Burg Herzberg Festival CD und DVD Auswahl

In diesem Jahr fand bereits zum 50. Mal das Burg Herzberg Festival, Huhnstadt, Breitenbach statt. Und das ist jawohl ein passender Anlass sich die CD und DVD Sammlung mal näher anzuschauen. Vor mir liegen vier CDs, darunter auch eine Doppel CD, und eine DVD und versuchen die musikalische Geschichte des Festivals darzustellen. Mit Schlagwörtern wie „Love and Peace“, „Handmade“ und „Fill Your Hearts with Joy and Love a Lot“ und genau dem aktiven Leben dessen überzeugt das Festival und auch die vorliegende Auswahl.

Die Doppel CD „Live at Hof Huhnstadt“ „wirft einen Blick auf das musikalische Treiben…zwischen 2005 und 2007“. Besonders hervorzuheben ist, dass natürlich viele große Künstler der Hauptbühne auf der Scheibe sind, aber auch junge Künstler, wie „Areknames“, die auf der Freakstage feierten, sind auf dem Album zu hören. Für eingefleischte Fans von beispielsweise den in der Szene bekannten „Van der Graaf Generator“ ist die Scheibe ein Muss. Und ganz allgemein sind natürlich die „Herzberg Blues Allstars“ immer einfach toll, auf der Scheibe u.a. vertreten durch „Chris Farlowe“, „Pete Brown“ und die „Hamburg Blues Band“. Aber auch geniale Künstler wie „Pavlov`s Dog“, „Manfred Mann`s Earth Band“, „Collosseum“ und der Folkmusiker und Straßenkünstler „Bernd Witthüser“ (mitlerweile leider verstorben) sind aufgenommen. Als zusätzliches Bonusmaterial gibt es ein tolles Booklet mit Fotos der tollen Momente, seien es Seifenblasen, Händchenhalten oder auch das Feiern und Tanzen von Groß und Klein barfuß u.a. im Matsch.

Aber auch die CD „Fill Your Hearts with Loy and Love a Lot“ besticht durch eine gigantische Auswahl. Direkt der Opener „Mighty Quinn“ von „Manfred Mann`s Earth Band“ in einer einfach abgefahrenen Version mit wahnsinnigem Intro überzeugt genauso wie „Guru Guru“, die in Amerika eine riesige Fangemeinde haben, mit „Living in the Woods“. Aber auch „Gong“, die in diesem Jahr wieder live auf dem Festival zu erleben waren, sind mit vertreten. Insgesamt überzeugen rund 80 Minuten Spieldauer.

„Burg Herzberg Festival since 1968 At The Festival“ bietet ebenfalls eine interessante Mischung. Seien es Kombinationen aus Tönen und Klänge, die einen in den Weltraum träumen lassen, wie bei „Hidra Spacefolk“, „Der tiefe Raum“ und „Weltraum“ oder die stimmungsmachende „Freak City Band“ und „The Hamburg Blues Band feat. Chris Farlowe und Mike Harrison“. Ein absolutes Highlight auf der Scheibe ist natürlich „After Dark“ von „Tito & Tarantula“, genauso wie die „Strassenjungs“.

Die „Burg Herzberg Festival Handmade“ stellt einige Künstler dar, die auf den reduzierten Einsatz von Instrumenten Wert legen und sich demnach hervorheben („Kofelgschroa“, „Fairport Convention“, „The Crazy World of Arthur Brown“ und als Highlight „Götz Widmann“, der ein absolut genial kritischer Liedermacher ist). Aber auch „New Model Army“ sind zu hören. Als weiteres besonderes I-Tüpfelchen sind „My Sleeping Karma“ zu nennen. Nachdem die Band mehrere Jahre auf der Freakstage begeisterte, spielten sie nun dieses Jahr auf der Hauptbühne.

Die DVD bietet ebenfalls einen Zusammenschnitt toller Momente, die Songs von z.B. „Ten Years After“, „The Love Band“ „Siena Root“ werden mit Bildmaterial der Bands und des Drumherums zusammengeschnitten dargestellt. So ist ein toller Einblick in das Festival sichergestellt. Mein Highlights hier sind „Tito & Tarantula“ mit „After Dark“, bei dem Fans mit auf die Bühne zum Feiern geholt werden, „Lucky Man“ von „W.I.N.D.“ und das einfach harmonisch und melodisch gigantische Lied „Mighty Quinn“ von „Manfred Mann`s Earth Band“, bei dem die ganze Festivalgemeinde feiert, tanzt, singt und einfach genießt.

Insgesamt kann ich euch jede dieser CDs und die DVD ans Herz legen.

Auf weitere 50. Jahre Burg Herzberg Festival!!!

Review – Ajay Mathur – Little Boat

Bereits im März erschien mit „Litlle Boat“ das vierte Album des Wahlschweizers, der in Indien geboren ist. Er liebt es Genres solange miteinander zu vermischen, bis der Song für ihn perfekt ist. Die Stimmung muss passen. Textlich hat er sich diesmal Unterstützung der Schriftstellerin Mary Lou von Wyl geholt. Die Wellenlänge der beiden stimmt überein und so sind die 12+1 Songs sehr emotional und wirken wie aus einem Guss.

Bereits der Opener „Here`s The Love“ vereint rhythmisch und dennoch melodisch Rock und Pop und erinnert an amerikanische Musik, die er selbst immer geliebt hat. Aber auch „Forget About Yesterday“ hat es in sich. Eine Kombination aus indischem Sound mit Mundharmonikaakzenten überzeugt. Und auch hier ist ein gewisses Maß an Rock und Blues dabei. „Start Living Again“ hat einen sehr ruhigen und melodischen Takt und setzt durch verstärkte Stimmdopplungen Highlights. Eine extrem ruhige Bluesader hat auch „Grooving in Paris“. Thematisch geht es um die Stärke, die man beim Aufstehen nach dem Fall gewinnen kann. Dies ist auch hoffnungsvoll im Titelsong „Little Boat“ so. „There We Are“ ist ebenfalls ein sehr melodischer Song und lädt zum genussvollen Hören ein. Besonders der Refrain überzeugt und unterschiedliche kleine Instrumenteneinsätze setzen Akzente. Mit toller Gitarrenarbeit beginnt „My Wallet Is A House Of Cards“. Insgesamt besticht dieser Titel durch raue Härte und Kraft des Rocks. Weicher und ruhiger als Rock-Ballade ist dann wieder „Ordinary Memory“. Typisch bluesrock-amerikanisch geht es dann mit „While I´m Still Standing Here“ weiter. Sehr harmonisch melodisch und dennoch für mich persönlich schon zu weich Richtung Volksmusik samt Schunkeln folgt „All Your Thoughts“. Mit indischen Instrumentenlinien geht es mit „Who`s Sorry Now“ weiter, bevor das Album mit „Time for Deliverance“ abgerundet hier. Hier setzen vor allem die Chöre und das Saxophon musikalisch Highlights.

Als Bonus gibt es den Titel „Kartehuus“ noch obendrauf. Es ist die schweizerische Version von „My Wallet Is A House Of Cards“. 

Als Anspieltipps empfehlen wir euch „Here`s The Love“ und „My Wallet Is A House Of Cards“.

Promoportal-Germay vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1. Here`s The Love

2. Forget About Yesterday

3. Start Living Again

4. Grooving In Paris

5. Little Boat

6. There We Are

7. My Walet Is A House Of Cards

8. Ordinary Memory

9. While I´m Still Standing Here

10. All Your Thoughts

11. Who`s Sorry Now

12. Time for Deliverance

13. Kartehuus

Review – milou & flint – blau über grün

Milou und Flint sind zwei eigenständige und musikalisch vielfältige Künstler. Ein zufälliges Zusammentreffen überzeugte und nun veröffentlichen sie nach ihrem gemeinsamen Debut „orange bis blau“ (2015) am 7.9.2018 ihr zweites Album „blau über grün“. Ihre Stimmen sind klar, der Einsatz der Instrumente reicht von Gitarre, Klavier, Akkordeon, Cello, Glockenspiel, Fußschlagzeug, Trompete zur Mundharmonika. Thematisch geht es um die Lust an Leben. Eine von Grund auf positive Lebenseinstellung wird vermittelt. Und alles entsteht durch die zwei gemeinsam. Die Instrumentenlinien sind genauso ein Gemeinschaftsprojekt wie die Texte. Und auch die Covergestaltung stammt aus der Feder der beiden, genauer gesagt von Milou selbst.

Opener „Herz aus Glas“ thematisiert die weitere Leidenschaft der Beiden: Reisen und Erleben. Handwerklich ist es gut gemacht und die Stimmen ergänzen sich harmonisch. Und auch „Hey du“ findet sich dort ein und stellt die Zufallsbekanntschaft am Bahnhof beim Warten dar. „Von dir geträumt“ hat zunächst einen sehr reduzierten Instrumenteneinsatz. „Hütten am Strand“ entstand gedanklich nach einem Gig an der Nordseeküste auf dem Deich. Und das hört man, instrumentalisch und auch textlich. Und auch „Vor deiner Tür“ ist ein lebensbejahender Song. „Schwalben Anfang Mai“ ist zudem als Singleauskopplung zu hören und ist ein durch und durch fröhliches Lied. Musikalisch auf den Punkt ist auch „Bauchgefühl“. Ein kleiner „Ausreißer“ ist „Mein Licht“. Hier stehen zunächst nicht die gemeinsam gesungen Textzeilen im Vordergrund, sondern der Gesang von Flint, den Milou dann später unterstützt. „Farben fallen“ ist sehr intensiv von den Instrumentenlinien her und hebt sich demnach ebenfalls hervor. Milous Liebe zu Frankreich hört man in „Vole avec moi“, auch durch den Einsatz der Instrumente. „Zugabe“ reiht sich dann wieder zu den ersten Liedern ein. Und als Abschluss der Scheibe ist noch einmal „Von dir geträumt“ als Orchesterversion zu hören.

Als Anspielstipps empfehle ich euch den Opener „Herz aus Glas“ um einen Eindruck zu erhalten, wie die meisten Songs dieser Scheibe aufgebaut sind. Aber auch „Mein Licht“ und „Bauchgefühl“ zeigen als Ausreißer das musikalische Handwerk.

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten. Handwerklich ist die Musik gut gemacht und auch vom Stil her werden sie begeisterte Hörer finden. Allerdings würden wir uns mehr Power, Fülle, Abwechslung und Tiefgang wünschen.

 

Tracklist:

1. Herz aus Glas

2. Hey du

3. Von dir geträumt

4. Hütte am Strand

5. Vor deiner Tür

6. Schwalben Anfang Mai

7. Bauchgefühl

8. Mein Licht

9. Farben fallen

10. Vole avec moi

11. Zugabe

12. Von dir geträumt (Orchesterversion)

Review – Marillion – All One Tonight

Am 13. Oktober vergangenen Jahres wurde das Konzert von Marillion in der einzigartigen „Royal Albert Hall“ in London aufgenommen und nun als Doppel-DVD veröffentlicht. Die ersten rund 75 Minuten sind die Titel „El Dorado“, „Living in Fear“, „The Leavers“, „White Paper“, „The New King“ und „Tomorrow`s New Country“ des Albums „FEAR“ mit einer unglaublichen Lichtershow zu genießen. Disc 2 beinhaltet dann „All One Tonight“ featuring in Praise of Folly & Special Guests „The Space“, „Afraid of Sunlight“, „The Great Escape“, „Easter“, „Go!“, „Man Of A Thousand Faces“, „Waiting To Happen“, „Neverland“ und „The Leavers: V. One Tonight“. Das Besondere und Spezielle dieser rund 80 Minuten ist die Begleitung durch Streicher, Flöten und auch ein Horn. Es ist einfach immer wieder faszinierend, wie unterschiedliche Stile gemeinsam tolle Projekte entstehen lassen. Und genau diese „Magie“ spürt man bei jedem einzelnen Künstler auf der Bühne. Durch die tolle Kameraführung aus diversen Blickwinkeln werden zusätzlich Akzente gesetzt, die dies unterstreichen. Die Augen der Musiker funkeln genauso wie die Musik selbst. Und diese Stimmung zeigt sich auch bei dem restlos begeisterten Publikum.

Für uns von Promoportal-Germany ist es immer wieder eine Freude solche Projekte besprechen zu dürfen und zu erleben, dass trotz aller Techniken und Möglichkeiten in Studios die wahre Liebe zur Musik im Echten und Live besteht.

Tracklist:

DVD 1:

1. El Dorado

2. Living in Fear

3. The Leavers

4. White Paper

5. The New King

6. Tomorrow`s New Country

DVD 2:

1. The Space

2. Afraid of Sunlight

3. The Great Escape

4. Easter

5. Go!

6. Man Of A Thousand Faces

7. Waiting To Happen

8. Neverland

9. The Leavers: V. One Tonight

Review – Live at Wacken 2017 – 28 Years Louder Than Hell

Auch in diesem Jahr erscheint kurz vor dem mega Festival Wacken Open Air 2018 die „Live at Wacken 2017 – 28 Years Louder Than Hell“ DVD und CD Box, 20. Juli 2018. Insgesamt gibt es auf zwei DVDs 45 live Mitschnitte einzelner Songs und auf zwei CDs 29 Titel. Gemixt wurde es von Cameron Webb und Sergio Chavez in den Maples Studios und gemastert  von  Andrew Alekel.

Die Auswahl zeigt Europe, Accept, Napalm Death, Inferum, Saltato Mortis, Pradise Lost, Apocalyptica, ASP, Kryptos, Rage, Tankard, Hämatom, Uli John Roth, Avantasia, Kreator, Subway to Sally und und und.

Besonders die Aufnahmen mit dem I-Tüpfelchen sind unsere Anspieltipps. Hierzu zählt beispielsweise Accept, die mit einem Orchester gemeinsam auf der Bühne spielen und der Sound so einfach noch Faster, Louder und Harder ins Ohr geht. Aber auch der Wacken Family Chor Mix „Heroes“ in Gedenken an Lemmy geht durch Mark und Bein.

Wir legen euch diese Box als Erinnerung an dieses wahnsinnige Erlebnis einfach ans Herz.

Tracklist:

 

DVD 1:

1. EUROPE – War Of Kings
2. EUROPE – Nothin‘ To Ya
3. UK SUBS – Disease
4. ACCEPT & ORCHESTRA – Breaker
5. NAPALM DEATH – How The Years Condemn
6. JET JAGUAR – Hunter
7. WITCHERY – Witchkrieg
8. E-AN-NA – Sârbă Ciobănească
9. INFERUM – Rotten King
10. NILE – In The Name Of Amun
11. KADAVAR – Doomsday Machine
12. EVIL SCARECROW – Space Dementia
13. CLAWFINGER – Recipe For Hate
14. SONATA ARCTICA – The Wolves Die Young
15. THE AMITY AFFLICTION – The Weigh Down
16. SALTATIO MORTIS – Wo Sind Die Clowns?
17. STEAK NUMBER EIGHT – Your Soul Deserves To Die Twice
18. PARADISE LOST – Embers Fire
19. PRONG – Divide and Conquer
20. APOCALYPTICA – Master of Puppets
21. APOCALYPTICA – Nothing Else Matters
22. SACRED REICH – Death Squad
23. CANDLEMASS – Dark Are the Veils of Death

 

DVD 2:

1. ASP – Ich Bin Ein Wahrer Satan
2. ASP – Ich Will Brennen
3. KRYPTOS – Full Throttle
4. TURBONEGRO – Hot For Nietzsche
5. MAX & IGOR CAVALERA – Ratamahatta
6. MAX & IGOR CAVALERA – Roots Bloody Roots
7. RAGE – Spirits Of The Night
8. TANKARD – Rapid Fire (A Tyrant’S Elegy)
9. RUSSKAJA – Traktor
10. TWILIGHT FORCE –   Riders Of The Dawn
11. KÄRBHOLZ – Evolution Umsonst
12. HEAVEN SHALL BURN – Voice Of The Voiceless
13. HEAVEN SHALL BURN – Counterweight
14. HAMATOM – Wir Sind Gott
15.  HEADCAT – Born To Lose, Live To Win
16. ULI JON ROTH – In Trance
17. AVANTASIA – The Scarecrow
18. KREATOR – Satan Is Real
19. KREATOR – Violent Revolution
20. FIT FOR AN AUTOSPY – Black Mammoth
21. SUBWAY TO SALLY –  Sieben
22. WACKEN FAMILY CHOIR MIX – Heroes

 

CD 1:

1. EUROPE – War Of Kings
2. UK SUBS – Disease
3. ACCEPT & ORCHESTRA –  Breaker
4. NAPALM DEATH – How The Years Condemn
5. JET JAGUAR – Hunter
6. WITCHERY – Witchkrieg
7. NILE – In The Name Of Amun
8. KADAVAR – Doomsday Machine
9. SONATA ARCTICA – The Wolves Die Young
10. SALTATIO MORTIS – Wo Sind Die Clowns?
11. STEAK NUMBER EIGHT – Your Soul Deserves To Die Twice
12. PARADISE LOST – Embers Fire
13. PRONG – Divide And Conquer
14. APOCALYPTICA – Nothing Else Matters
15. SACRED REICH – Death Squad
16. CANDLEMASS – Dark Are The Veils Of Death

 

CD 2:

1. ASP – Ich Bin Ein Wahrer Satan
2. TURBONEGRO – Hot For Nietzsche
3. MAX & IGGOR CAVALERA – Roots Bloody Roots
4. RAGE – Spirits Of The Night
5. Kärbholz  – Evolution Umsonst
6. HEAVEN SHALL BURN – Voice Of The Voiceless
7. HAMATOM – Wir Sind Gott
8. HEADCAT – Born To Lose, Live To Win
9. ULI JON ROTH – In Trance
10. AVANTASIA – The Scarecrow
11. KREATOR – Satan Is Real
12. SUBWAY TO SALLY – Sieben
13. THE WACKEN FAMILY CHOIR MIX – Heroes

 

Review – Tamara Banez` – Ecken und Kanten

Am 24. August wird durch das Label „Sturm und Klang“ von Liedermacher Konstantin Wecker eine neue Scheibe namens „Ecken und Kanten“ von Künstlerin Tamara Banez` veröffentlicht. Sie ist Singer- und Songwriterin am Klavier. Thematisch ist auf dem durch und durch kritischen Debutalbum für jeden was dabei, sei es politisch mit „Yukari“ und „Spitze Scherben“ oder auch sehr gefühlvoll und mit lauter Sehnsucht wie in „Eine Nacht“. Aber auch kraftvolle Duette wie „Du spielst – Du verlierst“ mit Robert Salagean/ Ni Sala werden ihre ganz eigenen Anhänger finden. Songs wie „Sinn“ und „Düsterer Tag“ regen einfach direkt zum Nachdenken an. Elektro-Pop- Elemente sind beispielsweise stark in „Schlaflied“ vertreten. Zudem ist mit „Ain´t Easy“ auch ein englischsprachiger Song dabei. Und um die „Abwechslung“ quasi komplett zu machen, spricht „Ärmel hoch“ die Wahrnehmung für die direkte Umwelt an und die schult diese. Als Abschluss der Scheibe ist noch eine Livesong „Wir bleiben hier“ zu genießen. Als zusätzliches Bonusmaterial gibt es ein Booklet mit Texten zu einigen Songs. 

Als Anspieltipps empfehlen wie euch „Yukari“ und „Eine Nacht“. Besonders ersteres zeigt die tolle Mischung aus weicher und gefühlvoller Stimme und Klaviermusik mit kritisch nachdenklichem Text.

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten und wünscht sich für die zukünftigen Alben noch einen Hauch mehr an direkten kritischen Anregungen zum Nachdenken und Wachrütteln.

Tracklist:

1. Sistas

2. Yukari

3. Eine Nacht

4. Du spielst – Du verlierst

5. Spitze Scherben

6. Sinn

7. Düsterer Tag

8. Schlaflied

9. Ain´t Easy

10. Ärmel hoch

11. Wir bleiben hier (Liveversion)

Review – Milian Otto – Wahnwitz und Gelegenheit

Milian Otto ist ein vielfältiger Künstler. Als Schauspieler hatte er unter anderem Festengagements in Düsseldorf und Zürich und wird 2018/2019 zum ersten Mal in der Roman-Adaption „Adam und Evelyn“ auf der Kinoleinwand zu sehen sein. Durch seine Liebe und Leidenschaft geprägt hat er „Lust an der Sprache“, „Lust am Erzählen“ und den „Willen, gehört zu werden“. Demnach folgt nun das Debutalbum „Wahnwitz und Gelegenheit“ als Liedermacher. Ganz nach dem Motto „Weniger ist Mehr“ schreib er seine Titel selbst, reduzierte den Instrumenteneinsatz auf ein Minimum und spielte alle Songs in Eigenregie ein.

Thematisch sind die Lieder mit wirklich echtem Inhalt gefüllt. Bereits das „Plädoyer“ thematisiert das menschliche Sein mit dem Fazit, dass zwei Menschen gemeinsam ein „Wir“ sind und zugleich immer noch zwei eigenständige Individuen bleiben sollten. „Schattenseite“ zeigt sehr deutlich den Sinn bzw. Unsinn des grandios vielfätigen Konsums und der unzähligen Möglichkeiten und entsprechender Ursachen und Folgen. Unterstützt wird es immer wieder mit dem Ausspruch: „Hurra, das ist der Mensch!“. Aber auch sehr persönliche Aspekte werden thematisiert, „Mich“, „Trauriges Lied“, „Krux“, „Sperrgebiet“ und „Nachtwache“. Zudem werden auch „einfach nur“ Geschichten bzw. Träumereien, „Tagtraum“ und „Der weiße Turm“ oder das Finden von genau DEM Partner fürs Leben, „Leora“ besungen. „Sonnenwende“ ist musikalisch ein sehr harmonisches und melodisches Lied. Bei „Trotz alledem“ ist zu bemerken, dass die Melodie sich auf ein traditionell schottisches Lied beruft, der Text aber von Milian selbst verfasst wurde, diesmal wieder mit politischem Thema.

Als Zusatz gibt es ein kleines Booklet mit allen Texten.  

Als Anspieltipps empfehlen wir euch „Plädoyer“ und „Schattenseite“.

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Trackliste:

1. Plädoyer

2. Schattenseite

3. Mich

4. Tagtraum

5. Leora

6. Trauriges Lied

7. Krux

8. Sonnenwende

9. Sperrgebiet

10. Trotz alledem

11. Nachtwache

12. Der weiße Turm

Review – The Magpie Salute – High Water 1

 

Die neue Band von Rich Robinsons veröffentlicht am 10. August ihr Debutalbum „High Water 1“. Die Scheibe der US-amerikanischen Rockband wurde in den „Dark Horse Studios“ in Nashville aufgenommen. Eine erste Singleausklopplung ist jetzt schon digital erhältlich.

 

Es ist klassischer Rock `n Roll und Southern Rock. Alle 12 Titel sind typisch rockig und wie aus einem Guss. „Mary The Gypsy“ ist insgesamt sehr schön rhythmisch zum Reinkommen. Ebenfalls sehr gefühlvoll und mit einer tollen Akustikgitarrenarbeit überzeugt der Titelsong „High Water“. Etwas rotziger“ vom Gesang her ist dann „Send Me an Omen“, welches, wie oben bereits erwähnt, bereits als Single digital erhältlich ist. Klassisch rockig mit weichen Elementen, vor allem durch die Akustikgitarre, ist auch „For The Wind“. „Sister Moon“ und „Color Blind“ sind sehr gefühlvoll und harmonisch weich. Blueseinflüsse sind in „Take It All“ zu hören. Hinzu kommt ein relativ aggressiver und gepresster Gesang. Sehr rhythmisch melodisch ist „Walk On Water“. „Hand In Hand“ hat einen flotteren Grundsound und einen vielfältigen Instrumenteneinsatz. Typisch Southern Rock und dennoch sehr ruhig ist dann „You Found Me“. Etwas rhythmisch rockiger ist dann „Can You See“, allerdings kommt die „Fülle“ erst nach knapp einer Minute. „Open Up“ ist relativ düster und verbreitet eben genau diese Grundstimmung. Hervorzuheben ist das Gitarrensolo und der Gesang mit schön harmonischen Hintergrundchören.

 

Insgesamt ist das Album handwerklich gut gemacht. Es hält was es verspricht und was erwartet wird. Allerdings gibt es auch keine Überraschungen.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Mary The Gypsy

2. High Water

3. Send Me An Omen

4. For The Wind

5. Sister Moon

6. Color Blind

7. Take It All

8. Walk On Water

9. Hand In Hand

10. You Found Me

11. Can You See

12. Open Up

Review – Michael Romeo – War Of The Worlds – Part 1

 

Am 27. Juli veröffentlicht der US-amerikanische Gitarrist, Songwriter und Gründer der Progressive-Metal-Band Symphony X Michael Romeo sein neues Soloalbum „War Of The Worlds – Part 1“. Er selbst sagt, er mischt alles was ihm gefällt zusammen. Für ihn macht genau das die Kreativität von Musik aus. Und genauso facettenreich und abwechslungsreich ist auch die Scheibe.

 

Bereits der Opener „Introduction“ ist wider erwartend mit über dreieinhalb Minuten ein langes Intrumentalintro. Aber auch Titel wie „Black“, „Djinn“ und „Believe“ kommen mit rund sechs, fast siebeneinhalb und acht Minuten daher. Sie sind geprägt von wechselnden Stilrichtungen und vereinen Doublebass, aggressiven („Black“) oder auch sehr harmonischen und melodischen Gesang, beinahe fliegende und sehr detaillierte Gitarrensoli mit tollen Riffs und symphonischen Passagen („Black“) oder orientalische Klänge („Djinn“). Aber auch Hintergrundchöre sind bei sehr melodischen Anteilen im eigentlich temporeichen „Fear The Unknown“ zu genießen. Schnell, hart, aggressiv und mit harten Gesang und feinen Gitarrensoli kommen auch „Differences“ und „Oblivion“ daher. Besonders innovativ und interessant sind „F*cking Robots“ und „War Machine“ durch die Mischung typischer Metalelemente mit allerlei anderen Musikeinflüssen (klassische Symphonie). Sehr weich und harmonisch als Ballade beginnt der letzte Song der zehn Titel „Constellations“, bevor nach einer Minute die Härte des Schlagzeugs, Drama und ebenfalls wieder Symphonie zu hören sind.

 

Unserer Anspieltipps sind „F*cking The Robots“ und „War Machine“.

 

Insgesamt beeindrucken bei dem progressiven Stil mit viel Mainstreamcharme die Länge vieler Songs und die Mischung, so dass Promoportal-Germany 8 von 10 Punkten vergibt.

Tracklist

 

1. Introduction

2. Fear The Unknown

3. Black

4. F*cking Robots

5. Djinn

6. Believe

7. Differences

8. War Machine

9. Oblivion

10. Constellations

Review – Atrocity – Okkult II

 

Am 6. Juli 2018 wird das neue Album „Okkult II“ von „Atrocity“ veröffentlicht. Es ist die zweite Scheibe der Triologie, die bereits 2013 begann. Die aktuelle Scheibe wird begleitet von diversen I-Tüpfelchen. Uns erwarten neben der „normalen“ CD ein Mediabook mit vielen Instrumentaltiteln, eine Vinyl LP und diverse Fanartikel.

Atrocity sind Alexander Krull (Gesang), Thorsten Bauer (Gitarre und Bass), Pete Streit (Gitarre) und Joris Nijenhuis (Schlagzeug). Auf bereits fünf Kontinenten in über 50 Ländern und hunderten Konzerten begeisterten sie seit der Gründung 1985 mit ihrem Death Metal. 

 

Bereits der Opener „Masters Of Darkness“ zeigt was zu erwarten ist und gibt dem Genre und dem Albumtitel alle Ehre. Hart, düster und ein gekonnt gröhlender Gesang mit den zu erwartenden okkulten Chören als Highlights. „Shadowtaker“ fügt sich hier nahtlos an und auch „Bloodshed And Triumph“ überzeugt mit einer tollen Gitarrenarbeit und okkulten Akustikeinspielungen. Genauso geht es auch mit „Spell Of Blood“ weiter. Hier ist zu Beginn zusätzlich eine sehr punktierte Schlagzeugarbeit erkennbar. Als einziger deutschsprachiger Titel folgt „Menschenschlachthaus“ mit ordentlich Speed und viel Double Bass. „Gates To Oblivion“ beginnt, ähnlich wie „Infernal Sabbath“, mit „himmlischen“ Chören als Intro, bevor diese „nur noch“ einzelne Highlights in den durchweg klassischen Death Metal Songs setzen. Mit harten Drums und Riffs folgt „All Men Must Die“. Auch hier ist der Gesang typisch gröhlend. Abwechslung bringt „Phantom Ghost“ in die Scheibe. Zu den schnellen Instrumentenlinien gesellen sich stilistische Breaks, eine Mischung aus Sprechgesang und „tiefem“ Predigen, Chöre und auch kurze Schreie. Hinzu kommt ein nennenswertes Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte. „Devil´s Covenant“ und „The Golden Dawn“ sind wieder typisch durch düstere Härte und Tempo geprägt, wobei auch hier Chöre Akzente setzen.

 

Als Anspieltipp empfehle ich euch „Phantom Ghost“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7-8 von 10 Punkten.

 

Live werden sie zur Release Show am 6.7. beim Sunstorm Open Air in Nordheim zu sehen sein. Weitere Termine sind zusätzlich geplant.

 

Tracklist:

 

1. Masters Of Darkness

2. Shadowtaker

3. Bloodshed And Triumph

4. Spell Of Blood

5. Menschenschlachthaus

6. Gates To Oblivion (Feat. Marc Grewe)

7. Infernal Sabbath

8. All Men Must Die

9. Phantom Ghost

10. Devil's Covenant (Feat. LG Petrov)

11. The Golden Dawn

Review – Motorjesus – Race To Resurrection

 

Am 15. Juni 2018 erscheint das nunmehr fünfte Album „Race To Resurrection“ der Mönchengladbacher Rocker „Motorjesus“. Nach einigen Veränderungen freuen wir uns nun auf eine noch rundere und ausbalanciertere Scheibe von Andy Peters (Gitarre), Chris „Howling“ Brix (Gesang) und Oliver Beck (Schlagzeug) mit Substanz.

Nach einem kurzen Rennbahnmotorenintro rockt „Tales From The Wrecking Ball“ mit einer gewissen Härte. Und bei ca. dreieinhalb Minuten Spieldauer folgt nach einem tollen Gitarrensolo und einer kleinen „Verschnaufpause“ eine neue Runde Action. „King Collider“ überzeugt durch ähnlich harte Drums und Riffs mit Breaks. Nicht ganz so hart, aber ebenso energiegeladen ist „Re-Ignite“. „Speedway Sanctuary“ fällt mit einer grandiosen Gitarrenarbeit auf, bevor ein „rotziger“ Gesang hinzukommt. Dies bleibt während der rund viereinhalb Minuten Spieldauer. Ähnlich ist „Casket Days“. Harmonisch und sehr melodisch als kraftvolle Ballade ist „The Infernal“. Danach geht es mit „Burning Black“ wieder härter zur Sache und ein Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte beeindruckt erneut. „The Damage“ ist ebenfalls klassisch rockig. Nach einem ruhigen und harmonischen Intro kommt „The Storm“ dann richtig hart daher. Die künstlerische Freiheit oder das stilistische Mittel des Klicks während „Engines Of War“ überzeugen mich nicht. Aber das ist ja Geschmackssache. Insgesamt passt der Song mit seiner rockigen Härte und den punktierten Instrumentenlinien. „The Chase“ ist temporeicher und von genau diesem Speed geprägt, wobei eingefügte Funkansagen als Sprechgesang etwas Abwechslung bringen. „Runnung Out Of Time“ ist ebenfalls sehr schnell. „Awaken The Tyrants“ rundet die Scheibe vielfältig und insgesamt sehr rockig mit tollen Gitarrenlinien in ungefähr fünfeinhalb Spielminuten ab.

 

Als Anspieltipps lege ich euch „Re-Ignite“ und „The Infernal“ and Herz.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, da die Studioarbeit handwerklich einwandfrei ist. Allerdings bleibt offen, ob diese vollen, satten und stimmvielfältigen Songs durch die drei Jungs live auch so möglich sind.

 

Tracklist:

 

1. Tales From The Wrecking Ball

2. King Collider

3. Re-Ignite

4. Speedway Sanctuary

5. Casket Days

6. The Infernal

7. Burning Black

8. The Damage

9. The Storm

10. Engines Of War

11. The Chase

12. Running Out Of Time

13. Awaken The Tyrants

Review – Nils Patrik Johansson – Evil Deluxe

 

Nils Patrik Johansson (bereits bekannt durch „Astral Doors“, „Lion's Share“ und „Civil War“) veröffentlicht nun sein erstes Solo Album. Ab dem 25. Mai ist dies erhältlich. Seine Musik steht immer wieder für Erneuerungen und Highlights im Rock und Heavy Metal Bereich. Die Scheibe ist Metal und entstand im Laufe der letzten rund zehn Jahre. Es gilt „Back to the roots of true Heavy Metal“. Er als Sänger und Songwriter wird unterstützt durch Lars Chriss (Gitarre), seinen Sohn Fredrik Johannsson (Schlagzeug) und Andy Loss (Bass). Aber auch Gastmusiker holt er mit ins Boot: Chris Boltendahl („Metalhead“), Fredrik Bergh („Bloodbound“), Kay Backlund („Lions Share“), Anuviel („Saecred Spirit“) und Marcus Bengts („Tuck From Hell“).

Und das Ergebnis kann sich sehen bzw. hören lassen: klassischer Power Metal.

 

Während „Baal“ als kurzes Intro gesehen werden kann, eröffnet „Evil Deluxe“ ein grandioses Gitarrensolo zu Beginn, bevor ein sehr kräftiger und zugleich melodischer Gesang hinzukommt. „Estonia“ beginnt dann mit Funksprüchen, bevor der Song durch harte Breaks eine dramatische Stimmung verkündet. Temporeicher geht es dann mit „Gasoline“ weiter, bevor „How The West Was Won“ zunächst sehr melancholisch ruhig beginnt und dann sehr kräftig ist. „September Black“ ist ein insgesamt sehr melodischer Song, bei dem mit dem Gesang gespielt wird. Aber auch die deutlich temporeicheren Instrumentenlinien sind zu bemerken. Relativ rockig mit harten Drums und Riffs ist „Kings and Queens“. „Burning“ beginnt direkt sehr temporeich. Dies wird auch gesanglich unterstützt. Spätestens bei diesem Song kommen mir Vergleiche zu „Accept“ in den Sinn, wobei ich diese Gedanken ehrlicherweise schon bei einigen Songs zuvor hatte. „Circle In The Sky“ beginnt wieder sehr dramatisch, und das bleibt es auch. Rhythmisch schneller und dennoch harmonisch melodisch ist „Dark Evolution“. Hier solltet ihr unbedingt das geniale Gitarrensolo bei ca. 3 Minuten Spieldauer genießen. Als Abschluss der Scheibe ist „A Waltz For Paris“ relativ ruhig und entführt uns gedanklich ins alte Frankreich.

 

Meine Anspieltipps für euch sind der Titelsong „Evil Deluxe“ und „Dark Evolution“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist

 

1. Baal  

2. Evil Deluxe   

3. Estonia

4. Gasoline   

5. How The West Was Won   

6. September Black

7. Kings and Queens

8. Burning   

9. Metal Head   

10. Circle In The Sky 

11. Dark Evolution

12. A Waltz For Paris

Review – Frollein Motte – Aus meiner Haut

 

Mehr oder weniger zufällig kamen „Frollein Motte“ mit dem Album „Aus meiner Haut“ auf uns zu. Sie, das sind Mandi Mottlau (Frollein) als Sängerin und Motte Mottlau (Gitarrist) mit Michel Grube (Gitarre), Holger Niedrich (Bass), Lorenz Cornelisen (Trommeln) und Jürgen Bärmann (Keyboard, Klavier). Aufgenommen haben sie die Scheibe im Februar und März diesen Jahres im Studio KlangDialog. Sie selbst sagen von sich, dass sie Herzpop machen. Dies bedeutet „rockiger Pop mit ganz viel Herz“ in deutscher Sprache.

 

Die ersten Töne von „Wunderkind“ sind dumpfe Bassklänge, die dann mit den anderen Instrumenten und dem Gesang voller werden. Insgesamt ist der Song sehr harmonisch und melodisch. Und genauso geht es auch mit „Jenseits vom Abseits“ weiter. Hierbei sticht zudem das Keyboard heraus. Rhythmisch schneller und mit einer gekonnt „rotzigeren“ Stimme ist „Nein heißt nicht Ja“ rockiger. „Der Regen“ ist dann wieder weicher und typischer Pop. Mit Spielereien der Instrumente beginnt dann „Blut“. Leider kann die gesangliche Sicherheit hier nicht so gehalten werden, wie bei den vorherigen Titeln. „Papiermädchen“ ist dann handwerklich wieder besser gemacht und taktrein melodisch. Akzente setzen Sounds von zerspringendem Glas/ Stein als Unterstützung des entsprechenden Textes („Zeit zerspringt“). „Der Fehler“ ist ein wunderschön weicher Song mit dominierenden Klavieruntermalungen und einem entsprechenden Solo. Wieder rockiger sind dann die ersten Instrumentenlinien von „Großes Glück“, bevor der Pop überwiegt. „Am Ende meines Lebens“ betont düstere Basslinien. Der Gesang ist entsprechend des Textes ebenfalls „härter“. Sehr gegensätzlich kommt mit „Deine Augen“ direkt wieder heitere und muntere Fröhlichkeit in den Sinn. Der Song bleibt sehr melodisch und harmonisch. Etwas kräftiger und voller beendet dann „Freunde“ das Album.

 

Positiv hervorzuheben ist das detailliert geplante Booklet mit allen Songtexten. Insgesamt ist das Album musikalisch und handwerklich weitestgehend gut gemacht, wenn auch für uns eigentlich zu poppig und „weich“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.  

 

Tracklist:

1. Wunderkind

2. Jenseits vom Abseits

3. Nein heißt nicht Ja

4. Der Regen

5. Blut

6. Papiermädchen

7. Der Fehler

8. Großes Glück

9. Am Ende meines Lebens

10. Deine Augen

11. Freunde

    

 

Review – Re-Machined

 

Das kleine aber feine Minialbum von „Re-Machined“ beinhaltet fünf Titel, die direkt ins Ohr gehen. Die fünf Mainzer (Thomas Ritter – Gesang, Bruno Strasser – Bass, Jürgen Ramm – Schlagzeug, Andreas Glanz – Gitarre und Horst Pflaumer – Gitarre) rocken einfach. Sie spielen richtig schönen Riff Rock zum Mitfeiern.

Bereits der Opener „Higher“ ist gespickt von Feinheiten zum Genießen. Zum rockigen Takt mit harten Drums und kräftigen Riffs kommt ein sehr melodischer Rhythmus. Dieser wird im Text, vor allem im Refrain, verstärkt aufgenommen. „Angel“ ist ebenfalls klassisch rockig und beginnt mit tollen Gitarrenlinien und verzerrten Spielereien. Insgesamt ist es noch härter und kraftvoller. „Dance with the Devil“ konnten wir genauso wie die vorherigen schon live erleben. Und beides ist einfach lohnenswert. Hier setzten Akzente und unterschiedliche Taktspiele tolle Akzente. Hinzu kommt ein tolles Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte. Relativ melodisch ist dann wieder der nächste Titel „Love was falling“. Allerdings fehlt mir persönlich hier zuerst die Kraft. Diese kommt dann ab dem zweiten Drittel hinzu. Als schon letzten Titel gibt es „Fist in your Face“. Hier wecken dröhnende Gitarren die Aufmerksamkeit direkt von Beginn an. Hinzu kommt eine gewisse düstere Aggressivität. Diese wird gesanglich nach einem musikalischen kurzen Break zudem unterstützt. Die Breaks werden weiterhin als stilistisches Mittel genutzt. Hinzu kommen Chöre, die den Titel im Refrain „schreien“.

 

Insgesamt ist es ein schönes Rockalbum, von dem man sich mehr als die fünf Titel wünscht.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Higher

2. Angel

3. Dance with the Devil

4. Love was falling

5. Fist in your Face

Review - Eric Clapton – Life in 12 Bars

 

Dass Eric Clapton ein Ausnahmekünstler und ein absolut legendärer Gitarrist ist, zeigt sein Dokumentarfilm ganz aktuell. Und nun veröffentlicht er am 8. Juni passend dazu das neue Doppelalbum mit insgesamt 32 Titeln. Es wird ebenfalls digital zum Download zur Verfügung stehen. Zudem ist das Werk ab 20. Juli auch auf 4 LPs erhältlich.

Und musikalisch ist er einfach eine Gitarren-Ikone.

 

Wir durften in den Mix aus über fünf Jahrzenten seiner Musikgeschichte bereits für euch hineinhören und sind begeistert.

Freut euch neben Solostücken von ihm auch auf Titel von und mit „The Yardbirds“, „John Mayall & The Bluesbreakers“, „Cream“, „Blind Faith“, „Derek And The Dominos“, „The Beatles“, „Aretha Franklin“, „George Harrison“ und „Muddy Waters“. Absolute Klassiker und Highlights wie „I Wish You Would“ („The Yardbirds“), „Sunshine Of Your Live“ („Cream“), „My Sweet Lord“ („George Harrison“) und „Layla“ („Derek And The Dominos“) sind natürlich dabei. Und als absolut runder Abschluss ist „Tears In Heaven“ zu genießen.

 

In den 32 Songs sind auch fünf bislang unveröffentlichte Aufnahmen dabei. Hier sei als absolutes Highlight die über 17 minütige Live Version von „Spoonful“ genannt. Es wurde 1968 im L.A. Forum aufgezeichnet. Aber auch „Little Wing“ (Livemitschnitt eines Domino Konzert 1970 im Fillmore East) in Gedenken an Jimmi Hendrix überzeugen. Hinzu kommt seine bis dato unveröffentlichte Aufnahme von 1974 des Klassikers „I Shot The Sheriff“ von „Bob Marley“, welche nun erstmals in voller Länge zu genießen ist. Sie überzeugt genauso wie die Liveversion von „Chuck Berrys“ „Little Queenie“ ebenfalls von 1974. 

 

Wir von promoportal-germany sind absolut begeistert und legen euch dieses Album voll und ganz ans Herz.

  

 

Tracklist:

 

Disc 1
1. Big Bill Broonzy - "Backwater Blues"
2. Muddy Waters - "My Life Is Ruined"
3. Muddy Waters - "I Got Mojo Working" (Live At Newport Jazz Festival 1960)
4.
The Yardbirds - "I Wish You Would"
5. The Yardbirds - "For Your Love"
6.
John Mayall & The Bluesbreakers - "Steppin’ Out"
7. John Mayall & The Bluesbreakers - "All Your Love"
8. Cream - "I Feel Free"
9. Cream - "Strange Brew"
10. Cream - "Sunshine of Your Love"
11. Aretha Franklin - "Good to Me As I Am To You"
12. Cream - "Crossroads"
13. The Beatles - "While My Guitar Gently Weeps"
14. Cream - "Badge"
15. Cream - "White Room (Live)"
16. Cream - "Spoonful (Live from Goodbye tour – LA Forum October 19, 1968) 
17. Blind Faith - "Presence Of The Lord"

 

Disc 2
1. Delaney & Bonnie & Friends featuring Eric Clapton - "Comin’ Home"
2. Eric Clapton - "After Midnight" (alternate mix)
3. Eric Clapton - "Let It Rain" (alternate mix)
4. Derek and The Dominos - "High"
5. George Harrison - "My Sweet Lord"
6. Derek and The Dominos - "Thorn Tree In The Garden"
7. Derek and The Dominos - "Nobody Knows You When You’re Down And Out"
8. Derek and The Dominos - "Bell Bottom Blues -
9. Derek and The Dominos - "Layla"
10. Derek and The Dominos - "Little Wing (Live at the Fillmore 1970)"
11. Derek and The Dominos - "Got To Get Better In A Little While"
12. Eric Clapton - "I Shot The Sheriff" (full length version)
13. Eric Clapton - "Little Queenie" (Long Beach Arena, Long Beach, California, July 19/20, 1974)
14. Eric Clapton - "Mainline Florida"
15. Eric Clapton - "Tears In Heaven"

 

Review – Lordi – Sexorcism

 

Am 25. Mai veröffentlicht „Lordi“ sein neues Album „Sexorcism“. Wir durften für euch schon vorab reinhören und den harten Rock und melodischen Heavy Metal genießen. Bereits seit 1992 existiert die Band rund um den finnischen Liedsänger, Songwriter, Designer und Kostümemacher Mr. Lordi mit ihm als Sänger, Mr. Amen (Gitarre), Mr. Ox (Bass), Mr. Mana (Schlagzeug) und Ms. Hella (Keyboard).

Insgesamt läuten sie mit ihrem neunten Studioalbum dennoch eine neue Ära ein. Denn es ist sehr kontrovers. Aufgenommen wurde es in den Finnvox Studios von Mikko Karmila, der auch schon 2014 „Scare Force One“ produzierte.

 

Bereits der Titelsong „Sexorcism“ als Opener hat es mit knapp sieben Minuten in sich. In der ersten Minute steigert sich der Einsatz von leichten und düsteren Tönen und „wildem“ Stimmengemurmel und wird dramatischer, voller und lauter. Danach folgen harte Drums und klare Riffs, die für ordentlich Action sorgen. Nach knapp einer weiteren Minute kommt dann der Gesang hinzu. Insgesamt hat der Song wirklich alles was man sich wünscht und hat eine sehr ansprechende Melodie. Ähnlich melodisch und trotz Härte gefühlvoll ist „Your Tongue`s Got The Cat“. Hier überzeugen zudem die Klarheit der Instrumentenlinien und der Einsatz der Chöre. „Romeo Ate Juliet“ ist, wie der Titel schon ahnen lässt, aggressiv und düster. Diese Stimmung kommt in jeder Zeile und Note ganz klar zum Ausdruck. An einen Horrorfilm lässt „Naked In My Cellar“ schon im Intro durch die hellen ängstlichen Stimmen, die Tropfgeräusche und die schweren Schritte denken. Allerdings ändert sich diese durch melodische Akzente phasenweise. Ebenfalls mit einem Intro mit Frauenstimmen beginnt „The Beast Is Yet To Cum“. Gesanglich ist der Schwerpunkt hier auf schreiende und kreischende Highlights gesetzt und auch die Instrumentenlinien spielen mit dem Tempo. Mit glockenklarem hellen Gesang wird „Polterchrist“ eröffnet. Es wird dann härter und kräftiger mit entsprechendem Gesang. „The Documented Phenomenon“ ist musikalisch ebenfalls eher eine Seltenheit und ähnelt eher einem gruseligen Horrorhörspiel. Mit klaren Riffs und harten Drums startet dann „Slashion Model Girls“. Insgesamt ist es wieder klassischer Melodic Metal. Aggressiver und temporeicher ist „Rimskin Assassin“. Hinzu kommt eine dunklere Gesangsstimme. „Hell Has Room“ hat dann wieder Stimmen als Intro, bevor der klare Takt durchkommt, der dann ebenfalls schneller wird und auch wieder durch einen teilweise wieder tiefen Gesang Akzente setzt. „Hot Satanned“ reiht sich nahtlos in diese Scheibe ein. Es ist voll, kräftig und dennoch melodisch. Mein ganz persönlicher Favorit, da zudem die einzelnen Instrumente noch Raum bekommen und Akzente setzen. „Sodomesticated Animal“ hat ganz unterschiedliche Aspekte. Nach einem düsteren Intro, welches an diverse Zeremonien im dunklen Wald denken lässt, folgen temporeiche Instrumentenlinien. Allerdings bleibt diese Stimmung nicht erhalten. Und in der zweiten Songhälfte beeindrucken vor allem das Keyboard- und Gitarrensolo. Als Abschluss beginnt „Haunting Season“ mit einem opernähnlichen Gesangsintro. Es folgt Action und ein klarer melodischer Metaltakt.

 

Demnach ist dies Album echt eine runde Sache/ Scheibe und nur zu empfehlen. Es bietet Abwechslung, wenn teilweise auch sehr gewöhnungsbedürftig.

 

Als Anspieltipps empfehle ich euch natürlich den Opener und Titelsong „Sexorcism“ und wie oben schon erwähnt „Hot Satanned“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1. Sexorcism

2. Your Tongue's Got The Cat

3. Romeo Ate Juliet

4. Naked In My Cellar

5. The Beast Is Yet To Cum

6. Polterchrist

7. The Documented Phenomenon

8. Slashion Model Girls

9. Rimskin Assassin

10. Hell Has Room

11. Hot Satanned

12. Sodomesticated Animal

13. Haunting Season

Review – Blueminded – Don`t Tell Me – Single

Die niederländische Pop/ Rockband Band „Blueminded“ wurde 2012 durch den Gitarristen und Komponisten Jörgen Koenen gegründet. Seit her spielte die Band unterschiedliche Gigs, veröffentlichte 2014 und 2016 eine EP und ihr Debutalbum „Seize the day“, welches positive Kritiken bekam.

Musikalisch mischten sie den Pop und Rock der 80er Jahre mit neuen und modernen Akzenten. Ihre Vorbilder waren Peter Gabriel, Sting, Simple Minds, U2, The Police, Genesis, Coldplay und Muse.

Seit Dezember 2016 ist Blueminded wieder ein eigenes Projekt von Jörgen Koenen zurück zu den Anfängen. Zu Hause entstanden neun neue Songs, die er 2017 in den Artsoundstudios in Belgien aufnahm.                 

Das neue Album „When lights fade…“ wird am 8. Juni veröffentlicht.

Nun gibt es aber schon die neue Single „Don´t Tell Me“.

Und die ist wie erwartet ein bunter Pop/Rockmix durch die Zeiten. Es ist klassisch rhythmisch taktvoll und sehr straight. Und gleichzeitig geben diverse modere Elemente und elektronisch programmierte Sounds Dampf und Speed. Gesanglich ist die Stimme klar, sicher und harmonisch stimmig.

Ich bin gespannt, wie sich das Album hören lassen wird. Die Kombination „Back to the roots“ und der gleichzeitige Einfluss neuer Musiker um ihn herum bei der Produktion lassen neugierig werden.  

Review – Peals – Peals

Am 11. Mai veröffentlichen „Peals“ ihr gleichnamiges Album über Lighthouse Recordings.

Die Titel sind klassischer Rock mit ordentlich Gas. Man versprüht direkt das Gefühl aktiv mitzurocken, auch wenn es relativ mainstreamnah ist. Während „Buildings ans Savings“ eher ruhig und „schwebend“ mit klaren Instrumentenlinien ist, knallt „Radiaton-Safe“ mehr. Ersteres setzt durch ein Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte Akzente. Wieder ruhiger mit „verzerrteren“ Gitarrenklängen und einem hervorstechenden Bass ist „The Tenant“. Zudem wird gesanglich frei experimentiert. „Without a Sound“ ist zu Beginn ebenfalls sehr experimentell mit diversen eher untypischen Instrumentenklängen, bevor es klarer und rockiger wird. Der klare Takt des Schlagzeugs dominiert. Mit einem knalligeren Grundtakt kommt „Missing Brothers“ daher. Ebenfalls klar und klassisch rockig ist „The Salvation ans the Power“.  Düster mit verzerrten Gitarrenlinien startet „Only Trouble“. Härter und flotter ist dann „I never make Things right“. Effektreich mit Windgeräuschen beginnt „Hear the Voices“. Allerdings ist der Gesang bzw. die Stimmhöhe teilweise nicht meins. „Moon“ ist zunächst relativ klassischer Rock, wird dann aber durch den Instrumenteneinsatz härter und dunkler. Dies löst sich durch die Chöre dann wieder ins Weichere auf. Der Abschlusssong „Best for Last“ verspricht viel. Und eine musikalische Fülle ist auch definitiv da und auch ein entsprechendes Gitarrensolo ist noch einmal zu genießen.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten, da jeder Song gut gemacht ist, aber leider keiner wirklich hervorsticht.

 

Tracklist:

1. Buildings and Savings

2. Radiaton-Safe

3. The Tenant

4. Without a Sound

5. Missing Brothers

6. The Salvation and the Power

7. Only Trouble

8. I never make Things right

9. Hear the Voices

10. Moon

11. Best for Last

 

Review – Angelcrypt – We are the Dead

Anfang des Monats lernten wir beim Taunus Metal Festival die Malteser „Angelcrypt“ kennen. Die Band wurde bereits 1997 gegründet. Mit ihrer Mischung aus Trash-, Speed- und Darkmetal treffen sie genau den Zahn der Zeit.

Ihr aktuelles Album „We are the Dead“ beinhaltet sieben Titel. Der Opener „Bullet & Decay“ zeigt direkt was zu erwarten ist. Auf ein mystisches und dramatisches Intro mit Schüssen im Hintergrund folgt eine aufmerksamkeitsweckende Gitarrenarbeit, bevor der düstere und grölende Gesang einsetzt. Diese beiden Komponenten dominieren während der gesamten gut sieben Minuten Spieldauer. Der Titelsong „We are the Dead“ ist durch die Drums und harte Breaks geprägter. Die Gitarrenlinien sind dunkler und das Tempo insgesamt schneller. „Blasangriff“ beginnt mit schreienden Stimmen und versetzt einen gedanklich direkt in die passende Szenerie. Musikalisch geht es dann mit harten Riffs und starken Drums dramatisch weiter. Insgesamt wird es nochmal eine Nummer härter und mit Doublebass phasenweise entsprechend noch schneller. Intensive Gitarrenlinien mit unterstützender Schlagzeugarbeit eröffnen „Victory Divine“, nehmen sich dann aber etwas zurück, sobald der Gesang einsetzt. „Shellshock“ beginnt mir Sirenen. Musikalisch spielen die Jungs mit starken Breaks. Gegensätzlich weich beginnt „Serpents of the Somme“, bevor Härte hinzukommt. Diese wird durch den Gesang zusätzlich verstärkt. Zudem überzeugt ein tolles Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte. Mit Gewitterstimmung startet „Eternal Conquest“. Danach folgt wie erwartet eine saubere Instrumentenarbeit und ein düsterer Gesang.

 

Insgesamt werden die Jungs mit dieser Scheibe bestimmt einige neue Anhänger finden, auch wenn ich persönlich nicht der Fan dieses Stils bin. Zudem ist es handwerklich einwandfrei gemacht.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Trackliste:

1. Bullet & Decay

2. We are the Dead

3. Blasangriff

4. Victoy Divine

5. Shellshock   

6. Serpents of the Somme

7. Eternal Conquest

Review – Joe Bonamassa – British Blues Explosion – Live

Wieder einmal lässt sich Joe Bonamassa etwas Neues einfallen. Und das ist der absolute Wahnsinn. Das neue Live Album „British Blues Explision – Live“ ist ab 15. Mai als CD, DVD, Blue-ray und LP erhältlich.

Aufgezeichnet wurde die Show beim Greenwich Music Time Festival am 07. Juli 2016 im Old Royal Naval College in Greenwich, London. Demnach freuen wir uns auf knapp zwei Stunden live Blues pur von ihm mit seiner Band. Zudem gehört zur DVD und Blu-ray noch ein ordentliches Paket mit Bonusmaterial. Hier sei "Taxman" live von ihm performt im Cavern Club in Liverpool und „Brick In The Wall“ genannt. Aber auch eine tolle Fotogalerie der britischen Blues Explosion Tour ist dabei.

Musikalisch zeigt er ganz deutlich wer seine Blues Helden, Idole und Vorbilder sind und würdigt diese entsprechend: Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page.

Wie erwartet geht die Musik direkt in Mark und Bein. Und ich kann sowohl die Scheibe als auch den echten Live Besuchs seiner Konzerte nur empfehlen und genieße seine Musik selbst immer wieder mehr als gerne.

Seine klassische Blues Linie gepaart mit der absoluten Genauigkeit ist einfach toll. Und es ist für jeden etwas dabei. Rockige, harte Lieder und auch ruhige und seichte Momente. Zudem überzeugt er mit seiner Band durch eine perfekt aufeinander abgestimmte Detailarbeit ebenfalls.

 

Promoportal-germany gibt diesem Gesamtpaket mit wahnsinnig tollem Bonusmaterial 9 von 10 Punkten.

 

Trackliste:

The British Blues Explosion (Intro)

Beck’s Bolero / Rice Pudding
Mainline Florida
Boogie With Stu
Let Me Love You Baby
Plynth (Water Down The Drain)
Spanish Boots
Double Crossing Time
Motherless Children

Band Introductions
Swlabr
Tea For One / I Can’t Quit You Baby
Little Girl
Pretending
Black Winter / Django
How Many More Times

Credits

 

Bonusmaterial:

„Taxman“ live at the Cavern Club

Joe honored with a „Brick in the Wall“

Tha British Blues Explosion explained by Mick Wall

Photo Gallery – British Blues Explosion UK Tour

Review – Loreena Mc Kennitt – Lost Souls

Das neue Album „Lost Souls“ von Loreena Mc Kennitt ist bereits optisch eine „Augenweide“. Das Booklet ist ein wirkliches Buch mit Hardcoverbindung. Jeder Song ist mit Text und weiteren Informationen bezüglich Instrumenteneinsatz, Musikern usw. gedruckt. Und musikalisch setzt Loreena diverse unterschiedliche Akzente und zeigt ein weiteres Mal ihr Können als Songwriterin, Musikerin und Produzentin. Einige Songs sind bereits vor Jahren entstanden. Thematisch greift sie auf die verlorene und auch gedankenversunkene Seele eines Vagabunden zurück.  

Ihre glockenklare Stimme ist direkt im ersten Song „Spanish Guitars and Night Plazas“ zu genießen. Und das spanische Flair ist durch den Einsatz einer Bouzouki und einer Falmenco Gitarre klar. Aber auch der Titelsong „Lost Souls“ zeigt ihre wahnsinnig vielfältige Stimme. Dieser Song bekommt durch den Einsatz von Flöten und tollen Klavier- bzw. Keyboardlinien zudem Charme. Dies ist auch in „Ages Past, Ages Hence“ der Fall. Zudem denke ich bei diesem Titel an Theater bzw. Oper.

Des Weiteren schafft sie bei mir das Gefühl, dass ich einige Lieder wie beispielsweise „A Hundred Wishes“ und „Sun, Moon and Stars“ (instrumental) bereits kenne, obwohl sowohl Text als auch Musik von ihr stammen. Lediglich bei „The Ballad Of The Fox Hunter“ ist der Text adaptiert (vgl. WB Yeats). Loreena veröffentlicht hier neben „Sun, Moon and Stars“ auch „Manx Ayre“ als weiteren Instrumentalsong.

Ein sehr harmonisches, weiches und ruhiges, langsames Lied ist „La Belle Dame Sans Merci“ und in „Breaking Of The Sword“ ist die Steigerung der Instrumentenintensität und der Einsatz der Chöre und Bläser in der zweiten Songhälfte ein Highlight. Demnach sind dies auch meine Anspieltipps für euch.

 

Insgesamt vergibt Promoportal-Germany 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Spanish Guitars ans Night Plaza

2. A Hundred Wishes

3. Ages Past, Ages Hence

4. The Ballad of the Fox Hunter

5. Manx Ayre

6. La Belle Dame Sans Merci

7. Sun, Moon and Stars

8. Breaking oft he Sword

9. Lost Souls

Review – The Exploding Boy – Alarms

Nach der Gründung von „The Exploding Boy“ 2006 erschien im Folgejahr ihr Debutalbum mit gleichnamigen Titel. Am 18. Mai veröffentlichen die Schweden Stefan Axell (Vocals, Electric Guitar), Johan Sjöblom (Vocals, Acoustic Guitar), Les Andersson (Guitar), Nicklas Isgren (Keyboards), Mattias Svensson (Bass) und Richard Ankers (Drums) nun ihr fünftes Werk. „Alarms“ ist eine Scheibe des „Dark Indie Pop“. Quasi jeder Song könnte direkt und sofort im Radio laufen. Während „Fireland“ insgesamt sehr melodisch und harmonisch ist und nebenherläuft, wird in „Alarms In Silence“ mit aggressiven Geräuschen kratzend gespielt. „The Day“ ist dann wieder poppiger und „Run Red“ vor allem im Refrain mainstreamtauglich. Ähnliches gilt auch für die klassische Popnummer „Stop Time“. „Pointless Action“ ist verhältnismäßig düster und „Danger Zone“ aggressiver mit relativ vielen Synthie Effekten. Klassischer für das Genre und insgesamt freundlich fröhlicher ist „Sign O` The Times“. Ähnliches gilt auch für „O.H.M.Y.G.O.D.“. „Liars Roar“ ist musikalisch im Refrain reduziert und wird dann voller. Und der letzte Titel „11:59“ beginnt geheimnisvoll und wird dann relativ klassisch.

 

Insgesamt ist die Scheibe handwerklich gut gemacht und wird Indie-Pop Fans aufmerksam machen, auch wenn sich kein Song besonders abhebt.      

 

Als Anspieltipps empfehle ich euch für einen guten Gesamtüberblick den Opener „Fireland“ und „Stop Time“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.

 

1. Fireland (The End Of Dark City)

2. Alarms In Silence

3. The Day

4. Run Red

5. Stop Time

6. Pointless Action

7. Danger Zone

8. Sign O` The Times

9. O.H.M.Y.G.O.D.

10. Liars Roar

11. 11:59

Review – Architects Of Chaos – (R)evolution

Mit ihrer neuen Scheibe “(R)evolution” zeigen sich “Architects Of Chaos” (Titta: Gesang, Dom: Schlagzeug, Gonzo: Bass, Andy: Gitarre, Joey: Gitarre) nochmal facettenreicher. Sie sind melodisch und zugleich härter, nicht zuletzt durch die gesangliche Bandbreite von Kopfstimme bis hin zum Schreien von Titta. Und genauso weit gefächert sind auch die Arrangements und das Songwriting. Als Gastsänger können wir zudem “Schmier” von “Destruction” genießen. Das Album wird am 25. Mai veröffentlicht.    

Bereits der Opener ist mit kräftigen Riffs und harten Drums versehen. Das Gitarrensolo mit seinen Sprüngen fällt direkt auf. Mit ordentlich Drumspeed der Double base startet “Dead Again”. Und der Gesang ist melodisch harmonisch im Refrain und brüllend schreiend hart in den Stophen zugleich. “Hitman” thematisiert eine Serienkiller-Story und ist musikalisch entsprechend aggressiv. Der Sound ist absolut rhythmisch und taktvoll und auch das Gitarrensolo überzeugt. Die Jungs bezeichnen “A Moment Of Clarity” als Song der Selbstreflexion. Er ist kräftig und hat den bekannt düsteren Klang. Jedoch wechseln sowohl die Instrumentenlinien als auch der Gesang in den knapp sieben Minuten Spieldauer und haben rockigere, melodischere Phasen mit “helleren” Klängen. “All Play Dead” hat sowohl typische Metalgesangsparts, als auch “Kampfansagen” im Background. Dies gilt auch für das schon fast poetische “Cetury Of Cancer”. “Into The Fire” überzeugt durch sehr viel Kraft und Härte, ganz abgesehen vom Tempowechsel und Phasen mit ordentlich Speed. Sehr rhythmisch und taktvoll ist “Hellow Years”. Entsprechendes Wippen ist demnach direkt und sofort, quasi schon hier am Schreibtisch, angesagt. Richtig schön mit rockigen Instrumentenlinien startet “Pressure”. Der Gesang kommt dann härter und aggressiver dazu und der Titel mit einem vollen und satten Hintergrundchor. Bei “Farewell” scheint einfach alles zu passen. Rockige Instrumentenlinien, kräftiger und dennoch harmonisch melodischer Gesang mit verstärkenden Chören, Wahnsinn. Und auch bei “No Way Out” gibt es einiges auf die Ohren und eine extreme Abwechslung im Spiel der Stile. Und auch die Gitarenarbeit glänzt wieder mit einem tollen Solo. Hart und düster beginnt und bleibt dann “Bloodrain Falls”. Die Schilderung eines Endzeit-Szenarios wird musikalisch beispielsweise durch harte Breaks und eine passgenaue Schlagzeugarbeit gut umgesetzt. Selbstreflexion ist beim letzten Song “The Pulse Of The Sun” wieder angesagt. Dieser sehr ruhige und harmonische Song schließt das Album gut ab, auch thematisch und bezüglich der tollen Weiterentwicklung zum Facettenreichtum der Jungs.            

Meine Anspieltipps der insgesamt 13!!! Songs der Scheibe sind “Hitman” und “Farewell”.

Promoportal-Germany vergibt aufgrund der weiten Bandbreite und des Facettenreichtums 9 von 10 Punkten.  

Tracklist:

1.    Rise

2.    Dead Again

3.    Hitman

4.    A Moment Of Clarity

5.    All Play Dead

6.    Cetury Of Cancer

7.    Into The Fire

8.    Hollow Years

9.    Pressure

10.  Farewell

11.  No Way Out

12.  Bloodrain Falls

13.  The Pulse Of The Sun

 

Review – Lee Aron – Diamond Baby Blues

Am 27. April veröffentlicht Lee Aron ihr neues Album „Diamond Blue Baby“. Die Multi Platin Gewinnerin, Hit Songwriterin und Produzentin weiß was sie kann. Dass sie nach wie vor eine tolle Rockröhre ist, ist direkt und sofort klar. Bereits der Opener „Diamond Baby“ kommt mit heavy Riffs daher und ist ein schöner Bluessong. Und „Mistreated“ startet mit wunderbar verzerrten Gitarrenlinien. Der Takt ist ruhiger und der Song melodischer. Gesanglich ist es ein Mix aus klaren Spannweite und rauchig verruchtem Unterton, herrlich. Und der Soul ist erkennbar. An Blues erinnert auch „American High“ durch seine recht fröhliche Spielweise. „I`m A Woman“ ist ebenfalls durch klare Blueslinien gekennzeichnet. Gleiches gilt für das aktive und kraftvolle „Miss Mercy“. Die Stärke des Gesangs kommt auch in diesem klassischen Rock Song wieder gut durch. Und das Gitarrensolo in der zweiten Hälfte ist nochmal gesondert besonders hervorzuheben. „The Best Things“ ist eine wunderschön harmonische Ballade. Und die Rockröhre Lee Aron singt sehr weich und melodisch mit unglaublich viel Gefühl, welches aber nicht übertrieben oder gespielt wirkt und gegen Songende nochmal an Fülle gewinnt. „Black Cat“ ist ihre Interpretation des Titels von „Janet Jackson“. Der Rock bleibt, aber Breaks, klare Punktierungen und Härte nehmen zu. Ein direktes Headbang Gefühl vermittelt „Hard Road“. Rockig und taktvoll schneller ist „In The Bedroom“. Phasenweise erinnert dieser Song an Highschool- und Glamrock. „Cut Way“ Back“ ist wieder härter und mit einer düsteren Grundstimmung, die trotz des sehr langsamen Stück bis zum Ende bleibt. Klassischer Rock ist dann wieder „You´re No Good“. In diesem Song setzen sowohl die Gitarre als auch der Gesang nochmal extra individuell Akzente und verbreitet Blues und Soul. Als Abschluss versetzt „My Baby“ mich nochmal per Zeitsprung in die 60er und 70er Jahre direkt in den Höhepunkt von Soul und Blues. 

Als Anspieltipps empfehle ich euch „Diamond Baby“ und „Miss Mercy“.

Promoportal-germany vergibt für die Scheibe insgesamt 8 von 10 Punkten. Lee Aron zeigt erneut, dass sie ins Geschäft gehört und eine tolle Rockröhre ist, allerdings sticht keiner der Songs direkt in mein Ohr und hackt sich dort ein. Alle Titel überzeugen, aber keiner hat das gewissen Etwas um sich hervorzuheben.

 

Tracklist:

1. Diamond Baby

2. Mistreated

3. American High

4. I´m A Woman

5. Miss Mercy

6. The Best Things

7. Black Cat

8. Hard Road

9. In The Bedroom

10. Cut Way Back

11. You’re No Good

12. My Baby

Review - Tri State Corner – Hero

 

Vor rund 13 Jahren brachten „Tri State Corner“ eine Bouzouki in die Rockszene und „revolutionierten“. Nach mittlerweile vier Alben und knapp 500 Gigs veröffentlichen sie am 27. April ihr neues Album „Hero“. Es ist der finale Teil einer Trilogie zusammen mit den beiden Vorgängeralben „Historica“ (2011) und „Home“ (2014). Thematisch wird in den Alben die Geschichte eines Migranten erzählt. Bisher ist es das düsterste Album der Band, bestehend aus Vassilios “Lucky” Maniatopoulos (Vocals, Darbuka), Ioannis “Janni” Maniatopoulos (Bouzouki, Vocals), Markuz Berger (Bass), Christos Efthimiadis (Drums) und Christoph “Brat” Tkocz (Guitars, Backing Vocals)

Direkt der Opener „Fortune In Lies“ überzeugt durch eine sehr punktierte Schlagzeugarbeit und die Bouzouki. „Tomorrowland“ ist insgesamt fließender Rock, der aber nicht ganz so eindringlich in meinem Ohr bleibt. Flotter, heller und freundlicher ist „Daydreamer“. Vor allem der Wechsel zwischen Bouzouki und der guten Gitarren- und Schlagzeugarbeit in der zweiten Songhälfte setzt Akzente. „Save My World“ ist sehr melodisch gesungen. Die Drums machen es rockig und wieder einmal setzt die Bouzouki sich durch. Dies ist auch bei dem rockigen „Follow Me Blindly“ der Fall. Kräftig und druckvoll ist „Downfall“, bevor die „Ballade“ „Hero“ als Titelsong folgt. Eine weiche Grundstimmung bringt auch „Voices“ mit sich. Klarer Rock mit Bouzouki Highlights hören wir dann in „Breaking News“. Der taktvolle Rhythmus samt Breaks mit punktierten Instrumentenlinien überzeugen auch in „Wanted“ und „The Blink Of An Eye“.

 

Als Anspieltipps empfehle ich euch „Daydreamer“ und „Follow Me Blindly“.

 

Promoportal-germany vergibt insgesamt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Fortune In Lies

2. Tomorrowland

3. Daydreamer

4. Save My World

5. Follow Me Blindly

6. Downfall

7. Hero

8. Voices

9. Breaking News

10. Wanted

11. The Blink Of An Eye

Review – Gus G. – Fearless

Am 20. April 2018 veröffentlicht Gus G. sein neues Studioalbum „Fearless“. Er zählt zu den respektiertesten und renommiertesten Gitarristen des Rock und Metal. Zwischen 2009 und 2017 bespielte er als Mitglied der Superstars der Ozzy Osbourne Band große Bühnen in unterschiedlichsten Hallen weltweit.

Und nun folgt, produziert von Dennis Ward das neue Album. Gus G. selbst spielt wie erwartet Gitarre, Dennis Ward den Bass und singt zudem und am Schlagzeug sitzt Will Hunt.

Bereits der Opener „Letting Go“ verspricht viel. Kräftig, rhythmisch und zwischenzeitlich wahnsinniges Tempo mit unglaublicher Genauigkeit während der Instrumentensoli überzeugen. „Mr. Manson“ geht schon fast „schrill“ weiter. Der rockige Sound geht direkt in Mark und Bein. Schneller geht es dann mit „Don`t Tread On Me“ weiter. Die dunkleren Instrumentenlinien werden durch den Gesang passend kraftvoll unterstützt. Und auch hier kommen die Gitarrensoli nicht zu kurz. „Fearless“ als Titelsong ist wieder von ordentlich Speed durchzogen und ein reiner Instrumentalsong. Sehr rockig melodisch geht es mit „Nothing To Say“ weiter. Das Cover „Money For Nothing“  („Dire Straits“) überzeugt und gibt, genau wie auch das Original, ordentlich Kraft und kommt mit einem tollen Sound daher. Die Gitarrenparts als Akzente überzeugen als Highlights ebenfalls. „Chances“ ist ebenfalls rockig, hat allerdings nicht ganz so viel Kraft. Diese kommt dann mit kräftigen Drums und harten Riffs direkt zu Beginn vom Instrumentalsong „Thrill Of The Chase“ wieder. „Big City“ erinnert von der Spielart an alten Blues wie von Jimi Hendriks oder jetzt aktuell Joe Bonamassa. Als Abschluss wirkt „Last Of My Kind“ schon fast wie eine Ballade. Der Song ist sehr harmonisch und die einzelnen Künstler, vor allem der Gesang von Dennis Ward, kommt nochmal gut zur Geltung.

Als Anspieltipp empfehle ich euch „Nothing To Say“ und „Money For Nothing“.

Promoportal-Germany vergibt insgesamt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

Letting Go

Mr. Manson

Don`t Tread On Me

Fearless

Nothing To Say

Money For Nothing

Chances

Thrill Of The Chase

Big City

Last Of My Kind

 

Review – Fools Garden – Rise And Fall

Lange war es still um die Band. Oder war sie nur nicht mehr in meinen Ohren? Bei „Fools Garden“ fällt uns wahrscheinlich allen „Lemon Tree“ ein. Aber sonst? Wann war das? Was gab bzw. gibt es noch? Ihren Nummer-Eins-Hit hatten sie 1995. Diverse Auszeichnungen brachte der der Zitronenbaum mit sich: Sowohl die Single (Platin in Deutschland, Neuseeland und Norwegen; Gold in der Schweiz, Österreich, Frankreich und Schweden) als auch Album (Platin in Deutschland und der Schweiz; Gold in Österreich). Die Single war vier Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts. 1996 wurde Fool’s Garden als erfolgreichste Nachwuchsband mit dem Bambi, der Goldenen Stimmgaben und dem Echo ausgezeichnet.

Und nun stellen sie, nach einigen Umbrüchen, auch personell, ihr neues Album „Rise And Fall“ vor. Der Pop-Charakter bleibt, auch wenn sie sich weiterentwickelt haben.

Nach einem kurzen und weichen einminütigen „Prelude“ folgt „I Burn“. Allerdings ist der Song nicht so kraftvoll, wie der Titel hoffen lässt. Er beginnt mit sehr ruhigen Klavierklängen und der Gesang im Refrain ist sehr popig. Sehr harmonisch ist dann „New World“. „Save The World Tomorrow“ überzeugt mich durch das stilistische Mittel des Alters. Man fühlt sich durch die Instrumentenlinien und den Gesang direkt ein paar Jahrzehnte zurückversetzt und findet sich irgendwo zwischen den 50.ern und 70.ern wieder. Dieses Gefühl unterstützen die Bläser in der zweiten Songhälfte. Sehr akustisch geht es dann mit melodisch rhythmischen Nummer „High Again“ weiter. „Boys“ zeigt dann wieder etwas mehr Rockpotenzial und ist aktiver und bezüglich des Popgenres kräftiger. Relativ düster und schon fast melancholisch traurig ist dann „Marie Marie“, obwohl das „Weiche“ des Pop klar bleibt. Ähnlich typisch ist dann auch „Boomtown Baby“. „Course Of Ages“ beginnt mit einer reinen Akustikgitarre, bevor im Refrain zulegt um dann wieder ruhiger zu werden. „Shame“ erinnert mich vom Wechselspiel des Instrumenteneinsatzes und der Gesangslinien an „Lemon Tree“. „Still Runnning“ und „All We Are“ wirken bis auf den Gesang auf der einen Seite sehr akustisch und auf der anderen Seite elektrisch und synthetisch. Der Titelsong „Rise And Fall“ rundet das Album als letzter Song sehr harmonisch und weich ab, wobei ein Highlight leider auch hier ausbleibt.

Als Anspieltipps empfehle ich euch persönlich „Save The World Tomorrow“ und „Shame“. Zum einen bekommt ihr hoffentlich bei beidem einen guten Überblick über das Typische und zugleich einen Einblick in die „Ausreißer“.     

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, da das Album handwerklich gut gemacht ist und Fans finden wird, die poppigen Rock bevorzugen.

Trackliste:

        1.    Prelude

        2.    I Burn

        3.    New World

        4.    Save The World Tomorrow

        5.    High Again

        6.    Boys

        7.    Marie Marie

        8.    Boomtown Baby

        9.    Course Of Ages

        10.  Shame

        11.  Still Running

        12.  All We Are

13.  Embrace

14.  Rise and Fall

Review – Ross The Boss – By Blood Sworn

Am 20. April 2018 erscheint via AFM Records das neue Album „By Blood Sworn“ von Ross the Boss: Marc Lopez (Vocals), Ross Friedman (Guitars), Mike LePond (Bass) und Lance Barnewold (Drums). Die zehn Songs sind wie erwartet klassischer oldschool Heavy Metal, der begeistert. Sie sind aus einem Guss und dennoch abwechslungsreich mit einzelnen Highlights und Akzenten. Das handwerkliche Können wird durch die verschiedenen musikalischen Facetten ganz klar deutlich. Und natürlich freuen wir uns über unterschiedliche Gitarrensoli von Ross. Wobei er sich mit Sänger Marc jemanden gesucht hat, der stimmbreitmäßig in der Lage ist, sein Songwriting passend umzusetzen.

Bereist der Albumtitel als Opener ist kräftig mit Macht- und Kampfansagen. Die musikalischen Linien sind durchzogen von Breaks, harten Drums und starken Riffs. „Among The Bones“ ist ebenso kräftig und die Gitarrenlinien stehen gemeinsam mit dem Gesang im Vordergrund und ergänzen sich ideal. „This Is Vegenance“ hat sehr schrille quietschige und schreiende Gesangsanteile und ist deutlich schneller und von diesem Speed geprägt. Leider bleibt diese „Hektik“ auch im eigentlich melodischen Refrain erhalten. Mit kräftigen Drums und Riffs startet dann „We Are The Night“. Und auch gesanglich überzeugt der Song auch wieder oder gerade wegen der kreischenden Anteile. Generell wirkt der Gesang sehr erzählend. „Faith Of The Fallen“ ist eine wunderschön gefühlvolle Ballade, die im Refrain ordentlich an Energie gewinnt und mit dem Gitarrenspiel einfach schon quasi einzigartig wirkt. Dies ist auch bei „Devil`s Day“ der Fall. Der Song ist kräftig und hart mit ordentlich Rhythmus. Außergewöhnlich beginnt mit isolierten Basslinien „Lilith“, bevor die weiteren Instrumente einsetzten und der Gesang sehr düster erzählend hinzukommt. Der Song erhält im Verlauf mehr Kraft und Stärke. „Play Among The Godz“ ist dann direkt aggressiver und der Gesang schreiend voll. Rhythmisch und mit klaren Riffs und Drums und gezielt gesetzten Pausen folgt dann insgesamt recht melodisch „Circle Of Damnation“. „Fistful Of Hate“ ist dann wieder temporeicher und Ross The Boss zeigt zum Schluss nochmal richtig was in ihnen steckt. Der Song überzeugt und rundet das Album gut ab.

Als Anspieltipps empfehle ich euch „Faith Of The Fallen“ und „Devil`s Day“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    By Blood Sworn

        2.    Among The Bones

        3.    This Is Vegeance

        4.    We Are The Night

        5.    Faith Of The Fallen

        6.    Devil`s Day

        7.    Lilith

        8.    Play Among The Godz

        9.    Circle Of Damnation

        10.  Fistful Of Hate

 

Review – Ben Reel – Land Of Escape

Das achte Studioalbum „Land OF Escape“ hat der Ire „Ben Reel“ ebenfalls selbst produziert. Es erschien am 30. März 2018. Im Vordergrund steht die rein akustische Musik. Klavier, akustische Gitarren, Orgel und auch die Mundharmonika überzeugen. Er selbst singt, spielt die Akustikgitarre und die Mundharmonika. Michael Black ist der Drummer und Ronnie O`Flynn spielt Bass. Weitere Gitarren spielen Micky McCarney und Gerry Black Junior. Mit Hintergrundgesang wird er durch Julieanne Black begleitet und unterstützt.

In eine Schublade zu ordnen ist das Album absolut nicht. Die 12 Songs sind durchweg ruhig und haben aber alle unterschiedliche Schwerpunkte und Einflüsse von Rock, Folk, Blues, Country und auch Jazz. Es ist Rockmusik zum Entspannen und Genießen, die einen ein wenig in die Ferne schweifen und träumen lässt.

Mundharmonikaliebhabern sind „Fields Of Dreams“ und „Smoldering Simmering“ zu empfehlen. Und wer Ben Reel gemeinsam mit Irene Kelley (Nashville) genießen möchte, sollte sich als erstes das wunderbare Duett „Misty Morning Rain“ anhören. Einfach harmonisch sind „Healing Hands“ und „Some Mercy“, wobei zweites nicht ganz so melancholisch, sondern freudiger ist. Während der Opener „Landscape“ von den Instrumentenlinien an den vornehmlich westdeutschen Krautrock erinnert, ist „Soldiers of Love“ in seiner Steigerung des Dramatik und Kraft kaum zu bremsen. Ähnlich und sehr harmonisch ist „Fish Out Of Water“.

Insgesamt ist das Album handwerklich gut gemacht und die Fokussierung auf die rein akustische Musik ist mal wieder was anderes. Dennoch fehlt mir persönlich bei dem ein oder anderen Song etwas Kraft. 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    Landscapes

2.    Fields Of Dreams

3.    Soldier Of Love

4.    Fish Out Of Water

5.    Healing Hands

6.    Some Mercy

7.    I See Paradise

8.    Misty Morning Rain

9.    Suffer In Silence

10.  Drifting

11.  Paradise Found

12.  Smoldering Simmering

Review – Bonfire – Temple Of Lies

Seit Anfang der 70er Jahre gibt es Bonfire. Die Hardrocker wissen einfach was sie machen und wie es geht. Sie haben mittlerweile weit über 20 Alben veröffentlicht und am 13.04.2018 erscheint die neue Scheibe „Temple Of Lies“ von Alexx Stahl (Vocals), Hans Ziller (Guitar), Frank Pané (Guitar), Ronnie Parkes (Bass) und Tim Breideband (Drums). Die Qualität stimmt vom Songwriting über das Coverdesign bis hin zur Produktion. Und die Instrumentenlinien können sich ebenso hören lassen: richtig schöner melodischer Hard Rock!

„Temple Of Lies“ startet direkt mit einem grandiosen Intro „In The Beginning“. Die Klavier-/ Keyboard- und Gitarrenklänge unterstreichen die dramatisch düsteren Erzählungen des amerikanischen Stimmkünstlers David Michael Williamson, bevor das Schlagzeug ebenfalls durchknallt. Somit ist man direkt mitten drin und ich freue mich auf das was noch kommt. Der Titelsong „Temple Of Lies“ hat dann auch alles was ich erhoffe: Harte Riffs mit Soloparts, klare Drums, melodischer Gesang, Chöre im Hintergrund, Breaks,… Wahnsinn, was für eine Hymne. Ich bin direkt mehr als begeistert. Genauso klar rockig geht es mit einem tollen Gitarrenspiel gleich zu Beginn und kurz nach der Songmitte mit der Midtemponummer „On The Wings Of An Angel“ weiter und die Kraft bleibt und steigt, auch durch den Einsatz der Chöre im Refrain. „Feed The Fire“ beginnt mit einer mystisch mysteriösen Keyboardanimation und ist dann sehr taktvoll und kräftig. Auch in diesem Song bekommt die Gitarrenlinie durch ein Solo tolle Aufmerksamkeit und der Refrain hat Ohrwurmqualität auf Festivalniveau für Menschenmassen. Mit melodischem Gesang und einer rhythmisch schnelleren Instrumentenlinie überzeugt „Stand Or Fall“ ebenso. Danach folgt mit „Comin` Home“ eine wunderschön melodische und harmonische Ballade, die die Qualität der gesamten Scheibe und das Können der Künstler erneut ganz deutlich zeigen. Schneller, rockiger, kräftiger und mit harten Breaks als Stilmittel kommt dann „I´ll Be Loved By You“ daher. Hier sind die Riffs ganz klar hart gesetzt und Chöre unterstützen den Gesang gekonnt, wobei das extrem schnelle und helle Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte zudem Akzente setzt. „Fly Away“ ist ebenfalls rockig und eine Midtemponummer, die durch ihr Gesamtkonzept überzeugt und im Refrain nochmal zudem an Stärke gewinnt. Härter und aggressiv kräftiger startet dann die eigentliche Ballade „Love The Way You Hate Me“. Diese Grundstimmung bleibt im gesamten Song erhalten und wird vom genialen und relativ langen Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte unterstrichen. Eine weitere Midtemponummer ist „Crazy Over You“. Die Gesangsvielfalt wird hier erneut deutlich und ebenfalls die fein aufeinander abgestimmten Instrumentenlinien. Dieser Song rundet die Scheibe nochmal richtig gut ab.

Aufgrund 10 toller Songs, von denen allerdings keiner das gewisse „I-Tüpfelchen“ hat um sich besonders hervorzuheben, vergibt Promoportal-germany 9 von 10 Punkten.

Wer sie live erleben möchte, hat hierfür das ganze Jahr immer wieder bei Konzerten und auch bei Open Air Festivals in Deutschland und auch u.a. in der Schweiz Gelegenheiten.

Tracklist:

        1.    Intro – The Beginning

        2.    Temple Of Lies

        3.    On The Wings Of An Angel

        4.    Feed The Fire

        5.    Stand Or Fall

        6.    Comin` Home

        7.    I´ll Be Loved By You

        8.    Fly Away

        9.    Love The Way You Hate Me

        10.  Crazy Over You

Review – Ayreon – Best of Ayreon – LIVE

Heute gilt es eine ganz besondere Art von Album zu besprechen. Es geht um „Ayreons“ „Best of Ayreon – LIVE“ mit insgesamt 28 Songs. Nach einer Begrüßung und einer erzählenden Einführung in die Geschichte begeistern 16 Sängerinnen und Sänger und eine Vielzahl und hochklassigen Instrumentalisten, die Arjen Anthony Lucassen für die Bühne gewinnen konnte (eine detaillierte Auflistung ist unten bei der Trackliste zu sehen). Hier seien nur einige genannt: Floor Jansen und Marco Hietala (Nightwish), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Damien Wilson (Treshold), Anneke van Giersbergen (The Gathering), und Tommy Karevik (Kamelt).

Bereits „Dreamtime“ als Opener nach dem „Prologue“ ist ein grandios gefühlvoller Song. Dies gilt auch für „And The Druids Turned To Stone“. Titel wie „Abbey Of Synn“, „River Of Time“, „Merlin`s Will“, „Loser“, „Magnetism“ und „The Castle Hall“ sind rockige und dennoch meist sehr melodische Songs und begeistern durch ihre Vielfalt und einzelne Akzente als Highlights durch beispielsweise mittelalterliche Klänge oder dominant elektronische, schon fast synthetische, Passagen. Diese sind auch bei „Ride A Comet“ und „Everybody Dies“ entsprechend gekonnt genutzt. Aber auch quasi rein akustische Titel sind dabei. Hier seien beispielsweise „The Blackboard“ und auch „Valley Of The Queens“ zu nennen. Schwerpunktmäßig mit Streichern begeistert „Actual Fantasy“. Gedanken an eine Oper werden mit „Age Of Shadows“ hervorgerufen.

Insgesamt ist die Scheibe handwerklich gut gemacht und wird Fans epischer Musik begeistern.

Als Anpieltipp möchte ich euch „Day Eleven: Love“ (CD 2) und „Dawn Of A Million Souls“ (CD 1) ans Herz legen. Besonders zweites hat alles in sich, was das Herz begehrt, sehr weit gefächerte Gesangslinien, Soli der Instrumente, Gefühl und Rock.  

Promoportal-Germany vergibt insgesamt 8 von 10 Punkte.

Trackliste mit Album und Sänger

  CD 1:

  1.         "Prologue" (from The Final Experiment) - Michael Mills       

  2.         "Dreamtime" (from The Final Experiment) - Edward Reekers         

  3.         "Abbey of Synn" (from Actual Fantasy) - Robert Soeterboek          

  4.         "River of Time" (from 01011001) - Hansi Kürsch, Marco Hietala    

  5.         "The Blackboard" (from The Theory of Everything; lyrics by Lucassen and Lori Linstruth) - Mills, Marcela Bovio    

  6.         "The Theory of Everything" (from The Theory of Everything; lyrics by Lucassen and Linstruth) - Mills, Bovio              

  7.         "Merlin's Will" (from The Final Experiment) - Floor Jansen              

  8.         "Waking Dreams" (from 01011001; music by Lucassen and Anneke van Giersbergen) - Jonas Renkse, Anneke van Giersbergen        

  9.         "Dawn of Million Souls" (from Universal Migrator Part 2: Flight of the Migrator)               - John Jaycee Cuijpers           

  10.       "Valley of the Queens" (from Into the Electric Castle) - Van Giersbergen, F. Jansen, Bovio         

  11.       "Ride the Comet" (from 01011001) - Renkse, Maggy Luyten          

  12.       "Star of Sirrah" (from The Source) - Mills, Luyten, Kürsch, F. Jansen        

  13.       "Comatose" (from 01011001) - Van Giersbergen, Renkse              

  14.       "Loser" (from The Human Equation; lyrics by Lucassen and Devin Townsend) - Mills

  15.       "And the Druids Turn to Stone" (from Universal Migrator Part 1: The Dream Sequencer) - Damian Wilson              

  CD 2:

  1.         "The Two Gates" (from Into the Electric Castle) - Cuijpers, Wilson; spoken vocals by Irene Jansen        

  2.         "Into the Black Hole" (from Universal Migrator Part 2: Flight of the Migrator) - Tommy Karevik  

  3.         "Actual Fantasy" (from Actual Fantasy)       Reekers           

  4.         "Computer Eyes" (from Actual Fantasy)      Reekers, Soeterboek              

  5.         "Magnetism" (from The Theory of Everything; lyrics by Lucassen and Linstruth)             Karevik, Van Giersbergen, Hietala  

  6.         "Age of Shadows" (from 01011001; music by Lucassen, Van Giersbergen, and Jonas Renkse) - Hietala, Kürsch, F. Jansen       

  7.         "Intergalactic Space Crusaders" (from Star One's Space Metal) - Wilson, Luyten

  8.         "Collision" (from The Theory of Everything; lyrics by Lucassen and Linstruth) - Karevik, Hietala             

  9.         "Everybody Dies" (from The Source; lyrics and music by Lucassen and Mike Mills)       - Mills, Karevik, Kürsch, Luyten, F. Jansen      

  10.       "The Castle Hall" (from Into the Electric Castle) - Arjen Anthony Lucassen, Soeterboek, Wilson             

  11.       "Amazing Flight In Space" (from Into the Electric Castle) - Jay van Feggelen, Lucassen             

  12.       "Day Eleven: Love" (from The Human Equation) - Reekers, Bovio, Soeterboek, I. Jansen, Lisette van den Berg     

1  3.       "The Eye of Ra" (from Star One's Space Metal) - Wilson, Cuijpers, F. Jansen, Kürsch, Karevik, Van Giersbergen, Hietala, Renkse, Mills, Bovio, I. Jansen, Soeterboek, Reekers, Van Feggelen, Luyten, Van den Berg   

 

Review – Die Keine Ahnung – Über Bars und Barrikaden

1993 gründete sich die "Die Keine Ahnung" Band um Punk/ Hardrock gegen Langeweile zu feiern. Man sagt ihnen nach, dass sie, so wie die Ramones, drei Akkorde in zwei Minuten nutzen und dabei richtig abgehen.

Ihr neues Album „Über Bars und Barrikaden“ startet mit dem „Intro“ von einer Minute mit Polizeigeräuschen im Hintergrund, klaren und kräftigen Drums und gekonnt verzerrten Gitarren im Hintergrund. Gute Laune versprüht unter anderem das kräftige Schlagzeugspiel in „Warning“. Hinzu kommen gegen Ende punktypische Parolen wie „Fuck You“. Ähnlich sind auch „I Will Go My Way“ und „I Can´t Take It Anymore“. Sie sind fett, schnell und vom Sound her satt. Typischer Punk überzeugt hier durch die schnellen Gesangslinien. Dies gilt auch für „Porno Movies“, wobei klassischer Rock auch einzelne Akzente setzt. „Mars Needs Cheerleaders“ ist insgesamt sehr rockig mit einem Wechsel zwischen melodischem und schreiendem Gesang. „Berufswahl“ ist dann ebenfalls wieder klassischer Punk mit ordentlich Tempo, harten Beats und Chören, die den Refrain im Hintergrund grölen. „Hello Society“ und „Every Time“ haben einerseits klare Reaggy Beats und zugleich ein flottes Grundtempo zum Feiern. Beeindruckend ist die Gitarrenarbeit bei ersterem. Zu Beginn von „Assis mit Stil“ steht das Schlagzeug im Vordergrund. Als musikalisches Element nutzen sie zwischenzeitlich gekonnt Rhythmusspielereien der schreienden Gesangslinie. „90s Rock `n`Roll“ ist klassischer Punkrock mit einer feinen Rock and Roll Ader. „Der letzte Kuss“ ist insgesamt sehr trüb und düster. Musikalisch nutzen sie verschiedene Elemente. Der Song ist mit über 4 Minuten Spieldauer relativ lang. Auch „Scherbenwelt“ ist ein eher trüber Song, der die Scheibe abschließt.

Als Anspieltipps empfehle ich euch „I Will Go My Way“ und „Porno Movies.

Promoportal-Germany vergibt aufgrund der guten Laune Garantie der meisten Songs 8 von 10 Punkte.

Trackliste:

    1.    Intro

    2.    Warning

    3.    Hello Society

    4.    Assis Mit Stil

    5.    90s Rock `n`Roll

    6.    Der letzte Kuss

    7.    I Will Go My Way

    8.    Mars Needs Cheerleaders

    9.    Every Time

    10.  I Can´t Take It Anymore

    11.  Porno Movies

    12.  Berufswahl

    13.  Scherbenwelt

Review – J.B.O. – Deutsche Vita

Und wieder ist es so weit. „J.B.O.“ veröffentlichen am 30.3.2018 ihr neues Album „Deutsche Vita“ und eröffnen dies direkt mit einem Song, der meine einleitenden Worte ersetzt. Die Rede ist von „Alles nur geklaut“ von den Prinzen. Mit ihrem Cover nehmen sie sich ordentlich auf den Arm und verbreiten gute Laune. Ähnlich ist es auch mit „Du hast dein Smartphone vergessen“, im Original „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen und „Ich Will Spass“, im Original von Marcus. „Wer ist der Fahrer“ ist ihre Version von Spliffs „Carbonara“. Allerdings muss ich sagen, dass mich der Klick, als würde jemand mit einem Löffel gegen ein Wasserglas klopfen, total nervt. „Nur geträumt“ überzeugt dann wieder durch den klaren Rock und eine tolle Schlagzeugarbeit zu Beginn der zweiten Songhälfte. „Blaue Augen“ interpretieren sie mit einem schon fast brüllenden und grölenden Gesang, genauso wie „Karneval in Sodom“. Dies hätte ich bei Karneval nicht wirklich erwartet, sondern Tröten, Spielmannszüge ein Gegröle Betrunkener. Und dieser „Wunsch“ wird natürlich auch von ihnen erfüllt. Rockig ist der Titelsong „Deutsche Vita“, der textlich immer wieder betont, dass Deutschland doch eigentlich gar nicht so schlecht ist.

„Das Limmerlandlied“ ist eine sehr geil rockige Version des Klassikers der Augsburger Puppenkiste. Ähnlich begeistern mich die rockigen Versionen von „Wickie“ und „Hurra, hurra, die Schule brennt“ mit ordentlich Kraft und Dampf. „Grande Finale“ ist ein für mich sehr undurchsichtiger Mix. Thematisch beginnt es mit der Schöpfungsgeschichte, dann geht es textlich weiter zur Kanalisation und politische Statements sind auch vertreten. Punkig ist „Gewiss ist nur der Tod“. Als Abschluss haben sie „Griechischer Wein“ in „Fränkisches Bier“ gewandelt. Instrumentenlinien, Rhythmus und alle für dies Lied typischen Stilmittel und Elemente bleiben erhalten. Demnach ist es ein echt würdiger Abschluss des Albums.

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Alles nur geklaut

        2.    Du hast dein Smartphone vergessen

        3.    Ich will Spass

        4.    Das Limmerland

        5.    Wer ist der Fahrer

        6.    Nur geträumt

        7.    Blaue Augen

        8.    Deutsche Vita

        9.    Karneval in Sodom

        10.  Wickie

        11.  Hurra, hurra, die Schule brennt

        12.  Grande Finale

        13.  Gewiss ist nur der Tod

        14.  Fränkisches Bier

Review – Letzte Instanz – Morgenland

Seit der Gründung 1996 und diversen Wechseln der einzelnen Bandmitglieder sind einige Alben entstanden. Nun veröffentlichten sie ihre neue Scheibe „Morgenland“ am 16.02.2018.

Mit dem Titelsong öffnet das Album. Es ist punkig, fröhlich und erinnert sogar an aktuelle „Mittelalterrockmusik“. Schon hier wird die für sie typische Kombination aus Rock und klassischer Musik, hier Streicher, deutlich. „Schwarz“ ist sowohl von den Instrumentenlinien als auch textlich düsterer. Energiegeladen und wieder fröhlicher ist dann „Disco D Amour“. „Mein Land“ ist sehr dramatisch und temporeich und verbreitet eine gewisse Endzeitstimmung. Sehr harmonisch startet „Glücksritter“ im Niemandsland und „Ikarus“ als fliegender Vogel folgt thematisch logisch mit der Sehnsucht nach Frieden und Freiheit. Eine gewisse Melancholie fliegt quasi mit. Melodisch und harmonisch mit Streichern ist „Noch Einmal“. „Asche Zu Gold“ ist wieder härter und rockiger. „Du Lebst“ beginnt rockig und fröhlich und verbreitet gute Laune, bevor die Melancholie zeitweise in den Strophen durchkommt. Ebenfalls mit positiven Instrumentenlinien mit Ohrwurmqualität ist „Wellenreiter“. Jedoch ist es textlich ernster. „Symphonie“ beeindruckt durch die Streicher und die Kraft im Refrain. „Für Immer Sein“ als Abschluss ist sehr schwermütig. 

Als Anspieltipp ist klar „Symphonie“ zu nennen, denn es gibt eine Bandbreite der Band, ihrer Musik und dieser Scheibe wieder. 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Morgenland

        2.    Schwarz

        3.    Disco D Amour

        4.    Mein Land

        5.    Glücksritter

        6.    Ikarus

        7.    Noch Einmal

        8.    Asche Zu Gold

        9.    Du Lebst

        10.  Wellenreiter

        11.  Symphonie

        12.  Für Immer Sein

Review – Hot Boogie Chillun – 18 Reasons to R´n´Roll

Am 23.03.2018 erscheint eine quasi Neuauflage des 2005 erschienenen und restlos vergriffenen Albums „15 Reasons to R´n´Roll“. Boss Hoss erinnert sich an seine Schaffenszeit u.a. mit seiner ersten Band „Hot Boogie Chillun“ zurück und wir profitieren. Denn mit dem neuen Album „18 Reasons to R´n´Roll“ gibt es drei zusätzliche Bonustracks des oldstyle Rock and Roll obendrauf. Insgesamt weckt die Scheibe bei mir Erinnerungen an meine Zeit in Nashville, Tenesse und durch die Mixtechnik kommen Gefühle der vergangenen Jahrzehnte auf.

„What Happend To Me“ hat klare Drums und teilweise verzerrte Gitarren. Flotter und mit viel Spaß untermauert folgt „Oh Well“. Ich denke an den Wilden Westen. „Triple Extroversion“ ist dann härter und rockiger mit mehr Energie und Kraft. Zusätzlich werden harte und extreme Breaks als Stilmittel genutzt und die Gitarrenarbeit am Ende beeindruckt. Diese ist auch bei „Boogie & Harmony“ und bei „Love And A 45“ zu betonen. Letzteres ist ein reines Instrumentallied.

Sehr rhythmisch, taktvoll und klassischer Rock and Roll sind die Beschreibungen für „Pure“, „Send Me Your Love“, „Volcano“ und „At Least I´ll Try“. „I Wanna“ und „Good Cooking“ sind auch wieder klassisch und temporeich rhythmisch für gute Laune - Boogie Felling vom Feinsten. Allerdings ist letzteres textlich nicht sehr ansprechend.

„Chickpulling Machine“ ist generell auch schneller und der Gesang zusätzlich weiblich verstärkt, indem eine Textpassage durch einen Chor im Kanon versetzt immer wieder wiederholt wird. Ähnliches gilt für „No One Will Ever Know“, bei dem schon fast ein gewisses Gefühl von Soul mitschwingt.

Aber auch durch „besonderen“ Instrumenteneinsatz werden Akzente dieses Albums gesetzt. Bei „Butterfly“ und „The One“ setzten immer wieder Bläser (Trompete und auch Saxophon) ein und beeindrucken positiv. Bei „Penetration“ wird das Mittel des industrialisierten Musikgefühls genutzt. Dies ist ebenfalls rein instrumental. Durch Mundharmonikaklänge wird „Come On“ zu etwas Besonderem. Ähnliches gilt für „Widow Wimberly“, bei dem die Akustikgitarre ein absolutes Highlight ist.

Meine Anspieltipps sind „I Wanna“ und vor allem „Widow Wimberly“.

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten, da durch die Vielfalt wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte, das Album mit 18 Titeln einfach quantitativ schon was bietet und auch das musikalische Handwerk Qualität zeigt.

Tracklist:

        1.    What Happened To Me

        2.    Oh Well

        3.    Triple Extroversion