Review – Avantasia – Moonglow

 

Am 15. Februar wird „Avantasia“ ihr neues Album „Moonglow“ über Nuclearblast veröffentlichen.

 

Und das ist nicht nur irgendein Album. Hansi Kürsch, Ronnie Atkins, Jorn Lande, Mille Petrozza, Candice Night, Geoff Tate, Eric Martin, Bob Catley und Michael Kiske sind mit von der Partie um dieses märchen- und zauberhafte Album einzigartig zu machen.

 

Direkt der erste Song „Ghost In The Moon“ hat in seinen knapp zehn Minuten Spieldauer quasi alles dabei: Klavier, Streicher und Chöre bringen einen direkt in die richtige Stimmung. „Book Of Shallows“ zeichnet sich durch eine Mischung aus Melodic Metal und Trah-Phasen aus. Die Gitarrenriffs werden durch den Gesang von Hansi Kürsch vervollständigt. Der Titelsong Moonglow“ hält, was der Name verspricht. Ich denke an Magie, Mystik, Märchen und eine gewisse düstere Finsternis. In „The Raven Child“ setzten keltische Parts Akzente. Aber auch härtere Anteile sind bezüglich des Power-Metals zu hören. Starlight“ ist eher dem klassischen Melodic Metal zuzuordnen. Die Gitarrenriffs setzten Akzente und besonders der Refrain ist satt und voll.

 

Für die emotionale Power Ballade „Invincible“ setzt Avantasia auf den einzigartigen Gesang von Geoff Tate, der unverkennbar typisch ist. Tate unterstützt auch in Alchemy“. Dieser Titel hat zwar auf der einen Seite progressive Anteile, aber insgesamt ist der Song nicht mehr so düster und schwer. Der Song „The Piper At The Gates Of Dawn“ vereint Synthie Effekte mit schnelleren Melodic Parts. Es ist u.a. gesanglich eine Mischung und ein Wechselspiel von Atkins, Lande, Tate, Eric Martin und Catley.

 

Die Gedanken und die Stimmung an Mystik und Märchen werden in „Lavender“ mit Catley wieder wach. „Requiem For A Dream“ mit Michael Kiske erinnert an Helloween und hat einfach alles parat. Das Cover „Maniac“ (im Original von Flashdance) von Eric Martin rundet das Album gut ab.

 

Unserer Anspieltipps sind „Ghost In The Moon“ und „Invincible“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Ghost In The Moon

2. Book Of Shallows (feat. Hansi Kürsch, Ronnie Atkins, Jorn Lande, Mille Petrozza)

3. Moonglow (feat. Candice Night)

4. The Raven Child (feat. Hansi Kürsch, Jorn Lande)

5. Starlight (feat. Ronnie Atkins)

6. Invincible (feat. Geoff Tate)

7. Alchemy (feat. Geoff Tate)

8. The Piper At The Gates Of Dawn (Ronnie Atkins, Jorn Lande, Eric Martin, Bob Catley, Geoff Tate)

9. Lavender (feat. Bob Catley)

10. Requiem For A Dream (feat. Michael Kiske)

11. Maniac (feat. Eric Martin)

Review – Walter Trout – Survivor Blues

 

Wieder dürfen wir uns auf ein neues Album von Walter Trout freuen. Das Blues Rock Talent veröffentlicht „Survivor Blues“ am 25.1.2019 über Provogue Records.

 

Direkt der Opener „Me My Guitar And The Blues“ zeigt alles, was man braucht. In dem eigentlich ruhigen Song „schreit“ die Gitarre zwischenzeitlich und steht somit komplett im Mittelpunkt. Mit klassischem Blues Rock folgen „Be Careful How You Vote“ und „Woman Don`t Lie“. Zweites zeichnet sich zudem durch einen kräftigen Gesang aus. Sugaray Rayford ist hier mit involviert. „Sadie“ ist mit sehr viel Soulgefühl versehen. Flotter und mit einer Note Jazz folgt „Please Love Me“. In „Nature`s Disappearing“ ist besonders das feinschrittige Gitarrenspiel bemerkenswert. Dies bekommt auch durch den wenigen Gesang viel Aufmerksamkeit. Mit klassischen Blueslinien geht es mit „Red Sun“ weiter. In diesem Titel fehlt mir persönlich etwas Action. In den 6,5 Minuten von „Something Inside Of Me“ ist dann wieder alles dabei: Blues, Soul, gefühlvolle Schwermütigkeit und „schreiende“ Gitarrenriffs. „It Takes Time“ ist mit einem flotteren Rhythmus sehr auffordernd, während „Out Of Bad Luck“ und „God`s Word“ wieder ruhiger sind. Die knapp 7 Minuten Spieldauer dazwischen von „Goin` Down To The River“ mit Robby Krieger vermitteln mir das richtige und echte Gefühl von Musik in einer Bluesbar.     

 

Alles in allem zeigt Walter Trout mit diesem Album erneut, was für ein einzigartiger Bluesmusiker er ist und wie abwechslungsreich die Gestaltung seiner Songs ist.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „It Takes Time“ und „Goin` Down To The River“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Me My Guitar And The Blues

2. Be Careful How You Vote

3. Woman Don`t Lie (feat. Sugaray Rayford)

4. Sadie

5. Please Love Me

6. Nature´s Disappearing

7. Red Sun

8. Something Inside Of Me

9. It Takes Time

10. Out Of Bad Luck

11. Going` Down To The River (feat. Robby Krieger)

12. God`s Word

Review – Eric Gales – The Bookends

 

In den letzten knapp 30 Jahren veröffentlichte der Blues Rock Gitarrist Eric Gales nun 18 Alben. „The Bookends“ erscheint am 8. Februar 2019 über Provogue/ Mascot Label Group.

 

Das „Intro“ dauert nur rund 2 Minuten und ist ein reiner Instrumentalsong. „Something´s Gotta Give“ überzeugt durch ein tolles Gitarrensolo und hat eine leichte Reaggy Note. B. Slade ist hier ebenfalls aktiv. „Whatcha Gon` Do“ fordert zum „Mitwippen“ auf und „It Just Beez That Way“ hat neben einer quietschenden Gitarre Beat Boxing Anteile. Mainstreamfähig ist dann „“How Do I Get You“ und sehr ruhig mit enormem Gefühl folgt mit rund 8,5 Minuten Spieldauer „Southpaw Serenade“. Hier ist Doyle Bramhall II mit involviert. „Reaching For A Change“ ist dann wieder rockiger, kräftiger und härter, mit dennoch weichem Gesang. Mit hartem Schlagezugtakt ist auch „Somebody Lied“ gespielt. Für das Cover „With A Little Help From My Friends“ hat er mit Beth Hart einen weiteren Namen der Bluesszene für sich gewinnen können. „Resolution“ ist als offiziell letzter Titel der Scheibe ebenfalls ein Instrumentalsong, der einfach ins Ohr geht. Als Bonusmaterial gibt es noch „Pedal To The Metal“ gemeinsam mit B. Slade und in Verbindung zu „Somebody Lied“.  

 

Insgesamt ist die Scheibe durch ihre interessante Mischung sehr abwechslungsreich. Einige Songs gehen direkt ins Ohr und überzeugen. Andere Titel brauchen, zumindest bei mir, erst einen Moment um zu wirken.

 

Unsere Anspieltipps sind „Whatscha Gon` Do“ und „How Do I Get You“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Intro

2. Something`s Gotta Give

3. Whatscha Gon` Do

4. It Just Beez That Way

5. How Do I Get You

6. Southpaw Serenade

7. Reaching For A Change

8. Somebody Lied

9. With A Little Help From My Friends

10. Resolution

Bonus:

11. Pedal To The Metal

 

Review – Evergrey – The Atlantic

 

Am 25. Januar veröffentlichen die Schweden „Evergrey“, die sich dem Dark- Melodic Metal verschrieben haben, über „AFM Records“ ihr 11. Album namens „The Atlantic“.

So ruhig, leise, still und schon fast mystisch die ersten Ortungsklänge eines U Boots „A Silent Arc“ auch in den ersten Sekunden eröffnen, so heftig schmettern dann die Riffs in der ersten Minute. Dies relativiert sich dann wieder mit dem Einsetzen des Gesangs und durch „Funksprüche“ in der Songmitte. In „Weightless“ dominieren zunächst das Schlagzeug und Synthieeffekten. Der Gesang bringt dann die rockige Spur zurück und harte Gitarrenriffs setzen Akzente, genauso wie ein ruhiger Moment von Keyboard- bzw. Klavierklängen. In diesen Stil reiht sich „All I Have“ ein. „A Secret Atlantis“ ist insgesamt schneller und härter. Während die anderen Songs mit teilweise rund sieben Minuten Spieldauer sehr lang sind, ist „The Tidal“ mit einer guten Minute Spielzeit sehr kurz. Es ist ein reiner Instrumentalsong, der Meeresgeräusche innehat und komplett programmiert wirkt. „End Of Silence“ ist dann wieder rockig und fügt sich passend in bzw. auf die Scheibe. Gleiches gilt für „Currents“. Hier hebt sich besonders die Gitarrenarbeit, vor allem in der Songmitte, hervor. „Departure“ klingt vom Titel her erstmal abgedroschen, aber es passt. Der Song vermittelt diese Stimmung samt Ruhe, Hektik, vielschichtigen Gedanken usw. Mit ruhigen Meeresklängen beginnt dann „The Beacon“. Danach folgen Synthieffekte und Härte. Kräftig startet „This Ocean“ von Anfang an. Dieser letzte Titel lässt mich direkt an das tolle Cover von Giannis Nakos denken, welches viel vom Ozean mit seiner Macht zeigt.

 

Als Anspieltipps empfehle ich euch „End Of Silence“ und „This Ocean“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, da die Mischung der Titel gefällt, aber kein Song wirklich herausragt.

 

Tracklist:

1. A Silent Arc

2, Weightless

3. All I Have

4. A Secret Atlantis

5. The Tidal

6. End Of Silence

7. Currents

8. Departure

9.The Beacon

10. This Ocean

 

Review – Flotsam And Jetsam – The End Of Chaos

 

Die Speed/ Trash Metaller „Flotsam & Jetsam“ veröffentlichen am 18. Januar ihr neues Album „The End Of Chaos“ über AFM Records.

Mit „Prisoner Of Time“ ist man direkt richtig im Song drin: schnell, kräftig und hart. Hervorzuheben ist das Gitarrensolo bei rund drei Minuten Spielzeit. „Control“ legt dann nochmal an Tempo und Härte zu, Double Bass dominiert. Mit harten Breaks ist „Recover“ gespielt, wobei Speed natürlich nicht fehlt. Gleiches gilt für „Prepare For The Chaos“ und „Slowly Insane“. Hierbei ist die Gitarrenarbeit aber zudem zu bemerken. „Architects Of Hate“ hat, passend zum Namen, zusätzlich noch eine aggressive Note. Mit ordentlich viel Double Bass und Speed folgt „Demolition Man“. Und auch „Unwelcome Surprise“ ist mit ordentlich Druck versehen. Hier setzt das „hellere“ Gitarrensolo in der Songmitte Akzente. „Snake Eye“ fügt sich mit viel Speed ebenso an wie „Survive“. Besonders die Gitarrenlinien sind in „Good Or Bad“ zu betonen. Hier ist der Titel genauso gut umgesetzt wie in „The End“, welches allerdings noch schneller ist. 

Die Band wird ab Frühjahr auch live zu erleben sein. Alle Tourdaten findet ihr unten.

 

Die Anspieltipps sind „Prisoner Of Time“ und „The End“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Prisoner Of Time

2. Control

3. Recover

4. Prepare For The Chaos

5. Slowly Insane

6. Architects Of Hate

7. Demolition Man

8. Unwelcome Surprise

9. Snake Eye

10. Survive

11. Good Or Bad

12. The End

 

Tourdaten:

08.03.2019 - IT - Bologna | 09.03.2019 - IT - Fontaneto | 10.03.2019 - DE - München | 11.03.2019 - HU - Budapest | 12.03.2019 - PL - Breslau | 13.03.2019 - PL - Danzig | 14.03.2019 - DE - Berlin | 15.03.2019 - NL - Eindhoven | 16.03.2019 DE - Osnabrück | 17.03.2019 - DE - Frankfurt | 18.03.2019 - CH - Zürich | 20.03.2019 - FR - Paris | 21.03.2019 - UK - London | 22.03.2019 - UK - Prestatyn | 23.03.2019 - IE - Dublin | 24.03.2019 - UK - Glasgow | 10.05.2019 - US - Denver, CO | 11.05.2019 - US - Tulsa, OK | 12.05.2019 - US - Oklahoma City, OK | 13.05.2019 - US - New Orleans, LA | 14.05.2019 - US Winter Park, FL | 15.05.2019 - US - Margate, FL | 16.05.2019 - US - Ocala, FL | 17.05.2019 - US - Durham, NC | 18.05.2019 - US - Covington, KY | 19.05.2019 - US - Halethorpe, MD | 21.05.2019 - US - Philadelphia, PA | 22.05.2019 - US - New York City, NY | 23.05.2019 - US - Clifton, NJ | 24.05.2019 - US - Poughkeepsie, NY | 25.05.2019 - CA - Ville De Québec | 26.05.2019 - CA - Montréal | 27.05.2019 - CA - Toronto | 28.05.2019 - US - Hartford, CT | 30.05.2019 - US - Westland, MI | 31.05.2019 - US - Louisville, KY | 01.06.2019 - US - Joliet, IL | 02.06.2019 - US - Milwaukee, WI | 03.06.2019 - US Minneapolis, MN | 04.06.2019 - US - Merriam, KS | 05.06.2019 - US - Colorado Springs, CO | 06.06.2019 - US - Salt Lake City, UT | 08.06.2019 - CA - Vancouver | 09.06.2019 - US - Seattle, WA | 10.06.2019 - US - Portland,OR | 11.06.2019 - US San Francisco, CA | 12.06.2019 - US - Santa Ana, CA | 13.06.2019 - US - West Hollywood, CA | 14.06.2019 - US - San Diego, CA | 15.06.2019 - US - Mesa, AZ |

 

Review – Herman Frank – Fight The Fear

 

Das vierte Album „Fight The Fear“ als Soloprojekt von Produzent, Mixer und Gitarrist „Herman Frank“ erscheint am 8. Februar 2019 über AFM Records. Herman Frank (Gitarre) wird verstärkt von Rick Altzi (Gesang), Andre Hilgers (Schlagzeug), Michael Müller (Bass) und Heiko Schröder (Gitarre). Zuvor war er unter anderem bereits auf zehn Alben von „Victory“, vier von „Accept“ und einem von „Sinner“ aktiv.

Der Opener „Until The End“ geht direkt ins Ohr und lässt einen nicht mehr los, richtig kräftiger in ich stimmiger Heavy Metal. „Fear“ folgt mit mehr Tempo und noch mehr Kraft. Die Gitarrenarbeit ist einfach toll und sticht im Solo nochmal besonders hervor. Härter folgt „Terror“. Die Instrumentenlinien und der Gesang stimmen perfekt überein und machen dem Titel alle Ehre. Auch das Gitarrensolo unterstreicht dies. Mit mehr Tempo und wieder abwechslungsreichen Gitarrenriffs geht es mit „Sinners“ weiter. „Hatred“ ist zunächst sehr Double Bass lastig und wirkt gesanglich extrem düster. Ruhiger und dennoch kräftig ist dann „Hail Row“. Hier wird „Minimalismus“ gekonnt genutzt und auf Wesentliches reduziert.

 

„Hitman“ ist wieder aggressiver und insgesamt satter. Die Riffs erinnern an alten Accept Style. „Stay Down“ fügt sich nathlos an und ist gesanglich eher rau und rauchig gesungen. Hier überzeugt ebenfalls das Gitarrensolo. Mit schnellerem Grundtempo und wieder stilistisch bekannten Riffs folgt „Rock You“. Hart und kräftig sind „Don´t Cross The Line“ und „Are You Ready“. „Wings Of Destiny“ startet direkt mit tollen Gitarrenlinien, die den gesamten Song über aktiv bleiben und die Tempowechsel gekonnt unterstützen und begleiten, bevor das Album mit der Ballade „Lost In Heaven“ dramatisch, kräftig, voll und satt abschließt.

 

Unsere Anspieltipps sind „Until The End“ und „Hitman“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Until The End

2. Fear

3. Terror

4. Sinners

5. Hatred

6. Hail Row

7. Hitman

8. Stay Down

9. Rock You

10. Don`t Cross The Line

11. Are You Ready

12. Wings Of Destiny

13. Lost in Heaven

Review – Beth Hart – Live At The Royal Albert Hall

 

Wahnsinn was für ein Auftakt!!! Die Live DVD, die Beth Hart heute über Mascotlabelgroup veröffentlicht ist jeden Cent wert. Beth Hart schreitet zu Beginn des Konzerts, und genauso dann auch auf der DVD zu sehen, entlang der Gänge. Nur sie in einem engen schwarzen Kleid und ihr Mikro in der linken Hand. Sie singt völlig akapella und begrüßt ihre Fans mit Umarmungen und Handschlägen. Das Licht ist gedämmt und alles reduziert sich auf das Wichtigste: Ein Lichtstrahler lässt sie glänzen. Und ihre Stimme ist einfach echt und atemberaubend. Sie ist eine Ausnahmekünstlerin, die überzeugt, und das nicht nur in der Szene. Und genau dies beweist sie auch direkt mit dieser Performence von „As Long As I Have A Song“. Für „For My Friends“ bittet die dann ihre Jungs (Jon Nichols – Gitarre und Hintergrundgesang, Bill Ransom – Schlagzeug und Bob Marinelli – Bass) loszulegen. Und die Band macht ordentlich Dampf. Gitarre, Bass und Schlagzeug sorgen für ordentlich Druck und Action und unterstützen ihre gewaltige Stimme demnach quasi perfekt. Für „Lifts You Up“ fordert sie das Publikum zur Aktivität. Die Fans singen stehenderweise mit und reagieren auf jegliche Aufforderungen. Das Konzert scheint wie erwartet eine riesige Party zu sein. Mit extrem weichen und seichten Bluesklängen folgt „Close To My Fire“. Ihre rauchige Stimme kommt hier perfekt zur Geltung und auch ein Gitarrensolo ist zu genießen.

 

Bei „Bang Bang Boom Boom“ begleitet sie sich selbst mal eben am Klavier. Und das „einfach mal eben“ meine ich auch genauso. Es scheint sie keineswegs anzustrengen oder zu fordern. Sie genießt es und spielt weiterhin durch ihre Blicke mit dem Publikum. Und genauso geht es auch mit „Good As It Gets“ weiter. Sie strahlt eine unglaubliche Freude und Spaß aus und schafft es so wirklich jeden mitzunehmen. Gleiches gilt auch für den nächsten Song „Spirit Of God“. In „Baddest Blues“ steht sie mit ihrem Gesang und dem Klavier zunächst voll und ganz im Vordergrund. Erst Stück für Stück setzten die weiteren Instrumente ein und unterstützen die Dramatik und Melancholie, die von Beginn an mitschwingt. Bei „Sister Heroine“ begleitet sie sich selbst ebenfalls am Klavier und singt sehr emotional. Als „Abwechslung“, die sich schön einfügt, möchte ich hier unbedingt das grandiose Gitarrenspiel nennen. Es unterstreicht die Intensität und Dramatik des Themas zusätzlich. Danach geht es mit „Baby Shot Me Down“ wieder flotter und vor allem rauchig sexy weiter und man sieht ihr die Lust am Spielen mit dem Publikum an. Die verzerrten Gitarrenlinien setzten gleichzeitig passende Akzente und verstärken ihr „Schreien“. Für „Waterfalls“ lädt sie dann das Publikum wieder zum aktiven Mitsingen ein. Und so entsteht bei mir eine Gänsehaut. Es ist einfach grandios und der absolute Wahnsinn, welche Magie oder auch Macht sie ausübt und wie sie alle Anwesenden in ihren Bann zieht. Bei „Your Heart Is As Black As Night“ sitzt sie „entspannt“ auf einem kleinen Hocker und wirkt so eher so, als würde sie eine Geschichte erzählen.

 

Mit ordentlich Action und „Boggie Blues“ geht es mit „Saved“ weiter. Hier bespielt sie wieder die ganze Bühne und performed bis ins Detail. Bevor sie selbst bei „The Ugliest House On The Block“ Akustikgitarre spielt, erläutert sie die Hintergründe des Songs. Während des Spielens und Singens strahlt sie in einer Tour. Sie scheint die Gedanken und das aktuelle Konzert einfach in vollen Zügen zu genießen. Und genau dies strahlt auch bis zu mir. Bei „Spiders In My Bed“ spielt sie ebenfalls Akustikgitarre und die positive Stimmung bleibt. Zurück am Klaviert spielt und singt sie „Take It Easy To Me“. Diese Ballade ist so enorm emotionsgeladen und sie bringt diese Gefühle durch ihre Stimme so intensiv rüber, wie man es nur selten erlebt. Eine weitere Unterstützung oder Begleitung durch andere Instrumente ist nicht nötig. Danach folgt, genauso rein mit Klavierklängen zu ihrer Stimme, „Leave The Light On“. Sie erzählt dem Publikum zu diesem sehr intimen Song einige Hintergrundinformationen, die sich auf ihren eigenen Tiefpunkt und „Zusammenbruch“ beziehen und die Menschen, die sie aufgebaut und unterstützt haben. Hierbei spürt man ihre völlige Hingabe zur Musik, denn sie kämpft mit den Tränen. Diese Ehrlichkeit gegenüber ihren Fans ist einfach faszinierend und wird mit stehendem Applaus honoriert. Der Song „Mama This Is One´s For You“ ist laut ihren Aussagen immer eine der schönsten Stellen ihrer Konzerte. Zudem freut sie sich, wirklich wie ein „kleines Kind“, dass ihre Mutter an diesem Abend ebenfalls im Publikum in der Royal Albert Hall ist. Sie performed diesen Titel, genauso wie „My California“ ebenfalls am Klavier. Danach geht es mit der gesamten Band actionreich weiter. „Trouble“ ist ein einfach klassischer Bluestitel und perfekt gesungen und gespielt. Ähnliches gilt für „Love Is A Lie“. Hier kommt ihre sexy rauchige und zudem extrem kräftige Stimme besonders zur Geltung.

 

Generell scheint sie nicht mehr vom Klavier weg zu kommen. Sie begleitet sich jeden dieser Songs. Dies gilt auch für „Picture In A Frame“. Der Titel ist wieder etwas ruhiger, aber keineswegs eintönig. Zum Abschluss ist sie dann doch nochmal ohne Klavier zu genießen. Bei „Caught Out In The Rain“ ist ihre intensiv eindringliche Bluesstimme nochmal komplett im Vordergrund. Aber auch ein grandioses Gitarrensolo darf nicht fehlen. Sie überzeugt und gibt zum Schluss nochmal alles. Und trotz zwei Stunden Konzert scheint ihre Stimme keine Sekunde gelitten zu haben oder angestrengt zu sein. Es ist einfach der absolute Wahnsinn!!!

Und zusätzlich sind auf der DVD auch noch ein Interview mit ihr und diverse Eindrücke hinter den Vorhang für auch zusammengestellt.

 

Promportal-Germany vergibt einfach diskussionslos 10 von 10 Punkten!!!

 

Tracklist:

1. As Long As I Have A Song

2. For My Friends

3. Lifts You Up

4. Close To My Fire

5. Bang Bang Boom Boom

6. Good As It Gets

7. Spirit Of God

8. Baddest Blues

9. Sister Heroine

10. Baby Shot Me Down

11. Waterfalls

12. Your Heart Is As Black As Night

13. Saved

14. The Ugliest House On The Block

15. Spiders In My Bed

16. Take It Easy To Me

17. Leave The Light On

18. Mama This Is One´s For You

19. My California

20. Trouble

21. Love Is A Lie

22. Picture In A Frame

23. Caught Out In The Rain

Review - Suidakra - Cimbric Yarns

 

Nach rund 24 Jahren Bandgeschichte mit bisher 12 Alben und diversen Touren durch die Welt veröffentlichen „Suidakra“ im November ihr 13. Album „Cimbric Yarns“.

Die Death und Folk Metaller gelten als fester Bestandteil bezüglich der keltischen Metalszene. Auf dieser Scheibe überraschen sie mit viel Akustik und wollen ihr Publikum so mit auf die mystische Reise in ein Land weit vor unserer Zeit mitnehmen.

Bereits der erste Song „Echtra“ ist im Gesamten eher als Intro zu sehen. Mystisch und erzählerisch sind wohl die treffendsten Adjektive. Aber auch in „Serpentine Origins“ geht es ruhig mit akustischen Instrumenten und einem vollen Chorgesang weiter. Die Violine setzt zudem Akzente und lässt einen in Gedanken an keltische weite Wälder versinken. Mit dominierenden Akustikgitarren folgt „Ode To Arma“. Allerdings vermisse ich persönlich hier zunächst den Anstoß zur Zeitreise in eine längst vergangene und vergessene Welt. Dieser kommt erst gegen Ende des Songs und wird durch die Flöte angestoßen. Mit weichen und seichten melodischen Instrumentenlinien, die vom extrem leichten Gesang unterstreicht werden, folgt „A Day And Forever“. Hier hat das Banjo extreme Aufmerksamkeit. „Black Dawn“ als reiner Instrumentaltitel reiht sich, genauso wie „At Nine Light Night“ insgesamt gut in dieses reine Akustik-Folk-Album ein. Zweiteres hebt sich lediglich durch den „reinen“ Männergesang ab. Ähnliches gilt für „Snakehenge“. Hier hat das Banjo erneut große Aufmerksamkeit. „Birth And Despair“ und „Assault On Urlár“ fügen sich nahtlos an, setzten demnach aber genauso wenig besondere Akzente oder Highlights. Zweiteres ist nur ab der Hälfte dramatischer. „Caoine Cruác“ ist wieder sehr melodisch und harmonisch weich und seicht.

Bei einigen Titeln hat die Band zusätzlich Unterstützung durch Gastmusiker erhalten. Demnach ist das Künster-Line-Up dieser Scheibe insgesamt sehr breit: Arkadius Antonik (Gitarre, Banjo, Mundharmonika, Orchestereinspielungen), Sebastian Jensen (Gitarre, Gesang), Ken Jentzen (Bass), Marcel Schoenen (Gesang), Mathias Zimmer (Gesang), Sascha Aßbach (Gesang), Tina Stabel (Gesang), Shir-Ran Yinon (Violine), Catalina Popa (Flöte).

 

Am 23.2.2019 werden sie live in Hamburg beim Konzert zu sehen und zu hören sein.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Serpentine Origins“ und „At Nine Light Night“.

 

Promoportal-Germany vergibt für die solide und stimmige Arbeit 6,5 von 10 Punkten. Alle Songs sind nett, aber keiner sticht hervor und bleibt im Ohr.

 

Tracklist:

1. Echtra

2. Serpentine Origins

3. Ode To Arma

4. A Day And Forever

5. Black Dawn

6. At Nine Light Night

7. Snakehenge

8. Birth And Despair

9. Assault On Urlár

10. Caoine Cruác

Review - Brothers Of Metal - Prophecy Of Ragnarök

 

Die Power und Melodic Metal Band „Brothers Of Metal“ veröffentlicht im November ihr Debutalbum „Prophecy Of Ragnarök“. Sie, das sind insgesamt acht Musiker. Drei Sänger, drei Gitarristen, ein Bassist und ein Drummer sorgen für ordentlich vollen und satten Sound. Namentlich sind es Ylva Eriksson (Gesang), Joakim Lindbäck Eriksson (Gesang), Mats Nilsson (Gesang), Dawid Grahn (Gitarre), Pähr Nilsson (Gitarre), Mikael Fehrm (Gitarre), Emil Wärmedal (Bass) und Johan Johansson (Schlagzeug).

Die insgesamt 14 Titel sind stimmig und fügen sich einfahc nahtlos zueinander. Fans von beispielsweise „Sabaton“, „Manowar“ or „Powerwolf“ werden Freude an diesem Album und dieser Band haben.

Die Titel sind gespickt von einer Mischung aus Kraft („Death Of The God Of Light“, „Sleipner“ und „Fire Blood And Steel“) und Ruhe („Son Of Odin“). Hinzu kommt Melodie und Tempo („Death Of The God Of Light“, „Son Of Odin“, „Prophecy Of Ragnarök“ und „Sleipner“). Der abwechslungsreiche Gesang mit Stimmvielfalt ist ein absolutes Markenzeichen und setzt extreme Akzente („Death Of The God Of Light“, „Prophecy Of Ragnarök“, „Gods Of War“, „The Mead Song“). Aber auch Folk-Einflüsse sind zu genießen („Degenders Of Valhalla) oder das Erzählen von Geschichten („Concering Norns“, „Freyda“ und „Sleipner“) mit dem Verbreiten von kämpferischer Stimmung („Tyr“, „Gods Of War“, „Freyda“ und „Fire Blood And Steel“) und und und. Der letzte Titel „We Believe In Metal“ klingt etwas klischeehaft und kitschig, vereint musikalisch und stilistisch aber sehr gut die Spielbreite der Band.  

 

Unsere Anspieltipps sind „Son Of Odin“, „Prophecy Of Ragnarök“ und „Fire Blood And Steel“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten. Dieses Album trifft mitten rein.

 

Tracklist:

1. Death Of The God Of Light

2. Son Of Odin

3. Prophecy Of Ragnarök

4. Defenders Of Valhalla

5. Concerning Norns

6. Yggdrasil

7. Tyr

8. Siblings Of Metal

9. Gods Of War

10. Freya

11. The Mead Song

12. Sleipnir

13. Fire Blood And Steel

14. We Believe In Metal

Review - BloYaTop - Groove Control

 

Am 30. November veröffentlichen „BloYaTop“ (Paul Huge – Schlagzeug und Gesang, Mark Ferguson – Gitarre und Mr. E. – Bass und Gesang) ihr neues Album „Groove Control“. Sie überzeugen mit durchgängig harten Riffs und Drums mit kräftiger Gesangsstimme. Besonders in „Monster Movie“ und „Coffee after Seven“ sind die Gitarrensoli grandios. Der Titelsong „Groove Control“ eröffnet das Album düster und schleppend groovig mit dennoch jeder Menge Energie, herrlich. „Monster Movie“ und „Use It Or Lose It“ sind zwei stimmige Titel, die durch ihren Gesang Akzente setzten. „Catch Me If You Can“ verspricht musikalisch genau das, was er dann auch erfüllt: „Live For The Day“, „I Sleep, When I´m Dead“ und ähnliche Zeilen spiegeln jede Menge Veränderungen und Rastlosigkeit wider. Ähnlich rockig und melodisch lädt „Coffee After Seven“ zum Feiern ein. Mit einem „düsteren“ Sprechgesang am Anfang und am Ende folgt „Nightclubbing“. „Danger Honey“, „Heels Of Fortune“ und „Not Fade Away“ sind dann wieder grooviger, rockiger und insgesamt kräftig satt. Besonders zweites überzeugt mit schnellen Gitarrenlinien. „Andersartiger“, wie der Name schon erahnen lässt, ist „Apocalyptik Peptalk Blues“. Eher ruhig mit hellen Instrumentenlinien und dennoch mit einem melancholischen Gesang folgt „Going Down“. „Tornado Sally“ als Titel ist ebenfalls sehr passend für den flotteren Titel mit verzerrtem Gesang und eingängigen Riffs gewählt. „Lonely At The Top“ rundet das Album absolut perfekt und grandios ab. Es ist schleppend, teilweise rauchig und Textpassagen wie „Hate Goodbeys“ überzeugen.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Groove Control“ und „Coffee After Seven“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Groove Control

2. Monster Movie

3. Use It Or Lose It

4. Catch Me If You Can

5. Coffee After Seven

6. Nightclubbing

7. Danger Honey

8. Heels Of Fortune

9. Apocalyptic Peptalk Blues

10. Not Fade Away

11. Going Down

12. Tornado Sally

13. Lonely At The Top

Review - Dog Eat Dog - Brand New Breed

 

Bereits seit den 90er Jahren ist die amerikanische Band „Dog Eat Dog“ (John Connor – Gesang, Brandon Finley – Schlagzeug, Dave Neabore – Gitarre und Roger Haemmerli – Gitarre) aus New Jersey als Crossover Band bekannt. Sie spielen eine Mischung aus Hardrock Punk, Heavy Metal und Hip-Hop. Seit 1994 veröffentlichten sie mehrere Alben. Hierfür konnten sie beispielsweise 1996 „Ronnie James Dio“ für ihr Album „Play Games“ als Support gewinnen. In Europa haben sie insgesamt eine große Fangemeinde. Demnach wird ihr neues Album „Brand New Breed“, welches am 30.11. erscheint, viele begeistern.

Insgesamt bietet das Album einige Live bzw. Unpluggedtitel. Gesanglich ist „XXV“ klar dem Hip-Hop zuzuordnen. Aber die Instrumentenlinien sind schon eher heavy. „Vibe Cartel“ setzt mit Saxophonklängen ganz eigene Akzente. In „Lumpy Dog“ bringen mich verschiedene Einspieler von Hundebällen, -gähnen,… zum Schmunzeln. Zudem findet man zeitweise Reaggylininen. Mit harten Riffs und kräftigen Drums geht es mit „Emoji Baby“ weiter. Zusätzlich setzt das Saxophon gekonnt Akzente. Gesanglich ist der Titel dann aber generell und in weiten Teilen wieder eher dem Hip-Hop zuzuordnen. „Ims“, „Rocky“, Lumpy Dog“ und „XXV“ sind dann die zusätzlichen Live- bzw. Unpluggedsongs auf der Scheibe. „Isms“ überzeugt ganz klar durch den Hip-Hop Schwerpunkt und vereint Bekanntes, ein absolutes Brett. Die ausgewählte Aufnahme von „Rocky“ beginnt mit einer mitsingenden Fanmenge, bevor Bass und Saxophon besondere Aufmerksamkeit erhalten. Aber auch „Lumpy Dog“ und „XXV“ können sich live hören lassen.

 

Unsere Anspieltipps sind „Rocky“ und „Lumpy Dog“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist

1. XXV

2. Vibe Cartel

3. Lumpy Dog

4. Emoji Baby

5. Isms (unplugged)

6. Rocky (unplugged)

7. Lumpy Dog (unplugged)

8. XXV (live)

Review – Konstantin Wecker – Sage Nein! Antifaschistische Lieder 1978 bis heute

 

Aktueller denn je thematisiert Konstantin Wecker auf seinem neuen Album „Sage Nein!“, welches am 16.11.2018 veröffentlicht wird antifaschistische Themen. 

 

Insgesamt „erzählt“ er meistenAs. Er zeigt auf, hält uns den Spiegel vor, kritisiert, spricht diverse Themen an und alles in allem gilt wie immer bei ihm: Er möchte zum (Nach)denken anregen. Die musikalischen Untermalungen mit Klavier, Cello, Keyboards und Percussion unterstreichen das jeweilige Thema zudem gekonnt, setzen Akzente und Highlights und sind zu jeder Zeile in jedem Titel individuell abgestimmt und angepasst. 

Die Lieder sind wie immer sehr gesellschaftskritisch mit einem Blick in die Vergangenheit um eine Brücke zu den heute aktuellen Themen zu schlagen. Und jeder, der ihn bzw. seine Lieder kennt, weiß, dass er fachlich fit ist und reelle Fakten aufzeigt.

 

Das Album hat einige „alte“ Titel dabei, die im September 2018 neu aufgenommen wurden. Dies sind „Willy 2018“, „Das Leben will lebendig sein“, „Vaterland“, „Sturmbannführer Meier“, „Stilles Glück, trautes Heim“, „Empört euch“, „Ich habe Angst“ und „Bella Ciao“. Letzteres gehört zu den Bonustracks dieses Albums. Ein weiterer zusätzlicher Song ist „Blümlein stehn am Waldessaum“.

„Das macht Mut“ ist eine Liveversion von Juli 2016. Ein weiterer Livesong ist „Vaterland?“.

Weitere Lieder sind der Albumtitelsong „Sage Nein (2018)“, „Die Weiße Rose“, die Liveversion von „Vaterland?“, „Anna R. Chie“, „Den Parolen keine Chance“, „Willy“ und „Blümlein stehn am Waldessaum“.    

 

Insgesamt ist ganz klar festzuhalten, dass er eine Auswahl „alter“ Lieder zusammengestellt hat, die allesamt ansprechen, aufwecken, wachrütteln und jeden ansprechen und zum eigenen Denken auffordern.  

 

Tracklist:

1. Willy 2018

2. Sage Nein (2018)

3. Das Leben will lebendig sein

4. Vaterland

5. Die Weiße Rose

6. Sturmbannführer Meier

7. Stilles Glück, trautes Heim

8. Vaterland? (Live)

9. Empört euch

10. Anna R. Chie

11. Den Parolen keine Chance

12. Das macht mir Mut (Live)

13. Ich habe Angst

14. Willy

Bonus:

15. Bella Ciao

16. Blümlein stehn am Waldessaum

Review – P.O.D. – Circles

Am 16.11.2018 werden P.O.D. ihr Album „Circles“ veröffentlichen. Insgesamt lässt sich dies wohl am ehesten dem Heavy Rap zuordnen. Der erste Song „Rockin` With The Best“ erinnert durch die Härte, Aggressivität des Gesangs und die Instrumentenlinien an „Killing In The Name“ von „Rage Against The Machine“. „Always Southern California“ beginnt mit schon eher recht melodischem Gesang, bevor die Rap Note hinzukommt. Die melodischen Instrumentenlinien bleiben, vor allem im Refrain. Der Albumtitel „Circles“ zeichnet sich durch relativ viel harmonischen Gesang aus. Er ist weicher und weniger aggressiv. Eine Mischung aus Rap und Heavy Metal ist dann in „Panic Attack“. „On the Radio“ überzeugt durch tolle Instrumentenlinien zu Beginn. Es folgt ein leichter Wechsel zum Rap, Richtung Mainstream. Dies ist besonders im Refrain der Fall. „Fly Away“ fügt sich insgesamt gut in das Album ein und „Listing For The Silence“ ähnelt in gewissen Passagen „Always Southern California“. Mit einem heavy Refrain und weichen Strophen mit reduziertem Instrumenteneinsatz folgt „Dreaming“. Mit Rap und weichem Refrain, insgesamt sehr harmonisch und melodisch geht es mit „Domino“ weiter, bevor in „Soundboy Killa“ ein kräftiges Schlagzeug und eine aggressive Gesangsstimme dominieren. „Home“ als Abschluss gibt nochmal alles an Kraft des Albums.

Unsere Anspieltipps sind „Circles“ und „On The Radio“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Rockin` With The Best

2. Always Southern California

3. Circles

4. Panic Attack

5. On The Radio

6. Fly Away

7. Listening For The Silence

8. Dreaming

9. Domino

10. Southern Killa

11. Home

Review – Jason Becker – Triumphant Hearts

 

Am 7. Dezember wird Jason Becker das Album „Triumphant Hearts“ veröffentlichen. Für die insgesamt 14 Titel hat er viele Größen des Musikgeschäfts für sich gewinnen können, u.a. Uli Jon Roth, Joe Satriani, Joe Bonamassa und und und.

Das Album ist abwechslungsreich mit vielen Instrumentaltiteln versehen. Und genauso beginnt die Scheibe auch. Direkt der erste Song ist der Titelsong. Er ist sehr beruhigend. Die Ballade „Hold On The Love“ kennzeichnet sich durch gute Gitarrenarbeit und einen virtuosen Gesang, bei insgesamt rund 7,5 Minuten Spieldauer, aus. Ein Orchester ist in beispielsweise „Fanatsy Weaver“ und auch in „Once Upon A Melody“ dabei. Zweiteres glänzt zusätzlich mit tollen Elektrogitarrenarbeit. Bläser verleihen „We Are One“ einen Jazz Hauch. „Magic Woman“ ist typisch „Uli Jon Roth“. Das Cover „Blowin` In The Wind“ ist sehr melodiös. Als weiterer Instrumentaltitel folgt „“River Of Longing“. Hier ist die typische vordergründige Gitarrenarbeit von „Satriani“ zu bemerken. Mexikanische Gitarren und Einspieler (Schüsse und Pferdegewieher) setzen in „Valley Of Fire“ Akzente. „Taking Me Back“ zeichnet sich durch Metal-Schlagzeuglinien aus und „Tell Me No Lies“ ist eher bluesartig.

Die Titel „Hold On To Love“ und „River Of Longing“ sind in zwei Versionen vertreten.

Insgesamt ist es ein Album, welches durch die vielen erstklassigen Musiker überzeugt und außergewöhnlich viele Instrumentaltitel hat.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „River Of Longing“ und „Valley Of Fire“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Triumphant Hearts

2. Hold On To Love

3. Fantasyy Weaver

4. Once Upon A Molody

5. We Are One

6. Magic Woman

7. Blowin` In The Wind

8. River Of Longing

9. Valley Of Fire

10. River Of Longing

11. Taking Me Back

12. Tell Me No Lies

13. Hold On The Love

14. You Do It    

Review – Adam Leon – Picture Perfect

 

Zunächst tourte Adam Leon jahrelang mit der Band „Leon“. Dann erschienen die ersten beiden Singles „You Live your Life“ und „Moonflower“. Und nun veröffentlicht er sein Soloalbum „Picture Perfect“ am 9.11.2018. Zu hören ist eine musikalische Vielfalt aus Sounds wie bei „Coldplay“ und „U2“, Mainstreampop mit mehr oder weniger elektronischen Einflüssen und auch Rocktiteln voller Energie.

 

Bereits der Opener „Take a Fall“ versprüht gute Laune und elektropoppige Passagen setzen Akzente. Ähnliches gilt für „You Live Your Life“. Und auch „Using You“ reiht sich so wunderbar ein. Allerdings überwiegen hier elektronische „Annimationen“ für meinen Geschmack zu sehr. „La La“ ist ein auf „alt gemachter“ (bewusstes knistern und rauschen in der Aufnahme) Titel mit kräftigem Rythmustakt.  Der Titelsong „Picture Perfect“ ist ein sehr harmonisch melodischer Song mit einigen Akzenten, wie beispielsweise Instrumentendopplungen und Hintergrundchören für einzelne Passagen. Etwas flotter folgt „Tequila“. Es wird energiegeladener und kräftiger. Mit härteren rockigeren Klängen geht es mit „Keep It On Track“ weiter. Ähnliches gilt für „Hero“. Sehr emotional mit seichten Klaviertönen erklingt „Moonflower“ und wird dann voller. Dieser Titel ist seit dem 26.10. diesen Jahres als Single veröffentlicht. Kräftig, hart und mit verrauchter Stimme folgt das rockige und dennoch eher langsame Stück „She´s Living In Hollywood“. „Bad Boy Rock Star“ rundet das Album dann gekonnt ab. Auch hier setzt der kräftige Gesang Highlights.

 

Unsere Anspieltipps sind „Moonflower“ und „She´s Living In Hollywood“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Take A Fall

2. You Live Your Life

4. Using You

5. La La

6. Picture Perfect

7. Tequila

8. Keep It On Track

9. Hero

10. Moonflower

11. She´s Living In Hollywood

12. Bad Boy Rock Star

Review – Rock Lounge Orchestra - #1

 

Am 9. November veröffentlicht „RLO – Rock Lounge Orchestra“ ihr Album „#1“.

Zu genießen ist eine abwechslungsreiche Auswahl von insgesamt 14 Titeln. Gemeinsam haben sie den Rock. Und gleichzeitig sind die Songs vielfältig und abwechslungsreich.

 

Direkt die ersten Töne des Openers „Chevy Love“ überzeugen mit einer klassischen Blues Rock Note. Aber auch der besondere Instrumenteneinsatz setzt Akzente. Dies ist ebenfalls mit bspw. tollen Klavierlinien oder punktierten Bläsern in „Big T“, „Baby Don´t Leave Me Now“ und „Away From It All“ der Fall. Streicher und Keyboards überzeugen in „Stand Up“. Während in „Umbrella Lady“ ein gewisses Gefühl des Souls mitschwingt und ein Saxophon Highlights setzt, sind in „Take A Little Time“ und „Baby Don´t Leave Me Now“ Pop Rock Akzente zu hören. Letzteres überzeugt insgesamt durch sehr harmonisch abgestimmte Instrumentenlinien. In „Night And Day“ und „Away From It All“ sind die Gitarrensoli absolut bemerkenswert. Eine weitere Stilrichtung ist in „Heaven And Hell“ durch Reaggy Akzente vertreten. Und natürlich darf auch eine Ballade nicht fehlen. Auf dieser Scheibe ist es die Liebeserklärung mit den Zeilen „Is it you, my love“ in „Hint Of Destiny“. Zudem ist mit „Nie“ ein deutschsprachiger Titel mit dabei.

 

Insgesamt ist es ein weit gefächertes Album, welches entspannt zu hören ist. Es hat Titel, die direkt ins Ohr gehen und auch sofort im Radio laufen könnten. Auf der anderen Seite haut mich persönlich aber auch kein Song völlig um.

 

Unsere Anspieltipps sind „Chevy Love“ und „Stand Up“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Chevy Love

2. Big T

3. Stand Up

4. Take A Little Time

5. Baby Don´t Leave Me Now

6. Night And Day

7. Heaven And Hell

8. Away From It All

9. Umbrella Lady

10. HintO f Destiny

11. Fool On The Run

12. Renault 4

13. Nie

14. Good Night

Review – Sick Of It All, Wake The Sleeping Dragon! (2018, Century Media)

NYHC Legends who are still alive and kickin´ are not a few nowadays. Be sure Sick Of It All are one of them. Just coming up with their brand new 17 Song release “Wake The Sleeping Dragon!” and the Album nail it. New York Hardcore at it´s best, no joke. The old guys blast so hard that I have to rub my eyes if it´s really 2018 or a time throwback to the good ol´ Hardcore times back in the late eighties. Full of rough and raw energy, the Band is showing what NYHC is all about. That’s the real deal, no Hipster wannabe boys playing some kind of Metal and taking the real Hardcore attitude in vain. SOIA still havin´ a say and doing it in a perfect pissed way. Against society, racism (Robert Moses Was A Racist), the state, selfish idiots (Self Important Shithead), Bankers, etc. the Band comes up with clear words and makes a stand. Also SOIA still having a lot of ironic humor (Beef Between Vegans) and they staying true to their Punk & Skinhead roots (e.g. Bulls Anthem). On top the guest singers Chuck Ragan und Tim McIlrath (Rise Against) fit perfectly to the Album. A surprisingly very diversified Album which is a must have, not only for fans of old school NYHC (comes in several bundles, colored Vinyl, etc.). Hope to see them live here in Germany soon. Sick Of It All are worth every penny.


Promoportal rating: 9 of 10 points.


Tracklist:
1. Inner Vision
2. That Crazy White Boy Shit
3. The Snake (Break Free)
4. Bull's Anthem
5. Robert Moses Was A Racist
6. Self Important Shithead
7. To The Wolves
8. Always With Us
9. Wake The Sleeping Dragon
10. 2+2
11. Beef Between Vegans
12. Hardcore Horseshoe
13. Mental Furlough
14. Deep State
15. Bad Hombres
16. Work The System
17. The New Slavery

Review – Julian`s Lullaby – Prisoner of Emotions

 

Das Album „Prisoner Of Emotions“ von „Julian`s Lullaby“ macht seinem Namen alle Ehre. Direkt die ersten eineinhalb Minuten des Openers „Angels East“ lassen einen durch die reinen Instrumentenklänge in sich selbst hinein versinken. Danach fordern harte Riffs und Drums Aktivität. Dies wird gesanglich durch die Doppelbesetzung des Symphonic Metals verstärkt. Hervorzuheben ist ebenfalls das Gitarrensolo. Schon in den ersten Takten von „Curse Of Gods“ ist der Rock mit ganz klaren Takten zu spüren. „Death Angel“ fügt sich dem nahtlos an. Hier ist zudem die Instrumentenarbeit vielfältig. Mit Fanfarenklängen beginnt „Domino“, bevor es temporeicher wird. Mit sehr weichen und harmonischen Gitarrenklängen folgt „Eyes Of Gray“ in den ersten Takten, bevor düstere Härte phasenweise hinzukommt. In „Hanging Crown“ setzten Streicher Akzente der Dramatik. Mit verzerrten Gitarrenlinien folgt „Hells Door“. Gesanglich ist es ebenfalls düster. Als Akzent ist der Song phasenweise sehr ruhig und weich mit einer enormen Reduzierung von Härte, Tempo und Kraft in allen Bereichen. Der Titelsong „Prisoner Of Emotions“ baut Dramatik und Kraft auf. Er wird voller und satter und gleichzeitig sehr harmonisch melodisch. Mit schon fast Poprock Akzenten ist „Single Thought“ versehen. „Starbringer“ hat starke Keyboardklänge im Vordergrund, bevor es gesanglich wieder härter und dunkler wird und dies dann musikalisch ebenfalls unterstütz wird.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir: „Eyes Of Gray“ und den Titelsong „Prisoner Of Emotions“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Angels East

2. Curse Of Gods

3. Death Angel

4. Domino

5. Eyes Of Gray

6. Hanging Crown

7. Hells Door

8. Prisoner Of Emotions

9. Single Thought

10. Starbringer

Review – Building Chaos – Bourbon Times

 

Das neue Album „Bourbon Times“ von „Building Chaos“ ist bereits veröffentlicht. Die Jungs spielen Metal der härteren Sorte und setzten zudem durch weitere Einflüsse musikalische Akzente.

 

„Blink Of The Eye“ beginnt direkt mit harten Riffs und klaren Drums. Diese setzten durch Breaks Akzente. Gesanglich ist es ebenfalls hart und lädt zum Headbangen ein. Mit ähnlichen Riffs ist auch „D.O.W.N.“ versehen. Und eine vergleichbare Härte ist in „Until the End“ zu erkennen.  

Weicher startet „Blood Boil“ mit verzerrten Gitarrenklängen. Diese nehmen dann mehr Fahrt auf und lassen einen zwischenzeitlich an Western Rock denken. Dies ändert sich dann mit dem Einsatz des Gesangs, kehrt aber in der Songmitte auch mal wieder zurück. Ähnliches gilt für „Heavy Chains“, „Let The River Bear Your Bones“ und „Ritual“. Wobei letzteres einen zudem zusätzlich zum intensiven Headbangen auffordert.

Eine Mischung aus Härte, Finsternis und Westernrock nutzt auch „Texas Jack Reed“. Dies ist ebenfalls in „The Hunt“ der Fall. Wobei hier nochmal ordentlich an Tempo zugelegt wird.

Durch einen gleichbleibenden Stil zeichnet sich „The King Is High“ aus. Hier ist besonders das Gitarrensolo in der Songmitte zu bemerken, welches zusätzlich Akzente setzt.

„California Love“ ist Coverversion des „2Pac“ Klassikers aus der Mitte der 90 er Jahre.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „The King Is High“ und „Ritual“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Blood Boil

2. Texas Jack Reed

3. Until the End

4. Ritual

5. The Hunt

6. Let the River Bear Your Bones

7. Snakefang

8. The King Is High

9. Blink of the Eye

10. Heavy Chains

11. D.O.W.N.

12. California Love

 

Review – VIVEK – Solo

 

Jürgen Eibl, Vivek, veröffentlicht am 12.10. sein neues Album „Solo“. Es ist eine interessante Mischung aus Mundart, Lebenskunst und Lebensweisheit. Das gesamte Album ist positiv mit „lebensbejahenden Botschaften“. Er selbst ist viel unterwegs auf Reisen und kann demnach auch viel thematisieren. Musikalisch wird es beschrieben als Mischung aus Reggae, Balkan Beats und Sacramento Blues (Sacramento“). Jedoch eröffnet „Jetzt oder Nie“ die Scheibe zuvor direkt passend, denn „entweder lebst du jetzt oder nie“. „Schein“ wird zudem als Single herauskommen. Mit positiver Stimmung folgt „Irgendwia wird des scho geh“. Als Liebeslied geht es mit „So wia du bist“ weiter. Der einzige englische Titel „The Biggest Mistake“ macht Mut zur Aktion, denn der größte Fehler sei die Angst Fehler zu machen“. „Mensch ärgere dich ned“ ist sehr lebensbejahend und vergleicht das Leben phasenweise mit dem bekannten Spiel. Reggae Takte hat „Heid is morgen vorbei“. Flott folgt „Hauptsach wos gsogt“. Und thematisch geht es um die Oberflächlichkeit. Kritisiert wird das Abstumpfen, die Smalltalks und das Desinteresse. Ein weiteres Liebenslied (an sich selbst) ist „Lieb ma zam“. „Ois geht einfach ned“ thematisiert den „normalen“ Lauf der Dinge im Alltag und das Muss der Einsicht, dass man nicht immer alle Angebote annehmen soll/kann/muss, damit man sich selbst nicht vergisst. Mit „Bruada“ endet das Album sehr harmonisch und melodisch.  

 

Live ist er bis Anfang Dezember in Bayern zu erleben

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Jetzt oder Nie“ und „Bruada“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Jetzt oder Nie

2. Sacramento

3. Schein

4. Irgendwia wird des sch geh

5. So wia du bist

6. The Biggest Mistake

7. Mensch ärgere dich ned

8. Heid is morgen vorbei

9. Hauptsach wos gsogt

8. Lieb ma zam

9. Ois geht einfach ned

10. Bruada

Review – The Beauty Of Gemina – Flying With The Owl

 

Am 12.Oktober 2018 veröffentlichen „The Beauty Of Gemina“ (Michael Sele – Gesang, Gitarre, Keyboard, Mac Vizenz – Schlagzeug, Andi Zuber – Bass, Ariel Rossi – Gitarre und Markus Stauffacher – Live Bass) ihr nun achtes Album names „Flying With The Owl“. Ihre Musik, so auch auf dieser Scheibe, zeichnet sich durch düstere Schwermütigkeit aus. Sie ist unverfälscht minimalistisch. Genau diese Reduzierung auf Einfaches ist positiv zu sehen.

Besonders in der Schweiz und in Lichtenstein haben sie eine große Fanbase. Und nun wird das Album und besonders die Single „Ghosts“ im Radio gespielt. Mich persönlich überzeugt der Einsatz der zusätzlichen Instrumente: Akustikgitarre, Cello, Violine und Klavier und die Bluesinstrumente.

 

Der Opener „River“ ist beruhigend und sanft gesungen. Er verbreitet eine friedliche Stimmung. „Into My Arms“ lässt trotz der düsteren Stimmung und dem langsamen Takt an Folkrock und Country denken. In „Monsters“ setzt das Cello Akzente zur Melancholie. „Ghosts“ ist insgesamt flotter. „In The Dark“ lässt einen gedanklich eine Nacht im Freien genießen. Schwer, düster und mit einer sehr langsamen Melodie folgt „I Pray For You“. „Tunnel Of Pain“ ist dann wieder flotter, wobei das natürlich relativ zu sehen ist. Melodisch und mit dem Gewinn an Dramatik geht es mit „Again“ weiter. „Shades Of Summer“ verabschiedet den Sommer und lässt an einen grauen Herbsttag denken. Sehr minimalistisch mit gekonnt gesetzten Klavierakzenten und Streichern folgt „Suicide Day“ um die dunkelsten Gefühle des Menschen zu thematisieren. Als Abschluss ist „Wood Song“ ein Instrumentalsong.

 

Begleitet werden die elf Titel von einem optisch passend minimalistischem fast ausschließlich schwarz/weiß gehaltenem Booklet mit allen Songtexten.

 

Unsere Anspieltipps für euch sind „Tunnel Of Pain“ und die Single „Ghosts“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. River

2. Into My Arms

3. Mosnters

4. Ghosts

5. In The Dark

6. I Pray For You

7. Tunnel Of Pain

8. Again

9. Shades Of Summer

10. Suicide Day

11. Wood Song

Review – Vola – Applause Of A Distant Crowd

 

Die dänische Progressive Metal Band veröffentlicht mit ihrem Album „Applause Of A Distant Crwod“ am 12. Oktober 2018 eine interessante Mischung samt Electronic- und Industrialsound. Ihre Einflüsse reichen bis zu Pink Floyed zurück. Sie spielen mit Klängen und Lautstärkendynamik, haben detaillierte Gitarrenriffs und sehr melodische Songs auf der Scheibe.

 

„We Are Thin Air“ beinhaltet direkt viele dieser Elemente: ein bisschen Synthiesound, gleitende Basslinien und ein Gesang aus den 80er Jahren. Mit noch mehr elektronischen Passagen folgt „Ghosts“. Mit härteren Metalriffs und weiteren elektronischen/ Industrial-Anteilen geht es mit „Smartfriend“ weiter. Hier ist ein „Auf und Ab“ der Akzente ganz klar. Hinzu kommt in der zweiten Songhälfte ein ganz weicher und schon fast zarter Teil. „Ruby Pool“ ist ein durch und durch harmonisch melodischer Titel, der zum Träumen einlädt. Mit viel kontrastierenden elektronischen Rhythmen und Akzenten geht es mit „Alien Shivers“ weiter. Aber auch volle, satte, rockige Elemente finden Einzug. „Vertigo“ setzt durch den „anderen“ Gesang Highlights innerhalb des Songs. Insgesamt ist dieser Titel sehr ruhig und harmonisch weich. Härter und rockiger mit zusätzlich extrem düsteren und „aggressiven“ elektronischen/ Industrial-Elementen folgt „Still“. Sehr facettenreich geht es mit dem Titelsong „Applause Of A Distant Crowd“ weiter. Er beginnt mit verzerrtem Elektro-/ Industrialsound, wird dann durch die Gitarrenriffs rockig und mit Einsetzten des melodischen und weichen Gesangs harmonisch. Im Verlauf vermischt sich dies immer weiter. „Whaler“ versetzt einen durch die entsprechenden Instrumentenlinien schnell in eine negative, schon fast depressive Stimmung, um einen durch die Veränderung des Gesangs wieder dort herauszuholen. Mit extrem seichten Klaviertönen beginnt der letzte Titel „Green Screen Mother“. Dies wird durch die zusätzlichen Instrumentenlinien und den Gesang unterstützt.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir euch eindeutig den Albumtitel „Applause Of A Distant Crowd“, da er sehr facettenreich ist. Zudem lege ich euch persönlich noch „Green Screen Mother“ ans Herz.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. We Are Thin Air

2. Ghosts

3. Smartfriend

4. Ruby Pool

5. Alien Shivers

6. Vertigo

7. Still

8. Applause Of A Distant Crowd

9. Whaler

10. Green Screen Mother

Review – Gama Bomb – Speed Between The Lines

 

2002 formierten sich Gama Bomb in Nordirland um Trash Metal zu spielen. Philly Byrne (Gesang), Domo Dixon (Gitarre), John Roche (Gitarre), Joe McGuigan (Bass und Gesang) und Paul Caffrey (Schlagzeug) standen aber schon jeher neben der riesigen Anzahl an der Trash Metal Bands. Ihr neues Album „Speed Between The Lines“ wird am 12. Oktober 2018 erscheinen.

 

Trash und Speed sind direkt in den ersten Takten erkennbar. Und dennoch bringt „Give Me Leather“ Besonderheiten durch gesangliche Vielfalt und kurze knackige Gitarrenarbeit mit sich. Ähnlich geht es mit „A Hanging“ weiter. Hier überwiegen gesanglich zwei Extreme: Scream und harter „Sprechgesang“. Und auch hier ist die Gitarrenarbeit nicht zu verkennen. Dem fügt sich „666teen“ nahtlos an. Düsterer und später „gruseliger“ folgt „Bring Out The Monster“. Hier ist in der zweiten Songhälfte das Gitarrensolo zu bemerken. Noch temporeicher ist „R.I.P. U“. „Motorgeist“ spielt mit harten Breaks im schnellen Takt. Und auch hier darf das Gitarrensolo nicht fehlen. Absolut überzeugend sind die Instrumentenlinien von „Alt-Reich“, die sich phasenweise etwas vom Speed lösen und so Akzente setzten. „Stay Rotten“ hat schon in der ersten Songhälfte ein ausgiebiges Gitarrensolo zu bieten, welches ein echtes Highlight ist. Schon an der künstlerischen Schreibweise von „We R Going 2 Eat U“ erkennt man die Besonderheit, die sich auch musikalisch findet. Mit tollen Gitarrenlinien folgt „Kurt Russell“. Mit jeder Menge Speed und Trash geht es mit „World Gone To Hell“ weiter. Hier ist der harte „Sprechgesang“ ebenfalls wieder sehr kennzeichnend. „Faceblaster“ reiht sich gut an. Wobei die Doublebass hier besonders hervorsticht.

 

Unsere Anspieltipps sind „666teen“ und „Alt-Reich“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Give Me Leather

2. A Hanging

3. 666teen

4. Bring Out The Monster

5. R.I.P. U

6. Motorgeist

7. Alt-Reich

8. Stay Rotten

9. We R Going 2 Eat U

10. Kurt Russell

11. World Gone To Hell

12. Faceblaster

 

Review – Doyle Bramhall II – Shades

 

Nach über 15 Jahren veröffentlicht der Multi-Instrumentalist, Sänger, Songwriter und Produzent Doyle Bramhall sein neues Album „Shades“ am 5. Oktober 2018. 12 Titel stecken voll mit Blues, Garagenrock, Psychodelic, Soul und vor allem jeder Menge Gefühl.

 

„Love an Pain“ zeichnet sich durch eine schleppende und gefühlvolle Harmonie aus. Etwas voller und satter folgt „Hammer King“. Mit „Eric Clapton“ zusammen geht es mit „Everything You Need“ weiter. Und auch „London To Tokyo“ fügt sich entsprechend an, auch wenn der Titel zunächst mehr Action verspricht. Das Duett „Searching For Love“ mit „Norah Jones“ ist sehr weich und harmonisch. Etwas härter und rockiger mit gekonnt verzerrten Gitarrenlinien, die Akzente setzten, folgt „Live Forever“. Hier wird er von „Greyhounds“ unterstützt. „Break Apart To Mend“ beginnt mit zarten Klavierklängen. Der Refrain ist gesanglich sehr verstärkt. Melodisch und sehr gefühlvoll folgt „She´ll Come Around“. Extrem ruhige Strophen und Hintergrundchöre im Refrain zeichnen „The Night“ aus. Und in „Parvanah“ sind die Strophen schon fast wehmütig gesungen. Dezente Westerninstrumentenlinien und ein melodischer Gesang folgen in „Consciousness“. Und mit „Going Going Gone“ endet das Album. Hier setzten die Unterstützung durch „Tedeschi Trucks Band“ und ein absolut grandioses Gitarrensolo Highlights.

 

Insgesamt ist klar. Der Mann kennt sein Handwerk und übertreibt nichts. Die Scheibe ist absolut professionell, auch wenn sie für meinen persönlichen Geschmack an der ein der anderen Stelle etwas mehr Pepp vertragen könnte.

 

Promoportal-Germany vergibt demnach 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Love And Pain
2. Hammer Ring
3. Everything You Need (feat. Eric Clapton)
4. London To Tokyo
5. Searching For Love (feat. Norah Jones)
6. Live Forever (feat. Greyhounds)
7. Break Apart To Mend
8. She'll Come Around
9. The Night
10.
Parvanah
11. Consciousness
12. Going Going Gone (feat. Tedeschi Trucks Band)

Review – Rich Webb – Le Rayon Vert

 

Am 5. Oktober veröffentlicht der Australier Rich Webb mit seiner Band das neue (fünfte) Album „Le Rayon Vert“. Zu hören ist eine Mischung aus American Rock, Blues Rock und Indie Rock.

 

Den Opener „Let it Rain“ gibt es schon als Singleauskopplung zu genießen. Und das Genießen meine ich auch genauso. Der Song bringt jede Menge Rock mit sich und ist sehr eingängig. Danach folgt „Stray Horse Canyon“ mit vielen weichen Klängen und einem sehr melodischen Gesang. Hier ist ein minimalistischer Instrumenteneinsatz im Vordergrund. Mit Klavierklängen geht es mit „Our Love, it Don´t Live Here Anymore“ weiter. Dieser Titel ist erneut betont ruhig. „Letter to my Replacement (whoever that may be)“ schließt sich stimmig an. Hier ist der tolle Gesang sehr harmonisch. Der Song „Stoner“ gewinnt im Verlauf an Fülle und entwickelt sich dementsprechend positiv. Mit harten Drums startet der Instrumentalsong „The So Called Earl ( ) Palmer“. Hier unterstützen entsprechend gesetzte Bläser und die Mundharmonika setzt Akzente. „Shaggy Dad“ ist ein insgesamt flotterer Titel. „Come Home Baby, Get a Job“ ist wieder weicher und sehr melodisch harmonisch. Hier setzt die Ziehharmonika punktierte Akzente. Mit vielen Gesangsdopplungen folgt „Shenandoah“ und lässt einen musikalisch direkt in Fantasien in den Westen eintauchen. Wieder sehr ruhig mit minimalem Instrumenteneinsatz und wenig vordergründigem Rhythmus geht es mit „Me and my Horse Trigger“ weiter. „The Good Life“ ist ein sehr „anderer“ Titel auf der Scheibe. Er beginnt mit Martinshorngeräuschen. Zudem kommt das Saxophon neben Gesangsdopplungen immer wieder heraus. Insgesamt ist dieser Song stark durch „Sprechgesang“ gekennzeichnet und alle Instrumente erhalten gesonderte Aufmerksamkeit.

 

Rich Webb wird noch im Oktober auch in Deutschland (und der Schweiz) live zu erleben sein. Genaue Tourdaten findet ihr unten.

 

Unsere Anspieltipps sind die beiden flotteren Titel „Let it Rain“ und „Shenandoah“.

 

Promoportal-Germany vergibt für das in sich stimmige Album, welches mir persönlich jedoch etwas zu wenig Action hat, 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Let it Rain

2. Stray Horse Canyon

3. Our Love, it Don´t Live Here Anymore

4. Letter to my Replacement (whoever that may be)

5. Stoner

6. The So Called ( ) Palmer

7. Shaggy Dad

8. Come Home Baby, Get a Job

9. Shenandoah

10. Me and my Horse Trigger

11. The Good Life

 

Tourtermine:

3. Oktober 2018 ChaBah – Weil am Rhein

4. Oktober 2018 8 Bar – Basel, Switzerland

5. Oktober 2018 PurPur – Müllheim

6. Oktober 2018 Villa Sponte – Bremen

11. Oktober 2018 Zum Rühl- Oberursel

13. Oktober 2018 Gewölbekeller – Krombach

14. Oktober 2018 Babonsky – Köln

18. Oktober 2018 Schallers Barber Shop – Homberg (Efze)

19. Oktober 2018 Q – Marburg

20. Oktober 2018 Cafe Hahn – Fritzlar

21. Oktober 2018 Schaufensterkonzert – Wetzlar

Review - Null Positiv – Amok

 

Mit fetten Gitarrenriffs, harten Drums und einem wechselnden Gesang zwischen Growl, Scream, Rock und mit jeder Menge Gefühl von Sängerin Elli Berlin thematisierten „Null Positiv“ auf ihrem Debütalbum „Koma“ aus 2017 Probleme der Gesellschaft. Nun veröffentlicht die 2015 gegründete Band mit „Amok“ am 1.10.2018 ihr neues Album, obwohl sie eigentlich durchgängig unterwegs in Europa auf Tour unterwegs sind und immer mehr Fans gewinnen. „Wir wollen uns nicht verbiegen lassen“, meint Sängerin Elli Berlin. Und demnach gestalten sie ihre Musik samt Videos in Eigenregie. Das zweite Album spricht von den inneren Ursachen in jeder Seele für diverse Themen/ Probleme.

 

Und so beginnt „Psychopath“ auch entsprechend und verleiht eine extrem düstere introvertierte aggressive Stimmung und gesanglich ist die Vielfalt von Elli direkt erkennbar. Ähnlich hart folgt „Trauma“ und auch der Titelsong „Amok“ macht seinem Namen alle Ehre. Dies unterstreicht der Gesang (Growl). Zwischenzeitlich gefällt mir der Song durch seine Gitarrenlinien besser und auch die Chöre am Ende setzten Akzente. Hart und kräftig geht es mit „Schizo“ weiter. Und auch hier ist der Titel sehr treffend. „Neue Matrix“ versetzt mich gedanklich zunächst in einen Terminatorfilm, wobei auch hier melodische Phasen ihren Platz bekommen. Musikalisch sehr treffend umgesetzt beginnt „Als ob wir Götter wären“ mit einem entsprechenden Intro mit knapp eineinhalb Minuten. Danach folgt Growl bis ins Detail auf einer sehr langsamen Ebene in insgesamt rund fünf weiteren Minuten. „Hexenjagd“ ist ebenfalls eher langsam. Und bei diesem Titel ist es kaum vorstellbar, dass er von einer Sängerin performed wird. Kräftiger und etwas schneller, aber ähnlich düster, reiht sich „König Ego“ an. „Turm der Angst“ beginnt wieder mit einem weichen Intro und ist eher rockig. Mit Orgelklängen startet „Unter deiner Haut“. Insgesamt reiht der Titel sich danach gut ein. Gleiches gilt für „Burderliner“. Dieser Song ist allerdings von Beginn an härter und düster. „Scars“ und „Rabenhaar“ sind sehr gefühlvoll und weich und ersteres mit Klavierklängen und beide sind echte Ausreißer auf dieser Scheibe mit einem tollen Gesang.

 

Als Anspieltipp empfehle ich „Psychopath“ und „Scars“, um sowohl einen Titel mit extremen Growl und auch einen mit einem gefühlvoll melodischem Gesang zu nennen.

 

Da das Gleichgewicht der Musiklinien und Schwerpunkte noch nicht ganz ideal ist, vergibt Promoportal-Germany 7 von 10 Punkten für diese Scheibe, die im Genre ihre Liebhaber finden wird.

 

Tracklist:

1. Psychopath

2. Trauma

3. Amok

4. Schizo

5. Neue Matrix

6. Als ob wir Götter wären

7. Hexenjagd

8. König Ego

9. Turm der Angst

10. Unter deiner Haut

11. Burderliner

12. Scars

13. Rabenhaar

Review – Leader Of Down – Casdade Into Chaos

 

Noch in diesem Herbst dürfen wir uns auf das Album „Cascade Into Chaos“ von „Leader Of Down“ freuen. Die Band wurde 2008 von Ex-Motörhead Gitarrist Würzel und Bassist Tim Atkinson gegründet. Drummer ist Steve Clarke (Ex -Fastway). Würzel verstarb 2011 und so sollte das Album in Gedenken fertig gestellt werden. Als Gäste konnten Lemmy, Phil Campell, Fast Eddie Clarke, Whitfield Crane, Lee Richards, Bruce Foxton und Cliff Evans gewonnen werden. Sänger ist Matt Baker und Gitarrist Alex Ward.

Die Scheibe beginnt mit „Paradise Turned Into Dust“ und Lemmys unverkennbarer Charakter und seine einzigartige Stimme sind zu genießen. Danach folgt mit viel Action der Titelsong „Casdace Into Chaos“. Mitten im Song wechseln die Instrumentenlinien und -einsätze und es könnte auch ein neuer Song sein, der dann anschließend wieder in die vorherigen Muster zurückkehrt. „People Say I´m Crazy“ beginnt direkt mit harten Drums und gigantischen Riffs, die direkt in Mark und Bein gehen, gekonnt ist gekonnt. Ähnlich rhythmisch mit kurzen Gitarrenanschlägen geht es mit „Serial Killjoy“ weiter. Und das Gitarrensolo ist ein absolutes Highlight. Erstklassig rockig folgen „Children Of Disease“ und „Sknakebite“, wobei zweiteres deutlich schneller ist. „Punch & Geordie“ reiht sich nahtlos an. Insgesamt ist dieser Song deutlich tiefer und demnach düsterer gespielt und auch gesungen. Klassisch rockig kommt dann „Feelgood“ als nächster Titel mit ordentlich Tempo und klarem Rhythmus daher. „The Killing Rain“ folgt mit extremen Gitarrenspielerein (verzerren) und einer wieder düsteren Stimme. Und der letzte Titel „Laugh At The Devil“ ist wieder unverwechselbar Lemmy, einfach „Playing Rock`n`Roll“).

 

Unsere Anspieltipps sind „Paradise Turned Into Dust“, „Cascade Into Chaos“ und „Children Of Disease“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Paradise Turned Into Dust

2. Cascade Into Chaos

3. People Say I´m Crazy

4. Serial Killjoy

5. Skanebite

6. Punch & Geordie

7. Feelgood

8. The Killing Rain

9. Laugh At The Devil

 

Review - Dynazty – Firesign

 

Die Schweden (Stockholm) Nils Molin (Gesang), Love Magnusson (Gitarrre), Mike Lavér (Gitarre), Jonathan Olsson (Bass) und George Egg (Schlagzeug) von „Dynazty“ veröffentlichen nach 11 Jahren Bandgeschichte im Bereich des Modern Melodic Metal am 28.09.2018 ihr sechstes Album „Firesign“.

Die Mischung aus Melodie, Härte und Vielfalt zeichnen sie aus. Schnelle Gitarrenriffs paaren sich mit einem stimmgewaltigen Gesang samt Hintergrundchören und machen „Firesign“ zu einem kreativen, dynamischen und starken Album.

 

Direkt der Opener „Breathe With Me“ überzeugt mit klassischen Elementen und einem tollen Gitarrensolo. „The Grey“ folgt ähnlich rythmisch sympatisch mit viel Kraft und Power. Und auch hier setzt das Gitarrensolo Akzente. Aggressiver wirkt „In The Arms Of A Devil“ in den ersten Takten und in zwischenzeitlichen Phasen. Hintergrundchöre erzeugen hierbei den melodischen Teil. „My Darkest Hour“ ist wieder durch und durch moderner melodischer Metal mit einem schnelleren Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte. Dramatisch beginnt „Ascension“, bevor die Gitarrenlinien Akzente setzen und der melodische Part folgt. Der Titelsong „Firesign“ startet mit schon fast Synthiesounds, bevor harte Riffs und klare Drums einsetzten. Der Gesang unterstreicht dies. Hier ist das Gitarrensolo als Highlight mit zu bemerken. „Closing Doors“ ist dann von Anfang an wieder typischer, jedoch ist dieser Titel insgesamt sehr „weich“ und die Note „Metal“ fehlt ein wenig. Diese kommt dann in „Follow Me“ direkt wieder. Harte Drums und Riffs im Überfluss und ein Gesang der dies positiv unterstützt. „Let Me Dream Forever“ nutzt wieder elektronische Spielereien um Akzente zu setzten und das Gitarrensolo ist erneut erstklassig. Härter folgt „Starfall“. Der Titel ist sowohl im Gesang als auch in den Instrumentenlinien aggressiver und dennoch melodisch. „The Light Inside The Tunnel“ hat als abschließender Albumsong alles dabei: elektronische Elemente, tolle Gitarrenlinien, eine sehr punktierte Rhythmusgruppe durch Schlagzeug und Bass und ein ebenso angepasster Gesang.  

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Breath With Me“ und „Ascension“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten für ein Album, welches schon Mainstreamcharakter hat und demnach viele Fans finden wird.

 

1. Breathe With Me

2. The Grey

3. In The Arms Of A Devil

4. My Darkest Hour

5. Ascension

6. Firesign

7. Closing Doors

8. Follow Me

9. Let Me Dream Forever

10. Starfall

11. The Light Inside The Tunnel

Review - Brainstorm - Midnight Ghost

 

Die deutschen Power Metaller „Brainstorm“ veröffentlichen am 28. September ihr 12. Album namens „Midnight Ghost“. Sänger Andy B. Franck verrät schon im Vorfeld, dass das genau das Album ist, welches sie für ihre Fans und sich selbst entwickeln wollten. Es sei „perfekt“ und sie haben so ein neues „Level“ erreicht. Wir sind gespannt ob diese großen Versprechen gehalten werden können.

 

„Devil`s Eye“ beginnt jedenfalls direkt kraftvoll und voller Power und mit ordentlich Speed. In der zweiten Songhälfte setzten die Instrumente durch gezielte Linien zudem Akzente. Sehr harmonisch entsprechend dem Genre geht es dann mit „Revealing the Darkness“ weiter. Und der Song bleibt insgesamt auch typischen im Power Metal und das Gitarrensolo ist ein Highlight. Stilistisch spielerischer startet „Ravenous Minds“ und geht dann mit harten Drums und kräftigen Riffs weiter, die sich zwischenzeitlich zugunsten des Gesangs zurücknehmen. „The Pyre“ ist wieder deutlich tempobetonter. Gesanglich setzten Dopplungen Akzente. Mit Gewitter- und Starkregengeräuschen folgt „Jeanne Boulet“. Allerdings wird dieser Song dramatischer und dennoch kraftvoll melodisch. „Divine inner Ghost“ ist von Beginn an hart und dunkler. Dies wird in allen Instrumentenlinien und auch gesanglich unterstützt, nicht zuletzt durch die enorm tiefe Dopplung gezielt ausgesuchter Gesangspassagen. Generell und vor allem gesanglich deutlich harmonischer startet „When Pain becomes Real“. Der Song ist insgesamt wieder enorm kraftvoll und typisch für das Genre. Hier ist das Gitarrensolo ein absolutes Highlight. „Four Blessings“ reiht sich perfekt an. Vom kräftig, drohend, düsteren Grundgedanken geprägt spielen sie „Haunting Voices“. Sehr ruhig beginnt dann „The Path“. Dieser Titel wechselt gekonnt zwischen Kraft und Gefühl und rundet das Album ab.

 

Unsere Anspieltipps für euch sind „Revealing the Darkness“ und „The Path“.

 

Promoportal-Germany vergibt insgesamt 8 von 10 Punkten für ein in sich stimmiges Album im klaren Power Metal.   

 

Tracklist:

1. Devil`s Eye

2. Revealing the Darkness

3. Ravenous Minds

4. The Pyre

5. Jeanne Boulet

6. Divine inner Ghost

7. When Pain becomes Real

8. Four Blessings

9. Haunting Voices

10. The Path

Review – Joe Bonamassa – Redemption

 

Am 21.09.2018 veröffentlicht Joe Bonamassa ein weiteres Studioalbum. Und wie aus den bisherigen Erfahrungen zu erwarten ist es erneut erstklassig. Seine eigene handwerkliche Arbeit, die Auswahl der bewehrten Musiker, die Produktion und nicht zuletzt die Auswahl genau dieser Titel. Es ist insgesamt ein absolut geniales Album und kann sich wirklich zu den Favoriten entwickeln.

„Evil Mama“ beginnt direkt mit einem eindrucksvollen Schlagzeugsolo, bevor Bläser, Gitarren, Bass, Keyboard und Gesang einsetzten. Mit einer Note „Funk“ überzeugt es. Flotter Südstaatenrock heißt es in „King Bee Shakedown“. „Molly O´“ ist dann bluesig. Demnach zeigen schon die ersten drei Titel die Spannbreite der Musik von Bonamassa. Und seine Gitarrensoli überzeugen natürlich für sich separat. Sehr melodisch geht es mit „Deep In The Blues Again“ weiter. Und hier ist der Name Programm. Sehr ruhig folgt „Self-Inflicted Wounds“. Hier ist besonders die gesangliche Qualität zu bemerken, die die Stimmung einfach wunderbar weiter schwingen lässt. Akzente setzt hier erneut das Gitarrensolo. „Pick Up The Pieces“ ist sehr Bläser- (Saxophon) und Klavier-/Keyboard betont. Weiter geht es mit „The Ghost Of Macon Jones“. Der Song wird im Verlauf schneller und ist sehr rhythmusgeprägt. Der gedoppelte Gesang unterstreicht diese Note. Ein weiteres Highlight ist das sehr ausgeprägte Gitarrensolo. Mit diesem beginnt „Just ´Cos You Can Don´t Mean You Should“. Hier unterstreichen die Bläser die einzelnen Textpassagen. Der Titelsong „Redemption“ ist klassischer Blues und lässt in den ersten Takten an einen richtig schönen alten Western denken. Der richtige Blues Sound wird durch die Beacking Vocals zudem positiv verstärkt. Dieser Bluesrhythmus kommt auch in „I´ve Got Some Mind Over What Matters“ durch und wird im Gitarrensolo weiterhin unterstützt. „Stronger Now In Broken Places“ ist wieder ein sehr ruhiger Titel mit unglaublich viel Gefühl und einem enorm reduzierten Instrumenteneinsatz. Klassische rockig fügt sich „Love Is A Gamble“ als Abschluss an. Und dieser Song setzt ebenfalls mit dem Gitarrensolo Akzente und ist auch als letzter auf der Scheibe nicht als Füllmaterial zu sehen.    

 

Als Anspieltipps lege ich euch einfach alle ans Herz. So viel Abwechslung auf erstklassigem Niveau überzeugt und verdient 10 von 10 Punkten von Promoportal-Germany.

 

Tracklist:

1. Evil Mama

2. Kind Bee Shakedown

3. Molly O´

4. Deep In The Blues Again

5. Self-Inflicted Wounds

6. Pick Up The Pieces

7. The Ghost Of Macon Jones

8. Just `Cos You Can Don´t Mean You Should

9. Redemption  

10. I´ve Got Some Mind Over What Matters

11. Stronger Now In Broken Places

12. Love Is A Gamble

 

 

Review – Anderes Holz – Fermate

 

Durch neue Bekannte flatterte nun die tolle Scheibe „Fermate“ des Progressive Folk Rock Trios „Anderes Holz“ zu uns. Schon aus den Bandinfos heraus ist zu erfahren, dass sie mit „bewusst aufs Wesentliche reduzierte Instrumentarium“ spielen. Dies sind Bass, Schlagzeug und eine Waldzither.

 

Letzteres steht beim Opener „Mosaik“ auch direkt im Vordergrund. Gleichzeitig wird mit dem Gesang in deutscher Sprache gespielt. „Ein Geheimnis“ beginnt mit harten Breaks und gekonnt verzerrten Zitherlinien. Bei rund sieben Minuten Spieldauer spielt das Schlagzeug Marschsounds und der Gesang verstärkt das Ambiente. Später folgt ein „wildes Wirrwar“. Demnach bietet der Titel in seinen rund 13 Minuten Gesamtdauer einiges. Flotter folgt dann „Dysfunktion“. Gesanglich ist dieser Song besonders facettenreich. „Die Flamme“ beginnt mit einigen wenigen ruhigen Takten, bevor die Zither Vollgas gibt um sich, sobald der Gesang einsetzt, zunächst wieder zurück zu nehmen. Auch dieser Sing bietet in rund sechs Minuten Vielfalt. Weiblicher Gesang kommt dann in „Lippen aus Schnee“ hinzu. „Plankton“ fügt sich ebenfalls mit Facettenreichtum nahtlos ein. Insgesamt ist es wieder ein größtenteils flotterer Titel. Dies gilt auch für „Die Stadt“. Wobei der Gesang hier phasenweise sehr düster und bedrohlich wird, bevor er verzerrter sogar „drohend“ wird. „Judo“ ist ein Titel, bei dem sehr mit verzerrten und verzogenen Instrumentenlinien gespielt wird. Es erinnert mich an Anfänge von alten Industrialsongs, da keine Instrumente als solche erkennbar sind. Viele Töne und Klänge könnten mit anderen Gegenständen erzeugt werden. Dies ändert sich erst bei rund vier Spielminuten, kehrt aber in den rund 13 Spielminuten immer wieder. Gleiches gilt für den Beginn von „Die Bange Nacht“. Wobei dieser Titel insgesamt harmonischer und für den Großteil der menschlichen Ohren und des Musikgeschmacks melodischer ist. Temporeicher beginnt dann als Abschluss „Der große Zampano“. Mit Einsetzen des Gesangs wird der Titel insgesamt weicher. Generell wechselt sich dies ab. Die Zither erhält hier auch erneut gesonderte Aufmerksamkeit. Der Gesang passt sich dem an.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, denn das Album bietet vor allem viel Abwechslung innerhalb der einzelnen Titel und wird im Genre sicher seine Anhänger finden.

 

Tracklist:

1. Mosaik

2. Ein Geheimnis

3. Dysfunktion

4. Die Flamme

5. Lippen aus Schnee

6. Plankton

7. Die Stadt

8. Judo

9. Die Bange Nacht

10. Der große Zampano

Review - Manimal – Purgatorio

 

Die Heavy/Power Metaller „Manimal“ (Samuel Nyman – Gesang, Henrik Stenroos – Gitarre, Kenny Boufadene – Bass und André Holmqvist – Schlagzeug) veröffentlichen nun ihr neues Album „Purgatorio“.

Direkt der Opener „Black Plague“ haut nach einem spannungserzeugenden Intro direkt kräftig rein. Kraftvolle Instrumentenlinien mit einem ebenso vollen Gesang. Und so geht es auch mit dem Titelsong „Purgatorio“ weiter. Hier ist besonders das Gitarrensolo hervorzuheben, welches zu Beginn der zweiten Songhälfte zu genießen ist. „Minimalized“ verbreitet phasenweise eine aggressivere und düstere Stimmung. Diese ist in „Spreading The Dread“ mit kräftigen und erfrischenden Klängen gepaart, was eine insgesamt tolle Mischung ausmacht. Und auch hier überzeugt wieder ein Gitarrensolo. Mit gesanglichen Breaks wird in „Traitor“ gespielt. Diese Veränderungen bekommen bei rund zweieinhalb Minuten Spielzeit ihren Höhepunkt und breiten sich auf alle Instrumentenlinien gekonnt aus. Und auch hier darf das Gitarrensolo natürlich als Highlight nicht fehlen. Härter und individueller gespielt ist „Behind Enemy Lines“. „Denial“ geht direkt in die vollen und der gesamte Sound wirkt von Beginn an satt. Gesanglich wird versucht dies noch zu verstärken. „Edge Of Darkness“ fügt sich gut in die gesamte Scheibe ein. Hier ist ebenfalls wieder das Gitarrensolo zu bemerken, welche dem Song Abwechslung verleiht. Der abschließende Titel ist „The Fear Within“. Er ist insgesamt eher weicher, gewinnt aber im Laufe an Kraft, Härte, Power und Intensität.

 

Unsere Anspieltipps sind „Purgatorio“ und „Denial“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Black Plague

2. Purgatorio

3. Manimalized

4. Spreading The Dread

5. Traitor

6. Behind Enemy Lines

7. Denial

8. Edge Of Darkness

9. The Fear Within

Review – V.E.R.S.U.S. – Nur vom Feinsten

 

Die Frankfurter Band „V.E.R.S.U.S.“ haben ihr erstes gemeinsames Album „Nur vom Feinsten“ veröffentlicht. Sie selbst sagen, sie spielen Rock mit deutschen Texten. Das Album kommt mit einem Booklet daher, welches alle Texte beinhaltet.

 

Der Opener „Lasset uns tun“ beginnt mit klaren Rocklinien, bevor Sänger Nils mit düsterer Stimme einsteigt. Diese wird dann im Refrain, auch durch die verstärkenden Chöre, etwas weicher, was mir persönlich besser gefällt. „Revolution“ startet mit marschierenden Stiefeln und Sirenen. Ansonsten gilt hier das gleiche Schema. Die Strophen sind hart gesungen, der Refrain durch Chöre unterstützt. Gleiches gilt für „Kann, will, werde“. Der Text ist geprägt vom „Dagegen Sein“. Melodisch sehr eindringlich folgt „Veni Vidi Coitus“. Hier setzt die Gitarrenarbeit in der Songmitte zusätzlich Akzente. Mit solch einer beginnt „Stürmische Gezeiten“. Insgesamt ist dieser Song zunächst weniger aggressiv, dafür sehr düster. Dies ändert sich im Verlauf. Schön harmonisch rockig folgt „So müssen Freunde sein“. „Jetzt ist unsere Zeit“ startet als die klassische Rockballade, wird dann aber kräftiger und härter. Ein absolutes Highlight ist hier das Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte. Mit verzerrten, quietschigen Gitarren und einem schnellen Schlagzeugsound beginnt „Zurück ins Glück“. Der Gesang ist in den Strophen wieder hart und düster und im Refrain durch die verstärkenden Chöre weicher. Die Instrumentenlinien gleichen sich dem an und unterstützen demnach entsprechend. Klassisch rockig ist „Gut Sach“, was ganz klar die Lieblingsaussage des Sängers Nils ist. „El Sol Naciente En La Oscuridad“ ist ein rein instrumentaler Song, der insgesamt ruhiger ist. „Lieber frei“ ist dann wieder rockig und fordernd und von der „Dagegen Grundhaltung“.

 

Als Anspieltipps empfehle ich „Jetzt ist unsere Zeit“.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Lasset uns tun

2. Revolution

3. Kann, will, werde

4. Veni Vidi Coitus

5. Stürmische Gezeiten

6. So müssen Freunde sein

7. Jetzt ist unsere Zeit

8. Zurück ins Glück

9. Gut Sach

10. El Sol En La Oscuridad

11. Lieber frei      

Review – Monster Truck – True Rockers

 

Mit ihrem neuen Album „True Rockers“ begeistern die Kanadier „Monster Truck“ erneut. Ihre Mischung aus klassischem Rock, Southern Rock, Blues Rock und einer modernen Note und leichten Punk Ansätzen zieht sich durch das gesamte Album.

 

Der Opener ist gleichzeitig der Titelsong „True Rocker“. Hier hat Dee Snider ebenfalls einen Gastauftritt. Power von Anfang an und vom Feinsten, einfach herrlich verbreitet der Song Aktivität und Action. Ähnlich geht es mit „Thundertruck“ weiter. Allerdings ist dieser Titel durch schnellere Instrumentenlinien gekennzeichnet. Zudem ist die Gitarrenarbeit hervorzuheben. „Evolution“ nutzt verschiedene mögliche musikalische „Spielereien“ der Verzerrung, der harten Breaks usw. „Devil Don`t Care“ hat wunderschöne Southern Rock und Blues Rock Instrumentenlinien und setzt zudem durch den Einsatz von Mundharmonikaklängen Akzente. Es lädt direkt zum Mitgrooven ein. Bei „Being Cool is Over“ denke ich phasenweise sogar an Punk Rock, flottes Anzählen und ein insgesamt sehr aggressiv flotter Gesang überzeugen. „We are young, wild and free“ sind die elementaren Inhalte von „Young City Hearts“. Und genauso kommt auch der gesamte Song rüber, einfach ein wahnsinniges Brett. Sehr viel ruhiger, aber keinesfalls langweilig, geht es mit „Undone“ weiter. Der Titel ist sehr harmonisch und ebenfalls klassisch rockig. Härter, schon fast aggressiv, folgt „In My Own World“. Die Instrumentenlinien und auch Gesang sind hier deutlich auf Provokation abgestimmt. Ähnlich hart und gleichzeitig mit klassisch rockigem Instrumenteneinsatz ist „Denim Danger“. Instrumentenbreaks verstärken hier immer wieder die Intensität der gesanglichen Hintergrundchöre. Das Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte ist ein Highlight. Harte Riffs und Drums eröffnen „Hurricane“. Und dies bleibt auch so und unterstützt den ebenfalls aggressiven Gesang. Als letzter Song ist „The Howlin`“ wieder sehr ruhig und eher souther- und bluesbetont.

 

Als Anspieltipps empfehle ich „True Rocker“ und „Being Cool is Over“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten. 

 

Tracklist:

1. True Rocker

2. Thundertruck

3. Evolution

4. Devil Don´t Care

5. Being Cool is Over

6. Young City Hearts

7. Undone

8. In My Own World

9. Denim Danger

10. Hurricane

11. The Howlin`

Review – Roger Stein – Alles vor dem Aber

 

Am 7. September 2018 erscheint das zweite Soloalbum „Alles vor dem Aber“ von „Roger Stein“. Veröffentlicht wird es über das Label von Konstantin Wecker. Dieser unterstützt auch musikalisch. Liedermachertechnisch ist es einfach ein tolles Album.

 

Mit sanften und harmonischen Klavierklängen beginnt der erste Titel „Glück“. Textlich ist der Song mit diversen Fragen aufgebaut und regt somit direkt zum eigenständigen Denken an, woran was gemessen wird. Etwas flotter, aber ebenso melodisch harmonisch geht es mit „Worauf willst du warten“ weiter. Inhaltlich wird das „geduldige Warten“ in Frage gestellt – ist es „Bequemlichkeit“? „Alles vor dem Aber“ als Titelsong folgt und besticht mit einem einfach restlos logischen Text. Denn alle Wörter eines Satzes vor dem „Aber“ sind „eigentlich nur schlechtes Füllmaterial“, egal ob in der Liebe, im Job, bezüglich Rassismus,… „Man sagt“ ist ebenfalls musikalisch hochprofessionell und greift thematisch Alltagsfloskeln auf. Über einen in der allgemeinen Ansicht nach „Freak“ geht es in „Detlef“. Unterstützt wird der Text durch die leicht provozierende Art der Musik und die Stimmlage. Etwas klarer, härter und vor allem kräftiger ist „Gesichter aus gar nichts“. „So viele Überalls“ ist dann wieder sehr harmonisch und bedeutend positiver und „verträumter“, sowohl instrumentell als auch textlich. Flotter und thematisch wieder sehr kritisch gegenüber des „transparenten Bürgers?“ ist „Sie schaun in deinen Kopf“. „Junifeld“ ist ein sehr positiv melancholisch wirkendes Lied über die Vergangenheit einer Liebe und generell einfach schön mit sehr tollen Klavierklängen. So beginnt auch „Hochzeitlied“. Allerdings wird es kräftiger und negativer mit einem klaren Statement gegen die Heirat und Ehe. Der recht flotte und fröhliche Titel „Dauabbauu“ ist eine Zusammenarbeit mit „Suchtpotenzial“. Ganz weich und ruhig ist „Septemberwinde“. Dies wird durch Streicher zusätzlich unterstützt.

 

Als erster der drei weiteren Bonustracks als Liveversion gibt es „Reihenhausgesicht“. Mit ordentlich Takt thematisiert es eine negative Veränderung von der „Wahnsinnsbraut“ von damals, wenn man sich nach einigen Jahren wiedersieht. Danach folgt „Pensionierte Punks“. Es geht auch hier um „die guten alten Tage“, die Erlebnisse und die Veränderungen bis heute. Als letzter Song rundet „Wenn ich mal Rentner bin“ das Album an. Es ist musikalisch wieder aktiver und mit viel Rhythmus versehen. Thematisch geht es wie erwartet um die Zukunftsvorstellungen.

 

Insgesamt ist das Album eine echte Bereicherung der Liedermachermusik. Es regt zum Denken an, bringt einen aber auch zum Schmunzeln. Es hat nicht nur negative Kritiksongs und zum Glück in meinen Augen fast ausschließlich gute Titel und nicht ständig Füllmaterial.

Demnach erhält die Scheibe von pomoportal-germany 8 von 10 Punkten. 

 

Unsere Anspieltipps sind „Alles vor dem Aber“, „Junifeld“ und „Hochzeitslied“.

 

Tracklist:

1. Glück

2. Worauf willst du warten

3. Alles vor dem Aber

4. Man sagt

5. Detlef

6. Gesichter aus gar nichts

7. So viel Überalls

8. Sie schaun in deinen Kopf

9. Junifeld

10. Hochzeitslied

11. Dauabbauu

12. Septemberwinde

Bonus:

13. Reihenhausgesicht

14. Pensionierte Punks

15. Wenn ich mal Rentner bin