Review - Null Positiv – Amok

 

Mit fetten Gitarrenriffs, harten Drums und einem wechselnden Gesang zwischen Growl, Scream, Rock und mit jeder Menge Gefühl von Sängerin Elli Berlin thematisierten „Null Positiv“ auf ihrem Debütalbum „Koma“ aus 2017 Probleme der Gesellschaft. Nun veröffentlicht die 2015 gegründete Band mit „Amok“ am 1.10.2018 ihr neues Album, obwohl sie eigentlich durchgängig unterwegs in Europa auf Tour unterwegs sind und immer mehr Fans gewinnen. „Wir wollen uns nicht verbiegen lassen“, meint Sängerin Elli Berlin. Und demnach gestalten sie ihre Musik samt Videos in Eigenregie. Das zweite Album spricht von den inneren Ursachen in jeder Seele für diverse Themen/ Probleme.

 

Und so beginnt „Psychopath“ auch entsprechend und verleiht eine extrem düstere introvertierte aggressive Stimmung und gesanglich ist die Vielfalt von Elli direkt erkennbar. Ähnlich hart folgt „Trauma“ und auch der Titelsong „Amok“ macht seinem Namen alle Ehre. Dies unterstreicht der Gesang (Growl). Zwischenzeitlich gefällt mir der Song durch seine Gitarrenlinien besser und auch die Chöre am Ende setzten Akzente. Hart und kräftig geht es mit „Schizo“ weiter. Und auch hier ist der Titel sehr treffend. „Neue Matrix“ versetzt mich gedanklich zunächst in einen Terminatorfilm, wobei auch hier melodische Phasen ihren Platz bekommen. Musikalisch sehr treffend umgesetzt beginnt „Als ob wir Götter wären“ mit einem entsprechenden Intro mit knapp eineinhalb Minuten. Danach folgt Growl bis ins Detail auf einer sehr langsamen Ebene in insgesamt rund fünf weiteren Minuten. „Hexenjagd“ ist ebenfalls eher langsam. Und bei diesem Titel ist es kaum vorstellbar, dass er von einer Sängerin performed wird. Kräftiger und etwas schneller, aber ähnlich düster, reiht sich „König Ego“ an. „Turm der Angst“ beginnt wieder mit einem weichen Intro und ist eher rockig. Mit Orgelklängen startet „Unter deiner Haut“. Insgesamt reiht der Titel sich danach gut ein. Gleiches gilt für „Burderliner“. Dieser Song ist allerdings von Beginn an härter und düster. „Scars“ und „Rabenhaar“ sind sehr gefühlvoll und weich und ersteres mit Klavierklängen und beide sind echte Ausreißer auf dieser Scheibe mit einem tollen Gesang.

 

Als Anspieltipp empfehle ich „Psychopath“ und „Scars“, um sowohl einen Titel mit extremen Growl und auch einen mit einem gefühlvoll melodischem Gesang zu nennen.

 

Da das Gleichgewicht der Musiklinien und Schwerpunkte noch nicht ganz ideal ist, vergibt Promoportal-Germany 7 von 10 Punkten für diese Scheibe, die im Genre ihre Liebhaber finden wird.

 

Tracklist:

1. Psychopath

2. Trauma

3. Amok

4. Schizo

5. Neue Matrix

6. Als ob wir Götter wären

7. Hexenjagd

8. König Ego

9. Turm der Angst

10. Unter deiner Haut

11. Burderliner

12. Scars

13. Rabenhaar

Review – Leader Of Down – Casdade Into Chaos

 

Noch in diesem Herbst dürfen wir uns auf das Album „Cascade Into Chaos“ von „Leader Of Down“ freuen. Die Band wurde 2008 von Ex-Motörhead Gitarrist Würzel und Bassist Tim Atkinson gegründet. Drummer ist Steve Clarke (Ex -Fastway). Würzel verstarb 2011 und so sollte das Album in Gedenken fertig gestellt werden. Als Gäste konnten Lemmy, Phil Campell, Fast Eddie Clarke, Whitfield Crane, Lee Richards, Bruce Foxton und Cliff Evans gewonnen werden. Sänger ist Matt Baker und Gitarrist Alex Ward.

Die Scheibe beginnt mit „Paradise Turned Into Dust“ und Lemmys unverkennbarer Charakter und seine einzigartige Stimme sind zu genießen. Danach folgt mit viel Action der Titelsong „Casdace Into Chaos“. Mitten im Song wechseln die Instrumentenlinien und -einsätze und es könnte auch ein neuer Song sein, der dann anschließend wieder in die vorherigen Muster zurückkehrt. „People Say I´m Crazy“ beginnt direkt mit harten Drums und gigantischen Riffs, die direkt in Mark und Bein gehen, gekonnt ist gekonnt. Ähnlich rhythmisch mit kurzen Gitarrenanschlägen geht es mit „Serial Killjoy“ weiter. Und das Gitarrensolo ist ein absolutes Highlight. Erstklassig rockig folgen „Children Of Disease“ und „Sknakebite“, wobei zweiteres deutlich schneller ist. „Punch & Geordie“ reiht sich nahtlos an. Insgesamt ist dieser Song deutlich tiefer und demnach düsterer gespielt und auch gesungen. Klassisch rockig kommt dann „Feelgood“ als nächster Titel mit ordentlich Tempo und klarem Rhythmus daher. „The Killing Rain“ folgt mit extremen Gitarrenspielerein (verzerren) und einer wieder düsteren Stimme. Und der letzte Titel „Laugh At The Devil“ ist wieder unverwechselbar Lemmy, einfach „Playing Rock`n`Roll“).

 

Unsere Anspieltipps sind „Paradise Turned Into Dust“, „Cascade Into Chaos“ und „Children Of Disease“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Paradise Turned Into Dust

2. Cascade Into Chaos

3. People Say I´m Crazy

4. Serial Killjoy

5. Skanebite

6. Punch & Geordie

7. Feelgood

8. The Killing Rain

9. Laugh At The Devil

 

Review - Dynazty – Firesign

 

Die Schweden (Stockholm) Nils Molin (Gesang), Love Magnusson (Gitarrre), Mike Lavér (Gitarre), Jonathan Olsson (Bass) und George Egg (Schlagzeug) von „Dynazty“ veröffentlichen nach 11 Jahren Bandgeschichte im Bereich des Modern Melodic Metal am 28.09.2018 ihr sechstes Album „Firesign“.

Die Mischung aus Melodie, Härte und Vielfalt zeichnen sie aus. Schnelle Gitarrenriffs paaren sich mit einem stimmgewaltigen Gesang samt Hintergrundchören und machen „Firesign“ zu einem kreativen, dynamischen und starken Album.

 

Direkt der Opener „Breathe With Me“ überzeugt mit klassischen Elementen und einem tollen Gitarrensolo. „The Grey“ folgt ähnlich rythmisch sympatisch mit viel Kraft und Power. Und auch hier setzt das Gitarrensolo Akzente. Aggressiver wirkt „In The Arms Of A Devil“ in den ersten Takten und in zwischenzeitlichen Phasen. Hintergrundchöre erzeugen hierbei den melodischen Teil. „My Darkest Hour“ ist wieder durch und durch moderner melodischer Metal mit einem schnelleren Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte. Dramatisch beginnt „Ascension“, bevor die Gitarrenlinien Akzente setzen und der melodische Part folgt. Der Titelsong „Firesign“ startet mit schon fast Synthiesounds, bevor harte Riffs und klare Drums einsetzten. Der Gesang unterstreicht dies. Hier ist das Gitarrensolo als Highlight mit zu bemerken. „Closing Doors“ ist dann von Anfang an wieder typischer, jedoch ist dieser Titel insgesamt sehr „weich“ und die Note „Metal“ fehlt ein wenig. Diese kommt dann in „Follow Me“ direkt wieder. Harte Drums und Riffs im Überfluss und ein Gesang der dies positiv unterstützt. „Let Me Dream Forever“ nutzt wieder elektronische Spielereien um Akzente zu setzten und das Gitarrensolo ist erneut erstklassig. Härter folgt „Starfall“. Der Titel ist sowohl im Gesang als auch in den Instrumentenlinien aggressiver und dennoch melodisch. „The Light Inside The Tunnel“ hat als abschließender Albumsong alles dabei: elektronische Elemente, tolle Gitarrenlinien, eine sehr punktierte Rhythmusgruppe durch Schlagzeug und Bass und ein ebenso angepasster Gesang.  

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Breath With Me“ und „Ascension“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten für ein Album, welches schon Mainstreamcharakter hat und demnach viele Fans finden wird.

 

1. Breathe With Me

2. The Grey

3. In The Arms Of A Devil

4. My Darkest Hour

5. Ascension

6. Firesign

7. Closing Doors

8. Follow Me

9. Let Me Dream Forever

10. Starfall

11. The Light Inside The Tunnel

Review - Brainstorm - Midnight Ghost

 

Die deutschen Power Metaller „Brainstorm“ veröffentlichen am 28. September ihr 12. Album namens „Midnight Ghost“. Sänger Andy B. Franck verrät schon im Vorfeld, dass das genau das Album ist, welches sie für ihre Fans und sich selbst entwickeln wollten. Es sei „perfekt“ und sie haben so ein neues „Level“ erreicht. Wir sind gespannt ob diese großen Versprechen gehalten werden können.

 

„Devil`s Eye“ beginnt jedenfalls direkt kraftvoll und voller Power und mit ordentlich Speed. In der zweiten Songhälfte setzten die Instrumente durch gezielte Linien zudem Akzente. Sehr harmonisch entsprechend dem Genre geht es dann mit „Revealing the Darkness“ weiter. Und der Song bleibt insgesamt auch typischen im Power Metal und das Gitarrensolo ist ein Highlight. Stilistisch spielerischer startet „Ravenous Minds“ und geht dann mit harten Drums und kräftigen Riffs weiter, die sich zwischenzeitlich zugunsten des Gesangs zurücknehmen. „The Pyre“ ist wieder deutlich tempobetonter. Gesanglich setzten Dopplungen Akzente. Mit Gewitter- und Starkregengeräuschen folgt „Jeanne Boulet“. Allerdings wird dieser Song dramatischer und dennoch kraftvoll melodisch. „Divine inner Ghost“ ist von Beginn an hart und dunkler. Dies wird in allen Instrumentenlinien und auch gesanglich unterstützt, nicht zuletzt durch die enorm tiefe Dopplung gezielt ausgesuchter Gesangspassagen. Generell und vor allem gesanglich deutlich harmonischer startet „When Pain becomes Real“. Der Song ist insgesamt wieder enorm kraftvoll und typisch für das Genre. Hier ist das Gitarrensolo ein absolutes Highlight. „Four Blessings“ reiht sich perfekt an. Vom kräftig, drohend, düsteren Grundgedanken geprägt spielen sie „Haunting Voices“. Sehr ruhig beginnt dann „The Path“. Dieser Titel wechselt gekonnt zwischen Kraft und Gefühl und rundet das Album ab.

 

Unsere Anspieltipps für euch sind „Revealing the Darkness“ und „The Path“.

 

Promoportal-Germany vergibt insgesamt 8 von 10 Punkten für ein in sich stimmiges Album im klaren Power Metal.   

 

Tracklist:

1. Devil`s Eye

2. Revealing the Darkness

3. Ravenous Minds

4. The Pyre

5. Jeanne Boulet

6. Divine inner Ghost

7. When Pain becomes Real

8. Four Blessings

9. Haunting Voices

10. The Path

Review – Joe Bonamassa – Redemption

 

Am 21.09.2018 veröffentlicht Joe Bonamassa ein weiteres Studioalbum. Und wie aus den bisherigen Erfahrungen zu erwarten ist es erneut erstklassig. Seine eigene handwerkliche Arbeit, die Auswahl der bewehrten Musiker, die Produktion und nicht zuletzt die Auswahl genau dieser Titel. Es ist insgesamt ein absolut geniales Album und kann sich wirklich zu den Favoriten entwickeln.

„Evil Mama“ beginnt direkt mit einem eindrucksvollen Schlagzeugsolo, bevor Bläser, Gitarren, Bass, Keyboard und Gesang einsetzten. Mit einer Note „Funk“ überzeugt es. Flotter Südstaatenrock heißt es in „King Bee Shakedown“. „Molly O´“ ist dann bluesig. Demnach zeigen schon die ersten drei Titel die Spannbreite der Musik von Bonamassa. Und seine Gitarrensoli überzeugen natürlich für sich separat. Sehr melodisch geht es mit „Deep In The Blues Again“ weiter. Und hier ist der Name Programm. Sehr ruhig folgt „Self-Inflicted Wounds“. Hier ist besonders die gesangliche Qualität zu bemerken, die die Stimmung einfach wunderbar weiter schwingen lässt. Akzente setzt hier erneut das Gitarrensolo. „Pick Up The Pieces“ ist sehr Bläser- (Saxophon) und Klavier-/Keyboard betont. Weiter geht es mit „The Ghost Of Macon Jones“. Der Song wird im Verlauf schneller und ist sehr rhythmusgeprägt. Der gedoppelte Gesang unterstreicht diese Note. Ein weiteres Highlight ist das sehr ausgeprägte Gitarrensolo. Mit diesem beginnt „Just ´Cos You Can Don´t Mean You Should“. Hier unterstreichen die Bläser die einzelnen Textpassagen. Der Titelsong „Redemption“ ist klassischer Blues und lässt in den ersten Takten an einen richtig schönen alten Western denken. Der richtige Blues Sound wird durch die Beacking Vocals zudem positiv verstärkt. Dieser Bluesrhythmus kommt auch in „I´ve Got Some Mind Over What Matters“ durch und wird im Gitarrensolo weiterhin unterstützt. „Stronger Now In Broken Places“ ist wieder ein sehr ruhiger Titel mit unglaublich viel Gefühl und einem enorm reduzierten Instrumenteneinsatz. Klassische rockig fügt sich „Love Is A Gamble“ als Abschluss an. Und dieser Song setzt ebenfalls mit dem Gitarrensolo Akzente und ist auch als letzter auf der Scheibe nicht als Füllmaterial zu sehen.    

 

Als Anspieltipps lege ich euch einfach alle ans Herz. So viel Abwechslung auf erstklassigem Niveau überzeugt und verdient 10 von 10 Punkten von Promoportal-Germany.

 

Tracklist:

1. Evil Mama

2. Kind Bee Shakedown

3. Molly O´

4. Deep In The Blues Again

5. Self-Inflicted Wounds

6. Pick Up The Pieces

7. The Ghost Of Macon Jones

8. Just `Cos You Can Don´t Mean You Should

9. Redemption  

10. I´ve Got Some Mind Over What Matters

11. Stronger Now In Broken Places

12. Love Is A Gamble

 

 

Review – Anderes Holz – Fermate

 

Durch neue Bekannte flatterte nun die tolle Scheibe „Fermate“ des Progressive Folk Rock Trios „Anderes Holz“ zu uns. Schon aus den Bandinfos heraus ist zu erfahren, dass sie mit „bewusst aufs Wesentliche reduzierte Instrumentarium“ spielen. Dies sind Bass, Schlagzeug und eine Waldzither.

 

Letzteres steht beim Opener „Mosaik“ auch direkt im Vordergrund. Gleichzeitig wird mit dem Gesang in deutscher Sprache gespielt. „Ein Geheimnis“ beginnt mit harten Breaks und gekonnt verzerrten Zitherlinien. Bei rund sieben Minuten Spieldauer spielt das Schlagzeug Marschsounds und der Gesang verstärkt das Ambiente. Später folgt ein „wildes Wirrwar“. Demnach bietet der Titel in seinen rund 13 Minuten Gesamtdauer einiges. Flotter folgt dann „Dysfunktion“. Gesanglich ist dieser Song besonders facettenreich. „Die Flamme“ beginnt mit einigen wenigen ruhigen Takten, bevor die Zither Vollgas gibt um sich, sobald der Gesang einsetzt, zunächst wieder zurück zu nehmen. Auch dieser Sing bietet in rund sechs Minuten Vielfalt. Weiblicher Gesang kommt dann in „Lippen aus Schnee“ hinzu. „Plankton“ fügt sich ebenfalls mit Facettenreichtum nahtlos ein. Insgesamt ist es wieder ein größtenteils flotterer Titel. Dies gilt auch für „Die Stadt“. Wobei der Gesang hier phasenweise sehr düster und bedrohlich wird, bevor er verzerrter sogar „drohend“ wird. „Judo“ ist ein Titel, bei dem sehr mit verzerrten und verzogenen Instrumentenlinien gespielt wird. Es erinnert mich an Anfänge von alten Industrialsongs, da keine Instrumente als solche erkennbar sind. Viele Töne und Klänge könnten mit anderen Gegenständen erzeugt werden. Dies ändert sich erst bei rund vier Spielminuten, kehrt aber in den rund 13 Spielminuten immer wieder. Gleiches gilt für den Beginn von „Die Bange Nacht“. Wobei dieser Titel insgesamt harmonischer und für den Großteil der menschlichen Ohren und des Musikgeschmacks melodischer ist. Temporeicher beginnt dann als Abschluss „Der große Zampano“. Mit Einsetzen des Gesangs wird der Titel insgesamt weicher. Generell wechselt sich dies ab. Die Zither erhält hier auch erneut gesonderte Aufmerksamkeit. Der Gesang passt sich dem an.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, denn das Album bietet vor allem viel Abwechslung innerhalb der einzelnen Titel und wird im Genre sicher seine Anhänger finden.

 

Tracklist:

1. Mosaik

2. Ein Geheimnis

3. Dysfunktion

4. Die Flamme

5. Lippen aus Schnee

6. Plankton

7. Die Stadt

8. Judo

9. Die Bange Nacht

10. Der große Zampano

Review - Manimal – Purgatorio

 

Die Heavy/Power Metaller „Manimal“ (Samuel Nyman – Gesang, Henrik Stenroos – Gitarre, Kenny Boufadene – Bass und André Holmqvist – Schlagzeug) veröffentlichen nun ihr neues Album „Purgatorio“.

Direkt der Opener „Black Plague“ haut nach einem spannungserzeugenden Intro direkt kräftig rein. Kraftvolle Instrumentenlinien mit einem ebenso vollen Gesang. Und so geht es auch mit dem Titelsong „Purgatorio“ weiter. Hier ist besonders das Gitarrensolo hervorzuheben, welches zu Beginn der zweiten Songhälfte zu genießen ist. „Minimalized“ verbreitet phasenweise eine aggressivere und düstere Stimmung. Diese ist in „Spreading The Dread“ mit kräftigen und erfrischenden Klängen gepaart, was eine insgesamt tolle Mischung ausmacht. Und auch hier überzeugt wieder ein Gitarrensolo. Mit gesanglichen Breaks wird in „Traitor“ gespielt. Diese Veränderungen bekommen bei rund zweieinhalb Minuten Spielzeit ihren Höhepunkt und breiten sich auf alle Instrumentenlinien gekonnt aus. Und auch hier darf das Gitarrensolo natürlich als Highlight nicht fehlen. Härter und individueller gespielt ist „Behind Enemy Lines“. „Denial“ geht direkt in die vollen und der gesamte Sound wirkt von Beginn an satt. Gesanglich wird versucht dies noch zu verstärken. „Edge Of Darkness“ fügt sich gut in die gesamte Scheibe ein. Hier ist ebenfalls wieder das Gitarrensolo zu bemerken, welche dem Song Abwechslung verleiht. Der abschließende Titel ist „The Fear Within“. Er ist insgesamt eher weicher, gewinnt aber im Laufe an Kraft, Härte, Power und Intensität.

 

Unsere Anspieltipps sind „Purgatorio“ und „Denial“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Black Plague

2. Purgatorio

3. Manimalized

4. Spreading The Dread

5. Traitor

6. Behind Enemy Lines

7. Denial

8. Edge Of Darkness

9. The Fear Within

Review – V.E.R.S.U.S. – Nur vom Feinsten

 

Die Frankfurter Band „V.E.R.S.U.S.“ haben ihr erstes gemeinsames Album „Nur vom Feinsten“ veröffentlicht. Sie selbst sagen, sie spielen Rock mit deutschen Texten. Das Album kommt mit einem Booklet daher, welches alle Texte beinhaltet.

 

Der Opener „Lasset uns tun“ beginnt mit klaren Rocklinien, bevor Sänger Nils mit düsterer Stimme einsteigt. Diese wird dann im Refrain, auch durch die verstärkenden Chöre, etwas weicher, was mir persönlich besser gefällt. „Revolution“ startet mit marschierenden Stiefeln und Sirenen. Ansonsten gilt hier das gleiche Schema. Die Strophen sind hart gesungen, der Refrain durch Chöre unterstützt. Gleiches gilt für „Kann, will, werde“. Der Text ist geprägt vom „Dagegen Sein“. Melodisch sehr eindringlich folgt „Veni Vidi Coitus“. Hier setzt die Gitarrenarbeit in der Songmitte zusätzlich Akzente. Mit solch einer beginnt „Stürmische Gezeiten“. Insgesamt ist dieser Song zunächst weniger aggressiv, dafür sehr düster. Dies ändert sich im Verlauf. Schön harmonisch rockig folgt „So müssen Freunde sein“. „Jetzt ist unsere Zeit“ startet als die klassische Rockballade, wird dann aber kräftiger und härter. Ein absolutes Highlight ist hier das Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte. Mit verzerrten, quietschigen Gitarren und einem schnellen Schlagzeugsound beginnt „Zurück ins Glück“. Der Gesang ist in den Strophen wieder hart und düster und im Refrain durch die verstärkenden Chöre weicher. Die Instrumentenlinien gleichen sich dem an und unterstützen demnach entsprechend. Klassisch rockig ist „Gut Sach“, was ganz klar die Lieblingsaussage des Sängers Nils ist. „El Sol Naciente En La Oscuridad“ ist ein rein instrumentaler Song, der insgesamt ruhiger ist. „Lieber frei“ ist dann wieder rockig und fordernd und von der „Dagegen Grundhaltung“.

 

Als Anspieltipps empfehle ich „Jetzt ist unsere Zeit“.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Lasset uns tun

2. Revolution

3. Kann, will, werde

4. Veni Vidi Coitus

5. Stürmische Gezeiten

6. So müssen Freunde sein

7. Jetzt ist unsere Zeit

8. Zurück ins Glück

9. Gut Sach

10. El Sol En La Oscuridad

11. Lieber frei      

Review – Monster Truck – True Rockers

 

Mit ihrem neuen Album „True Rockers“ begeistern die Kanadier „Monster Truck“ erneut. Ihre Mischung aus klassischem Rock, Southern Rock, Blues Rock und einer modernen Note und leichten Punk Ansätzen zieht sich durch das gesamte Album.

 

Der Opener ist gleichzeitig der Titelsong „True Rocker“. Hier hat Dee Snider ebenfalls einen Gastauftritt. Power von Anfang an und vom Feinsten, einfach herrlich verbreitet der Song Aktivität und Action. Ähnlich geht es mit „Thundertruck“ weiter. Allerdings ist dieser Titel durch schnellere Instrumentenlinien gekennzeichnet. Zudem ist die Gitarrenarbeit hervorzuheben. „Evolution“ nutzt verschiedene mögliche musikalische „Spielereien“ der Verzerrung, der harten Breaks usw. „Devil Don`t Care“ hat wunderschöne Southern Rock und Blues Rock Instrumentenlinien und setzt zudem durch den Einsatz von Mundharmonikaklängen Akzente. Es lädt direkt zum Mitgrooven ein. Bei „Being Cool is Over“ denke ich phasenweise sogar an Punk Rock, flottes Anzählen und ein insgesamt sehr aggressiv flotter Gesang überzeugen. „We are young, wild and free“ sind die elementaren Inhalte von „Young City Hearts“. Und genauso kommt auch der gesamte Song rüber, einfach ein wahnsinniges Brett. Sehr viel ruhiger, aber keinesfalls langweilig, geht es mit „Undone“ weiter. Der Titel ist sehr harmonisch und ebenfalls klassisch rockig. Härter, schon fast aggressiv, folgt „In My Own World“. Die Instrumentenlinien und auch Gesang sind hier deutlich auf Provokation abgestimmt. Ähnlich hart und gleichzeitig mit klassisch rockigem Instrumenteneinsatz ist „Denim Danger“. Instrumentenbreaks verstärken hier immer wieder die Intensität der gesanglichen Hintergrundchöre. Das Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte ist ein Highlight. Harte Riffs und Drums eröffnen „Hurricane“. Und dies bleibt auch so und unterstützt den ebenfalls aggressiven Gesang. Als letzter Song ist „The Howlin`“ wieder sehr ruhig und eher souther- und bluesbetont.

 

Als Anspieltipps empfehle ich „True Rocker“ und „Being Cool is Over“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten. 

 

Tracklist:

1. True Rocker

2. Thundertruck

3. Evolution

4. Devil Don´t Care

5. Being Cool is Over

6. Young City Hearts

7. Undone

8. In My Own World

9. Denim Danger

10. Hurricane

11. The Howlin`

Review – Roger Stein – Alles vor dem Aber

 

Am 7. September 2018 erscheint das zweite Soloalbum „Alles vor dem Aber“ von „Roger Stein“. Veröffentlicht wird es über das Label von Konstantin Wecker. Dieser unterstützt auch musikalisch. Liedermachertechnisch ist es einfach ein tolles Album.

 

Mit sanften und harmonischen Klavierklängen beginnt der erste Titel „Glück“. Textlich ist der Song mit diversen Fragen aufgebaut und regt somit direkt zum eigenständigen Denken an, woran was gemessen wird. Etwas flotter, aber ebenso melodisch harmonisch geht es mit „Worauf willst du warten“ weiter. Inhaltlich wird das „geduldige Warten“ in Frage gestellt – ist es „Bequemlichkeit“? „Alles vor dem Aber“ als Titelsong folgt und besticht mit einem einfach restlos logischen Text. Denn alle Wörter eines Satzes vor dem „Aber“ sind „eigentlich nur schlechtes Füllmaterial“, egal ob in der Liebe, im Job, bezüglich Rassismus,… „Man sagt“ ist ebenfalls musikalisch hochprofessionell und greift thematisch Alltagsfloskeln auf. Über einen in der allgemeinen Ansicht nach „Freak“ geht es in „Detlef“. Unterstützt wird der Text durch die leicht provozierende Art der Musik und die Stimmlage. Etwas klarer, härter und vor allem kräftiger ist „Gesichter aus gar nichts“. „So viele Überalls“ ist dann wieder sehr harmonisch und bedeutend positiver und „verträumter“, sowohl instrumentell als auch textlich. Flotter und thematisch wieder sehr kritisch gegenüber des „transparenten Bürgers?“ ist „Sie schaun in deinen Kopf“. „Junifeld“ ist ein sehr positiv melancholisch wirkendes Lied über die Vergangenheit einer Liebe und generell einfach schön mit sehr tollen Klavierklängen. So beginnt auch „Hochzeitlied“. Allerdings wird es kräftiger und negativer mit einem klaren Statement gegen die Heirat und Ehe. Der recht flotte und fröhliche Titel „Dauabbauu“ ist eine Zusammenarbeit mit „Suchtpotenzial“. Ganz weich und ruhig ist „Septemberwinde“. Dies wird durch Streicher zusätzlich unterstützt.

 

Als erster der drei weiteren Bonustracks als Liveversion gibt es „Reihenhausgesicht“. Mit ordentlich Takt thematisiert es eine negative Veränderung von der „Wahnsinnsbraut“ von damals, wenn man sich nach einigen Jahren wiedersieht. Danach folgt „Pensionierte Punks“. Es geht auch hier um „die guten alten Tage“, die Erlebnisse und die Veränderungen bis heute. Als letzter Song rundet „Wenn ich mal Rentner bin“ das Album an. Es ist musikalisch wieder aktiver und mit viel Rhythmus versehen. Thematisch geht es wie erwartet um die Zukunftsvorstellungen.

 

Insgesamt ist das Album eine echte Bereicherung der Liedermachermusik. Es regt zum Denken an, bringt einen aber auch zum Schmunzeln. Es hat nicht nur negative Kritiksongs und zum Glück in meinen Augen fast ausschließlich gute Titel und nicht ständig Füllmaterial.

Demnach erhält die Scheibe von pomoportal-germany 8 von 10 Punkten. 

 

Unsere Anspieltipps sind „Alles vor dem Aber“, „Junifeld“ und „Hochzeitslied“.

 

Tracklist:

1. Glück

2. Worauf willst du warten

3. Alles vor dem Aber

4. Man sagt

5. Detlef

6. Gesichter aus gar nichts

7. So viel Überalls

8. Sie schaun in deinen Kopf

9. Junifeld

10. Hochzeitslied

11. Dauabbauu

12. Septemberwinde

Bonus:

13. Reihenhausgesicht

14. Pensionierte Punks

15. Wenn ich mal Rentner bin

 

Review - - Road To Disorder

 

 

Die dänischen Rocker „I`ll Be Damned“ veröffentlichen am 31.8.2018 ihr Album „Road To Discorder“. Bereits der Opener „Stephan Hawking Talking“ kommt kräftig mit klaren Rocklinien und geballter aggressiver Gesangspower daher. „The Entire Universe“ beginnt rockig schwerfälliger. Der Gesang wird teilweise drohend gesprochen und entsprechend betont. Die Stimmung wird genauso unterstützend betont wie in „You are the Young“. Dieser Song ist extrem klassisch und dennoch abwechslungsreich und versprüht jede Menge Energie. Gegen Ende ist er dann aggressiver und düsterer. Hart beginnt auch „Pig Burner“. Hier wird zudem mit Schweinegrunzen zu Beginn musikalisch gespielt. Es ist definitiv was anderes, wenn es auch meinen persönlichen Geschmack nicht trifft. „Luck Could Change“ ist wieder rhythmisch harmonischer mit tollen Instrumentenlinien und einem entsprechend abgestimmten Gesang. Im Laufe des Songs (insgesamt 6 Minuten Spieldauer) wird viel mit Rhythmus und Takt gespielt. Und das Gitarrensolo in der Songmitte überzeugt ebenfalls. Rockig und temporeicher kommt dann „Flag folows the Money“ daher. Insgesamt wird der Song mit jedem Takt besser. Kraftvoll und klassisch rockig ist auch „Keep Burn Warm The Rich“. Bei „Just Ain´t Right“ steht der Gesang sehr deutlich im Vordergrund. Die Instrumentenlinien verstärken sich erst später. „A Hanging Job“ ist sehr aggressiv und hart. Als Abschluss des Albums ist „Arrow of Time (Road to Disorder)“ sehr sehr ruhig und hebt sich sehr deutlich von den anderen neun Titeln ab.

 

Als Anspieltipps empfehle ich „You are the Young“ und „Luck Could Change“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Stephan Hawking Talking

2. The Entire Universe

3. You are the Young

4. Pig Burner

5. Luck Could Change

6. Flag follows the Money

7. Keep Burn Warm The Rich

8. Just Ain´t Right

9. A Hanging Job

10. Arrow of Time (Road to Disorder)

Review - Helion Prime - Terror Of The Cybernetic Space Monster

Am 31.8.2018 veröffentlichen die fünf Power Metaller „Helion Prime“ (Sozos Michael als Sänger, Jason Ashcraft mit der Rhythmusgitarre, Chad Anderson als Gitarrist, Jeremy Steinhouse  mit der Bassgitarre und Alex Bosson am Schlagzeug) aus Sacramento (Californien) ihr zweites Album „Terror Of The Cybernetic Space Monster“. Alle neun Songs sind brandneu und der Titelsong rundet das Album ab. Aber nicht irgendwie, sondern mit über 17!!! Minuten Spieldauer. Ashcraft sagt, er sei nicht sicher gewesen, wohin der Weg beim Schreiben des Albums führte. Sie seien so voller Ideen und Inspirationen. Zudem sei die gemeinsame Arbeit sehr harmonisch gewesen, so Sozos. Thematisch geht es um das menschliche Sein und dem Kampf des Guten und Schlechten in einem selbst.

Der Opener „Failed Hypothesis“ als reiner Instrumentalsong hält genau das, was der Titel verspricht. Im ersten Moment war ich irritiert und vermisste den Metal, aber der knallt dann nach rund eineinhalb Minuten richtig rein. Und genauso kräftig geht es dann auch mit „A King Is Born“ weiter. „Bury The Sun“ ist von bedeutend mehr Tempo, Doublebass, geprägt und setzt durch „Pausen“ tolle Akzente. Ähnlich schnell geht es mit „Atlas Obscura“ weiter. Allerdings wird das Tempo phasenweise zurückgenommen und einzelne Passagen sind sehr weich ohne jegliche harte Riffs oder Drums. Zudem besticht es durch ein tolles Gitarrensolo. Der Song ist insgesamt sehr abwechslungsreich. Die Doublebass gepaart mit einer tollen Gitarrenmelodie setzen in „Urth“ Highlights. Zudem ist der Gesang richtig schön kräftig und gleichzeitig klar. Gleiches gilt für „The Human Condition“. Hier setzten Dopplungen zusätzlich Akzente und mit dem Grundtempo spielen die Jungs ebenfalls. Und in den über acht Minuten Spieldauer nutzen sie vielfältige Mischungen und auch die Gitarrenarbeit ist zu genießen (Solo bei rund sechs Minuten). „Spectrum“ beginnt sehr ruhig mit ein paar Klaviertakten. Danach setzt Metal kraftvoll und rhythmisch ein, um die Instrumentenlinien zum Beginn des Gesangs zunächst wieder zurückzunehmen um dann wieder nach vorn zu drücken. Harmonisch und melodisch startet auch „Silent Skies“, bevor es voller und satter und vor allem schneller und kräftiger wird. Hier kommt die tolle Gesangsstimme nochmal richtig heraus. Und als Abschluss rundet der Titelsong „Terror Of The Cybernetic Space Monster“ mit über 17 Minuten Spieldauer dieses Album richtig gut ab. Es ist wie aus einem Guss und dennoch sehr abwechslungsreich. Es werden Akzente und Highlights gesetzt und kein Song wirkt nebensächlich oder als Füllwerk. Allerdings endet das Album mit diesen neun Songs auch.

Als Anspieltipps empfehle ich euch den Titelsong „Terror Of The Cybernetic Monster“ und „A King Is Born“.

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.  

Tracklist:

1. Failed Hypothesis

2. A King Is Born

3. Bury The Sun

4. Atlas Obscura

5. Urth

6. The Human Condition

7. Spectrum

8. Silent Skies

9. Terror Of The Cybernetic Space Monster

Burg Herzberg Festival CD und DVD Auswahl

In diesem Jahr fand bereits zum 50. Mal das Burg Herzberg Festival, Huhnstadt, Breitenbach statt. Und das ist jawohl ein passender Anlass sich die CD und DVD Sammlung mal näher anzuschauen. Vor mir liegen vier CDs, darunter auch eine Doppel CD, und eine DVD und versuchen die musikalische Geschichte des Festivals darzustellen. Mit Schlagwörtern wie „Love and Peace“, „Handmade“ und „Fill Your Hearts with Joy and Love a Lot“ und genau dem aktiven Leben dessen überzeugt das Festival und auch die vorliegende Auswahl.

Die Doppel CD „Live at Hof Huhnstadt“ „wirft einen Blick auf das musikalische Treiben…zwischen 2005 und 2007“. Besonders hervorzuheben ist, dass natürlich viele große Künstler der Hauptbühne auf der Scheibe sind, aber auch junge Künstler, wie „Areknames“, die auf der Freakstage feierten, sind auf dem Album zu hören. Für eingefleischte Fans von beispielsweise den in der Szene bekannten „Van der Graaf Generator“ ist die Scheibe ein Muss. Und ganz allgemein sind natürlich die „Herzberg Blues Allstars“ immer einfach toll, auf der Scheibe u.a. vertreten durch „Chris Farlowe“, „Pete Brown“ und die „Hamburg Blues Band“. Aber auch geniale Künstler wie „Pavlov`s Dog“, „Manfred Mann`s Earth Band“, „Collosseum“ und der Folkmusiker und Straßenkünstler „Bernd Witthüser“ (mitlerweile leider verstorben) sind aufgenommen. Als zusätzliches Bonusmaterial gibt es ein tolles Booklet mit Fotos der tollen Momente, seien es Seifenblasen, Händchenhalten oder auch das Feiern und Tanzen von Groß und Klein barfuß u.a. im Matsch.

Aber auch die CD „Fill Your Hearts with Loy and Love a Lot“ besticht durch eine gigantische Auswahl. Direkt der Opener „Mighty Quinn“ von „Manfred Mann`s Earth Band“ in einer einfach abgefahrenen Version mit wahnsinnigem Intro überzeugt genauso wie „Guru Guru“, die in Amerika eine riesige Fangemeinde haben, mit „Living in the Woods“. Aber auch „Gong“, die in diesem Jahr wieder live auf dem Festival zu erleben waren, sind mit vertreten. Insgesamt überzeugen rund 80 Minuten Spieldauer.

„Burg Herzberg Festival since 1968 At The Festival“ bietet ebenfalls eine interessante Mischung. Seien es Kombinationen aus Tönen und Klänge, die einen in den Weltraum träumen lassen, wie bei „Hidra Spacefolk“, „Der tiefe Raum“ und „Weltraum“ oder die stimmungsmachende „Freak City Band“ und „The Hamburg Blues Band feat. Chris Farlowe und Mike Harrison“. Ein absolutes Highlight auf der Scheibe ist natürlich „After Dark“ von „Tito & Tarantula“, genauso wie die „Strassenjungs“.

Die „Burg Herzberg Festival Handmade“ stellt einige Künstler dar, die auf den reduzierten Einsatz von Instrumenten Wert legen und sich demnach hervorheben („Kofelgschroa“, „Fairport Convention“, „The Crazy World of Arthur Brown“ und als Highlight „Götz Widmann“, der ein absolut genial kritischer Liedermacher ist). Aber auch „New Model Army“ sind zu hören. Als weiteres besonderes I-Tüpfelchen sind „My Sleeping Karma“ zu nennen. Nachdem die Band mehrere Jahre auf der Freakstage begeisterte, spielten sie nun dieses Jahr auf der Hauptbühne.

Die DVD bietet ebenfalls einen Zusammenschnitt toller Momente, die Songs von z.B. „Ten Years After“, „The Love Band“ „Siena Root“ werden mit Bildmaterial der Bands und des Drumherums zusammengeschnitten dargestellt. So ist ein toller Einblick in das Festival sichergestellt. Mein Highlights hier sind „Tito & Tarantula“ mit „After Dark“, bei dem Fans mit auf die Bühne zum Feiern geholt werden, „Lucky Man“ von „W.I.N.D.“ und das einfach harmonisch und melodisch gigantische Lied „Mighty Quinn“ von „Manfred Mann`s Earth Band“, bei dem die ganze Festivalgemeinde feiert, tanzt, singt und einfach genießt.

Insgesamt kann ich euch jede dieser CDs und die DVD ans Herz legen.

Auf weitere 50. Jahre Burg Herzberg Festival!!!

Review – Ajay Mathur – Little Boat

Bereits im März erschien mit „Litlle Boat“ das vierte Album des Wahlschweizers, der in Indien geboren ist. Er liebt es Genres solange miteinander zu vermischen, bis der Song für ihn perfekt ist. Die Stimmung muss passen. Textlich hat er sich diesmal Unterstützung der Schriftstellerin Mary Lou von Wyl geholt. Die Wellenlänge der beiden stimmt überein und so sind die 12+1 Songs sehr emotional und wirken wie aus einem Guss.

Bereits der Opener „Here`s The Love“ vereint rhythmisch und dennoch melodisch Rock und Pop und erinnert an amerikanische Musik, die er selbst immer geliebt hat. Aber auch „Forget About Yesterday“ hat es in sich. Eine Kombination aus indischem Sound mit Mundharmonikaakzenten überzeugt. Und auch hier ist ein gewisses Maß an Rock und Blues dabei. „Start Living Again“ hat einen sehr ruhigen und melodischen Takt und setzt durch verstärkte Stimmdopplungen Highlights. Eine extrem ruhige Bluesader hat auch „Grooving in Paris“. Thematisch geht es um die Stärke, die man beim Aufstehen nach dem Fall gewinnen kann. Dies ist auch hoffnungsvoll im Titelsong „Little Boat“ so. „There We Are“ ist ebenfalls ein sehr melodischer Song und lädt zum genussvollen Hören ein. Besonders der Refrain überzeugt und unterschiedliche kleine Instrumenteneinsätze setzen Akzente. Mit toller Gitarrenarbeit beginnt „My Wallet Is A House Of Cards“. Insgesamt besticht dieser Titel durch raue Härte und Kraft des Rocks. Weicher und ruhiger als Rock-Ballade ist dann wieder „Ordinary Memory“. Typisch bluesrock-amerikanisch geht es dann mit „While I´m Still Standing Here“ weiter. Sehr harmonisch melodisch und dennoch für mich persönlich schon zu weich Richtung Volksmusik samt Schunkeln folgt „All Your Thoughts“. Mit indischen Instrumentenlinien geht es mit „Who`s Sorry Now“ weiter, bevor das Album mit „Time for Deliverance“ abgerundet hier. Hier setzen vor allem die Chöre und das Saxophon musikalisch Highlights.

Als Bonus gibt es den Titel „Kartehuus“ noch obendrauf. Es ist die schweizerische Version von „My Wallet Is A House Of Cards“. 

Als Anspieltipps empfehlen wir euch „Here`s The Love“ und „My Wallet Is A House Of Cards“.

Promoportal-Germay vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1. Here`s The Love

2. Forget About Yesterday

3. Start Living Again

4. Grooving In Paris

5. Little Boat

6. There We Are

7. My Walet Is A House Of Cards

8. Ordinary Memory

9. While I´m Still Standing Here

10. All Your Thoughts

11. Who`s Sorry Now

12. Time for Deliverance

13. Kartehuus

Review – milou & flint – blau über grün

Milou und Flint sind zwei eigenständige und musikalisch vielfältige Künstler. Ein zufälliges Zusammentreffen überzeugte und nun veröffentlichen sie nach ihrem gemeinsamen Debut „orange bis blau“ (2015) am 7.9.2018 ihr zweites Album „blau über grün“. Ihre Stimmen sind klar, der Einsatz der Instrumente reicht von Gitarre, Klavier, Akkordeon, Cello, Glockenspiel, Fußschlagzeug, Trompete zur Mundharmonika. Thematisch geht es um die Lust an Leben. Eine von Grund auf positive Lebenseinstellung wird vermittelt. Und alles entsteht durch die zwei gemeinsam. Die Instrumentenlinien sind genauso ein Gemeinschaftsprojekt wie die Texte. Und auch die Covergestaltung stammt aus der Feder der beiden, genauer gesagt von Milou selbst.

Opener „Herz aus Glas“ thematisiert die weitere Leidenschaft der Beiden: Reisen und Erleben. Handwerklich ist es gut gemacht und die Stimmen ergänzen sich harmonisch. Und auch „Hey du“ findet sich dort ein und stellt die Zufallsbekanntschaft am Bahnhof beim Warten dar. „Von dir geträumt“ hat zunächst einen sehr reduzierten Instrumenteneinsatz. „Hütten am Strand“ entstand gedanklich nach einem Gig an der Nordseeküste auf dem Deich. Und das hört man, instrumentalisch und auch textlich. Und auch „Vor deiner Tür“ ist ein lebensbejahender Song. „Schwalben Anfang Mai“ ist zudem als Singleauskopplung zu hören und ist ein durch und durch fröhliches Lied. Musikalisch auf den Punkt ist auch „Bauchgefühl“. Ein kleiner „Ausreißer“ ist „Mein Licht“. Hier stehen zunächst nicht die gemeinsam gesungen Textzeilen im Vordergrund, sondern der Gesang von Flint, den Milou dann später unterstützt. „Farben fallen“ ist sehr intensiv von den Instrumentenlinien her und hebt sich demnach ebenfalls hervor. Milous Liebe zu Frankreich hört man in „Vole avec moi“, auch durch den Einsatz der Instrumente. „Zugabe“ reiht sich dann wieder zu den ersten Liedern ein. Und als Abschluss der Scheibe ist noch einmal „Von dir geträumt“ als Orchesterversion zu hören.

Als Anspielstipps empfehle ich euch den Opener „Herz aus Glas“ um einen Eindruck zu erhalten, wie die meisten Songs dieser Scheibe aufgebaut sind. Aber auch „Mein Licht“ und „Bauchgefühl“ zeigen als Ausreißer das musikalische Handwerk.

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten. Handwerklich ist die Musik gut gemacht und auch vom Stil her werden sie begeisterte Hörer finden. Allerdings würden wir uns mehr Power, Fülle, Abwechslung und Tiefgang wünschen.

 

Tracklist:

1. Herz aus Glas

2. Hey du

3. Von dir geträumt

4. Hütte am Strand

5. Vor deiner Tür

6. Schwalben Anfang Mai

7. Bauchgefühl

8. Mein Licht

9. Farben fallen

10. Vole avec moi

11. Zugabe

12. Von dir geträumt (Orchesterversion)

Review – Marillion – All One Tonight

Am 13. Oktober vergangenen Jahres wurde das Konzert von Marillion in der einzigartigen „Royal Albert Hall“ in London aufgenommen und nun als Doppel-DVD veröffentlicht. Die ersten rund 75 Minuten sind die Titel „El Dorado“, „Living in Fear“, „The Leavers“, „White Paper“, „The New King“ und „Tomorrow`s New Country“ des Albums „FEAR“ mit einer unglaublichen Lichtershow zu genießen. Disc 2 beinhaltet dann „All One Tonight“ featuring in Praise of Folly & Special Guests „The Space“, „Afraid of Sunlight“, „The Great Escape“, „Easter“, „Go!“, „Man Of A Thousand Faces“, „Waiting To Happen“, „Neverland“ und „The Leavers: V. One Tonight“. Das Besondere und Spezielle dieser rund 80 Minuten ist die Begleitung durch Streicher, Flöten und auch ein Horn. Es ist einfach immer wieder faszinierend, wie unterschiedliche Stile gemeinsam tolle Projekte entstehen lassen. Und genau diese „Magie“ spürt man bei jedem einzelnen Künstler auf der Bühne. Durch die tolle Kameraführung aus diversen Blickwinkeln werden zusätzlich Akzente gesetzt, die dies unterstreichen. Die Augen der Musiker funkeln genauso wie die Musik selbst. Und diese Stimmung zeigt sich auch bei dem restlos begeisterten Publikum.

Für uns von Promoportal-Germany ist es immer wieder eine Freude solche Projekte besprechen zu dürfen und zu erleben, dass trotz aller Techniken und Möglichkeiten in Studios die wahre Liebe zur Musik im Echten und Live besteht.

Tracklist:

DVD 1:

1. El Dorado

2. Living in Fear

3. The Leavers

4. White Paper

5. The New King

6. Tomorrow`s New Country

DVD 2:

1. The Space

2. Afraid of Sunlight

3. The Great Escape

4. Easter

5. Go!

6. Man Of A Thousand Faces

7. Waiting To Happen

8. Neverland

9. The Leavers: V. One Tonight

Review – Live at Wacken 2017 – 28 Years Louder Than Hell

Auch in diesem Jahr erscheint kurz vor dem mega Festival Wacken Open Air 2018 die „Live at Wacken 2017 – 28 Years Louder Than Hell“ DVD und CD Box, 20. Juli 2018. Insgesamt gibt es auf zwei DVDs 45 live Mitschnitte einzelner Songs und auf zwei CDs 29 Titel. Gemixt wurde es von Cameron Webb und Sergio Chavez in den Maples Studios und gemastert  von  Andrew Alekel.

Die Auswahl zeigt Europe, Accept, Napalm Death, Inferum, Saltato Mortis, Pradise Lost, Apocalyptica, ASP, Kryptos, Rage, Tankard, Hämatom, Uli John Roth, Avantasia, Kreator, Subway to Sally und und und.

Besonders die Aufnahmen mit dem I-Tüpfelchen sind unsere Anspieltipps. Hierzu zählt beispielsweise Accept, die mit einem Orchester gemeinsam auf der Bühne spielen und der Sound so einfach noch Faster, Louder und Harder ins Ohr geht. Aber auch der Wacken Family Chor Mix „Heroes“ in Gedenken an Lemmy geht durch Mark und Bein.

Wir legen euch diese Box als Erinnerung an dieses wahnsinnige Erlebnis einfach ans Herz.

Tracklist:

 

DVD 1:

1. EUROPE – War Of Kings
2. EUROPE – Nothin‘ To Ya
3. UK SUBS – Disease
4. ACCEPT & ORCHESTRA – Breaker
5. NAPALM DEATH – How The Years Condemn
6. JET JAGUAR – Hunter
7. WITCHERY – Witchkrieg
8. E-AN-NA – Sârbă Ciobănească
9. INFERUM – Rotten King
10. NILE – In The Name Of Amun
11. KADAVAR – Doomsday Machine
12. EVIL SCARECROW – Space Dementia
13. CLAWFINGER – Recipe For Hate
14. SONATA ARCTICA – The Wolves Die Young
15. THE AMITY AFFLICTION – The Weigh Down
16. SALTATIO MORTIS – Wo Sind Die Clowns?
17. STEAK NUMBER EIGHT – Your Soul Deserves To Die Twice
18. PARADISE LOST – Embers Fire
19. PRONG – Divide and Conquer
20. APOCALYPTICA – Master of Puppets
21. APOCALYPTICA – Nothing Else Matters
22. SACRED REICH – Death Squad
23. CANDLEMASS – Dark Are the Veils of Death

 

DVD 2:

1. ASP – Ich Bin Ein Wahrer Satan
2. ASP – Ich Will Brennen
3. KRYPTOS – Full Throttle
4. TURBONEGRO – Hot For Nietzsche
5. MAX & IGOR CAVALERA – Ratamahatta
6. MAX & IGOR CAVALERA – Roots Bloody Roots
7. RAGE – Spirits Of The Night
8. TANKARD – Rapid Fire (A Tyrant’S Elegy)
9. RUSSKAJA – Traktor
10. TWILIGHT FORCE –   Riders Of The Dawn
11. KÄRBHOLZ – Evolution Umsonst
12. HEAVEN SHALL BURN – Voice Of The Voiceless
13. HEAVEN SHALL BURN – Counterweight
14. HAMATOM – Wir Sind Gott
15.  HEADCAT – Born To Lose, Live To Win
16. ULI JON ROTH – In Trance
17. AVANTASIA – The Scarecrow
18. KREATOR – Satan Is Real
19. KREATOR – Violent Revolution
20. FIT FOR AN AUTOSPY – Black Mammoth
21. SUBWAY TO SALLY –  Sieben
22. WACKEN FAMILY CHOIR MIX – Heroes

 

CD 1:

1. EUROPE – War Of Kings
2. UK SUBS – Disease
3. ACCEPT & ORCHESTRA –  Breaker
4. NAPALM DEATH – How The Years Condemn
5. JET JAGUAR – Hunter
6. WITCHERY – Witchkrieg
7. NILE – In The Name Of Amun
8. KADAVAR – Doomsday Machine
9. SONATA ARCTICA – The Wolves Die Young
10. SALTATIO MORTIS – Wo Sind Die Clowns?
11. STEAK NUMBER EIGHT – Your Soul Deserves To Die Twice
12. PARADISE LOST – Embers Fire
13. PRONG – Divide And Conquer
14. APOCALYPTICA – Nothing Else Matters
15. SACRED REICH – Death Squad
16. CANDLEMASS – Dark Are The Veils Of Death

 

CD 2:

1. ASP – Ich Bin Ein Wahrer Satan
2. TURBONEGRO – Hot For Nietzsche
3. MAX & IGGOR CAVALERA – Roots Bloody Roots
4. RAGE – Spirits Of The Night
5. Kärbholz  – Evolution Umsonst
6. HEAVEN SHALL BURN – Voice Of The Voiceless
7. HAMATOM – Wir Sind Gott
8. HEADCAT – Born To Lose, Live To Win
9. ULI JON ROTH – In Trance
10. AVANTASIA – The Scarecrow
11. KREATOR – Satan Is Real
12. SUBWAY TO SALLY – Sieben
13. THE WACKEN FAMILY CHOIR MIX – Heroes

 

Review – Tamara Banez` – Ecken und Kanten

Am 24. August wird durch das Label „Sturm und Klang“ von Liedermacher Konstantin Wecker eine neue Scheibe namens „Ecken und Kanten“ von Künstlerin Tamara Banez` veröffentlicht. Sie ist Singer- und Songwriterin am Klavier. Thematisch ist auf dem durch und durch kritischen Debutalbum für jeden was dabei, sei es politisch mit „Yukari“ und „Spitze Scherben“ oder auch sehr gefühlvoll und mit lauter Sehnsucht wie in „Eine Nacht“. Aber auch kraftvolle Duette wie „Du spielst – Du verlierst“ mit Robert Salagean/ Ni Sala werden ihre ganz eigenen Anhänger finden. Songs wie „Sinn“ und „Düsterer Tag“ regen einfach direkt zum Nachdenken an. Elektro-Pop- Elemente sind beispielsweise stark in „Schlaflied“ vertreten. Zudem ist mit „Ain´t Easy“ auch ein englischsprachiger Song dabei. Und um die „Abwechslung“ quasi komplett zu machen, spricht „Ärmel hoch“ die Wahrnehmung für die direkte Umwelt an und die schult diese. Als Abschluss der Scheibe ist noch eine Livesong „Wir bleiben hier“ zu genießen. Als zusätzliches Bonusmaterial gibt es ein Booklet mit Texten zu einigen Songs. 

Als Anspieltipps empfehlen wie euch „Yukari“ und „Eine Nacht“. Besonders ersteres zeigt die tolle Mischung aus weicher und gefühlvoller Stimme und Klaviermusik mit kritisch nachdenklichem Text.

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten und wünscht sich für die zukünftigen Alben noch einen Hauch mehr an direkten kritischen Anregungen zum Nachdenken und Wachrütteln.

Tracklist:

1. Sistas

2. Yukari

3. Eine Nacht

4. Du spielst – Du verlierst

5. Spitze Scherben

6. Sinn

7. Düsterer Tag

8. Schlaflied

9. Ain´t Easy

10. Ärmel hoch

11. Wir bleiben hier (Liveversion)

Review – Milian Otto – Wahnwitz und Gelegenheit

Milian Otto ist ein vielfältiger Künstler. Als Schauspieler hatte er unter anderem Festengagements in Düsseldorf und Zürich und wird 2018/2019 zum ersten Mal in der Roman-Adaption „Adam und Evelyn“ auf der Kinoleinwand zu sehen sein. Durch seine Liebe und Leidenschaft geprägt hat er „Lust an der Sprache“, „Lust am Erzählen“ und den „Willen, gehört zu werden“. Demnach folgt nun das Debutalbum „Wahnwitz und Gelegenheit“ als Liedermacher. Ganz nach dem Motto „Weniger ist Mehr“ schreib er seine Titel selbst, reduzierte den Instrumenteneinsatz auf ein Minimum und spielte alle Songs in Eigenregie ein.

Thematisch sind die Lieder mit wirklich echtem Inhalt gefüllt. Bereits das „Plädoyer“ thematisiert das menschliche Sein mit dem Fazit, dass zwei Menschen gemeinsam ein „Wir“ sind und zugleich immer noch zwei eigenständige Individuen bleiben sollten. „Schattenseite“ zeigt sehr deutlich den Sinn bzw. Unsinn des grandios vielfätigen Konsums und der unzähligen Möglichkeiten und entsprechender Ursachen und Folgen. Unterstützt wird es immer wieder mit dem Ausspruch: „Hurra, das ist der Mensch!“. Aber auch sehr persönliche Aspekte werden thematisiert, „Mich“, „Trauriges Lied“, „Krux“, „Sperrgebiet“ und „Nachtwache“. Zudem werden auch „einfach nur“ Geschichten bzw. Träumereien, „Tagtraum“ und „Der weiße Turm“ oder das Finden von genau DEM Partner fürs Leben, „Leora“ besungen. „Sonnenwende“ ist musikalisch ein sehr harmonisches und melodisches Lied. Bei „Trotz alledem“ ist zu bemerken, dass die Melodie sich auf ein traditionell schottisches Lied beruft, der Text aber von Milian selbst verfasst wurde, diesmal wieder mit politischem Thema.

Als Zusatz gibt es ein kleines Booklet mit allen Texten.  

Als Anspieltipps empfehlen wir euch „Plädoyer“ und „Schattenseite“.

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Trackliste:

1. Plädoyer

2. Schattenseite

3. Mich

4. Tagtraum

5. Leora

6. Trauriges Lied

7. Krux

8. Sonnenwende

9. Sperrgebiet

10. Trotz alledem

11. Nachtwache

12. Der weiße Turm

Review – The Magpie Salute – High Water 1

 

Die neue Band von Rich Robinsons veröffentlicht am 10. August ihr Debutalbum „High Water 1“. Die Scheibe der US-amerikanischen Rockband wurde in den „Dark Horse Studios“ in Nashville aufgenommen. Eine erste Singleausklopplung ist jetzt schon digital erhältlich.

 

Es ist klassischer Rock `n Roll und Southern Rock. Alle 12 Titel sind typisch rockig und wie aus einem Guss. „Mary The Gypsy“ ist insgesamt sehr schön rhythmisch zum Reinkommen. Ebenfalls sehr gefühlvoll und mit einer tollen Akustikgitarrenarbeit überzeugt der Titelsong „High Water“. Etwas rotziger“ vom Gesang her ist dann „Send Me an Omen“, welches, wie oben bereits erwähnt, bereits als Single digital erhältlich ist. Klassisch rockig mit weichen Elementen, vor allem durch die Akustikgitarre, ist auch „For The Wind“. „Sister Moon“ und „Color Blind“ sind sehr gefühlvoll und harmonisch weich. Blueseinflüsse sind in „Take It All“ zu hören. Hinzu kommt ein relativ aggressiver und gepresster Gesang. Sehr rhythmisch melodisch ist „Walk On Water“. „Hand In Hand“ hat einen flotteren Grundsound und einen vielfältigen Instrumenteneinsatz. Typisch Southern Rock und dennoch sehr ruhig ist dann „You Found Me“. Etwas rhythmisch rockiger ist dann „Can You See“, allerdings kommt die „Fülle“ erst nach knapp einer Minute. „Open Up“ ist relativ düster und verbreitet eben genau diese Grundstimmung. Hervorzuheben ist das Gitarrensolo und der Gesang mit schön harmonischen Hintergrundchören.

 

Insgesamt ist das Album handwerklich gut gemacht. Es hält was es verspricht und was erwartet wird. Allerdings gibt es auch keine Überraschungen.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Mary The Gypsy

2. High Water

3. Send Me An Omen

4. For The Wind

5. Sister Moon

6. Color Blind

7. Take It All

8. Walk On Water

9. Hand In Hand

10. You Found Me

11. Can You See

12. Open Up

Review – Michael Romeo – War Of The Worlds – Part 1

 

Am 27. Juli veröffentlicht der US-amerikanische Gitarrist, Songwriter und Gründer der Progressive-Metal-Band Symphony X Michael Romeo sein neues Soloalbum „War Of The Worlds – Part 1“. Er selbst sagt, er mischt alles was ihm gefällt zusammen. Für ihn macht genau das die Kreativität von Musik aus. Und genauso facettenreich und abwechslungsreich ist auch die Scheibe.

 

Bereits der Opener „Introduction“ ist wider erwartend mit über dreieinhalb Minuten ein langes Intrumentalintro. Aber auch Titel wie „Black“, „Djinn“ und „Believe“ kommen mit rund sechs, fast siebeneinhalb und acht Minuten daher. Sie sind geprägt von wechselnden Stilrichtungen und vereinen Doublebass, aggressiven („Black“) oder auch sehr harmonischen und melodischen Gesang, beinahe fliegende und sehr detaillierte Gitarrensoli mit tollen Riffs und symphonischen Passagen („Black“) oder orientalische Klänge („Djinn“). Aber auch Hintergrundchöre sind bei sehr melodischen Anteilen im eigentlich temporeichen „Fear The Unknown“ zu genießen. Schnell, hart, aggressiv und mit harten Gesang und feinen Gitarrensoli kommen auch „Differences“ und „Oblivion“ daher. Besonders innovativ und interessant sind „F*cking Robots“ und „War Machine“ durch die Mischung typischer Metalelemente mit allerlei anderen Musikeinflüssen (klassische Symphonie). Sehr weich und harmonisch als Ballade beginnt der letzte Song der zehn Titel „Constellations“, bevor nach einer Minute die Härte des Schlagzeugs, Drama und ebenfalls wieder Symphonie zu hören sind.

 

Unserer Anspieltipps sind „F*cking The Robots“ und „War Machine“.

 

Insgesamt beeindrucken bei dem progressiven Stil mit viel Mainstreamcharme die Länge vieler Songs und die Mischung, so dass Promoportal-Germany 8 von 10 Punkten vergibt.

Tracklist

 

1. Introduction

2. Fear The Unknown

3. Black

4. F*cking Robots

5. Djinn

6. Believe

7. Differences

8. War Machine

9. Oblivion

10. Constellations

Review – Atrocity – Okkult II

 

Am 6. Juli 2018 wird das neue Album „Okkult II“ von „Atrocity“ veröffentlicht. Es ist die zweite Scheibe der Triologie, die bereits 2013 begann. Die aktuelle Scheibe wird begleitet von diversen I-Tüpfelchen. Uns erwarten neben der „normalen“ CD ein Mediabook mit vielen Instrumentaltiteln, eine Vinyl LP und diverse Fanartikel.

Atrocity sind Alexander Krull (Gesang), Thorsten Bauer (Gitarre und Bass), Pete Streit (Gitarre) und Joris Nijenhuis (Schlagzeug). Auf bereits fünf Kontinenten in über 50 Ländern und hunderten Konzerten begeisterten sie seit der Gründung 1985 mit ihrem Death Metal. 

 

Bereits der Opener „Masters Of Darkness“ zeigt was zu erwarten ist und gibt dem Genre und dem Albumtitel alle Ehre. Hart, düster und ein gekonnt gröhlender Gesang mit den zu erwartenden okkulten Chören als Highlights. „Shadowtaker“ fügt sich hier nahtlos an und auch „Bloodshed And Triumph“ überzeugt mit einer tollen Gitarrenarbeit und okkulten Akustikeinspielungen. Genauso geht es auch mit „Spell Of Blood“ weiter. Hier ist zu Beginn zusätzlich eine sehr punktierte Schlagzeugarbeit erkennbar. Als einziger deutschsprachiger Titel folgt „Menschenschlachthaus“ mit ordentlich Speed und viel Double Bass. „Gates To Oblivion“ beginnt, ähnlich wie „Infernal Sabbath“, mit „himmlischen“ Chören als Intro, bevor diese „nur noch“ einzelne Highlights in den durchweg klassischen Death Metal Songs setzen. Mit harten Drums und Riffs folgt „All Men Must Die“. Auch hier ist der Gesang typisch gröhlend. Abwechslung bringt „Phantom Ghost“ in die Scheibe. Zu den schnellen Instrumentenlinien gesellen sich stilistische Breaks, eine Mischung aus Sprechgesang und „tiefem“ Predigen, Chöre und auch kurze Schreie. Hinzu kommt ein nennenswertes Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte. „Devil´s Covenant“ und „The Golden Dawn“ sind wieder typisch durch düstere Härte und Tempo geprägt, wobei auch hier Chöre Akzente setzen.

 

Als Anspieltipp empfehle ich euch „Phantom Ghost“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7-8 von 10 Punkten.

 

Live werden sie zur Release Show am 6.7. beim Sunstorm Open Air in Nordheim zu sehen sein. Weitere Termine sind zusätzlich geplant.

 

Tracklist:

 

1. Masters Of Darkness

2. Shadowtaker

3. Bloodshed And Triumph

4. Spell Of Blood

5. Menschenschlachthaus

6. Gates To Oblivion (Feat. Marc Grewe)

7. Infernal Sabbath

8. All Men Must Die

9. Phantom Ghost

10. Devil's Covenant (Feat. LG Petrov)

11. The Golden Dawn

Review – Motorjesus – Race To Resurrection

 

Am 15. Juni 2018 erscheint das nunmehr fünfte Album „Race To Resurrection“ der Mönchengladbacher Rocker „Motorjesus“. Nach einigen Veränderungen freuen wir uns nun auf eine noch rundere und ausbalanciertere Scheibe von Andy Peters (Gitarre), Chris „Howling“ Brix (Gesang) und Oliver Beck (Schlagzeug) mit Substanz.

Nach einem kurzen Rennbahnmotorenintro rockt „Tales From The Wrecking Ball“ mit einer gewissen Härte. Und bei ca. dreieinhalb Minuten Spieldauer folgt nach einem tollen Gitarrensolo und einer kleinen „Verschnaufpause“ eine neue Runde Action. „King Collider“ überzeugt durch ähnlich harte Drums und Riffs mit Breaks. Nicht ganz so hart, aber ebenso energiegeladen ist „Re-Ignite“. „Speedway Sanctuary“ fällt mit einer grandiosen Gitarrenarbeit auf, bevor ein „rotziger“ Gesang hinzukommt. Dies bleibt während der rund viereinhalb Minuten Spieldauer. Ähnlich ist „Casket Days“. Harmonisch und sehr melodisch als kraftvolle Ballade ist „The Infernal“. Danach geht es mit „Burning Black“ wieder härter zur Sache und ein Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte beeindruckt erneut. „The Damage“ ist ebenfalls klassisch rockig. Nach einem ruhigen und harmonischen Intro kommt „The Storm“ dann richtig hart daher. Die künstlerische Freiheit oder das stilistische Mittel des Klicks während „Engines Of War“ überzeugen mich nicht. Aber das ist ja Geschmackssache. Insgesamt passt der Song mit seiner rockigen Härte und den punktierten Instrumentenlinien. „The Chase“ ist temporeicher und von genau diesem Speed geprägt, wobei eingefügte Funkansagen als Sprechgesang etwas Abwechslung bringen. „Runnung Out Of Time“ ist ebenfalls sehr schnell. „Awaken The Tyrants“ rundet die Scheibe vielfältig und insgesamt sehr rockig mit tollen Gitarrenlinien in ungefähr fünfeinhalb Spielminuten ab.

 

Als Anspieltipps lege ich euch „Re-Ignite“ und „The Infernal“ and Herz.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, da die Studioarbeit handwerklich einwandfrei ist. Allerdings bleibt offen, ob diese vollen, satten und stimmvielfältigen Songs durch die drei Jungs live auch so möglich sind.

 

Tracklist:

 

1. Tales From The Wrecking Ball

2. King Collider

3. Re-Ignite

4. Speedway Sanctuary

5. Casket Days

6. The Infernal

7. Burning Black

8. The Damage

9. The Storm

10. Engines Of War

11. The Chase

12. Running Out Of Time

13. Awaken The Tyrants

Review – Nils Patrik Johansson – Evil Deluxe

 

Nils Patrik Johansson (bereits bekannt durch „Astral Doors“, „Lion's Share“ und „Civil War“) veröffentlicht nun sein erstes Solo Album. Ab dem 25. Mai ist dies erhältlich. Seine Musik steht immer wieder für Erneuerungen und Highlights im Rock und Heavy Metal Bereich. Die Scheibe ist Metal und entstand im Laufe der letzten rund zehn Jahre. Es gilt „Back to the roots of true Heavy Metal“. Er als Sänger und Songwriter wird unterstützt durch Lars Chriss (Gitarre), seinen Sohn Fredrik Johannsson (Schlagzeug) und Andy Loss (Bass). Aber auch Gastmusiker holt er mit ins Boot: Chris Boltendahl („Metalhead“), Fredrik Bergh („Bloodbound“), Kay Backlund („Lions Share“), Anuviel („Saecred Spirit“) und Marcus Bengts („Tuck From Hell“).

Und das Ergebnis kann sich sehen bzw. hören lassen: klassischer Power Metal.

 

Während „Baal“ als kurzes Intro gesehen werden kann, eröffnet „Evil Deluxe“ ein grandioses Gitarrensolo zu Beginn, bevor ein sehr kräftiger und zugleich melodischer Gesang hinzukommt. „Estonia“ beginnt dann mit Funksprüchen, bevor der Song durch harte Breaks eine dramatische Stimmung verkündet. Temporeicher geht es dann mit „Gasoline“ weiter, bevor „How The West Was Won“ zunächst sehr melancholisch ruhig beginnt und dann sehr kräftig ist. „September Black“ ist ein insgesamt sehr melodischer Song, bei dem mit dem Gesang gespielt wird. Aber auch die deutlich temporeicheren Instrumentenlinien sind zu bemerken. Relativ rockig mit harten Drums und Riffs ist „Kings and Queens“. „Burning“ beginnt direkt sehr temporeich. Dies wird auch gesanglich unterstützt. Spätestens bei diesem Song kommen mir Vergleiche zu „Accept“ in den Sinn, wobei ich diese Gedanken ehrlicherweise schon bei einigen Songs zuvor hatte. „Circle In The Sky“ beginnt wieder sehr dramatisch, und das bleibt es auch. Rhythmisch schneller und dennoch harmonisch melodisch ist „Dark Evolution“. Hier solltet ihr unbedingt das geniale Gitarrensolo bei ca. 3 Minuten Spieldauer genießen. Als Abschluss der Scheibe ist „A Waltz For Paris“ relativ ruhig und entführt uns gedanklich ins alte Frankreich.

 

Meine Anspieltipps für euch sind der Titelsong „Evil Deluxe“ und „Dark Evolution“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist

 

1. Baal  

2. Evil Deluxe   

3. Estonia

4. Gasoline   

5. How The West Was Won   

6. September Black

7. Kings and Queens

8. Burning   

9. Metal Head   

10. Circle In The Sky 

11. Dark Evolution

12. A Waltz For Paris

Review – Frollein Motte – Aus meiner Haut

 

Mehr oder weniger zufällig kamen „Frollein Motte“ mit dem Album „Aus meiner Haut“ auf uns zu. Sie, das sind Mandi Mottlau (Frollein) als Sängerin und Motte Mottlau (Gitarrist) mit Michel Grube (Gitarre), Holger Niedrich (Bass), Lorenz Cornelisen (Trommeln) und Jürgen Bärmann (Keyboard, Klavier). Aufgenommen haben sie die Scheibe im Februar und März diesen Jahres im Studio KlangDialog. Sie selbst sagen von sich, dass sie Herzpop machen. Dies bedeutet „rockiger Pop mit ganz viel Herz“ in deutscher Sprache.

 

Die ersten Töne von „Wunderkind“ sind dumpfe Bassklänge, die dann mit den anderen Instrumenten und dem Gesang voller werden. Insgesamt ist der Song sehr harmonisch und melodisch. Und genauso geht es auch mit „Jenseits vom Abseits“ weiter. Hierbei sticht zudem das Keyboard heraus. Rhythmisch schneller und mit einer gekonnt „rotzigeren“ Stimme ist „Nein heißt nicht Ja“ rockiger. „Der Regen“ ist dann wieder weicher und typischer Pop. Mit Spielereien der Instrumente beginnt dann „Blut“. Leider kann die gesangliche Sicherheit hier nicht so gehalten werden, wie bei den vorherigen Titeln. „Papiermädchen“ ist dann handwerklich wieder besser gemacht und taktrein melodisch. Akzente setzen Sounds von zerspringendem Glas/ Stein als Unterstützung des entsprechenden Textes („Zeit zerspringt“). „Der Fehler“ ist ein wunderschön weicher Song mit dominierenden Klavieruntermalungen und einem entsprechenden Solo. Wieder rockiger sind dann die ersten Instrumentenlinien von „Großes Glück“, bevor der Pop überwiegt. „Am Ende meines Lebens“ betont düstere Basslinien. Der Gesang ist entsprechend des Textes ebenfalls „härter“. Sehr gegensätzlich kommt mit „Deine Augen“ direkt wieder heitere und muntere Fröhlichkeit in den Sinn. Der Song bleibt sehr melodisch und harmonisch. Etwas kräftiger und voller beendet dann „Freunde“ das Album.

 

Positiv hervorzuheben ist das detailliert geplante Booklet mit allen Songtexten. Insgesamt ist das Album musikalisch und handwerklich weitestgehend gut gemacht, wenn auch für uns eigentlich zu poppig und „weich“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.  

 

Tracklist:

1. Wunderkind

2. Jenseits vom Abseits

3. Nein heißt nicht Ja

4. Der Regen

5. Blut

6. Papiermädchen

7. Der Fehler

8. Großes Glück

9. Am Ende meines Lebens

10. Deine Augen

11. Freunde

    

 

Review – Re-Machined

 

Das kleine aber feine Minialbum von „Re-Machined“ beinhaltet fünf Titel, die direkt ins Ohr gehen. Die fünf Mainzer (Thomas Ritter – Gesang, Bruno Strasser – Bass, Jürgen Ramm – Schlagzeug, Andreas Glanz – Gitarre und Horst Pflaumer – Gitarre) rocken einfach. Sie spielen richtig schönen Riff Rock zum Mitfeiern.

Bereits der Opener „Higher“ ist gespickt von Feinheiten zum Genießen. Zum rockigen Takt mit harten Drums und kräftigen Riffs kommt ein sehr melodischer Rhythmus. Dieser wird im Text, vor allem im Refrain, verstärkt aufgenommen. „Angel“ ist ebenfalls klassisch rockig und beginnt mit tollen Gitarrenlinien und verzerrten Spielereien. Insgesamt ist es noch härter und kraftvoller. „Dance with the Devil“ konnten wir genauso wie die vorherigen schon live erleben. Und beides ist einfach lohnenswert. Hier setzten Akzente und unterschiedliche Taktspiele tolle Akzente. Hinzu kommt ein tolles Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte. Relativ melodisch ist dann wieder der nächste Titel „Love was falling“. Allerdings fehlt mir persönlich hier zuerst die Kraft. Diese kommt dann ab dem zweiten Drittel hinzu. Als schon letzten Titel gibt es „Fist in your Face“. Hier wecken dröhnende Gitarren die Aufmerksamkeit direkt von Beginn an. Hinzu kommt eine gewisse düstere Aggressivität. Diese wird gesanglich nach einem musikalischen kurzen Break zudem unterstützt. Die Breaks werden weiterhin als stilistisches Mittel genutzt. Hinzu kommen Chöre, die den Titel im Refrain „schreien“.

 

Insgesamt ist es ein schönes Rockalbum, von dem man sich mehr als die fünf Titel wünscht.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Higher

2. Angel

3. Dance with the Devil

4. Love was falling

5. Fist in your Face

Review - Eric Clapton – Life in 12 Bars

 

Dass Eric Clapton ein Ausnahmekünstler und ein absolut legendärer Gitarrist ist, zeigt sein Dokumentarfilm ganz aktuell. Und nun veröffentlicht er am 8. Juni passend dazu das neue Doppelalbum mit insgesamt 32 Titeln. Es wird ebenfalls digital zum Download zur Verfügung stehen. Zudem ist das Werk ab 20. Juli auch auf 4 LPs erhältlich.

Und musikalisch ist er einfach eine Gitarren-Ikone.

 

Wir durften in den Mix aus über fünf Jahrzenten seiner Musikgeschichte bereits für euch hineinhören und sind begeistert.

Freut euch neben Solostücken von ihm auch auf Titel von und mit „The Yardbirds“, „John Mayall & The Bluesbreakers“, „Cream“, „Blind Faith“, „Derek And The Dominos“, „The Beatles“, „Aretha Franklin“, „George Harrison“ und „Muddy Waters“. Absolute Klassiker und Highlights wie „I Wish You Would“ („The Yardbirds“), „Sunshine Of Your Live“ („Cream“), „My Sweet Lord“ („George Harrison“) und „Layla“ („Derek And The Dominos“) sind natürlich dabei. Und als absolut runder Abschluss ist „Tears In Heaven“ zu genießen.

 

In den 32 Songs sind auch fünf bislang unveröffentlichte Aufnahmen dabei. Hier sei als absolutes Highlight die über 17 minütige Live Version von „Spoonful“ genannt. Es wurde 1968 im L.A. Forum aufgezeichnet. Aber auch „Little Wing“ (Livemitschnitt eines Domino Konzert 1970 im Fillmore East) in Gedenken an Jimmi Hendrix überzeugen. Hinzu kommt seine bis dato unveröffentlichte Aufnahme von 1974 des Klassikers „I Shot The Sheriff“ von „Bob Marley“, welche nun erstmals in voller Länge zu genießen ist. Sie überzeugt genauso wie die Liveversion von „Chuck Berrys“ „Little Queenie“ ebenfalls von 1974. 

 

Wir von promoportal-germany sind absolut begeistert und legen euch dieses Album voll und ganz ans Herz.

  

 

Tracklist:

 

Disc 1
1. Big Bill Broonzy - "Backwater Blues"
2. Muddy Waters - "My Life Is Ruined"
3. Muddy Waters - "I Got Mojo Working" (Live At Newport Jazz Festival 1960)
4.
The Yardbirds - "I Wish You Would"
5. The Yardbirds - "For Your Love"
6.
John Mayall & The Bluesbreakers - "Steppin’ Out"
7. John Mayall & The Bluesbreakers - "All Your Love"
8. Cream - "I Feel Free"
9. Cream - "Strange Brew"
10. Cream - "Sunshine of Your Love"
11. Aretha Franklin - "Good to Me As I Am To You"
12. Cream - "Crossroads"
13. The Beatles - "While My Guitar Gently Weeps"
14. Cream - "Badge"
15. Cream - "White Room (Live)"
16. Cream - "Spoonful (Live from Goodbye tour – LA Forum October 19, 1968) 
17. Blind Faith - "Presence Of The Lord"

 

Disc 2
1. Delaney & Bonnie & Friends featuring Eric Clapton - "Comin’ Home"
2. Eric Clapton - "After Midnight" (alternate mix)
3. Eric Clapton - "Let It Rain" (alternate mix)
4. Derek and The Dominos - "High"
5. George Harrison - "My Sweet Lord"
6. Derek and The Dominos - "Thorn Tree In The Garden"
7. Derek and The Dominos - "Nobody Knows You When You’re Down And Out"
8. Derek and The Dominos - "Bell Bottom Blues -
9. Derek and The Dominos - "Layla"
10. Derek and The Dominos - "Little Wing (Live at the Fillmore 1970)"
11. Derek and The Dominos - "Got To Get Better In A Little While"
12. Eric Clapton - "I Shot The Sheriff" (full length version)
13. Eric Clapton - "Little Queenie" (Long Beach Arena, Long Beach, California, July 19/20, 1974)
14. Eric Clapton - "Mainline Florida"
15. Eric Clapton - "Tears In Heaven"

 

Review – Lordi – Sexorcism

 

Am 25. Mai veröffentlicht „Lordi“ sein neues Album „Sexorcism“. Wir durften für euch schon vorab reinhören und den harten Rock und melodischen Heavy Metal genießen. Bereits seit 1992 existiert die Band rund um den finnischen Liedsänger, Songwriter, Designer und Kostümemacher Mr. Lordi mit ihm als Sänger, Mr. Amen (Gitarre), Mr. Ox (Bass), Mr. Mana (Schlagzeug) und Ms. Hella (Keyboard).

Insgesamt läuten sie mit ihrem neunten Studioalbum dennoch eine neue Ära ein. Denn es ist sehr kontrovers. Aufgenommen wurde es in den Finnvox Studios von Mikko Karmila, der auch schon 2014 „Scare Force One“ produzierte.

 

Bereits der Titelsong „Sexorcism“ als Opener hat es mit knapp sieben Minuten in sich. In der ersten Minute steigert sich der Einsatz von leichten und düsteren Tönen und „wildem“ Stimmengemurmel und wird dramatischer, voller und lauter. Danach folgen harte Drums und klare Riffs, die für ordentlich Action sorgen. Nach knapp einer weiteren Minute kommt dann der Gesang hinzu. Insgesamt hat der Song wirklich alles was man sich wünscht und hat eine sehr ansprechende Melodie. Ähnlich melodisch und trotz Härte gefühlvoll ist „Your Tongue`s Got The Cat“. Hier überzeugen zudem die Klarheit der Instrumentenlinien und der Einsatz der Chöre. „Romeo Ate Juliet“ ist, wie der Titel schon ahnen lässt, aggressiv und düster. Diese Stimmung kommt in jeder Zeile und Note ganz klar zum Ausdruck. An einen Horrorfilm lässt „Naked In My Cellar“ schon im Intro durch die hellen ängstlichen Stimmen, die Tropfgeräusche und die schweren Schritte denken. Allerdings ändert sich diese durch melodische Akzente phasenweise. Ebenfalls mit einem Intro mit Frauenstimmen beginnt „The Beast Is Yet To Cum“. Gesanglich ist der Schwerpunkt hier auf schreiende und kreischende Highlights gesetzt und auch die Instrumentenlinien spielen mit dem Tempo. Mit glockenklarem hellen Gesang wird „Polterchrist“ eröffnet. Es wird dann härter und kräftiger mit entsprechendem Gesang. „The Documented Phenomenon“ ist musikalisch ebenfalls eher eine Seltenheit und ähnelt eher einem gruseligen Horrorhörspiel. Mit klaren Riffs und harten Drums startet dann „Slashion Model Girls“. Insgesamt ist es wieder klassischer Melodic Metal. Aggressiver und temporeicher ist „Rimskin Assassin“. Hinzu kommt eine dunklere Gesangsstimme. „Hell Has Room“ hat dann wieder Stimmen als Intro, bevor der klare Takt durchkommt, der dann ebenfalls schneller wird und auch wieder durch einen teilweise wieder tiefen Gesang Akzente setzt. „Hot Satanned“ reiht sich nahtlos in diese Scheibe ein. Es ist voll, kräftig und dennoch melodisch. Mein ganz persönlicher Favorit, da zudem die einzelnen Instrumente noch Raum bekommen und Akzente setzen. „Sodomesticated Animal“ hat ganz unterschiedliche Aspekte. Nach einem düsteren Intro, welches an diverse Zeremonien im dunklen Wald denken lässt, folgen temporeiche Instrumentenlinien. Allerdings bleibt diese Stimmung nicht erhalten. Und in der zweiten Songhälfte beeindrucken vor allem das Keyboard- und Gitarrensolo. Als Abschluss beginnt „Haunting Season“ mit einem opernähnlichen Gesangsintro. Es folgt Action und ein klarer melodischer Metaltakt.

 

Demnach ist dies Album echt eine runde Sache/ Scheibe und nur zu empfehlen. Es bietet Abwechslung, wenn teilweise auch sehr gewöhnungsbedürftig.

 

Als Anspieltipps empfehle ich euch natürlich den Opener und Titelsong „Sexorcism“ und wie oben schon erwähnt „Hot Satanned“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1. Sexorcism

2. Your Tongue's Got The Cat

3. Romeo Ate Juliet

4. Naked In My Cellar

5. The Beast Is Yet To Cum

6. Polterchrist

7. The Documented Phenomenon

8. Slashion Model Girls

9. Rimskin Assassin

10. Hell Has Room

11. Hot Satanned

12. Sodomesticated Animal

13. Haunting Season

Review – Blueminded – Don`t Tell Me – Single

Die niederländische Pop/ Rockband Band „Blueminded“ wurde 2012 durch den Gitarristen und Komponisten Jörgen Koenen gegründet. Seit her spielte die Band unterschiedliche Gigs, veröffentlichte 2014 und 2016 eine EP und ihr Debutalbum „Seize the day“, welches positive Kritiken bekam.

Musikalisch mischten sie den Pop und Rock der 80er Jahre mit neuen und modernen Akzenten. Ihre Vorbilder waren Peter Gabriel, Sting, Simple Minds, U2, The Police, Genesis, Coldplay und Muse.

Seit Dezember 2016 ist Blueminded wieder ein eigenes Projekt von Jörgen Koenen zurück zu den Anfängen. Zu Hause entstanden neun neue Songs, die er 2017 in den Artsoundstudios in Belgien aufnahm.                 

Das neue Album „When lights fade…“ wird am 8. Juni veröffentlicht.

Nun gibt es aber schon die neue Single „Don´t Tell Me“.

Und die ist wie erwartet ein bunter Pop/Rockmix durch die Zeiten. Es ist klassisch rhythmisch taktvoll und sehr straight. Und gleichzeitig geben diverse modere Elemente und elektronisch programmierte Sounds Dampf und Speed. Gesanglich ist die Stimme klar, sicher und harmonisch stimmig.

Ich bin gespannt, wie sich das Album hören lassen wird. Die Kombination „Back to the roots“ und der gleichzeitige Einfluss neuer Musiker um ihn herum bei der Produktion lassen neugierig werden.  

Review – Peals – Peals

Am 11. Mai veröffentlichen „Peals“ ihr gleichnamiges Album über Lighthouse Recordings.

Die Titel sind klassischer Rock mit ordentlich Gas. Man versprüht direkt das Gefühl aktiv mitzurocken, auch wenn es relativ mainstreamnah ist. Während „Buildings ans Savings“ eher ruhig und „schwebend“ mit klaren Instrumentenlinien ist, knallt „Radiaton-Safe“ mehr. Ersteres setzt durch ein Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte Akzente. Wieder ruhiger mit „verzerrteren“ Gitarrenklängen und einem hervorstechenden Bass ist „The Tenant“. Zudem wird gesanglich frei experimentiert. „Without a Sound“ ist zu Beginn ebenfalls sehr experimentell mit diversen eher untypischen Instrumentenklängen, bevor es klarer und rockiger wird. Der klare Takt des Schlagzeugs dominiert. Mit einem knalligeren Grundtakt kommt „Missing Brothers“ daher. Ebenfalls klar und klassisch rockig ist „The Salvation ans the Power“.  Düster mit verzerrten Gitarrenlinien startet „Only Trouble“. Härter und flotter ist dann „I never make Things right“. Effektreich mit Windgeräuschen beginnt „Hear the Voices“. Allerdings ist der Gesang bzw. die Stimmhöhe teilweise nicht meins. „Moon“ ist zunächst relativ klassischer Rock, wird dann aber durch den Instrumenteneinsatz härter und dunkler. Dies löst sich durch die Chöre dann wieder ins Weichere auf. Der Abschlusssong „Best for Last“ verspricht viel. Und eine musikalische Fülle ist auch definitiv da und auch ein entsprechendes Gitarrensolo ist noch einmal zu genießen.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten, da jeder Song gut gemacht ist, aber leider keiner wirklich hervorsticht.

 

Tracklist:

1. Buildings and Savings

2. Radiaton-Safe

3. The Tenant

4. Without a Sound

5. Missing Brothers

6. The Salvation and the Power

7. Only Trouble

8. I never make Things right

9. Hear the Voices

10. Moon

11. Best for Last

 

Review – Angelcrypt – We are the Dead

Anfang des Monats lernten wir beim Taunus Metal Festival die Malteser „Angelcrypt“ kennen. Die Band wurde bereits 1997 gegründet. Mit ihrer Mischung aus Trash-, Speed- und Darkmetal treffen sie genau den Zahn der Zeit.

Ihr aktuelles Album „We are the Dead“ beinhaltet sieben Titel. Der Opener „Bullet & Decay“ zeigt direkt was zu erwarten ist. Auf ein mystisches und dramatisches Intro mit Schüssen im Hintergrund folgt eine aufmerksamkeitsweckende Gitarrenarbeit, bevor der düstere und grölende Gesang einsetzt. Diese beiden Komponenten dominieren während der gesamten gut sieben Minuten Spieldauer. Der Titelsong „We are the Dead“ ist durch die Drums und harte Breaks geprägter. Die Gitarrenlinien sind dunkler und das Tempo insgesamt schneller. „Blasangriff“ beginnt mit schreienden Stimmen und versetzt einen gedanklich direkt in die passende Szenerie. Musikalisch geht es dann mit harten Riffs und starken Drums dramatisch weiter. Insgesamt wird es nochmal eine Nummer härter und mit Doublebass phasenweise entsprechend noch schneller. Intensive Gitarrenlinien mit unterstützender Schlagzeugarbeit eröffnen „Victory Divine“, nehmen sich dann aber etwas zurück, sobald der Gesang einsetzt. „Shellshock“ beginnt mir Sirenen. Musikalisch spielen die Jungs mit starken Breaks. Gegensätzlich weich beginnt „Serpents of the Somme“, bevor Härte hinzukommt. Diese wird durch den Gesang zusätzlich verstärkt. Zudem überzeugt ein tolles Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte. Mit Gewitterstimmung startet „Eternal Conquest“. Danach folgt wie erwartet eine saubere Instrumentenarbeit und ein düsterer Gesang.

 

Insgesamt werden die Jungs mit dieser Scheibe bestimmt einige neue Anhänger finden, auch wenn ich persönlich nicht der Fan dieses Stils bin. Zudem ist es handwerklich einwandfrei gemacht.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Trackliste:

1. Bullet & Decay

2. We are the Dead

3. Blasangriff

4. Victoy Divine

5. Shellshock   

6. Serpents of the Somme

7. Eternal Conquest

Review – Joe Bonamassa – British Blues Explosion – Live

Wieder einmal lässt sich Joe Bonamassa etwas Neues einfallen. Und das ist der absolute Wahnsinn. Das neue Live Album „British Blues Explision – Live“ ist ab 15. Mai als CD, DVD, Blue-ray und LP erhältlich.

Aufgezeichnet wurde die Show beim Greenwich Music Time Festival am 07. Juli 2016 im Old Royal Naval College in Greenwich, London. Demnach freuen wir uns auf knapp zwei Stunden live Blues pur von ihm mit seiner Band. Zudem gehört zur DVD und Blu-ray noch ein ordentliches Paket mit Bonusmaterial. Hier sei "Taxman" live von ihm performt im Cavern Club in Liverpool und „Brick In The Wall“ genannt. Aber auch eine tolle Fotogalerie der britischen Blues Explosion Tour ist dabei.

Musikalisch zeigt er ganz deutlich wer seine Blues Helden, Idole und Vorbilder sind und würdigt diese entsprechend: Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page.

Wie erwartet geht die Musik direkt in Mark und Bein. Und ich kann sowohl die Scheibe als auch den echten Live Besuchs seiner Konzerte nur empfehlen und genieße seine Musik selbst immer wieder mehr als gerne.

Seine klassische Blues Linie gepaart mit der absoluten Genauigkeit ist einfach toll. Und es ist für jeden etwas dabei. Rockige, harte Lieder und auch ruhige und seichte Momente. Zudem überzeugt er mit seiner Band durch eine perfekt aufeinander abgestimmte Detailarbeit ebenfalls.

 

Promoportal-germany gibt diesem Gesamtpaket mit wahnsinnig tollem Bonusmaterial 9 von 10 Punkten.

 

Trackliste:

The British Blues Explosion (Intro)

Beck’s Bolero / Rice Pudding
Mainline Florida
Boogie With Stu
Let Me Love You Baby
Plynth (Water Down The Drain)
Spanish Boots
Double Crossing Time
Motherless Children

Band Introductions
Swlabr
Tea For One / I Can’t Quit You Baby
Little Girl
Pretending
Black Winter / Django
How Many More Times

Credits

 

Bonusmaterial:

„Taxman“ live at the Cavern Club

Joe honored with a „Brick in the Wall“

Tha British Blues Explosion explained by Mick Wall

Photo Gallery – British Blues Explosion UK Tour

Review – Loreena Mc Kennitt – Lost Souls

Das neue Album „Lost Souls“ von Loreena Mc Kennitt ist bereits optisch eine „Augenweide“. Das Booklet ist ein wirkliches Buch mit Hardcoverbindung. Jeder Song ist mit Text und weiteren Informationen bezüglich Instrumenteneinsatz, Musikern usw. gedruckt. Und musikalisch setzt Loreena diverse unterschiedliche Akzente und zeigt ein weiteres Mal ihr Können als Songwriterin, Musikerin und Produzentin. Einige Songs sind bereits vor Jahren entstanden. Thematisch greift sie auf die verlorene und auch gedankenversunkene Seele eines Vagabunden zurück.  

Ihre glockenklare Stimme ist direkt im ersten Song „Spanish Guitars and Night Plazas“ zu genießen. Und das spanische Flair ist durch den Einsatz einer Bouzouki und einer Falmenco Gitarre klar. Aber auch der Titelsong „Lost Souls“ zeigt ihre wahnsinnig vielfältige Stimme. Dieser Song bekommt durch den Einsatz von Flöten und tollen Klavier- bzw. Keyboardlinien zudem Charme. Dies ist auch in „Ages Past, Ages Hence“ der Fall. Zudem denke ich bei diesem Titel an Theater bzw. Oper.

Des Weiteren schafft sie bei mir das Gefühl, dass ich einige Lieder wie beispielsweise „A Hundred Wishes“ und „Sun, Moon and Stars“ (instrumental) bereits kenne, obwohl sowohl Text als auch Musik von ihr stammen. Lediglich bei „The Ballad Of The Fox Hunter“ ist der Text adaptiert (vgl. WB Yeats). Loreena veröffentlicht hier neben „Sun, Moon and Stars“ auch „Manx Ayre“ als weiteren Instrumentalsong.

Ein sehr harmonisches, weiches und ruhiges, langsames Lied ist „La Belle Dame Sans Merci“ und in „Breaking Of The Sword“ ist die Steigerung der Instrumentenintensität und der Einsatz der Chöre und Bläser in der zweiten Songhälfte ein Highlight. Demnach sind dies auch meine Anspieltipps für euch.

 

Insgesamt vergibt Promoportal-Germany 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Spanish Guitars ans Night Plaza

2. A Hundred Wishes

3. Ages Past, Ages Hence

4. The Ballad of the Fox Hunter

5. Manx Ayre

6. La Belle Dame Sans Merci

7. Sun, Moon and Stars

8. Breaking oft he Sword

9. Lost Souls

Review – The Exploding Boy – Alarms

Nach der Gründung von „The Exploding Boy“ 2006 erschien im Folgejahr ihr Debutalbum mit gleichnamigen Titel. Am 18. Mai veröffentlichen die Schweden Stefan Axell (Vocals, Electric Guitar), Johan Sjöblom (Vocals, Acoustic Guitar), Les Andersson (Guitar), Nicklas Isgren (Keyboards), Mattias Svensson (Bass) und Richard Ankers (Drums) nun ihr fünftes Werk. „Alarms“ ist eine Scheibe des „Dark Indie Pop“. Quasi jeder Song könnte direkt und sofort im Radio laufen. Während „Fireland“ insgesamt sehr melodisch und harmonisch ist und nebenherläuft, wird in „Alarms In Silence“ mit aggressiven Geräuschen kratzend gespielt. „The Day“ ist dann wieder poppiger und „Run Red“ vor allem im Refrain mainstreamtauglich. Ähnliches gilt auch für die klassische Popnummer „Stop Time“. „Pointless Action“ ist verhältnismäßig düster und „Danger Zone“ aggressiver mit relativ vielen Synthie Effekten. Klassischer für das Genre und insgesamt freundlich fröhlicher ist „Sign O` The Times“. Ähnliches gilt auch für „O.H.M.Y.G.O.D.“. „Liars Roar“ ist musikalisch im Refrain reduziert und wird dann voller. Und der letzte Titel „11:59“ beginnt geheimnisvoll und wird dann relativ klassisch.

 

Insgesamt ist die Scheibe handwerklich gut gemacht und wird Indie-Pop Fans aufmerksam machen, auch wenn sich kein Song besonders abhebt.      

 

Als Anspieltipps empfehle ich euch für einen guten Gesamtüberblick den Opener „Fireland“ und „Stop Time“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.

 

1. Fireland (The End Of Dark City)

2. Alarms In Silence

3. The Day

4. Run Red

5. Stop Time

6. Pointless Action

7. Danger Zone

8. Sign O` The Times

9. O.H.M.Y.G.O.D.

10. Liars Roar

11. 11:59

Review – Architects Of Chaos – (R)evolution

Mit ihrer neuen Scheibe “(R)evolution” zeigen sich “Architects Of Chaos” (Titta: Gesang, Dom: Schlagzeug, Gonzo: Bass, Andy: Gitarre, Joey: Gitarre) nochmal facettenreicher. Sie sind melodisch und zugleich härter, nicht zuletzt durch die gesangliche Bandbreite von Kopfstimme bis hin zum Schreien von Titta. Und genauso weit gefächert sind auch die Arrangements und das Songwriting. Als Gastsänger können wir zudem “Schmier” von “Destruction” genießen. Das Album wird am 25. Mai veröffentlicht.    

Bereits der Opener ist mit kräftigen Riffs und harten Drums versehen. Das Gitarrensolo mit seinen Sprüngen fällt direkt auf. Mit ordentlich Drumspeed der Double base startet “Dead Again”. Und der Gesang ist melodisch harmonisch im Refrain und brüllend schreiend hart in den Stophen zugleich. “Hitman” thematisiert eine Serienkiller-Story und ist musikalisch entsprechend aggressiv. Der Sound ist absolut rhythmisch und taktvoll und auch das Gitarrensolo überzeugt. Die Jungs bezeichnen “A Moment Of Clarity” als Song der Selbstreflexion. Er ist kräftig und hat den bekannt düsteren Klang. Jedoch wechseln sowohl die Instrumentenlinien als auch der Gesang in den knapp sieben Minuten Spieldauer und haben rockigere, melodischere Phasen mit “helleren” Klängen. “All Play Dead” hat sowohl typische Metalgesangsparts, als auch “Kampfansagen” im Background. Dies gilt auch für das schon fast poetische “Cetury Of Cancer”. “Into The Fire” überzeugt durch sehr viel Kraft und Härte, ganz abgesehen vom Tempowechsel und Phasen mit ordentlich Speed. Sehr rhythmisch und taktvoll ist “Hellow Years”. Entsprechendes Wippen ist demnach direkt und sofort, quasi schon hier am Schreibtisch, angesagt. Richtig schön mit rockigen Instrumentenlinien startet “Pressure”. Der Gesang kommt dann härter und aggressiver dazu und der Titel mit einem vollen und satten Hintergrundchor. Bei “Farewell” scheint einfach alles zu passen. Rockige Instrumentenlinien, kräftiger und dennoch harmonisch melodischer Gesang mit verstärkenden Chören, Wahnsinn. Und auch bei “No Way Out” gibt es einiges auf die Ohren und eine extreme Abwechslung im Spiel der Stile. Und auch die Gitarenarbeit glänzt wieder mit einem tollen Solo. Hart und düster beginnt und bleibt dann “Bloodrain Falls”. Die Schilderung eines Endzeit-Szenarios wird musikalisch beispielsweise durch harte Breaks und eine passgenaue Schlagzeugarbeit gut umgesetzt. Selbstreflexion ist beim letzten Song “The Pulse Of The Sun” wieder angesagt. Dieser sehr ruhige und harmonische Song schließt das Album gut ab, auch thematisch und bezüglich der tollen Weiterentwicklung zum Facettenreichtum der Jungs.            

Meine Anspieltipps der insgesamt 13!!! Songs der Scheibe sind “Hitman” und “Farewell”.

Promoportal-Germany vergibt aufgrund der weiten Bandbreite und des Facettenreichtums 9 von 10 Punkten.  

Tracklist:

1.    Rise

2.    Dead Again

3.    Hitman

4.    A Moment Of Clarity

5.    All Play Dead

6.    Cetury Of Cancer

7.    Into The Fire

8.    Hollow Years

9.    Pressure

10.  Farewell

11.  No Way Out

12.  Bloodrain Falls

13.  The Pulse Of The Sun

 

Review – Lee Aron – Diamond Baby Blues

Am 27. April veröffentlicht Lee Aron ihr neues Album „Diamond Blue Baby“. Die Multi Platin Gewinnerin, Hit Songwriterin und Produzentin weiß was sie kann. Dass sie nach wie vor eine tolle Rockröhre ist, ist direkt und sofort klar. Bereits der Opener „Diamond Baby“ kommt mit heavy Riffs daher und ist ein schöner Bluessong. Und „Mistreated“ startet mit wunderbar verzerrten Gitarrenlinien. Der Takt ist ruhiger und der Song melodischer. Gesanglich ist es ein Mix aus klaren Spannweite und rauchig verruchtem Unterton, herrlich. Und der Soul ist erkennbar. An Blues erinnert auch „American High“ durch seine recht fröhliche Spielweise. „I`m A Woman“ ist ebenfalls durch klare Blueslinien gekennzeichnet. Gleiches gilt für das aktive und kraftvolle „Miss Mercy“. Die Stärke des Gesangs kommt auch in diesem klassischen Rock Song wieder gut durch. Und das Gitarrensolo in der zweiten Hälfte ist nochmal gesondert besonders hervorzuheben. „The Best Things“ ist eine wunderschön harmonische Ballade. Und die Rockröhre Lee Aron singt sehr weich und melodisch mit unglaublich viel Gefühl, welches aber nicht übertrieben oder gespielt wirkt und gegen Songende nochmal an Fülle gewinnt. „Black Cat“ ist ihre Interpretation des Titels von „Janet Jackson“. Der Rock bleibt, aber Breaks, klare Punktierungen und Härte nehmen zu. Ein direktes Headbang Gefühl vermittelt „Hard Road“. Rockig und taktvoll schneller ist „In The Bedroom“. Phasenweise erinnert dieser Song an Highschool- und Glamrock. „Cut Way“ Back“ ist wieder härter und mit einer düsteren Grundstimmung, die trotz des sehr langsamen Stück bis zum Ende bleibt. Klassischer Rock ist dann wieder „You´re No Good“. In diesem Song setzen sowohl die Gitarre als auch der Gesang nochmal extra individuell Akzente und verbreitet Blues und Soul. Als Abschluss versetzt „My Baby“ mich nochmal per Zeitsprung in die 60er und 70er Jahre direkt in den Höhepunkt von Soul und Blues. 

Als Anspieltipps empfehle ich euch „Diamond Baby“ und „Miss Mercy“.

Promoportal-germany vergibt für die Scheibe insgesamt 8 von 10 Punkten. Lee Aron zeigt erneut, dass sie ins Geschäft gehört und eine tolle Rockröhre ist, allerdings sticht keiner der Songs direkt in mein Ohr und hackt sich dort ein. Alle Titel überzeugen, aber keiner hat das gewissen Etwas um sich hervorzuheben.

 

Tracklist:

1. Diamond Baby

2. Mistreated

3. American High

4. I´m A Woman

5. Miss Mercy

6. The Best Things

7. Black Cat

8. Hard Road

9. In The Bedroom

10. Cut Way Back

11. You’re No Good

12. My Baby