Review – Architects Of Chaos – (R)evolution

Mit ihrer neuen Scheibe “(R)evolution” zeigen sich “Architects Of Chaos” (Titta: Gesang, Dom: Schlagzeug, Gonzo: Bass, Andy: Gitarre, Joey: Gitarre) nochmal facettenreicher. Sie sind melodisch und zugleich härter, nicht zuletzt durch die gesangliche Bandbreite von Kopfstimme bis hin zum Schreien von Titta. Und genauso weit gefächert sind auch die Arrangements und das Songwriting. Als Gastsänger können wir zudem “Schmier” von “Destruction” genießen. Das Album wird am 25. Mai veröffentlicht.    

Bereits der Opener ist mit kräftigen Riffs und harten Drums versehen. Das Gitarrensolo mit seinen Sprüngen fällt direkt auf. Mit ordentlich Drumspeed der Double base startet “Dead Again”. Und der Gesang ist melodisch harmonisch im Refrain und brüllend schreiend hart in den Stophen zugleich. “Hitman” thematisiert eine Serienkiller-Story und ist musikalisch entsprechend aggressiv. Der Sound ist absolut rhythmisch und taktvoll und auch das Gitarrensolo überzeugt. Die Jungs bezeichnen “A Moment Of Clarity” als Song der Selbstreflexion. Er ist kräftig und hat den bekannt düsteren Klang. Jedoch wechseln sowohl die Instrumentenlinien als auch der Gesang in den knapp sieben Minuten Spieldauer und haben rockigere, melodischere Phasen mit “helleren” Klängen. “All Play Dead” hat sowohl typische Metalgesangsparts, als auch “Kampfansagen” im Background. Dies gilt auch für das schon fast poetische “Cetury Of Cancer”. “Into The Fire” überzeugt durch sehr viel Kraft und Härte, ganz abgesehen vom Tempowechsel und Phasen mit ordentlich Speed. Sehr rhythmisch und taktvoll ist “Hellow Years”. Entsprechendes Wippen ist demnach direkt und sofort, quasi schon hier am Schreibtisch, angesagt. Richtig schön mit rockigen Instrumentenlinien startet “Pressure”. Der Gesang kommt dann härter und aggressiver dazu und der Titel mit einem vollen und satten Hintergrundchor. Bei “Farewell” scheint einfach alles zu passen. Rockige Instrumentenlinien, kräftiger und dennoch harmonisch melodischer Gesang mit verstärkenden Chören, Wahnsinn. Und auch bei “No Way Out” gibt es einiges auf die Ohren und eine extreme Abwechslung im Spiel der Stile. Und auch die Gitarenarbeit glänzt wieder mit einem tollen Solo. Hart und düster beginnt und bleibt dann “Bloodrain Falls”. Die Schilderung eines Endzeit-Szenarios wird musikalisch beispielsweise durch harte Breaks und eine passgenaue Schlagzeugarbeit gut umgesetzt. Selbstreflexion ist beim letzten Song “The Pulse Of The Sun” wieder angesagt. Dieser sehr ruhige und harmonische Song schließt das Album gut ab, auch thematisch und bezüglich der tollen Weiterentwicklung zum Facettenreichtum der Jungs.            

Meine Anspieltipps der insgesamt 13!!! Songs der Scheibe sind “Hitman” und “Farewell”.

Promoportal-Germany vergibt aufgrund der weiten Bandbreite und des Facettenreichtums 9 von 10 Punkten.  

Tracklist:

1.    Rise

2.    Dead Again

3.    Hitman

4.    A Moment Of Clarity

5.    All Play Dead

6.    Cetury Of Cancer

7.    Into The Fire

8.    Hollow Years

9.    Pressure

10.  Farewell

11.  No Way Out

12.  Bloodrain Falls

13.  The Pulse Of The Sun

 

Review – Lee Aron – Diamond Baby Blues

Am 27. April veröffentlicht Lee Aron ihr neues Album „Diamond Blue Baby“. Die Multi Platin Gewinnerin, Hit Songwriterin und Produzentin weiß was sie kann. Dass sie nach wie vor eine tolle Rockröhre ist, ist direkt und sofort klar. Bereits der Opener „Diamond Baby“ kommt mit heavy Riffs daher und ist ein schöner Bluessong. Und „Mistreated“ startet mit wunderbar verzerrten Gitarrenlinien. Der Takt ist ruhiger und der Song melodischer. Gesanglich ist es ein Mix aus klaren Spannweite und rauchig verruchtem Unterton, herrlich. Und der Soul ist erkennbar. An Blues erinnert auch „American High“ durch seine recht fröhliche Spielweise. „I`m A Woman“ ist ebenfalls durch klare Blueslinien gekennzeichnet. Gleiches gilt für das aktive und kraftvolle „Miss Mercy“. Die Stärke des Gesangs kommt auch in diesem klassischen Rock Song wieder gut durch. Und das Gitarrensolo in der zweiten Hälfte ist nochmal gesondert besonders hervorzuheben. „The Best Things“ ist eine wunderschön harmonische Ballade. Und die Rockröhre Lee Aron singt sehr weich und melodisch mit unglaublich viel Gefühl, welches aber nicht übertrieben oder gespielt wirkt und gegen Songende nochmal an Fülle gewinnt. „Black Cat“ ist ihre Interpretation des Titels von „Janet Jackson“. Der Rock bleibt, aber Breaks, klare Punktierungen und Härte nehmen zu. Ein direktes Headbang Gefühl vermittelt „Hard Road“. Rockig und taktvoll schneller ist „In The Bedroom“. Phasenweise erinnert dieser Song an Highschool- und Glamrock. „Cut Way“ Back“ ist wieder härter und mit einer düsteren Grundstimmung, die trotz des sehr langsamen Stück bis zum Ende bleibt. Klassischer Rock ist dann wieder „You´re No Good“. In diesem Song setzen sowohl die Gitarre als auch der Gesang nochmal extra individuell Akzente und verbreitet Blues und Soul. Als Abschluss versetzt „My Baby“ mich nochmal per Zeitsprung in die 60er und 70er Jahre direkt in den Höhepunkt von Soul und Blues. 

Als Anspieltipps empfehle ich euch „Diamond Baby“ und „Miss Mercy“.

Promoportal-germany vergibt für die Scheibe insgesamt 8 von 10 Punkten. Lee Aron zeigt erneut, dass sie ins Geschäft gehört und eine tolle Rockröhre ist, allerdings sticht keiner der Songs direkt in mein Ohr und hackt sich dort ein. Alle Titel überzeugen, aber keiner hat das gewissen Etwas um sich hervorzuheben.

 

Tracklist:

1. Diamond Baby

2. Mistreated

3. American High

4. I´m A Woman

5. Miss Mercy

6. The Best Things

7. Black Cat

8. Hard Road

9. In The Bedroom

10. Cut Way Back

11. You’re No Good

12. My Baby

Review - Tri State Corner – Hero

 

Vor rund 13 Jahren brachten „Tri State Corner“ eine Bouzouki in die Rockszene und „revolutionierten“. Nach mittlerweile vier Alben und knapp 500 Gigs veröffentlichen sie am 27. April ihr neues Album „Hero“. Es ist der finale Teil einer Trilogie zusammen mit den beiden Vorgängeralben „Historica“ (2011) und „Home“ (2014). Thematisch wird in den Alben die Geschichte eines Migranten erzählt. Bisher ist es das düsterste Album der Band, bestehend aus Vassilios “Lucky” Maniatopoulos (Vocals, Darbuka), Ioannis “Janni” Maniatopoulos (Bouzouki, Vocals), Markuz Berger (Bass), Christos Efthimiadis (Drums) und Christoph “Brat” Tkocz (Guitars, Backing Vocals)

Direkt der Opener „Fortune In Lies“ überzeugt durch eine sehr punktierte Schlagzeugarbeit und die Bouzouki. „Tomorrowland“ ist insgesamt fließender Rock, der aber nicht ganz so eindringlich in meinem Ohr bleibt. Flotter, heller und freundlicher ist „Daydreamer“. Vor allem der Wechsel zwischen Bouzouki und der guten Gitarren- und Schlagzeugarbeit in der zweiten Songhälfte setzt Akzente. „Save My World“ ist sehr melodisch gesungen. Die Drums machen es rockig und wieder einmal setzt die Bouzouki sich durch. Dies ist auch bei dem rockigen „Follow Me Blindly“ der Fall. Kräftig und druckvoll ist „Downfall“, bevor die „Ballade“ „Hero“ als Titelsong folgt. Eine weiche Grundstimmung bringt auch „Voices“ mit sich. Klarer Rock mit Bouzouki Highlights hören wir dann in „Breaking News“. Der taktvolle Rhythmus samt Breaks mit punktierten Instrumentenlinien überzeugen auch in „Wanted“ und „The Blink Of An Eye“.

 

Als Anspieltipps empfehle ich euch „Daydreamer“ und „Follow Me Blindly“.

 

Promoportal-germany vergibt insgesamt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Fortune In Lies

2. Tomorrowland

3. Daydreamer

4. Save My World

5. Follow Me Blindly

6. Downfall

7. Hero

8. Voices

9. Breaking News

10. Wanted

11. The Blink Of An Eye

Review – Gus G. – Fearless

Am 20. April 2018 veröffentlicht Gus G. sein neues Studioalbum „Fearless“. Er zählt zu den respektiertesten und renommiertesten Gitarristen des Rock und Metal. Zwischen 2009 und 2017 bespielte er als Mitglied der Superstars der Ozzy Osbourne Band große Bühnen in unterschiedlichsten Hallen weltweit.

Und nun folgt, produziert von Dennis Ward das neue Album. Gus G. selbst spielt wie erwartet Gitarre, Dennis Ward den Bass und singt zudem und am Schlagzeug sitzt Will Hunt.

Bereits der Opener „Letting Go“ verspricht viel. Kräftig, rhythmisch und zwischenzeitlich wahnsinniges Tempo mit unglaublicher Genauigkeit während der Instrumentensoli überzeugen. „Mr. Manson“ geht schon fast „schrill“ weiter. Der rockige Sound geht direkt in Mark und Bein. Schneller geht es dann mit „Don`t Tread On Me“ weiter. Die dunkleren Instrumentenlinien werden durch den Gesang passend kraftvoll unterstützt. Und auch hier kommen die Gitarrensoli nicht zu kurz. „Fearless“ als Titelsong ist wieder von ordentlich Speed durchzogen und ein reiner Instrumentalsong. Sehr rockig melodisch geht es mit „Nothing To Say“ weiter. Das Cover „Money For Nothing“  („Dire Straits“) überzeugt und gibt, genau wie auch das Original, ordentlich Kraft und kommt mit einem tollen Sound daher. Die Gitarrenparts als Akzente überzeugen als Highlights ebenfalls. „Chances“ ist ebenfalls rockig, hat allerdings nicht ganz so viel Kraft. Diese kommt dann mit kräftigen Drums und harten Riffs direkt zu Beginn vom Instrumentalsong „Thrill Of The Chase“ wieder. „Big City“ erinnert von der Spielart an alten Blues wie von Jimi Hendriks oder jetzt aktuell Joe Bonamassa. Als Abschluss wirkt „Last Of My Kind“ schon fast wie eine Ballade. Der Song ist sehr harmonisch und die einzelnen Künstler, vor allem der Gesang von Dennis Ward, kommt nochmal gut zur Geltung.

Als Anspieltipp empfehle ich euch „Nothing To Say“ und „Money For Nothing“.

Promoportal-Germany vergibt insgesamt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

Letting Go

Mr. Manson

Don`t Tread On Me

Fearless

Nothing To Say

Money For Nothing

Chances

Thrill Of The Chase

Big City

Last Of My Kind

 

Review – Fools Garden – Rise And Fall

Lange war es still um die Band. Oder war sie nur nicht mehr in meinen Ohren? Bei „Fools Garden“ fällt uns wahrscheinlich allen „Lemon Tree“ ein. Aber sonst? Wann war das? Was gab bzw. gibt es noch? Ihren Nummer-Eins-Hit hatten sie 1995. Diverse Auszeichnungen brachte der der Zitronenbaum mit sich: Sowohl die Single (Platin in Deutschland, Neuseeland und Norwegen; Gold in der Schweiz, Österreich, Frankreich und Schweden) als auch Album (Platin in Deutschland und der Schweiz; Gold in Österreich). Die Single war vier Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts. 1996 wurde Fool’s Garden als erfolgreichste Nachwuchsband mit dem Bambi, der Goldenen Stimmgaben und dem Echo ausgezeichnet.

Und nun stellen sie, nach einigen Umbrüchen, auch personell, ihr neues Album „Rise And Fall“ vor. Der Pop-Charakter bleibt, auch wenn sie sich weiterentwickelt haben.

Nach einem kurzen und weichen einminütigen „Prelude“ folgt „I Burn“. Allerdings ist der Song nicht so kraftvoll, wie der Titel hoffen lässt. Er beginnt mit sehr ruhigen Klavierklängen und der Gesang im Refrain ist sehr popig. Sehr harmonisch ist dann „New World“. „Save The World Tomorrow“ überzeugt mich durch das stilistische Mittel des Alters. Man fühlt sich durch die Instrumentenlinien und den Gesang direkt ein paar Jahrzehnte zurückversetzt und findet sich irgendwo zwischen den 50.ern und 70.ern wieder. Dieses Gefühl unterstützen die Bläser in der zweiten Songhälfte. Sehr akustisch geht es dann mit melodisch rhythmischen Nummer „High Again“ weiter. „Boys“ zeigt dann wieder etwas mehr Rockpotenzial und ist aktiver und bezüglich des Popgenres kräftiger. Relativ düster und schon fast melancholisch traurig ist dann „Marie Marie“, obwohl das „Weiche“ des Pop klar bleibt. Ähnlich typisch ist dann auch „Boomtown Baby“. „Course Of Ages“ beginnt mit einer reinen Akustikgitarre, bevor im Refrain zulegt um dann wieder ruhiger zu werden. „Shame“ erinnert mich vom Wechselspiel des Instrumenteneinsatzes und der Gesangslinien an „Lemon Tree“. „Still Runnning“ und „All We Are“ wirken bis auf den Gesang auf der einen Seite sehr akustisch und auf der anderen Seite elektrisch und synthetisch. Der Titelsong „Rise And Fall“ rundet das Album als letzter Song sehr harmonisch und weich ab, wobei ein Highlight leider auch hier ausbleibt.

Als Anspieltipps empfehle ich euch persönlich „Save The World Tomorrow“ und „Shame“. Zum einen bekommt ihr hoffentlich bei beidem einen guten Überblick über das Typische und zugleich einen Einblick in die „Ausreißer“.     

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, da das Album handwerklich gut gemacht ist und Fans finden wird, die poppigen Rock bevorzugen.

Trackliste:

        1.    Prelude

        2.    I Burn

        3.    New World

        4.    Save The World Tomorrow

        5.    High Again

        6.    Boys

        7.    Marie Marie

        8.    Boomtown Baby

        9.    Course Of Ages

        10.  Shame

        11.  Still Running

        12.  All We Are

13.  Embrace

14.  Rise and Fall

Review – Ross The Boss – By Blood Sworn

Am 20. April 2018 erscheint via AFM Records das neue Album „By Blood Sworn“ von Ross the Boss: Marc Lopez (Vocals), Ross Friedman (Guitars), Mike LePond (Bass) und Lance Barnewold (Drums). Die zehn Songs sind wie erwartet klassischer oldschool Heavy Metal, der begeistert. Sie sind aus einem Guss und dennoch abwechslungsreich mit einzelnen Highlights und Akzenten. Das handwerkliche Können wird durch die verschiedenen musikalischen Facetten ganz klar deutlich. Und natürlich freuen wir uns über unterschiedliche Gitarrensoli von Ross. Wobei er sich mit Sänger Marc jemanden gesucht hat, der stimmbreitmäßig in der Lage ist, sein Songwriting passend umzusetzen.

Bereist der Albumtitel als Opener ist kräftig mit Macht- und Kampfansagen. Die musikalischen Linien sind durchzogen von Breaks, harten Drums und starken Riffs. „Among The Bones“ ist ebenso kräftig und die Gitarrenlinien stehen gemeinsam mit dem Gesang im Vordergrund und ergänzen sich ideal. „This Is Vegenance“ hat sehr schrille quietschige und schreiende Gesangsanteile und ist deutlich schneller und von diesem Speed geprägt. Leider bleibt diese „Hektik“ auch im eigentlich melodischen Refrain erhalten. Mit kräftigen Drums und Riffs startet dann „We Are The Night“. Und auch gesanglich überzeugt der Song auch wieder oder gerade wegen der kreischenden Anteile. Generell wirkt der Gesang sehr erzählend. „Faith Of The Fallen“ ist eine wunderschön gefühlvolle Ballade, die im Refrain ordentlich an Energie gewinnt und mit dem Gitarrenspiel einfach schon quasi einzigartig wirkt. Dies ist auch bei „Devil`s Day“ der Fall. Der Song ist kräftig und hart mit ordentlich Rhythmus. Außergewöhnlich beginnt mit isolierten Basslinien „Lilith“, bevor die weiteren Instrumente einsetzten und der Gesang sehr düster erzählend hinzukommt. Der Song erhält im Verlauf mehr Kraft und Stärke. „Play Among The Godz“ ist dann direkt aggressiver und der Gesang schreiend voll. Rhythmisch und mit klaren Riffs und Drums und gezielt gesetzten Pausen folgt dann insgesamt recht melodisch „Circle Of Damnation“. „Fistful Of Hate“ ist dann wieder temporeicher und Ross The Boss zeigt zum Schluss nochmal richtig was in ihnen steckt. Der Song überzeugt und rundet das Album gut ab.

Als Anspieltipps empfehle ich euch „Faith Of The Fallen“ und „Devil`s Day“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    By Blood Sworn

        2.    Among The Bones

        3.    This Is Vegeance

        4.    We Are The Night

        5.    Faith Of The Fallen

        6.    Devil`s Day

        7.    Lilith

        8.    Play Among The Godz

        9.    Circle Of Damnation

        10.  Fistful Of Hate

 

Review – Ben Reel – Land Of Escape

Das achte Studioalbum „Land OF Escape“ hat der Ire „Ben Reel“ ebenfalls selbst produziert. Es erschien am 30. März 2018. Im Vordergrund steht die rein akustische Musik. Klavier, akustische Gitarren, Orgel und auch die Mundharmonika überzeugen. Er selbst singt, spielt die Akustikgitarre und die Mundharmonika. Michael Black ist der Drummer und Ronnie O`Flynn spielt Bass. Weitere Gitarren spielen Micky McCarney und Gerry Black Junior. Mit Hintergrundgesang wird er durch Julieanne Black begleitet und unterstützt.

In eine Schublade zu ordnen ist das Album absolut nicht. Die 12 Songs sind durchweg ruhig und haben aber alle unterschiedliche Schwerpunkte und Einflüsse von Rock, Folk, Blues, Country und auch Jazz. Es ist Rockmusik zum Entspannen und Genießen, die einen ein wenig in die Ferne schweifen und träumen lässt.

Mundharmonikaliebhabern sind „Fields Of Dreams“ und „Smoldering Simmering“ zu empfehlen. Und wer Ben Reel gemeinsam mit Irene Kelley (Nashville) genießen möchte, sollte sich als erstes das wunderbare Duett „Misty Morning Rain“ anhören. Einfach harmonisch sind „Healing Hands“ und „Some Mercy“, wobei zweites nicht ganz so melancholisch, sondern freudiger ist. Während der Opener „Landscape“ von den Instrumentenlinien an den vornehmlich westdeutschen Krautrock erinnert, ist „Soldiers of Love“ in seiner Steigerung des Dramatik und Kraft kaum zu bremsen. Ähnlich und sehr harmonisch ist „Fish Out Of Water“.

Insgesamt ist das Album handwerklich gut gemacht und die Fokussierung auf die rein akustische Musik ist mal wieder was anderes. Dennoch fehlt mir persönlich bei dem ein oder anderen Song etwas Kraft. 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    Landscapes

2.    Fields Of Dreams

3.    Soldier Of Love

4.    Fish Out Of Water

5.    Healing Hands

6.    Some Mercy

7.    I See Paradise

8.    Misty Morning Rain

9.    Suffer In Silence

10.  Drifting

11.  Paradise Found

12.  Smoldering Simmering

Review – Bonfire – Temple Of Lies

Seit Anfang der 70er Jahre gibt es Bonfire. Die Hardrocker wissen einfach was sie machen und wie es geht. Sie haben mittlerweile weit über 20 Alben veröffentlicht und am 13.04.2018 erscheint die neue Scheibe „Temple Of Lies“ von Alexx Stahl (Vocals), Hans Ziller (Guitar), Frank Pané (Guitar), Ronnie Parkes (Bass) und Tim Breideband (Drums). Die Qualität stimmt vom Songwriting über das Coverdesign bis hin zur Produktion. Und die Instrumentenlinien können sich ebenso hören lassen: richtig schöner melodischer Hard Rock!

„Temple Of Lies“ startet direkt mit einem grandiosen Intro „In The Beginning“. Die Klavier-/ Keyboard- und Gitarrenklänge unterstreichen die dramatisch düsteren Erzählungen des amerikanischen Stimmkünstlers David Michael Williamson, bevor das Schlagzeug ebenfalls durchknallt. Somit ist man direkt mitten drin und ich freue mich auf das was noch kommt. Der Titelsong „Temple Of Lies“ hat dann auch alles was ich erhoffe: Harte Riffs mit Soloparts, klare Drums, melodischer Gesang, Chöre im Hintergrund, Breaks,… Wahnsinn, was für eine Hymne. Ich bin direkt mehr als begeistert. Genauso klar rockig geht es mit einem tollen Gitarrenspiel gleich zu Beginn und kurz nach der Songmitte mit der Midtemponummer „On The Wings Of An Angel“ weiter und die Kraft bleibt und steigt, auch durch den Einsatz der Chöre im Refrain. „Feed The Fire“ beginnt mit einer mystisch mysteriösen Keyboardanimation und ist dann sehr taktvoll und kräftig. Auch in diesem Song bekommt die Gitarrenlinie durch ein Solo tolle Aufmerksamkeit und der Refrain hat Ohrwurmqualität auf Festivalniveau für Menschenmassen. Mit melodischem Gesang und einer rhythmisch schnelleren Instrumentenlinie überzeugt „Stand Or Fall“ ebenso. Danach folgt mit „Comin` Home“ eine wunderschön melodische und harmonische Ballade, die die Qualität der gesamten Scheibe und das Können der Künstler erneut ganz deutlich zeigen. Schneller, rockiger, kräftiger und mit harten Breaks als Stilmittel kommt dann „I´ll Be Loved By You“ daher. Hier sind die Riffs ganz klar hart gesetzt und Chöre unterstützen den Gesang gekonnt, wobei das extrem schnelle und helle Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte zudem Akzente setzt. „Fly Away“ ist ebenfalls rockig und eine Midtemponummer, die durch ihr Gesamtkonzept überzeugt und im Refrain nochmal zudem an Stärke gewinnt. Härter und aggressiv kräftiger startet dann die eigentliche Ballade „Love The Way You Hate Me“. Diese Grundstimmung bleibt im gesamten Song erhalten und wird vom genialen und relativ langen Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte unterstrichen. Eine weitere Midtemponummer ist „Crazy Over You“. Die Gesangsvielfalt wird hier erneut deutlich und ebenfalls die fein aufeinander abgestimmten Instrumentenlinien. Dieser Song rundet die Scheibe nochmal richtig gut ab.

Aufgrund 10 toller Songs, von denen allerdings keiner das gewisse „I-Tüpfelchen“ hat um sich besonders hervorzuheben, vergibt Promoportal-germany 9 von 10 Punkten.

Wer sie live erleben möchte, hat hierfür das ganze Jahr immer wieder bei Konzerten und auch bei Open Air Festivals in Deutschland und auch u.a. in der Schweiz Gelegenheiten.

Tracklist:

        1.    Intro – The Beginning

        2.    Temple Of Lies

        3.    On The Wings Of An Angel

        4.    Feed The Fire

        5.    Stand Or Fall

        6.    Comin` Home

        7.    I´ll Be Loved By You

        8.    Fly Away

        9.    Love The Way You Hate Me

        10.  Crazy Over You

Review – Ayreon – Best of Ayreon – LIVE

Heute gilt es eine ganz besondere Art von Album zu besprechen. Es geht um „Ayreons“ „Best of Ayreon – LIVE“ mit insgesamt 28 Songs. Nach einer Begrüßung und einer erzählenden Einführung in die Geschichte begeistern 16 Sängerinnen und Sänger und eine Vielzahl und hochklassigen Instrumentalisten, die Arjen Anthony Lucassen für die Bühne gewinnen konnte (eine detaillierte Auflistung ist unten bei der Trackliste zu sehen). Hier seien nur einige genannt: Floor Jansen und Marco Hietala (Nightwish), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Damien Wilson (Treshold), Anneke van Giersbergen (The Gathering), und Tommy Karevik (Kamelt).

Bereits „Dreamtime“ als Opener nach dem „Prologue“ ist ein grandios gefühlvoller Song. Dies gilt auch für „And The Druids Turned To Stone“. Titel wie „Abbey Of Synn“, „River Of Time“, „Merlin`s Will“, „Loser“, „Magnetism“ und „The Castle Hall“ sind rockige und dennoch meist sehr melodische Songs und begeistern durch ihre Vielfalt und einzelne Akzente als Highlights durch beispielsweise mittelalterliche Klänge oder dominant elektronische, schon fast synthetische, Passagen. Diese sind auch bei „Ride A Comet“ und „Everybody Dies“ entsprechend gekonnt genutzt. Aber auch quasi rein akustische Titel sind dabei. Hier seien beispielsweise „The Blackboard“ und auch „Valley Of The Queens“ zu nennen. Schwerpunktmäßig mit Streichern begeistert „Actual Fantasy“. Gedanken an eine Oper werden mit „Age Of Shadows“ hervorgerufen.

Insgesamt ist die Scheibe handwerklich gut gemacht und wird Fans epischer Musik begeistern.

Als Anpieltipp möchte ich euch „Day Eleven: Love“ (CD 2) und „Dawn Of A Million Souls“ (CD 1) ans Herz legen. Besonders zweites hat alles in sich, was das Herz begehrt, sehr weit gefächerte Gesangslinien, Soli der Instrumente, Gefühl und Rock.  

Promoportal-Germany vergibt insgesamt 8 von 10 Punkte.

Trackliste mit Album und Sänger

  CD 1:

  1.         "Prologue" (from The Final Experiment) - Michael Mills       

  2.         "Dreamtime" (from The Final Experiment) - Edward Reekers         

  3.         "Abbey of Synn" (from Actual Fantasy) - Robert Soeterboek          

  4.         "River of Time" (from 01011001) - Hansi Kürsch, Marco Hietala    

  5.         "The Blackboard" (from The Theory of Everything; lyrics by Lucassen and Lori Linstruth) - Mills, Marcela Bovio    

  6.         "The Theory of Everything" (from The Theory of Everything; lyrics by Lucassen and Linstruth) - Mills, Bovio              

  7.         "Merlin's Will" (from The Final Experiment) - Floor Jansen              

  8.         "Waking Dreams" (from 01011001; music by Lucassen and Anneke van Giersbergen) - Jonas Renkse, Anneke van Giersbergen        

  9.         "Dawn of Million Souls" (from Universal Migrator Part 2: Flight of the Migrator)               - John Jaycee Cuijpers           

  10.       "Valley of the Queens" (from Into the Electric Castle) - Van Giersbergen, F. Jansen, Bovio         

  11.       "Ride the Comet" (from 01011001) - Renkse, Maggy Luyten          

  12.       "Star of Sirrah" (from The Source) - Mills, Luyten, Kürsch, F. Jansen        

  13.       "Comatose" (from 01011001) - Van Giersbergen, Renkse              

  14.       "Loser" (from The Human Equation; lyrics by Lucassen and Devin Townsend) - Mills

  15.       "And the Druids Turn to Stone" (from Universal Migrator Part 1: The Dream Sequencer) - Damian Wilson              

  CD 2:

  1.         "The Two Gates" (from Into the Electric Castle) - Cuijpers, Wilson; spoken vocals by Irene Jansen        

  2.         "Into the Black Hole" (from Universal Migrator Part 2: Flight of the Migrator) - Tommy Karevik  

  3.         "Actual Fantasy" (from Actual Fantasy)       Reekers           

  4.         "Computer Eyes" (from Actual Fantasy)      Reekers, Soeterboek              

  5.         "Magnetism" (from The Theory of Everything; lyrics by Lucassen and Linstruth)             Karevik, Van Giersbergen, Hietala  

  6.         "Age of Shadows" (from 01011001; music by Lucassen, Van Giersbergen, and Jonas Renkse) - Hietala, Kürsch, F. Jansen       

  7.         "Intergalactic Space Crusaders" (from Star One's Space Metal) - Wilson, Luyten

  8.         "Collision" (from The Theory of Everything; lyrics by Lucassen and Linstruth) - Karevik, Hietala             

  9.         "Everybody Dies" (from The Source; lyrics and music by Lucassen and Mike Mills)       - Mills, Karevik, Kürsch, Luyten, F. Jansen      

  10.       "The Castle Hall" (from Into the Electric Castle) - Arjen Anthony Lucassen, Soeterboek, Wilson             

  11.       "Amazing Flight In Space" (from Into the Electric Castle) - Jay van Feggelen, Lucassen             

  12.       "Day Eleven: Love" (from The Human Equation) - Reekers, Bovio, Soeterboek, I. Jansen, Lisette van den Berg     

1  3.       "The Eye of Ra" (from Star One's Space Metal) - Wilson, Cuijpers, F. Jansen, Kürsch, Karevik, Van Giersbergen, Hietala, Renkse, Mills, Bovio, I. Jansen, Soeterboek, Reekers, Van Feggelen, Luyten, Van den Berg   

 

Review – Die Keine Ahnung – Über Bars und Barrikaden

1993 gründete sich die "Die Keine Ahnung" Band um Punk/ Hardrock gegen Langeweile zu feiern. Man sagt ihnen nach, dass sie, so wie die Ramones, drei Akkorde in zwei Minuten nutzen und dabei richtig abgehen.

Ihr neues Album „Über Bars und Barrikaden“ startet mit dem „Intro“ von einer Minute mit Polizeigeräuschen im Hintergrund, klaren und kräftigen Drums und gekonnt verzerrten Gitarren im Hintergrund. Gute Laune versprüht unter anderem das kräftige Schlagzeugspiel in „Warning“. Hinzu kommen gegen Ende punktypische Parolen wie „Fuck You“. Ähnlich sind auch „I Will Go My Way“ und „I Can´t Take It Anymore“. Sie sind fett, schnell und vom Sound her satt. Typischer Punk überzeugt hier durch die schnellen Gesangslinien. Dies gilt auch für „Porno Movies“, wobei klassischer Rock auch einzelne Akzente setzt. „Mars Needs Cheerleaders“ ist insgesamt sehr rockig mit einem Wechsel zwischen melodischem und schreiendem Gesang. „Berufswahl“ ist dann ebenfalls wieder klassischer Punk mit ordentlich Tempo, harten Beats und Chören, die den Refrain im Hintergrund grölen. „Hello Society“ und „Every Time“ haben einerseits klare Reaggy Beats und zugleich ein flottes Grundtempo zum Feiern. Beeindruckend ist die Gitarrenarbeit bei ersterem. Zu Beginn von „Assis mit Stil“ steht das Schlagzeug im Vordergrund. Als musikalisches Element nutzen sie zwischenzeitlich gekonnt Rhythmusspielereien der schreienden Gesangslinie. „90s Rock `n`Roll“ ist klassischer Punkrock mit einer feinen Rock and Roll Ader. „Der letzte Kuss“ ist insgesamt sehr trüb und düster. Musikalisch nutzen sie verschiedene Elemente. Der Song ist mit über 4 Minuten Spieldauer relativ lang. Auch „Scherbenwelt“ ist ein eher trüber Song, der die Scheibe abschließt.

Als Anspieltipps empfehle ich euch „I Will Go My Way“ und „Porno Movies.

Promoportal-Germany vergibt aufgrund der guten Laune Garantie der meisten Songs 8 von 10 Punkte.

Trackliste:

    1.    Intro

    2.    Warning

    3.    Hello Society

    4.    Assis Mit Stil

    5.    90s Rock `n`Roll

    6.    Der letzte Kuss

    7.    I Will Go My Way

    8.    Mars Needs Cheerleaders

    9.    Every Time

    10.  I Can´t Take It Anymore

    11.  Porno Movies

    12.  Berufswahl

    13.  Scherbenwelt

Review – J.B.O. – Deutsche Vita

Und wieder ist es so weit. „J.B.O.“ veröffentlichen am 30.3.2018 ihr neues Album „Deutsche Vita“ und eröffnen dies direkt mit einem Song, der meine einleitenden Worte ersetzt. Die Rede ist von „Alles nur geklaut“ von den Prinzen. Mit ihrem Cover nehmen sie sich ordentlich auf den Arm und verbreiten gute Laune. Ähnlich ist es auch mit „Du hast dein Smartphone vergessen“, im Original „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen und „Ich Will Spass“, im Original von Marcus. „Wer ist der Fahrer“ ist ihre Version von Spliffs „Carbonara“. Allerdings muss ich sagen, dass mich der Klick, als würde jemand mit einem Löffel gegen ein Wasserglas klopfen, total nervt. „Nur geträumt“ überzeugt dann wieder durch den klaren Rock und eine tolle Schlagzeugarbeit zu Beginn der zweiten Songhälfte. „Blaue Augen“ interpretieren sie mit einem schon fast brüllenden und grölenden Gesang, genauso wie „Karneval in Sodom“. Dies hätte ich bei Karneval nicht wirklich erwartet, sondern Tröten, Spielmannszüge ein Gegröle Betrunkener. Und dieser „Wunsch“ wird natürlich auch von ihnen erfüllt. Rockig ist der Titelsong „Deutsche Vita“, der textlich immer wieder betont, dass Deutschland doch eigentlich gar nicht so schlecht ist.

„Das Limmerlandlied“ ist eine sehr geil rockige Version des Klassikers der Augsburger Puppenkiste. Ähnlich begeistern mich die rockigen Versionen von „Wickie“ und „Hurra, hurra, die Schule brennt“ mit ordentlich Kraft und Dampf. „Grande Finale“ ist ein für mich sehr undurchsichtiger Mix. Thematisch beginnt es mit der Schöpfungsgeschichte, dann geht es textlich weiter zur Kanalisation und politische Statements sind auch vertreten. Punkig ist „Gewiss ist nur der Tod“. Als Abschluss haben sie „Griechischer Wein“ in „Fränkisches Bier“ gewandelt. Instrumentenlinien, Rhythmus und alle für dies Lied typischen Stilmittel und Elemente bleiben erhalten. Demnach ist es ein echt würdiger Abschluss des Albums.

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Alles nur geklaut

        2.    Du hast dein Smartphone vergessen

        3.    Ich will Spass

        4.    Das Limmerland

        5.    Wer ist der Fahrer

        6.    Nur geträumt

        7.    Blaue Augen

        8.    Deutsche Vita

        9.    Karneval in Sodom

        10.  Wickie

        11.  Hurra, hurra, die Schule brennt

        12.  Grande Finale

        13.  Gewiss ist nur der Tod

        14.  Fränkisches Bier

Review – Letzte Instanz – Morgenland

Seit der Gründung 1996 und diversen Wechseln der einzelnen Bandmitglieder sind einige Alben entstanden. Nun veröffentlichten sie ihre neue Scheibe „Morgenland“ am 16.02.2018.

Mit dem Titelsong öffnet das Album. Es ist punkig, fröhlich und erinnert sogar an aktuelle „Mittelalterrockmusik“. Schon hier wird die für sie typische Kombination aus Rock und klassischer Musik, hier Streicher, deutlich. „Schwarz“ ist sowohl von den Instrumentenlinien als auch textlich düsterer. Energiegeladen und wieder fröhlicher ist dann „Disco D Amour“. „Mein Land“ ist sehr dramatisch und temporeich und verbreitet eine gewisse Endzeitstimmung. Sehr harmonisch startet „Glücksritter“ im Niemandsland und „Ikarus“ als fliegender Vogel folgt thematisch logisch mit der Sehnsucht nach Frieden und Freiheit. Eine gewisse Melancholie fliegt quasi mit. Melodisch und harmonisch mit Streichern ist „Noch Einmal“. „Asche Zu Gold“ ist wieder härter und rockiger. „Du Lebst“ beginnt rockig und fröhlich und verbreitet gute Laune, bevor die Melancholie zeitweise in den Strophen durchkommt. Ebenfalls mit positiven Instrumentenlinien mit Ohrwurmqualität ist „Wellenreiter“. Jedoch ist es textlich ernster. „Symphonie“ beeindruckt durch die Streicher und die Kraft im Refrain. „Für Immer Sein“ als Abschluss ist sehr schwermütig. 

Als Anspieltipp ist klar „Symphonie“ zu nennen, denn es gibt eine Bandbreite der Band, ihrer Musik und dieser Scheibe wieder. 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Morgenland

        2.    Schwarz

        3.    Disco D Amour

        4.    Mein Land

        5.    Glücksritter

        6.    Ikarus

        7.    Noch Einmal

        8.    Asche Zu Gold

        9.    Du Lebst

        10.  Wellenreiter

        11.  Symphonie

        12.  Für Immer Sein

Review – Hot Boogie Chillun – 18 Reasons to R´n´Roll

Am 23.03.2018 erscheint eine quasi Neuauflage des 2005 erschienenen und restlos vergriffenen Albums „15 Reasons to R´n´Roll“. Boss Hoss erinnert sich an seine Schaffenszeit u.a. mit seiner ersten Band „Hot Boogie Chillun“ zurück und wir profitieren. Denn mit dem neuen Album „18 Reasons to R´n´Roll“ gibt es drei zusätzliche Bonustracks des oldstyle Rock and Roll obendrauf. Insgesamt weckt die Scheibe bei mir Erinnerungen an meine Zeit in Nashville, Tenesse und durch die Mixtechnik kommen Gefühle der vergangenen Jahrzehnte auf.

„What Happend To Me“ hat klare Drums und teilweise verzerrte Gitarren. Flotter und mit viel Spaß untermauert folgt „Oh Well“. Ich denke an den Wilden Westen. „Triple Extroversion“ ist dann härter und rockiger mit mehr Energie und Kraft. Zusätzlich werden harte und extreme Breaks als Stilmittel genutzt und die Gitarrenarbeit am Ende beeindruckt. Diese ist auch bei „Boogie & Harmony“ und bei „Love And A 45“ zu betonen. Letzteres ist ein reines Instrumentallied.

Sehr rhythmisch, taktvoll und klassischer Rock and Roll sind die Beschreibungen für „Pure“, „Send Me Your Love“, „Volcano“ und „At Least I´ll Try“. „I Wanna“ und „Good Cooking“ sind auch wieder klassisch und temporeich rhythmisch für gute Laune - Boogie Felling vom Feinsten. Allerdings ist letzteres textlich nicht sehr ansprechend.

„Chickpulling Machine“ ist generell auch schneller und der Gesang zusätzlich weiblich verstärkt, indem eine Textpassage durch einen Chor im Kanon versetzt immer wieder wiederholt wird. Ähnliches gilt für „No One Will Ever Know“, bei dem schon fast ein gewisses Gefühl von Soul mitschwingt.

Aber auch durch „besonderen“ Instrumenteneinsatz werden Akzente dieses Albums gesetzt. Bei „Butterfly“ und „The One“ setzten immer wieder Bläser (Trompete und auch Saxophon) ein und beeindrucken positiv. Bei „Penetration“ wird das Mittel des industrialisierten Musikgefühls genutzt. Dies ist ebenfalls rein instrumental. Durch Mundharmonikaklänge wird „Come On“ zu etwas Besonderem. Ähnliches gilt für „Widow Wimberly“, bei dem die Akustikgitarre ein absolutes Highlight ist.

Meine Anspieltipps sind „I Wanna“ und vor allem „Widow Wimberly“.

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten, da durch die Vielfalt wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte, das Album mit 18 Titeln einfach quantitativ schon was bietet und auch das musikalische Handwerk Qualität zeigt.

Tracklist:

        1.    What Happened To Me

        2.    Oh Well

        3.    Triple Extroversion

        4.    Pure

        5.    Chickpulling Machine

        6.    Boogie & Harmony

        7.    Butterfly

        8.    I Wanna

        9.    Love Ans A 45

        10.  Good Cooking

        11.  Penetration

        12.  Send Me Your Love

        13.  Volcano

        14.  Come On

        15.  Widow Wimberly

        16.  At Least I´ll Try

        17.  The One

        18.  No One Will Ever Know

 

Review – Squealer – Behind Closed Doors
 
Ende Februar durften wir „Squealer“ passend zur Veröffentlichung ihres neuen Albums „Behind Closed Doors“ beim „Glowing Ember Festival“ Auftakt 2018 in Frankfurt in „Das Bett“ live als Headliner erleben und zudem beim persönlichen Gespräch und Videointerview ein paar Informationen über ihre neue Scheibe erfahren.
 
Das Interview findet ihr online und die Review des Albums folgt nun:
Die meisten Songs haben eine Spieldauer von über vier Minuten und in der Songmitte unterschiedliche Gitarrensoli („Behind Closed Doors“, „Times Goes By“, „Dream Shot“, „Foolish Man`s Invasion“, „Brainwash“ und „Fate“).
„Madnecessity“ ist ein Intro von einer guten Minute Spieldauer. Es verbreitet eine zeitweise sehr düstere Stimmung und einen Aufbruch zu einer Schlacht mit entsprechendem Drama. Jedoch finden sich zwischendurch auch immer wieder ganz weiche und seichte Klänge mit ein. Harte Drums, ein kraftvoller Beginn und ordentlich trashiges Tempo zeichnen den Titelsong „Behind Closed Doors“ aus, wobei der Refrain durch eingespielte Chöre schon fast melodisch ist. Ähnlich ist es auch bei „Times Goes By“ mit harten Drums, die den Takt angeben, und einem melodischen Refrain. Nach einem sehr rhythmischen Intro von „Dream Shot“ folgt ordentlich Tempo. Dies ist auch bei „Foolish Man`s Invasion“ so.
 
Zudem gibt es düster gesprochene Pasagen. Überraschend sind dann die Gesangspassagen, die an Highschoolrock erinnern. Mit fast sechs Minuten Spieldauer ist „Into The Past“ sehr lang. Es startet schon fast mystisch und weckt Gedanken an einen Horrorthriller mit Endzeitstimmung. Dies unterstreicht auch der düstere Gesang. Abweichend davon ist der Refrain mit Chören. Die nächsten zwei Songs sind mit einer Spieldauer von unter vier Minuten die einzigen. „Brainwash“ und „Fate“ sind klassische Metalsongs mit harten Drums und kräftigen Riffs. Eine Besonderheit des ersten sind die extremen Breaks, bei denen man musikalisch das Songende spürt, bevor es nochmal wieder richtig losgeht. Zweites erinnert mit Parolen wie „Fight“ an „Manowar“. „Modern World Manicas“ hat das Gitarrensolo bereits im ersten Teil und insgesamt wieder ordentlich Speed in den einzelnen Gitarrenlinien. Dramatisch startet „Worlds Collide“. Instrumente und Gesang mit Chören sind in den über sechs Minuten Spielzeit komplett auf das Thema abgestimmt. „M:O:T:M“ - Master Of The Moonlight - startet harmonisch weich mit leichten Gitarrenklängen und wird dann im Laufe der knapp sieben Minuten rockiger, taktvoll kräftig mit beispielsweise megaphonverzerrtem Gesang. Insgesamt ist es harmonisch, taktvoll, melodisch und klar. Nach gut der Hälfte des Songs begeistert mich die Gitarrenarbeit mit einer Akustikgitarre.
 
Demnach gehört „M:O:T:M“ zusammen mit „Into The Past“ zu meinen Anspieltipps für euch.
Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.
Tracklist:
 1. Madnecessity
 2. Behind Closed Doors
 3. Time Goes By
 4. Dream Shot
 5. Soolosh Man`s Invasion
 6. Into The Past
 7. Brainwash
 8. Fate
 9. Modern World Maniacs
 10. Worlds Collide
 11. M:O:T:M

Review – Black Stone Cherry – Family Tree

Was für ein Brett. Direkt die ersten Takte des neuen Albums „Family Tree“ von „Black Stone Cherry“ haben mich überzeugt. Veröffentlicht wird es am 20. April. Doch das lange Warten lohnt sich. Freut euch auf Blues von der feinen Sorte mit starken Riffs, harten und zugleich gefühlvollen Drums, klaren Breaks, gigantischen Soli und jeder Menge Rock.

Direkt der Opener „Bad Habit“ zeigt was kommt. Strak angezählt ist man mitten im Song und genießt den Blues. Und mittendrin folgt ein Gitarrensolo, welches volle Aufmerksamkeit erzeugt. Sehr harmonisch startet dann „Burnin`“, wobei der Rock durch die Breaks, phasenweise verzerrte Instrumentenlinien und den teilweise rauen Gesang Akzente setzen und überzeugen. Und was gehört natürlich noch zum Blues? – richtig, klimpernde Klavierklänge. Und die bekommen wir in „New Kinda Feelin`“ zusammen mit wahnsinnigen Gitarrenriffs. „Carry Me On Down The Road“ ist dann extrem klassisch. Eröffnet mit einem starken Gitarrensound kommen die Drums verstärkend hinzu, bevor der Gesang extrem gefühlvoll, schon fast soulig rockig hinzukommt. Und die Gitarrenlinie bekommt in der Songmitte erneut ihren Höhepunkt mit einem tollen Solo. Weich und harmonisch gefühlvoll geht es dann mit „My Last Breath“ weiter. Die Ballade ist einfach gigantisch, alles passt und stimmt und um die Stimmung auf ganzer Linie zu untermalen, kommt später noch ein Chor im Hintergrund dazu. Mit verzerrten elektronischen Stimmen startet dann „Southern Fried Friday Night“, bevor auch hier wieder der kräftige Blues durchkommt. Bei „Dancin` In The Rain“ haben sich die Jungs Warren Haynes (Gov´t Mule) mit dazugeholt. Und ich muss sagen, es passt einfach. Zum einen weil er selbst einfach ein toller Musiker ist und zum zweiten, weil die Musikstile einfach zusammen passen. Der Song ist einfach toll. „Ain`t Nobody“ ist ebenfalls klassischer Blues. Die Gitarrenlinien überzeugen natürlich und das Schlagzeug gibt zudem Kraft hinein. Der Rhythmus passt und die Breaks setzen, wie auch der Chor im Hintergrund, einzelne Highlights. Beides ist auch in „James Brown“ sehr markant. „You Got The Blues“ hebt sich dann mit mehr Härte ab und jedes Instrument bekommt seine individuelle Anerkennung. Runder und rythmisch harmonischer ist dann wieder „I Need A Woman“. Die typischen Blues-Stilmittel werden bis ins Detail durchdacht, geplant und umgesetzt. „Got Me Over You“ ist ebenfalls weitestgehend sehr rythmisch und taktvoll, wobei einzelne „Passagen“ durch Breaks, harte Drums und kräftige Riffs hervorstechen. Dies gilt ebenfalls für den Gesang. Abgerundet wird die Scheibe mit dem Titelsong „Family Tree“. Und „abrunden“ ist genauso gemeint. Es ist ein runder Song zu einem runden Album. Alles scheint zu stimmen und klingt harmonisch wie aus einem Guss und handwerklich gekonnt. Jedoch sticht für meinen Geschmack kein Song als absolutes Highlight heraus. Ohrwurmqualität haben sie alle, aber das gewisse „I-Tüpfelchen“ fehlt mir.

Als Anspieltipps empfehle ich euch… Ja, was eigentlich? Alles Songs verdienen es. Aber für einen guten Einblick lege ich euch „My Last Breath“ und den Opener „Bad Habit“ ans Herz.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Bad Habit

        2.    Burnin`

        3.    New Kinda Feelin`

        4.    Carry Me Down On The Road

        5.    My Last Breath

        6.    Southern Fried Friday Night

        7.    Dancin` In The Rain

        8.    Ain`t Nobody

        9.    James Brown

       10.  You Got The Blues

       11.  I Need A Woman

       12.  Get Me Over You

       13.  Family Tree

Qntal – VIII – Nachtblume – Review

Seit 1992 machen sie gemeinsam Musik und sind längt für ihre magischen und mystischen Züge bekannt. Meist deutsch singend, aber mit viel mehrsprachiger Poesie überzeugen sie. Charakteristisch sind ihre mittelalterlichen Melodien, die sie mit Electro- und Synthiesounds vermengen. Folglich freuen wir uns am 9. März auf ihr neues Album „VIII – Nachtblume“, welches sie via Drakkar Records/Soulfood Music veröffentlichen. Sie sind Syrah (Gesang, Flöten), Michael Popp (Gitarre, Gesang, Saz & Teer, Geige) und Leon Rodt (Synthesizer).

Der Titelsong „Nachtblume“ als Opener beginnt mit hellen Tönen, die durch den Text sehr melancholisch und dramatisch wirken. Hinzu kommen die elektischen Synthieeffekte. „Die finstere Nacht“ ist dann auch musikalisch genauso passend zum Titel umgesetzt. „Music On The Waters“ startet mit Wassergeräuschen und behält diese Stimmung bei sich. Sehr rythmisch mit Breaks und vielen Effekten ist dann „Monteclair“ abgemischt. Das Mittelaterfeeling kommt hinzu. Weich und harmonisch ist „Echo“. Es startet sehr ruhig und thematisiert auch textlich das Mittelalter. Mit „Parliament Of Fowles“ zeigen sie die Bandbreite des Könnens. Sei es der doppelte, gemeinsame Gesang als auch die Kraft der einzelnen Instrumentenlinien und die Kombination mit zusätzlichen Elektro- und Synthiesounds. Besonders überzeugt mich hierbei das Flötenspiel. „Chint“ ist wieder sehr mystisch, etwas dunkler und bedeutend schneller. „Before The World Was Made“ macht seinem Titel alle Ehre. Es ist einfach durch und durch sehr geheimnisvoll und magisch. „O fortuna“ scheint zunächst nur elektronisch zu sein. Allerdings kommt ein sehr auf alt gemachter Gesang hinzu. Und das natürlich auch sprachlich. Unter „Minnelied“ erwartet man erstmal etwas anderes. Aber es lohnt sich: ruhiger mittelalterlicher Gesang mit neuen elektronischen Stilmitteln. „Sumervar“ hat einen sehr melodischen Teil und überzeugt mich somit sehr. „A chanter“ rundet das Album nochmal gleichmäßig ab: mittelalterlischer Gesang gepaart mit Elektro- und Synthiesounds. 

Als Anspieltipps empfehle ich „Parliament Of Ffowles“ und „Sumervar“.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten. 

Trackliste:
01 Nachtblume
02 Die finstere Nacht
03 Music On The Waters
04 Monteclair
05 Echo
06 Parliament Of Fowles
07 Chint
08 Before The World Was Made
09 O fortuna
10 Minnelied
11 Sumervar
12 A chanter

Review - CASS – „Slower, Smaller, Happier“

Das erste Soloalbum „Slower, Smaller und Happier“ von CASS erscheint am 16.03.2018. Wir freuen uns auf Funk und Soul. Zuvor trat er, Dirk, mit nur 16 Jahren zusammen mit seinem Bruder Jo in einer Simon & Garfunkel Coverband in Jugendzentren auf. Beide gründeten dann 1997/1998 die Band „Orphan“. Hiermit kamen sie bis auf die Bühne der „Royal Academy“ in Hollywood. Ein Filmemacher nutzte vier Songs ihres Albums „September Rain“ für den Film „Friends & Lovers“.  Zudem gehörte Dirk zu der Band „De Grungblayer“ (9 belgische bekannte Profis).

Sein erstes Soloalbum veröffentlicht er zusammen mit Produzent Yannic Fonderie und vielen anderen belgischen Künstlern, die dann auch bei den Konzerten zu genießen sein werden. „In A Different Way“ versprüht als Opener direkt gute Laune. Funk und Soul werden erwartet und mehr als genug verbreitet. „Baby Let Me Hold You“ ist dann sehr gefühlvoll und der Soul geht weiter. „In The Middle Of The Night“ ist dann zeitweise ruhig, insgesamt aber wieder aktiver, funkiger. „Ding Dang“ ist sehr rhythmisch und hat ebenfalls viele funkige Elemente und lädt direkt zum Mitfeiern ein. Der Titelsong „Slower, Smaller, Happier“ ist dann sehr soulig und durch Chöre begleitet. Zudem gibt es einen Einschub französischen Sprechgesangs, der mich persönlich leider nicht überzeugt, aber die Bandbreite der Scheibe erneut deutlich macht. Funkiger geht es dann wieder mit „Gotta New Way“ weiter. Auch hierbei gibt es Sprachgesangspassagen und extrem starke Gitarrenlinien. Einfach harmonisch ist dann die Ballade „“I Can´t Lose You Again“, welches mit dem Pianospiel genau die passende Stimmung erzeugt. Mit viel Schwung ist dann „Shackles & Chains“ zu genießen. Einen eindringlichen und sehr schnell speicherbaren Sound hat „Would You Believe“. „Softly“ ist ebenfalls ein temporeicher Titel mit viel Soul. Ruhiger ist dann wieder „Strong“. Sprechpassagen mit einer tiefen Stimme unterstreichen dies im Kontrast zum weichen Gesang. Als Abschluss kommt in „Triangle“ dann nochmal alles in voller Kraft zusammen. Tempo, Funk, Soul, Breaks,… einfach alles was das Herz begehrt und die Scheibe ausmacht.

Ich empfehle als Anspieltipps den Opener „In A Differnt Way“ und „I Can`t Lose You Again“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.    

Tracklist:

        1.    In A Different Way

        2.    Baby Let Me Hold You

       3.    In The Middle Of The Night

       4.    Ding Dang

       5.    Slower, Smaller, Happier

       6.    Gotta New Way

       7.    I Can´t Lose You Again

       8.    Shackles & Chains

       9.    Would You Believe

       10.  Softly

       11.  Strong

       12.  Triangle

Review – Schattenmann – Licht an

Die vier Nürnberger „Schattenmann“ (Sänger Frank Herzig, Gitarrist Jan Suk, Basser Luke Shook und Drummer Nils Kinzig) bringen am 2.3. ihr Debütalbum „Licht an“ heraus. Wir durften schon vorab reinhören. Und wir verraten euch: NDH 2.0 passt. Sie sind geradeheraus und einfach ehrlich. Ihre Rhythmen sind generell kräftig, die Gitarrenlinien von hart bis verzerrt und der Gesang bringt meistens eine düstere Stimmung mit sich. Die Texte sind meist ehrlich, allerdings nicht aufregend originell, sondern wie erwartet passen sie typisch ins Genre rein.

Live waren sie auch schon viel unterwegs. Und das geht auch so weiter. Die Daten findet ihr unten.

Nun haben wir aber ein paar weitere detaillierte Infos zu den einzelnen Songs (fast für jeden) für euch.  

„Licht An“ als Titelsong und Opener verspricht schon viel: hart, ehrlich, elektronische Akzente und ein Hauch von Darkness. Bei „Brenndes Eis“ gibt es verzerrte Gitarren und in der Mitte der zweiten Songhälfte extrem geile rockige Passagen zu hören. „Gekentert“ zeichnet sich durch wenige Instrumente aus, ist düster und thematisiert schon fast in Liebesliedmanier die Sehnsucht. Sehr ruhig und zum Nachdenken anregend ist auch „Zahn der Zeit“. Allerdings denke ich bei dem Titel direkt an abgedroschene Lyrik. „AMOK“ hat dann einen ständigen Wechsel zwischen aggressivem und kräftigem Sound mit Metalpriesen und einer sehr ruhigen Seite. Dies unterstreicht Textpassagen, wie „Ruhe vor dem Sturm“, die mir aber wieder nicht gerade positiv auffallen. In „Generation Sex“ spielt die Band immer wieder mit einem Synthi-Sound als Chor im Refrain. Ansonsten ist der Song sehr hart gesungen und passt gut ins Genre. Diese Härte ist auch bei „9mm“ und „Trümmer Und Staub“ zu spüren und zu hören. „Krieger des Lichts“ (leider wieder ein sehr abgedroschener Titel) kennzeichnet sich durch einen generell rhythmischen Sound aus, der durch Breaks gestoppt wird. Langsam, mit einer düsteren und schweren Stimmung samt kritischem Text zum Nachdenken kommt dann „Schattenmann“ daher.

Als einen Bonustrack möchte ich den letzten Song der Scheibe „Gekentert“ als Unplugged-Version ans Herz legen. Es lohnt sich einfach sehr.  

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

  1. Licht An
  2. Brennendes Eis
  3. Gekentert
  4. Zahn Der Zeit
  5. AMOK
  6. Generation Sex
  7. 9mm
  8. Krieger Des Lichts
  9. Trümmer Und Staub
  10. Schattenmann
  11. Böser Mann (Bonus)
  12. Rot (Bonus)
  13. Gekentert (Unplugged) (Bonus)

 

Tourdaten:

Schattenmann mit Megaherz:

03.03.2018 Z7, Pratteln (CH)
04.03.2018 Das Cann, Stuttgart
08.03.2018 Batschkapp, Frankfurt
09.03.2018 Musikzentrum, Hannover
15.03.2018 Szene, Wien (AT)
17.03.2018 Hirsch, Nürnberg
22.03.2018 Markthalle, Hamburg
23.03.2018 Turbinenhalle, Oberhausen
24.03.2018 Hellraiser, Leipzig
14.04.2018 Backstage, München
28.04.2018 Factory, Magdeburg

 

Review – Templeton Pek – Watching The World Come Undone

Mit dem jetzt fünften Album „Watching The World Come Undone“, welches die britische Punk/ Rock Band „Templeton Pek“ am 23. Februar veröffentlicht, passen sie nach wie vor zu „The Offspring“ und „Rise Against“ an. Zudem erinnert mindestens ein Song an „Bad Religion“.

Direkt „Nowhere To Hide“ knallt klassisch kraftvoll rockig rein. Harte Drums und kräftige Riffs sind auch bei „Oblivious“ zu hören. Allerdings setzen hier sanftere melodische Passagen Akzente im Song. In „The Awakening“ gibt es durch die Drums ordentlich Tempo. Rhythmisch sehr taktvoll ist dann „Axis“, wobei auch hier die harten Riffs ihre Höhepunkte erhalten. „The Aftermath“ ist dann sehr energiegeladen. Der Song lädt direkt zum Mitfeiern ein und hebt sich durch fein säuberlich abgestimmte Tempounterschiede ab. Rockig und sehr melodisch taktvoll ist dann „Sirens“. Bei „Collisions Course“ wird der Titel sowohl durch die Instrumentenlinien als auch durch den schon fast schreienden Gesang unterstützt. „Black Hearts“ hat die selben ersten Takte wie „This Is Not A Punkrock Song“ von „Bad Religion“. Das Thema Überleben wird dann auch bei „City Of Fire“ in allen zur Verfügung stehenden Varianten musikalisch gedeutet. Und bei „On Our Own“ spielt die Band abschließend noch mit stilistischen Elementen wie rhythmische Staus.

Alles in allem ein Album, welches seine Fans finden wird. Allerdings fehlt das gewisse Etwas an „Neu“, falls es das überhaupt noch geben mag.

Anspieltipps: The Aftermath und Sirens

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten

Tracklist:
01 Nowhere To Hide
02 Oblivious
03 The Awakening
04 Axis
05 The Aftermath
06 Sirens
07 Collision Course
08 Black Hearts
09 City Of Fire
10 On Our Own

Review – Amored Dawn – Barbarians in Black

Die Brasilianer „Amored Dawn“ lassen uns ab dem 23. Februar ihr neues Album „Barbarians in Black“ genießen. Die Band aus São Paulo besteht aus Sänger Eduardo Parras, Schlagzeuger Rodrigo Oliveira, Bassist Fernando Giovannetti, Keyboarder Rafael Agostino und den Gitarristen Tiago de Moura und Timo Kaarkoski.

Sie spielen klassischen Heavy-Metal mit einzelnen Einflüssen von Power Metal mit melodischen Refrains und auch einzelnen Akzenten von klassischem Hard-Rock. Ihre Texte thematisieren Krieg, Schlachten und die nordische Mythologie.

Auf der Bühne waren sie in Südamerika bereits mit Größen wie Megadeth, Sabaton und Symphony X.

In „Beware of The Dragon“ überzeugt direkt das Intro mit einem kräftigen und eindringlichen Keyboard, bevor die Drums einsetzen und der Refrain melodisch beeindruckt. Starke Gitarrenriffs sind in Bloodstone“ einfach zu genießen. In „Men of Odin“ überzeugt einfach alles. Jedes Instrument, hierzu zähle ich auch den Gesang, hat seinen Platz und die Zeit sich auszuleben und in den Song einzuleben – einfach gelungen. „Chance to Live Again“ ist ein weiterer Song der handwerklich überzeugt und tolle Breaks innehat. Tolle Gitarrenlinien und ein Solo, welches durch die saubere Schlagzeugarbeit ideal unterstütz wird, ist „Unbreakable“. „Eyes Behind The Crow“ überzeugt ebenfalls mit klassischen Metal-Komponenten. „Sail Away“ wurde bereits als Single veröffentlicht. Der Song hebt sich in all erdenklicher Weise ab und ist sehr ruhig und melodisch, wobei die Kraft spürbar bleibt. Typisch rhythmisch hart ist dann „Gods of Metal“. Mit starken Riffs und dem Fünkchen Harmonie kommt dann „Survivor“ daher. Der Titelsong „Barbarians In Black“ rundet die Scheibe dann gekonnt ab.   

Diesmal habe ich sogar drei Anspieltipps für euch: „Beware Of The Drageon“, „Men Of Odin“ und „Sail Away“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Anschließend an das Release geht die Band als Support von „Saxon“ auf Tour.

 

Tourdaten:
24.02.18  Hamburg - Heathen Rock Festival
27.02.18  NL-Tilburg - 013
28.02.18  Saarbrücken - Garage
01.03.18  Hannover - Capitol
02.03.18  Frankfurt - Batschkapp
03.03.18  Dresden - Alter Schlachthof

Tracklist:

01. Beware Of The Dragon

02. Bloodstone

03. Men Of Odin

04. Chance To Live Again

05. Unbreakable

06. Eyes Behind The Crow

07. Sail Away

08. Gods Of Metal

09. Survivor

10. Barbarians In Black

Review – Asenblut – Legenden

Nach 10 Jahren Bandgeschichte folgt nun eine Veröffentlichung des Albums „Legenden“ am 16. Februar mit leider lediglich fünf Songs. Hiervon sind vier bereits ältere und nun neu eingespielt. Zudem covert die Band den Manowar Song „God Or Man“. Ihr Pegan Metal ist schnell, stark und kräftig, also finden wir Komponenten von Trash-, Death- und Power-Metal. Und das Ganze ist eben mit sinnvollen Texten gepaart.

Mit dem Opener „Die Legende“ ist man direkt mitten drin. Die Band zeigt was sie zu bieten hat. Der Gitarrensound und das Schlagzeug sind kräftig, taktvoll und mit starken Soli gekennzeichnet. „Heldenbürde“ setzt ebenfalls durch starke Instrumentenlinien Akzente. Ein „Highlight“ sind Passagen, die schon fast eines Sprechgesangs gleichkommen. Dann folgt mit „Asenblut“ ein sehr rhythmischer Song. Der Gesang ist sehr deutlich und es werden Schlachtszenengeräusche miteingespielt. Die Interpretation des Covers „Gor Or Man“ von „Manowar“ ist für viele wohl sehr gelungen. Denn die Band macht den Song zu ihrem eigenen. Als Abschluss bietet „Von des Verräters Untergang“ dann wieder einen starken Gitarrensound und eine kräftige Schlagzeugarbeit zu Beginn, während das Songende weich redend ausklingt.

Wer die Songs bereits kennt, wird trotz dem Neueingespielten nicht viel Abwechslung erwarten dürfen. Etwas Originalität wäre wünschenswert. Und warum die Band die Scheibe mit nur fünf Songs veröffentlicht, weiß ich nicht.

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.

Live sind sie dieses Jahr ebenfalls zu hören.

Tourdaten:

16.02. – Heidesee, Frostfeuernächte
17.02. – Erfurt, From Hell
18.02. – Wien, Escape (AT)
19.02. – Prag, Modra Vopice (CZ)
20.02. – Frankfurt/Main, Elfer
21.02. – Olten, Coq d’Or (CH)
22.02. – Freiburg, Crash
23.02. – Lyon, Le Blogg (FR)
24.02. – Cernunnos Festival (FR)
25.02. – Oberhausen, Helvete

Tracklist:

01 Die Legende (2018)
02 Heldenbürde (2018)
03 Asenblut (2018)
04 God Or Man (Manowar Cover)
05 Von Des Verräters Untergang (2018)

 

Review – Thaurorod – Cost Of Gold

Am 16.02.2018 veröffentlichen die Finnen „Cost Of Gold“ ihr drittes Album „Thaurorod“. Der Sound gleicht dem Vorgänger „Anteferno“ aus 2013: reiner, rasanter, symphonischer Power Metal mit weiter gewachsenem musikalischen Handwerk aller Beteiligten. 

Quasi alle Songs wirken wie aus einem Guss. Es gibt wenige Ausnahmen. Die Drums sind eigentlich fast immer sehr temporeich, wobei Die Truppe durch melodische ruhige Momente (in „Power“, zu Beginn von „24601“ und in „Feed The Flame“) oder Gitarrensoli (in „The Commonwealth Lives“ und in „Cannibal Island“) Akzente setzt, damit nicht alles gleich ist. Ebenfalls sind einige rhythmischer Songs (wie der Titelsong „Cost Of Gold“) dabei. Aber auch durch den Einsatz von Orchestermusik in „Illuminati“ werden Highlights gesetzt. Und „Halla“ gleicht schon fast einer Ballade.

Allerdings bleibt es überwiegend schnell und progressiv mit nur wenigen Akzenten die Abwechslung hineinbringen.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkte.

 

Tracklist:

        1.    Power

        2.    The Commonwealth Lives

        3.    Cost Of Gold

        4.    24601

        5.    Feed The Flame

        6.    Cannibal Island

        7.    Into The Flood

        8.    My Sun Will Rise

        9.    Illuminati

        10.  Halla

Review – Mr. Irish Bastard – The Desire Of Revenge

 

Nach über 10 Jahren Bandgeschichte mit über 700 Konzerten wissen „Mr. Irish Bastard“ jetzt mit ihrem dritten Studioalbum „The Desire For Revenge“, Veröffentlichung am 02.03.2018, zu begeistern. Irische Akzente, Folk und Punk laden insgesamt kraftvoll zum Mitfeiern und Mittanzen ein, schnelle Rhythmen, eindringliche Refrains – es geht eigentlich alles direkt in Mark und Bein.

 

Direkt der Opener „“Black Eye Friday“ versprüht besonders mit seinem Refrain zum Mitsingen gute Laune. Ähnlich schnell, wenn auch etwas dunkler wirkend, ist „Oliver Crom Well`s Head“. „Darlinka (Darling Karlinka)“ ist dann eine Omage an das russische Volkslied „Karlinka“. Auch bei dieser Eigeninterpretation hören wir die kraftvolle Energie und die Intention viele aktiv begeistern zu wollen. „Poor Irish Billy“ ist dann mit Fiddeltönen im Vordergrund und dem schunkelnden Rhythmus im Refrain, welcher zusätzlich gesanglich sehr verstärkt wird, ein typisch irischer Song, der es schafft die Stimmung des Landes zu verbreiten, einfach schön, wobei die E-Gitarre in einem Solo zusätzliche Akzente setzt um vom typischen irischen Volkslied abzuheben. „Pirates Of The Irish Sea“ legt generell tempomäßig nochmal einen zu. Allerdings wird der Gesang demnach eher schreiend und verliert, meiner Meinung nach, an Qualität, da er sehr gehetzt wirkt. Einzelne Passagen in der zweiten Hälfte des Songs sind dann wieder ruhiger und für meinen Geschmack wieder runder. Mit einer etwas „dahingeschnödderten“ Stimme startet dann „Phoenix“. Es ähnelt dem Opener sonst sehr. Sehr aktiv melodisch und rhythmisch lädt dann „We Are The Drunks“ durch den verstärkt gesungenen Refrain ein. Highlights setzten im Hintergrund einzelne Instrumente in unterschiedlichen Passagen.  Mit tollen typisch irischen Fiddeltönen startet dann auch „Mike Malloy“, wobei der Punk und Rock auch hier wieder klar erkennbar sind. Passend zum Titel „I Only Like You When I`m Drunk“ ist auch die Stimmung, die, sowohl durch die Instrumente als auch durch den Gesang, verbreitet wird. Das Cover „Time After Time“ ist einfach grandios. Mit viel Tempo und einer extrem fröhlichen feiernden Interpretation überzeugt es. „…Before The Devil Knows You`re Dead“ reiht sich nahtlos in das bisher musikalisch Gehörte ein. Abschließend rundet „The Soundtrack Of My Life“ die Scheibe ab und spiegelt einen Teil der Intention des Albums (Rückblick und Reflexion) wider.

 

Die Anspieltipps sind ganz klar der Opener „Black Eye Friday“ und das Cover „Time After Time“. 

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

 

Tourdaten:

09.03. Hamburg, Logo

10.03. Braunschweig, Eulenglück

16.03. Essen, Turock                          

17.03. München, Backstage

23.03. Frankfurt, Nachleben

24.03. Köln, Jungle                             

29.03. Magdeburg, Factory

30.03. Berlin, Musik + Frieden

31.03. Rostock, MauClub

06.04. Hannover, Lux

07.04. Dresden, Scheune

 

Festivaldaten:

14.04.18               Dächingen – Rocknacht / Frühlingsfest

28.04.18               Saarwellingen – Antattack

26.05.18               Visbek  Visbek rockt

1.-3.06.2018         Kiew – Irish Fest

23.06.18               Abenberg – Feuertanz Festival

30.06.18               Würzburg – Mission Ready F.

14.07.18               Büsum – Irish im Koog

21.07.18               Weiler – Krawall im Stall

31.08.18               Gießen – Freudentanz Festival

 

Tracklist:

        1.    Black Eye Friday

        2.    Oliver Crom Well`s Head

        3.    Darlinka (Darling Karlinka)

        4.    Poor Irish Billy

        5.    Pirates Of The Irish Sea

        6.    Phoenix

        7.    We Are The Drunks

        8.    Mike Malloy

        9.    I Only Like You When I`m Drunk

        10.  Time After Time

        11.  …Before The Devil Knows You`re Dead

        12.  The Soundtrack Of My Life

Konstantin Wecker – Poesie und Widerstand – Live DVD

Anlässlich seines 70. Geburtstags ging Konstantin Wecker mit seinem Programm „Poesie und Widerstand“ auf Tour. Wir durften ihn hierbei live im Dezember 2016 genießen. Nun veröffentlicht er am 16. Februar 2018 eine Live DVD seiner Jubiläumskonzerte. Und die Auswahl ist grandios. Auf zwei DVD findet sich ein einzigartiger Zusammenschnitt des Programms. Wecker singt, spielt Klavier, liest vor, interpretiert Gedichte, erzählt Anekdoten bezüglich seiner Mutter, beschreibt seinen Vater sehr bewundernswert beispielsweise mit seiner philosophischen Seite, gibt seine politische Meinung in Reden und Liedern wieder und und und.

Das Trio wird zudem noch reichlich unterstützt. Die Bühne füllt sich mit einem Drummer, Gitarristen und einem Orchester (12 Musiker aus 12 verschiedenen Nationen – ganz nach der Manier Weckers).

Aber auch weitere Freunde sind seine Gäste und musizieren mit ihm. Hier seien beispielsweise Pippo Pollina (italienischer Liedermacher) und Dominik Plangger (langjähriger Freund Weckers aus Südtirol) genannt. Aber auch Willy Astor ist mit von der Partie, denn er darf laut Weckers eigener Aussage bei einem Zusammenschnitt seiner Schaffenszeit nicht fehlen. Zudem ist ein Ständchen durch Bläser zu genießen. Diese feiern Wecker mit „Happy Birthday“ und „Hoch soll er leben“.

Als weitere dritte DVD gibt es Bonusmaterial, das sich sehen und hören lassen kann. Im Gespräch reflektiert Wecker sich und seine Leidenschaft als Musik, denn „…beim Musizieren kann man im Augenblick leben…“. Aber auch ein Interview mit der „Band“ gehört dazu. Und der Blick hinter die Kulissen mit Speiseplan und dem Aufbau und Stimmen der Instrumente ist ebenfalls dabei.

Demnach ist das Rundumpaket geschnürt. Die Live DVD ist wahrlich für jeden etwas. Hierbei ist es egal, ob ich die Chance hatte bereits live dabei gewesen zu sein oder nicht. Ich empfehle sie euch auf jeden Fall.

Review – Saxon – Thunderbolt

Nach über 40 Jahren mit über 20 Alben im Geschäft haben Saxon einen Ruf und Namen und jeder Fan hat diverse Erwartungen. Und diese werden erfüllt. Nach einem strangen kurzen Intro „Olympus Rising“ folgt der Titelsong „Thunderbolt“ mit klassischen Heavy Metal. Die Gitarren bekommen ihre seperaten Auftritte und die metallische Härte ist direkt spürbar.

Auch „The Secret Of Flight“ ist klassisch und satt. Auf der einen Seite ist der Song mit ordentlich Tempo versehen, auf der anderen Seite sehr klar rhythmisch mit klaren Gesangsparts zum Mitgrölen. Sehr düster beginnt dann „Nosferatu“. Der Titelzusatz „The Vampire`s Waltz“ ist Gesetz und spiegelt die Stimmung des Songs sehr gut wieder. Er ist sehr mystisch und verbreitete die passende Atmosphäre. „The Played Rock And Roll“ ist sehr temporeich und mit viel kraftvollem Instrumenteneinsatz und ganz gezielten und auf den Punkt getroffenen Vocals. Wieder eher düster mit einer sehr tief gröhlenden Hintergrundstimme kommt „Predator“ daher.

Bei „Sons Of Odin“ kommt nach einer einladenden Schlagzeugarbeit zu Beginn eine sehr harte Stimmung herüber. Ein starker Rhythmisch mit sehr melodischen Teilen bestimmt den Song. Verzerrte Gitarren und schnelle Drums eröffnen „Sniper“ und lassen das Herz einiger höher schlagen, da es so herrlich klassisch ist und der Beat direkt in den ganzen Körper geht. „A Wizard`s Tale“ ist dann vom Instrumenteneinsatz her eher wieder „abgehackt“ und dennoch in sich stimmig. „Speed Merchants“ startet mit Motorensound, der mich persönlich sehr irritiert und zu dem weiteren Song nur insofern passt, als das er temporeich ist und es thematisch wie erwartet um Speed und Limits geht. Insgesamt ist der Song ein echtes Brett und ein wahnsinniges Gitarrensolo bekommt zur Freude viel Raum. Sehr geil harmonisch und melodisch ist „Roadies` Song“. Ein absolutes Highlight dieser Platte und doch so herrlich klassisch und echter alter Heavy Metal, bei dem ebenfalls die Gitarrenarbeit einfach gigantisch ist. Als Abschluss gibt es dann die „Raw Version“ von „Nosferatu“.

Als Empfehlung kann ich euch ganz klar „Speed Merchants“, allerdings ohne das Intro und „Roadies` Song“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Olympus Rising

        2.    Thunderbolt

        3.    The Secret Of Flight

        4.    Nosferatu

        5.    They Played Rock and Roll   

        6.    Predator

        7.    Sons Od Odin

        8.    Sniper

        9.    A Wizard`s Tale

        10.  Speed Merchants

        11.  Roadies` Songs

        12.  Nodferatu

 

Review – The Wake Woods – Blow Up Your Radio

 

Das zweite Album „Blow Up Your Radio“ von „The Wake Woods“ ist ab dem 2. Februar zu haben und zeigt erneut das handwerkliche Können der Jungs, die bereits Support für Deep Purple waren und auch den zweiten Platz beim Deutschen Rockpreis ergatterten.

 

Die Scheibe ist im Segment des sogenannten Highschoolrocks abwechslungsreich und vielfältig und hat Stilelemente von Rock, Blues, Indie und auch einen gewissen Retrocharme.

Die Scheibe besteht zum Großteil aus satten und kräftigen Songs, die zum Mittanzen und Mitfeiern einladen (Titelsong „Blow Up Your Radio“, „Mad Dogs On Fire“, „Songs For A Living“, „You Won`t Kick Me Out Of The Ring“). Die Jungs beherrschen ihre Instrumente. Sie spielen mal voll und hart aber auch mit weichen und harmonischen Sequenzen können sie überzeugen. Dies und ein gewisser Minimalismus kommt in „Bad Dreams“, „Downtown Daydreams“, „Out On The Sea“ und „Missed Calls“ hervor. Einige Titel sind noch melodischer und harmonischer, beispielsweise „Ships Ain`t Made For Sinking“. Aber auch individuelle andere Highlights werden gesetzt. Dies ist zum Beispiel durch eine abgehackte Wirkung in „The Last Thing I Need“.  

 

Wer die Jungs live sehen möchte um mit ihnen zu feiern und die neue Scheibe zu genießen, sollte sich schnell um Karten der Konzerte in Deutschland ab Ende Februar (siehe unten) kümmern.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir den Titelsong „Blow Up Your Radio“ und „Ships Ain`t Made For Sinking“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

01. Mad Dogs on Fire

02. Blow up Your Radio

03. I Can´t Say It

04. Ships Ain't Made for Sinking

05. Songs for a Living

06. Bad Dreams

07. The Last Thing I Need (Is the First Thing I Get)

08. Downtown Daydream

09. You Won't Kick Me out of the Ring

10. Out on the Sea

11. Missed Calls

 

Tourdaten:

22.02.2018 | Hamburg, Molotow
23.02.2018 | Bremen, Lila Eule
24.02.2018 | Soest, Alter Schlachthof
25.02.2018 | Köln, Yard Club
01.03.2018 | Aschaffenburg, Colos-Saal
09.03.2018 | Kiel, Räucherei
10.03.2018 | Berlin, Musik & Frieden
17.03.2018 | Winterbach, Strandbar 51

Review – BRDigung – Zeitzünder


Was darf es sein? Welche Laune hast du grad? Total egal. Diese Scheibe passt einfach immer. Egal ob du gut gelaunt vor Energie sprühst oder deine Wut einen Raum zum Durchknallen braucht, dieses Album hilft.

Das Intro startet gefährlich düster und geheimnisvoll, wird heller und kräftiger und verspricht schon viel. Die Uhr von „Zeitzünder“ läuft. Weiter geht es in „Mittelfingerautorität“ mit schnellen Riffs und einem harten Takt, richtig schöner Punk, denn „wir haben nichts zu verlieren“ und „jetzt geht es los“. „Kampf gegen die Leere“ legt dann nochmal an Tempo zu und verdreht direkt den Kopf. Rockiger und dennoch melodisch kommt dann „Ikarus oder Peter Pan“ daher. Spätestens ab diesem Zeitpunkt mit „Ich wollte nie erwachsen sein“ haben die Jungs wohl jeden Hörer überzeugt, da der Song auch inhaltlich was hermacht, aber keinesfalls abgedroschen ist.

Mit klarem Apell, sowohl instrumentell als auch gesanglich, geht es dann mit „Die Hände hoch“ weiter. „Mein Lied im Radio“ ist dann etwas schwächer. Härter, mit leichten Tendenzen zum Metal, ist „Lebst du noch“ zu Beginn zu hören. Rockig bleibt es auch. Ein Bespiel für eine tolle Weiterentwicklung der Jungs ist der sehr harmonisch und langsamere Song „Nur noch ein Wort“. „Tanzen im Regen“ überzeugt wieder mit sehr klaren und schnellen Riffs und einem grandios abwechslungsreichen Spiel der einzelnen Komponenten.

Diverse instrumentelle Akzente setzten sie auch in „Pures Gift für mich“. „Wir machen alles anders“ ist wieder sehr rockig und gesanglich vielfältig. Mit leichten und weichen Klavierklängen, die zudem von Streichern unterstützt werden und im Verlauf satter werden, ist dann „Neues Leben“ zu genießen. „Kraft Liebe Hoffnung“ kommt wieder kritischer, düsterer, schneller und kräftiger daher. Dies bezieht sich sowohl auf die Instrumentenlinien als auch auf den Text. Starke und satte Gitarrenriffs gepaart mit kräftigen Drums sind dann in „Meine Idole sind tot“ markant. Melodisch feiner ist dann „Im freien Fall“. Hervorzuheben ist hier ein extrem starkes Gitarrenspiel in der Songmitte. Als Abschluss der Scheibe mit den insgesamt 16! Songs ist das „Outro“ dann wieder gespickt mit diversen Spielereien und Akzenten, die immer satter, kräftiger und voller werden und dennoch weich bleiben. 


Als Anspieltipps empfehle ich euch  „Mittelfingerautorität“ und „Ikarus oder Peter Pan“. 


Promoportal-germany vergibt für die solide alles Laune Scheibe 8 von 10 Punkten.


Tracklist: 
1.    Intro
2.    Mittelfingerautorität
3.    Kampf gegen die Leere
4.    Ikarus oder Peter Pan
5.    Die Hände hoch
6.    Mein Lied im Radio
7.    Lebst du noch?
8.    Nur noch ein Wort
9.    Tanzen im Regen
10.    Pures Gift für mich
11.    Alles anders
12.    Neues Leben
13.    Kraft Liebe Hoffnung
14.    Meine Idole sind tot
15.    Im freien Fall
16.    Outro

Review – Beth Hart & Joe Bonamassa – Black Coffee

Das neue Album wird am 26.1.2018 erscheinen und bietet in jedem Song etwas Besonderes. Typisch und markant kommen die Stimme von Beth Hart und das geniale Gitarrenspiel von Joe Bonamassa natürlich wie erwartet und gewünscht, daher. Die zehn Songs sind auf der einen Seite alle wie aus einem Guss und auf der anderen Seite hat jeder einzelne Titel seine Highlights und Akzente.

Der Opener „Give It Everything You Got“ besticht durch ein sehr verzerrtes Gitarrenspiel am Anfang, welches im Verlauf immer wieder verstärkt herauskommt. Hinzu kommen ein geniales Gitarrensolo in der Mitte, Bläser und eine sehr punktierte Gesangsstimme. Insgesamt ist es ein sehr rhythmischer und taktvoller Song. Das typische und abwechslungsreiche Bonamassa Gitarrenspiel hören wir auch in „Damm Your Eyes“. Der Gesang ist sehr soulig. Der Titelsong „Black Coffee“ ist rockiger und etwas härter, vor allem im Refrain. „Lullaby Of The Leaves“ ist sehr weich, sowohl von den Instrumenten als auch vom Gesang her, wenn auch einzelne härtere Gitarrenriffs Highlights setzen, die sich bis ans Songende fortführen. Extrem bluesbetont ist „Why Don`t You Do Right“. Unterstützet wird es mit Klavierklängen und einzelnen Jazz Akzenten. „Saved“ ist temporeicher mit viel Action. Typisch Bonamassa ist dann wieder „Sitting On The Top Of The World“ mit klaren Gitarrenriffs. Kollegen sprechen hierbei vom Chicago Blues Rock. Minimalistisch genial ist dann „Joy“. „Soul On Fire“ ist wieder sehr melodisch und weich. Einen souligen Abschluss der Scheibe bietet „Addicted“ durch den Gesang von Beth Hart.

Insgesamt ist es wie erwartet und gehofft ein handwerklich 100%iges Album mit einzelnen Highlights in jedem Song. Dadurch fehlt mir aber das Eine, sprich der eine gewisse Song, der sich abhebt und das Album zu etwas besonderem, weil er einfach immer im Ohr, Kopf, Körper bleibt.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Give It Everything You Got

        2.    Damm Your Eyes

        3.    Black Coffee

        4.    Lullaby Of The Leaves

        5.    Why Don`t You Do Right

        6.    Saved

        7.    Sitting On The Top Of The World

        8.    Joy

        9.    Soul On Fire

        10.  Addicted

Review: Endlever - TimeTo Kill

Nach diversen Livegigs, unter anderem beim Out & LOUD Festival 2016, veröffentlichten die Balinger „Endlevel“ nun ihr erstes Debutalbum „Time To Kill“. Ken Ratheiser (Lead Guitar, Vocals), Robin Willkommen ((Rhythm Guitar), Jonas Frey (Drums), Sasa Tripkovic (Bass) und Robin Richard (Lead Guitar) stellen die aktuelle Besetzung seit 2015, die sich nach vielen anfänglichen Wechseln nach der Gründung 2011 durch Jonas und Ken gefestigt hat. Ihre Trash/ Death Metal Songs sind voll mit harter Energie.

Thematisch geht es laut Robin in der Breite zum einen um den Wahnsinn des Krieges und zum anderen um sie selbst als „partywürdige Feiertruppe“. Bereits der Opener „Panzerblut“ spielt mit brutal abartigem Sound. Kräfte und abgehackte Riffs paaren sich mit gegröltem und quietschigem Schreigesang. Ähnlich geht es mit „State Of Emercency“ weiter. Wobei der Song insgesamt noch düsterer ist und zwischenzeitlich rein instrumentaler Speed Impulse setzt. „Violent Moshpit“ reiht sich nahtlos hart und dunkel brutal ein.

Der Titelsong „Time To Kill“ startet sehr rhythmisch mit klarem Gitarrensound, bevor es härter wird und der extrem dunkle Gesang schon fast als Sprechgesang einsetzt und einzelne Aussagen zusätzlich versetzt gedoppelt werden um Akzente zu setzen. „Sounds Of The Fallen Soldiers“ fügt sich dem an und passend ein, wobei hier nochmal wieder mehr instrumentelle Highlights mit Höhen gesetzt werden. Mit kräftigem Sound und hintergründigem Speed spielen die Jungs dann auch „Masterpiece Of Terrorising“. Das Tempo setzt sich dann, gepaart mit der düsteren Grundstimmung in „Legion Of Chaos“ fort, wobei es nach gut zwei Minuten eher an den düsteren und erschreckenden ruhigen Sound einer Geisterbahnfahrt auf dem Rummel erinnert. Speed und „Kampfansagen“ kommt dann wieder neu mit „Endlevel“ rein. Zunächst verzerrt und düster mit eindeutigen Gedanken an den Tod und eine Zombiewelt, wie sie auch auf dem Titelcover zu sehen ist, ist dann „Mighty Hunter“. „Incest“ rundet das Album dann entsprechend hart ab und vereint nochmal alle Elemente, die die Stimmung der Scheibe ausmachen. Die Scheibe wird bei vielen Anhängern für große Freude sorgen, da zudem alle Texte im Booklet zusammengestellt sind. Insgesamt passen die Songs alle zusammen, wenn sie auch nicht zu meinen persönlichen Favoriten zählen, da das Düstere und Gegrölte sehr stark ist. Aber eben genau dies wird die Fans freuen.

 

Meine Anspieltipps sind ganz klar der Titelsong „Time To Kill“ und „Mighty Hunter“, welches bereits 2016 ausgekoppelt als EP erschien. Die Jungs wissen wohl warum.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten, da alles aus einem Guss kommt, aber auch keine wirklichen Highlights hervorstechen.

 

Tracklist:

01. Panzerblut

02. State Of Emergency

03. Violent Moshpit

04. Time To Kill

05. Sounds Of The Fallen Soldiers

06. Masterpiece Of Terrorising

07. Legion Of Chaos

08. Endlevel

09. Mighty Hunter

10. Incest (feat. Andi, Ratze & Pete)

Review – LOKOMOTOR – Wir sind

 

Am 26.01.2018 veröffentlichen LOKOMOTOR ihr Debütalbum „Wir sind“. Mit sieben Jahren Vorbereitung haben sie sich wirklich Zeit gelassen, damit sie alle zufrieden und stolz sind. Sie, das sind die Geschwisterpaare Daniel Lang und Rebekka Knoblich und Manuel und Johannes Hoffmann und Rebekkas Mann Benjamin Knoblich aus Hof im Norden Frankens.

Der Opener „Wir sind jetzt“ zeigt thematisch direkt die kritische Herangehensweise der Band an ihre Musik mit der Frage, ob sie denn jetzt wirklich schon so weit seien. Musikalisch ist es rund, mit Akzenten und Höhepunkten und einer sehr klaren Gesangsstimme von Rebekka. Dies zeigt sich auch bei „Wanderer“, wobei der instrumentelle Einsatz hier zwischenzeitlich etwas härter durchkommt. „Hallo Leben“ beginnt sehr ruhig und emotional, bevor es kräftig und aktiv wird und den Text positiv unterstreicht. Melodisch harmonisch ist dann auch „Menetekel“. „Tanz mit mir“ ist musikalisch losgelöster. Der Sound rückt etwas mehr vom reinen Pop ab und geht Richtung Rock. Zunächst sehr sanft, später dann kräftig ist „Wann fängt der Morgen an“. Leichte Indie Elemente sind hörbar. „Lass mich endlich los“ fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept der Scheibe ein.

Die rockigen Elemente werden stärker und der Gesang und auch die Instrumentenlinien etwas härter. Weicher und ganz ruhig kommt dann „Herein“ daher. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass die Band voll und ganz mit der Musik spielt und dies liebt. Denn im Laufe des Songs setzten sie durch kräftigen Sound einzelne Akzente, bevor sie sich wieder zurücknehmen. „Komm wir starten ein Feuerwerk“ ist wieder rockiger und Rebekkas Stimme ist phasenweise ebenfalls härter, was mir persönlich sehr gut gefällt. So hebt sie sich damit mehr von der aktuellen Deutsch-Pop Linie, die im Radio teilweise als Einheitsbrei läuft, ab. Dies wird durch die punktierten „abgehackten“ Hintergrundvocals der Jungs zudem unterstützt. Insgesamt fügt sich das Album aber sehr gut in die Pop Welt ein und wird viele Fans der breiten Masse finden, da die Songs eingängig und melodisch rhythmisch sind.   

 

Als Anspieltipp empfehle ich persönlich „Lass mich endlich los“ und „Komm wir starten ein Feuerwerk“, wobei „Hallo Leben“ wahrscheinlich für viele Hörer ein gutes Beispiel für die Musik dieser Scheibe darstellen wird.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

        1.    Wir sind jetzt

        2.    Wanderer

        3.    Hallo Leben

        4.    Menetekel

        5.    Tanz mit mir

        6.    Wann fängt der Morgen an

        7.    Lass mich endlich los

        8.    Herein

        9.    Komm wir starten ein Feuerwerk

Review – Prelistening Session – Interview –

Rebellion – A Tragedy in Steel Part II: Shakespeare`s King Lear

 

Am 13.01. waren wir von Frank Wilkens (Nauntown Music) und Uta geladen mit Rebellion ihr neues Album zu hören. Dies wird am 26.1. veröffentlicht. Zudem hatten wir die Gelegenheit bei einem gemütlichen Beisammensein eine rege Interviewrunde zu führen. Die Scheibe reiht sich auf der einen Seite insgesamt nahtlos in die Rebellion Geschichte ein, aber Tomi äußerte zudem, dass die Weiterentwicklung der Band auch Fragen aufwarf: „Ist das überhaupt noch Rebellion?“ Laut ihm siedelt sich dieses Konzeptalbum in einer Grenzregion an. Als Beispiel nennt er hier „Thankless Child“ mit Pink Floyed Akzenten. Jedoch bekam laut der Band jeder Song die Zeit sich zu entwickeln. Oli erzählte hierzu, dass er gerne ausprobiert, ob und wann beispielsweise noch ein paar Takte Mandoline oder Klavier zusätzlich eingespielt werden können und sollen. Alle wollten ein Gefühl für jeden Titel bekommen. Demnach waren die wöchentlichen Proben für alle wichtig. Die Produktion lief „Old School“ ohne Samples oder Dopplungen von Gitarren ab. Demnach ist es ein „echtes“ und trotzdem druckvolles Album. Die düstere Grundstimmung zieht sich als Gesamtkonzept komplett durch alle Songs. Hinzu kommen einzelne Sprechpassagen von Gästen. Auch diese wurden im Vorfeld mit den Sprechern geprobt, damit eine Hörbuchentwicklung in den jeweiligen Song integriert wird.   

 

Direkt der Opener „A Fool`s Tale“ macht auf die düstere Stimmung aufmerksam. Es ist zwar wie immer ein satter und kräftiger Sound und der Gesang von Micha ist und bleibt markant, aber durch weiblich punktierte Vocals kommen neue Akzente hinzu. Den Song gibt es vorab schon als Video online. Der Dreh fand, so konnten wir im Interview erfahren, in der Nähe der Saalburg und bei Oberursel statt; mitten im verschneiten und eisig kalten Wald. Dies unterstreicht einmal mehr die dramatische Atmosphäre, die sich durch die ganze Scheibe zieht.

 

„Dowerless Daughter“ ist von Beginn an durch ordentliches Tempo geprägt. Zudem unterstützt eine „weichere“ Stimme in Form eines Arbeitskollegen von Tomi den Gesang.

 

Bei „Thankless Child“ hören wir einfach alles. Durch viele Stimmen wird in dem Song über 6,5 Minuten schon eine ganz eigene Geschichte erzählt. Die Gitarren sind sehr stark und die Drums unterstützen diesen Sound positiv minimalistisch. Der gesamte Instrumenteneinsatz ist sehr abwechslungsreich. Zudem zeigt Micha hier wie stimmvielfältig er singen kann.

 

„Stand Up For Bastards“ startet dann sofort mit einem fetten und extrem rhythmischen Sound. Zudem wird bei ungefähr 3 Minuten ein Highlight durch das Gitarrenspiel gesetzt.

 

Dies ist auch in ungefähr der Mitte von „Storm And Tempest“ der Fall. Der Song ist insgesamt sehr hart und temporeich mit einem fetten Hintergrundgesang.

„Demons Of Madness“ zeigt in den knapp 5 Minuten Spielzeitwieder die düstere und schwere Stimmung wie im Video auf. Die leicht verzerrte Stimme von Micha unterstützt diese schleppende Atmosphäre. Der Sound wird im Verlauf kräftiger und satter. Akzente werden durch die vielen Stimmen, die den Titel singen, gesetzt.

Extrem abwechslungsreich in sich und alleine wieder eine Geschichte erzählend ist

„The Mad Shall Lead The Blind“. Der Song ist mit ordentlich Tempo, mit weichen und auch schwermütigen Gesangselementen und auch mit Gesprächen (weibliche Gäste) und mit Gitarrensoli gespickt.

 

„Black Is The World“ hat durch ein Keyboard ein sehr mystisches Intro. Dies wird, leider, durch harte Drums und Gitarren sehr abrupt gestoppt. Der Gesang von Micha ist wieder sehr typisch markant und Instrumentenbreaks setzen Akzente.

 

Wie der Titel schon sagt ist „Battle Song“ sehr kräftig. Der Song hat zwar Tempoakzente, ist aber weitestgehend sehr rhythmisch mit einem starken Takt zum Gesang. Hinzu kommt ein Gitarrensolo, welches viele Freunde finden wird. Beim Ausklingen des Songs wird der Titel nochmal stark betont. Für Tomi hat der Refrain einen Manowar Charakter. Er steht, soweit dürfen wir die Info schon weitergeben, ganz weit oben auf der Liste für mögliche Songs bei Live-Acts.

 

„Blood Against Blood“ startet dann mit ordentlich Speed und fetten Drums. Der Gesang ist wieder sehr düster und schon fast schreiend. Bei knapp 2,5 Minuten wird dann das Bisherige zurückgenommen um einen Sprechgesang (Gast, Tomis Arbeitskollege) als erzählendes Element zu betonen.

 

Mit schnellen, fetten, harten und satten Instrumenten startet dann „Truth Shall Prevail“. Aber auch hier wird dies zugunsten einer sprechenden Konversation (Sarah und einer von Tomis Arbeitskollegen) phasenweise reduziert. Bei Michas typisch fetten Gesang erhöht sich dann auch wieder der Instrumenteneinsatz.

Als Abschluss rundet „Farewell“ die Scheibe dann ab. Bei ca 8,30 Minuten Spieldauer bleibt viel Zeit für stilistische Akzente. Denn die erste schwermütige, schwerfällige und schleppende Grundstimmung wird durch weiche und harmonische Keyboardklänge aufgemischt. Hinzu kommen harte Drums, Riffs und Michas entsprechender Gesang. Dieser Song hat ebenfalls schon im Vorfeld viele Anhänger gefunden.

 

Demnach gehört zu unseren Anspieltipps natürlich der Videosong „A Fool`s Tale“. Aber durch das Erzählen der Geschichte und die unterschiedlichen und abwechslungsreichen Akzente legen wir euch „Thankless Child“ und „The Mad Shall Lead The Blind“ ans Herz.

 

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 racklist:

 

Tracklist:

       1.    A Fool´s Tale

        2.    Dowerless Daughter

        3.    Thankless Child

        4.    Stand Up For Bastards

        5.    Storm And Tempest

        6.    Demons Of Madness

        7.    The Mad Shall Lead The Blind

        8.    Black Is The World

        9.    Battle Song

        10. Blood Against Blood

        11. Truth Shall Prevail

        12. Farewell

Review – Morbid Angel – Kingdoms Disdained

Am 1.12.2017 veröffentlichen „Morbid Angel“ ihr neues Studioalbum „Kingdoms Disdained“ über Silver Lining Music. Wie erwartet ist es kräftiger Death und Trash Metal Sound. Die Drums, vor allem die Dubble Base, stehen extrem im Vordergrund und bekommen so einen hohen Stellenwert. Alle elf Songs wirken wie aus einem Guss und passen sich an- und ineinander an. Besonders bei „The Righteous Voice“, „The Pillars Crumbling“, „For No Master“ und „The Fall Of Idols“ werden durch andere, sprich hellere, Gitarrenlinien zusätzliche Akzente gesetzt. Und bei „From The Hand Of Kings“ und „The Fall Of Idols“ gibt es durch harte Breaks extreme Cuts, die zusätzlich bemerkenswert sind. Bei „The Pillars Crumbling“ wird zudem noch mit dem Gesang gespielt und er wirkt, wie auch teilweise die Gitarrenlinien in diesem Song und in „The Fall of Idols“ verzerrt.

Insgesamt ist es ein Album was viele begeistern wird und sich relativ gut in die Szene einordnen lässt. Die Scheibe wirkt rund und durchdacht. Aber deshalb fehlt es auch an Ecken und Kanten, sprich an einzelnen Songs, die die Scheibe zu einem Highlight hätten werden lassen können, was sich von anderen abhebt.

Als Anspieltipps empfehle ich euch „The Pillars Crumbling“ und „The Fall Of Idols“.

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Piles Of Little Arms

       2.    D.E.A.D.

        3.    Garden Of Disdain

        4.    The Righteous Voice

       5.    Architect And Iconoclast

        6.    Paradigms Warped

        7.    The Pillars Crumbling

        8.    For No Master

        9.    Declaring New Law (Secret Hell)

        10.  From The Hand Of Kings

       11.  The Fall Of Idols

Review – Godex – The Heart Collector

Die Band „Godex“ aus der Region Bonn gibt es nun schon seit 2009. Gründer Tommy Tom stammt eigentlich aus der Gothic Metal Schiene. Nun hat er im Mai mit Godex bereits das vierte Album „The Heart Collector“ veröffentlicht. Und das, so verriet uns Tommy im Interview, obwohl es zuerst als Soloprojekt geplant war. Aber irgendwie ging es immer weiter. Im Herbst begleiteten sie die Crüxshadows mit 12 Konzerten auf ihrer Tour, um dort das Album zu promoten. Und das ist ihnen beispielsweise in Frankfurt am Main im „Bett“ gut gelungen. Sie gewannen einige neue Fans und es zeigte sich erneut, dass das Publikum der „dunklen Szene“ einfach ein echt gutes ist.

Die Scheibe beginnt mit einem weichen und sehr langsamen Intro namens „Prologue“, bevor es schon fast actionreich mit dem Titelsong „The Heart Collector“ weiter geht. Markant ist, wie bei jedem einzelnen Song, die extrem dunkle, klare und dennoch weiche Stimme von Tommy. Mit schönen hellen Keyboardklängen bringt uns dann „Shine So Bright“ fast schon zum dahinschmelzen. Mit schnellen und kräftigen Drums beginnt dann „Glory Glitter And Gold“, bevor es im Refrain insgesamt an Fülle und Harmonie zunimmt, um dann wieder sanfter mit gedrosseltem Instrumenteneinsatz und auch einem Sprechgesang zu spielen. „Hopes And Dreams“ ist dann ebenfalls wieder sehr melodisch und dennoch kräftig mit unterschiedlichen Akzenten. „The Fozen One“ macht durch verschiedene synthetische Sounds seinem Namen alle Ehre und ist eher eine Uptempo Nummer. Kräftig und hart und dennoch immer mehr harmonisch zurückhaltend geht es dann mit „Reach The Flame“ weiter. „Burning Inside“ ist eine sehr rockige Nummer, wobei auch hier das Spielen mit synthetischem Sound nicht wegzudenken ist. Ähnlich rockig startet auch „When I Cry“, wobei die Instrumentenlinien sich immer wieder zurücknehmen und den Gesang entsprechend positiv begleiten und unterstützen. „Miss Tragedy“ ist dann wieder temporeicher, heller und trotz der eigentlich „dunklen Szene“ eigentlich mit fröhlichen Takten. In „Oh My Fortune“ bestimmt zunächst das Keyboard die Klänge, bis die anderen Instrumente harmonisch einsetzen. Ähnlich dominant sind die rockigen Drums und Gitarrenlinien zu Beginn von „In The Flood“. Und dies Rockige kommt immer wieder durch, auch bei dem Gesang von Tommy. „Pirate Gold“ ist zwar durch die Drums hart, aber fügt sich dann quasi nahtlos in das Gesamtkonzept der Scheibe ein. Den Abschluss bildet „Raining Over Me“. Der Song ist insgesamt langsamer und mit einigen synthetischen Effekten gespickt.

Alles in Allem bietet die Scheibe eine Fülle an Songs (14!), die in sich stimmig sind. Es gibt keinerlei Ausreißer oder sinnlose Lückenfüller, aber leider auch keine absoluten Highlights. Deshalb gibt es auch keine gesonderten Anspieltipps.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Prologue

2.    The Heart Collector

3.    Shine So Bright

4.    Glory Glitter And Dreams

5.    Hopes And Dreams

6.    The Frozen One

7.    Reach The Flame

8.    Burning Inside

9.    When I Cry

10.  Miss Tragedy

11.  Oh My Fortune

12.  In The Flood

13.  Pirate Gold

14.  Raining Over Me

 

 

Review – Killcode – The Answer

Die fünf Jungs von KILLCODE aus New York City haben ihr neues Album „The Answer“ veröffentlicht. Im Interview beschreibt Tom Morrissey ihre Musik wie folgt: „KILLCODE really is just unpretentious, raw Hard Rock! We have elements of Southern Rock, Heavy Metal and even Classical and Blues shining through very clearly. We aren't afraid to write and play what we feel. So what does KILLCODE sound like? It sounds like five guys who grew up on everything from Alice Cooper and Black Sabbath to Lynyrd Skynyrd and Slayer with just a hint of The Beastie Boys and Bad Brains.“ Demnach freuen wir uns über harte Riffs und starke Drums.

Direkt der Albumtitel ist der Opener. „The Answer“ wird auf Anhieb Fans finden. Es ist hart und leicht abgehackt. Stoner Rock wie man ihn lieben kann. Mit „Show Me“ geht es dann generell harmonisch rockiger weiter. Besonders bemerkenswert ist hier, dass die Jungs in jedem Song bis zum Ende alles geben. Es wird nichts einfach abgebrochen. Der Ausklang von „Show Me“ ist einfach ein perfektes Beispiel dafür. Aber auch die Gitarrenarbeit bei gut zweidrittel des Songs zeigt das handwerkliche Können und die Liebe zum Detail. Mit schnellen Gitarrenriffs beginnt dann auch „Shot“, bevor es ein klassischer Handbangingsong mit harten und klaren Takten wird. Hier unterstützt der Gesang die Stimmung und bringt durch phasenweises Geschreie und Gebrülle die nötige Härte noch weiter zum Ausdruck, wobei durchaus auch sehr harmonische Passagen mit klaren Vocals zu genießen sind. „Bleed“ ist von den Instrumentenlinien wieder von der temporeichen und harten Gangart. Die Drums dominieren und das ist auch gut so. So gleicht kein Song dem anderen und dennoch hört es sich an wie aus einem Guss. Relativ düster und schwer beginnt „Own It Now“. Jedoch werden wir überrascht. „Chris Wyse“ (Bassist und Sänger, ebenfalls aus New York City) ist mit von der Partie. Bekannt ist dieser für seine Auftritte mit „The Cult“, „Ozzy Osbourne“ oder auch „Mick Jagger“. Der Song ist, nach dem Intro, weich, harmonisch und mit wunderschön melodischen Gitarrenlinien und diversen Solos. Und das Ganze gepaart mit entsprechenden Gesangslinien. Dass KILLCODE ihn für diesen Song gewinnen konnten, ist ein absolutes Highlight und zeigt erneut die Vielfalt und Offenheit der Band. „Kickin And Screamin“ ist dann wieder typische harter Rock, wobei der Titel Gesetz ist und die Stimmung entsprechend rüberkommt, so dass wir ganz und gar in diesem Song aufgehen können. Unterstützt wird das durch die leichte Blues Rock Note. Auch hier genießen wir starke Gitarrenlinien mit harten Riffs, die passend Akzente setzten und einen Basssound, der besonders am Songende für Beachtung sorgt. Ähnlich rockig geht es dann mit „Pick Your Side“ weiter. Wobei die Vocals und auch die Wechsel der Takte hier wiederum die unterschiedlichen Facetten zeigen. Leichte Brüllhintergrundchöre geben das gewisse Etwas dazu. „The Haunting“ knüpft daran sehr gut an. Zwar ist es langsamer, aber keinesfalls ruhiger oder langweiliger. Es ist ein kraftvoller Song mit entsprechender Aussage. Wobei nach über vier Minuten Spieldauer die Stimmung auf einmal wechselt. Statt Kraft und Härte hören wir entspannte und weiche Gitarrenlinien. „Slave“ ist dann wieder ein Song der härteren Gangart. Leicht abgehackt und griffigem Sound und entsprechenden Hintergrundchören wird dem Songtitel alles gerecht. Aber auch temporeiche Passagen und die einzelnen Soli dürfen nicht fehlen um entsprechende Akzente zu setzen. Wunderschön rundet „Put It Off“ das Album ab. Der Song ist grandios harmonisch. Und dieses Gefühl spiegelt auch die Unterstützung von „James Clisset“ an der Mundharmonika wider. Weitere stilistische Mittel werden zusätzlich durch einen Sprechgesang genutzt. Wobei das Mundharmonikaspiel ganz klar im Vordergrund steht. 

Dass die Jungs auch ein Händchen für Balladen haben, zeigen sie auch bei diesem Album. Aber nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle eine Ausnahme machen und den Song „The Wrong Side“ thematisieren, auch wenn er nicht auf diesem Album ist. Er ist eine weitere Ballade der Amerikaner und wäre laut vieler Fans einfach perfekt geeignet ab sofort im Radio als Dauerschleife zu laufen. Er hat das Potenzial viele Menschen zu erreichen, sei es musikalisch als auch thematisch mit seiner Bedeutung. Also Leute, hört einfach mal rein.

Live konnten wir KILLCODE schon beim Bang Your Head Festival in Balingen erleben. Aber auch auf Festivals in Frankreich oder auch beispielsweise in Mexiko begeisterten sie ihre Fans und gewannen neue dazu.

Auf die spezielle Frage bezüglich des Wunsches wieder in Deutschland zu spielen, verriet Tom beim Interview: „We love playing in Europe in general but Germany is particularly great and special as it was one the first countries we played in Europe last year. The people are very passionate about their music, Rock and Metal and responded very well to our songs and live shows. KILLCODE has been back twice since and do hope to return!“ Bezüglich der deutschen Fans sagte er: „As I mentioned above the German fans are very passionate about their music and going to shows. It's great when you play a festival and the fans and people are very engaged and rocking out ..which is exactly how our experience with the German crowds has been.They are also very cool about attending our meet and greets, getting to know us as people and we love meeting them as well. We have had a few special experiences in Germany but one that stands out is singing our song "The Wrong Side " during the closing ceremonies/ fireworks at the last Rock Of Ages Festival in Germany.“

An dieser Stelle möchten wir uns bei Tina Bousikas bedanken. Sie ist in Deutschland und der Schweiz für die Jungs da und hat uns all das Material zur Verfügung gestellt.Auch bei Silke und Dietmar Becker bedanken wir uns für ihre Unterstützung.

Als Anspieltipps von genau diesem Album empfehle ich euch „Show Me“ und „Own It Now“. Hier bekommt ihr einen kleinen Überblick über das breite Spektrum der musikalischen Arbeit der Jungs und ich garantiere euch, ihr werdet überrascht und gefesselt sein.

 

Promoportal-germany vergibt 10 von 10 Punkten, da es einfach ein grandios abwechslungsreiches Album ist, dass trotz aller möglicher Unterschiede und verschiedener Akzente, Stile, Höhepunkte, etc. einen roten Faden klar erkennbar werden lässt und einfach in sich rund ist.


Tracklist

        1.    The Answer

        2.    Show Me

        3.    Shot

        4.    Bleed

        5.    Own It Now

        6.    Kickin And Screamin´

        7.    Pick Your Side

        8.    The Haunting

        9.    Slave

        10.  Put It Off

Review – Nazca Space Fox – Nazca Space Fox

Wie der Titel schon verrät ist das Debutalbum des Trios ein sehr weites, reines Instrumentalalbum. Es lädt zum Träumen und Schweben ein. Der Opener „Weltraumorgel“ beginnt sehr weich und geschmeidig. Im Laufe der knapp 15 Minuten Spieldauer entfaltet sich weitere Intensität. Die lang gezogenen Gitarrenriffs werden mit knackigen Drums unterstützt. Der Bass begleitet es quasi perfekt. Aber auch elektronische Hilfe seitens Keyboardsounds fließen mit ein. Durch die Abwechslung spielen die Jungs immer wieder mit stilistischen Mitteln und setzen gekonnt Akzente und einzelne Höhepunkte, wobei der rote Faden klar erkennbar bleibt. „The Monkey“ ist dann flotter und steigert das Album weiter. Klare kurze Anschläge geben einen knalligen Takt an, wobei auch hier das gewisse etwas an Psychodelic nicht fehlen darf. Mit etwas mehr als vier Minuten ist der Song bedeutend kürzer, aber keinesfalls langweilig. Auch hier bekommt die Gitarre ihre eigene Aufmerksamkeit. Wieder sehr harmonisch ruhig und weich mit wenigen Instrumentenlinien beginnt dann „Orchid Coffee“.  Die Drums setzten nur einzelne Höhepunkte und die Becken klingen entspannt aus. Nach gut der Hälfte kommt dann mehr Härte, Tempo und Kraft mit rein und das Stück wirkt allgemein aggressiver und düsterer. „Isolator“ ist mit zehneinhalb Minuten dann wieder ein längeres Stück, bei dem mit unterschiedlichen Stimmungen gespielt wird. Die einzelnen Instrumentenlinien setzten wieder Akzente und das teilweise verzerrte Spielen der Gitarre und des Bass, vor allem im letzten Teil des Stücks, sind das I-Tüpfelchen. Das nächste kürzere Stück (3:36 Minuten) „Firebird“ beginnt dann mit klaren Anschlägen, bevor längere Gitarrenklänge hinzukommen. Der Bass macht das ganze dann wieder rauer und der Takt wird wieder schneller. Aber auch hier spielen die Jungs und erzeugen unterschiedliche Stimmungen in mir. Die über elf Minuten von „Mindwalk“ starten dann wieder recht leise und leicht. Die weichen und zarten Instrumententöne führen einen wieder ins Jenseits. Einmal dort angekommen, verweilt man trotz „mehr“ Musik dort und genießt den freien Gedankenlauf. Nur gegen Ende zieht das Tempo an und der Song knallt mehr, schon alleine durch die harten Anschläge an den Drums. Der letzte Song der Scheibe „5 Plus“ hat dann wieder helle Klänge zu bieten. Aber auch eindringliche Passagen sind zu genießen.

Anspieltipps: „Weltraumorgel“ und „Firebird“

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.       Weltraumorgel

        2.       The Monkey

        3.       Orchid Coffee

        4.       Isolator

        5.       Firebird

        6.       Mindwalk

        7.       5 Plus   

Review – The Venture – Aspire And Dissolve

Das Album „Aspire And Dissolve“ von „The Venture“ erschien bereits im Dezember letzten Jahres. Die Darmstädter Jungs spielen laut ihren Infos progressiven Metalcore. Musikalisch ist es ein in vielen Bereichen echt spannendes und gutes Album. Es ist ein ansprechender Mix aus Melodien-, Speed- und Stimmungswechseln, sogar in den einzelnen Songs. Der Schreigesang ist sehr markant und gekonnt ein- und umgesetzt. Doch zunächst beginnt die Scheibe mit einem sehr harmonischen Instrumentalsong „Intro“. Danach folgen Songs der härteren Gangart.

Besonders bei „Weights“ sind die Gitarrenlinien positiv hervorzuheben. „Origins“ und „Aurora, A New Dawn“ kommen mit ordentlich Speed daher. Bei zweitem ist weiterhin zu bemerken, dass wir zu dem Speed aber auch immer wieder Tempowechsel und Stimmungswechsel genießen dürfen und der Song nach knapp acht Minuten Spieldauer schon fast leicht und weich ausklingt. „Encourage“ besticht in seinen gut vier Minuten dann wieder durch extreme Gitarrenarrangement, gepaart mit dem entsprechenden Schreigesang mit einer wahnsinnig tief eindringlich grölenden Stimme. Vielfältig und abwechslungsreich geht es dann auch mit „Evermore“ weiter. Hier spielen die Jungs wieder sehr stark mit den unterschiedlichen Stilmitteln.

Besonders empfehlenswert ist hier die Schlagzeugarbeit anzumerken, welche in den über neun Minuten Songlänge immer wieder wahnsinnige Akzente setzt. Aber auch die Gitarrenlinie, welche den Song sehr weich abrundet und beendet ist handwerklich und stilistisch einfach geschickt gewählt und rundet das Album in Verknüpfung an das Intro harmonisch ab.

 

Fazit: Für Metalcor- und Deathmetalfans ein echt empfehlenswertes Album.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

Tracklist:

        1.    Intro

        2.    Weights

        3.    Origins

        4.    Aurora, A New Dawn

        5.    Encourage

        6.    Evermore