Review – Schattenmann – Licht an

Die vier Nürnberger „Schattenmann“ (Sänger Frank Herzig, Gitarrist Jan Suk, Basser Luke Shook und Drummer Nils Kinzig) bringen am 2.3. ihr Debütalbum „Licht an“ heraus. Wir durften schon vorab reinhören. Und wir verraten euch: NDH 2.0 passt. Sie sind geradeheraus und einfach ehrlich. Ihre Rhythmen sind generell kräftig, die Gitarrenlinien von hart bis verzerrt und der Gesang bringt meistens eine düstere Stimmung mit sich. Die Texte sind meist ehrlich, allerdings nicht aufregend originell, sondern wie erwartet passen sie typisch ins Genre rein.

Live waren sie auch schon viel unterwegs. Und das geht auch so weiter. Die Daten findet ihr unten.

Nun haben wir aber ein paar weitere detaillierte Infos zu den einzelnen Songs (fast für jeden) für euch.  

„Licht An“ als Titelsong und Opener verspricht schon viel: hart, ehrlich, elektronische Akzente und ein Hauch von Darkness. Bei „Brenndes Eis“ gibt es verzerrte Gitarren und in der Mitte der zweiten Songhälfte extrem geile rockige Passagen zu hören. „Gekentert“ zeichnet sich durch wenige Instrumente aus, ist düster und thematisiert schon fast in Liebesliedmanier die Sehnsucht. Sehr ruhig und zum Nachdenken anregend ist auch „Zahn der Zeit“. Allerdings denke ich bei dem Titel direkt an abgedroschene Lyrik. „AMOK“ hat dann einen ständigen Wechsel zwischen aggressivem und kräftigem Sound mit Metalpriesen und einer sehr ruhigen Seite. Dies unterstreicht Textpassagen, wie „Ruhe vor dem Sturm“, die mir aber wieder nicht gerade positiv auffallen. In „Generation Sex“ spielt die Band immer wieder mit einem Synthi-Sound als Chor im Refrain. Ansonsten ist der Song sehr hart gesungen und passt gut ins Genre. Diese Härte ist auch bei „9mm“ und „Trümmer Und Staub“ zu spüren und zu hören. „Krieger des Lichts“ (leider wieder ein sehr abgedroschener Titel) kennzeichnet sich durch einen generell rhythmischen Sound aus, der durch Breaks gestoppt wird. Langsam, mit einer düsteren und schweren Stimmung samt kritischem Text zum Nachdenken kommt dann „Schattenmann“ daher.

Als einen Bonustrack möchte ich den letzten Song der Scheibe „Gekentert“ als Unplugged-Version ans Herz legen. Es lohnt sich einfach sehr.  

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

  1. Licht An
  2. Brennendes Eis
  3. Gekentert
  4. Zahn Der Zeit
  5. AMOK
  6. Generation Sex
  7. 9mm
  8. Krieger Des Lichts
  9. Trümmer Und Staub
  10. Schattenmann
  11. Böser Mann (Bonus)
  12. Rot (Bonus)
  13. Gekentert (Unplugged) (Bonus)

 

Tourdaten:

Schattenmann mit Megaherz:

03.03.2018 Z7, Pratteln (CH)
04.03.2018 Das Cann, Stuttgart
08.03.2018 Batschkapp, Frankfurt
09.03.2018 Musikzentrum, Hannover
15.03.2018 Szene, Wien (AT)
17.03.2018 Hirsch, Nürnberg
22.03.2018 Markthalle, Hamburg
23.03.2018 Turbinenhalle, Oberhausen
24.03.2018 Hellraiser, Leipzig
14.04.2018 Backstage, München
28.04.2018 Factory, Magdeburg

 

Review – Templeton Pek – Watching The World Come Undone

Mit dem jetzt fünften Album „Watching The World Come Undone“, welches die britische Punk/ Rock Band „Templeton Pek“ am 23. Februar veröffentlicht, passen sie nach wie vor zu „The Offspring“ und „Rise Against“ an. Zudem erinnert mindestens ein Song an „Bad Religion“.

Direkt „Nowhere To Hide“ knallt klassisch kraftvoll rockig rein. Harte Drums und kräftige Riffs sind auch bei „Oblivious“ zu hören. Allerdings setzen hier sanftere melodische Passagen Akzente im Song. In „The Awakening“ gibt es durch die Drums ordentlich Tempo. Rhythmisch sehr taktvoll ist dann „Axis“, wobei auch hier die harten Riffs ihre Höhepunkte erhalten. „The Aftermath“ ist dann sehr energiegeladen. Der Song lädt direkt zum Mitfeiern ein und hebt sich durch fein säuberlich abgestimmte Tempounterschiede ab. Rockig und sehr melodisch taktvoll ist dann „Sirens“. Bei „Collisions Course“ wird der Titel sowohl durch die Instrumentenlinien als auch durch den schon fast schreienden Gesang unterstützt. „Black Hearts“ hat die selben ersten Takte wie „This Is Not A Punkrock Song“ von „Bad Religion“. Das Thema Überleben wird dann auch bei „City Of Fire“ in allen zur Verfügung stehenden Varianten musikalisch gedeutet. Und bei „On Our Own“ spielt die Band abschließend noch mit stilistischen Elementen wie rhythmische Staus.

Alles in allem ein Album, welches seine Fans finden wird. Allerdings fehlt das gewisse Etwas an „Neu“, falls es das überhaupt noch geben mag.

Anspieltipps: The Aftermath und Sirens

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten

Tracklist:
01 Nowhere To Hide
02 Oblivious
03 The Awakening
04 Axis
05 The Aftermath
06 Sirens
07 Collision Course
08 Black Hearts
09 City Of Fire
10 On Our Own

Review – Amored Dawn – Barbarians in Black

Die Brasilianer „Amored Dawn“ lassen uns ab dem 23. Februar ihr neues Album „Barbarians in Black“ genießen. Die Band aus São Paulo besteht aus Sänger Eduardo Parras, Schlagzeuger Rodrigo Oliveira, Bassist Fernando Giovannetti, Keyboarder Rafael Agostino und den Gitarristen Tiago de Moura und Timo Kaarkoski.

Sie spielen klassischen Heavy-Metal mit einzelnen Einflüssen von Power Metal mit melodischen Refrains und auch einzelnen Akzenten von klassischem Hard-Rock. Ihre Texte thematisieren Krieg, Schlachten und die nordische Mythologie.

Auf der Bühne waren sie in Südamerika bereits mit Größen wie Megadeth, Sabaton und Symphony X.

In „Beware of The Dragon“ überzeugt direkt das Intro mit einem kräftigen und eindringlichen Keyboard, bevor die Drums einsetzen und der Refrain melodisch beeindruckt. Starke Gitarrenriffs sind in Bloodstone“ einfach zu genießen. In „Men of Odin“ überzeugt einfach alles. Jedes Instrument, hierzu zähle ich auch den Gesang, hat seinen Platz und die Zeit sich auszuleben und in den Song einzuleben – einfach gelungen. „Chance to Live Again“ ist ein weiterer Song der handwerklich überzeugt und tolle Breaks innehat. Tolle Gitarrenlinien und ein Solo, welches durch die saubere Schlagzeugarbeit ideal unterstütz wird, ist „Unbreakable“. „Eyes Behind The Crow“ überzeugt ebenfalls mit klassischen Metal-Komponenten. „Sail Away“ wurde bereits als Single veröffentlicht. Der Song hebt sich in all erdenklicher Weise ab und ist sehr ruhig und melodisch, wobei die Kraft spürbar bleibt. Typisch rhythmisch hart ist dann „Gods of Metal“. Mit starken Riffs und dem Fünkchen Harmonie kommt dann „Survivor“ daher. Der Titelsong „Barbarians In Black“ rundet die Scheibe dann gekonnt ab.   

Diesmal habe ich sogar drei Anspieltipps für euch: „Beware Of The Drageon“, „Men Of Odin“ und „Sail Away“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Anschließend an das Release geht die Band als Support von „Saxon“ auf Tour.

 

Tourdaten:
24.02.18  Hamburg - Heathen Rock Festival
27.02.18  NL-Tilburg - 013
28.02.18  Saarbrücken - Garage
01.03.18  Hannover - Capitol
02.03.18  Frankfurt - Batschkapp
03.03.18  Dresden - Alter Schlachthof

Tracklist:

01. Beware Of The Dragon

02. Bloodstone

03. Men Of Odin

04. Chance To Live Again

05. Unbreakable

06. Eyes Behind The Crow

07. Sail Away

08. Gods Of Metal

09. Survivor

10. Barbarians In Black

Review – Asenblut – Legenden

Nach 10 Jahren Bandgeschichte folgt nun eine Veröffentlichung des Albums „Legenden“ am 16. Februar mit leider lediglich fünf Songs. Hiervon sind vier bereits ältere und nun neu eingespielt. Zudem covert die Band den Manowar Song „God Or Man“. Ihr Pegan Metal ist schnell, stark und kräftig, also finden wir Komponenten von Trash-, Death- und Power-Metal. Und das Ganze ist eben mit sinnvollen Texten gepaart.

Mit dem Opener „Die Legende“ ist man direkt mitten drin. Die Band zeigt was sie zu bieten hat. Der Gitarrensound und das Schlagzeug sind kräftig, taktvoll und mit starken Soli gekennzeichnet. „Heldenbürde“ setzt ebenfalls durch starke Instrumentenlinien Akzente. Ein „Highlight“ sind Passagen, die schon fast eines Sprechgesangs gleichkommen. Dann folgt mit „Asenblut“ ein sehr rhythmischer Song. Der Gesang ist sehr deutlich und es werden Schlachtszenengeräusche miteingespielt. Die Interpretation des Covers „Gor Or Man“ von „Manowar“ ist für viele wohl sehr gelungen. Denn die Band macht den Song zu ihrem eigenen. Als Abschluss bietet „Von des Verräters Untergang“ dann wieder einen starken Gitarrensound und eine kräftige Schlagzeugarbeit zu Beginn, während das Songende weich redend ausklingt.

Wer die Songs bereits kennt, wird trotz dem Neueingespielten nicht viel Abwechslung erwarten dürfen. Etwas Originalität wäre wünschenswert. Und warum die Band die Scheibe mit nur fünf Songs veröffentlicht, weiß ich nicht.

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.

Live sind sie dieses Jahr ebenfalls zu hören.

Tourdaten:

16.02. – Heidesee, Frostfeuernächte
17.02. – Erfurt, From Hell
18.02. – Wien, Escape (AT)
19.02. – Prag, Modra Vopice (CZ)
20.02. – Frankfurt/Main, Elfer
21.02. – Olten, Coq d’Or (CH)
22.02. – Freiburg, Crash
23.02. – Lyon, Le Blogg (FR)
24.02. – Cernunnos Festival (FR)
25.02. – Oberhausen, Helvete

Tracklist:

01 Die Legende (2018)
02 Heldenbürde (2018)
03 Asenblut (2018)
04 God Or Man (Manowar Cover)
05 Von Des Verräters Untergang (2018)

 

Review – Thaurorod – Cost Of Gold

Am 16.02.2018 veröffentlichen die Finnen „Cost Of Gold“ ihr drittes Album „Thaurorod“. Der Sound gleicht dem Vorgänger „Anteferno“ aus 2013: reiner, rasanter, symphonischer Power Metal mit weiter gewachsenem musikalischen Handwerk aller Beteiligten. 

Quasi alle Songs wirken wie aus einem Guss. Es gibt wenige Ausnahmen. Die Drums sind eigentlich fast immer sehr temporeich, wobei Die Truppe durch melodische ruhige Momente (in „Power“, zu Beginn von „24601“ und in „Feed The Flame“) oder Gitarrensoli (in „The Commonwealth Lives“ und in „Cannibal Island“) Akzente setzt, damit nicht alles gleich ist. Ebenfalls sind einige rhythmischer Songs (wie der Titelsong „Cost Of Gold“) dabei. Aber auch durch den Einsatz von Orchestermusik in „Illuminati“ werden Highlights gesetzt. Und „Halla“ gleicht schon fast einer Ballade.

Allerdings bleibt es überwiegend schnell und progressiv mit nur wenigen Akzenten die Abwechslung hineinbringen.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkte.

 

Tracklist:

1.    Power

2.    The Commonwealth Lives

3.    Cost Of Gold

4.    24601

5.    Feed The Flame

6.    Cannibal Island

7.    Into The Flood

8.    My Sun Will Rise

9.    Illuminati

10.  Halla

Review – Mr. Irish Bastard – The Desire Of Revenge

 

Nach über 10 Jahren Bandgeschichte mit über 700 Konzerten wissen „Mr. Irish Bastard“ jetzt mit ihrem dritten Studioalbum „The Desire For Revenge“, Veröffentlichung am 02.03.2018, zu begeistern. Irische Akzente, Folk und Punk laden insgesamt kraftvoll zum Mitfeiern und Mittanzen ein, schnelle Rhythmen, eindringliche Refrains – es geht eigentlich alles direkt in Mark und Bein.

 

Direkt der Opener „“Black Eye Friday“ versprüht besonders mit seinem Refrain zum Mitsingen gute Laune. Ähnlich schnell, wenn auch etwas dunkler wirkend, ist „Oliver Crom Well`s Head“. „Darlinka (Darling Karlinka)“ ist dann eine Omage an das russische Volkslied „Karlinka“. Auch bei dieser Eigeninterpretation hören wir die kraftvolle Energie und die Intention viele aktiv begeistern zu wollen. „Poor Irish Billy“ ist dann mit Fiddeltönen im Vordergrund und dem schunkelnden Rhythmus im Refrain, welcher zusätzlich gesanglich sehr verstärkt wird, ein typisch irischer Song, der es schafft die Stimmung des Landes zu verbreiten, einfach schön, wobei die E-Gitarre in einem Solo zusätzliche Akzente setzt um vom typischen irischen Volkslied abzuheben. „Pirates Of The Irish Sea“ legt generell tempomäßig nochmal einen zu. Allerdings wird der Gesang demnach eher schreiend und verliert, meiner Meinung nach, an Qualität, da er sehr gehetzt wirkt. Einzelne Passagen in der zweiten Hälfte des Songs sind dann wieder ruhiger und für meinen Geschmack wieder runder. Mit einer etwas „dahingeschnödderten“ Stimme startet dann „Phoenix“. Es ähnelt dem Opener sonst sehr. Sehr aktiv melodisch und rhythmisch lädt dann „We Are The Drunks“ durch den verstärkt gesungenen Refrain ein. Highlights setzten im Hintergrund einzelne Instrumente in unterschiedlichen Passagen.  Mit tollen typisch irischen Fiddeltönen startet dann auch „Mike Malloy“, wobei der Punk und Rock auch hier wieder klar erkennbar sind. Passend zum Titel „I Only Like You When I`m Drunk“ ist auch die Stimmung, die, sowohl durch die Instrumente als auch durch den Gesang, verbreitet wird. Das Cover „Time After Time“ ist einfach grandios. Mit viel Tempo und einer extrem fröhlichen feiernden Interpretation überzeugt es. „…Before The Devil Knows You`re Dead“ reiht sich nahtlos in das bisher musikalisch Gehörte ein. Abschließend rundet „The Soundtrack Of My Life“ die Scheibe ab und spiegelt einen Teil der Intention des Albums (Rückblick und Reflexion) wider.

 

Die Anspieltipps sind ganz klar der Opener „Black Eye Friday“ und das Cover „Time After Time“. 

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

 

Tourdaten:

09.03. Hamburg, Logo

10.03. Braunschweig, Eulenglück

16.03. Essen, Turock                          

17.03. München, Backstage

23.03. Frankfurt, Nachleben

24.03. Köln, Jungle                             

29.03. Magdeburg, Factory

30.03. Berlin, Musik + Frieden

31.03. Rostock, MauClub

06.04. Hannover, Lux

07.04. Dresden, Scheune

 

Festivaldaten:

14.04.18               Dächingen – Rocknacht / Frühlingsfest

28.04.18               Saarwellingen – Antattack

26.05.18               Visbek  Visbek rockt

1.-3.06.2018         Kiew – Irish Fest

23.06.18               Abenberg – Feuertanz Festival

30.06.18               Würzburg – Mission Ready F.

14.07.18               Büsum – Irish im Koog

21.07.18               Weiler – Krawall im Stall

31.08.18               Gießen – Freudentanz Festival

 

Tracklist:

1.    Black Eye Friday

2.    Oliver Crom Well`s Head

3.    Darlinka (Darling Karlinka)

4.    Poor Irish Billy

5.    Pirates Of The Irish Sea

6.    Phoenix

7.    We Are The Drunks

8.    Mike Malloy

9.    I Only Like You When I`m Drunk

10.  Time After Time

11.  …Before The Devil Knows You`re Dead

12.  The Soundtrack Of My Life

Konstantin Wecker – Poesie und Widerstand – Live DVD

Anlässlich seines 70. Geburtstags ging Konstantin Wecker mit seinem Programm „Poesie und Widerstand“ auf Tour. Wir durften ihn hierbei live im Dezember 2016 genießen. Nun veröffentlicht er am 16. Februar 2018 eine Live DVD seiner Jubiläumskonzerte. Und die Auswahl ist grandios. Auf zwei DVD findet sich ein einzigartiger Zusammenschnitt des Programms. Wecker singt, spielt Klavier, liest vor, interpretiert Gedichte, erzählt Anekdoten bezüglich seiner Mutter, beschreibt seinen Vater sehr bewundernswert beispielsweise mit seiner philosophischen Seite, gibt seine politische Meinung in Reden und Liedern wieder und und und.

Das Trio wird zudem noch reichlich unterstützt. Die Bühne füllt sich mit einem Drummer, Gitarristen und einem Orchester (12 Musiker aus 12 verschiedenen Nationen – ganz nach der Manier Weckers).

Aber auch weitere Freunde sind seine Gäste und musizieren mit ihm. Hier seien beispielsweise Pippo Pollina (italienischer Liedermacher) und Dominik Plangger (langjähriger Freund Weckers aus Südtirol) genannt. Aber auch Willy Astor ist mit von der Partie, denn er darf laut Weckers eigener Aussage bei einem Zusammenschnitt seiner Schaffenszeit nicht fehlen. Zudem ist ein Ständchen durch Bläser zu genießen. Diese feiern Wecker mit „Happy Birthday“ und „Hoch soll er leben“.

Als weitere dritte DVD gibt es Bonusmaterial, das sich sehen und hören lassen kann. Im Gespräch reflektiert Wecker sich und seine Leidenschaft als Musik, denn „…beim Musizieren kann man im Augenblick leben…“. Aber auch ein Interview mit der „Band“ gehört dazu. Und der Blick hinter die Kulissen mit Speiseplan und dem Aufbau und Stimmen der Instrumente ist ebenfalls dabei.

Demnach ist das Rundumpaket geschnürt. Die Live DVD ist wahrlich für jeden etwas. Hierbei ist es egal, ob ich die Chance hatte bereits live dabei gewesen zu sein oder nicht. Ich empfehle sie euch auf jeden Fall.

Review – Saxon – Thunderbolt

Nach über 40 Jahren mit über 20 Alben im Geschäft haben Saxon einen Ruf und Namen und jeder Fan hat diverse Erwartungen. Und diese werden erfüllt. Nach einem strangen kurzen Intro „Olympus Rising“ folgt der Titelsong „Thunderbolt“ mit klassischen Heavy Metal. Die Gitarren bekommen ihre seperaten Auftritte und die metallische Härte ist direkt spürbar.

Auch „The Secret Of Flight“ ist klassisch und satt. Auf der einen Seite ist der Song mit ordentlich Tempo versehen, auf der anderen Seite sehr klar rhythmisch mit klaren Gesangsparts zum Mitgrölen. Sehr düster beginnt dann „Nosferatu“. Der Titelzusatz „The Vampire`s Waltz“ ist Gesetz und spiegelt die Stimmung des Songs sehr gut wieder. Er ist sehr mystisch und verbreitete die passende Atmosphäre. „The Played Rock And Roll“ ist sehr temporeich und mit viel kraftvollem Instrumenteneinsatz und ganz gezielten und auf den Punkt getroffenen Vocals. Wieder eher düster mit einer sehr tief gröhlenden Hintergrundstimme kommt „Predator“ daher.

Bei „Sons Of Odin“ kommt nach einer einladenden Schlagzeugarbeit zu Beginn eine sehr harte Stimmung herüber. Ein starker Rhythmisch mit sehr melodischen Teilen bestimmt den Song. Verzerrte Gitarren und schnelle Drums eröffnen „Sniper“ und lassen das Herz einiger höher schlagen, da es so herrlich klassisch ist und der Beat direkt in den ganzen Körper geht. „A Wizard`s Tale“ ist dann vom Instrumenteneinsatz her eher wieder „abgehackt“ und dennoch in sich stimmig. „Speed Merchants“ startet mit Motorensound, der mich persönlich sehr irritiert und zu dem weiteren Song nur insofern passt, als das er temporeich ist und es thematisch wie erwartet um Speed und Limits geht. Insgesamt ist der Song ein echtes Brett und ein wahnsinniges Gitarrensolo bekommt zur Freude viel Raum. Sehr geil harmonisch und melodisch ist „Roadies` Song“. Ein absolutes Highlight dieser Platte und doch so herrlich klassisch und echter alter Heavy Metal, bei dem ebenfalls die Gitarrenarbeit einfach gigantisch ist. Als Abschluss gibt es dann die „Raw Version“ von „Nosferatu“.

Als Empfehlung kann ich euch ganz klar „Speed Merchants“, allerdings ohne das Intro und „Roadies` Song“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Olympus Rising

2.    Thunderbolt

3.    The Secret Of Flight

4.    Nosferatu

5.    They Played Rock and Roll   

6.    Predator

7.    Sons Od Odin

8.    Sniper

9.    A Wizard`s Tale

10.  Speed Merchants

11.  Roadies` Songs

12.  Nodferatu

 

Review – The Wake Woods – Blow Up Your Radio

 

Das zweite Album „Blow Up Your Radio“ von „The Wake Woods“ ist ab dem 2. Februar zu haben und zeigt erneut das handwerkliche Können der Jungs, die bereits Support für Deep Purple waren und auch den zweiten Platz beim Deutschen Rockpreis ergatterten.

 

Die Scheibe ist im Segment des sogenannten Highschoolrocks abwechslungsreich und vielfältig und hat Stilelemente von Rock, Blues, Indie und auch einen gewissen Retrocharme.

Die Scheibe besteht zum Großteil aus satten und kräftigen Songs, die zum Mittanzen und Mitfeiern einladen (Titelsong „Blow Up Your Radio“, „Mad Dogs On Fire“, „Songs For A Living“, „You Won`t Kick Me Out Of The Ring“). Die Jungs beherrschen ihre Instrumente. Sie spielen mal voll und hart aber auch mit weichen und harmonischen Sequenzen können sie überzeugen. Dies und ein gewisser Minimalismus kommt in „Bad Dreams“, „Downtown Daydreams“, „Out On The Sea“ und „Missed Calls“ hervor. Einige Titel sind noch melodischer und harmonischer, beispielsweise „Ships Ain`t Made For Sinking“. Aber auch individuelle andere Highlights werden gesetzt. Dies ist zum Beispiel durch eine abgehackte Wirkung in „The Last Thing I Need“.  

 

Wer die Jungs live sehen möchte um mit ihnen zu feiern und die neue Scheibe zu genießen, sollte sich schnell um Karten der Konzerte in Deutschland ab Ende Februar (siehe unten) kümmern.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir den Titelsong „Blow Up Your Radio“ und „Ships Ain`t Made For Sinking“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

01. Mad Dogs on Fire

02. Blow up Your Radio

03. I Can´t Say It

04. Ships Ain't Made for Sinking

05. Songs for a Living

06. Bad Dreams

07. The Last Thing I Need (Is the First Thing I Get)

08. Downtown Daydream

09. You Won't Kick Me out of the Ring

10. Out on the Sea

11. Missed Calls

 

Tourdaten:

22.02.2018 | Hamburg, Molotow
23.02.2018 | Bremen, Lila Eule
24.02.2018 | Soest, Alter Schlachthof
25.02.2018 | Köln, Yard Club
01.03.2018 | Aschaffenburg, Colos-Saal
09.03.2018 | Kiel, Räucherei
10.03.2018 | Berlin, Musik & Frieden
17.03.2018 | Winterbach, Strandbar 51

Review – BRDigung – Zeitzünder


Was darf es sein? Welche Laune hast du grad? Total egal. Diese Scheibe passt einfach immer. Egal ob du gut gelaunt vor Energie sprühst oder deine Wut einen Raum zum Durchknallen braucht, dieses Album hilft.

Das Intro startet gefährlich düster und geheimnisvoll, wird heller und kräftiger und verspricht schon viel. Die Uhr von „Zeitzünder“ läuft. Weiter geht es in „Mittelfingerautorität“ mit schnellen Riffs und einem harten Takt, richtig schöner Punk, denn „wir haben nichts zu verlieren“ und „jetzt geht es los“. „Kampf gegen die Leere“ legt dann nochmal an Tempo zu und verdreht direkt den Kopf. Rockiger und dennoch melodisch kommt dann „Ikarus oder Peter Pan“ daher. Spätestens ab diesem Zeitpunkt mit „Ich wollte nie erwachsen sein“ haben die Jungs wohl jeden Hörer überzeugt, da der Song auch inhaltlich was hermacht, aber keinesfalls abgedroschen ist.

Mit klarem Apell, sowohl instrumentell als auch gesanglich, geht es dann mit „Die Hände hoch“ weiter. „Mein Lied im Radio“ ist dann etwas schwächer. Härter, mit leichten Tendenzen zum Metal, ist „Lebst du noch“ zu Beginn zu hören. Rockig bleibt es auch. Ein Bespiel für eine tolle Weiterentwicklung der Jungs ist der sehr harmonisch und langsamere Song „Nur noch ein Wort“. „Tanzen im Regen“ überzeugt wieder mit sehr klaren und schnellen Riffs und einem grandios abwechslungsreichen Spiel der einzelnen Komponenten.

Diverse instrumentelle Akzente setzten sie auch in „Pures Gift für mich“. „Wir machen alles anders“ ist wieder sehr rockig und gesanglich vielfältig. Mit leichten und weichen Klavierklängen, die zudem von Streichern unterstützt werden und im Verlauf satter werden, ist dann „Neues Leben“ zu genießen. „Kraft Liebe Hoffnung“ kommt wieder kritischer, düsterer, schneller und kräftiger daher. Dies bezieht sich sowohl auf die Instrumentenlinien als auch auf den Text. Starke und satte Gitarrenriffs gepaart mit kräftigen Drums sind dann in „Meine Idole sind tot“ markant. Melodisch feiner ist dann „Im freien Fall“. Hervorzuheben ist hier ein extrem starkes Gitarrenspiel in der Songmitte. Als Abschluss der Scheibe mit den insgesamt 16! Songs ist das „Outro“ dann wieder gespickt mit diversen Spielereien und Akzenten, die immer satter, kräftiger und voller werden und dennoch weich bleiben. 


Als Anspieltipps empfehle ich euch  „Mittelfingerautorität“ und „Ikarus oder Peter Pan“. 


Promoportal-germany vergibt für die solide alles Laune Scheibe 8 von 10 Punkten.


Tracklist: 
1.    Intro
2.    Mittelfingerautorität
3.    Kampf gegen die Leere
4.    Ikarus oder Peter Pan
5.    Die Hände hoch
6.    Mein Lied im Radio
7.    Lebst du noch?
8.    Nur noch ein Wort
9.    Tanzen im Regen
10.    Pures Gift für mich
11.    Alles anders
12.    Neues Leben
13.    Kraft Liebe Hoffnung
14.    Meine Idole sind tot
15.    Im freien Fall
16.    Outro

Review – Beth Hart & Joe Bonamassa – Black Coffee

Das neue Album wird am 26.1.2018 erscheinen und bietet in jedem Song etwas Besonderes. Typisch und markant kommen die Stimme von Beth Hart und das geniale Gitarrenspiel von Joe Bonamassa natürlich wie erwartet und gewünscht, daher. Die zehn Songs sind auf der einen Seite alle wie aus einem Guss und auf der anderen Seite hat jeder einzelne Titel seine Highlights und Akzente.

Der Opener „Give It Everything You Got“ besticht durch ein sehr verzerrtes Gitarrenspiel am Anfang, welches im Verlauf immer wieder verstärkt herauskommt. Hinzu kommen ein geniales Gitarrensolo in der Mitte, Bläser und eine sehr punktierte Gesangsstimme. Insgesamt ist es ein sehr rhythmischer und taktvoller Song. Das typische und abwechslungsreiche Bonamassa Gitarrenspiel hören wir auch in „Damm Your Eyes“. Der Gesang ist sehr soulig. Der Titelsong „Black Coffee“ ist rockiger und etwas härter, vor allem im Refrain. „Lullaby Of The Leaves“ ist sehr weich, sowohl von den Instrumenten als auch vom Gesang her, wenn auch einzelne härtere Gitarrenriffs Highlights setzen, die sich bis ans Songende fortführen. Extrem bluesbetont ist „Why Don`t You Do Right“. Unterstützet wird es mit Klavierklängen und einzelnen Jazz Akzenten. „Saved“ ist temporeicher mit viel Action. Typisch Bonamassa ist dann wieder „Sitting On The Top Of The World“ mit klaren Gitarrenriffs. Kollegen sprechen hierbei vom Chicago Blues Rock. Minimalistisch genial ist dann „Joy“. „Soul On Fire“ ist wieder sehr melodisch und weich. Einen souligen Abschluss der Scheibe bietet „Addicted“ durch den Gesang von Beth Hart.

Insgesamt ist es wie erwartet und gehofft ein handwerklich 100%iges Album mit einzelnen Highlights in jedem Song. Dadurch fehlt mir aber das Eine, sprich der eine gewisse Song, der sich abhebt und das Album zu etwas besonderem, weil er einfach immer im Ohr, Kopf, Körper bleibt.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Give It Everything You Got

2.    Damm Your Eyes

3.    Black Coffee

4.    Lullaby Of The Leaves

5.    Why Don`t You Do Right

6.    Saved

7.    Sitting On The Top Of The World

8.    Joy

9.    Soul On Fire

10.  Addicted

Review: Endlever - TimeTo Kill

Nach diversen Livegigs, unter anderem beim Out & LOUD Festival 2016, veröffentlichten die Balinger „Endlevel“ nun ihr erstes Debutalbum „Time To Kill“. Ken Ratheiser (Lead Guitar, Vocals), Robin Willkommen ((Rhythm Guitar), Jonas Frey (Drums), Sasa Tripkovic (Bass) und Robin Richard (Lead Guitar) stellen die aktuelle Besetzung seit 2015, die sich nach vielen anfänglichen Wechseln nach der Gründung 2011 durch Jonas und Ken gefestigt hat. Ihre Trash/ Death Metal Songs sind voll mit harter Energie.

Thematisch geht es laut Robin in der Breite zum einen um den Wahnsinn des Krieges und zum anderen um sie selbst als „partywürdige Feiertruppe“. Bereits der Opener „Panzerblut“ spielt mit brutal abartigem Sound. Kräfte und abgehackte Riffs paaren sich mit gegröltem und quietschigem Schreigesang. Ähnlich geht es mit „State Of Emercency“ weiter. Wobei der Song insgesamt noch düsterer ist und zwischenzeitlich rein instrumentaler Speed Impulse setzt. „Violent Moshpit“ reiht sich nahtlos hart und dunkel brutal ein.

Der Titelsong „Time To Kill“ startet sehr rhythmisch mit klarem Gitarrensound, bevor es härter wird und der extrem dunkle Gesang schon fast als Sprechgesang einsetzt und einzelne Aussagen zusätzlich versetzt gedoppelt werden um Akzente zu setzen. „Sounds Of The Fallen Soldiers“ fügt sich dem an und passend ein, wobei hier nochmal wieder mehr instrumentelle Highlights mit Höhen gesetzt werden. Mit kräftigem Sound und hintergründigem Speed spielen die Jungs dann auch „Masterpiece Of Terrorising“. Das Tempo setzt sich dann, gepaart mit der düsteren Grundstimmung in „Legion Of Chaos“ fort, wobei es nach gut zwei Minuten eher an den düsteren und erschreckenden ruhigen Sound einer Geisterbahnfahrt auf dem Rummel erinnert. Speed und „Kampfansagen“ kommt dann wieder neu mit „Endlevel“ rein. Zunächst verzerrt und düster mit eindeutigen Gedanken an den Tod und eine Zombiewelt, wie sie auch auf dem Titelcover zu sehen ist, ist dann „Mighty Hunter“. „Incest“ rundet das Album dann entsprechend hart ab und vereint nochmal alle Elemente, die die Stimmung der Scheibe ausmachen. Die Scheibe wird bei vielen Anhängern für große Freude sorgen, da zudem alle Texte im Booklet zusammengestellt sind. Insgesamt passen die Songs alle zusammen, wenn sie auch nicht zu meinen persönlichen Favoriten zählen, da das Düstere und Gegrölte sehr stark ist. Aber eben genau dies wird die Fans freuen.

 

Meine Anspieltipps sind ganz klar der Titelsong „Time To Kill“ und „Mighty Hunter“, welches bereits 2016 ausgekoppelt als EP erschien. Die Jungs wissen wohl warum.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten, da alles aus einem Guss kommt, aber auch keine wirklichen Highlights hervorstechen.

 

Tracklist:

01. Panzerblut

02. State Of Emergency

03. Violent Moshpit

04. Time To Kill

05. Sounds Of The Fallen Soldiers

06. Masterpiece Of Terrorising

07. Legion Of Chaos

08. Endlevel

09. Mighty Hunter

10. Incest (feat. Andi, Ratze & Pete)

Review – LOKOMOTOR – Wir sind

 

Am 26.01.2018 veröffentlichen LOKOMOTOR ihr Debütalbum „Wir sind“. Mit sieben Jahren Vorbereitung haben sie sich wirklich Zeit gelassen, damit sie alle zufrieden und stolz sind. Sie, das sind die Geschwisterpaare Daniel Lang und Rebekka Knoblich und Manuel und Johannes Hoffmann und Rebekkas Mann Benjamin Knoblich aus Hof im Norden Frankens.

Der Opener „Wir sind jetzt“ zeigt thematisch direkt die kritische Herangehensweise der Band an ihre Musik mit der Frage, ob sie denn jetzt wirklich schon so weit seien. Musikalisch ist es rund, mit Akzenten und Höhepunkten und einer sehr klaren Gesangsstimme von Rebekka. Dies zeigt sich auch bei „Wanderer“, wobei der instrumentelle Einsatz hier zwischenzeitlich etwas härter durchkommt. „Hallo Leben“ beginnt sehr ruhig und emotional, bevor es kräftig und aktiv wird und den Text positiv unterstreicht. Melodisch harmonisch ist dann auch „Menetekel“. „Tanz mit mir“ ist musikalisch losgelöster. Der Sound rückt etwas mehr vom reinen Pop ab und geht Richtung Rock. Zunächst sehr sanft, später dann kräftig ist „Wann fängt der Morgen an“. Leichte Indie Elemente sind hörbar. „Lass mich endlich los“ fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept der Scheibe ein.

Die rockigen Elemente werden stärker und der Gesang und auch die Instrumentenlinien etwas härter. Weicher und ganz ruhig kommt dann „Herein“ daher. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass die Band voll und ganz mit der Musik spielt und dies liebt. Denn im Laufe des Songs setzten sie durch kräftigen Sound einzelne Akzente, bevor sie sich wieder zurücknehmen. „Komm wir starten ein Feuerwerk“ ist wieder rockiger und Rebekkas Stimme ist phasenweise ebenfalls härter, was mir persönlich sehr gut gefällt. So hebt sie sich damit mehr von der aktuellen Deutsch-Pop Linie, die im Radio teilweise als Einheitsbrei läuft, ab. Dies wird durch die punktierten „abgehackten“ Hintergrundvocals der Jungs zudem unterstützt. Insgesamt fügt sich das Album aber sehr gut in die Pop Welt ein und wird viele Fans der breiten Masse finden, da die Songs eingängig und melodisch rhythmisch sind.   

 

Als Anspieltipp empfehle ich persönlich „Lass mich endlich los“ und „Komm wir starten ein Feuerwerk“, wobei „Hallo Leben“ wahrscheinlich für viele Hörer ein gutes Beispiel für die Musik dieser Scheibe darstellen wird.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    Wir sind jetzt

2.    Wanderer

3.    Hallo Leben

4.    Menetekel

5.    Tanz mit mir

6.    Wann fängt der Morgen an

7.    Lass mich endlich los

8.    Herein

9.    Komm wir starten ein Feuerwerk

Review – Prelistening Session – Interview –

Rebellion – A Tragedy in Steel Part II: Shakespeare`s King Lear

 

Am 13.01. waren wir von Frank Wilkens (Nauntown Music) und Uta geladen mit Rebellion ihr neues Album zu hören. Dies wird am 26.1. veröffentlicht. Zudem hatten wir die Gelegenheit bei einem gemütlichen Beisammensein eine rege Interviewrunde zu führen. Die Scheibe reiht sich auf der einen Seite insgesamt nahtlos in die Rebellion Geschichte ein, aber Tomi äußerte zudem, dass die Weiterentwicklung der Band auch Fragen aufwarf: „Ist das überhaupt noch Rebellion?“ Laut ihm siedelt sich dieses Konzeptalbum in einer Grenzregion an. Als Beispiel nennt er hier „Thankless Child“ mit Pink Floyed Akzenten. Jedoch bekam laut der Band jeder Song die Zeit sich zu entwickeln. Oli erzählte hierzu, dass er gerne ausprobiert, ob und wann beispielsweise noch ein paar Takte Mandoline oder Klavier zusätzlich eingespielt werden können und sollen. Alle wollten ein Gefühl für jeden Titel bekommen. Demnach waren die wöchentlichen Proben für alle wichtig. Die Produktion lief „Old School“ ohne Samples oder Dopplungen von Gitarren ab. Demnach ist es ein „echtes“ und trotzdem druckvolles Album. Die düstere Grundstimmung zieht sich als Gesamtkonzept komplett durch alle Songs. Hinzu kommen einzelne Sprechpassagen von Gästen. Auch diese wurden im Vorfeld mit den Sprechern geprobt, damit eine Hörbuchentwicklung in den jeweiligen Song integriert wird.   

 

Direkt der Opener „A Fool`s Tale“ macht auf die düstere Stimmung aufmerksam. Es ist zwar wie immer ein satter und kräftiger Sound und der Gesang von Micha ist und bleibt markant, aber durch weiblich punktierte Vocals kommen neue Akzente hinzu. Den Song gibt es vorab schon als Video online. Der Dreh fand, so konnten wir im Interview erfahren, in der Nähe der Saalburg und bei Oberursel statt; mitten im verschneiten und eisig kalten Wald. Dies unterstreicht einmal mehr die dramatische Atmosphäre, die sich durch die ganze Scheibe zieht.

 

„Dowerless Daughter“ ist von Beginn an durch ordentliches Tempo geprägt. Zudem unterstützt eine „weichere“ Stimme in Form eines Arbeitskollegen von Tomi den Gesang.

 

Bei „Thankless Child“ hören wir einfach alles. Durch viele Stimmen wird in dem Song über 6,5 Minuten schon eine ganz eigene Geschichte erzählt. Die Gitarren sind sehr stark und die Drums unterstützen diesen Sound positiv minimalistisch. Der gesamte Instrumenteneinsatz ist sehr abwechslungsreich. Zudem zeigt Micha hier wie stimmvielfältig er singen kann.

 

„Stand Up For Bastards“ startet dann sofort mit einem fetten und extrem rhythmischen Sound. Zudem wird bei ungefähr 3 Minuten ein Highlight durch das Gitarrenspiel gesetzt.

 

Dies ist auch in ungefähr der Mitte von „Storm And Tempest“ der Fall. Der Song ist insgesamt sehr hart und temporeich mit einem fetten Hintergrundgesang.

„Demons Of Madness“ zeigt in den knapp 5 Minuten Spielzeitwieder die düstere und schwere Stimmung wie im Video auf. Die leicht verzerrte Stimme von Micha unterstützt diese schleppende Atmosphäre. Der Sound wird im Verlauf kräftiger und satter. Akzente werden durch die vielen Stimmen, die den Titel singen, gesetzt.

Extrem abwechslungsreich in sich und alleine wieder eine Geschichte erzählend ist

„The Mad Shall Lead The Blind“. Der Song ist mit ordentlich Tempo, mit weichen und auch schwermütigen Gesangselementen und auch mit Gesprächen (weibliche Gäste) und mit Gitarrensoli gespickt.

 

„Black Is The World“ hat durch ein Keyboard ein sehr mystisches Intro. Dies wird, leider, durch harte Drums und Gitarren sehr abrupt gestoppt. Der Gesang von Micha ist wieder sehr typisch markant und Instrumentenbreaks setzen Akzente.

 

Wie der Titel schon sagt ist „Battle Song“ sehr kräftig. Der Song hat zwar Tempoakzente, ist aber weitestgehend sehr rhythmisch mit einem starken Takt zum Gesang. Hinzu kommt ein Gitarrensolo, welches viele Freunde finden wird. Beim Ausklingen des Songs wird der Titel nochmal stark betont. Für Tomi hat der Refrain einen Manowar Charakter. Er steht, soweit dürfen wir die Info schon weitergeben, ganz weit oben auf der Liste für mögliche Songs bei Live-Acts.

 

„Blood Against Blood“ startet dann mit ordentlich Speed und fetten Drums. Der Gesang ist wieder sehr düster und schon fast schreiend. Bei knapp 2,5 Minuten wird dann das Bisherige zurückgenommen um einen Sprechgesang (Gast, Tomis Arbeitskollege) als erzählendes Element zu betonen.

 

Mit schnellen, fetten, harten und satten Instrumenten startet dann „Truth Shall Prevail“. Aber auch hier wird dies zugunsten einer sprechenden Konversation (Sarah und einer von Tomis Arbeitskollegen) phasenweise reduziert. Bei Michas typisch fetten Gesang erhöht sich dann auch wieder der Instrumenteneinsatz.

Als Abschluss rundet „Farewell“ die Scheibe dann ab. Bei ca 8,30 Minuten Spieldauer bleibt viel Zeit für stilistische Akzente. Denn die erste schwermütige, schwerfällige und schleppende Grundstimmung wird durch weiche und harmonische Keyboardklänge aufgemischt. Hinzu kommen harte Drums, Riffs und Michas entsprechender Gesang. Dieser Song hat ebenfalls schon im Vorfeld viele Anhänger gefunden.

 

Demnach gehört zu unseren Anspieltipps natürlich der Videosong „A Fool`s Tale“. Aber durch das Erzählen der Geschichte und die unterschiedlichen und abwechslungsreichen Akzente legen wir euch „Thankless Child“ und „The Mad Shall Lead The Blind“ ans Herz.

 

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    A Fool´s Tale

2.    Dowerless Daughter

3.    Thankless Child

4.    Stand Up For Bastards

5.    Storm And Tempest

6.    Demons Of Madness

7.    The Mad Shall Lead The Blind

8.    Black Is The World

9.    Battle Song

10. Blood Against Blood

11. Truth Shall Prevail

12. Farewell

Review – Morbid Angel – Kingdoms Disdained

Am 1.12.2017 veröffentlichen „Morbid Angel“ ihr neues Studioalbum „Kingdoms Disdained“ über Silver Lining Music. Wie erwartet ist es kräftiger Death und Trash Metal Sound. Die Drums, vor allem die Dubble Base, stehen extrem im Vordergrund und bekommen so einen hohen Stellenwert. Alle elf Songs wirken wie aus einem Guss und passen sich an- und ineinander an. Besonders bei „The Righteous Voice“, „The Pillars Crumbling“, „For No Master“ und „The Fall Of Idols“ werden durch andere, sprich hellere, Gitarrenlinien zusätzliche Akzente gesetzt. Und bei „From The Hand Of Kings“ und „The Fall Of Idols“ gibt es durch harte Breaks extreme Cuts, die zusätzlich bemerkenswert sind. Bei „The Pillars Crumbling“ wird zudem noch mit dem Gesang gespielt und er wirkt, wie auch teilweise die Gitarrenlinien in diesem Song und in „The Fall of Idols“ verzerrt.

Insgesamt ist es ein Album was viele begeistern wird und sich relativ gut in die Szene einordnen lässt. Die Scheibe wirkt rund und durchdacht. Aber deshalb fehlt es auch an Ecken und Kanten, sprich an einzelnen Songs, die die Scheibe zu einem Highlight hätten werden lassen können, was sich von anderen abhebt.

Als Anspieltipps empfehle ich euch „The Pillars Crumbling“ und „The Fall Of Idols“.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Piles Of Little Arms

2.    D.E.A.D.

3.    Garden Of Disdain

4.    The Righteous Voice

5.    Architect And Iconoclast

6.    Paradigms Warped

7.    The Pillars Crumbling

8.    For No Master

9.    Declaring New Law (Secret Hell)

10.  From The Hand Of Kings

11.  The Fall Of Idols

Review – Godex – The Heart Collector

Die Band „Godex“ aus der Region Bonn gibt es nun schon seit 2009. Gründer Tommy Tom stammt eigentlich aus der Gothic Metal Schiene. Nun hat er im Mai mit Godex bereits das vierte Album „The Heart Collector“ veröffentlicht. Und das, so verriet uns Tommy im Interview, obwohl es zuerst als Soloprojekt geplant war. Aber irgendwie ging es immer weiter. Im Herbst begleiteten sie die Crüxshadows mit 12 Konzerten auf ihrer Tour, um dort das Album zu promoten. Und das ist ihnen beispielsweise in Frankfurt am Main im „Bett“ gut gelungen. Sie gewannen einige neue Fans und es zeigte sich erneut, dass das Publikum der „dunklen Szene“ einfach ein echt gutes ist.

Die Scheibe beginnt mit einem weichen und sehr langsamen Intro namens „Prologue“, bevor es schon fast actionreich mit dem Titelsong „The Heart Collector“ weiter geht. Markant ist, wie bei jedem einzelnen Song, die extrem dunkle, klare und dennoch weiche Stimme von Tommy. Mit schönen hellen Keyboardklängen bringt uns dann „Shine So Bright“ fast schon zum dahinschmelzen. Mit schnellen und kräftigen Drums beginnt dann „Glory Glitter And Gold“, bevor es im Refrain insgesamt an Fülle und Harmonie zunimmt, um dann wieder sanfter mit gedrosseltem Instrumenteneinsatz und auch einem Sprechgesang zu spielen. „Hopes And Dreams“ ist dann ebenfalls wieder sehr melodisch und dennoch kräftig mit unterschiedlichen Akzenten. „The Fozen One“ macht durch verschiedene synthetische Sounds seinem Namen alle Ehre und ist eher eine Uptempo Nummer. Kräftig und hart und dennoch immer mehr harmonisch zurückhaltend geht es dann mit „Reach The Flame“ weiter. „Burning Inside“ ist eine sehr rockige Nummer, wobei auch hier das Spielen mit synthetischem Sound nicht wegzudenken ist. Ähnlich rockig startet auch „When I Cry“, wobei die Instrumentenlinien sich immer wieder zurücknehmen und den Gesang entsprechend positiv begleiten und unterstützen. „Miss Tragedy“ ist dann wieder temporeicher, heller und trotz der eigentlich „dunklen Szene“ eigentlich mit fröhlichen Takten. In „Oh My Fortune“ bestimmt zunächst das Keyboard die Klänge, bis die anderen Instrumente harmonisch einsetzen. Ähnlich dominant sind die rockigen Drums und Gitarrenlinien zu Beginn von „In The Flood“. Und dies Rockige kommt immer wieder durch, auch bei dem Gesang von Tommy. „Pirate Gold“ ist zwar durch die Drums hart, aber fügt sich dann quasi nahtlos in das Gesamtkonzept der Scheibe ein. Den Abschluss bildet „Raining Over Me“. Der Song ist insgesamt langsamer und mit einigen synthetischen Effekten gespickt.

Alles in Allem bietet die Scheibe eine Fülle an Songs (14!), die in sich stimmig sind. Es gibt keinerlei Ausreißer oder sinnlose Lückenfüller, aber leider auch keine absoluten Highlights. Deshalb gibt es auch keine gesonderten Anspieltipps.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Prologue

2.    The Heart Collector

3.    Shine So Bright

4.    Glory Glitter And Dreams

5.    Hopes And Dreams

6.    The Frozen One

7.    Reach The Flame

8.    Burning Inside

9.    When I Cry

10.  Miss Tragedy

11.  Oh My Fortune

12.  In The Flood

13.  Pirate Gold

14.  Raining Over Me

 

 

Review – Killcode – The Answer

Die fünf Jungs von KILLCODE aus New York City haben ihr neues Album „The Answer“ veröffentlicht. Im Interview beschreibt Tom Morrissey ihre Musik wie folgt: „KILLCODE really is just unpretentious, raw Hard Rock! We have elements of Southern Rock, Heavy Metal and even Classical and Blues shining through very clearly. We aren't afraid to write and play what we feel. So what does KILLCODE sound like? It sounds like five guys who grew up on everything from Alice Cooper and Black Sabbath to Lynyrd Skynyrd and Slayer with just a hint of The Beastie Boys and Bad Brains.“ Demnach freuen wir uns über harte Riffs und starke Drums.

Direkt der Albumtitel ist der Opener. „The Answer“ wird auf Anhieb Fans finden. Es ist hart und leicht abgehackt. Stoner Rock wie man ihn lieben kann. Mit „Show Me“ geht es dann generell harmonisch rockiger weiter. Besonders bemerkenswert ist hier, dass die Jungs in jedem Song bis zum Ende alles geben. Es wird nichts einfach abgebrochen. Der Ausklang von „Show Me“ ist einfach ein perfektes Beispiel dafür. Aber auch die Gitarrenarbeit bei gut zweidrittel des Songs zeigt das handwerkliche Können und die Liebe zum Detail. Mit schnellen Gitarrenriffs beginnt dann auch „Shot“, bevor es ein klassischer Handbangingsong mit harten und klaren Takten wird. Hier unterstützt der Gesang die Stimmung und bringt durch phasenweises Geschreie und Gebrülle die nötige Härte noch weiter zum Ausdruck, wobei durchaus auch sehr harmonische Passagen mit klaren Vocals zu genießen sind. „Bleed“ ist von den Instrumentenlinien wieder von der temporeichen und harten Gangart. Die Drums dominieren und das ist auch gut so. So gleicht kein Song dem anderen und dennoch hört es sich an wie aus einem Guss. Relativ düster und schwer beginnt „Own It Now“. Jedoch werden wir überrascht. „Chris Wyse“ (Bassist und Sänger, ebenfalls aus New York City) ist mit von der Partie. Bekannt ist dieser für seine Auftritte mit „The Cult“, „Ozzy Osbourne“ oder auch „Mick Jagger“. Der Song ist, nach dem Intro, weich, harmonisch und mit wunderschön melodischen Gitarrenlinien und diversen Solos. Und das Ganze gepaart mit entsprechenden Gesangslinien. Dass KILLCODE ihn für diesen Song gewinnen konnten, ist ein absolutes Highlight und zeigt erneut die Vielfalt und Offenheit der Band. „Kickin And Screamin“ ist dann wieder typische harter Rock, wobei der Titel Gesetz ist und die Stimmung entsprechend rüberkommt, so dass wir ganz und gar in diesem Song aufgehen können. Unterstützt wird das durch die leichte Blues Rock Note. Auch hier genießen wir starke Gitarrenlinien mit harten Riffs, die passend Akzente setzten und einen Basssound, der besonders am Songende für Beachtung sorgt. Ähnlich rockig geht es dann mit „Pick Your Side“ weiter. Wobei die Vocals und auch die Wechsel der Takte hier wiederum die unterschiedlichen Facetten zeigen. Leichte Brüllhintergrundchöre geben das gewisse Etwas dazu. „The Haunting“ knüpft daran sehr gut an. Zwar ist es langsamer, aber keinesfalls ruhiger oder langweiliger. Es ist ein kraftvoller Song mit entsprechender Aussage. Wobei nach über vier Minuten Spieldauer die Stimmung auf einmal wechselt. Statt Kraft und Härte hören wir entspannte und weiche Gitarrenlinien. „Slave“ ist dann wieder ein Song der härteren Gangart. Leicht abgehackt und griffigem Sound und entsprechenden Hintergrundchören wird dem Songtitel alles gerecht. Aber auch temporeiche Passagen und die einzelnen Soli dürfen nicht fehlen um entsprechende Akzente zu setzen. Wunderschön rundet „Put It Off“ das Album ab. Der Song ist grandios harmonisch. Und dieses Gefühl spiegelt auch die Unterstützung von „James Clisset“ an der Mundharmonika wider. Weitere stilistische Mittel werden zusätzlich durch einen Sprechgesang genutzt. Wobei das Mundharmonikaspiel ganz klar im Vordergrund steht. 

Dass die Jungs auch ein Händchen für Balladen haben, zeigen sie auch bei diesem Album. Aber nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle eine Ausnahme machen und den Song „The Wrong Side“ thematisieren, auch wenn er nicht auf diesem Album ist. Er ist eine weitere Ballade der Amerikaner und wäre laut vieler Fans einfach perfekt geeignet ab sofort im Radio als Dauerschleife zu laufen. Er hat das Potenzial viele Menschen zu erreichen, sei es musikalisch als auch thematisch mit seiner Bedeutung. Also Leute, hört einfach mal rein.

Live konnten wir KILLCODE schon beim Bang Your Head Festival in Balingen erleben. Aber auch auf Festivals in Frankreich oder auch beispielsweise in Mexiko begeisterten sie ihre Fans und gewannen neue dazu.

Auf die spezielle Frage bezüglich des Wunsches wieder in Deutschland zu spielen, verriet Tom beim Interview: „We love playing in Europe in general but Germany is particularly great and special as it was one the first countries we played in Europe last year. The people are very passionate about their music, Rock and Metal and responded very well to our songs and live shows. KILLCODE has been back twice since and do hope to return!“ Bezüglich der deutschen Fans sagte er: „As I mentioned above the German fans are very passionate about their music and going to shows. It's great when you play a festival and the fans and people are very engaged and rocking out ..which is exactly how our experience with the German crowds has been.They are also very cool about attending our meet and greets, getting to know us as people and we love meeting them as well. We have had a few special experiences in Germany but one that stands out is singing our song "The Wrong Side " during the closing ceremonies/ fireworks at the last Rock Of Ages Festival in Germany.“

An dieser Stelle möchten wir uns bei Tina Bousikas bedanken. Sie ist in Deutschland und der Schweiz für die Jungs da und hat uns all das Material zur Verfügung gestellt.Auch bei Silke und Dietmar Becker bedanken wir uns für ihre Unterstützung.

Als Anspieltipps von genau diesem Album empfehle ich euch „Show Me“ und „Own It Now“. Hier bekommt ihr einen kleinen Überblick über das breite Spektrum der musikalischen Arbeit der Jungs und ich garantiere euch, ihr werdet überrascht und gefesselt sein.

 

Promoportal-germany vergibt 10 von 10 Punkten, da es einfach ein grandios abwechslungsreiches Album ist, dass trotz aller möglicher Unterschiede und verschiedener Akzente, Stile, Höhepunkte, etc. einen roten Faden klar erkennbar werden lässt und einfach in sich rund ist.


Tracklist

1.    The Answer

2.    Show Me

3.    Shot

4.    Bleed

5.    Own It Now

6.    Kickin And Screamin´

7.    Pick Your Side

8.    The Haunting

9.    Slave

10.  Put It Off

Review – Nazca Space Fox – Nazca Space Fox

Wie der Titel schon verrät ist das Debutalbum des Trios ein sehr weites, reines Instrumentalalbum. Es lädt zum Träumen und Schweben ein. Der Opener „Weltraumorgel“ beginnt sehr weich und geschmeidig. Im Laufe der knapp 15 Minuten Spieldauer entfaltet sich weitere Intensität. Die lang gezogenen Gitarrenriffs werden mit knackigen Drums unterstützt. Der Bass begleitet es quasi perfekt. Aber auch elektronische Hilfe seitens Keyboardsounds fließen mit ein. Durch die Abwechslung spielen die Jungs immer wieder mit stilistischen Mitteln und setzen gekonnt Akzente und einzelne Höhepunkte, wobei der rote Faden klar erkennbar bleibt. „The Monkey“ ist dann flotter und steigert das Album weiter. Klare kurze Anschläge geben einen knalligen Takt an, wobei auch hier das gewisse etwas an Psychodelic nicht fehlen darf. Mit etwas mehr als vier Minuten ist der Song bedeutend kürzer, aber keinesfalls langweilig. Auch hier bekommt die Gitarre ihre eigene Aufmerksamkeit. Wieder sehr harmonisch ruhig und weich mit wenigen Instrumentenlinien beginnt dann „Orchid Coffee“.  Die Drums setzten nur einzelne Höhepunkte und die Becken klingen entspannt aus. Nach gut der Hälfte kommt dann mehr Härte, Tempo und Kraft mit rein und das Stück wirkt allgemein aggressiver und düsterer. „Isolator“ ist mit zehneinhalb Minuten dann wieder ein längeres Stück, bei dem mit unterschiedlichen Stimmungen gespielt wird. Die einzelnen Instrumentenlinien setzten wieder Akzente und das teilweise verzerrte Spielen der Gitarre und des Bass, vor allem im letzten Teil des Stücks, sind das I-Tüpfelchen. Das nächste kürzere Stück (3:36 Minuten) „Firebird“ beginnt dann mit klaren Anschlägen, bevor längere Gitarrenklänge hinzukommen. Der Bass macht das ganze dann wieder rauer und der Takt wird wieder schneller. Aber auch hier spielen die Jungs und erzeugen unterschiedliche Stimmungen in mir. Die über elf Minuten von „Mindwalk“ starten dann wieder recht leise und leicht. Die weichen und zarten Instrumententöne führen einen wieder ins Jenseits. Einmal dort angekommen, verweilt man trotz „mehr“ Musik dort und genießt den freien Gedankenlauf. Nur gegen Ende zieht das Tempo an und der Song knallt mehr, schon alleine durch die harten Anschläge an den Drums. Der letzte Song der Scheibe „5 Plus“ hat dann wieder helle Klänge zu bieten. Aber auch eindringliche Passagen sind zu genießen.

Anspieltipps: „Weltraumorgel“ und „Firebird“

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.       Weltraumorgel

2.       The Monkey

3.       Orchid Coffee

4.       Isolator

5.       Firebird

6.       Mindwalk

7.       5 Plus   

Review – The Venture – Aspire And Dissolve

Das Album „Aspire And Dissolve“ von „The Venture“ erschien bereits im Dezember letzten Jahres. Die Darmstädter Jungs spielen laut ihren Infos progressiven Metalcore. Musikalisch ist es ein in vielen Bereichen echt spannendes und gutes Album. Es ist ein ansprechender Mix aus Melodien-, Speed- und Stimmungswechseln, sogar in den einzelnen Songs. Der Schreigesang ist sehr markant und gekonnt ein- und umgesetzt. Doch zunächst beginnt die Scheibe mit einem sehr harmonischen Instrumentalsong „Intro“. Danach folgen Songs der härteren Gangart.

Besonders bei „Weights“ sind die Gitarrenlinien positiv hervorzuheben. „Origins“ und „Aurora, A New Dawn“ kommen mit ordentlich Speed daher. Bei zweitem ist weiterhin zu bemerken, dass wir zu dem Speed aber auch immer wieder Tempowechsel und Stimmungswechsel genießen dürfen und der Song nach knapp acht Minuten Spieldauer schon fast leicht und weich ausklingt. „Encourage“ besticht in seinen gut vier Minuten dann wieder durch extreme Gitarrenarrangement, gepaart mit dem entsprechenden Schreigesang mit einer wahnsinnig tief eindringlich grölenden Stimme. Vielfältig und abwechslungsreich geht es dann auch mit „Evermore“ weiter. Hier spielen die Jungs wieder sehr stark mit den unterschiedlichen Stilmitteln.

Besonders empfehlenswert ist hier die Schlagzeugarbeit anzumerken, welche in den über neun Minuten Songlänge immer wieder wahnsinnige Akzente setzt. Aber auch die Gitarrenlinie, welche den Song sehr weich abrundet und beendet ist handwerklich und stilistisch einfach geschickt gewählt und rundet das Album in Verknüpfung an das Intro harmonisch ab.

 

Fazit: Für Metalcor- und Deathmetalfans ein echt empfehlenswertes Album.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Intro

2.    Weights

3.    Origins

4.    Aurora, A New Dawn

5.    Encourage

6.    Evermore

Review – Gothminister – The Other Side

Die neue Scheibe hat auf sich warten lassen. Aber „Gut Ding Will Weile Haben“, oder wie heißt es so schön? Die Qualität des neuen Albums ist einfach da, da kann man sagen was man will. Aber ist dies der Grund, warum die Quantität zu kurz kommt? Nur 10 Titel…

Aber nun ans Eingemachte: „Ich will alles“ startet mit Streichern, bevor Kraft, Energie und ein Hauch von Rammstein oder Eisbrecher durchkommt. Außergewöhnlich sind der Mix aus deutschem und englischem Text und die synthetischen Elemente. „The Sun“ hat einen sehr synthetischen Sound und zu der tief dröhnenden Gesangsstimme des Gothministers gesellt sich weibliche Verstärkung. Direkt mit harten Drums knallt dann „Der fliegende Mann“ ins Ohr. Und genauso kräftig bleibt es, wobei einzelne Parts harmonisch melodischer wirken. Auch hier überrascht der deutsch- englische Sprachmix. „Aegir“ beginnt mit leichtem Gitarrensound bevor eine extrem düstere Gesangsstimme einsetzt, die aber auch diesmal mit weiblichen Vocals akzentuiert unterstützt wird. Generell wird der Song lebhafter und fröhlicher. Schon bald mit mystischen Keyboardsounds und synthetischen Effekten beginnt „Red Christ“. Wobei der Song kräftiger und härter wird und auch diesmal der düstere Gesang bleibt. Mit viel experimenteller Freude an Klängen ist „We Are The Ones Who Rule The World“ aufgebaut. „All This Time“ ist dann wieder extrem hart, kräftig und mit Synthisounds gespickt. Nach dem harmonisch melodischen Beginn mit hellen Keyboardklängen setzen dann auch bei „Day Of Reckoning“ harte Drums und Gitarrenriffs ein. Bei „Taking Over“ wird nicht lang gefackelt. Wir sind direkt im Song, ganz unverblümt. Das Dunkle überwiegt trotz akzentuierter weiblicher Gesangsuntermalung. „Somewhere In Time“ beginnt dann wieder sehr episch und schon fast dramatisch, bevor eine mystische Stimmung aufkommt und ein eindringlicher Gesang die Macht übernimmt. Und mit genau dieser Stimmung schließt das Album dann auch rund ab.

Anspieltipps sind „Ich will alles“ und „We Are The Ones Who Rule The World“

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten. 

 

Tracklist:

01 Ich will alles

02 The Sun

03 Der fliegende Mann

04 Aegir

05 Red Christ

06 We Are The Ones Who Rule The World

07 All This Time

08 Day Of Reckoning

09 Taking Over

10 Somewhere In Time

Review – Charkora – Chakora

Die vierköpfige deutsche Band feiert nun ihr Debütalbum „Chakora“. Die Jungs, Jakob Messner (19), Fabian Thomé (25), Christian Weber (27) und Nikolaj Back (26), sind mit ihrem Sound trotz der jungen Jahre ganz schön reif und gewachsen. Sie sind voller Energie und möchten, ihren Aussagen nach auch, dass wir beim Hören ihres Sounds die gleiche Kraft spüren. Und das ist machbar. Obwohl sie nun ihr erstes Album auf den Markt bringen, gibt es sie schon länger und zuvor auch mit anderen Mitgliedern und unter anderem Namen. Aktiv waren sie schon bei der Aggressor Tour mit Ektomorf unterwegs und gaben dort ihren kräftigen Sound zum Besten. Groovige Gitarrenriffs, Solos der alten Schule und harte Drums überzeugen - und das ganze zusammen mit starkem Bass und einer tiefen und hart kräftigen, leicht rauchig brüllenden Gesangsstimme. Der Name Chakora, aus der indischen Mythologie stammend, ist ein Vogelfabelwesen, welches von Mondstrahlen lebt. Und das passt zu den Jungs. Leben in der harten, kalten Welt des Dunklen und doch frei sein wie ein Vogel, um sich von der Masse abzuheben um neue Ideen mit altbewährtem zu vereinen.

Die einzelnen Songs der Scheibe lassen sich wie folgt beschreiben. „Make It Happen“ startet direkt aggressiv und hart. Griffiger Sound, Groove und eine starke Stimme. Und gleichzeitig ein Spielen mit unterschiedlichen Rhythmen und Takten. „Lost“ beginnt sehr auf warme Gitarrenlinien und eine zwar starke, aber harmonischere Stimme reduziert, bevor die Drums einsetzen und der ganze Sound härter knallt. Direkt mit griffigen Gitarrenriffs startet „Long Live The Weakness“. Diese Härte bleibt im ganzen Song und grölender Hintergrundgesang unterstützt diese Atmosphäre. Allerdings übernimmt der Bass als einzelnes Instrument bei ungefähr zwei Minuten den Hauptanteil, bevor es erneut kräftiger wird. „Inner Madness“ ist ein insgesamt sehr rhythmischer und schon fast melodischer Song. Es beginnt sehr weich und dieser Sound kommt auch immer wieder, auch wenn es kräftiger, härter und vor allem gegen Ende schneller wird. Ich hätte mir noch mehr solcher Songs auf dieser Scheibe gewünscht, denn sie passen ins Konzept und zeigen die Vielfalt und das Können der Jungs.  Düster, aggressiver und von Beginn an mit mehr Speed sind dann „Enemy“ und „Blacklist“, wobei erstes deutlich härter ist. „1984“ ist der Abschluss des Albums und packt nochmal alle Härte, Groove, Gitarrenriffs und intensive Schlagzeugrhythmen aus, die die Jungs zu bieten haben.

Alles in allem ein hartes, starkes und kräftiges, wenn mit sieben Titeln auch recht kurzes, Debütalbum.

Unsere Anspieltipps sind „Make It Happan“ und „Inner Madness“.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    Make It Happen

2.    Lost

3.    Long Live Weakness

4.    Inner Madness

5.    Enemy

6.    Blacklist

7.    1984

Review – Evergrey -  The Dark Discovery

In einer Neuauflage kommt nun das Album „The Dark Discovery“ von „Evergrey“ am 24. November 2017 auf den Markt. Während die 1998er Scheibe ihr Debüt war, hat sich bis heute einiges getan. Die Progressive-Metal Band aus Schweden hat bis heute vieles erlebt. Während Sänger Tom S. Englund schon 1993 Gründungsmitglied war, gab es sonst diverse Wechsel an den Instrumenten.

Das nun vorliegende Album bleibt recht düster und schwermütig, wobei klare Einflüsse von Power, Melodic, Dark, Trash und Progressive zu hören sind. Und genauso startet auch der Opener „Blackened Dawn“: düster, schwer, mit temporeichen Akzenten und mit dröhnenden Hintergrundchören. Ähnlich hart und mysteriös geht es dann auch mit „December 26th“ weiter. Hierbei erhalten die Instrumentenlinien in der Songmitte besondere Aufmerksamkeit. Der Titelsong „Dark Discovery“ ist ebenso hart und düster, wobei durch kleine helle Keyboardtöne und Sprechgesänge Akzente gesetzt werden. „As Light Is Our Darkness“ ist schon fast sentimental – und das sowohl mit den Instrumentenlinien als auch gesanglich.

Härter und düsterer geht es dann mit „Beyond Salvation“ und „Closed Eyes“ weiter, wobei zweites Gewittertöne miteinspielt. „Trust And Betrayal“ kommt dann zunächst mit ordentlich Speed daher, wobei auch hier der Gesang progressiv bleibt. „Shadowed“ ist ein weiteres gutes Beispiel für Progressiv Dark Metal und „When The River Calls“ ist ebenfalls düster mit harten Gitarrenriffs und kräftigen Drums. Später kommen dann hellere Keyboardklänge hinzu, die den Gesang gut unterstützen und das ganze melodischer wird. „For Every Tear That Falls“ ist schon bald eine klassische Ballade. Sehr ruhige Keyboardtöne und eine zwar rauchige, aber dennoch weich liebevolle Stimme, die durch Chöre und zusätzlich durch weibliche Unterstützung verstärkt wird.

„To Hope Is To Fear“ ist dann wieder rockiger mit eingängigen Drums und Riffs und einer düsteren Stimme. Insgesamt hatte ich mir bei der Neuauflage zum einen eine rundum runder klingende Scheibe gewünscht als auch weitere experimentelle Ausschweifungen.

Als Anspieltipps lege ich euch „When The River Calls“ und „For Every Tear That Falls“ ans Herz.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Blackened Dawn

2.    December 26th

3.    Dark Discovery

4.    As Light Is Our Darkness

5.    Beyond Salvation

6.    Closed Eyes

7.    Trust And Betrayal

8.    Shadowed

9.    When The River Calls

10.  For Every Tear That Falls

11.  To Hope Is To Fear

Review - Elvenking - Secrets Of The Magick Grimoire

 

Elvenking veröffentlichen am 10.November 2017 endlich wieder ein Studioalbum – und was für eins… Es ist wirklich für jeden was dabei. Die Italiener zeigen wieder was sie können.

Bereits der Opener „Invoking The Woodland Spirit“ hat einiges zu bieten: Mysthic, Melodic und Speed und das ganze gepaart mit der charmanten Stimme von Damnagoras und einigen Hintergrundchören in Begleitung. Einfach direkt schon ein ohrwumverdächtiger Sound direkt zu Beginn der Scheibe, der sofort zeigt was in ihnen steckt. Und genauso geht es auch weiter. „Draugen`s Maelstrom“ hat kräftige und harte Riffs und Klänge und einen ebenso kräftigen als auch melodischen Refrain, der zudem mit „gut“ gegrölten Gesangslinien unterstützt wird. „The One We Shall Follow“ ist insgesamt ein sehr takt- und rhythmusbetonter Song, der erneut die Vielfalt der Band zeigt.

 

Mit irischen Folk Klängen startet dann „The Horned Ghost And The Sorcerer“, bevor es härter, schneller und rockiger wird. Wobei sich die Instrumentenlinien wieder zurücknehmen, wenn der Gesang einsetzt, um diesen dann zu untermalen. Besonders im Refrain kommt die Stärke dieses Songs heraus und dem Folk werden im gesamten Song immer wieder durch einzelne Akzente Freiräume gegeben. „A Grain Of Truth“ ist dann wieder direkt von Beginn an sehr viel härter. Die Drums und Gitarren geben den Takt an und auch grölende Gesangspassagen erhalten Einzug. Typisch „Elvenking“ geht es auch mit „The Wolves Will Be Howling Your Name“ weiter, ganz klassischer Melodic Metal mit den unterschiedlichsten Akzenten verfeinert. Hierbei sei insbesondere das wahnsinnige Gitarrenspiel angemerkt, welches bei knapp viereinhalb Spielminuten dieses Songs besondere Aufmerksamkeit erhält. Gleichzeitig entführt die Band ihren Hörer gedanklich hier auf eine Märchenwiese zu Elfen und Feen.

 

Mit Foksounds startet dann auch „3 Ways To Magick“, die im Laufe des gesamten Songs immer wiederkehren. Hauptanteil ist aber auch hier wieder klassisch harter Melodic Rock, bei dem durchaus mit Takt, Speed und Chören gespielt wird und alles zu einem Gesamtkonzept verknüpft wird. „Straight Inside Your Winter“ ist ein absolutes Brett des musikalischen Könnens von „Elvenking“. Es ist melodisch, harmonisch und abwechslungsreich innerhalb der Takte. Die Instrumentenlinien unterstützen die gesanglichen Akzente und auch die Chöre einfach perfekt und erhalten dennoch ihre eigenen Höhepunkte. Es ist einfach alles dabei. Mit ordentlich melodischen Speed geht es dann mit „The Voynich Manuskript“ weiter, bevor nach einer harmonisch hellen Folkeinlage der Metal mit seiner Tiefe und Härte durchkommt, um dann wieder ordentlich Tempo zu machen. „Summon The Dawn Light“ ist ebenso ein sehr harmonisch melodischer Song. Er überzeugt auf ganzer Linie und die Chöre beeindrucken zusätzlich. Sehr individuell folklastig mit einer verzerrten Gesangsstimme startet „At The Court Of The Wild Hunt“, bevor der düstere Metal samt ordentlich Tempo beginnt. Aber auch hier schafft es die Band durch eine extrem ruhige und dann dunkle Phase besondere Akzente zu setzen. Märchen- und feenhaft ist dann „A Cloak Of Dusk“. Und diese Stimmung bleibt während des gesamten Songs und bildet einen schönen Abschluss eines absolut gelungenen Albums.

Fazit: Ein abwechslungsreiches und dennoch typisches Album der Band, welches sich auf jeden Fall zu kaufen lohnt.

 

Meine Anspieltipps sind „Invoking The Woodland Spirit“ und „Straight Inside Your Winter“.

 

Promoportal-germany vergibt 9 vom 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Invoking The Woodland Spirit

2. Draugen’s Maelstrom

3. The One We Shall Follow

4. The Horned Ghost And The Sorcerer

5. A Grain Of Truth

6. The Wolves Will Be Howling Your Name

7. 3 Ways To Magick

8. Straight Inside Your Winter

9. The Voynich Manuscript

10. Summon The Dawn Light

11. At The Court Of The Wild Hunt

12. A Cloak Of Dusk

Review – Soil – Scream

Rund 20 Jahre nach der Gründung 1997 in Chicago Illinois, veröffentlichten „Soil“ in der aktuellen Besetzung von Ryan McCombs (Vocals), Tim King (Bass), Adam Zadel (Guitars) und Mitch Gable (Drums) im September diesen Jahres ein neues Album. Irgendwie ist es ein Best Of, was schon der Titel „SCREAM: The Essentials“ vermuten lässt.

Doch trotz der Fokussierung auf das Wesentliche und Grundlegende ist es ein eigenständiges Album, in dem sich die Jungs bei der Zusammenstellung neu mit jedem Song auseinander gesetzt haben. Es ist laut, rockt und versprüht Härte. Es ist schon quasi dahingerotzt, und dennoch hoch professionell eingespielt, aufgenommen, abgemischt und produziert. Es beinhaltet Cover Songs wie beispielsweise den auch von den Blues Brothers gespielten Klassiker „Gimme Some Lovin“, den die Jungs in ihrer Version zu ihrem eigenen machen. Genauso verfahren sie auch mit einem Cover von „Rusty Cage“ von Soundgarden, Broken Wings“, „Black Betty“ und „Road To Ruin“. Aber genauso hören wir auch alte beliebte Songs wie „Halo“, „Unreal“, „2 Breaking Me Down“, „ReDeFine“ und „Shine On“, die sie neu und mit anderen Schwerpunkten aufgenommen und abgemischt haben.

Zudem konnten sie Lindy Gabriel, Cristina Feliciano und auch Jake LaCore für die Aufnahmen einzelner Songs gewinnen. Demnach ist es kein einfaches Best Of, sondern eine neue Scheibe, um die Jungs nochmal anders und neu kennenzulernen. Generell bieten allerdings vor allem die Coverversionen hier Abwechslung. Die Stimmung der eigenen Songs ist weitaus härter und düsterer. Deshalb passen die Cover in meinen Augen nicht ganz ideal zum Gesamtkonzept der Scheibe, wobei sie selbst eingefleischten Fans nochmal die Chance geben ihre Band ganz anders zu hören.

Als Anspieltipps empfehle ich demnach auch das Blues Brothers Cover „Gimme Some Lovin“ und „Black Betty“, im Original von Jam Ram.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Live können wir sie Ende Februar nächsten Jahres in Deutschland, der Schweiz und Österreich begrüßen. Die Tourdaten findet ihr unten.

Tracklist:
1.Gimme Some Lovin‘
2.Broken Wings (El Chupacabra Version)
3.Road To Ruin
4.Black Betty
5.Halo
6.Unreal
7.Breaking Me Down
8.Pride
9.ReDeFine
10.Can You Heal Me (Acoustic Version)
11.Give It Up (Feat. Wayne Static)
12.Let Go
13.Like It Is (Alternate Version)
14.The Lesser Man
15.My Time (Kickstart Version)
16.Shine On
17.The Hate Song
18.Way Gone
19.Halo Live In London (Bonus Track)
20.Rusty Cage (Bonus Track)

Tourdaten:
Alien Ant Farm + Soil + Local H
21. Februar – Bochum, Matrix
22. Februar – Regensburg, Eventhall
23. Februar – Zug, Galvanik (Schweiz)
25. Februar – Wien, Szene Wien (Österreich)
27. Februar – München, Backstage Halle
28. Februar – Freiburg, Crash

Review – Project Mama Earth

Das Minialbum „Project Mama Earth“ entstand wirklich als Projekt. In nur zehn Tagen wurde es in dem heimischen Studio von Sängerin Joss Stone in Devon aufgenommen. Das Ziel war mehr als unklar. Es galt, dass jeder der Ausnahmemusiker Joss Stone (Gesang), Nitin Sawhney (Gitarre), Jonathan Joseph (Schlagzeug), Étienne M’Bappe und Jonathan Shorten (Keyboards) sein Können bestmöglich miteinfließen lässt. Jeder machte sein Ding und zusammengefügt hören wir ein einzigartiges Album. Seien es rhythmisch schnelle Songs mit dem Fokus auf der wunderbaren Stimme von Joss Stone im Titelsong „Mama Earth“, die durch Blassounds unterstützt werden oder auch Songs wie „Waterfall“, die eine gewissen Prise an Soul aufweisen. Thematisch geht es hier um das Warten in Botswana auf Regen. „Spring“ beginnt sehr orientalisch und zeigt ein unglaubliches Feingefühl der Musiker. Ähnlich samt und harmonisch sind „What Would She Say?“ und „Entanglemet“. Diese Songs sind unglaublich liebevoll und weich, einfach phantastisch und die atemberaubende Stimme von Joss Stone ist einfach zu genießen. „Breathe“ setzt dann afrikanische Akzente und zu den Höhen von Joss Stones Stimme gesellen sich tiefe Untertöne. Ein ganz weicher Gesang zu schnellen Instrumentenlinien, einfach gekonnt. Als besonderes Schmankerl sind die Zwischenstücke zu erwähnen. 5 Songs, die einzigartiger gar nicht sein könnten. Es sind fast reine Instrumentallieder, die sowohl mit Vogelstimmen und Wassergeräuschen als auch beispielsweise mit afrikanischen Instrumenten und gespickt sind.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Mama Earth

2.    Interlude 1

3.    Waterfall

4.    Interlude 2

5.    Spring

6.    Interlude 3

7.    What Would She Say?

8.    Interlude 4

9.    Entanglement

10.  Interlude 5

11.  Breathe

Review – Annihilator – For The Demented

Am 3.11.2017 veröffentlichen Annihilator ihr 16tes Studioalbum „For The Demented“. Wobei lediglich der Multiinstrumentalist Jeff Waters zu der ursprünglichen Besetzung zählt. Annihilator ist sein Baby, deshalb hält er es seit über 30 Jahren trotz schon beinahe wirklich unzähliger Wechsel der Bandmitglieder hoch. Und das ist auch gut so. Das neue Album der Kanadier erinnert an erste und verbindet genauso diesen Sound mit aktuellen Einflüssen. Dies entspricht auch Waters Kommentar, dass er irgendwie zu den Wurzeln und Ursprüngen zurückkehrt, ohne dass es geplant war. Die Fans können sich einfach freuen und den wahnsinnigen Gitarrensound, der immer wieder in jedem einzelnen Song Akzente setzt, genießen. Er ist auf der einen Seite sehr harmonisch und fein und gleichzeitig sehr hart. Die Gesangslinien von Waters sind zudem ein Höhepunkt. Es ist auch hier einfach alles dabei. Sei es hart und „rotzig“ oder auch melodisch. Der Mann weiß was er kann und zeigt dies auch. Auch wenn er leider viel zu oft unterschätzt wird. Die Einflüsse anderer Musiker und Bands inspirieren ihn auch bei diesem Album wieder. Rich Hinks hat ihn im Studio begleitet und diese Unterstützung zahlt sich in meinen Ohren aus. Das Album hat eine erfreulich erfrischende Prise.

Der Opener „Twisted Lobotmy“ zeigt direkt was uns im Album erwartet. Ein realtiv klassisches Metalintro mit kantigen Gitarrenriffs, bevor Speed und Trash einsetzten und den düsteren Gesang unterstützen – einfach Annihilator vom Feinsten. „One To Kill“ ist ein passendes Beispiel für schnelle Instrumentenlinien gepaart mit entsprechend schon beinahe drohendem Gesang. Ein Highlight innerhalb dieses Songs ist ganz klar das durch die Drums unterstützte Gitarrensolo in der Mitte. Schon fast schwermütig beginnt „For The Demented“, bevor weitere Instrumentenlinien und der Gesang einsetzen und sowohl „rotzig“ wirken, als auch Momente der Melodic zeigen. Der Song ist zu Recht der Titelsong des Albums und ist sowohl von der Stimmung auch als vom Text der klare Vorgeschmack auf „Pieces Of You“. Das „Wahnsinnige“ könnte man gar nicht besser darstellen. Ein zunächst extrem harmonisch melodischer Song mit einer wunderschönen Stimme. Und der Sinn und die Intention? – dermaßen gruselig und irre – genau das, was man sich bezüglich Wahnsinn als Krankheit in seinen schlimmsten Alpträumen ausmalt. Und genau zu dieser Stimmung wechseln dann zwischenzeitlich auch Instrumenten- und Gesangslinien, wobei das schon fast „romantische“ der „Zweisamkeit“ zurückkehrt. Einfach ein „wahnsinniger“ und irrer Song. Wieder klassisch hart ist „The Demon You Know“. Eine besondere Note ist hierbei die Mischung aus Sprechgesang und gebrülltem Schrei samt Abgehaktem, was durch die Instrumentenlinien gekonnt unterstützt wird. Mit Tönen eines Psychothrillers startet „Phantom Asylum“. Es folgen harte, abgehakte und schnelle Gitarrensounds mit entsprechendem Gesang. Schon wieder fast harmonisch mit den Gedanken einer Märchenwiese beginnt das Intro von „Altering The Altar“, bevor Trash und Speed hinzukommen. Ein besonderes Augenmerk ist auch hier wieder auf den sehr ausgiebigen Gitarrenlinien, bei dem das Können ganz klar hörbar sind. „The Way“ startet direkt. Man ist quasi sofort im Song, der trotz des harten abgehakten Gesangs sehr rhythmisch ist. „Dark“ ist ein reines, sehr kurzes Instrumentalstück, welches perfekt die Stimmung des Albumtitels aufgreift. Als Abschluss rundet „Not All There“ die Scheibe ab und wir können die gesamte Spielbreite genießen, sei es hart und kräftig, abgehakt, melodisch und auch mit Trash und Speed.

Insgesamt ist die Widersprüchlichkeit des Themas „Wahnsinn“ quasi in fast jedem Song spürbar. Deshalb vergibt promoportal-germany 9 von 10 Punkten. 

Meine Anspieltipps um einen guten Überblick des gesamten Albums zu erhalten sind „Twisted Lobotomy“ und „Pieces Of You“.

Tracklist:

1.    Twisted Lobotomy                

2.    One To Kill    

3.    For The Demented               

4.    Pieces Of You                      

5.    The Demon You Know         

6.    Phantom Asylum                  

7.    Altering The Altar                  

8.    The Way                    

9.    Dark   

10.  Not All There

 

Review – Nocturnal Rites – Phoenix

Nach zehn Jahren Abstinenz bringen die Power Metal Schweden „Nocturnal Rites“ ihr neues Album „Phoenix“ heraus. Und das Warten hat sich gelohnt. Der Sound ist durchgängig hoch professionell. In jedem Song werden gelungen Akzente gesetzt, so dass das musikalische Können der einzelnen Musiker klar zur Geltung kommt und die Texte einfach stimmig sind und passen. Insgesamt ist es ein klassisches Metalalbum mit starken Tendenzen zum Melodic Metal und vielen Akzenten, sei es Speed, Power und Härte und eben auch Melodic und Rhythmus. Quasi eine ganze Scheibe voll mit Ohrwürmern, die trotz unterschiedlicher Nuancen ein stimmiges Ganzes ergeben.  

So ist direkt der Opener „A Heart As Black As Coal“ ein klassischer Metal Song mit harten Riffs und einem melodischen Gesang. „Before We Waste Away“ beginnt mit einem sehr durch die Drums gekennzeichneten Rhythmus, bevor es härter wird und dann Chöre unterstützen, ähnlich eines Aufrufs zum Kampf. Nichtsdestotrotz ist dieser Song insgesamt sehr melodisch. Als nächstes folgt mit „The Poisonous Seed“ ein Stück mit Instrumentenlinien des Speed Metals, wobei der Gesang zwar kräftig und düster, aber entspannter melodisch wirkt. „Repent My Sins“ ist im Vergleich schon fast fröhlich und hell, wobei die Gesangslinien auch hier zunächst sehr düstere Parts haben. In der Mitte des Songs überzeugt ein grandioses Gitarrensolo, welches durch klassische Drumrhythmen unterstützt wird und das handwerkliche Können ganz klar zeigt. „What`s Killing Me“ ist wieder ein düstererer Song und bevor die Frontstimme einsetzt, hören wir Hintergrundchöre. Insgesamt wird der Song im Refrain wieder melodischer als in den Strophen, wobei die harten Riffs immer bleiben und ganz klar getaktet sind. Als Highlight des Songs ist auch hier wieder ein tolles Gitarrensolo zu genießen. Der direkt einsetzende Gesang bei „A Song For You“ ist extrem dunkel, genauso wie auch die einzelnen Instrumentensounds. Hier möchte ich hervorheben, dass das Schlagzeugspiel ein absolutes Bonbon ist, da es allein schon durch den ständigen Tempowechsel für Abwechslung sorgt. Aber auch das Gitarrensolo fällt wieder positiv auf. Mit ordentlich Speed, vor allem durch die Drums, kommt dann „The Ghost Inside Me“ daher. Mit der Intensität der einzelnen Instrumente wird bei diesem Song sehr gekonnt gespielt und der Gesang ist größtenteils wieder sehr melodisch und bekommt zwischenzeitlich eine extreme Aufmerksamkeit, weil die Instrumente für einen Moment fast alle komplett aussetzen, bevor es mit Chören weitergeht und Speed Metal Anteile folgen. „Nothing Can Break Me“ beginnt mit einem technischen PC Mix verschiedener Geräusche. Generell ist es aber ein klassisches Metalstück mit harten Riffs, kräftigen Drums und einer starken Stimme. Auch hier freue ich mich über die Akzente der Gitarrensounds, die Fröhlichkeit mit hineinbringen. Überraschend beginnt „Flames“ mit Streichinstrumenten, die während des gesamten Songs hörbar bleiben und einzelne Impulse geben. Die Kreativität und das Spielen mit der Musik ist hier ganz klar erkennbar, denn ab ca 2/3 des Songs setzen klare Gitarrentöne Akzente. Dieses Spielen zeigt sich auch in „Used To Be God“, denn die Instrumentenlinien gehen Richtung Speed Metal, während der Gesang eher zum Dark Metal gezählt werden kann. Jedoch sind auch hier wieder starke Melodic Metal Anteile des Gesangs in den Strophen erkennbar und Chöre setzten zudem ein. Auch hier bekommt ungefähr in der Mitte des Songs die Gitarre eine ganz eigene Wichtigkeit und steht wieder voll im Vordergrund. „Welcome To The End“ startet ähnlich schnell, wobei das Gitarrenspiel bei diesem Song bereits in der ersten halben Minute Akzente setzt und der Gesangspart erst danach einsetzt. Das musikalische Können ist auf der gesamten Scheibe zu hören, denn egal welche Tempi und egal welche Akzente zu hören sind, man merkt einfach, dass die Jungs wahnsinnigen Spaß an dieser Platte haben und es mit Leichtigkeit perfekt spielen.

Meine Anspieltipps sind „Before We Waste Away“ und „Flames“.

Promoportal-germany vergibt 9 vom 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. A Heart As Black As Coal

2. Before We Waste Away

3. The Poisonous Seed

4. Repent My Sins

5. What’s Killing Me

6. A Song For You

7. The Ghost Inside Me

8. Nothing Can Break Me

9. Flames

10. Used To Be God

11. Welcome To The End

Review – Le Fly – Kopf aus Fuß an

Was für eine Scheibe ist das? Wo ordne ich die Musik ein? Wohl nirgendwo! Es ist eine für uns von promoportal-germany untypischer Sound. Aber…. Mal schaun… Die neun Jungs der Band aus Hamburg/ St. Pauli sind so verschieden wie ihre Musik. Sie lassen sich absolut nicht klar einordnen und in keine Schublade packen. Ihr Ziel ist ganz klar das Verbreiten von guter Laune und Action. Sie lieben, so merkt man es in jedem Song, mit der Musik zu spielen und bleiben einem (Sprech-)gesang treu. Das nun dritte Album „Kopf aus Fuß an“ erscheint am 27.10.2017 und ist handwerklich einfach eine gelungene Scheibe.   

Während „St. Pauli Tanzmusik“, „Augen zu“ und auch „Tanz“ beispielsweise viele klare Reggae Groves haben, kommen „Hand in Hand“ und vor allem „Ätzend Fröhlich“ widererwartend nach den ersten Takten gegen Ende auf einmal völlig hart mit einem Metalsound daher. Aber auch Hop Hop und Rap wie beispielsweise bei „Snervt“ und „Wir sehen sehr gut aus“ sind ganz klar mit von der Partie der Musikstile, mit denen die Jungs spielen. In „1001 Kneipe“ und „Lasziv“ sind auch wieder alle möglichen Stile geschickt und gekonnt miteinander verbunden. Es gibt Reggea, Hip Hop und auch Rap Passagen und zwischendurch erinnert es sogar an relativ „normale“ Popmusik. „Gepäckträger“ ist ein weiterer Song des Albums, der sehr rhythmisch und melodisch ist, Richtung Pop geht, Blasinstrumente gekonnt Akzente setzen und einfach gute Laune in einen einflößt und zum direkten Mittanzen auffordert, weil er einfach in den ganzen Körper eindringt. Auch der Gesang ist hierbei sehr kunstvoll und macht einfach Lust auf mehr. „Läuft bei mir“ ist stilistisches auch ein weiteres Wunderkind der musikalischen Spielereien; seien es Passagen bei denen gescratched wird oder auch die Zitate als Einwürfe „I feel good“ in Anlehnung an den gleichnamigen bekannten Song. Und der generell rockige Sound dieses Songs ist auch einfach einzigartig.

Insgesamt einfach ein echt empfehlenswertes Album, bei dem die gute Laune im Vordergrund steht.

Unsere Anspieltipps sind„Ätzend Fröhlich“ und „Gepäckträger“.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1. St. Pauli Tanzmusik

2. Ätzend fröhlich

3. Hand in Hand

4. Snervt

5. Superstars

6. Augen zu

7. Wir sehen sehr gut aus

8. Pool Skit

9. Gepäckträger

10. 1001 Kneipe

11. Tanz

12. Lasziv

13. Läuft bei mir

14. Stash

 

 

Review – 10 Years – (How to live) As Ghosts

Das achte Album der Jungs „(How to live) As Ghosts könnte auch gleichzeitig ihr erstes sein, denn das 2015 erschienene Album „From Birth To Burial“ war als Abschluss geplant. Umso mehr können sich die Fans jetzt freuen. Das Album beinhaltet alles, was erwartet wird.

Die Jungs haben sich diesmal gemeinsam an das Erstellen der Songs gemacht, egal ob Text oder Riffs, irgendwas war da und los ging´s. Es ist ein sehr dynamisches Album, welches nicht so düster wirkt wie die vergangenen. Textlich steht diesmal das Direkte im Vordergrund, ganz ohne irgendwelche Zweideutigkeiten. Es geht, Haseks Aussagen nach, um Erfahrungen, die er bei seinen Reisen, gesehen und erlebt habe, um das Echte. Beispiele hierfür sind der Titelsong „(How to live) As Ghosts“ und auch „Burnout“. Der Opener „The Messenger“ beginnt direkt hart und stark.

Der Gesang von Jesse Haske ertönt sofort mit dem ersten Klang und ist das gesamte Lied über sehr kräftig. „Novadaine“, welches auch als Single veröffentlicht wurde, ist zunächst alternativ rockig, bevor das kräftige im Refrain das erste mal herauskommt. „Catacombs“ glänzt für mich durch grandiose Gitarrenriffs und eine etwas düstere melancholische Stimmung außerhalb der Strophen. Weicher und sanfter beginnt dann „Blood Res Sky“, wobei auch in diesem Song immer wieder die Stärke und Härte hervorkommt. „Phantoms“ und „Vampires“ sind durchweg erstklassige rockige Songs, wobei zweiter temporeicher ist. Mit einer sanften Gitarre beginnt dann „Halos“, bevor Schlagzeug und Gesang einsetzen und mehr Aktion hineinbringen. Als beinahe klassische Ballade ist „Lucky You“ zu sehen bzw. zu hören. Hierbei erkennt man ganz deutlich die Qualität der Jungs, denn auch hier kommt immer wieder die Stärke und Härte durch. Und der passende Wechsel zeigt einfach das musikalische Können. Als Abschluss ist „Insomnia“ ein wunderschöner Allrounder, bei dem alles dabei ist: Weiche, Kraft, Härte und klassische Instrumentenlinien.

Insgesamt hat die Band ein qualitativ gutes Album zusammengestellt, bei dem der rote Faden klar erkennbar ist. Und genauso sind auch die einzelnen Songs. Bombastische Ausreißer in die eine oder andere Richtung gibt es nicht. Alle Songs sind sich relativ ähnlich, auch wenn die Jungs stets etwas Abwechslung bieten.

Unsere Anspieltipps sind der Opener „The Messenger“ und „Lucky You“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 vom 10 Punkten.

 

Tracklist:

01. The Messenger

02. Novacaine

03. Burnout

04. Catacombs

05. Ghosts

06. Blood Red Sky

07. Phantoms

08. Vampires

09. Halos

10. Lucky You

11. Insomnia

Review – A.R. & Machines – The Art Of German Psychedelic 1970-1974 

Achim Reichel zeigt mit seinem wahnsinnigen Boxset, das aus insgesamt 10 Scheiben und einem Hardcoverbuch besteht, was er in seinem Bandarchiv gesammelt hat. Sein Können an vielfältiger Musik ist von einer ganz besonderen Art. Im Vergleich zu bekannten Hits wie „Aloha Heja He“ und „Fliegende Pferde“, die noch immer wieder gespielt und genossen werden, gehört dieses Boxset klar zur elektronischen Musik, die zum Spielen einlädt. Es ist Krautrock und Psychodelic Rock der alten Schule. Elektronik trifft auf Spiritualität. Die Stilelemente und Musik ist durchaus vergleichbar mit Tangerine Dream.

„The Art Of German Psychodelic (1970-1974)“ besteht aus den fünf Studioalben „Die grüne Reise“, „Echo“, „A.R.3“, „A.R.IV“ und „Autovision“. Hinzu kommen zwei Live-CDs und drei Bonus-DDs. Hierzu zählt u.a. das Album „Virtual Journey“, welches Reichel extra für diese Box produzierte. Insgesamt ist es ein sehr abwechslungsreicher Mix. Alte Songs sind neu aufgelegt und manche bisher nie zuvor veröffentlicht. Demnach ist die Box in ihrer Vielfalt an Qualität und Quantität für jeden Fan ein absolutes Muss. „Schwungvolle Botschaft“ aus „Virtual Dreams“ beispielsweise hat, wie der Titel schon verrät, einen sehr schnellen Rhythmus und vermittelt durch die hellen Töne und Klänge eine positive Grundstimmung. „Erholung Teil 1“ aus „Recuperation“ ist eine Live-Version aus Hamburg. Der Song ist rhythmisch langsamer, die Vielfalt der Klänge breitet sich über die gesamte Breite der dunklen und hellen Töne aus und es werden verschiedene Taktspiele elektronisch miteinander vermischt und kombiniert. Ähnlich ist dann auch „Erholung Teil 2“ desselben Albums. Jedoch scheint dieser Song etwas dunkler und schwermütiger. Sehr spirituell mit Gedankenspielen in eine Traumreise ist „Jeder Tropfen träumt vom Meer“ aus „AR IV“. Ähnlich beginnt auch beispielsweise „Ins Echo der Zeit“ aus „Echo“. Der Takt wird schneller und der Song actionreicher und auch vom Instrumenteneinsatz aktiver. Aus „Die Grüne Reise“ ist zum Beispiel „Cosmic Vibration“ ein weiterer Song, der seinem Titel alle Ehre macht. Die Gedanken schweifen direkt vibrierend in die Weiten des Cosmoses ab. Er ist sehr eingängig und dringt in einen ein. In den ganzen Körper geht mit seinem schnellen, hellen und rhythmischen Sound auch „Schönes Babylon“ aus „Die Grüne Reise“. Rockige Elemente durch schnelle, harte Gitarrenriffs, die psychodelisch und elektronisch verfremdet sind, gibt es beispielsweise bei „Eisenpferde“ aus „Autovision“.

Demnach ist ganz klar, dass anhand dieser wenigen Beispiele deutlich wird: Es ist absolut für jeden etwas dabei. Und das Hardcoverbuch, als absolutes Bonbon obendrauf, beinhaltet über 90 Seiten mit seltenen Fotos, einer Autobiografie, Anekdoten über ihn und die Krautrockszene.  

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten. 

Tracklist 

CD 1 „Die grüne Reise“ 

01. Globus (Globe) 

02. In The Same Boat (Im selben Boot) 

03. Schönes Babylon (Beautiful Babylon) 

04. I'll Be Your Singer - You'll Be My Song (Ich bin dein Sänger, du bist mein Lied) 

05. Body 

06. A Book's Blues 

07. Als hätt ich das alles schon mal gesehen (As If I Had Seen All This Before) 

08. Cosmic Vibration (An Afternoon Concert) / (ein Nachmittags-Konzert) 

09. Come on, People 

10. Wahrheit und Wahrscheinlichkeit (Truth And Probability) 

 

CD 2 „Echo“ 

01. Invitation / Einladung 

02. To New Adventures / Zu neuen Abenteuern 

03. In the Magic Forest of the 7 Senses / Im Zauberwald der sieben Sinne 

04. In the Labyrinth of the Mind / Im Irrgarten des Geistes 

05. At the Waltz of the Inclinations / Beim Walzer der Triebe 

06. Under the Black-Green-Red Banner / Unter dem schwarz-grün-roten Banner 

07. International Anthem / Internationalhymne 

08. Awakening on the Shore / Erwachen am Ufer 

09. In Front of the House at the Foot .. / Vor dem Haus am Fuße des wachsenden Berges 

10. Signals / Signale 

11. Knowledge is Spring in Autumn / Wissen ist Frühling im Herbst 

12. Iron-Laura with the Lyra / Eisen-Laura mit der Lyra 

13. I Am Astonished / Ich staune 

14. On the Sledge / Auf dem Schlitten 

15. To the Echo of Time / Ins Echo der Zeit 

16. Down the Rainbows / Regenbögen hinab 

17. Through Feelable, Measurable Nothing / Durch fühlbares, meßbares Nichts 

18. Eternal Farewell on Lilac Ardour / Ewiger Abschied auf Lila Glut 

19. Suspicions / Ahnungen 

20. At The Dance of the Electrical Winds / Beim Tanz der elektrischen Winde 

21. Berfore the Birth of the New Dimension / Vor der Geburt der neuen Dimension 

22. Interstellar Communications / Interstellare Kommunikationen 

23. The Opening of the Big Gate / Das Öffnen des großen Tores 

24. The Dream of Balance / Der Traum vom Gleichgewicht 

25. Memories of the Day After Tomorrow / Erinnerungen an Übermorgen 

26. Ad Libido 

27. Ego Lego 

28. Burns like a Light at the End of the Tunnel / Brennt wie ein Licht am Ende des Tunnels 

 

CD 3 „AR3“ 

01. Why Peter Is Only on Holiday / Warum Peter nur noch Ferien macht 

02. Tarzan's Advertures in the Summer Sale Tarzans / Abenteuer im Sommerschlussverkauf 

03. 10 Years Life Imprisonment / 10 Jahre Lebenslänglich 

04. The Frost-Giants Daughter / Die Tochter des Frostriesen 

05. The Owners of The World / Die Eigentümer der Welt 

06. Today It Is Warmer Than Outside / Heute ist es wärmer als draussen 

07. In German We Call It Conscience-Bites W/ Auf Deutsch heisst das Gewissensbisse 

08. I ... Me Like I ... You / Wie ich mir so ich dir 

09. Everybody Goes to Goa / Alles geht nach Goa 

 

CD 4 „AR IV“ 

01. Cave Explorers and Bird Men / Höhlenforsscher + Vogelmenschen 

02. The Man in Cidleather / Der Mann in Napa 

03. Thin Is the Skin of Ecstasy / Dünn ist die Haut der Ekstase 

04. Every Raindrop Longs for the Sea / Jeder Tropfen träumt vom Meer (H2O) 

05. Warm up in a Birdcage / Aufwärmen im Vogelkäfig (Live im Studio) 

06. Ghost in the Machine / Geist in der Machine (Live im Studio) 

07. The Night Before / Die Nacht davor (Live im Studio) 

08. The Cage is Open / Der Käfig ist geöffnet (Live im Studio) 

09. Remember the Night Before / Erinnerung an die Nacht davor (Live im Studio) 

 

CD 5 „Autovision“ 

01. Iron Horses / Eisenpferde 

02. Bird Dance in the Winds / Tanz der Vögel in den Winden 

03. Three in One / Drei in eins 

04. Turbulences / Turbulenzen 

05. Jay Guru Dev 

06. Head in the Clouds, Feet on the Ground / Kopf in den Wolken - Beine auf der Erde 

 

CD 6 „Recuperation 

01. Have a Nice Trip / Gute Reise (Live) 

02. All Included / Alles inklusive (Live) 

03. Recuperation / Erholung (Live) 

04. Ambience / Atmosphäre (Live) 

05. Today Is Tomorrows Yesterday / Heute ist das Gestern von morgen (Live in Krefeld) 

06. Future of the Past / Die Zukunft der Vergangenheit (Live in Krefeld) 

 

CD 7 „Cologne Concert“ 

01. Churchbells on Acid / Domglocken auf Acid 

02. Gentile Prayers / Heidnische Gebete 

 

 

CD 8 „Transformation“ 

01. Chasing Rainbows / Den Träumen hinterher (Remix 1996) 

02. Esoteric Eric (Remix 1996) 

03. Gone with the Wind / Hinfort mit dem Wind (Remix 1996) 

04. Jay Guru Dev (Remix 1996) 

05. In the Inn of Sixth Sense / In der Herberge zum sechsten Sinn (Remix 1996) 

06. Prickel Pit (Remix 1996) 

07. In the Labyrinth of the Mind / Im Irrgarten des Geistes (Remix 1996) 

08. Saxoflow (Remix 1996) 

 

CD 9 „14 Pieces For Guitar and Echo Chamber“ 

01. Melodia Echolalia / Melodie Echolalie 

02. Lost in a Mirror Maze / Verloren im Spiegelkabinett 

03. Rockingchair on Cloud 7 / Schaukelstuhl auf Wolke 7 

04. Mermaid in a Whiskey Tumbler / Meerjungfrau im Whiskeyglas 

05. Perfect World with Little Bugs / Heile Welt mit kleinen Fehlern 

06. Warm Embrace on Thin Ice / Innige Umarmung auf dünnem Eis 

07. Here is Your Wake up Call / Hier ist dein Weckruf 

08. Zhivago Shankar / Schiwago Shankar 

09. Echo Boogie 

10. The Innovation Shuffle / Innovation Shuffle 

11. Swinging Message / Schwungvolle Botschaft 

12. Awakening Beyond Good and Evil / Erwachen jenseits von gut und böse 

13. Psychedelia Instrumenia 

14. Gentle Growth / Der sanfte Wuchs 

 

CD 10 „Virtual Journey“ 

01. Here is Your Wake up Call / Hier ist dein Weckruf (DJ Aspects) 

02. Swingin' message / Schwungvolle Botschaft (DJ Aspects) 

03. Mermaid in a Whiskeytumbler / Meerjungfrau im Whiskeyglas (DJ Aspects) 

04. Zhivago Shankar / Schiwago Shankar (DJ Aspects) 

05. Rockingchair on Cloud 7 / Schaukelstuhl auf Wolke 7 (DJ Aspects) 

06. Echo Boogie (DJ Aspects) 

07. Perfect World with Little Bugs / Heile Welt mit kleinen Fehlern (DJ Aspects) 

08. Lost in a Mirror Maze / Verloren im Spiegelkabinett (DJ Aspects) 

 

 

 

 

Review – Europe – Walk The Earth

Die Schweden „Europe“ liefern mit ihrem neuen Album „Walk The Earth“ ein echtes Brett ab. Sie bleiben auch nach all den Jahren ihrem Sound treu. Melodischer Hardrock, der tendenziell eher schwerfällig und düster ist. Einflüsse aus den Siebzigern von Bands wie Deep Purple, Black Sabbath, David Bowie und Led Zeppelin finden sich in den Instrumentenlinien wieder – seien es die harten und klaren Gitarrenriffs von John Norum, der Bass von John Levèn oder die Keybordklänge von Mic Michaeli. Alles passt zum Schlagzeuganschlag von Ian Haugland und der harten und starken Stimme von Joey Tempest, der zwischenzeitlich sogar durch Chöre begleitet wird.

Insgesamt hat die Scheibe quasi alles dabei und jeder Fan wird für sich seinen Lieblingssong finden - seien es eher die rockigen und schnellen kräftigen Nummern wie „Election Day“, „Whenever You´re Ready“ und „GTO“ oder die melodischen Titel wie beispielsweise „The Siege“. „Picture“ ist eine klassische Ballade, bei der das musikalische Können der Jungs erneut deutlich wird. Es gibt zwar kein Drama oder irgendwelche klischeehaften Teile, dafür klaren und echten musikalischen Ausdruck einer Ballade.

Über die Titel „Wolves“ und „Haze“ lässt sich geschmacklich dann streiten. Liebhaber von leicht psychedelischer Musik werden sie auf jeden Fall lieben.

Das gesamte Album wird am 20. Oktober veröffentlicht. Den Opener und Titelsong „Walk The Earth“ gibt es bereits schon als Single.

Live sind die Jungs laut Planungen im November in Europa zu sehen.

Anspieltipps meinerseits sind „Walk The Earth“ und „Election Day“.

Promoportal-germany vergibt 8 vom 10 Punkte.

 

Tracklist:

01. Walk The Earth

02. The Siege

03. Kingdom United

04. Pictures

05. Election Day

06. Wolves

07. GTO

08. Haze

09. Whenever You're Ready

10. Turn To Dust

Review – Super Sonic Blues Machine – Californisoul

Das Album „Californisoul“, welches am 20. Oktober 2017 veröffentlicht wird, macht seinem Namen alle Ehre. Klarer klassischer Blues Rock mit entsprechenden melodischen Instrumentenlinien und der passend rauchigen Stimme von Lance Lopez. Dieser spielt gleichzeitig auch Gitarre und ist auch mit Basser und Produzenzt Fabrozio Grossi Songwriter der Band. Kenny Aronoff spielt Schlagzeug. Bei dieser Scheibe haben die Jungs diverse namenhafte Gäste wie Robben Ford, Billy F. Gibbons, Eric Gales, Steve Lukather und Walter Trout. Die Lieder mit Gastspielern sind ganz deutlich durch diese geprägt, wie beispielsweise „Broken Heart“ durch Gibbons, bei dem man den typischen, weich kratzenden Gitarrensound von ZZ Top wiedererkennt. Das Gesamtkonzept der Scheibe bleibt davon aber unberührt und sie bietet durchgängig Bluesrock der Spitzenklasse. Direkt der Opener „I Am Done Missing You“ steht für die Stärke der gesamten Scheibe und wird von Chören begleitet. Der Titel verrät textlich alles und die Emotionen werden perfekt durch starke Gitarrenriffs unterstützt. Zum Blues kommt manchmal ein Reggea Unterton (beispielsweise direkt bei „I Am Missing You“).

Bei „Somebody´s Fool“ zeigt Robben Ford mit brillanter Gitarrenarbeit was er kann. Und der ganze Song ist darauf angelegt, dass das im Vordergrund steht und wir sein Spiel genießen können. Dies sind nur einige wenige Beispiele, die die Qualität der Scheibe ausmachen. Von daher… Genießt es!

Als Anspieltipp empfehle ich persönlich euch „I Am Done Missing You“ und „Broken Heart“.

Promoportal-germany vergibt 9 vom 10 Punkten!

Tracklist:         

           

1.    IAm Done Missing You

2.    Somebody´s Fool

3.    L.O.V.E.

4.    Broken Heart

5.    Bad Boys

6.    Elevate

7.    The One

8.    Hard Times

9.    Cry

10.  The Stranger

11.  What´s Wrong

12.  Thank You

13.  This Is Love

Review – Rothacher – Quiet little place called the inside

Diese Scheibe gehört ganz ganz laut aufgedreht. Genau das Richtige für Musikbegeisterte, Indie-Rock Fans und einfach extrem alltagstauglich. Jeder Klang geht durch Mark und Bein. Der Schweizer veröffentlicht am 29.09.2017 unter dem Label „Waterfall of Colours“ sein Debutalbum. Aber im Musikbusiness ist er schon lange zu Hause: eine Ausbildung an der Jazz-Abteilung an der Musikhochschule in Basel, Gitarrist für viele bekannte Künstler, 2008-2015 Sänger und Frontman seiner Band Deadwerner samt zweier Alben und diversen Konzerten.

Sein erstes eigenes Album „Quiet little place called the inside“ verspricht mehr. In jedem Song hört man das technische Können und das bewusste Spielen mit der Musik.

Schon der Opener „Until The Lights Are Low“ ist rhythmisch und melodisch kraftvoll. „Lonely Man“ ist zu Recht wegen großer Ohrwurmgefahr sogar schon als Single veröffentlicht. „Never Gonna Be“ spielt mit sentimentalen Strophen und kräftigem Refrain, während „All I Want“ schneller und leichter wirkt. Härter geht es dann mit den Anfangsschlägen von „League Of Cognition“ weiter. Dieser Song überzeugt mich direkt. „Woman Like You“ behält dann alles bereit, was der Titel inspiriert: Liebe, Verzweiflung, Rückblicke in die Vergangenheit,… „Down And Out“ beginnt mit einem Hauch Blues, bevor der schnellere und kraftvolle Rock herauskommt. Der Titelsong „Quiet Little Place“ ist meiner Meinung nach zu Recht so ausgewählt: kraftvoll, liebevoll, hoffnungsvoll, einfach richtig gut. „Sunlight On My Skin“ ist pur und einfach und für Liebhaber genau das richtige. Mich erinnert es phasenweise aber an die Boygroupzeit der 90er. „Anything I Thought It`s Everything“ ist wieder stärker und „Where We Startet“ in den Anfangsklängen sogar sehr hart und überrascht dadurch später durch die weiteren weichen und melodischen Klänge, die zuerst nicht erwartet werden. Als Abschluss ist „Love Letter“ wie der Titel erahnen lässt eine wunderschöne Ballade mit Klavierklängen, die das Album würdig beendet.

Meine Anspieltipps für euch sind „Lonely Man“ und „League Of Cognition“.

Promoportal-germany vergibt 8 vom 10 Punkten!

Tracklist

1. Until The Lights Are Low

2. Lonely Man

3. Never Gonna Be

4. All I Want

5. League Of Cognition

6. Woman Like You

7. Down And Out

8. Quiet Little Place

9. Sunlight On My Skin

10. Anything I Thought It`s Everything

11. Where We startet

12. Love Letter

Review – David Crosby – Sky Trails

 

Das neue Album Sky Trails von David Crosby kommt am 29.9.17 in die Läden. Seine Musik ist noch immer  dem Folk Rock gewidmet, wobei einigen Songs auch leichte Einflüsse von Jazz, Pop und Country hören lassen.

 

Zwar entdeckt er für sich immer wieder neue Herausforderungen und experimentiert an den Strukturen der Sounds für die einzelnen Songs, aber die ruhige und sanfte Weise seiner Musik bleibt erhalten. Die Tracks sind alle von einer Band aufgenommen, teilweise neunköpfig, und wirken dennoch entspannend. Unterstützt wurde er bei den Aufnahmen durch Saxophonist Steve Tavaglione, Bassist Mai Agan, Drummer Steve DiStanislao, und seinen Sohn, Multi-Instrumentalist James Raymond. Dieser ist auch gleichzeitig Produzent der Scheibe. Insgesamt ist es ein sehr entspannendes Album, welches sich gut in die Reihe der anderen Scheiben Crosbys einfügt.

 

Als Anspieltipp möchte ich gerne direkt den ersten Song „She´s Got To Be Somewhere“ nennen, der auch schon als Single veröffentlicht wurde.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

01. She’s Got To Be Somewhere

02. Sky Trails

03. Sell Me a Diamond

04. Before Tomorrow Falls On Love

05. Here It’s Almost Sunset

06. Capitol

07. Amelia

08. Somebody Home

09. Curved Air

10. Home Free