Review – Beth Hart & Joe Bonamassa – Black Coffee

Das neue Album wird am 26.1.2018 erscheinen und bietet in jedem Song etwas Besonderes. Typisch und markant kommen die Stimme von Beth Hart und das geniale Gitarrenspiel von Joe Bonamassa natürlich wie erwartet und gewünscht, daher. Die zehn Songs sind auf der einen Seite alle wie aus einem Guss und auf der anderen Seite hat jeder einzelne Titel seine Highlights und Akzente.

Der Opener „Give It Everything You Got“ besticht durch ein sehr verzerrtes Gitarrenspiel am Anfang, welches im Verlauf immer wieder verstärkt herauskommt. Hinzu kommen ein geniales Gitarrensolo in der Mitte, Bläser und eine sehr punktierte Gesangsstimme. Insgesamt ist es ein sehr rhythmischer und taktvoller Song. Das typische und abwechslungsreiche Bonamassa Gitarrenspiel hören wir auch in „Damm Your Eyes“. Der Gesang ist sehr soulig. Der Titelsong „Black Coffee“ ist rockiger und etwas härter, vor allem im Refrain. „Lullaby Of The Leaves“ ist sehr weich, sowohl von den Instrumenten als auch vom Gesang her, wenn auch einzelne härtere Gitarrenriffs Highlights setzen, die sich bis ans Songende fortführen. Extrem bluesbetont ist „Why Don`t You Do Right“. Unterstützet wird es mit Klavierklängen und einzelnen Jazz Akzenten. „Saved“ ist temporeicher mit viel Action. Typisch Bonamassa ist dann wieder „Sitting On The Top Of The World“ mit klaren Gitarrenriffs. Kollegen sprechen hierbei vom Chicago Blues Rock. Minimalistisch genial ist dann „Joy“. „Soul On Fire“ ist wieder sehr melodisch und weich. Einen souligen Abschluss der Scheibe bietet „Addicted“ durch den Gesang von Beth Hart.

Insgesamt ist es wie erwartet und gehofft ein handwerklich 100%iges Album mit einzelnen Highlights in jedem Song. Dadurch fehlt mir aber das Eine, sprich der eine gewisse Song, der sich abhebt und das Album zu etwas besonderem, weil er einfach immer im Ohr, Kopf, Körper bleibt.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Give It Everything You Got

2.    Damm Your Eyes

3.    Black Coffee

4.    Lullaby Of The Leaves

5.    Why Don`t You Do Right

6.    Saved

7.    Sitting On The Top Of The World

8.    Joy

9.    Soul On Fire

10.  Addicted

Review: Endlever - TimeTo Kill

Nach diversen Livegigs, unter anderem beim Out & LOUD Festival 2016, veröffentlichten die Balinger „Endlevel“ nun ihr erstes Debutalbum „Time To Kill“. Ken Ratheiser (Lead Guitar, Vocals), Robin Willkommen ((Rhythm Guitar), Jonas Frey (Drums), Sasa Tripkovic (Bass) und Robin Richard (Lead Guitar) stellen die aktuelle Besetzung seit 2015, die sich nach vielen anfänglichen Wechseln nach der Gründung 2011 durch Jonas und Ken gefestigt hat. Ihre Trash/ Death Metal Songs sind voll mit harter Energie.

Thematisch geht es laut Robin in der Breite zum einen um den Wahnsinn des Krieges und zum anderen um sie selbst als „partywürdige Feiertruppe“. Bereits der Opener „Panzerblut“ spielt mit brutal abartigem Sound. Kräfte und abgehackte Riffs paaren sich mit gegröltem und quietschigem Schreigesang. Ähnlich geht es mit „State Of Emercency“ weiter. Wobei der Song insgesamt noch düsterer ist und zwischenzeitlich rein instrumentaler Speed Impulse setzt. „Violent Moshpit“ reiht sich nahtlos hart und dunkel brutal ein.

Der Titelsong „Time To Kill“ startet sehr rhythmisch mit klarem Gitarrensound, bevor es härter wird und der extrem dunkle Gesang schon fast als Sprechgesang einsetzt und einzelne Aussagen zusätzlich versetzt gedoppelt werden um Akzente zu setzen. „Sounds Of The Fallen Soldiers“ fügt sich dem an und passend ein, wobei hier nochmal wieder mehr instrumentelle Highlights mit Höhen gesetzt werden. Mit kräftigem Sound und hintergründigem Speed spielen die Jungs dann auch „Masterpiece Of Terrorising“. Das Tempo setzt sich dann, gepaart mit der düsteren Grundstimmung in „Legion Of Chaos“ fort, wobei es nach gut zwei Minuten eher an den düsteren und erschreckenden ruhigen Sound einer Geisterbahnfahrt auf dem Rummel erinnert. Speed und „Kampfansagen“ kommt dann wieder neu mit „Endlevel“ rein. Zunächst verzerrt und düster mit eindeutigen Gedanken an den Tod und eine Zombiewelt, wie sie auch auf dem Titelcover zu sehen ist, ist dann „Mighty Hunter“. „Incest“ rundet das Album dann entsprechend hart ab und vereint nochmal alle Elemente, die die Stimmung der Scheibe ausmachen. Die Scheibe wird bei vielen Anhängern für große Freude sorgen, da zudem alle Texte im Booklet zusammengestellt sind. Insgesamt passen die Songs alle zusammen, wenn sie auch nicht zu meinen persönlichen Favoriten zählen, da das Düstere und Gegrölte sehr stark ist. Aber eben genau dies wird die Fans freuen.

 

Meine Anspieltipps sind ganz klar der Titelsong „Time To Kill“ und „Mighty Hunter“, welches bereits 2016 ausgekoppelt als EP erschien. Die Jungs wissen wohl warum.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten, da alles aus einem Guss kommt, aber auch keine wirklichen Highlights hervorstechen.

 

Tracklist:

01. Panzerblut

02. State Of Emergency

03. Violent Moshpit

04. Time To Kill

05. Sounds Of The Fallen Soldiers

06. Masterpiece Of Terrorising

07. Legion Of Chaos

08. Endlevel

09. Mighty Hunter

10. Incest (feat. Andi, Ratze & Pete)

Review – LOKOMOTOR – Wir sind

 

Am 26.01.2018 veröffentlichen LOKOMOTOR ihr Debütalbum „Wir sind“. Mit sieben Jahren Vorbereitung haben sie sich wirklich Zeit gelassen, damit sie alle zufrieden und stolz sind. Sie, das sind die Geschwisterpaare Daniel Lang und Rebekka Knoblich und Manuel und Johannes Hoffmann und Rebekkas Mann Benjamin Knoblich aus Hof im Norden Frankens.

Der Opener „Wir sind jetzt“ zeigt thematisch direkt die kritische Herangehensweise der Band an ihre Musik mit der Frage, ob sie denn jetzt wirklich schon so weit seien. Musikalisch ist es rund, mit Akzenten und Höhepunkten und einer sehr klaren Gesangsstimme von Rebekka. Dies zeigt sich auch bei „Wanderer“, wobei der instrumentelle Einsatz hier zwischenzeitlich etwas härter durchkommt. „Hallo Leben“ beginnt sehr ruhig und emotional, bevor es kräftig und aktiv wird und den Text positiv unterstreicht. Melodisch harmonisch ist dann auch „Menetekel“. „Tanz mit mir“ ist musikalisch losgelöster. Der Sound rückt etwas mehr vom reinen Pop ab und geht Richtung Rock. Zunächst sehr sanft, später dann kräftig ist „Wann fängt der Morgen an“. Leichte Indie Elemente sind hörbar. „Lass mich endlich los“ fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept der Scheibe ein.

Die rockigen Elemente werden stärker und der Gesang und auch die Instrumentenlinien etwas härter. Weicher und ganz ruhig kommt dann „Herein“ daher. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass die Band voll und ganz mit der Musik spielt und dies liebt. Denn im Laufe des Songs setzten sie durch kräftigen Sound einzelne Akzente, bevor sie sich wieder zurücknehmen. „Komm wir starten ein Feuerwerk“ ist wieder rockiger und Rebekkas Stimme ist phasenweise ebenfalls härter, was mir persönlich sehr gut gefällt. So hebt sie sich damit mehr von der aktuellen Deutsch-Pop Linie, die im Radio teilweise als Einheitsbrei läuft, ab. Dies wird durch die punktierten „abgehackten“ Hintergrundvocals der Jungs zudem unterstützt. Insgesamt fügt sich das Album aber sehr gut in die Pop Welt ein und wird viele Fans der breiten Masse finden, da die Songs eingängig und melodisch rhythmisch sind.   

 

Als Anspieltipp empfehle ich persönlich „Lass mich endlich los“ und „Komm wir starten ein Feuerwerk“, wobei „Hallo Leben“ wahrscheinlich für viele Hörer ein gutes Beispiel für die Musik dieser Scheibe darstellen wird.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    Wir sind jetzt

2.    Wanderer

3.    Hallo Leben

4.    Menetekel

5.    Tanz mit mir

6.    Wann fängt der Morgen an

7.    Lass mich endlich los

8.    Herein

9.    Komm wir starten ein Feuerwerk

Review – Prelistening Session – Interview –

Rebellion – A Tragedy in Steel Part II: Shakespeare`s King Lear

 

Am 13.01. waren wir von Frank Wilkens (Nauntown Music) und Uta geladen mit Rebellion ihr neues Album zu hören. Dies wird am 26.1. veröffentlicht. Zudem hatten wir die Gelegenheit bei einem gemütlichen Beisammensein eine rege Interviewrunde zu führen. Die Scheibe reiht sich auf der einen Seite insgesamt nahtlos in die Rebellion Geschichte ein, aber Tomi äußerte zudem, dass die Weiterentwicklung der Band auch Fragen aufwarf: „Ist das überhaupt noch Rebellion?“ Laut ihm siedelt sich dieses Konzeptalbum in einer Grenzregion an. Als Beispiel nennt er hier „Thankless Child“ mit Pink Floyed Akzenten. Jedoch bekam laut der Band jeder Song die Zeit sich zu entwickeln. Oli erzählte hierzu, dass er gerne ausprobiert, ob und wann beispielsweise noch ein paar Takte Mandoline oder Klavier zusätzlich eingespielt werden können und sollen. Alle wollten ein Gefühl für jeden Titel bekommen. Demnach waren die wöchentlichen Proben für alle wichtig. Die Produktion lief „Old School“ ohne Samples oder Dopplungen von Gitarren ab. Demnach ist es ein „echtes“ und trotzdem druckvolles Album. Die düstere Grundstimmung zieht sich als Gesamtkonzept komplett durch alle Songs. Hinzu kommen einzelne Sprechpassagen von Gästen. Auch diese wurden im Vorfeld mit den Sprechern geprobt, damit eine Hörbuchentwicklung in den jeweiligen Song integriert wird.   

 

Direkt der Opener „A Fool`s Tale“ macht auf die düstere Stimmung aufmerksam. Es ist zwar wie immer ein satter und kräftiger Sound und der Gesang von Micha ist und bleibt markant, aber durch weiblich punktierte Vocals kommen neue Akzente hinzu. Den Song gibt es vorab schon als Video online. Der Dreh fand, so konnten wir im Interview erfahren, in der Nähe der Saalburg und bei Oberursel statt; mitten im verschneiten und eisig kalten Wald. Dies unterstreicht einmal mehr die dramatische Atmosphäre, die sich durch die ganze Scheibe zieht.

 

„Dowerless Daughter“ ist von Beginn an durch ordentliches Tempo geprägt. Zudem unterstützt eine „weichere“ Stimme in Form eines Arbeitskollegen von Tomi den Gesang.

 

Bei „Thankless Child“ hören wir einfach alles. Durch viele Stimmen wird in dem Song über 6,5 Minuten schon eine ganz eigene Geschichte erzählt. Die Gitarren sind sehr stark und die Drums unterstützen diesen Sound positiv minimalistisch. Der gesamte Instrumenteneinsatz ist sehr abwechslungsreich. Zudem zeigt Micha hier wie stimmvielfältig er singen kann.

 

„Stand Up For Bastards“ startet dann sofort mit einem fetten und extrem rhythmischen Sound. Zudem wird bei ungefähr 3 Minuten ein Highlight durch das Gitarrenspiel gesetzt.

 

Dies ist auch in ungefähr der Mitte von „Storm And Tempest“ der Fall. Der Song ist insgesamt sehr hart und temporeich mit einem fetten Hintergrundgesang.

„Demons Of Madness“ zeigt in den knapp 5 Minuten Spielzeitwieder die düstere und schwere Stimmung wie im Video auf. Die leicht verzerrte Stimme von Micha unterstützt diese schleppende Atmosphäre. Der Sound wird im Verlauf kräftiger und satter. Akzente werden durch die vielen Stimmen, die den Titel singen, gesetzt.

Extrem abwechslungsreich in sich und alleine wieder eine Geschichte erzählend ist

„The Mad Shall Lead The Blind“. Der Song ist mit ordentlich Tempo, mit weichen und auch schwermütigen Gesangselementen und auch mit Gesprächen (weibliche Gäste) und mit Gitarrensoli gespickt.

 

„Black Is The World“ hat durch ein Keyboard ein sehr mystisches Intro. Dies wird, leider, durch harte Drums und Gitarren sehr abrupt gestoppt. Der Gesang von Micha ist wieder sehr typisch markant und Instrumentenbreaks setzen Akzente.

 

Wie der Titel schon sagt ist „Battle Song“ sehr kräftig. Der Song hat zwar Tempoakzente, ist aber weitestgehend sehr rhythmisch mit einem starken Takt zum Gesang. Hinzu kommt ein Gitarrensolo, welches viele Freunde finden wird. Beim Ausklingen des Songs wird der Titel nochmal stark betont. Für Tomi hat der Refrain einen Manowar Charakter. Er steht, soweit dürfen wir die Info schon weitergeben, ganz weit oben auf der Liste für mögliche Songs bei Live-Acts.

 

„Blood Against Blood“ startet dann mit ordentlich Speed und fetten Drums. Der Gesang ist wieder sehr düster und schon fast schreiend. Bei knapp 2,5 Minuten wird dann das Bisherige zurückgenommen um einen Sprechgesang (Gast, Tomis Arbeitskollege) als erzählendes Element zu betonen.

 

Mit schnellen, fetten, harten und satten Instrumenten startet dann „Truth Shall Prevail“. Aber auch hier wird dies zugunsten einer sprechenden Konversation (Sarah und einer von Tomis Arbeitskollegen) phasenweise reduziert. Bei Michas typisch fetten Gesang erhöht sich dann auch wieder der Instrumenteneinsatz.

Als Abschluss rundet „Farewell“ die Scheibe dann ab. Bei ca 8,30 Minuten Spieldauer bleibt viel Zeit für stilistische Akzente. Denn die erste schwermütige, schwerfällige und schleppende Grundstimmung wird durch weiche und harmonische Keyboardklänge aufgemischt. Hinzu kommen harte Drums, Riffs und Michas entsprechender Gesang. Dieser Song hat ebenfalls schon im Vorfeld viele Anhänger gefunden.

 

Demnach gehört zu unseren Anspieltipps natürlich der Videosong „A Fool`s Tale“. Aber durch das Erzählen der Geschichte und die unterschiedlichen und abwechslungsreichen Akzente legen wir euch „Thankless Child“ und „The Mad Shall Lead The Blind“ ans Herz.

 

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    A Fool´s Tale

2.    Dowerless Daughter

3.    Thankless Child

4.    Stand Up For Bastards

5.    Storm And Tempest

6.    Demons Of Madness

7.    The Mad Shall Lead The Blind

8.    Black Is The World

9.    Battle Song

10. Blood Against Blood

11. Truth Shall Prevail

12. Farewell

Review – Morbid Angel – Kingdoms Disdained

Am 1.12.2017 veröffentlichen „Morbid Angel“ ihr neues Studioalbum „Kingdoms Disdained“ über Silver Lining Music. Wie erwartet ist es kräftiger Death und Trash Metal Sound. Die Drums, vor allem die Dubble Base, stehen extrem im Vordergrund und bekommen so einen hohen Stellenwert. Alle elf Songs wirken wie aus einem Guss und passen sich an- und ineinander an. Besonders bei „The Righteous Voice“, „The Pillars Crumbling“, „For No Master“ und „The Fall Of Idols“ werden durch andere, sprich hellere, Gitarrenlinien zusätzliche Akzente gesetzt. Und bei „From The Hand Of Kings“ und „The Fall Of Idols“ gibt es durch harte Breaks extreme Cuts, die zusätzlich bemerkenswert sind. Bei „The Pillars Crumbling“ wird zudem noch mit dem Gesang gespielt und er wirkt, wie auch teilweise die Gitarrenlinien in diesem Song und in „The Fall of Idols“ verzerrt.

Insgesamt ist es ein Album was viele begeistern wird und sich relativ gut in die Szene einordnen lässt. Die Scheibe wirkt rund und durchdacht. Aber deshalb fehlt es auch an Ecken und Kanten, sprich an einzelnen Songs, die die Scheibe zu einem Highlight hätten werden lassen können, was sich von anderen abhebt.

Als Anspieltipps empfehle ich euch „The Pillars Crumbling“ und „The Fall Of Idols“.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Piles Of Little Arms

2.    D.E.A.D.

3.    Garden Of Disdain

4.    The Righteous Voice

5.    Architect And Iconoclast

6.    Paradigms Warped

7.    The Pillars Crumbling

8.    For No Master

9.    Declaring New Law (Secret Hell)

10.  From The Hand Of Kings

11.  The Fall Of Idols

Review – Godex – The Heart Collector

Die Band „Godex“ aus der Region Bonn gibt es nun schon seit 2009. Gründer Tommy Tom stammt eigentlich aus der Gothic Metal Schiene. Nun hat er im Mai mit Godex bereits das vierte Album „The Heart Collector“ veröffentlicht. Und das, so verriet uns Tommy im Interview, obwohl es zuerst als Soloprojekt geplant war. Aber irgendwie ging es immer weiter. Im Herbst begleiteten sie die Crüxshadows mit 12 Konzerten auf ihrer Tour, um dort das Album zu promoten. Und das ist ihnen beispielsweise in Frankfurt am Main im „Bett“ gut gelungen. Sie gewannen einige neue Fans und es zeigte sich erneut, dass das Publikum der „dunklen Szene“ einfach ein echt gutes ist.

Die Scheibe beginnt mit einem weichen und sehr langsamen Intro namens „Prologue“, bevor es schon fast actionreich mit dem Titelsong „The Heart Collector“ weiter geht. Markant ist, wie bei jedem einzelnen Song, die extrem dunkle, klare und dennoch weiche Stimme von Tommy. Mit schönen hellen Keyboardklängen bringt uns dann „Shine So Bright“ fast schon zum dahinschmelzen. Mit schnellen und kräftigen Drums beginnt dann „Glory Glitter And Gold“, bevor es im Refrain insgesamt an Fülle und Harmonie zunimmt, um dann wieder sanfter mit gedrosseltem Instrumenteneinsatz und auch einem Sprechgesang zu spielen. „Hopes And Dreams“ ist dann ebenfalls wieder sehr melodisch und dennoch kräftig mit unterschiedlichen Akzenten. „The Fozen One“ macht durch verschiedene synthetische Sounds seinem Namen alle Ehre und ist eher eine Uptempo Nummer. Kräftig und hart und dennoch immer mehr harmonisch zurückhaltend geht es dann mit „Reach The Flame“ weiter. „Burning Inside“ ist eine sehr rockige Nummer, wobei auch hier das Spielen mit synthetischem Sound nicht wegzudenken ist. Ähnlich rockig startet auch „When I Cry“, wobei die Instrumentenlinien sich immer wieder zurücknehmen und den Gesang entsprechend positiv begleiten und unterstützen. „Miss Tragedy“ ist dann wieder temporeicher, heller und trotz der eigentlich „dunklen Szene“ eigentlich mit fröhlichen Takten. In „Oh My Fortune“ bestimmt zunächst das Keyboard die Klänge, bis die anderen Instrumente harmonisch einsetzen. Ähnlich dominant sind die rockigen Drums und Gitarrenlinien zu Beginn von „In The Flood“. Und dies Rockige kommt immer wieder durch, auch bei dem Gesang von Tommy. „Pirate Gold“ ist zwar durch die Drums hart, aber fügt sich dann quasi nahtlos in das Gesamtkonzept der Scheibe ein. Den Abschluss bildet „Raining Over Me“. Der Song ist insgesamt langsamer und mit einigen synthetischen Effekten gespickt.

Alles in Allem bietet die Scheibe eine Fülle an Songs (14!), die in sich stimmig sind. Es gibt keinerlei Ausreißer oder sinnlose Lückenfüller, aber leider auch keine absoluten Highlights. Deshalb gibt es auch keine gesonderten Anspieltipps.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Prologue

2.    The Heart Collector

3.    Shine So Bright

4.    Glory Glitter And Dreams

5.    Hopes And Dreams

6.    The Frozen One

7.    Reach The Flame

8.    Burning Inside

9.    When I Cry

10.  Miss Tragedy

11.  Oh My Fortune

12.  In The Flood

13.  Pirate Gold

14.  Raining Over Me

 

 

Review – Killcode – The Answer

Die fünf Jungs von KILLCODE aus New York City haben ihr neues Album „The Answer“ veröffentlicht. Im Interview beschreibt Tom Morrissey ihre Musik wie folgt: „KILLCODE really is just unpretentious, raw Hard Rock! We have elements of Southern Rock, Heavy Metal and even Classical and Blues shining through very clearly. We aren't afraid to write and play what we feel. So what does KILLCODE sound like? It sounds like five guys who grew up on everything from Alice Cooper and Black Sabbath to Lynyrd Skynyrd and Slayer with just a hint of The Beastie Boys and Bad Brains.“ Demnach freuen wir uns über harte Riffs und starke Drums.

Direkt der Albumtitel ist der Opener. „The Answer“ wird auf Anhieb Fans finden. Es ist hart und leicht abgehackt. Stoner Rock wie man ihn lieben kann. Mit „Show Me“ geht es dann generell harmonisch rockiger weiter. Besonders bemerkenswert ist hier, dass die Jungs in jedem Song bis zum Ende alles geben. Es wird nichts einfach abgebrochen. Der Ausklang von „Show Me“ ist einfach ein perfektes Beispiel dafür. Aber auch die Gitarrenarbeit bei gut zweidrittel des Songs zeigt das handwerkliche Können und die Liebe zum Detail. Mit schnellen Gitarrenriffs beginnt dann auch „Shot“, bevor es ein klassischer Handbangingsong mit harten und klaren Takten wird. Hier unterstützt der Gesang die Stimmung und bringt durch phasenweises Geschreie und Gebrülle die nötige Härte noch weiter zum Ausdruck, wobei durchaus auch sehr harmonische Passagen mit klaren Vocals zu genießen sind. „Bleed“ ist von den Instrumentenlinien wieder von der temporeichen und harten Gangart. Die Drums dominieren und das ist auch gut so. So gleicht kein Song dem anderen und dennoch hört es sich an wie aus einem Guss. Relativ düster und schwer beginnt „Own It Now“. Jedoch werden wir überrascht. „Chris Wyse“ (Bassist und Sänger, ebenfalls aus New York City) ist mit von der Partie. Bekannt ist dieser für seine Auftritte mit „The Cult“, „Ozzy Osbourne“ oder auch „Mick Jagger“. Der Song ist, nach dem Intro, weich, harmonisch und mit wunderschön melodischen Gitarrenlinien und diversen Solos. Und das Ganze gepaart mit entsprechenden Gesangslinien. Dass KILLCODE ihn für diesen Song gewinnen konnten, ist ein absolutes Highlight und zeigt erneut die Vielfalt und Offenheit der Band. „Kickin And Screamin“ ist dann wieder typische harter Rock, wobei der Titel Gesetz ist und die Stimmung entsprechend rüberkommt, so dass wir ganz und gar in diesem Song aufgehen können. Unterstützt wird das durch die leichte Blues Rock Note. Auch hier genießen wir starke Gitarrenlinien mit harten Riffs, die passend Akzente setzten und einen Basssound, der besonders am Songende für Beachtung sorgt. Ähnlich rockig geht es dann mit „Pick Your Side“ weiter. Wobei die Vocals und auch die Wechsel der Takte hier wiederum die unterschiedlichen Facetten zeigen. Leichte Brüllhintergrundchöre geben das gewisse Etwas dazu. „The Haunting“ knüpft daran sehr gut an. Zwar ist es langsamer, aber keinesfalls ruhiger oder langweiliger. Es ist ein kraftvoller Song mit entsprechender Aussage. Wobei nach über vier Minuten Spieldauer die Stimmung auf einmal wechselt. Statt Kraft und Härte hören wir entspannte und weiche Gitarrenlinien. „Slave“ ist dann wieder ein Song der härteren Gangart. Leicht abgehackt und griffigem Sound und entsprechenden Hintergrundchören wird dem Songtitel alles gerecht. Aber auch temporeiche Passagen und die einzelnen Soli dürfen nicht fehlen um entsprechende Akzente zu setzen. Wunderschön rundet „Put It Off“ das Album ab. Der Song ist grandios harmonisch. Und dieses Gefühl spiegelt auch die Unterstützung von „James Clisset“ an der Mundharmonika wider. Weitere stilistische Mittel werden zusätzlich durch einen Sprechgesang genutzt. Wobei das Mundharmonikaspiel ganz klar im Vordergrund steht. 

Dass die Jungs auch ein Händchen für Balladen haben, zeigen sie auch bei diesem Album. Aber nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle eine Ausnahme machen und den Song „The Wrong Side“ thematisieren, auch wenn er nicht auf diesem Album ist. Er ist eine weitere Ballade der Amerikaner und wäre laut vieler Fans einfach perfekt geeignet ab sofort im Radio als Dauerschleife zu laufen. Er hat das Potenzial viele Menschen zu erreichen, sei es musikalisch als auch thematisch mit seiner Bedeutung. Also Leute, hört einfach mal rein.

Live konnten wir KILLCODE schon beim Bang Your Head Festival in Balingen erleben. Aber auch auf Festivals in Frankreich oder auch beispielsweise in Mexiko begeisterten sie ihre Fans und gewannen neue dazu.

Auf die spezielle Frage bezüglich des Wunsches wieder in Deutschland zu spielen, verriet Tom beim Interview: „We love playing in Europe in general but Germany is particularly great and special as it was one the first countries we played in Europe last year. The people are very passionate about their music, Rock and Metal and responded very well to our songs and live shows. KILLCODE has been back twice since and do hope to return!“ Bezüglich der deutschen Fans sagte er: „As I mentioned above the German fans are very passionate about their music and going to shows. It's great when you play a festival and the fans and people are very engaged and rocking out ..which is exactly how our experience with the German crowds has been.They are also very cool about attending our meet and greets, getting to know us as people and we love meeting them as well. We have had a few special experiences in Germany but one that stands out is singing our song "The Wrong Side " during the closing ceremonies/ fireworks at the last Rock Of Ages Festival in Germany.“

An dieser Stelle möchten wir uns bei Tina Bousikas bedanken. Sie ist in Deutschland und der Schweiz für die Jungs da und hat uns all das Material zur Verfügung gestellt.Auch bei Silke und Dietmar Becker bedanken wir uns für ihre Unterstützung.

Als Anspieltipps von genau diesem Album empfehle ich euch „Show Me“ und „Own It Now“. Hier bekommt ihr einen kleinen Überblick über das breite Spektrum der musikalischen Arbeit der Jungs und ich garantiere euch, ihr werdet überrascht und gefesselt sein.

 

Promoportal-germany vergibt 10 von 10 Punkten, da es einfach ein grandios abwechslungsreiches Album ist, dass trotz aller möglicher Unterschiede und verschiedener Akzente, Stile, Höhepunkte, etc. einen roten Faden klar erkennbar werden lässt und einfach in sich rund ist.


Tracklist

1.    The Answer

2.    Show Me

3.    Shot

4.    Bleed

5.    Own It Now

6.    Kickin And Screamin´

7.    Pick Your Side

8.    The Haunting

9.    Slave

10.  Put It Off

Review – Nazca Space Fox – Nazca Space Fox

Wie der Titel schon verrät ist das Debutalbum des Trios ein sehr weites, reines Instrumentalalbum. Es lädt zum Träumen und Schweben ein. Der Opener „Weltraumorgel“ beginnt sehr weich und geschmeidig. Im Laufe der knapp 15 Minuten Spieldauer entfaltet sich weitere Intensität. Die lang gezogenen Gitarrenriffs werden mit knackigen Drums unterstützt. Der Bass begleitet es quasi perfekt. Aber auch elektronische Hilfe seitens Keyboardsounds fließen mit ein. Durch die Abwechslung spielen die Jungs immer wieder mit stilistischen Mitteln und setzen gekonnt Akzente und einzelne Höhepunkte, wobei der rote Faden klar erkennbar bleibt. „The Monkey“ ist dann flotter und steigert das Album weiter. Klare kurze Anschläge geben einen knalligen Takt an, wobei auch hier das gewisse etwas an Psychodelic nicht fehlen darf. Mit etwas mehr als vier Minuten ist der Song bedeutend kürzer, aber keinesfalls langweilig. Auch hier bekommt die Gitarre ihre eigene Aufmerksamkeit. Wieder sehr harmonisch ruhig und weich mit wenigen Instrumentenlinien beginnt dann „Orchid Coffee“.  Die Drums setzten nur einzelne Höhepunkte und die Becken klingen entspannt aus. Nach gut der Hälfte kommt dann mehr Härte, Tempo und Kraft mit rein und das Stück wirkt allgemein aggressiver und düsterer. „Isolator“ ist mit zehneinhalb Minuten dann wieder ein längeres Stück, bei dem mit unterschiedlichen Stimmungen gespielt wird. Die einzelnen Instrumentenlinien setzten wieder Akzente und das teilweise verzerrte Spielen der Gitarre und des Bass, vor allem im letzten Teil des Stücks, sind das I-Tüpfelchen. Das nächste kürzere Stück (3:36 Minuten) „Firebird“ beginnt dann mit klaren Anschlägen, bevor längere Gitarrenklänge hinzukommen. Der Bass macht das ganze dann wieder rauer und der Takt wird wieder schneller. Aber auch hier spielen die Jungs und erzeugen unterschiedliche Stimmungen in mir. Die über elf Minuten von „Mindwalk“ starten dann wieder recht leise und leicht. Die weichen und zarten Instrumententöne führen einen wieder ins Jenseits. Einmal dort angekommen, verweilt man trotz „mehr“ Musik dort und genießt den freien Gedankenlauf. Nur gegen Ende zieht das Tempo an und der Song knallt mehr, schon alleine durch die harten Anschläge an den Drums. Der letzte Song der Scheibe „5 Plus“ hat dann wieder helle Klänge zu bieten. Aber auch eindringliche Passagen sind zu genießen.

Anspieltipps: „Weltraumorgel“ und „Firebird“

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.       Weltraumorgel

2.       The Monkey

3.       Orchid Coffee

4.       Isolator

5.       Firebird

6.       Mindwalk

7.       5 Plus   

Review – The Venture – Aspire And Dissolve

Das Album „Aspire And Dissolve“ von „The Venture“ erschien bereits im Dezember letzten Jahres. Die Darmstädter Jungs spielen laut ihren Infos progressiven Metalcore. Musikalisch ist es ein in vielen Bereichen echt spannendes und gutes Album. Es ist ein ansprechender Mix aus Melodien-, Speed- und Stimmungswechseln, sogar in den einzelnen Songs. Der Schreigesang ist sehr markant und gekonnt ein- und umgesetzt. Doch zunächst beginnt die Scheibe mit einem sehr harmonischen Instrumentalsong „Intro“. Danach folgen Songs der härteren Gangart.

Besonders bei „Weights“ sind die Gitarrenlinien positiv hervorzuheben. „Origins“ und „Aurora, A New Dawn“ kommen mit ordentlich Speed daher. Bei zweitem ist weiterhin zu bemerken, dass wir zu dem Speed aber auch immer wieder Tempowechsel und Stimmungswechsel genießen dürfen und der Song nach knapp acht Minuten Spieldauer schon fast leicht und weich ausklingt. „Encourage“ besticht in seinen gut vier Minuten dann wieder durch extreme Gitarrenarrangement, gepaart mit dem entsprechenden Schreigesang mit einer wahnsinnig tief eindringlich grölenden Stimme. Vielfältig und abwechslungsreich geht es dann auch mit „Evermore“ weiter. Hier spielen die Jungs wieder sehr stark mit den unterschiedlichen Stilmitteln.

Besonders empfehlenswert ist hier die Schlagzeugarbeit anzumerken, welche in den über neun Minuten Songlänge immer wieder wahnsinnige Akzente setzt. Aber auch die Gitarrenlinie, welche den Song sehr weich abrundet und beendet ist handwerklich und stilistisch einfach geschickt gewählt und rundet das Album in Verknüpfung an das Intro harmonisch ab.

 

Fazit: Für Metalcor- und Deathmetalfans ein echt empfehlenswertes Album.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Intro

2.    Weights

3.    Origins

4.    Aurora, A New Dawn

5.    Encourage

6.    Evermore

Review – Gothminister – The Other Side

Die neue Scheibe hat auf sich warten lassen. Aber „Gut Ding Will Weile Haben“, oder wie heißt es so schön? Die Qualität des neuen Albums ist einfach da, da kann man sagen was man will. Aber ist dies der Grund, warum die Quantität zu kurz kommt? Nur 10 Titel…

Aber nun ans Eingemachte: „Ich will alles“ startet mit Streichern, bevor Kraft, Energie und ein Hauch von Rammstein oder Eisbrecher durchkommt. Außergewöhnlich sind der Mix aus deutschem und englischem Text und die synthetischen Elemente. „The Sun“ hat einen sehr synthetischen Sound und zu der tief dröhnenden Gesangsstimme des Gothministers gesellt sich weibliche Verstärkung. Direkt mit harten Drums knallt dann „Der fliegende Mann“ ins Ohr. Und genauso kräftig bleibt es, wobei einzelne Parts harmonisch melodischer wirken. Auch hier überrascht der deutsch- englische Sprachmix. „Aegir“ beginnt mit leichtem Gitarrensound bevor eine extrem düstere Gesangsstimme einsetzt, die aber auch diesmal mit weiblichen Vocals akzentuiert unterstützt wird. Generell wird der Song lebhafter und fröhlicher. Schon bald mit mystischen Keyboardsounds und synthetischen Effekten beginnt „Red Christ“. Wobei der Song kräftiger und härter wird und auch diesmal der düstere Gesang bleibt. Mit viel experimenteller Freude an Klängen ist „We Are The Ones Who Rule The World“ aufgebaut. „All This Time“ ist dann wieder extrem hart, kräftig und mit Synthisounds gespickt. Nach dem harmonisch melodischen Beginn mit hellen Keyboardklängen setzen dann auch bei „Day Of Reckoning“ harte Drums und Gitarrenriffs ein. Bei „Taking Over“ wird nicht lang gefackelt. Wir sind direkt im Song, ganz unverblümt. Das Dunkle überwiegt trotz akzentuierter weiblicher Gesangsuntermalung. „Somewhere In Time“ beginnt dann wieder sehr episch und schon fast dramatisch, bevor eine mystische Stimmung aufkommt und ein eindringlicher Gesang die Macht übernimmt. Und mit genau dieser Stimmung schließt das Album dann auch rund ab.

Anspieltipps sind „Ich will alles“ und „We Are The Ones Who Rule The World“

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten. 

 

Tracklist:

01 Ich will alles

02 The Sun

03 Der fliegende Mann

04 Aegir

05 Red Christ

06 We Are The Ones Who Rule The World

07 All This Time

08 Day Of Reckoning

09 Taking Over

10 Somewhere In Time

Review – Charkora – Chakora

Die vierköpfige deutsche Band feiert nun ihr Debütalbum „Chakora“. Die Jungs, Jakob Messner (19), Fabian Thomé (25), Christian Weber (27) und Nikolaj Back (26), sind mit ihrem Sound trotz der jungen Jahre ganz schön reif und gewachsen. Sie sind voller Energie und möchten, ihren Aussagen nach auch, dass wir beim Hören ihres Sounds die gleiche Kraft spüren. Und das ist machbar. Obwohl sie nun ihr erstes Album auf den Markt bringen, gibt es sie schon länger und zuvor auch mit anderen Mitgliedern und unter anderem Namen. Aktiv waren sie schon bei der Aggressor Tour mit Ektomorf unterwegs und gaben dort ihren kräftigen Sound zum Besten. Groovige Gitarrenriffs, Solos der alten Schule und harte Drums überzeugen - und das ganze zusammen mit starkem Bass und einer tiefen und hart kräftigen, leicht rauchig brüllenden Gesangsstimme. Der Name Chakora, aus der indischen Mythologie stammend, ist ein Vogelfabelwesen, welches von Mondstrahlen lebt. Und das passt zu den Jungs. Leben in der harten, kalten Welt des Dunklen und doch frei sein wie ein Vogel, um sich von der Masse abzuheben um neue Ideen mit altbewährtem zu vereinen.

Die einzelnen Songs der Scheibe lassen sich wie folgt beschreiben. „Make It Happen“ startet direkt aggressiv und hart. Griffiger Sound, Groove und eine starke Stimme. Und gleichzeitig ein Spielen mit unterschiedlichen Rhythmen und Takten. „Lost“ beginnt sehr auf warme Gitarrenlinien und eine zwar starke, aber harmonischere Stimme reduziert, bevor die Drums einsetzen und der ganze Sound härter knallt. Direkt mit griffigen Gitarrenriffs startet „Long Live The Weakness“. Diese Härte bleibt im ganzen Song und grölender Hintergrundgesang unterstützt diese Atmosphäre. Allerdings übernimmt der Bass als einzelnes Instrument bei ungefähr zwei Minuten den Hauptanteil, bevor es erneut kräftiger wird. „Inner Madness“ ist ein insgesamt sehr rhythmischer und schon fast melodischer Song. Es beginnt sehr weich und dieser Sound kommt auch immer wieder, auch wenn es kräftiger, härter und vor allem gegen Ende schneller wird. Ich hätte mir noch mehr solcher Songs auf dieser Scheibe gewünscht, denn sie passen ins Konzept und zeigen die Vielfalt und das Können der Jungs.  Düster, aggressiver und von Beginn an mit mehr Speed sind dann „Enemy“ und „Blacklist“, wobei erstes deutlich härter ist. „1984“ ist der Abschluss des Albums und packt nochmal alle Härte, Groove, Gitarrenriffs und intensive Schlagzeugrhythmen aus, die die Jungs zu bieten haben.

Alles in allem ein hartes, starkes und kräftiges, wenn mit sieben Titeln auch recht kurzes, Debütalbum.

Unsere Anspieltipps sind „Make It Happan“ und „Inner Madness“.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    Make It Happen

2.    Lost

3.    Long Live Weakness

4.    Inner Madness

5.    Enemy

6.    Blacklist

7.    1984

Review – Evergrey -  The Dark Discovery

In einer Neuauflage kommt nun das Album „The Dark Discovery“ von „Evergrey“ am 24. November 2017 auf den Markt. Während die 1998er Scheibe ihr Debüt war, hat sich bis heute einiges getan. Die Progressive-Metal Band aus Schweden hat bis heute vieles erlebt. Während Sänger Tom S. Englund schon 1993 Gründungsmitglied war, gab es sonst diverse Wechsel an den Instrumenten.

Das nun vorliegende Album bleibt recht düster und schwermütig, wobei klare Einflüsse von Power, Melodic, Dark, Trash und Progressive zu hören sind. Und genauso startet auch der Opener „Blackened Dawn“: düster, schwer, mit temporeichen Akzenten und mit dröhnenden Hintergrundchören. Ähnlich hart und mysteriös geht es dann auch mit „December 26th“ weiter. Hierbei erhalten die Instrumentenlinien in der Songmitte besondere Aufmerksamkeit. Der Titelsong „Dark Discovery“ ist ebenso hart und düster, wobei durch kleine helle Keyboardtöne und Sprechgesänge Akzente gesetzt werden. „As Light Is Our Darkness“ ist schon fast sentimental – und das sowohl mit den Instrumentenlinien als auch gesanglich.

Härter und düsterer geht es dann mit „Beyond Salvation“ und „Closed Eyes“ weiter, wobei zweites Gewittertöne miteinspielt. „Trust And Betrayal“ kommt dann zunächst mit ordentlich Speed daher, wobei auch hier der Gesang progressiv bleibt. „Shadowed“ ist ein weiteres gutes Beispiel für Progressiv Dark Metal und „When The River Calls“ ist ebenfalls düster mit harten Gitarrenriffs und kräftigen Drums. Später kommen dann hellere Keyboardklänge hinzu, die den Gesang gut unterstützen und das ganze melodischer wird. „For Every Tear That Falls“ ist schon bald eine klassische Ballade. Sehr ruhige Keyboardtöne und eine zwar rauchige, aber dennoch weich liebevolle Stimme, die durch Chöre und zusätzlich durch weibliche Unterstützung verstärkt wird.

„To Hope Is To Fear“ ist dann wieder rockiger mit eingängigen Drums und Riffs und einer düsteren Stimme. Insgesamt hatte ich mir bei der Neuauflage zum einen eine rundum runder klingende Scheibe gewünscht als auch weitere experimentelle Ausschweifungen.

Als Anspieltipps lege ich euch „When The River Calls“ und „For Every Tear That Falls“ ans Herz.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Blackened Dawn

2.    December 26th

3.    Dark Discovery

4.    As Light Is Our Darkness

5.    Beyond Salvation

6.    Closed Eyes

7.    Trust And Betrayal

8.    Shadowed

9.    When The River Calls

10.  For Every Tear That Falls

11.  To Hope Is To Fear

Review - Elvenking - Secrets Of The Magick Grimoire

 

Elvenking veröffentlichen am 10.November 2017 endlich wieder ein Studioalbum – und was für eins… Es ist wirklich für jeden was dabei. Die Italiener zeigen wieder was sie können.

Bereits der Opener „Invoking The Woodland Spirit“ hat einiges zu bieten: Mysthic, Melodic und Speed und das ganze gepaart mit der charmanten Stimme von Damnagoras und einigen Hintergrundchören in Begleitung. Einfach direkt schon ein ohrwumverdächtiger Sound direkt zu Beginn der Scheibe, der sofort zeigt was in ihnen steckt. Und genauso geht es auch weiter. „Draugen`s Maelstrom“ hat kräftige und harte Riffs und Klänge und einen ebenso kräftigen als auch melodischen Refrain, der zudem mit „gut“ gegrölten Gesangslinien unterstützt wird. „The One We Shall Follow“ ist insgesamt ein sehr takt- und rhythmusbetonter Song, der erneut die Vielfalt der Band zeigt.

 

Mit irischen Folk Klängen startet dann „The Horned Ghost And The Sorcerer“, bevor es härter, schneller und rockiger wird. Wobei sich die Instrumentenlinien wieder zurücknehmen, wenn der Gesang einsetzt, um diesen dann zu untermalen. Besonders im Refrain kommt die Stärke dieses Songs heraus und dem Folk werden im gesamten Song immer wieder durch einzelne Akzente Freiräume gegeben. „A Grain Of Truth“ ist dann wieder direkt von Beginn an sehr viel härter. Die Drums und Gitarren geben den Takt an und auch grölende Gesangspassagen erhalten Einzug. Typisch „Elvenking“ geht es auch mit „The Wolves Will Be Howling Your Name“ weiter, ganz klassischer Melodic Metal mit den unterschiedlichsten Akzenten verfeinert. Hierbei sei insbesondere das wahnsinnige Gitarrenspiel angemerkt, welches bei knapp viereinhalb Spielminuten dieses Songs besondere Aufmerksamkeit erhält. Gleichzeitig entführt die Band ihren Hörer gedanklich hier auf eine Märchenwiese zu Elfen und Feen.

 

Mit Foksounds startet dann auch „3 Ways To Magick“, die im Laufe des gesamten Songs immer wiederkehren. Hauptanteil ist aber auch hier wieder klassisch harter Melodic Rock, bei dem durchaus mit Takt, Speed und Chören gespielt wird und alles zu einem Gesamtkonzept verknüpft wird. „Straight Inside Your Winter“ ist ein absolutes Brett des musikalischen Könnens von „Elvenking“. Es ist melodisch, harmonisch und abwechslungsreich innerhalb der Takte. Die Instrumentenlinien unterstützen die gesanglichen Akzente und auch die Chöre einfach perfekt und erhalten dennoch ihre eigenen Höhepunkte. Es ist einfach alles dabei. Mit ordentlich melodischen Speed geht es dann mit „The Voynich Manuskript“ weiter, bevor nach einer harmonisch hellen Folkeinlage der Metal mit seiner Tiefe und Härte durchkommt, um dann wieder ordentlich Tempo zu machen. „Summon The Dawn Light“ ist ebenso ein sehr harmonisch melodischer Song. Er überzeugt auf ganzer Linie und die Chöre beeindrucken zusätzlich. Sehr individuell folklastig mit einer verzerrten Gesangsstimme startet „At The Court Of The Wild Hunt“, bevor der düstere Metal samt ordentlich Tempo beginnt. Aber auch hier schafft es die Band durch eine extrem ruhige und dann dunkle Phase besondere Akzente zu setzen. Märchen- und feenhaft ist dann „A Cloak Of Dusk“. Und diese Stimmung bleibt während des gesamten Songs und bildet einen schönen Abschluss eines absolut gelungenen Albums.

Fazit: Ein abwechslungsreiches und dennoch typisches Album der Band, welches sich auf jeden Fall zu kaufen lohnt.

 

Meine Anspieltipps sind „Invoking The Woodland Spirit“ und „Straight Inside Your Winter“.

 

Promoportal-germany vergibt 9 vom 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Invoking The Woodland Spirit

2. Draugen’s Maelstrom

3. The One We Shall Follow

4. The Horned Ghost And The Sorcerer

5. A Grain Of Truth

6. The Wolves Will Be Howling Your Name

7. 3 Ways To Magick

8. Straight Inside Your Winter

9. The Voynich Manuscript

10. Summon The Dawn Light

11. At The Court Of The Wild Hunt

12. A Cloak Of Dusk

Review – Soil – Scream

Rund 20 Jahre nach der Gründung 1997 in Chicago Illinois, veröffentlichten „Soil“ in der aktuellen Besetzung von Ryan McCombs (Vocals), Tim King (Bass), Adam Zadel (Guitars) und Mitch Gable (Drums) im September diesen Jahres ein neues Album. Irgendwie ist es ein Best Of, was schon der Titel „SCREAM: The Essentials“ vermuten lässt.

Doch trotz der Fokussierung auf das Wesentliche und Grundlegende ist es ein eigenständiges Album, in dem sich die Jungs bei der Zusammenstellung neu mit jedem Song auseinander gesetzt haben. Es ist laut, rockt und versprüht Härte. Es ist schon quasi dahingerotzt, und dennoch hoch professionell eingespielt, aufgenommen, abgemischt und produziert. Es beinhaltet Cover Songs wie beispielsweise den auch von den Blues Brothers gespielten Klassiker „Gimme Some Lovin“, den die Jungs in ihrer Version zu ihrem eigenen machen. Genauso verfahren sie auch mit einem Cover von „Rusty Cage“ von Soundgarden, Broken Wings“, „Black Betty“ und „Road To Ruin“. Aber genauso hören wir auch alte beliebte Songs wie „Halo“, „Unreal“, „2 Breaking Me Down“, „ReDeFine“ und „Shine On“, die sie neu und mit anderen Schwerpunkten aufgenommen und abgemischt haben.

Zudem konnten sie Lindy Gabriel, Cristina Feliciano und auch Jake LaCore für die Aufnahmen einzelner Songs gewinnen. Demnach ist es kein einfaches Best Of, sondern eine neue Scheibe, um die Jungs nochmal anders und neu kennenzulernen. Generell bieten allerdings vor allem die Coverversionen hier Abwechslung. Die Stimmung der eigenen Songs ist weitaus härter und düsterer. Deshalb passen die Cover in meinen Augen nicht ganz ideal zum Gesamtkonzept der Scheibe, wobei sie selbst eingefleischten Fans nochmal die Chance geben ihre Band ganz anders zu hören.

Als Anspieltipps empfehle ich demnach auch das Blues Brothers Cover „Gimme Some Lovin“ und „Black Betty“, im Original von Jam Ram.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Live können wir sie Ende Februar nächsten Jahres in Deutschland, der Schweiz und Österreich begrüßen. Die Tourdaten findet ihr unten.

Tracklist:
1.Gimme Some Lovin‘
2.Broken Wings (El Chupacabra Version)
3.Road To Ruin
4.Black Betty
5.Halo
6.Unreal
7.Breaking Me Down
8.Pride
9.ReDeFine
10.Can You Heal Me (Acoustic Version)
11.Give It Up (Feat. Wayne Static)
12.Let Go
13.Like It Is (Alternate Version)
14.The Lesser Man
15.My Time (Kickstart Version)
16.Shine On
17.The Hate Song
18.Way Gone
19.Halo Live In London (Bonus Track)
20.Rusty Cage (Bonus Track)

Tourdaten:
Alien Ant Farm + Soil + Local H
21. Februar – Bochum, Matrix
22. Februar – Regensburg, Eventhall
23. Februar – Zug, Galvanik (Schweiz)
25. Februar – Wien, Szene Wien (Österreich)
27. Februar – München, Backstage Halle
28. Februar – Freiburg, Crash

Review – Project Mama Earth

Das Minialbum „Project Mama Earth“ entstand wirklich als Projekt. In nur zehn Tagen wurde es in dem heimischen Studio von Sängerin Joss Stone in Devon aufgenommen. Das Ziel war mehr als unklar. Es galt, dass jeder der Ausnahmemusiker Joss Stone (Gesang), Nitin Sawhney (Gitarre), Jonathan Joseph (Schlagzeug), Étienne M’Bappe und Jonathan Shorten (Keyboards) sein Können bestmöglich miteinfließen lässt. Jeder machte sein Ding und zusammengefügt hören wir ein einzigartiges Album. Seien es rhythmisch schnelle Songs mit dem Fokus auf der wunderbaren Stimme von Joss Stone im Titelsong „Mama Earth“, die durch Blassounds unterstützt werden oder auch Songs wie „Waterfall“, die eine gewissen Prise an Soul aufweisen. Thematisch geht es hier um das Warten in Botswana auf Regen. „Spring“ beginnt sehr orientalisch und zeigt ein unglaubliches Feingefühl der Musiker. Ähnlich samt und harmonisch sind „What Would She Say?“ und „Entanglemet“. Diese Songs sind unglaublich liebevoll und weich, einfach phantastisch und die atemberaubende Stimme von Joss Stone ist einfach zu genießen. „Breathe“ setzt dann afrikanische Akzente und zu den Höhen von Joss Stones Stimme gesellen sich tiefe Untertöne. Ein ganz weicher Gesang zu schnellen Instrumentenlinien, einfach gekonnt. Als besonderes Schmankerl sind die Zwischenstücke zu erwähnen. 5 Songs, die einzigartiger gar nicht sein könnten. Es sind fast reine Instrumentallieder, die sowohl mit Vogelstimmen und Wassergeräuschen als auch beispielsweise mit afrikanischen Instrumenten und gespickt sind.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Mama Earth

2.    Interlude 1

3.    Waterfall

4.    Interlude 2

5.    Spring

6.    Interlude 3

7.    What Would She Say?

8.    Interlude 4

9.    Entanglement

10.  Interlude 5

11.  Breathe

Review – Annihilator – For The Demented

Am 3.11.2017 veröffentlichen Annihilator ihr 16tes Studioalbum „For The Demented“. Wobei lediglich der Multiinstrumentalist Jeff Waters zu der ursprünglichen Besetzung zählt. Annihilator ist sein Baby, deshalb hält er es seit über 30 Jahren trotz schon beinahe wirklich unzähliger Wechsel der Bandmitglieder hoch. Und das ist auch gut so. Das neue Album der Kanadier erinnert an erste und verbindet genauso diesen Sound mit aktuellen Einflüssen. Dies entspricht auch Waters Kommentar, dass er irgendwie zu den Wurzeln und Ursprüngen zurückkehrt, ohne dass es geplant war. Die Fans können sich einfach freuen und den wahnsinnigen Gitarrensound, der immer wieder in jedem einzelnen Song Akzente setzt, genießen. Er ist auf der einen Seite sehr harmonisch und fein und gleichzeitig sehr hart. Die Gesangslinien von Waters sind zudem ein Höhepunkt. Es ist auch hier einfach alles dabei. Sei es hart und „rotzig“ oder auch melodisch. Der Mann weiß was er kann und zeigt dies auch. Auch wenn er leider viel zu oft unterschätzt wird. Die Einflüsse anderer Musiker und Bands inspirieren ihn auch bei diesem Album wieder. Rich Hinks hat ihn im Studio begleitet und diese Unterstützung zahlt sich in meinen Ohren aus. Das Album hat eine erfreulich erfrischende Prise.

Der Opener „Twisted Lobotmy“ zeigt direkt was uns im Album erwartet. Ein realtiv klassisches Metalintro mit kantigen Gitarrenriffs, bevor Speed und Trash einsetzten und den düsteren Gesang unterstützen – einfach Annihilator vom Feinsten. „One To Kill“ ist ein passendes Beispiel für schnelle Instrumentenlinien gepaart mit entsprechend schon beinahe drohendem Gesang. Ein Highlight innerhalb dieses Songs ist ganz klar das durch die Drums unterstützte Gitarrensolo in der Mitte. Schon fast schwermütig beginnt „For The Demented“, bevor weitere Instrumentenlinien und der Gesang einsetzen und sowohl „rotzig“ wirken, als auch Momente der Melodic zeigen. Der Song ist zu Recht der Titelsong des Albums und ist sowohl von der Stimmung auch als vom Text der klare Vorgeschmack auf „Pieces Of You“. Das „Wahnsinnige“ könnte man gar nicht besser darstellen. Ein zunächst extrem harmonisch melodischer Song mit einer wunderschönen Stimme. Und der Sinn und die Intention? – dermaßen gruselig und irre – genau das, was man sich bezüglich Wahnsinn als Krankheit in seinen schlimmsten Alpträumen ausmalt. Und genau zu dieser Stimmung wechseln dann zwischenzeitlich auch Instrumenten- und Gesangslinien, wobei das schon fast „romantische“ der „Zweisamkeit“ zurückkehrt. Einfach ein „wahnsinniger“ und irrer Song. Wieder klassisch hart ist „The Demon You Know“. Eine besondere Note ist hierbei die Mischung aus Sprechgesang und gebrülltem Schrei samt Abgehaktem, was durch die Instrumentenlinien gekonnt unterstützt wird. Mit Tönen eines Psychothrillers startet „Phantom Asylum“. Es folgen harte, abgehakte und schnelle Gitarrensounds mit entsprechendem Gesang. Schon wieder fast harmonisch mit den Gedanken einer Märchenwiese beginnt das Intro von „Altering The Altar“, bevor Trash und Speed hinzukommen. Ein besonderes Augenmerk ist auch hier wieder auf den sehr ausgiebigen Gitarrenlinien, bei dem das Können ganz klar hörbar sind. „The Way“ startet direkt. Man ist quasi sofort im Song, der trotz des harten abgehakten Gesangs sehr rhythmisch ist. „Dark“ ist ein reines, sehr kurzes Instrumentalstück, welches perfekt die Stimmung des Albumtitels aufgreift. Als Abschluss rundet „Not All There“ die Scheibe ab und wir können die gesamte Spielbreite genießen, sei es hart und kräftig, abgehakt, melodisch und auch mit Trash und Speed.

Insgesamt ist die Widersprüchlichkeit des Themas „Wahnsinn“ quasi in fast jedem Song spürbar. Deshalb vergibt promoportal-germany 9 von 10 Punkten. 

Meine Anspieltipps um einen guten Überblick des gesamten Albums zu erhalten sind „Twisted Lobotomy“ und „Pieces Of You“.

Tracklist:

1.    Twisted Lobotomy                

2.    One To Kill    

3.    For The Demented               

4.    Pieces Of You                      

5.    The Demon You Know         

6.    Phantom Asylum                  

7.    Altering The Altar                  

8.    The Way                    

9.    Dark   

10.  Not All There

 

Review – Nocturnal Rites – Phoenix

Nach zehn Jahren Abstinenz bringen die Power Metal Schweden „Nocturnal Rites“ ihr neues Album „Phoenix“ heraus. Und das Warten hat sich gelohnt. Der Sound ist durchgängig hoch professionell. In jedem Song werden gelungen Akzente gesetzt, so dass das musikalische Können der einzelnen Musiker klar zur Geltung kommt und die Texte einfach stimmig sind und passen. Insgesamt ist es ein klassisches Metalalbum mit starken Tendenzen zum Melodic Metal und vielen Akzenten, sei es Speed, Power und Härte und eben auch Melodic und Rhythmus. Quasi eine ganze Scheibe voll mit Ohrwürmern, die trotz unterschiedlicher Nuancen ein stimmiges Ganzes ergeben.  

So ist direkt der Opener „A Heart As Black As Coal“ ein klassischer Metal Song mit harten Riffs und einem melodischen Gesang. „Before We Waste Away“ beginnt mit einem sehr durch die Drums gekennzeichneten Rhythmus, bevor es härter wird und dann Chöre unterstützen, ähnlich eines Aufrufs zum Kampf. Nichtsdestotrotz ist dieser Song insgesamt sehr melodisch. Als nächstes folgt mit „The Poisonous Seed“ ein Stück mit Instrumentenlinien des Speed Metals, wobei der Gesang zwar kräftig und düster, aber entspannter melodisch wirkt. „Repent My Sins“ ist im Vergleich schon fast fröhlich und hell, wobei die Gesangslinien auch hier zunächst sehr düstere Parts haben. In der Mitte des Songs überzeugt ein grandioses Gitarrensolo, welches durch klassische Drumrhythmen unterstützt wird und das handwerkliche Können ganz klar zeigt. „What`s Killing Me“ ist wieder ein düstererer Song und bevor die Frontstimme einsetzt, hören wir Hintergrundchöre. Insgesamt wird der Song im Refrain wieder melodischer als in den Strophen, wobei die harten Riffs immer bleiben und ganz klar getaktet sind. Als Highlight des Songs ist auch hier wieder ein tolles Gitarrensolo zu genießen. Der direkt einsetzende Gesang bei „A Song For You“ ist extrem dunkel, genauso wie auch die einzelnen Instrumentensounds. Hier möchte ich hervorheben, dass das Schlagzeugspiel ein absolutes Bonbon ist, da es allein schon durch den ständigen Tempowechsel für Abwechslung sorgt. Aber auch das Gitarrensolo fällt wieder positiv auf. Mit ordentlich Speed, vor allem durch die Drums, kommt dann „The Ghost Inside Me“ daher. Mit der Intensität der einzelnen Instrumente wird bei diesem Song sehr gekonnt gespielt und der Gesang ist größtenteils wieder sehr melodisch und bekommt zwischenzeitlich eine extreme Aufmerksamkeit, weil die Instrumente für einen Moment fast alle komplett aussetzen, bevor es mit Chören weitergeht und Speed Metal Anteile folgen. „Nothing Can Break Me“ beginnt mit einem technischen PC Mix verschiedener Geräusche. Generell ist es aber ein klassisches Metalstück mit harten Riffs, kräftigen Drums und einer starken Stimme. Auch hier freue ich mich über die Akzente der Gitarrensounds, die Fröhlichkeit mit hineinbringen. Überraschend beginnt „Flames“ mit Streichinstrumenten, die während des gesamten Songs hörbar bleiben und einzelne Impulse geben. Die Kreativität und das Spielen mit der Musik ist hier ganz klar erkennbar, denn ab ca 2/3 des Songs setzen klare Gitarrentöne Akzente. Dieses Spielen zeigt sich auch in „Used To Be God“, denn die Instrumentenlinien gehen Richtung Speed Metal, während der Gesang eher zum Dark Metal gezählt werden kann. Jedoch sind auch hier wieder starke Melodic Metal Anteile des Gesangs in den Strophen erkennbar und Chöre setzten zudem ein. Auch hier bekommt ungefähr in der Mitte des Songs die Gitarre eine ganz eigene Wichtigkeit und steht wieder voll im Vordergrund. „Welcome To The End“ startet ähnlich schnell, wobei das Gitarrenspiel bei diesem Song bereits in der ersten halben Minute Akzente setzt und der Gesangspart erst danach einsetzt. Das musikalische Können ist auf der gesamten Scheibe zu hören, denn egal welche Tempi und egal welche Akzente zu hören sind, man merkt einfach, dass die Jungs wahnsinnigen Spaß an dieser Platte haben und es mit Leichtigkeit perfekt spielen.

Meine Anspieltipps sind „Before We Waste Away“ und „Flames“.

Promoportal-germany vergibt 9 vom 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. A Heart As Black As Coal

2. Before We Waste Away

3. The Poisonous Seed

4. Repent My Sins

5. What’s Killing Me

6. A Song For You

7. The Ghost Inside Me

8. Nothing Can Break Me

9. Flames

10. Used To Be God

11. Welcome To The End

Review – Le Fly – Kopf aus Fuß an

Was für eine Scheibe ist das? Wo ordne ich die Musik ein? Wohl nirgendwo! Es ist eine für uns von promoportal-germany untypischer Sound. Aber…. Mal schaun… Die neun Jungs der Band aus Hamburg/ St. Pauli sind so verschieden wie ihre Musik. Sie lassen sich absolut nicht klar einordnen und in keine Schublade packen. Ihr Ziel ist ganz klar das Verbreiten von guter Laune und Action. Sie lieben, so merkt man es in jedem Song, mit der Musik zu spielen und bleiben einem (Sprech-)gesang treu. Das nun dritte Album „Kopf aus Fuß an“ erscheint am 27.10.2017 und ist handwerklich einfach eine gelungene Scheibe.   

Während „St. Pauli Tanzmusik“, „Augen zu“ und auch „Tanz“ beispielsweise viele klare Reggae Groves haben, kommen „Hand in Hand“ und vor allem „Ätzend Fröhlich“ widererwartend nach den ersten Takten gegen Ende auf einmal völlig hart mit einem Metalsound daher. Aber auch Hop Hop und Rap wie beispielsweise bei „Snervt“ und „Wir sehen sehr gut aus“ sind ganz klar mit von der Partie der Musikstile, mit denen die Jungs spielen. In „1001 Kneipe“ und „Lasziv“ sind auch wieder alle möglichen Stile geschickt und gekonnt miteinander verbunden. Es gibt Reggea, Hip Hop und auch Rap Passagen und zwischendurch erinnert es sogar an relativ „normale“ Popmusik. „Gepäckträger“ ist ein weiterer Song des Albums, der sehr rhythmisch und melodisch ist, Richtung Pop geht, Blasinstrumente gekonnt Akzente setzen und einfach gute Laune in einen einflößt und zum direkten Mittanzen auffordert, weil er einfach in den ganzen Körper eindringt. Auch der Gesang ist hierbei sehr kunstvoll und macht einfach Lust auf mehr. „Läuft bei mir“ ist stilistisches auch ein weiteres Wunderkind der musikalischen Spielereien; seien es Passagen bei denen gescratched wird oder auch die Zitate als Einwürfe „I feel good“ in Anlehnung an den gleichnamigen bekannten Song. Und der generell rockige Sound dieses Songs ist auch einfach einzigartig.

Insgesamt einfach ein echt empfehlenswertes Album, bei dem die gute Laune im Vordergrund steht.

Unsere Anspieltipps sind„Ätzend Fröhlich“ und „Gepäckträger“.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1. St. Pauli Tanzmusik

2. Ätzend fröhlich

3. Hand in Hand

4. Snervt

5. Superstars

6. Augen zu

7. Wir sehen sehr gut aus

8. Pool Skit

9. Gepäckträger

10. 1001 Kneipe

11. Tanz

12. Lasziv

13. Läuft bei mir

14. Stash

 

 

Review – 10 Years – (How to live) As Ghosts

Das achte Album der Jungs „(How to live) As Ghosts könnte auch gleichzeitig ihr erstes sein, denn das 2015 erschienene Album „From Birth To Burial“ war als Abschluss geplant. Umso mehr können sich die Fans jetzt freuen. Das Album beinhaltet alles, was erwartet wird.

Die Jungs haben sich diesmal gemeinsam an das Erstellen der Songs gemacht, egal ob Text oder Riffs, irgendwas war da und los ging´s. Es ist ein sehr dynamisches Album, welches nicht so düster wirkt wie die vergangenen. Textlich steht diesmal das Direkte im Vordergrund, ganz ohne irgendwelche Zweideutigkeiten. Es geht, Haseks Aussagen nach, um Erfahrungen, die er bei seinen Reisen, gesehen und erlebt habe, um das Echte. Beispiele hierfür sind der Titelsong „(How to live) As Ghosts“ und auch „Burnout“. Der Opener „The Messenger“ beginnt direkt hart und stark.

Der Gesang von Jesse Haske ertönt sofort mit dem ersten Klang und ist das gesamte Lied über sehr kräftig. „Novadaine“, welches auch als Single veröffentlicht wurde, ist zunächst alternativ rockig, bevor das kräftige im Refrain das erste mal herauskommt. „Catacombs“ glänzt für mich durch grandiose Gitarrenriffs und eine etwas düstere melancholische Stimmung außerhalb der Strophen. Weicher und sanfter beginnt dann „Blood Res Sky“, wobei auch in diesem Song immer wieder die Stärke und Härte hervorkommt. „Phantoms“ und „Vampires“ sind durchweg erstklassige rockige Songs, wobei zweiter temporeicher ist. Mit einer sanften Gitarre beginnt dann „Halos“, bevor Schlagzeug und Gesang einsetzen und mehr Aktion hineinbringen. Als beinahe klassische Ballade ist „Lucky You“ zu sehen bzw. zu hören. Hierbei erkennt man ganz deutlich die Qualität der Jungs, denn auch hier kommt immer wieder die Stärke und Härte durch. Und der passende Wechsel zeigt einfach das musikalische Können. Als Abschluss ist „Insomnia“ ein wunderschöner Allrounder, bei dem alles dabei ist: Weiche, Kraft, Härte und klassische Instrumentenlinien.

Insgesamt hat die Band ein qualitativ gutes Album zusammengestellt, bei dem der rote Faden klar erkennbar ist. Und genauso sind auch die einzelnen Songs. Bombastische Ausreißer in die eine oder andere Richtung gibt es nicht. Alle Songs sind sich relativ ähnlich, auch wenn die Jungs stets etwas Abwechslung bieten.

Unsere Anspieltipps sind der Opener „The Messenger“ und „Lucky You“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 vom 10 Punkten.

 

Tracklist:

01. The Messenger

02. Novacaine

03. Burnout

04. Catacombs

05. Ghosts

06. Blood Red Sky

07. Phantoms

08. Vampires

09. Halos

10. Lucky You

11. Insomnia

Review – A.R. & Machines – The Art Of German Psychedelic 1970-1974 

Achim Reichel zeigt mit seinem wahnsinnigen Boxset, das aus insgesamt 10 Scheiben und einem Hardcoverbuch besteht, was er in seinem Bandarchiv gesammelt hat. Sein Können an vielfältiger Musik ist von einer ganz besonderen Art. Im Vergleich zu bekannten Hits wie „Aloha Heja He“ und „Fliegende Pferde“, die noch immer wieder gespielt und genossen werden, gehört dieses Boxset klar zur elektronischen Musik, die zum Spielen einlädt. Es ist Krautrock und Psychodelic Rock der alten Schule. Elektronik trifft auf Spiritualität. Die Stilelemente und Musik ist durchaus vergleichbar mit Tangerine Dream.

„The Art Of German Psychodelic (1970-1974)“ besteht aus den fünf Studioalben „Die grüne Reise“, „Echo“, „A.R.3“, „A.R.IV“ und „Autovision“. Hinzu kommen zwei Live-CDs und drei Bonus-DDs. Hierzu zählt u.a. das Album „Virtual Journey“, welches Reichel extra für diese Box produzierte. Insgesamt ist es ein sehr abwechslungsreicher Mix. Alte Songs sind neu aufgelegt und manche bisher nie zuvor veröffentlicht. Demnach ist die Box in ihrer Vielfalt an Qualität und Quantität für jeden Fan ein absolutes Muss. „Schwungvolle Botschaft“ aus „Virtual Dreams“ beispielsweise hat, wie der Titel schon verrät, einen sehr schnellen Rhythmus und vermittelt durch die hellen Töne und Klänge eine positive Grundstimmung. „Erholung Teil 1“ aus „Recuperation“ ist eine Live-Version aus Hamburg. Der Song ist rhythmisch langsamer, die Vielfalt der Klänge breitet sich über die gesamte Breite der dunklen und hellen Töne aus und es werden verschiedene Taktspiele elektronisch miteinander vermischt und kombiniert. Ähnlich ist dann auch „Erholung Teil 2“ desselben Albums. Jedoch scheint dieser Song etwas dunkler und schwermütiger. Sehr spirituell mit Gedankenspielen in eine Traumreise ist „Jeder Tropfen träumt vom Meer“ aus „AR IV“. Ähnlich beginnt auch beispielsweise „Ins Echo der Zeit“ aus „Echo“. Der Takt wird schneller und der Song actionreicher und auch vom Instrumenteneinsatz aktiver. Aus „Die Grüne Reise“ ist zum Beispiel „Cosmic Vibration“ ein weiterer Song, der seinem Titel alle Ehre macht. Die Gedanken schweifen direkt vibrierend in die Weiten des Cosmoses ab. Er ist sehr eingängig und dringt in einen ein. In den ganzen Körper geht mit seinem schnellen, hellen und rhythmischen Sound auch „Schönes Babylon“ aus „Die Grüne Reise“. Rockige Elemente durch schnelle, harte Gitarrenriffs, die psychodelisch und elektronisch verfremdet sind, gibt es beispielsweise bei „Eisenpferde“ aus „Autovision“.

Demnach ist ganz klar, dass anhand dieser wenigen Beispiele deutlich wird: Es ist absolut für jeden etwas dabei. Und das Hardcoverbuch, als absolutes Bonbon obendrauf, beinhaltet über 90 Seiten mit seltenen Fotos, einer Autobiografie, Anekdoten über ihn und die Krautrockszene.  

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten. 

Tracklist 

CD 1 „Die grüne Reise“ 

01. Globus (Globe) 

02. In The Same Boat (Im selben Boot) 

03. Schönes Babylon (Beautiful Babylon) 

04. I'll Be Your Singer - You'll Be My Song (Ich bin dein Sänger, du bist mein Lied) 

05. Body 

06. A Book's Blues 

07. Als hätt ich das alles schon mal gesehen (As If I Had Seen All This Before) 

08. Cosmic Vibration (An Afternoon Concert) / (ein Nachmittags-Konzert) 

09. Come on, People 

10. Wahrheit und Wahrscheinlichkeit (Truth And Probability) 

 

CD 2 „Echo“ 

01. Invitation / Einladung 

02. To New Adventures / Zu neuen Abenteuern 

03. In the Magic Forest of the 7 Senses / Im Zauberwald der sieben Sinne 

04. In the Labyrinth of the Mind / Im Irrgarten des Geistes 

05. At the Waltz of the Inclinations / Beim Walzer der Triebe 

06. Under the Black-Green-Red Banner / Unter dem schwarz-grün-roten Banner 

07. International Anthem / Internationalhymne 

08. Awakening on the Shore / Erwachen am Ufer 

09. In Front of the House at the Foot .. / Vor dem Haus am Fuße des wachsenden Berges 

10. Signals / Signale 

11. Knowledge is Spring in Autumn / Wissen ist Frühling im Herbst 

12. Iron-Laura with the Lyra / Eisen-Laura mit der Lyra 

13. I Am Astonished / Ich staune 

14. On the Sledge / Auf dem Schlitten 

15. To the Echo of Time / Ins Echo der Zeit 

16. Down the Rainbows / Regenbögen hinab 

17. Through Feelable, Measurable Nothing / Durch fühlbares, meßbares Nichts 

18. Eternal Farewell on Lilac Ardour / Ewiger Abschied auf Lila Glut 

19. Suspicions / Ahnungen 

20. At The Dance of the Electrical Winds / Beim Tanz der elektrischen Winde 

21. Berfore the Birth of the New Dimension / Vor der Geburt der neuen Dimension 

22. Interstellar Communications / Interstellare Kommunikationen 

23. The Opening of the Big Gate / Das Öffnen des großen Tores 

24. The Dream of Balance / Der Traum vom Gleichgewicht 

25. Memories of the Day After Tomorrow / Erinnerungen an Übermorgen 

26. Ad Libido 

27. Ego Lego 

28. Burns like a Light at the End of the Tunnel / Brennt wie ein Licht am Ende des Tunnels 

 

CD 3 „AR3“ 

01. Why Peter Is Only on Holiday / Warum Peter nur noch Ferien macht 

02. Tarzan's Advertures in the Summer Sale Tarzans / Abenteuer im Sommerschlussverkauf 

03. 10 Years Life Imprisonment / 10 Jahre Lebenslänglich 

04. The Frost-Giants Daughter / Die Tochter des Frostriesen 

05. The Owners of The World / Die Eigentümer der Welt 

06. Today It Is Warmer Than Outside / Heute ist es wärmer als draussen 

07. In German We Call It Conscience-Bites W/ Auf Deutsch heisst das Gewissensbisse 

08. I ... Me Like I ... You / Wie ich mir so ich dir 

09. Everybody Goes to Goa / Alles geht nach Goa 

 

CD 4 „AR IV“ 

01. Cave Explorers and Bird Men / Höhlenforsscher + Vogelmenschen 

02. The Man in Cidleather / Der Mann in Napa 

03. Thin Is the Skin of Ecstasy / Dünn ist die Haut der Ekstase 

04. Every Raindrop Longs for the Sea / Jeder Tropfen träumt vom Meer (H2O) 

05. Warm up in a Birdcage / Aufwärmen im Vogelkäfig (Live im Studio) 

06. Ghost in the Machine / Geist in der Machine (Live im Studio) 

07. The Night Before / Die Nacht davor (Live im Studio) 

08. The Cage is Open / Der Käfig ist geöffnet (Live im Studio) 

09. Remember the Night Before / Erinnerung an die Nacht davor (Live im Studio) 

 

CD 5 „Autovision“ 

01. Iron Horses / Eisenpferde 

02. Bird Dance in the Winds / Tanz der Vögel in den Winden 

03. Three in One / Drei in eins 

04. Turbulences / Turbulenzen 

05. Jay Guru Dev 

06. Head in the Clouds, Feet on the Ground / Kopf in den Wolken - Beine auf der Erde 

 

CD 6 „Recuperation 

01. Have a Nice Trip / Gute Reise (Live) 

02. All Included / Alles inklusive (Live) 

03. Recuperation / Erholung (Live) 

04. Ambience / Atmosphäre (Live) 

05. Today Is Tomorrows Yesterday / Heute ist das Gestern von morgen (Live in Krefeld) 

06. Future of the Past / Die Zukunft der Vergangenheit (Live in Krefeld) 

 

CD 7 „Cologne Concert“ 

01. Churchbells on Acid / Domglocken auf Acid 

02. Gentile Prayers / Heidnische Gebete 

 

 

CD 8 „Transformation“ 

01. Chasing Rainbows / Den Träumen hinterher (Remix 1996) 

02. Esoteric Eric (Remix 1996) 

03. Gone with the Wind / Hinfort mit dem Wind (Remix 1996) 

04. Jay Guru Dev (Remix 1996) 

05. In the Inn of Sixth Sense / In der Herberge zum sechsten Sinn (Remix 1996) 

06. Prickel Pit (Remix 1996) 

07. In the Labyrinth of the Mind / Im Irrgarten des Geistes (Remix 1996) 

08. Saxoflow (Remix 1996) 

 

CD 9 „14 Pieces For Guitar and Echo Chamber“ 

01. Melodia Echolalia / Melodie Echolalie 

02. Lost in a Mirror Maze / Verloren im Spiegelkabinett 

03. Rockingchair on Cloud 7 / Schaukelstuhl auf Wolke 7 

04. Mermaid in a Whiskey Tumbler / Meerjungfrau im Whiskeyglas 

05. Perfect World with Little Bugs / Heile Welt mit kleinen Fehlern 

06. Warm Embrace on Thin Ice / Innige Umarmung auf dünnem Eis 

07. Here is Your Wake up Call / Hier ist dein Weckruf 

08. Zhivago Shankar / Schiwago Shankar 

09. Echo Boogie 

10. The Innovation Shuffle / Innovation Shuffle 

11. Swinging Message / Schwungvolle Botschaft 

12. Awakening Beyond Good and Evil / Erwachen jenseits von gut und böse 

13. Psychedelia Instrumenia 

14. Gentle Growth / Der sanfte Wuchs 

 

CD 10 „Virtual Journey“ 

01. Here is Your Wake up Call / Hier ist dein Weckruf (DJ Aspects) 

02. Swingin' message / Schwungvolle Botschaft (DJ Aspects) 

03. Mermaid in a Whiskeytumbler / Meerjungfrau im Whiskeyglas (DJ Aspects) 

04. Zhivago Shankar / Schiwago Shankar (DJ Aspects) 

05. Rockingchair on Cloud 7 / Schaukelstuhl auf Wolke 7 (DJ Aspects) 

06. Echo Boogie (DJ Aspects) 

07. Perfect World with Little Bugs / Heile Welt mit kleinen Fehlern (DJ Aspects) 

08. Lost in a Mirror Maze / Verloren im Spiegelkabinett (DJ Aspects) 

 

 

 

 

Review – Europe – Walk The Earth

Die Schweden „Europe“ liefern mit ihrem neuen Album „Walk The Earth“ ein echtes Brett ab. Sie bleiben auch nach all den Jahren ihrem Sound treu. Melodischer Hardrock, der tendenziell eher schwerfällig und düster ist. Einflüsse aus den Siebzigern von Bands wie Deep Purple, Black Sabbath, David Bowie und Led Zeppelin finden sich in den Instrumentenlinien wieder – seien es die harten und klaren Gitarrenriffs von John Norum, der Bass von John Levèn oder die Keybordklänge von Mic Michaeli. Alles passt zum Schlagzeuganschlag von Ian Haugland und der harten und starken Stimme von Joey Tempest, der zwischenzeitlich sogar durch Chöre begleitet wird.

Insgesamt hat die Scheibe quasi alles dabei und jeder Fan wird für sich seinen Lieblingssong finden - seien es eher die rockigen und schnellen kräftigen Nummern wie „Election Day“, „Whenever You´re Ready“ und „GTO“ oder die melodischen Titel wie beispielsweise „The Siege“. „Picture“ ist eine klassische Ballade, bei der das musikalische Können der Jungs erneut deutlich wird. Es gibt zwar kein Drama oder irgendwelche klischeehaften Teile, dafür klaren und echten musikalischen Ausdruck einer Ballade.

Über die Titel „Wolves“ und „Haze“ lässt sich geschmacklich dann streiten. Liebhaber von leicht psychedelischer Musik werden sie auf jeden Fall lieben.

Das gesamte Album wird am 20. Oktober veröffentlicht. Den Opener und Titelsong „Walk The Earth“ gibt es bereits schon als Single.

Live sind die Jungs laut Planungen im November in Europa zu sehen.

Anspieltipps meinerseits sind „Walk The Earth“ und „Election Day“.

Promoportal-germany vergibt 8 vom 10 Punkte.

 

Tracklist:

01. Walk The Earth

02. The Siege

03. Kingdom United

04. Pictures

05. Election Day

06. Wolves

07. GTO

08. Haze

09. Whenever You're Ready

10. Turn To Dust

Review – Super Sonic Blues Machine – Californisoul

Das Album „Californisoul“, welches am 20. Oktober 2017 veröffentlicht wird, macht seinem Namen alle Ehre. Klarer klassischer Blues Rock mit entsprechenden melodischen Instrumentenlinien und der passend rauchigen Stimme von Lance Lopez. Dieser spielt gleichzeitig auch Gitarre und ist auch mit Basser und Produzenzt Fabrozio Grossi Songwriter der Band. Kenny Aronoff spielt Schlagzeug. Bei dieser Scheibe haben die Jungs diverse namenhafte Gäste wie Robben Ford, Billy F. Gibbons, Eric Gales, Steve Lukather und Walter Trout. Die Lieder mit Gastspielern sind ganz deutlich durch diese geprägt, wie beispielsweise „Broken Heart“ durch Gibbons, bei dem man den typischen, weich kratzenden Gitarrensound von ZZ Top wiedererkennt. Das Gesamtkonzept der Scheibe bleibt davon aber unberührt und sie bietet durchgängig Bluesrock der Spitzenklasse. Direkt der Opener „I Am Done Missing You“ steht für die Stärke der gesamten Scheibe und wird von Chören begleitet. Der Titel verrät textlich alles und die Emotionen werden perfekt durch starke Gitarrenriffs unterstützt. Zum Blues kommt manchmal ein Reggea Unterton (beispielsweise direkt bei „I Am Missing You“).

Bei „Somebody´s Fool“ zeigt Robben Ford mit brillanter Gitarrenarbeit was er kann. Und der ganze Song ist darauf angelegt, dass das im Vordergrund steht und wir sein Spiel genießen können. Dies sind nur einige wenige Beispiele, die die Qualität der Scheibe ausmachen. Von daher… Genießt es!

Als Anspieltipp empfehle ich persönlich euch „I Am Done Missing You“ und „Broken Heart“.

Promoportal-germany vergibt 9 vom 10 Punkten!

Tracklist:         

           

1.    IAm Done Missing You

2.    Somebody´s Fool

3.    L.O.V.E.

4.    Broken Heart

5.    Bad Boys

6.    Elevate

7.    The One

8.    Hard Times

9.    Cry

10.  The Stranger

11.  What´s Wrong

12.  Thank You

13.  This Is Love

Review – Rothacher – Quiet little place called the inside

Diese Scheibe gehört ganz ganz laut aufgedreht. Genau das Richtige für Musikbegeisterte, Indie-Rock Fans und einfach extrem alltagstauglich. Jeder Klang geht durch Mark und Bein. Der Schweizer veröffentlicht am 29.09.2017 unter dem Label „Waterfall of Colours“ sein Debutalbum. Aber im Musikbusiness ist er schon lange zu Hause: eine Ausbildung an der Jazz-Abteilung an der Musikhochschule in Basel, Gitarrist für viele bekannte Künstler, 2008-2015 Sänger und Frontman seiner Band Deadwerner samt zweier Alben und diversen Konzerten.

Sein erstes eigenes Album „Quiet little place called the inside“ verspricht mehr. In jedem Song hört man das technische Können und das bewusste Spielen mit der Musik.

Schon der Opener „Until The Lights Are Low“ ist rhythmisch und melodisch kraftvoll. „Lonely Man“ ist zu Recht wegen großer Ohrwurmgefahr sogar schon als Single veröffentlicht. „Never Gonna Be“ spielt mit sentimentalen Strophen und kräftigem Refrain, während „All I Want“ schneller und leichter wirkt. Härter geht es dann mit den Anfangsschlägen von „League Of Cognition“ weiter. Dieser Song überzeugt mich direkt. „Woman Like You“ behält dann alles bereit, was der Titel inspiriert: Liebe, Verzweiflung, Rückblicke in die Vergangenheit,… „Down And Out“ beginnt mit einem Hauch Blues, bevor der schnellere und kraftvolle Rock herauskommt. Der Titelsong „Quiet Little Place“ ist meiner Meinung nach zu Recht so ausgewählt: kraftvoll, liebevoll, hoffnungsvoll, einfach richtig gut. „Sunlight On My Skin“ ist pur und einfach und für Liebhaber genau das richtige. Mich erinnert es phasenweise aber an die Boygroupzeit der 90er. „Anything I Thought It`s Everything“ ist wieder stärker und „Where We Startet“ in den Anfangsklängen sogar sehr hart und überrascht dadurch später durch die weiteren weichen und melodischen Klänge, die zuerst nicht erwartet werden. Als Abschluss ist „Love Letter“ wie der Titel erahnen lässt eine wunderschöne Ballade mit Klavierklängen, die das Album würdig beendet.

Meine Anspieltipps für euch sind „Lonely Man“ und „League Of Cognition“.

Promoportal-germany vergibt 8 vom 10 Punkten!

Tracklist

1. Until The Lights Are Low

2. Lonely Man

3. Never Gonna Be

4. All I Want

5. League Of Cognition

6. Woman Like You

7. Down And Out

8. Quiet Little Place

9. Sunlight On My Skin

10. Anything I Thought It`s Everything

11. Where We startet

12. Love Letter

Review – David Crosby – Sky Trails

 

Das neue Album Sky Trails von David Crosby kommt am 29.9.17 in die Läden. Seine Musik ist noch immer  dem Folk Rock gewidmet, wobei einigen Songs auch leichte Einflüsse von Jazz, Pop und Country hören lassen.

 

Zwar entdeckt er für sich immer wieder neue Herausforderungen und experimentiert an den Strukturen der Sounds für die einzelnen Songs, aber die ruhige und sanfte Weise seiner Musik bleibt erhalten. Die Tracks sind alle von einer Band aufgenommen, teilweise neunköpfig, und wirken dennoch entspannend. Unterstützt wurde er bei den Aufnahmen durch Saxophonist Steve Tavaglione, Bassist Mai Agan, Drummer Steve DiStanislao, und seinen Sohn, Multi-Instrumentalist James Raymond. Dieser ist auch gleichzeitig Produzent der Scheibe. Insgesamt ist es ein sehr entspannendes Album, welches sich gut in die Reihe der anderen Scheiben Crosbys einfügt.

 

Als Anspieltipp möchte ich gerne direkt den ersten Song „She´s Got To Be Somewhere“ nennen, der auch schon als Single veröffentlicht wurde.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

01. She’s Got To Be Somewhere

02. Sky Trails

03. Sell Me a Diamond

04. Before Tomorrow Falls On Love

05. Here It’s Almost Sunset

06. Capitol

07. Amelia

08. Somebody Home

09. Curved Air

10. Home Free

Review – Polly’s Garden – The Almost Naked Truth

Am 13.10.2017 erscheint „The Almost Naked Truth“ von Polly’s Garden. Und bevor ich ins Detail gehe, möchte ich euch das Album einfach ans Herz legen. Es ist eine perfekte Mischung aus Blues, Soul, Rock, Country mit einer einzigartigen Abwechslung. Und dazu kommt eine gigantische Stimmvielfalt. Caroline Rey (Alt) singt immerhin seit fünfzehn Jahren in den unterschiedlichsten Settings. Patricia Szettele (Sopran) kann nach über zwanzig Jahren eine Spannbreite von Punk bis Rock als Lead- und auch als Backgroundsängerin vorweisen und Ruth Ferreira (Sopran) weiß ebenfalls was sie kann; Ausbildungen in Oper, Jazz und Blues, Gospelchor und auch eine 10jährige Leitung eines Frauenchors beweisen es.

Bei ihrem Album werden sie von Dani Bless und Joe Schwach an den Gitarren begleitet. Rainer Hagmann spielt Violine und Geri Zumbrunn Bass. 

Direkt der erste Song „Do Me A Favour“ lädt zum Swingen wie in den 50ern ein. Er ist sehr actionreich und schwungvoll und verbreitet so einfach gute Laune. Deshalb verwundert es nicht, dass der Song bereits als Single erhältlich ist. Bei „Runaway“ erkennt man durch die Weichheit und das Seichte direkt sehr deutlich die Stimmgewalt der Mädels. Die Istrumentenlinie unterstützt den Gesang sehr harmonisch. „Hot Summer ´84“ ist sehr melodisch und verleitet sofort zum Mitsingen. Die verlängerten Pausen der Instrumente in „Best Friend“ lenkt die Aufmerksamkeit gekonnt auf den wahnsinnig tollen Gesang und Text und unterstreicht die Ruhe, die dieser Song ausstrahlt. „Wanna Get Laid“ ist dann wieder aktiver, schneller und durch das Kurze und Knackige einfach fröhlich. „Make It Trough The Night“ beginnt mit einem härteren und kräftigeren Schlagzeugrhythmus, der seichter wird, sobald der Gesang einsetzt. Insgesamt ist es sehr harmonisch und melodisch. Als Kontrast hierzu beginnt „You Done Me Wrong“ zunächst eher düster und schwermütig mit einem eher rauchigen Gesangsteil. Nach ca 1,5 Minuten wendet sich Blatt. Der Gesang und die Instrumente wechseln passend zum Textwechsel. „Feel Alive“ ist dann wieder ruhiger, melodischer und verträumter. Bei der Coverversion von „Jolene“ (Original von Oktober 1973 von Dolly Parton) zeigen die Mädels erneut was sie können und interpretieren es auf ihre ganz eigene Art. „Can`t Break Me“ ist wieder ein sehr actionreiches Lied mit harten und kräftigen Gitarrenriffs, einfach passend zu Rock und Blues, aber einer sehr weichen Gesangstimme. Melodisch ansprechend ist auch „I Dont`t Care“. Fantasien bezüglich Westernfilmen werden wach. Als Abschluss des Albums ist „Holy Xmas“ eine ganz eigene 50er und Westernversion eines Weihnachtslieds mit Passagen von „Jingle Bells“.

Meine Anspieltipps für euch sind „Hot Summer ´84“ und „Make It Trough The Night“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist

1.    Do Me A Favour

2.    Runaway

3.    Hot Summer ´84

4.    Best Friend

5.    Wanna Get Laid

6.    Make It Trough The Night

7.    You Done Me Wrong

8.    Feel Alive

9.    Jolene

10. Can´t Break Me

11. I Don´t Care

12. Holy Xmas

 

 

Review – Ronnie Montrose – 10x10

Montroses Vision von 10 Songs, die von 10 berühmten Musikern der Rockszene gespielt und gesungen und somit eigen interpretiert werden, wird nun Wirklichkeit. Knapp 5 Jahr nach seinem Tod haben Bassist Ricky Phillips und Rummer Eric Singer, mit denen Montrose dieses Projekt bereits begonnen hatte, es in die Tat umgesetzt. Alle Songs hat Montrose selbst geschrieben. Demnach ist es kein Sammelsurium, sondern eine gelungene Mischung aus einer Feder.

Die Stärken der einzelnen Künstler sind einfach wahnsinnig gut und gelungen zusammengefügt. Hier seien als einige Beispiele der begnadete und nimmermüde Bluesmusiker Joe Bonamassa genauso genannt wie der beinahe einzigartige Bassist Glenn Hughes oder Edgar Winter und Sammy Hagger. Die Mischung macht´s. Das stimmt auch bei diesem Album. Sei es Melodicrock, Hardrock, Bluesrock,… es ist für jeden was dabei. Und die Qualität jedes einzelnen Songs ist wie erwartet Höchstmaß.

Anspieltipps sind definitiv alle Songs.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist:

1. Heavy Traffic“ Feat. Eric Martin & Dave Meniketti

2. „Love Is An Art“ Feat. Edgar Winter & Rick Derringer

3. „Color Blind“ Feat. Sammy Hagar & Steve Lukather

4. „Still Singin’ With The Band“ Feat. Glenn Hughes, Phil Collen & Jimmy “Z” Zavala

5. „Strong Enough“ Feat. Tommy Shaw

6. „Any Minute“ Feat. Mark Farner & Ricky Phillips

7. „The Kingdom’s Come Undone“ Feat. Ricky Phillips & Joe Bonamassa

8. „One Good Reason“ Feat. Bruce Turgon & Brad Whitford

9. „Head On Straight“ Feat. Davey Pattison & Marc Bonilla

10. „I’m Not Lying“ Feat. Gregg Rolie, Tom Gimbel & Lawrence Gowan

Review - Black Country Communion - BCCIV

Black Country Communion in Form von Frontmann Glenn Hughes, Gitarrenvirtuose Joe Bonamassa, Jason Bonham und Derek Sherinian veröffentlichen im September 2017 wieder ein Album. Und das Ergebnis ist Rock vom Feinsten.

Zehn faszinierende Songs, die einfach abgehen. Harte Riffs, klare Sounds, kraftvolle und vielfältige Stimmen. Das Album ist einfach ein Muss und ein Hammer. Die Unterschiedlichkeit von Rock („Collide“, „Sway“, „Love Remains“), Blues („The Cove“) und dem wahnsinnigen Bass von Hughes („The Crow“) macht es einfach aus.

Jeder der vier Künstler beherrscht sein Handwerk bis ins Detail und das lassen sie den Hörer spüren und fühlen. Denn das Album geht unter die Haut. Herausragend ist „The Last Song For My Resting Place“, welches quasi alle Möglichkeiten der Musik mit Streichern, harten Gitarrenriffs und der einzigartigen Stimme Bonamassas zu einem wahren Meisterwerk der Kunst vereint. Genauso kraftvoll und einfach zum Feiern sind auch „Over My Head“ und „Wanderlust“. „Awake“ lässt sich wegen des Facettenreichtums auch nicht klar einordnen. Und das ist auch gut so. Ebenso ist es mit „When The Morning Comes“, was sowohl Rock ist als auch immer wieder klare Zeichen einer typischen Ballade setzt.

Demnach ist das Fazit ganz klar: Facettenreicher individueller Rock (im Stil des Classic Rock) zum Feiern!

Die Anspieltipps sind ganz klar „Over My Head und „The Last Song For My Resting Place“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist

1.    Collide

2.    Over My Head

3.    The Last Song For My Resting Place

4.    Sway

5.    The Cove

6.    The Crow

7.    Wanderlust

8.    Love Remains

9.    Awake

10. When The Morning Comes

11. With You I Go (Vinyl-Bonustrack)

Review – Nachtsucher – Komm mit mir!

Über Bekannte flatterte die Scheibe „Komm mit mir!“ von „Nachtsucher“ zu uns herein. Sie ist bereits seit 02.12.2016 veröffentlicht. Meine Neugier siegte natürlich, auch wenn ich persönlich eigentlich nicht so auf Gothic stehe.

Also mal los. Scheibe rein und los hören. Aus dem Loshören wird ein genaues Hinhören. Denn dass man über Geschmack streiten kann, ist kein ausschlaggebendes Kriterium. Und in der Szene finden die Jungs aus Hannover bestimmt ihre Fans. Demnach nehme ich mir mal alles einzeln vor: Instrumente, Stimme, Texte, Vielfalt, Abwechslung, Mischung,… Und am Ende ergibt das Ganze dann ein Gesamtkonzept…

Aber nun erstmal zu den einzelnen Komponenten. Die Stimme von Christian Fink ist auf ihre harte und mächtige Weise schon beeindruckend. Sie verspricht Potenzial, auch wenn er es noch nicht immer schafft sie sicher zu halten. Generell ist sie reizvoll, weil sie rau und rauchig ist. Die Zusammenstellung der einzelnen Instrumentenlinien ist für mich noch sehr neu, wie auch die Wechsel innerhalb der Songs, beispielsweise „Was du willst“, bei dem sie sehr krass sind. Die Texte bedienen auf ihre eigene Art und Weise sogar irgendwie alles. Insgesamt ist in jedem Song erkennbar, dass die Jungs ihrer Linie treu bleiben.

Mein persönliches Fazit zu der Scheibe ist: Potenzial ist erkennbar und ich hoffe, dass die Jungs auch weiterhin Arbeit in ihre Band stecken um alles auszuschöpfen.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist

1.    Intro

2.    Verlassen

3.    In dir

4.    Such nach mir

5.    Komm mit mir

6.    Verlier nicht die Zeit

7.    Was du willst

8.    Wenn du kommst

9.    Diese Nacht

10. Helden

11. In das Licht hinein

 

Review - Emil Bulls - „Kill Your Demons“

Am 29. September 2017 erscheint ein weiteres Studioalbum der Emil Bulls „Kill Your Demons“. Es ist kraftvoll, ehrlich und echt. Der Sound ist klar: harte Gitarrenriffs, schnelle und starke Drums und die Vocals sprechen durch eine ähnlich aggressiv Sprache für sich. Und dennoch ist eine harmonische Melodie immer präsent.

Hierbei überzeugt zum Beispiel „Black Flags“. Der Albumsong ist immer klar erkennbar. Es wird einfach bis ins Detail gearbeitet. Demnach ist auch das Cover passend gestaltet. Das Album verspricht für jeden etwas. Jeder wird sich in dem einen oder anderen Song, mit Musik und Texten über die Dämonen des alltäglichen Lebens, wiederfinden können. Die Jungs erfinden sich mit dieser Scheibe wieder einmal neu, experimentieren und probieren neue Mischungen, ohne sich selbst zu verlieren. Sie bleiben ihrem Grundgedanken treu. Und das wird alle alten und neuen Fans freuen.

Als Anspieltipps empfehlen wir „Euphoria“ und „Once And For All“.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten für eine echt starke Scheibe

 

Tracklist

1.    Kill Your Demons

2.    The Ninth Wave

3.    Black Flags

4.    Miss Magnetic

5.    One And For All

6.    The Anatomy Of Fear

7.    Mt. Madness

8.    Euphoria

9.    In Any Case Maybe

10. Gone Dark

11. Levels Ans Scales

12. Winterblood

13.  

Live können wir Emil Bulls 2017 auch bei ihrer „Kill Your Demons“ Tour sehen:

 

Supports: Vitja + Grizzly

02/11/17 Pratteln – Z7 (CH)

03/11/17 Karlsruhe – Substage

04/11/17 Wien – Flex (AT)

09/11/17 Osnabrück – Rosenhof

10/11/17 Kaiserslautern – Kammgarn

11/11/17 Regensburg – Airport

16/11/17 Hamburg – Markthalle

17/11/17 Jena – F-Haus

18/11/17 Dresden – Alter Schlachthof

23/11/17 Nürnberg – Hirsch

24/11/17 Salzburg – Rockhouse (AT)

25/11/17 Ulm – Roxy

30/11/17 Hannover – Musikzentrum

01/12/17 Berlin – Columbia Theater

02/12/17 Köln – Live Music Hall

06/12/17 Wiesbaden – Schlachthof

08/12/17 Saalbach/Hinterglemm – Bergfestival

09/12/17 München – Backstage

Review – Mellowtone – Broken Rooms

Die neue Scheibe „Broken Rooms“ (erschienen am 4.8.17) des Quintetts „Mellowtone“ gehört diskussionsfrei in den Trip-Hop Bereich, wenn auch ab und zu etwas Rock, Pop und Psychedelik durchschimmert. Die langsamen Songs bringen Melancholie vom Feinsten mit sich. Frontfrau Martina Birbaum der Schweizer legt viel Gefühl und Sentimentalität in ihre Stimme.

Es gibt bereits zwei Videotracks zu dem Titelsong „Brocken Rooms“ und „Kunstwerk“. Hierbei kann man sich einen guten Eindruck der Platte verschaffen, denn wirkliche musikalische Ausreißer gibt es nicht – für eingefleischte Fans wohl eine Freude, für mich eher ein „leider“ wert. Lediglich „Addicted“ lässt die Stimmung etwas heller wirken, wobei es ein synthetischer Track ist.

In ihrem Genre wissen sie was zu tun. Für die Band, die bereits seit 2008 besteht, ist es das zweite Album ihrer 10 jährigen gemeinsamen Aktivität (nur für Martina ist es das Debutalbum). 

Als Anspieltipp empfehle ich „Stay“. Allerdings sollte ich an dieser Stelle auch ganz ehrlich sagen, dass es aufgrund des Stils nicht meine Musik ist. Deshalb gilt, wer auf Trip-Hop steht und das in einer etwas „härteren/rockigeren“ Form, sollte sich dies Album nicht entgehen lassen, denn die Musiker beherrschen ihre Instrumente.

Aufgrund dessen vergibt promoportal-germany 7 von 10 Punkten.

 

Anne Melis

 

 

Tracklist:

    Long Gone

    Back

    Broken Rooms

    Addicted

    Keep Moving

    Keep Your Head up High

    Kunstwerk

    Feel Alive

    Stay

    Shadow

    A Friend

    Live Your Dream

    Someone

 

Review – Chris Rea – Road Songs For Lovers

Am 29.9. wird das neue Album „Road Songs for Lovers“ mit 12 Songs des legendären Gitarristen und Singer-Songwriters Chris Rea erscheinen. Aufgenommen wurde es Anfang des Jahres in den Metropolis Studios in London und die erste Single „The Road Ahead“ ist bereits seit dem 20.6. veröffentlicht.

Das Album berührt mich ganz ehrlich. Der Grund ist zum einen wohl seine einzigartige Stimme und zum anderen kann ich seine Liebe für das Reisen, welche Inhalt des gesamten Albums ist, sehr gut mit ihm teilen.

Er erzählt und verführt und durch seine tiefe, raue Stimme entführt er einen in die Welt der Weite und des unbekannten Neuen. Die Songs „Road Songs For Lovers“, „Happy On The Road“, „The Road Ahead“ und „The Last Train“ machen das ganz deutlich klar.

Musikalisch ist Rea höchst professionell - nach über 30 Millionen verkauften Alben wohl kein Wunder. Das hört man in jedem einzelnen Song. Er vereint die klassischen Blues Musiklinien mit für ihn typischen Melodien und gibt damit wohl eines seiner besten Alben heraus. Es ist irgendwie locker, irgendwie geschmeidig weich und dennoch bleibt der Blues ganz klar im Vordergrund. Einzelne Stücke werden zusätzlich vom Saxophon oder Klavier begleitet und andere beeindrucken durch ihren extrem satten groovigen Sound.

Unsere Anspieltipps sind ganz klar der Opener „Happy On The Road“ und der Titelsong „Road Songs For Lovers“.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten

Tracklist

01. Happy On The Road - 03:46

02. Nothing Left Behind - 05:29

03. Road Songs For Lovers - 04:13

04. Money - 05:57

05. Two Lost Souls - 04:46

06. Rock My Soul - 04:07

07. Moving On - 05:10

08. The Road Ahead - 04:16

09. Last Train - 06:33

10. Angel Of Love - 04:29

11. Breaking Point - 05:54

12. Beautiful - 03:40

Review – Thomas Andreas Beck – Stille führt

Der Österreicher Thomas Andreas Beck veröffentlicht mit seinem Album „Stille führt“ 11 ungeschönte Songs. Sie sind echt, ehrlich und man kann sogar sagen unbequem. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht in seinen Texten alle Themen an, die sonst so gerne klein gehalten werden - sei es Missbrauch, Kinderheim, Mobbing oder auch Selbstmord.

Musikalisch ist er genauso echt und ungefaket ehrlich. Er reduzierte sich auf ein minimalistisches Aufnehmen (alleine in einer Waldhütte mit einem Aufnahmegerät). Diese Authensität macht das Album einfach aus. Er selbst sagt: „Wenn du in egoistisch dröhnenden Zeiten etwas zu sagen hast, kannst du panisch zu brüllen beginnen – oder still und zärtlich werden.“ Das Album sei „wesentlich und ursprünglich“. Und das kann ich unterschreiben.

Er nutzt das Medium Musik mal ganz anders und regt zum aktiven Nachdenken und Handeln an. Seine Stimme ist dabei oft sehr zornig und die Klänge selten harmonisch, was das Album weiterhin authentisch macht, aber gleichzeitig auch nicht zu meinem Highlight.

Anspieltipps… hört einfach selbst rein. Jeder Song ist so ehrlich und intensiv, dass er für sich selbst sprechen kann.

Promoportal-germany vergibt aufgrund der musikalisch äußerst intensiven Leistung 7 von 10 Punkten.

Tracklist

1.    Stille führt

2.    Schaut’s hin

3.    Adi und Edi

4.    Opa ohne Kopf

5.    Heim

6.    Großer Held

7.    Die Stadt

8.    Mei Bua

9.    Große Mutter

10. Der Schrei

11. Die Erde bebt