viel Erfolg und freue mich, euch persönlich in der Halle erleben zu dürfen.

 

 

Frontm3n am 30.01.20 im Mannheimer Capitol.

 

Frontm3n sind die drei begnadeten und namhaften Musiker Peter Howarth (The Hollies), Mick Wilson (10cc) und Pete Lincoln (The Sweet). Die Jungs sind nun gut 2 Jahre unterwegs und begeistern ihre Fans in zahlreichen stets ausverkauften Konzerten.

 

Alle drei waren bereits Bandmitglieder von Cliff Richards vor 24 Jahren. Seit damals bis heute arbeiteten sie mit berühmten Künstlern wie Tina Turner, Kylie Minogue, Cher oder Lionel Richie zusammen, zusätzlich spielten sie auch in ihren eigenen erfolgreichen Bands. Heute sind sie wieder vereint in ihrer Band Frontm3n.

 

Der mit knapp 500 Zuhörern ausverkaufte Saal des Mannheimer Capitols erlebte dadurch an diesem Abend eine musikalische Zeitreise.

 

Pete Lincoln begrüßte das Publikum in sehr gutem Deutsch. „Guten Abend Mannheim“ Er fügte noch hinzu, dass er nur ein bisschen deutsch spräche aber doch alles gut verstünde.

 

Den Auftakt des Abends machte ein Hit der Hollies „Bus Stop“, gefolgt von „Fox on the run“ und „Good Morning Judge“. Danach bot jeder der exzellenten Künstler ein Solo. „Jetzt habe ich euch für mich alleine“, scherzte Mick Wilson und lud alle Männer ein, da diese ja die besten Sänger seien, einen Chor für seinen Song Donna zu bilden. Hierbei hielt es die ersten Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen. Mick Wilson überzeugte mit hohen Gesangsanteilen in seinen Songs, die aber auch bis in die tiefen Töne faszinierend war.

 

Zwischen den Songs kam in den Geschichten, die sie erzählten immer wieder ihr britische Humor zum Tragen. Die Jungs sind eben nicht nur gute Musiker, sondern auch grandiose Entertainer. Das Publikum ließ sich von dem herzlichen Humor gerne anstecken.

 

Peter Howarth performte nun „He Ain’t Heavy“, seiner Meinung nach der beste Song der Hollies, der allen Zuschauern Gänsehaut bereitete. Seine unplugged Version davon erntete tosenden Beifall.

 

Pete Lincoln brachte nun mit seinen Song „Champagne“ Stimmung in das Mannheimer Capitol. Danach sang jeder lauthals „Girls, Girls, Girls“ mit.  „Carrie“ wurde dann wieder von der gesamten Band gemeinsam performt.

 

Ohne Zugaben ließ das begeisterte Publikum die drei Frontm3n nicht gehen. „Dreadlock Holiday“ setzte den Schlußakkord eines mitreißenden Konzertes.

 

Setlist:

Bus Stop

Fox On The Run

Good Morning Judge

Donna

He Ain’t Heavy

Champagne

Carrie

Fall For You

I’m Not In Love

Ballroom Blitz

Air That I Breathe

I Can’t Let Go

Co Co –Papa Joe

Things We Do For

Open Up

Oxygen

Solid Ground

You Got It

All At Sea

Some People

Priceless

Rubber Bullets

Your Own Worst E

Long Cool Woman

Dreadlock Holiday

 

Text und Bilder Alexandra Kersten-Spengler


 

Konzertbericht Adel Tawil – Vorprogramm Peachy und Tim Kamrad

 

Der Abend wurde von Sängerin und Youtuberin Peachy eröffnet. Peachy, die bürgerlich Ina Reni Alexandrow heißt. Ihr Auftritt war gesanglich grandios und optische ist sie eine wahre Augenweide. Durch ihre lockere und frische Art fand sie beim Publikum guten Zuspruch.

 

Als zweiter Act betrat der Westfale Tim Kamrad die Bühne. Dieser musste an diesem Abend improvisieren, da die Instrumente seiner Band nicht pünktlich vor Ort eintrafen. So entschloss er sich kurzfristig alleine mit seiner Akustikgitarre den Abend zu gestalten, da eine Absage für ihn undiskutabel war. Trotz aller Probleme im Vorfeld meisterte er diese Hürde hervorragend und verlieh durch den Akustikauftritt seinen Songs eine neue Note. Seine Hits „Chancges“, „Ruin me“ und „Down & Up“ haben gewaltiges Potential. Man kann auf seine bevorstehende Tour gespannt sein. Bereits bei „Sunrise Avenue“ konnte er sich als Einheizer erproben.

 

Ohrwürmer mit tieferen Inhalten: Adel Tawil, Solokünstler, Songwriter und Produzent zeigte dann an diesem Abend, wie anspruchsvoll Deutsch-Pop sein kann. Salah Mahmoud Eid El-Tawil, in Berlin geborener Musiker mit ägyptischen und tunesischen Wurzeln. Der 41-Jährige hat in Sachen Musik viel ausprobiert, arbeitete mit Rappern und Hip-Hoppern, war Mitglied einer progressiven Boyband und seit besagter Zusammenarbeit mit Annette Humpe auf obere Plätze in den Popcharts abonniert.

 

Zählt man Tawils in der Regel zuverlässig als Ohrwürmer mit Langzeitwirkung funktionierende Hits, dann mag man es kaum glauben, dass der Mann zwischen 2003 und 2019 nur drei Soloalben veröffentlicht hat. Mit dem Material der aktuellen, im Sommer vergangenen Jahres, erschienenen Scheibe "Alles lebt" ist Adel Tawil auf Tour – und die Rückkehr zum Live-Konzert macht dem quirligen, stets präsenten Sänger mit der samtenen Stimme sichtlichen Spaß. Seine Songs sind Mitsinghymnen. „Vom selben Stern“, „Stark“, „Stadt“ oder „Ist da jemand“, sind alle Hits geworden. Tawils Erzählung eines auf Hawaii selbst erlebten Atombomben-Fehlalarms ließ aufhorchen. „Was ich davon mitgenommen habe“, sagte er „ist, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir in Frieden leben. Wir müssen für Frieden und Toleranz kämpfen“.

 

Adel Tawil eröffnet den Abend, während er auf einem Laufband vor sich hin trabt.  Der Opener hieß „Liebe to go“, was er mit dem Laufbandgag untermalte. Es ist das Hamsterrad des Lebens, um das es bei diesem Song geht.

 

Das Bühnenkonzept ist auch etwas Besonderes: Das quadratische Podium wird von drei Seiten durch das Publikum umflutet, ein beweglicher, halbdichter Fransen­vorhang dient als Projektionsfläche, die siebenköpfige Band wird auf einem Podest von hinten auf die Bühne gefahren. Dadurch bekommt man auch von der Seite einen Einblick in das Geschehen.

 

Bei „Wir bringen die Welt zum Leuchten“ ging Adel ins Publikum. Er liebt diese Nähe und so ließ er es sich nicht nehmen, dies seine Fans spüren zu lassen. Seine insgesamt zweistündige Darbietung war geprägt von emotionalen, gefühlvollen, aber auch kritischen Texten.  Zum Schluß des Konzertes holte Tawil noch einmal Sängerin Peachy auf die Bühne, um mit ihr zusammen das Lied „Tu m’appelles“ zu performen.

 

Setlist Adel Tawil:

 

Liebe to go

Katsching

Neonfarben

Stern

Stadt

Zuhause

Ist da jemand

Neues ich

Atombombe

Wind

Wohin soll ich gehen

Stark

Hawaii

Unter demselben Himmel

Ich will nur das du weißt

Lieder

So soll es bleiben

Tu m’appelles

DNA

Pflaster

1000 Gute Gründe

Eine Welt eine Heimat

Paradies

 

Text und Fotos: Alexandra Kersten-Spengler

 

Jonathan Zelter in Frankfurt mit seiner Löwenmut-Akustik-Tour

 

Am 18.01.2020 gastierte Jonathan Zelter im Zeltpalast Frankfurt mit seiner Löwenmut-Akustik-Tour. Eine außergewöhnliche Location – ein Zelt neben der Commerzbank Arena - Wohnzimmercharakter – hier konnte man Jonathan einmal ganz nah und persönlich erleben.

 

Bereits im vergangenen Jahr begeisterte Jonathan Zelter sein Publikum mit großartigen Konzerten. 2020 ist der junge Musiker wieder live auf Tour und präsentiert sein neues Album „Löwenmut“. Der Auftakt dieser Tour wurde in Frankfurt gefeiert.

Seit Veröffentlichung seines zweiten Studioalbums war Jonathan Zelter mit seiner Band Von Mannheim bis New York unterwegs - auch mit gerade fertig geschriebenen vier Liedern als Zugaben am Klavier. Seine Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte fließen ein in Songs, die die Herzen berühren. Er singt über das, was ihn beschäftigt, was ihn bewegt und ihn dazu bringt, seinen Weg unbeirrt weiterzugehen. Sich selbst bleibt er dabei zu jeder Zeit treu.


In rasantem Tempo stieg sein Stern in der Musikszene auf und ist nun nicht mehr wegzudenken. Die Lieder machen Mut, den eigenen Weg zu gehen und ganz man selbst zu sein. 2015 begann die Karriere von Jonathan Zelter: Er produzierte sein Debütalbum. Nachdem die erste Single „Ein Teil von meinem Herzen“ auf YouTube durch die Decke ging, war der Weg geebnet. „Sei immer du selbst“ war ein fulminanter Einstieg in das Musikgeschäft und sofort ein voller Erfolg. Es folgten Projekte mit anderen Künstlern und mehrere Auftritte im Fernsehen. Seitdem beweist der Musiker immer wieder seine Vielseitigkeit. Mit Flügel, Gitarre, Akkordeon und seiner starken Stimme strahlt er auf der Bühne eine unnachahmliche Kraft aus.


 „Manchmal habe ich vorm Konzert im Tourbus oder im Hotelzimmer die letzten Worte und Töne für einen Song gefunden, die ich dann direkt auf die Bühne bringen wollte.“ Mini-Keyboard, Notizheft und einen Stift hat der Wahlmannheimer immer im Gepäck. "Wenn ich ein neues Lied geschrieben habe, kommt sofort eine meiner Schwächen zum Vorschein. Ich bin ein ungeduldiger Mensch! Ich kann es kaum abwarten, es direkt jemandem vorzusingen. Als ich Löwenmut, Mach was du liebst, Normal, Nicht ohne dich geschrieben hatte - war da wieder genau diese Unruhe in mir und ich dachte: Warum eigentlich nicht einfach gleich zeigen, was fertig ist und den klassischen Album-Pfad verlassen!? Also hab ich mir kurzerhand meine Band geschnappt, mir einen Flügel gesucht, ein Streichquintett angelacht - und habe die Akustik-EP „Löwenmut“ aufgenommen. Einfach so, von der Bühne rein ins Studio. Weil wir Lust drauf hatten.“ Jeder Song ist eigenständig, hat ein anderes Arrangement-Gewand - doch eins haben sie alle vier gemeinsam: eine Live-Recording-Session mit dem Team der kleinen Audiowelt und eine ausgefallene Video-Location: Eine Mannheimer Klavierwerkstatt.

 

Wer Jonathan einmal ganz nah erleben wollte, der war gestern Abend genau richtig. Man saß im beheizten Zelt im Halbkreis, von jedem Platz eine wunderbare Sicht, da die Reihen erhöht waren. „Der Zelter im Zelt“ frotzelte Jonathan.

 

Mit „nicht ohne Dich“ begann dieser wunderbare Abend, gefolgt von „Purzelbaum“. Es waren besinnliche, romantische Lieder, wie man sie von Jonathan kennt. „Mach was du liebst“ war dabei eine der Kernaussagen…nicht im Strom schwimmen, nicht das tun, was andere erwarten, sondern das, was dich glücklich macht, auch wenn es manchmal kein einfacher Weg ist. „Du bist die Farbe“ ist seiner 4jährigen Nichte gewidmet, denn genau vor vier Jahren entstand auch das Lied. Jonathan hat ein sehr inniges Verhältnis zu ihr und immer, wenn er sie besucht, wird er sofort vereinnahmt. Sie möchte gerne Ballett lernen und Klavierspielen. Da die Kleine schon sehr viel nachdenkt, hat sie bereits in ihrem jungen Alter beschlossen, dass die Klavierstunden Jonathan übernommen werden sollte, denn bei Ballett sei er nicht wirklich der richtige Ansprechpartner.

 

Doch nicht nur ruhige Lieder waren im Programm – bei Auszeit sang das Publikum lauthals mit und tosender Applaus war die Antwort und leitete die Pause ein.. „Sei immer du selbst“ bekräftigte noch mal seine bereits vorher proklamierte Message , genau wie seine die neue Single „Löwenmut“. „Ein Teil von meinem Herzen“ war natürlich eins der absoluten Highlights des Abends, die sicher bei manchem eine Gänsehaut hinterließ. Den Abschluss bildete das noch nicht erschienene Stück „Das Glück trägt seinen Namen“. Bei solchen Stücken können wir auf die bevorstehende Tour sehr gespannt sein. Aber auch das Akustikprogramm der vier Musiker am heutigen Abend war sehr harmonisch. Man kann sich wirklich sehr auf das Konzert im Oktober im Mannheimer Capitol freuen. Jonathan nahm sich nach dem Konzert Zeit, jedem Fan seinen Autogramm- und Fotowunsch zu erfüllen und auch ein kleiner Smalltalk war möglich. Ein durchaus gelungener Abend

 

Setlist:

 

Nicht ohne Dich

Purzelbaum

Verliebt

 Abenteuerzeit

 Mach was du liebst

 Der erste kleine Schritt

 Du bist die Farbe

 Man muss sich erst mal trauen

 Ihr Geburtstag

 Auszeit

 

Pause

 Normal

 Von Mannheim bis New York

 Augen

Allein

 Sei immer du selbst

 Löwenmut

 Immer zu euch zurück

 Ein Teil von meinem Herzen

 Kuss vor Kuss

 Das Glück trägt deinen Namen

 

Bericht und Bilder: Alexandra Kersten-Spengler

 

 

 

Holiday on Ice – Supernova in Frankfurt

(A.K-S.) Jedes Jahr eine neue Welt auf dem Eis, so auch bei der Premiere am 07.01.2020 in der Frankfurter Festhalle.

HOLIDAY ON ICE eröffnete gestern in der Festhalle mit einer emotionsgeladenen und spektakulären Premiere die Eisfläche für die neue Show SUPERNOVA – A journey to the stars. 

Holiday on Ice hob ab! Die Show nahm das Publikum in der Frankfurter Festhalle mit auf eine Abenteuerreise von der Erde zu den Sternen. Supernova ist eine Hommage an die Welt der Sterne und die eisige Polarwelt, die mit berauschenden Bühnenbildern, innovativster Technik und atemberaubenden Choreografien zelebriert wurden. Es schneite sogar in der Festhalle, darüber hinaus wurde eine magisch anmutende Galaxie erschaffen und ein Meer von Nordlichtern bezauberte die Zuschauer.

Mit bezauberndem Eistanz und beeindruckend prachtvollen Kostümen erzählte die Show die Geschichte eines Liebespaares, dass inmitten einer winterlichen Feier durch einen gigantischen Schneesturm hinaus in die Unendlichkeit des Kosmos getragen wurde. Dort begann für die beiden ein fantastisches Abenteuer jenseits von Raum und Zeit zu wahrhaft überwältigenden Orten der Galaxie und zu seinen exotischen Bewohnern. Zuletzt gelangten sie – durch eine galaktische Explosion, eine Supernova – wieder auf die Erde und zurück auf das Fest in der verschneiten Eiswelt. Dort zelebrierten sie ihre Liebe vor einer atemberaubenden Kulisse in einem unvergesslichen Finale, umgeben von farbenprächtigen Polarlichtern.

Das Publikum wurde durch eine unglaublich magische Projektion der Aurora Borealis in den Bann gezogen. Alle Dimensionen der Eisbühne wurden vollends ausgeschöpft, Eiskunstläufer performten gleichzeitig auf dem Eis und flogen darüber.

Im Rahmen der Nachwuchsinitiative Holiday on Ice Academy tritt in nahezu jeder Tourstadt ein junges Talent in der Show vor dem Publikum mit seiner eigenen Performance auf. So auch die gebürtige Frankfurterin Leonie Schwenzner (14), die ihre Showpremiere in der Frankfurter Festhalle erleben durfte.

Mit SUPERNOVA schöpfte HOLIDAY ON ICE alle Dimensionen der Eisbühne vollends aus. Die Show entführte seine Gäste in zwei völlig unterschiedliche Welten und überraschte mit spektakulären neuen Show-Elementen, die es nie zuvor bei HOLIDAY ON ICE gegeben hatte. Auf die Zuschauer warteten unter anderem eine 3D-LED-Wall aus individuell bespielbaren Cubes, eine bewegliche Plattform für Special Acts, rasante Geschwindigkeiten in der gesamten Arena sowie fliegende Elemente und Skater. Neben den hochklassigen technischen Ansprüchen und Eiskunstlauf auf Weltklasseniveau bestach SUPERNOVA mit groß inszenierten, verspielten sowie überraschenden Kostümwelten von Stardesigner Stefano Canulli (unter anderem bekannt durch seine Designs für den Friedrichstadtpalast, Cirque du Soleil, Valentino und Thierry Mugler). „SUPERNOVA repräsentierte den höchsten Anspruch an modernstes Live-Entertainment on Ice. Mit dieser neuen Produktion blieb HOLIDAY ON ICE der eigenen Anforderung treu, Showerlebnisse immer wieder neu zu erfinden, Grenzen aufzubrechen und sich selbst jedes Jahr herauszufordern“, so Producer und CEO Peter O’Keeffe.

Mit mehr als 330 Millionen Zuschauern ist Holiday on Ice die meistbesuchte Eisshow der Welt. Die Erfolgsgeschichte ist geprägt durch stetige Weiterentwicklung: Im Laufe der Zeit hat sich Holiday on Ice von einer kleinen Eisrevue zu einem Entertainment-Gigangen und einer weltbekannten Marke mit hohem Qualitätsanspruch entwickelt und erschafft für seine Zuschauer jedes Jahr neue, faszinierende Welten auf dem Eis.

Das Herz der Shows bildeten bis zu 40 internationale Profiläufer und Artisten, die ihre ganze Leidenschaft in jede Aufführung stecken und die Zuschauer mit spektakulären Stunts und anspruchsvollen Performances, auf und über dem Eis, begeistern.

Holiday on Ice ist bekannt für seine atemberaubende Kostümvielfalt. Bis zu 500 spektakuläre Kostüme begeisterten die Zuschauer mit Glamour sowie Kreativität und kreierten mit ihren ausgefallenen und überraschenden Designs eigene Welten. Stefano Canulli (Kostümdesigner) kreierte für die neue Show Supernova die extravaganten Kostüme. Der aktuell in Mailand lebende Canulli schöpfte hierbei aus seiner jahrelangen Erfahrung im Kostümdesign für hochklassige Shows und stellte sich erstmals der Herausforderung, Kreationen zu schaffen, die den Besonderheiten einer Eisbühne standhalten mussten.

Gepaart mit den athletischen Höchstleistungen des Cast und modernster Technik erschafft Holiday on Ice aufs Neue ein Entertainment Spektakel on Ice. Dafür sorgte auch die Musikauswahl der Show, die mit Originaltiteln und Neuinterpretationen aktueller Ohrwurmhits und großer Klassiker auf alle Altersgruppen ausgerichtet waren.

Seine Show krönte Holiday on Ice zudem wieder mit der Zusammenarbeit mit namenhaften Künstlern aus den Bereichen Musik, Design und Entertainment wie Christian Dior, Phil Collins, Chris de Burgh, Rudolph Moshammer, Sylvie Meis, Sarah Connor und Valentina und Cheyenne Pahde.

Holiday on Ice besteht seit 76 aufeinander folgenden Jahren, mit 30.000 Kostümen, 55.000 Vorstellungen, über 6.500 Eiskunstläufern, Gastspiele in 630 Städten in über 80 Ländern auf allen 5 Kontinenten der Welt mit 330 Millionen Zuschauern. Es wurden mittlerweile 105 verschiedene Eisshows produziert.