Nachbericht: Ulmich om Braand Festival 07 und 08.06.2024

 

Ein wirklich kleines und feines Festival haben die Jungs hier in Ulmbach auf die Beine gestellt. Am Freitag kamen wir hier an, parkten auf dem uns zugewiesenen Parkplatz und dann ging es aufs Gelände. Hier war alles gut arrangiert. Ein Bier Pilz und eine große Theke im Zelt, ein Bratwurstwagen und ein Burgerwagen, sowie ein gut ausgestattetes Merchandise, in dem auch die Bands ihre Sachen anbieten konnten. Liebevoll gestaltete Schweißarbeiten rahmten den F.O.H. ein und am Eingang war ebenfalls ein geschweißtes Durchgangstor zu finden. Wir wurden nett begrüßt und kamen direkt mit dem Veranstaltungsteam ins Gespräch und alte Freunde und Bekannte waren auch vor Ort: Günther ROCKlenz und Petra, Thomas und Ilona, Jörg Lobo und Andrea und das Metal-Werner Team.

 

Musikalisch ging der Freitag dann mit Doc Rock los, die mit gut gespielten Coversongs zu unterhalten verstanden. Tatsächlich eine Nachspielband, die man sich gut anhören kann. Danach machte Dirch dem Zelt die Hölle heiß. Doc Rock spielte ein weiteres Set, bevor FAKE um 23 Uhr die Bühne betrat. Die ACDC-Coverband legte sich mächtig ins Zeug und auch die Performance hat überzeugt. Mittlerweile kannte man die Jungs von den Ständen, die Securitys waren auch alle nett und manches Gespräch wurde geführt. Gegen 2 Uhr ging der erste Festivaltag zufriedenstellend zu Ende

 

Am Morgen machten wir uns auf zum Gelände, in der Hoffnung einen Kaffee ergattern zu können. Eigentlich nicht vorgesehen…aber Matthias und seine Jungs schaften einen Kaffee heran. Danach hatten wir eigentlich nichts zu tun und boten uns als hilfreiche Hände für den Aufbau an. So kam man auch gut in die Gänge. Danach gab uns Mathias Flach ein Interview zum Festival und schon war die Zeit bis zur ersten Band überbrückt.

 

Um 16 Uhr startete das Programm mit den Dykes, die gleich für Stimmung sorgten. Das Gelände füllte sich trotz der frühen Stunde schnell und mit Unholy Minority ging es dann lautstark weiter. Die Jungs haben uns schon beim Sinner Rock überzeugt und hier haben sie das Zelt auch ordentlich gerockt. Maxx hat uns im Anschluß ein tolles Interview gegeben und dann folgte im Anschluss Velvet Viper. Jutta Weinhold rockte die Bühne für ihr Alter wie eine Eins. Ungebrochen kraftvoll schmettert sie die Songs heraus und schweift auch ab in alte Zed Yago Tage. Ein Fan vor der Bühne ging besonders ab.

 

Wir erfuhren von Dirk „Dykes“ Müller, dass Tonschi extra aus Tasmanien gekommen ist um Jutta zu sehen…tasächlich nur für einen einzigen Tag, das sind wahre Fans. Die Gelegenheit haben wir natürlich auch genutzt und ein Interview mit Jutta, Tonschi und dem Ulmich Team gemacht, das wirklich Freude bereitet hat.

 

Danach ging es mit The Unity auf der Bühne hochkarätig weiter, was man an der Stimmung im Zelt gut festmachen konnte. Hier wurde getanzt, mitgesungen und die Köpfe wurden geschüttelt…mit und ohne Haare. Den Abschluss bildete um 23.30 die KISS Tribute Band. Not my cup of tea, aber die Leute feierten die Band, die sich in ihren Kostümen von KISS nicht unterscheiden ließen, ab. Damit ging ein tolles Festival zu Ende, dass wir nur empfehlen können. Ulmich om Braand rocks…merkt es euch fürs nächste Jahr vor.

 

Festivalbericht – MISE Open Air – Büßfeld – 30 Mai – 1. Juni 2024

 

(A.M./ M.D.) Bereits am Mittwoch erreichten uns die ersten Bilder des Campgrounds, obwohl das Festival doch erst donnerstags offiziell startete. Jedoch waren die ersten Festivalfreunde sogar schon am Montag da, ganz zu schweigen von den vielen fleißigen Helfern. Diese waren auch diesem Jahr wieder rund um die Uhr im Einsatz, um einen bestmöglichen Verlauf zu garantieren.  

 

Auch in diesem Jahr begann das Festival am Donnerstag um 14 Uhr ritualisiert mit dem Fassanstich von Vereinschef Marco Keller und der Bürgermeisterin Simke Ried.  Musikalisch wurde dies durch die „Clanpipers“ aus Frankfurt eingeläutet und untermalt. Dies war wirklich ein gelungener Auftakt. Genauso ritualisiert ging es dann mit den „Rocking Kids“ weiter. Sie spielten querbeet alle möglichen Klassiker des Rocks und auch eigene Songs. Weiter ging es mit „Headshot“ und „Dying Breed“ die immer mehr Gäste vor die Bühne zogen. Anschließend folgte „The Prophecy 23“, die wie immer eine qualitativ hochwertige Show boten. Die Band war auch 2023 schon Teil des Festivals. „Arcanus“ und „Parasite Inc“. läuteten dann die Abendstimmung ein und die Bühne wurde nun durch die Scheinwerfer bunter. „Brainstorm“ und „Cypecore“ spielten dann wirklich vor einem bis auf den letzten Platz komplett gefüllten „Infield“ und feierten mit den Festivalteilnehmern ordentlich ab.

Der nächste Morgen startete mit einem guten Frühstück und einer warmen Dusche. Dies ist durch das Team ebenfalls bestens organisiert. Die Brötchen werden je nach Wunsch mit Wurst, Käse, Marmelade oder Nutella frisch belegt und Kaffee steht ebenfalls für jedermann in großen Mengen zur Verfügung. Die Duschcontainer sind wirklich richtig gut, sauber und mit warmem Wasser versehen. Da können sich einige Dauercampingplätze echt noch was abschauen. Und vor allem ist zu bedenken, dass die Container ja nur für das eine Wochenende aufgebaut werden. Das ist echt der Wahnsinn. Um direkt bei den ganzen Annehmlichkeiten zu bleiben, möchte ich auch das Catering erwähnen. Die bekannte MISE-Pizza ist schon ein fester Bestandteil. Hinzu kommt die Möglichkeit einen selbst gemachten Flammkuchen zu bestellen. Und neben der klassischen Brat- und/ oder Currywurst mit Brötchen oder Pommes brutzeln auch Reibepfannkuchen im Fett, die mit leckerem Apfelmus serviert werden. Und zu guter Letzt gilt es die Pellkartoffel mit Kräuter- bzw. Schmandsoße (Dub Dub) nicht zu vergessen.

 

 

Was das kulinarische Angebot anbelangt, gab es also wirklich eine gute und große Auswahl, die durch das Team selbst organisiert und bewerkstelligt wurde. Hinzu kommt, dass die Preise auch in diesem Jahr noch immer so günstig wie nur eben möglich gehalten wurden. Dies gilt auch für die unterschiedlichen Getränke. Das Hauptgetränkt des Festivals war natürlich Bier. Und hier wurde stets schnell und zügig und immer mit einem Lächeln bedient. Deshalb möchten wir auch hier dem gesamten Team ein großes DANKE sagen. Man merkt einfach in jeder Sekunde, dass es ein Festival von Fans für Fans ist

Musikalisch eröffneten „Area Desaster“ den 2. Festivaltag. Ihnen folgten „Wallop“ und „Torturebitch“…nach diesen drei hervorragenden Bands war das Gelände schon knallvoll. Danach ging es mit „Darkness“ und „Air Raid“ sehr hochwertig weiter, bevor „Dust in Mind“ und „Asphyx“ die Bühne betraten und Deadth-Metal vom Feinsten darboten. Als Headliner dieses Tages kamen „Destruction“ und „Lay Down Rotten“ und trieben die tanzende Menge vor der Bühne noch einmal zu Höchstleistungen an.

 

Festivaltag drei starte musikalisch mit „Traitor“ und „Eradicator“. Weiter ging es mit „Skeleton Pit“ und „Abbie Falls“. mit ihren Techno- und Rave-Einspielern waren definitiv mal was anderes, aber auch irgendwie auf einem solch geilen Festival überflüssig…das ist aber meine ganz persönliche Meinung. „Synlakross“ ging als nächstes auf die Bühne und sorgte wieder für gute Stimmung. Ihnen folgte „Necrotted“. Und „Crypta“, die wir schon auf dem Rock-Hard-Festival sehen konnten haben, was man an ihnen hat 

 Weiter ging es dann noch mit „Ensiferum“, bevor „Onslaught“ als absolutes Highlight das Festival beendeten. Hier zeigten die Jungs, was sie heute noch draufhaben und das die guten  Bands tatsächlich noch immer guten Metal abliefern, der zu begeistern vermag. Eine meiner alten Lieblingsbands, die mir erneut bewiesen

Als Abschluss bleibt uns dasselbe Fazit wie im Jahr zu zuvor. DANKE für dieses Festival von Fans für Fans. DANKE Marco als Präsident des Clubs und seinem gesamten Team. Ihr könnt wieder einmal mehr als sehr stolz auf euch sein, so etwas auf die Beine gestellt zu haben Die Tatsache, dass bereits jetzt schon die ersten Blindtickets für das Festival im nächsten Jahr vorbestellt wurden, ist wohl ein weiterer Beweis, dass das MISE Open Air einfach toll ist.  

 

 

Festivalbericht – Rock Hard Festival – Amphitheater Gelsenkirchen – 17.05.-19.05.2024

 

(A.M./ M.D.) Endlich nahte Pfingsten und somit auch in diesem Jahr wieder das Rock Hard Festival. Die Freude war bereits im Vorfeld groß. Der Auftakt in die Open Air Saison sollte erneut im Amphitheater in Gelsenkirchen stattfinden.

 

Bereits am Freitag wurde es im Laufe des nachmittags und abends immer voller auf dem Gelände. Die Organisation beim Einlass war bestens vorbereitet und versuchte jeden Tag aufs Neue alle Besucher, ob Gast, Presse oder V.I.P., zügig durchzuschleusen. Dafür gehört schon an diese Stelle ein großes Dankeschön an das Securityteam. Für ein gemütliches Drumherum war ebenfalls wieder gesorgt worden. Außerdem ist es sehr beachtlich ist, wie das Organisationsteam sich auf die Gewohnheiten der Menschen einstellen. Die meisten Stände waren wir im Jahr zuvor und wie die Jahre davor auch, an den gleichen Stellen zu finden. Alles wie immer, Getränke, Merch, Pizza, Asia, Schwenkgrill, Pommes, Crepes, Kartoffel, Reibekuchen, Schmuck, Pins, Kutten, Tücher, Röcke…. aber auch der Whiskeystand, der wie gewohnt gegenüber der Ausstellung von gezeichneten Plattencovern mit Lese Zelt platziert war. Gleiches gilt für den Radio Bob Stand und den Pueblo Stand, die beide sehr nahe bei und für die Fans aktiv waren.

 

In besagtem Zelt gab es auch in diesem Jahr unterschiedliche Lesungen zu genießen. Wobei ich ehrlich sein muss. Lesungen waren es eigentlich nicht. Hucky E. Heppke erzählte, genauso wie er es in seinem Buch „Kutte, Kamera und Rock´n´Roll“ auch macht, von seinem Leben mit und für die Musik. Er ließ die Zuhörer in vergangene Zeiten tauchen und nahm alle mit auf seine „Reise in die Vergangenheit“. Auch für Fragen jeglicher Art war er wie erwartet und gewohnt offen und beantwortete sie den aufmerksamen Gästen. Dieser herrliche Smalltalk mit dem Publikum ist schon was Besonderes. Der Mann weiß halt, wovon er spricht. Untermalt mit unzähligen Fotos von den unterschiedlichsten Konzerten und Songs, die ihn persönlich beeinflusst und geprägt haben, ist die Teilnahme an mindestens einer seiner „Lesungen“ einfach ein Muss. 

 

Auch Holger Schmeck hatte wieder Slots für Lesungen bekommen. Aber auch diese sind weniger ein Vorlesen aus seinem neuen Buch, sondern eher ein Smalltalk mit den unterschiedlichsten Künstlern, die Inhalt in diesem Buch besprechen und untermauern. Recherchearbeit, das Verknüpfen der wichtigen Informationen, das Ordnen und chronologische Anordnen sind ein großer Teil seiner umfänglichen Autorentätigkeit.

 

 

Zudem war in diesem Jahr das erste Mal der Bar-Piano-Man mit seinen Rock- und Metalsongs vor Ort. Wir selbst durften ihn bereits zweimal bei anderen Veranstaltungen genießen und so war die Wiedersehensfreude natürlich groß. Wer mehr von ihm erfahren möchte, hat eine Chance durch das Schauen des Videointerviews machen, welches auf Youtube über das Promoportal veröffentlicht ist.

 

Ein weiterer Nebenschauplatz waren wie immer die Autogrammstunden der einzelnen Bands. Die Timeline war sehr gut abgestimmt, so dass eigentlich jeder voll auf seine Kosten kommen konnte.

 

 

Und wie in jedem Jahr bot das Wetter alles, was möglich ist: Sonne, Wolken, Wind, Regen, … Zum Glück behielten die Vorhersagen die meiste Zeit kein Recht, sonst wäre es eine fast durchgängig nasse Veranstaltung geworden. Leider setzte der Regen aber am Sonntagabend so stark und lange ein, dass viele Zuschauer sich ins Trockene flüchteten, was allerdings eher rar gesät ist.

 

Musikalisch waren an diesem Wochenende 22 Bands auf der Bühne. Folglich war wirklich für jeden etwas dabei. Am Freitag eröffneten „Dread Sovereign“ das Festival. Es folgten „Thronehammer“ und „Mystic Prophecy“, die wie immer eine großartige Show ablieferten. Danach ging es mit „Unleashed“ und „Brutus“, die als Geheimtipp gehandelt wurden, weiter, bevor der Headliner des Tages „Amorphis“ die Bühne betrat und dem Tag und den Fans einen würdigen Tagesablauf bescherten.

 

Am Samstag ging es bereits mittags mit „Wheel“ los. Ihnen folgten „Air Raid“, die das erste Mal die Stimmung auf dem Gelände nach oben zogen. Danach folgten „Beast“. „Waltari“ und „Vandenberg, der wie gewohnt viel gute technische Gitarrenarbeit sehen ließ. „Primordial“ hat mich wie immer abgeholt und ich genoss die „Predigt“ des Sängers. Danach folgten „Forbidden“. Headliner war „KK´s Priest“. Hier kann man sich nur vor der Show und der Performance verneigen. Technisch gut mit einem stimmgewaltigen Tim „Ripper“ Owens setzte die Band ein absolutes Zeichen auf diesem Festival.

 

 

 Am Sonntag starteten mittags „Wings Of Steel“, gefolgt von „Maggot Heart“. Das erste Mal bunt und glammrockig wurde es mit„John Diva And The Rockets Of Love“. Hier war auch einmal mehr die Schlagzeugarbeit von Markus Kullmann beeindruckend, der mittlerweile für unzählige Bands die Stöcke gschwungen hat. Weiter ging es mit „Chapel Of Disease“. Danach folgten „Demon“, die ohne unnötigen Firlefanz eine Rockorgie mit dem Publikum feierten. Hier sieht man, was die alten Bands zu leisten in der Lage sind, ohne auf unendlich viel Backroundtechnik zurückzugreifen.Es folgte „Exhorder“, bevor „Roit V“ die Bühne betrat. Headliner des Tages und krönender Abschluss des Festivals war „D-A-D“, die wie immer eine großartige Show ablieferten…unterstützt durch die zahlreichen auffälligen Bassgitarren, die das Publikum immer wieder begeistern. 

 

 

Klar ist auf jeden Fall, dass die Veranstalter mit ihrem gesamten Organisationsteam wieder ein insgesamt tolles Festival auf die Beine gestellt haben und dabei allen Widrigkeiten getrotzt haben. Dafür sagen wir DANKE und hoffen sehr, dass wir uns auf das nächste Rock Hard Festival an Pfingsten 2025 freuen dürfen. Leider ist aber bisher noch nicht klar, wie es mit dem Festival weitergehen kann und wird. Fest steht bisher nur, dass ab Herbst Bauarbeiten für die Landesgartenschau in Gelsenkirchen starten und das (Camping-) Gelände dann nicht mehr wie gewohnt genutzt werden kann. Es hoffen wohl alle Fans, dass das Leitungsteams des Festivals eine gute Lösung mit der Stadt Gelsenkirchen finden wird, denn seit 2003 gehört das Rock Hard Festival nach Gelsenkirchen. 

 

In diesem Sinne: Daumen drücken und auf erfreuliche Infos hoffen! 

Nachbericht: No Playback Festival 19 und 20.04 2024

 

(M.D./A.M.) Das No Playback Festival, dass Mathias Häcker mit seinem Team seit einigen Jahren veranstaltet, ist immer eine Reise wert. So waren wir natürlich auch in diesem Jahr am Start und freuten uns schon im Vorfeld auf zwei tolle Tage in Remchingen.

 

Bei der Ankunft an der Halle sahen wir, dass es nicht nur uns so ging. Viele Besucher tummelten sich hier und warteten darauf, dass um halb sechs die erste Band die Bühne entern würde. Man begrüßte alte Freunde, natürlich Mathias und die Kollegen, die zur Berichterstattung vor Ort waren.

 

 

Um 17.30 Uhr ging es dann mit „West Wind“ los. Die Band heizte das Festival gut an und brachte das erste Mal Stimmung in den Saal. Nach einer kleinen Pause ging es dann mit „Spitfire“ weiter, die auch ihr neues Album im Gepäck hatten und Songs davon zum Besten gaben. „Eradicator“ setzte das Programm fort und auch hier wurden die Köpfe entsprechend geschüttelt.

 

Mi der Band „Double Crush Syndrom“ betrat mein heimlicher Headliner die Bühne. Die Band um Andy Brings zeigte, wie sich guter Punkrock anzuhören hat und Andy band das Publikum dabei gebührend ein, auch wenn er trotz mehrfacher Aufforderung die Leute aus den hinteren Reihen nicht aus der Bestuhlung herausbekam. Mit „Crisix“ ging es dann in die nächste Runde und mittlerweile war die Laune bei den Anwesenden schon ziemlich gut.

 

 

Als letzte Band des Freitags kamen dann die Hamburger Jungs von „Ohrenfeindt“ auf die Bühne und rockten dabei noch einmal richtig ab. Danach wurde noch ein wenig weitergefeiert, mit Keyboard Covermusik im Foyer der Halle, bis auch der Letzte den Heimweg antrat.

 

 

Der Samstag fing früher an und die erste Band spielte schon um viertel vor Vier. Die „Wings Of Steel“ machten aber für einen Opener schon einiges her und das merkte man auch bei den Reaktionen der Anwesenden, die gleich anfingen mitzufeiern. „High Command“ setzte die Party fort und bei „Cyclone“ war die Stimmung in der gut gefüllten Halle schon wieder prächtig.

 

 

Dann setzten „Sacred Steel“ noch einen obendrauf und es gab kein Halten mehr. Mit dem Klassiker „Velvet Viper“ und einer unermüdlichen Jutta Weinhold hatte Mathias beim Booking auch alles richtig gemacht. Jutta war schon als die Band noch „Zed Yago“ hieß eine Legende und auch heute zeigte die 77 Jahre alte Jutta, dass sie es noch draufhat.

 

 

Bei „Riot City“ hielt es auch Mathias nicht mehr auf den Beinen und er wurde vom begeisterten Publikum über die Menge getragen und surfte so eine ganze Runde durch den Saal. Die Damen von „Crypta“ heizten dann weiter ein, bis „Midnight“ den Saal ein letztes Mal erbeben ließ.

 

 

Fazit: Was ein geiles Festival. Wir können nur jedem empfehlen hier vorbeizuschauen und mitzufeiern. Das Feeling und die Orga passt. Das Bier ist gut und wurde vorher von der Festivalleitung vorgetestet und auch die Fressbuden bieten Qualität. Hier wird alles richtig gemacht. Auch ein Stand der Organisation „Metality“ war vertreten, die sich vor allem sozialen Projekten widmet. Ein Festival von Fans für Fans…auf nächstes Jahr.

Vorankündigung: Rock Hard Festival 2024 

(M.D./A.M.) Am Pfingstwochenende ist es wieder so weit. Vom 17-19 Mai 2024 öffnet das Rock Hard Festival in Gelsenkirchen seine Pforten. Wie immer ist das Line-Up gut ausgesucht und die Fans können sich im Amphitheater auf eine große Auswahl an erstklassigen Bands freuen. Um dies zu unterstreichen, möchten wir das Line-Up 2024 hier kurz vorstellen:

In jedem Fall lohnt sich der Weg nach Gelsenkirchen. Amorphis, D.A.D., Vandenberg u.a. haben wir in den letzten Jahren bereits eindrucksvoll erleben dürfen. Mit KK´s Priest ist dem Veranstalter ein weiterer Wurf gelungen, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Wir freuen uns aber auch auf Primordial, Unleashed, Threshold und Mystic Prohecy deren Shows bei mir in der Vergangenheit immer einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Aber auch die anderen Bands werden sicherlich dafür sorgen, dass auf dem Festivalgelände die gewohnte gute Stimmung aufkommen wird. Wir freuen uns auf jeden Fall mit einer großen Menge Metalheads eine der ersten Megafeiern dieses Jahres abfeiern zu können. Wir sehen und in Gelsenkirchen!!!!!!

 

Freitag, 17. Mai:

 

AMORPHIS

BRUTUS

UNLEASHED

MYSTIC PROPHECY

THRONEHAMMER

DREAD SOVEREIGN

 

Samstag, 18. Mai:

 

KK´S PRIEST

FORBIDDEN

PRIMORDIAL

VANDENBERG

WALTARI

BAEST

AIR RAID

WHEEL

 

Sonntag: 19. Mai:

 

D-A-D

RIOT V

EXHORDER

THRESHOLD

CHAPEL OF DISEASE

JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE

MAGGOT HEART

WINGS OF STEEL

 

Die Tickets:

Die 3-Tages-Tickets kosten 130,90 Euro inklusive aller Gebühren (Ticket + Camping: 167,80 Euro).

Tagestickets sind im Vorverkauf zu folgenden Preisen erhältlich (alle VVK-Preise enthalten bereits die Vorverkaufsgebühr):

 

Freitag: 52,00 Euro

Samstag: 62,00 Euro

Sonntag: 62,00 Euro

 

Zusätzlich fallen pro Bestellung 7 Euro Versandkosten an, weil wir die Karten als speziell versicherte Sendung verschicken.

 

Alle Tickets können direkt in unserem Online-Shop bestellt werden: https://shop.rockhard.de/de-de/rock-hard-festival

 

Fragen zum Thema Tickets beantworten wir gerne unter 0231 - 56 20 14 20 (10-17 Uhr) oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Aktuelle Informationen, Videos und Interviews der beteiligten Bands sowie Impressionen vom Gelände findet ihr auf hier und auf unserer Facebookseite: www.facebook.com/rockhardfestival

 

Wir freuen uns wie verrückt darauf, zu Pfingsten wieder die Hütte mit euch zu rocken!

 

 

Konzertbericht: AngeEKELt – Irish Inn Wetzlar 2023

 

(A.M.) Das letzte von uns besuchte Konzert des Jahres wurde von AngeEKELt im Irish Inn in Wetzlar gespielt. Eigentlich ist das klar, weil Marc hier selbst singt. Das Konzert war lange geplant uns musste wegen der Krankheit mit dem „C“  und einem Wechsel an der Gitarre einmal verschoben werden. Jetzt besthet die Band aus Marc Debus/Gesang, Dir Ullrich/Gitarre, Bernd Sommer/Bass und Joschi Neumann an der Schießbude.

Das „Wir warten auf den Weihnachtsmann“ Konzert startete um 9 Uhr und die Band gab über 90 Minuten ihr Bestes. Auf dem Repertoire standen nicht nur die Songs der ersten Scheibe „Auf die Fresse Rock´n´Roll“, sondern es wurden auch vier Songs der kommenden Scheibe dem Publikum präsentiert. Ein weiteres Highlight war der nicht geprobte Einsatz von Gerhard Wolny, der mit der Band zu Ehren von Lemmy Kilmister „The Ace Of Spades“ performte.

Nach dem Gig feierten die Anwesenden gebührend in den heiligen Abend hinein. Sicherlich wird die Band sich im Laden von Frank Mayer in Wetzlar wieder sehen lassen und man kann allen Leuten nur empfehlen, auf die Veranstaltungslisten des Irish Inn´s in Wetzlar zu schauen, da hier immer wieder musikalische Highlights in einem sehr persönlichen Rahmen geboten werden. In diesem Sinne wünschen wir allen einen guten Start ins Jahr 2024.

 Konzertbericht: Paddy Goes To Holyhead – 35 Jahre mit Gästen 7 Mörfelden 22.12.2023

 

Norman Hartnett

 

(M.D./A.M.) Das versprach schon im Vorfeld ein toller Abend zu werden, zumal es keine traditionelle Irish-Christmas-Night mit Paddy Goes to Holyhead gab. Aber bei einer Jubiläumsfeier, die 35 Jahre einer großartigen Band zelebrieren sollte, konnte man nicht weniger erwarten. Man fand sich in der Halle ein und in vertrauter Runde bekamen wir einige Infos im Vorfeld zu den Gästen und natürlich gab es auch einiges an netten Wiedersehensgesprächen bei Mettbrötchen und Bier. Ingo (Gerlach) hatte wie immer seinen zweiten Geigenkoffer dabei und somit gab es auch noch einen leckeren Edradour zum Verkosten…ein perfekter Anfang für diesen Abend.

 

Die Halle hatte sich bis zum Beginn mit knapp 400 Gästen gefüllt und kurz nach Acht startete das Event mit dem Künstler Norman Hartnett, der bekanntere und unbekannter Irish-Folk-Songs präsentierte. Seine wirklich tolle Version des Pogues Klassikers „Fairytaile of New York“ passte nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern erinnerte natürlich auch an den Sänger der Band Shane MacGowan, der am 30 November 2023 verstorben ist. Damit war der Abend glanzvoll eröffnet und der zweite Akt des Abends konnte entspannt die Bühne betreten.

 

Patrick Steinbach

 

Patrick Steinbach und Günter Bozem präsentierten mittelalterliche irische Fingerstyle Musik, die hier und da mit Ausflügen in modernere Zeiten gespickt waren. Vor allem die Songs von Turlough O’Carolan, die dieser erblindete Musiker für die Harfe geschrieben hat und von Patrick meisterlich auf der Gitarre wiedergegeben werden, hatten es dem Publikum dann auch angetan und der Applaus sagte das Gleiche wie beim Vorgänger Norman…der Saal war zufrieden.

 

Paddy Goes To Holyhead

 

Dann enterte der Hauptakt des Abends die Bühne und man wollte nun ausgiebig das 35jährige bestehen einer Band feiern, die in ihrer Geschichte auch als Vorgruppe von BAP, Grönemeyer, den Beach Boys, den Pogues, den Dubliners, Deep Purple, den Hooters und Jethro Tull riesige Bühnen bespielten. In der Besetzung Paddy Schmidt, Almut Ritter, „Uhu“ Bender und Günter Bozem fing man an die Songs der Band darzubieten, die im Saal kräftig mitgesungen wurden. Als Gäste waren Ingo Gerlach an der Geige, Ralf Baitinger mit der Ziehharmonik und Josephin Ohly am Gesang bei Molly Malone zu hören und so wurde das Publikum mit immer neuen Überraschungen auf der Bühne konfrontiert. Als Tanzeilage waren die Crazy Taps dabei, die mit Clogging (einer Form des Stepptanzes) die Songs unterstützten. Beim Letzten Song „The Last Song For Tonight“ waren dann alle Künstler auf der Bühne und das Publikum nicht mehr auf ihren Sitzen. Ein wundervoller Abend mit einer über zweistündigen Performance der Jubilare nahm sein Ende. Zum Abschluss wurden die Geburtstagskuchen der Band noch an das Publikum verteilt, was lieber einen Kuchen als ein Guinness oder einen guten Whisky zum Abschluss genießen wollte. Bei dieser Veranstaltung sind alle auf ihre Kosten gekommen und man hat das Jubiläum stilvoll mit viel Spaß begangen.

 

Bald ist es wieder soweit. Knock Out Festival 2023 steht quasi vor der Tür.  Nach 2 Jahren Pause wird die Schwarzwaldhalle wieder gerockt und die Fans, sowie die Bands freuen sich auf ein hochkarätiges Event.

Wir freuen uns auf Accept, Gotthard, Phil Campell and the Bastard Sons, The Dead Daisies und Vandenberg die in der gewohnten Location für die nötige Atmosphäre Sorgen werden. Das Festival war schon immer eine Institution zum Jahresausklang und die Metalfans haben nun wieder die Chance ihr geliebtes Jahresendfestival zu besuchen. In jedem Fall wird hier wieder ordentlich gefeiert werden und die Bandkulisse lädt dazu mehr als ein.

Weit herumgesprochen hat sich auch, dass das Festival immer zahlreiche Essenstände und ein gutes Programm parat hat. Zudem ist der Sammler-Markt, die Metal-Börse, diverse Merchandise Artikel und vieles mehr fester Bestandteil des Festivals. Stöbern, Suchen, leckeres Essen und den perfekten Deal machen sollten also sehr gut möglich sein. 

Tickests bekommt ihr noch immer unter: https://shop.bottomrow.com/knock-out-festival

Wir freuen uns auf ein tolles Festival und ein tolles Line-Up. Lasst uns gemeinsam die Köpfe schütteln!!!

Nachbericht: 30 Jahre Odium – Festival - Niedermittlau

(M.D./A.M.) Am 10. und 11. November gab es in Niedermittlau ein feierfreudiges Wochenende zu erleben. Die Band Odium wurde 30 Jahre, und dies galt es mit vielen Freunden, viel Musik, viel Lachen, vielen Erinnerungen und und und zu zelebrieren.

Die Band hatte hierfür ein Festival organisiert und den ortsansässigen Malteser-Hilfsdienst mit ins Boot geholt. Diese Kombination hat sich auch in den letzten Jahren bei den Planungen des „Rock im Schroth“, das Odium organisiert, bewährt. In der Friedrich Hofacker-Halle wurde fleißig aufgebaut, so dass am Freitag um 16 Uhr pünktlich die Tore geöffnet werden konnten. Und dann stand man mitten im Geschehen. Viele bekannte Gesichter strahlten uns an. Zudem konnten die Merch Stände der Bands viele locken und vor allem ein Highlight war an diesem Wochenende immer wieder Thema. Just in Time war es Odium möglich ihr erstes Buch präsentieren zu können. 30 Jahre Bandgeschichte – da kommt schon einiges zusammen. In Bildern konnten diese 30 Jahre voller Erlebnisse auch auf der Leinwand nebenan angeschaut werden. Ebenso wurde die neue EP „Times Are Changing“ am Stand präsentiert, auf der neue Stücke zu hören sind…und wie zu erwarten fand alles reisenden Absatz.

Execution

Musikalisch eröffneten „Damage Case“ die zweitätige Geburstagsparty. Sie bildeten einen würdigen Auftakt und die anwesenden Fans konnten gebührend die Köpfe zur Musik schütteln. Ihnen folgten „Lords Of Salem“. Die Band lieferte einen kraftvollen Auftritt ab und steigerte die Stimmung in der Halle weiter. Auch ihr Programm von fast einer Stunde ließ nichts zu wünschen übrig. Weiter ging es mit der Jugendband „Execution“. Die Jungs haben gerade angefangen Musik zu machen und sich dem klassischen Trashmetal verschrieben. So erklangen eigene Töne, die an altes Material von Venom erinnerte, aber auch Cover von Metallica und eine bemerkenswert gelungene Interpretation von Cliff Burtons Bass Solo „Pulling Teeth - Anesthesia“. Und dann wurde es ernst. Odium präsentierten ihr neues Album und gaben eine echt tolle Release Show zum Besten, die natürlich mit unzähligen Krachern aus ihren alten Tagen angereichert war. Die Fans feierten die Band mit und die Stimmung war entsprechend. Danach gab es zum Ausklang durch „Maintallica“ noch weiter auf die Ohren. Die Jungs hatten es ein wenig schwer, nach dem Abriss, den Odium hingelegt hatte, aber die verbliebenen Fans feierten doch ordentlich mit.

Durch das Programm führte ein alter Weggefährte, der auch mit Odium seit Jahren eng verbunden ist: Mike Langer. Selbstsicher moderierte er, kündigte an, scherzte, plante spontan um, um allen Gästen die Wünsche von den Lippen abzulesen. Zudem lockte er mit limitierten T-Shirts der Bopp´schen Schmiede, eines der Sponsoren, und sammelte ganz nebenbei noch fleißig Spenden ein.

Und auch die Malteser machten beim Catering einen guten Job, auch wenn sie bemerken mussten, dass ein Zapfhahn mehr sicher für reichlich mehr Umsatz gesorgt hätte. Aber für das leibliche Wohl in Form von diversen Kaltgetränken und Pommes, Wurst, Leberkäse war gut gesorgt.

Am Samstag ging es dann bereits am frühen Nachmittag los. Wie für einen Samstag zu erwarten, füllte sich die Halle noch mehr als bereits am Freitag und weitere bekannte Metalfans fanden sich ein. Wir hatten die Möglichkeit Ralf Runkel, Rochus Pfaff und Dominik Fox von Odium trotz der vielen Vorbereitungen für ein Videointerview zu gewinne, was man sich auf  Youtube anschauen kann:. https://www.youtube.com/watch?v=LTyrlhMa1jE Ein weiteres Interview mit Gerre von Tankard ist ebenfalls entstanden: https://www.youtube.com/watch?v=bL1Hc-W_BuM  Und um weitere viele Jahre Metal- und- Rockgeschichte festzuhalten, haben wir zwei „Raritäten“ aus Hessen erwischt, die eigentlich immer in erster Reihe vor der Bühne zu finden sind…Hatzi und Daniel: https://www.youtube.com/watch?v=KzJOP44Q0nE  Seid gespannt und schaut rein!

 

Musikalisch eröffneten an diesem Tag „Execution“ und die Jungs, zu denen auch der Sohn von Rochus Pfaff gehört, zeigten noch einmal, dass Thrashmetal noch lange nicht tot ist. Weiter ging es mit „Failed To Recognize“, die ebenfalls einen guten Job abgeliefert haben, auch wenn mir persönlich die Musik nicht ganz so zugesagt hat. Danach folgten „Buried In Smoke“ und hier hat dann auch wieder alles gepasst. Die Band haben wir erst vor kurzem auf dem Sinner Rock gesehen und auch an diesem Abend haben sie die Bühne ordentlich gerockt. „Sapiency“ führte das Programm dann fort und der männliche und weibliche Doppelgesang war interessant zu hören, weil das bei dieser Band noch nicht immer so war.

„Last Jeton“ sorgten dann weiter für Stimmung. Stimmgewaltig wie immer setzte Frontfrau Saskia die Musik gesanglich in Szene und sorgte damit für viele zufriedene Gesichter. Mit über 40 Jahren Bandgeschichte folgten dann „Tankard“ und feierten mit Odium deren 30jähriges. Gere wuselte wie immer rastlos über die Bühne, obwohl ihm sein Knie etwas Probleme bereitet….aber wenn das Schlagzeug drückt ist Gerre eben nicht zu stoppen. An ein Ende ist glücklicherweise bei dieser Band noch nicht zu denken. Und dann wurde es still in der Halle. Zum zweiten Mal an diesem Wochenende betrat Odium die Bühne und wieder gab es neben toller Musik und einem wilden Mix aus 30 Jahren eine Geburtstagstorte und natürlich jede Menge Rock´n´Roll.

Fazit: Eine Geburtstagsparty, die es ordentlich in sich hatte und jedem Fan mehr als genug zu bieten hatte. Neben guter Musik auch jede Menge nette Menschen, gutes Bier, genug zu Essen und tausende Gespräche, deren Hauptinhalt natürlich der Metal und an diesem Wochenende Odium war.

 

Nachbericht: Sinner Rock Festival – Sinntal – 7.-9. September 2023

 League Of Distortion

(M.D./ A.M.) Auch in diesem Jahr fand am 2. Septemberwochenende das Sinner Rock Festival in Sinntal statt. In diesem Jahr startete alles sogar bereits am Donnerstag mit einem Female-Fronted-Abend. Hier gaben die Damen und natürlich auch die Herren bereits richtig Gas. Und auch die Fans, die bereits angereist waren, feierten ordentlich. Den Opener machten „Brunhilde“. Die Sängerin tritt zwar nicht so auf, als ob sie die Verfechter von Femal Fronted Veranstaltungen begeistern wollte, sondern doch eher so gekleidet, als ob man dem männlichen Publikum etwas bieten will…das erzeugte dann doch eher ein Schmunzeln.

Dann folgten „The Dirty Denims“ und „Exilia“. „Exilia“ war in jedem Fall das Highlight des Tages. Kraftvoller und unbarmherziger Rock aus Italien. Hier wird alles richtig gemacht. Zum Abschluss dieses Abends betraten „League Of Distortion“ die Bühne und der Abend konnte gut ausklingen.  

 

Sweet Needles

Am Freitag ging es dann bereist am frühen Abend weiter. Das Gelände füllte sich zunehmend. Bei der extremen Hitze war es gut, dass auch in diesem Jahr wieder durch viele fleißige Helfer für Abkühlung in Form von unterschiedlichsten Getränken an der langen Theke oder auch im Bierwagen gesorgt wurde. Hier möchten wir uns ganz herzlich für diese Unterstützung des Festivalteams bedanken, damit alle Fans gut feiern und genießen konnten.

Aber auch das unterschiedliche Essensangebot möchten wir an dieser Stelle erwähnen. Neben der klassischen Wurst mit Pommes oder im Brötchen stand auch ein richtiger Burger auf der Speisekarte. Und für die Vegetarier und Veganer war extra ein weiterer Foodtruck angereist. Und mein persönliches Highlight als Leckermäulchen war der Crêpeswagen. Das kann ich ganz klar so sagen.

 

 

The Unity

Morgens wurde auf dem Gelände bereits Frühstück angeboten, denn ein Campen war ebenfalls wieder möglich. Folglich wollten und sollten bereits morgens die ersten Besucher des Festivals glücklich gemacht werden.

Musikalisch begeisterten an diesem Festivaltag „H.E.A.T.“, „The Unity“, „Sweet Needles“, „The Treatment“ und „Blonder Bengel“ auf der Hauptbühne. Und auf der Akustikbühne waren „Jeff Aug“ und „Chris Bay“ zu genießen. Diese kleinen, aber sehr feinen Schmankerl sind einfach hervorzuheben. Die beiden Bühnen waren zeitlich ideal genutzt, so dass die Umbaupausen zu keiner Langeweile führten.

Leider war der Opener „Blonder Bengel“ etwas schwach auf der Brust, weil der Sänger mit dem Schlagzeuger alleine gekommen war und der Rest vom Band genuddelt wurde. Hier kann man den Jungs nur den Tipp geben, zu überdenken, wann man einen Auftritt absagen sollte, zumal die Performance entsprechend schlecht war.

Klarer Sieger des Tages sind „The Treatment“, die ordentlich Gas gegeben haben, „The Unity“, die ebenfalls einen starken Auftritt abgeliefert haben und natürlich „H.E.A.T.“, die die jahrelange Erfahrung auf vielen Bühnen dieser Welt auch hier super umgesetzt haben. Die Akkustikbühnen als zusätzliches Schmankerl zur Überbrückung ist auch immer wieder einen Besuch wert.

 

VERSUS auf der Akkustikbühne

Am Samstag war das musikalische Programm etwas gemischter und deutlich ausgiebiger. Bereits um 12.45 Uhr gaben „Unholy Minority“, mit einer wirklich tollen Show, den Opener des Tages. Ihnen folgten „Darcy´s Fault“, „Schock“, „Deville“, „Enemy Inside“, „Florence Black“, „Doctor Victor“ und „Massive Wagons“. Auf der Akustikbühne spielten an diesem Tag „Versus“ und „Buried In Smoke“. 

Musikalisch haben an diesem Tag vor allem „Florence Black“, mit einer starken Show, „Doctor Victor“, die mehr als sehens- und hörenswert waren und „Nassive Wagons“ gepunktet. Sicherlich ein Grund das der Samsatg der besucherstärkste Tag des Festivals war. Viele Freunde auf dem Gelände haben dies ähnlich gesehen.

  

Doctor Victor

Neben der Musik und dem Verkauf für das leibliche Wohl konnten natürlich auch nach Herzenslust Merchandiseartikel gekauft werden. Hierfür hatten die Veranstalter ebenfalls einige Zelte aufgebaut und demnach mangelte es hier auch nicht an Platz.

Über dieses zahlreiche Angebot freuten sich die Fans. Mit wieder täglich bis zu 2000 Gästen war das Festival auf der einen Seite wieder gut besucht und auf der anderen Seite blieb es zum Glück weiter so nett familiär und liebevoll wie bisher. Hier noch einmal ein Dank an Steve und Renate, Günther und Petra und das Ganze Team, dass eine gute Arbeit geleistet hat

Wie auch 2022 wird das Sinner Rock 2023 ebenfalls mit vielen positiven Erinnerungen im Gedächtnis bleiben und wir sagen DANKE.

Festivalbericht: FEUERTAL-FESTIVAL – Wuppertal – Waldbühne Hardt –

26.8.2023

 

 

Letzte Instanz

(M.D./ A.M.) Am Samstag, den 26. August 2023, fand das alljährliche „Feuertalfestival“ statt. Die Waldbühne Hardt in Wuppertal verwandelte sich samt dem entsprechenden Gelände in eine kleine Mittelalterwelt. Musikalisch waren in diesem Jahr „Feuerschwanz“, „Die Apokalyptischen Reiter“, „Letzte Instanz“, „Unzucht“, „Haggefugg“ und „Fuchsteufelswild“ zu genießen. Durch das Programm führte diesmal „Der Schulz“ als Moderator.

 

 

Die Apokalyptischen Reiter

Ein paar Änderungen brachten dem Festival in diesem Jahr auch weitere neue Besucher und nicht „nur“ die „alten Hasen“, die das Festival jedes Jahr in ihrem Terminkalender haben. So konnten wir einige Unterhaltungen führen und neue begeisterte Fans des Festivals ausmachen. Aber man traf auch viele bekannte Gesichter und freute sich, sich jährlich bei diesem Festival wieder in die Arme nehmen zu können. Während die Musiker auf der Bühne ihr Bestes gaben, tanzten, lachten und feierten die Fans vor der Bühne. Dies war wirklich bei allen Bands der Fall. Das Gelände füllte sich zunehmend und so war es dann bei den letzten Bands wie erwartet rappelvoll. Ein Wermutstropfen bescherte den Fotografen dann Feuerschwanz, die ohne Ankündigung niemanden in den Fotograben hineinließen…nun dann gibt’s von euch halt keine Bilder….

 

 

Unzucht – Photo von K.H. Schultze

Aber auch sei das Campen im Freibad sei als Altbewehrtes zu nennen. Dies war wieder alle drei Tage möglich. Und freitags gab es auch wieder eine Warm-Up-Party. Die Umbaupausen wurden auch in diesem Jahr trotz der nicht leichten logistischen Herausforderungen eines Steinbruchs wieder möglichst kurzgehalten. Aufgrund des vielen Regens zuvor war viel des Wegs mit Platten ausgelegt. Dies erleichterte die Arbeit wohl wenigstens ein bisschen.

Die Fans konnten die Zeit nutzen, um auf dem Mittelaltermarkt zu verweilen. Wie erwartet waren diverse Verkaufsstände vor Ort. Man konnte über Kleidung bis hin zu den unterschiedlichsten Assessoires alles erwerben. Und gegen „Taler“ konnte auch für das leibliche Wohl gesorgt werden. Und diverse Spielereien wurden natürlich auch wieder angeboten. So sei der „Zickenparkplatz“ oder auch der „Lümmelparklatz“ als perfektes Fotomotiv genannt.

Wir bedanken uns mit diesen tollen Eindrücken und Erinnerungen des Feuertal- Festivals 2023 beim gesamten Team. Und wir können bereits verbreiten, dass die Vorbereitungen für den 24.8.2024 schon laufen!

Festivalbericht – Burg Herzberg Festival – Breitenbach – 27.-30. Juli 2023

 

(M.D. / A.M.) Auch in diesem Sommer gehörte das „Burg Herzberg Festival“ zu unserem festen Programmpunkt. Unter dem Motto „We Love Herzberg“ trafen sich in Breitenbach am Herzberg auf den Pferdewiesen unterhalb der Burg wieder rund 12.000 Fans. Das Festival zieht so viele unterschiedliche Personen an. Das ist für uns immer wieder ein einzigartiges Erlebnis.

So bunt das Festival ist, so bunt sind auch die Besucher. Die unterschiedlichen Bühnen (Mainstage, Freakstage, Mentalstage und der Höllenschuppen) bieten eine Vielzahl an Programm. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Zudem lockt die Bühne des LKWs bei der Weinbar, das Lesezelt und auch das Kinderland. Und hier und da findet sich am Gehweg oder auf der großen Festivalwiese immer nochmal zusätzlich die ein oder andere Bühne für mehr oder weniger spontane Künstler aller Art und für das Fußballfeld. Dies gehört wohl mittlerweile auch zum festen Bestand.

In diesem Jahr gab es im Vergleich zu den Vorjahren einen Unterschied beim Wetter. Statt der üblichen Hitze war mal wieder Regen angesagt und der entsprechende Matsch auf den Wegen ließ nicht lange auf sich warten. Aber auch dies nahmen die Besucher teilweise schon mit Freude und nutzen die Wege bergab für Schlammschlachten wie die kleinsten Kinder. Allerdings hatte das Wetter mit dem Regen und dem Matsch als Ergebnis nicht nur nutzbare Vorteile. Zeitweise war es nicht möglich, die Campingflächen zu befahren. So waren die Veranstalter sehr froh, als sie „endlich“ alle Besucher auf dem Gelände hatten. 

Das Festival mit seinen vier kompletten Tagen Programm konnte fast ohne Einschränkungen stattfinden. Lediglich am Samstagmittag zwangen Unwettervorhersagen zu einer Pause. Naja, das Wetter spielt halt nicht immer wie gewünscht mit. Aber wenn nicht bei einem Hippie Festival das Beste daraus gemacht wird, wo denn dann?

Das kulinarisch mehr als breite Angebot ist einfach immer wieder faszinierend und erinnert auch daran, bewusst zu Leben. Zudem ist den Veranstaltern bei der Organisation auch immer eine enge Kooperation mit den entsprechenden Anbietern für beispielsweise das legendäre „Frühstück auf der Burg“ oder den Shuttle „für die Einkaufsfahrten nach Breitenbach, zum Bahnhof in Alsfeld oder ins Dorfbad“ wichtig.

Und auch das Kinderland und das Lesezelt war, wie erwartet, immer gut besucht. Das Festival gilt immerhin nicht ohne Grund als unglaublich familienfreundlich und bietet entsprechend für jeden etwas an.

Musikalisch waren natürlich auch in diesem Jahr wieder viele tolle Künstler gebucht und auch Newcomer bekamen einen Slot. So wird man auf diesem Festival nie müde, weil immer irgendwo eine tolle Überraschung wartet. Ein paar Namen und für uns persönliche Highlights möchten wir hier dennoch nennen: Robert Jon & The Wreck, Jon Anderson & The Paul Green Rock Academy, Beth Hart, Mal Élevé, Long Distance Calling, Orange, Götz Widmann, Manfred Mann´s Earth Band, The Paradise Bangkok Molam International Band, Naxatras, DeWolff, DRH (Charly presents them), Schreng Schreng & La La, Mitigation und natürlich die Gitarren- und Ukulelenstunden bei Peter Bursch.

So oder so, wir bedanken uns bei dem Veranstalterteam mit ihrem Orga-Team für ein tolles „Burg Herzberg Festival 2023 – Wo Love Herzberg“ und freuen uns auf das nächste Herzberg Festival vom 25.-28. Juli 2024.

 

Festivalbericht – Sicking High Rock – 24. Juni 2023 – Weselberg

(M.D./ A.M.) Am Samstag, den 24. Juni 2023 machten wir uns auf den Weg zum 6. „Sicking High Rock Open Air Festival“. Über einen mittlerweile wirklich guten Bekannten erfuhren wir im Vorfeld von diesem Event in der Pfalz. Das Gelände gehört zum Musikverein „Laetitia“, die auch Veranstalter des Festivals sind. Die Bühne ist fest an die Rückseite der Halle gebaut und so war die Ausstattung wirklich mega. Insgesamt standen 666 Karten zum Verkauf und das Gelände mit Bäumen für den Schatten auf der riesigen Wiese wurde entsprechend genutzt. Laut Veranstalter wurden die Tickets auch in diesem Jahr wieder annährend alle verkauft. Was auf jeden Fall sehr schnell ausverkauft war, waren die Festival T-Shirts. Dies lag wohl unter anderem daran, dass man sie bereits vorbestellen konnte. 

Camping war schon ab Freitagnachmittag möglich. Hier standen sowohl für Zelte als auch für Wohnmobile und Wohnwagen Plätze in der Nähe zur Verfügung. Schön war und ist, dass alles fußläufig erreichbar ist. In den zwei Bierwagen waren die Helfer sehr fleißig und aktiv. Sie sorgten mit guter Laune für den Flüssigkeitshaushalt aller. Aber auch in der fest installierten Hütte war beim Verkauf von Pommes und Würstchen usw. alle Hand zu tun. Hier kann man nur ein großes Lob und DANKE an das Team richten. Ihr wart und seid mega.

 

Matthias „Luly“ Walz

Musikalisch eröffnete der Musikverein das Festival. „Rock meets Brass“ spielten durchweg Klassiker des Rocks und stimmten so passend für das Festival ein. Auch selbst kreierte Medleys waren dabei. Nach ihnen ging es mit „Endtime Prophets“ weiter. Die Jungs spielten wirklich düsteren Heavy Metal und wurden im Laufe ihrer Show immer sicherer. Im Anschluss bewiesen sie, dass sie menschlich gar nicht böse, sondern sehr fröhlich und aufgeschlossen sind. Sie genossen das Festival genauso wie die anderen Bands auch, führten ausgiebige Gespräche, hörten den andren bands zu und feierten.

 Ihnen folgte „Iron Echo“. Auch hier war die Professionalität und der Spaß deutlich zu merken. Es ist einfach Wahnsinn, wie gut Laien- bzw. Hobbymusiker doch mittlerweile sind. Die Band genoss die Zeit auf der Bühne und nahm die Fans vor der Bühne sichtlich mit und steckte mit ihrer guten Laune einfach alle an. Die Stimme von Johnny Vox begeistert und hier wird Metal der alten Schule geboten, das war eines der echten Highlights dieses Festivals. Danke für diesen Gig.

Johnny Vox

Die fünf Männer von „Blessed Hellride“ traten anschließend auf die Bühne. Ihr Auftritt war kraftvoll, satt und voller Härte. Die Musik der Jungs ist gut abgestimmt und sie harmonieren gut zusammen, allerdings stand ich noch unter dem Eindruck der Vorgängerband, die mir wesentlich mehr zugesagt hat.

Blessed Hellride

„Kingcrown“ folgten mit klarem Power Metal und sorgten wieder für gute Stimmung. Die Franzosen haben es drauf und zudem sieht ihr Sänger dem verstorbenen Ronnie James Dio ein klein wenig ähnlich. Auf alle Fälle eine gute Show mit wirklich guten Gesangslinien und Harmonien.

Dann betrat „Triddana“ die Bühne. Die bisher vielen unbekannte Band sorgte definitiv für Begeisterung und angelten sich neue Fans. Mit ihrer Mischung aus Power-Metal und Folk-Metal überzeugten die Argentinier einfach alle. Sogar ein Stück von Loreena McKennitt wurde gecovert, was bei einigen für Freude gesorgt hat.  Das Publikum tanzte und freute sich im Abschluss über eine ausgiebige Autorgrammstunde.

„Saffire“ folgten ihnen. Sie hatten einen recht langen Slot und nutzten diese Zeit auch gut, um sie mit ihrem Songmaterial zu füllen. Die mittlerweile mehr als gut gelaunte Crowd feierte das Ganze entsprechend ab.

 Zum Abschluss folgte „Worry Blast“ Schwere Gitarrenlinien und Rhytmusparts, die zum Teil an alte AC7DC Parts erinnerten und ein wirkliches Brett zum Ende des Festivals. Die Jungs feierten mit der Menge, die auch noch nach ihrem Auftritt auf dem Gelände weiterfeierte.

 

Worry Blast

Wir hatten das Glück zusätzlich zum allgemeinen Gespräch mit Organisator Matthias „Luly“ Walz noch ein Videointerview machen zu können. An seiner Seite stand dabei Marco Schneider, der wie so oft bei Festivals dafür sorgt, dass auf der Bühne alles steht und stimmt. Somit wissen wir nun etwas mehr über die Geschichte, den Verlauf und die Zukunftsideen des „Sicking High Rock Festivals“. Das Interview ist auf Youtube zu finden. Und nun sagen wir erneut DANKE allen fleißigen Helfern, der gesamten Gemeinschaft und Gemeinde Weselberg mit den Vereinen, die alle tatkräftig unterstützen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste „Sicking High Rock Open Air Festival“ im Sommer 2024!

Konzertbericht: Roger Waters - That Is Not A Drill Tour - Köln 09.05.2023

(M.D. / A.M.) Ein Konzert auf das wir uns lange gefreut haben und das einiges erwarten ließ, zumal die letzte Tour von Waters, auf der er "The Wall" aufführte einfach gigantisch war. Im Vorfeld gab es Diskussionen über Antisemetismus in der Show, was man auch daran sehen konnte, dass eine kleine Anzahl von Menschen vor der Halle demonstrierte. Der Großteil der Menschen strömte allerdings in die Halle hinein. Das erste Resümee zur Show muss ich dann direkt am Anfang ziehen, weil innerhalb der Show für meine Begriffe nichts Antisemitisches zu entdecken war. Lediglich die Kritik an allen Staaten und Staatsmännern dieser Welt, die Kriege, Ausgrenzung und Leid über diese Welt gebracht haben und immer noch bringen schloss auch Israel ein. Hier ging es aber deutlich um den Staat und nicht um seine religiöse Ausrichtung. Die Show war im Ganzen inhaltlich gegen Krieg und Unterdrückung ausgerichtet und klagte weltweit unzählige Regime an, was zeigt, dass der alte Geist von den Mahnungen in Pink Floyds "The Wall" beibehalten wurde.

Nun aber zu Musik und Show an sich. Ein riesiger kreuzförmiger Bildschirm stand im inneren der Halle, auf dem die Videos eindrucksvoll präsentiert wurden. Nach Beginn der Show wurde dieser nach oben gezogen und gab die kreuzförmige Bühne frei, die ringsherum mit einem Laufsteg umgeben war, damit sich die Künstler dem Publikum in alle Richtungen präsentieren konnten. Das Set war abwechslungsreich gestaltet und es wurden viele Pink Floyd Klassiker präsentiert. Die wichtigsten Songs der Band "Another Brick In The Wall", "Wish You Were Here" und "Shine One You Crazy Diamond" waren dabei. Aber auch neue, eigene Songs von Waters wurden gespielt, die vom Sound her eine logische Fortsetzung des früheren Schaffens waren. Teile des Wall Films wurden in Kostümen präsentiert, die den „Pink“ des Films darstellten und ebenfalls eine Warnung sind, sich nicht in den Kreislauf der Gewalt zu begeben.

Alles in allem war es eine großartige Show von Waters und seiner Band, obwohl man ihm das Alter deutlich anmerkt. Künstlerisch gab es allerdings nichts auszusetzen und es dürfte fraglich sein, ob Waters noch einmal eine Tour auf die Beine stellt. Sollte er es tun, werde ich versuchen dabei zu sein, weil es wenige Shows gibt, die so vielschichtig und ausgedacht sind, wie die von Waters

 

Setlist:

 

Comfortably Numb

The Happiest Days of Our Lives

Another Brick in the Wall, Part 2

Another Brick in the Wall, Part 3

The Powers That Be

The Bravery of Being Out of Range

The Bar

Have a Cigar

Wish You Were Here

Shine On You Crazy Diamond (Parts VI-VII, V)

Sheep

 

Teil 2:

In the Flesh

Run Like Hell

Déjà Vu

Déjà Vu (Reprise)

Is This the Life We Really Want?

Money

Us and Them

Any Colour You Like

Brain Damage

Eclipse

Two Suns in the Sunset

The Bar (Reprise)

Outside the Wall

 

Konzertbericht: KISS - Königsplatz München 17.07.2023

(M.D. / A.M.) Der Königsplatz in München war knallvoll und wir können beim Publikum eine große Vorfreude auf die bevorstehende Show der "End Of The Road Tour" feststellen. Aber zuerst kommen die Australier von Airbourne auf die Bühne und heizen das Publikum gut an. Die Show ist erstklassig und Sänger und Gitarrist Joel O’Keeffe fegt wie ein Wirbelwind über die Bühne. Nach einem wirklich druckvollen Programm übergeben sie die Bühne an Kiss.

Die Band landet, wie man es gewohnt ist, auf Podesten sthend auf der Bühne und beginnen direkt mit "Detroit Rock City". Das Publikum jubelt und feiert die Band lautstark. Das Set begeistert die Menge immer mehr und es folgen die typischen Gitarren-, Schlagzeug- und Basssolos. Beim Bass-Solo spuckt Gene Symonds Blut und die Menge feuert ihn entsprechend an. Bei Love Gun schwebt Paul Stanley an einem Seil über die Menge und spielt ab dann auf einer Plattform mitten im Publikum.

Die Band lässt sich nicht lumpen und spielt ein Set von drei Songs als Zugabe und eine zufriedene Menge strömt vom Königsplatz...schade, dass es nun vorbei zu sein scheint.

 

 

 

Setlist:

Detroit Rock City

Shout It Out Loud

Deuce

War Machine

Heaven's on Fire

I Love It Loud

Say Yeah

Cold Gin

Guitar Solo

Lick It Up

Makin' Love

Calling Dr. Love

Psycho Circus

Drum Solo

100,000 Years

Bass Solo

God of Thunder

Love Gun

Black Diamond

 

Zugabe:

Beth

I Was Made for Lovin' You

Rock and Roll All Nite

 Konzertbericht: The Who - Waldbühne Berlin

 

(M.D.) Eine der letzten großen Rock'n'Roll Bands der 60er Jahre trat am 20 Juni 2023 auf der Waldbühne in Berlin vor das gespannt wartende Publikum. Mit dem Orchester der Berliner Philharmoniker als Verstärkung im Hintergrund, betraten die Legenden Daltrey und Townsend die Bühne. Auf den Rängen der gut gefüllten Waldbühne brandete Applaus auf. Die alten Herren hatten sichtlich Freude ihre weltbekannten Songs zu intonieren.

Townsend spielte während dem gesamten Set eine gigantische Gitarre und kommuniziert mit den Fans vor der Bühne. Seine Ansagen sind teils witzig und selbstironisch und er erntet dafür so manchen Lacher Man sieht, dass hier Profis am Werk sind, die noch immer gut zusammen agieren. Daltrey ist gesanglich für sein Alter hervorragend. Sogar die hohen Gesangsparts bekommt er erstaunlicherweise noch prima hin. Man bemerkt zwar das Daltrey und Townsend ihre Spannungen nicht ganz beigelegt haben, aber auf der Bühne bieten sie dem Publikum über zwei Stunden eine hervorragende Show.

Als das Set beendet ist, verlassen die beiden Legenden samt Orchester die Bühne und kehren auch nicht für eine Zugabe zurück. Der einzige Wermutstropfen der Show ist, dass sie "My Generation" nicht gespielt haben. Später erfahre ich auch von anderen Besuchern, dass sie das Lied auch vermisst haben.

Alles in allem haben The Who aber eine wahnsinnige Show abgeliefert. Durchweg zufriedene Besucher verlassen das Gelände. Vielleicht ist es das letzte Mal dass man die Legenden der 60er Jahre auf einer Bühne gesehen hat. Deshalb fand ich es besonders wichtig sich diese Show noch einmal anzuschauen. Ich habe keinen Cent bereut, den ich für dieses Konzert ausgegeben habe, sei es die lange Anfahrt oder die Kosten für das Hotel... und ich denke so wird es bestimmt den meisten Besuchern auch gehen

 

Setliste:

 

Overture

1921

Play Video

Amazing Journey

Sparks

The Acid Queen

Pinball Wizard

We're Not Gonna Take It

Who Are You

Eminence Front

The Kids Are Alright

You Better You Bet

The Seeker

Substitute

Tattoo

Won't Get Fooled Again

Behind Blue Eyes

The Real Me

I'm One

5:15

The Rock

Love, Reign O'er Me

Baba O'Riley

Festivalbericht – MISE Open Air – Büßfeld – 8.-10. Juni 2023

Fassanstich mit Marco

 

(A.M./ M.D.) Obwohl das Festival „erst“ Donnerstagmittag offiziell losging, war eine Anreise bereits am Mittwoch ab 17 Uhr möglich und dieses Angebot nahmen einige Besucher gerne an. Neben dem Aufbau auf dem Campingplatz und einem dortigen gemütlichen Beisammensein fand abends bereits eine Warm-Up-Show statt. So war es nicht verwunderlich, dass der Campingplatz bereits am Donnerstagmorgen bei unserer Anreise gut gefüllt war und im Laufe des Tages bald bis auf den letzten Platz belegt zu sein schien. Bei unserer Ankunft wurden wir herzlich von unter anderem Marco, Marco (dem M.I.S.E. Präsidenten) und Manuel begrüßt… herrlich. Das Gemeinschaftsgefühl war direkt zu spüren. Wir danken euch! Mit einigen Freunden ging es dann hinunter in den Ort, wo im Feuerwehrzelt bei Haxen, Wurst und Bier eine gute Gelegenheit besteht Festivalgrundstimmung aufzubauen

Ritualisiert begann das offizielle Festival am Donnerstag um 14 Uhr mit dem Fassanstich von Vereinschef Marco Keller und der Bürgermeisterin Simke Ried. Musikalisch eröffneten, genauso ritualisiert, die „Rocking Kids“ das Festival und spielten querbeet alle möglichen Rock-Klassiker. Weiter ging es mit „Nuclear Warfare“, die ordentlich Stimmung mitbrachten und für die ersten Kopfschütteleinlagen der Festivalbesucher sorgten.

Mit „The Prophecy 23“ ging es genauso weiter, allerdings ohne die Härte, die die Vorgängerband auf die Bretter gebracht hatte. Die Kanadier „Lutharo“ begeisterten unter anderem mit der Stimme ihrer Frontfrau, die neben ihrem Grunting auch eine ganz feine Gesangsstimme anbieten konnte. Eine wirkliche Überraschung für uns, weil wir diese Band noch nicht kannten.

Party auf der Bühne und ausgiebiges Feiern vor der Bühne war anschließend bei „Defocus“ zu beobachten. Und Spaß in den Backen mit gleichzeitigen Grunting hatten auch „Cytotoxin“. Mir persönlich war allerdings die Show mit Atomfässern und Gasmasken irgendwie zu endzeitgemäß…etwas, was man in den jetzigen Zeiten irgendwie gar nicht gebrauchen kann. Entspannter und eher im Mainstream angesiedelt, folgten „The Unity“. Da auch regionale Musiker in der Combo spielen, war die Stimmung vor der Bühne sehr ausgelassen. 

Milking The Goatmachine

Danach betraten „Milking The Goatmachine“ mit ihren „Ziegenmasken“ die Bühne. Das Auftreten ist zwar für Fotografen gut geeignet, allerdings holt die Band mich musikalisch nicht wirklich ab. Beeindruckend ist allerdings, dass der Schlagzeuger auch für den Gesang zuständig ist und in dieser Kombination saubere Arbeit leistet. Nachts um 2 Uhr war der 1. Festivaltag dann beendet.

Das Schöne am MISE Open Air ist, dass wirklich jede Band von Anfang bis Ende genossen werden kann und die Umbaupausen gut dazu genutzt werden können, sich zu stärken. Die Getränkepreise waren auch in diesem Jahr wieder so kostengünstig wie möglich kalkuliert. Dies ist den Veranstaltern sehr wichtig und den Besuchern kommt das sehr entgegen. Es ist ein Festival von Fans für Fans. Und ein wahnsinnig vielfältiges Essensangebot gab es auch wieder. Neben den obligatorischen Pommes, Brat- und Rindswürden gab es auch in diesem Jahr wieder selbst gemacht Pizzen. Der Verein lässt sich da schon einiges einfallen und wir ziehen den Hut vor dieser Organisation und dieser Einsatzbereitschaft. Denn zusätzlich stand in diesem Jahr auch wieder die Pellkartoffel mit Dip auf der Speisekarte. Und als weiteres Highlight, für mich ganz persönlich, waren Flammkuchen und Kartoffelpfannkuchen mit Apfelmus zu genießen. Ich hoffe doch sehr, dass als Resümee beim Veranstaltungsteam herauskommt, dass sie diese auch im folgenden Jahr wieder anbieten werden.

Die Nacht verlief leider nicht für alle Festivalbesucher ruhig. Zum ersten Mal wurde nachts auf dem Campinggelände von Fremden gestohlen. Hierüber waren alle Besucher entsetzt. Im Laufe des Tages organisierte die Festivalleitung Marco mit seinem Team gemeinsam mit dem Sicherheitspersonal einiges, damit dies nicht wiederholt werden würde. Die Nacht von Freitag auf Samstag sollte für alle Festivalbesucher ruhiger werden. Dank einer Schichtplanänderung, die das Team der Securities gemeinsam mit der Festivalleitung und Freiwilligen der unterschiedlichen Metalfanclubs erstellte, konnte dies gelingen. Es wurden regelmäßige Kontrollgänge über das gesamte Festivalgelände gemacht und Fremde, sprich Personen, die keine Festivalbesucher waren, wurden am Einlass des Areals direkt zurückgewiesen. So verblieb die Nacht von Freitag auf Samstag ohne weitere Einbrüche oder größere Vorkommnisse. An dieser Stelle möchten wir uns im Namen aller extrem bei der Festivalorganisation und dem Securityteam bedanken, dass sie so etwas auf die Beine gestellt haben. Aber auch den Festivalbesuchern ist zu danken, denn die Hinweise, die tagsüber regelmäßig durchgesagt wurden, wurden sehr beachtet. Marco rief immer wieder dazu auf, aufeinander aufzupassen und bei besonderen Vorkommnissen Bescheid zu geben. Es ist ebenfalls herauszustellen, dass die Security im Graben und die Jungs am Einlass einen guten Job gemacht haben. Immer freundlich und ich habe manches Gespräch mit Markus am Eingang führen können. Da auch unser Bus hier in der Nähe stand, waren wir natürlich entsprechend gut bewacht.

Musikalisch eröffneten „Hell Patröl“ den 2. Festivaltag. Sie machten auf der Bühne und auch vor der Bühne sehr viel Spaß. Rotzig und rockig, wie es sein sollte. So ist es nicht verwunderlich, dass sich im Laufe ihres Gigs das Festivalgelände direkt vor der Bühne weiter füllte. Als zweite Band ging es mit „Nuclear“ aus Chile weiter. Trotz ihrer sehr abwechslungsreichen und schnellen Beats ist zu bemerken, dass sie als Band in der Lage sind, dies live auch abzubilden…hier passt musikalisch alles. Es war einfach ein Starker auftritt. „Warbell“ mussten ihren Auftritt für diesen Tag leider absagen. So ging es mit „Steelpreacher“ weiter. Sie verbreiteten wie erwartet wieder gute Stimmung. In diesem Jahr nutzen sie kleine 5 Liter Bierfässchen und versprühten das Bier in die Menge, die in der Sonne vor der Bühne brüteten.

Odium - Dominik Fox

„Nanowar of Steel“ aus Italien nahmen nicht alle Festivalbesucher mit. Mit einer extrem bunten Verkleidung sprangen sie quer über die Bühne. Irgendwie erinnerte das Ganze an eine Faschingsveranstaltung und wir konnten manch böses Wort zur Band hören. Allerdings gab es auch eine Menge Menschen, die den Zirkus vor der Bühne mitzelebrierten. Mit „Crisix“ aus Spanien ging es mit härterem Trash weiter. „Hiraes“ überzeugten mit einem extrem harten musikalischen Gig und einem Frauengesang, der definitiv einzigartig war. Als nächstes freuten wir uns, dass wir „Holy Moses“ ein weiteres Mal sehen konnten. Auf ihrer Abschiedstour bis Ende Dezember konnten wir sie bereits bei zwei vorherigen Festivals erleben. Und ihre Show war einfach toll. Dementsprechend war es auch vor der Bühne sehr voll nach einer echt guten Show hatten wir die Möglichkeit ein Interview mit Sabina Classen zu führen Dieses ist für euch auf YouTube abrufbar. Ihnen folgte „Tankard“. Seit 41 Jahren Trash Metal mit voller Power. Da gibt es wohl keine Fragen mehr. Am Ende ihres Gigs kam Sabina noch einmal mit auf die Bühne und genoss die Zeit mit ihrem Gerre gemeinsam zu singen. Überraschend war dann die Ansage der beiden, dass der Spruch von Gerre, den er am Rock Hard losgelassen hatte, sie seien verlobt wohl den Tatsachen entspricht…na dann mal alles Gute!!!! Es folgten die „Suicidal Angels“, die wie immer mit hartem Thrash_metal der Spitzenklasse überzeugten. Entsprechend gut war die Stimmung und man kann davon ausgehen, dass jeder Festivalbesucher an diesem Tag irgendetwas zum Abfeiern gefunden hatte.

Anschließend konnten alle Besucher dank des zusätzlichen Sicherheitskonzepts eine ruhige Nacht verbringen. Dies stand aber auch in den Gesichtern von Markus und seinem Team. Schlafmangel ließ grüßen. Wir danken euch noch einmal sehr für diesen wahnsinnigen Einsatz.

Nach einem tollen Frühstück mit einer vielfältigen Auswahl von belegten Brötchen mit Käse, Wurst, Schmierkäse oder auch Nutella und jeder Menge Kaffee starteten wir in den Tag. So ein Frühstück stellte der Verein jeden Morgen auf die Beine, Wahnsinn. Und bis mittags konnte auch jeder die tollen und extrem sauberen Duschen in den extra dafür aufgestellten und gemieteten Containern nutzen. So konnte also jeder Festivaltag gestärkt und sauber begonnen werden (wenn man dies den möchte).

Festivaltag drei starte musikalisch mit „Defazer“. Sie heizten den anwesenden Fans richtig ein, obwohl den Besuchern die letzten Tage deutlich in den Knochen steckten. Danach ging es mit „Thy Kingdom Will Burn“ weiter. Beide Bands sind Speed- und Trashmetal lastig unterwegs und so startete dieser Tag mit Vollgas. Ihnen folgte die eigentlich schon eher alte Trash Metal Band „Odium“, die in Relation zu ihren Vorgängern schon fast melodisch rüberkamen. Ralf und seine Jungs sorgten entsprechend für gute Stimmung. Erwähnenswert ist, dass Gonzo, der die erkrankte Bassistin Belinda (gute Besserung!!!) vertrat, einen tollen Job abgeliefert hat. Könnte daran liegen, dass er mit Schlagzeuger Dominik auch früher schon unzählige Bühnen gerockt hat.

Weiter ging es mit „Knife“. Die Band bemühte sich sehr die Fans vor der Bühne in die eigentlich unerträgliche Hitze der Sonne zu bewegen und konnte aber auch die „Schattenschneise“ gut verstehen. Mit „Vulture“ ging es genauso weiter. Wir freuten uns danach sehr auf „Motorjesus“ mit ihrem rockigen Sound, die genau wie auf dem Rock Hard Festival einen tollen Gig abgeliefert haben. Danach betraten „Illdisposed“ die Bühne. Eine solide Truppe, aber für mich war kein Highlight Song dabei.  Ihnen folgten „Benediction“, die wir bereits in diesem Festivalsommer genießen durften, dieses Mal aber mit deutlich weniger Sonnelicht. Danach ging es mit „Crematory“ in den Endspurt. Bei Crematory bin ich immer ein wenig zerissen. Manche Parts sind brettstark, aber so mancher Keyboardeinspieler, der an alte Bontempi-Orgeln erinnert holt mich dann wieder zurück. In Kombination wird das wohl nie meine Musik werden. Als letztes lockte „Legion Of The Damned“ nochmal alle Festivalbesucher vor die Bühne. Düster und fast ohne Licht ballerte die Formation ihre Songs über die Menge hinweg. Das Gelände hatte sich schon deutlich geleert und auch mir verlangte der Auftritt zum Schluss eines Festivals einiges ab. 

Legion Of The Damned

Alles in allem war es wirklich wieder ein tolles Festival eines enthusiastischen Metalclubs, der alles für das Wohl der Fans tut. Marco als Präsident des Clubs kann mit seinem gesamten Team sehr stolz auf sich sein, so etwas auf die Beine gestellt zu haben und es Jahr um Jahr weiter zu perfektionieren. Vielen lieben Dank euch! Die Tatsache, dass bereits nachts die ersten Blindtickets für das Festival im nächsten Jahr vorbestellt wurden, ist wohl ein weiterer Beweis, dass das MISE Open Air einfach toll ist.

Konzertbericht: Joe Bonamassa - SAP Arena Mannheim 05.05.2023

 

Für mich war das Konzert das einen Tag zu früh bekommene Geburtstagsgeschenk...und der Weg hat sich wie immer gelohnt. Wir waren relativ früh, um unseren Pressezugang u erhalten und fanden uns dann in einer gut gefüllten Halle wieder. Bonamassa hat es in den letzten Jahren geschafft, immer größere Hallen zu füllen und das ist bei der Performance auf der Bühne auch verständlich. Mit dem neuen Bassisten Calvin Turner, der den leider verstorbenen Michael Rhodes ersetzt hat, ist die Rhythmusgruppe wieder gut besetzt. Zum Glück ist auch der charismatische Reese Wynans wieder am Keyboard, der mit Legenden wie den Allman Brothers und Stevie Ray Vaughan die Bühnen geteilt hat.

Wie immer tauscht Bonamassa häufig seine Gitarren und jede einzelne stellt dabei etwas Besonderes dar. Der notorische Sammler alter, guter Gitarren kann hier immer mit den verschiedensten Schätzchen aufwarten.

Auch der zweite Gitarrist Josh Smith, der Bonamassa bereits auf der letzten Tour begleitete ist eine Koryphäe an der Gitarre. Manches Solo zeigt, dass er Bonamassa um nichts nachsteht. Dieses Jahr spielt Lemar Carter die Drums und macht dabei ebenfalls einen sensationellen Job. Die Background-Sängerinnen tragen den Rest zum Gesamtkonzept bei. Dannielle DeAndrea und Jade MacRae sind am heutigen Abend stimmgewaltig mit auf der Bühne.

Bei den letzten Liedern hält es die Zuschauer, wie bei allen Konzerten der Band, nicht mehr auf der Bestuhlung uns sie stürmen vor die Bühne, um die letzten Minuten des Abends mit der Band zu feiern. Wie immer ein tolles Konzert. Bluesfans sollten sich Bonamassa und seine Band anschauen, weil man hier nichts falsch machen kann.

 

Setlist:

Evil Mama

Dust Bowl

Love Ain't a Love Song

Self-Inflicted Wounds

The Heart That Never Waits

I Want to Shout About It

Double Trouble

I Didn't Think She Would Do It

A Conversation With Alice

Happier Times

Lonely Boy

Just Got Paid

 

Zugabe:

Sloe Gin

 

Festivalbericht – Rock Hard Festival – Amphitheater Gelsenkirchen – 26.05.-28.05.2023

 

(A.M./ M.D.) Auch in diesem Jahr stand an Pfingsten das Rock Hard Festival an. Die Freude war bereits im Vorfeld groß, weil die Running Order einiges versprach. Es war und ist irgendwie immer der Auftakt der Open Air Saison und ein Zeichen, dass der Sommer beginnt.

Am Freitag wurde das Festival musikalisch von „Screamer“ eröffnet. Mit ihrem kräftigen Sound machten sie bei den schon Anwesenden gute Stimmung und es war ein deutlich gelungener Auftakt. Weiter ging es mit „Motorjesus“. Die Band konnte mit ihrem Gig bestimmt weiter neue Fans gewinnen, weil sie wie gewohnt Rock´n´Roll vom Feinsten präsentierten. Ihnen folgte „Holy Moses“ auf ihrer Abschiedstour. Der Auftritt war deswegen definitiv emotional, aber dennoch musikalisch einwandfrei. Harten Rock gab es dann weiterhin mit „Vicious Rumors“ auf die Ohren und noch Härteres, gruntinglastiges kam danach von „Benediction“ Als Abschluss des ersten Festivaltags performten „Triptykon“ alte „Celtic Frost“ Songs, was viele Zuschauer sehr begeisterte und mich an meine jungen Jahre erinnerte, wo das Celtic Frost Album „Tryptikon“ in keinem Plattenschrank gefehlt hat.

Im Laufe des Tages war es immer voller auf dem Gelände geworden und die Stimmung war durchweg gut. Die Schlange am Einlass, um das Einlassbändchen zu erhalten, zog sich durch den Metalmarkt, wie jedes Jahr. Aber die Festivalcrew gab alles, damit dies reibungslos und schnell ablief.  Licht und der Sound auf der Bühne waren die meiste Zeit gut (eine Ausnahme gab es leider bei Testament) und die Wechsel auf der Bühne funktionierten im angegebenen Zeitfenster. Die Preise für die unterschiedlichen Essensstände (Pizza, Pommes, Bratwurst, Steak….) waren in diesem Jahr zum Glück auch wieder erschwinglicher als im letzten Jahr.

Den Samstag starteten wir mit einem ausgedehnten und extrem vielfältigen Frühstück bei Freunden, Hucky und Iris haben alles gegeben, bevor es dann gemeinsam wieder zum Amphitheater ging. Dort angekommen wurde es dann spannend. Aufgrund geänderter Flugzeiten und weiteren Zwischenfällen hatten die Veranstalter einiges zu tun, die Running Order anzupassen und diese immer wieder aktualisiert durchzugeben. „Hut ab!“ Im Laufe des Nachmittags wurde das Gelände trotz extremer Hitze und bei strahlend blauem Himmel ohne ein Wölkchen immer voller, wobei die Schattenplätze tatsächlich eher gering waren.

Musikalisch begannen an diesem Tag „Midnight Rider“ und rockten noch vor einer überschaubaren Publikumsmenge über die Bühne. „Knife“ überzeugten mit ihrem Set und begeisterten die Trash- und Speedmetalfreunde. Danach ging es mit „Depressive Age“ deutlich ruhiger weiter. Trotz der vielen positiven Meinungen zu dieser Band, die ich im Vorfeld nicht kannte, wird dies wohl nie meine Musik werden Ihnen folgte „Voivod“, die eigentlich an diesem Tag in Ulm hätten spielen sollen. Sie spielten ein tolles Set und die Stimmung war das erste Mal an diesem Tag auf dem Höhepunkt. „Brain Downey´s Alive And Dangerous“ waren danach einfach gigantisch. Sie spielten die Thin Lizzy Songs, als ob die alte Band auf der Bühne stehen würde. Auch optisch ist der Sänger und Bassist Phil Lynott sehr ähnlich. Zu „Nestor“ gab es, was den musikalischen Geschmack angeht, geteilte Meinungen unter den Fans. Glamrock mit Musikern in bunten Klamotten würde ich sagen…aber mcih hat die Band nicht abgeholt. „Sodom“ sprangen in ihrer Heimat relativ kurzfristig für „Exodus“ ein und überzeugten mit gutem Sound und einem starken Set. Die Fans feierten ihre Band, wie man es gewohnt ist und Tom und seine Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht. Auf den Headliner des Tages „Testament“ freuten sich alle im Vorfeld. Allerdings wurde hier (wie bereits bemerkt) der Sound bemängelt. Irgendein technisches Problem schien unlösbar zu sein und hat dem Auftritt deutlich geschadet…hier hätte ich dieser großen Band etwas Anderes gewünscht.

Testament

An diesem Tag konnten wir auch mehrfach die Lesung von Holger Schmenk zu seinem neuen Buch „Kumpels in Kutten 2“ besuchen. Wobei es statt einer Lesung meist ein lockerer Smalltalk mit unterschiedlichen Gästen zu Themen im Buch samt Hintergründen und persönlichen Empfindungen und Erinnerungen war. Auch unser Freund Hucky hat als Gast beigetragen und die Lesungen und die Geschichten aus der Szene haben Spaß gemacht. Leider waren die Lesungen nicht gut angekündigt und entsprechend besucht. Auch das sollte man bei den nächsten Veranstaltungen bedenken, da die Lesungen durchaus einen Gewinn darstellen.

Lesung

Und auch die Autogrammstunden der einzelnen Bands am oberen Rand der Freilichtbühne wurden umfänglich von den Fans genutzt und erfreuten sich, wie erwartet, wieder großer Beliebtheit. Die Stände rund um den Einlassbereich und auch drinnen wurden auch in diesem Jahr wieder fleißig besucht. Hier war wirklich für jeden was dabei und alle Fans konnten sich ihren Shoppinggelüsten während der Umbaupausen hingeben. Von Aufnähern über Kutten, Hosen, Anstecker, CDs und T-Shirts war wirklich alles dabei. Aber auch speziellere Leckereien, hier sei unter anderem eine gute Auswahl an Whisky und irischem Bier genannt, konnten genossen werden.

 

Sonntag, der letzte Tag des Festivals, war noch heißer…es sollte ein schweißtreibender Tag werden. Folglich war es leider auch etwas leerer, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Mittags begannen „Iron Fate“ musikalisch eher ruhig und melodisch mit einem runden Set und einigen Balladen. Nach diesem eher sanften Einstieg ging es mit „Undertow“ groovig weiter. Ihnen folgte „Wucan“. Die Band lieferte echt einen geilen Gig ab und es gab laute Zugaberufe. Agil und professionell haben sie es geschafft das Publikum auf der gesmaten breite zu erobern und wurden mit entsprechenden Reaktionen belohnt. „Legion Of The Damned“ zeigten sich wie erwartet musikalisch düster. Aber auch hier waren viele Fans zugegegen, die die Band abgefeiert haben. „Enforcer“ betraten die Bühne in Spanndexhosen als eindeutiges Erkennungsmerkmal. Musikalisch gut und spielfreudig wurde auf dem Gelände entsprechend weitergefeiert. Diese Feierlaune heizten „Tankard“ weiter an und auch ihre Autogrammstunde mit einer langen Warteschlange im Vorfeld unterstrich, wie sehr sie und ihre Musik geliebt werden. zum Erstaunen der Menge verkündete Gerre seine Verlobung mit Sabina Claasen von Holy Moses…was dabei rauskommt bleibt es abzuwarten. Wieder düsterer und deutlich langsamer folgte „Katatonia“. Für mich ist die Stimmung dann auch entsprechend wieder eingeschlafen. Da wartete ich gerne auf den Headliner, der mir musikalisch deutlich mehr zuspricht. Die „Michael Schenker Group“ gestaltete dann einen wahnsinnig geilen Abschluss des Festivals. Das Publikum feierte, sang mit und feierte den Gitarrenvirtuosen und seine Band entsprechend ab.

 

Klar ist auf jeden Fall, dass die Veranstalter mit ihrem gesamten Organisationsteam wieder ein insgesamt tolles Festival auf die Beine gestellt haben und allen Widrigkeiten getrotzt haben. Dafür sagen wir DANKE und freuen uns auf das nächste Rock Hard Festival an Pfingsten im kommenden Jahr, 17.-19. Mai 2024! 

Review: RAVEN - ALL HELL’S BREAKING LOOSE

(M.D.) Da kommt wieder ein Gewitter der drei älteren Herren von RAVEN auf uns zu, dass noch genauso kraftvoll daherkommt, wie die Scheiben der frühen Jahre (insgesamt sind es nun 18). Musikalisch hat sich da nicht viel geändert...den einen wird es freuen, andere werden es eher langweilig finden...mir gefällts zumindest. Überzeugt haben mich die Jungs schon beim diesjährigen No Playback Festival, wo die Halle bei ihrem Auftritt getobt hat.

Das Fazit auch bei dieser Scheibe…THRASH Metal, wie man ihn hören möchte. Auch das Artwork erinnert an alte Thrash Alben, die mit Comics nicht gespart haben. Das trifft auch für diese Scheibe zu...bunt, knallig und irgendwie lustig, was man da an kämpfenden Metalern gegen die Monsterarmee zu sehen bekommt. Manche verorten die Band ja eher im NWOBHM, was ich allerdings eher nie so gesehen habe...für mich steht die Thrash - Lastigkeit im Vordergrund.

Das Trio rumpelt durch die Stücke und am Ende hat man ein echtes Unwetter über sich herziehen sehen. Mir persönlich gefällt das ganz gut, auch wenn man nicht von Abwechslungsreichtum reden kann. Ich empfehle zum Anhören "Medieval" und "Edge of a Nightmare". Für Fans des Genres eine wirklich empfehlenswerte Scheibe, die althergebrachtes logisch fortsetzt. Raven ist wie folgt besetzt: John Gallagher - Gesang, Bass, Mark Gallagher - Gitarre und Mike Heller - Schlagzeug.

Das Promoportal-germany vergibt für dieses Thrash-Brett 8 von 10 Punkten. Danke dass manche Dinge bleiben, wie sie waren.

 

Tracklist:

Medieval

Surf the Tsunami

Turn of the Screw

All Hell’s Breaking Loose

The Far Side

Desperate Measures

Victory’s Call

Edge of a Nightmare

Invasion

Go for the Gold

 

 

 

Festivalbericht – No Playback Festival – 28./29. April 2023 – Kulturhalle Remchingen

(M.D./ A.M.) Am letzten Aprilwochenende fand das nun mittlerweile alljährliche „No-Playback-Festival“ statt. Wie so oft war es für uns das erste Festival des Jahres und somit der Saisonauftakt. Zum zweiten Male konnte Veranstalter Matthias Häcker mit seinem Team die Kulturhalle in Remchingen als Location ergattern. So war bereits im Vorfeld klar, dass beste Gegebenheiten herrschen würden. Das eigene Team von Matthias wurde wieder tatkräftig durch Fachpersonal in Form von Securitys, Bühnenbauern, Licht- und Tontechnikern usw. unterstützt. Also war alles bestens vorbereitet. Für das leibliche Wohl an diesem Wochenende sorgten der obligatorische Pommes-Stand und ein Asia-Food-Truck, der als ehemaliger Bus doch sehr groß war.

Bereits am frühen Freitagabend ging es in der Kulturhalle los. Doch natürlich trafen sich einige Festivalbesucher auch bereits am Nachmittag auf dem Campinggelände oder in den umliegenden Hotels. Egal wann und wo man sich traf, das Wiedersehen war oft mit viel Freude und langen Unterhaltungen verbunden. Dies zeigte einmal mehr, wie eingeschworen die Fangemeinde ist und dass das Festival zu Recht ein fest eingeplanter Termin in jedem Kalender sein sollte.

Musikalisch begann das Festival mit „Hell Patröl“ mit jeder Menge Tempo. Ihr Speedmetal als Auftakt war definitiv eine gute Wahl. Alle Fans wurden direkt passend eingestimmt und die Zeit des Feierns konnte beginnen. Die Stimmung stieg mit „Savage Existence“ weiter. Viele sind einfach Fans von heftigem Deathmetal und kamen so natürlich direkt auf ihre Kosten. Auf „Sanhedrin“ freuten sich im Vorfeld schon viele Festivalbesucher. Und sie sollten auf ihre Kosten kommen. Der klassische Hardrock kann sich definitiv hören lassen. Ein persönliches Highlight von uns folgte mit „Rezet“. Seit Jahren besteht ein freundschaftlicher Kontakt zu den echt netten und bodenständigen Jungs. Mit ihrem stilechten Trashmetal leben sie ihren Traum aus und bleiben dennoch realistisch, was Touren und Kosten anbelangt. Und natürlich durfte nach ihrem Gig das ausführliche Gespräch nicht fehlen. „Crystal Viper“ um Marta Gabriel zogen viele neugierige Blicke auf sich. Viele, so konnten wir erfahren, waren sehr auf Marta selbst gespannt. Und die positive Stimmung bestätigte das Können. Zum Abschluss gab es durch „Ross The Boss“ nochmal richtig was auf die Ohren. Zuvor konnten wir nachmittags bereits in Videointerview mit Ross selbst führen. Dies findet ihr online. Die Show am Abend war einfach klasse. Hier merkte man immer wieder, dass das Handwerk gepaart mit Liebe und Leidenschaft einfach Weltklasse ist.

So war bereits der erste Festivaltag ein voller Erfolg und alle konnten positiv berauscht in ihre Betten fallen.

Am Samstag ging es dann am Nachmittag weiter. Insgesamt standen sieben Bands auf dem Plan. Den Auftakt an diesem Tag machten „Act Of Creation“ mit ihrer Mischung aus Trash und Melodicmetal. Ihnen folgten „Tarchon Fist“. Hier durften sich die Festivalbesucher auf neue Songs freuen, die in diesem Jahr erst auf ihrem neuen Album veröffentlicht werden. Weiter ging es mit „Contradiction“. Harter Trash Metal heizte die Stimmung weiter ein. Als nächstes gehörte die Bühne „Traitor“ aus Balingen. Danach folgte „Vicious Rumors“ ein echtes Urgestein des Genres und die Band rockte die Bühne gewaltig. Entsprechend wurden Köpfe geschüttelt und die Stimmung im Saal war einfach großartig

Viele Festivalbesucher freuten sich auf „Holy Moses“ mit Sabina Classen. Die Band ist aktuell nach über 40 Jahren Bandgeschichte auf ihrer Abschiedstour. Folglich knallte es hier nochmal richtig und die Begeisterung war groß. Als Abschluss ging „Raven“ auf die Bühne. Sie zeigten mal wieder, dass die Beschreibung der „intensivsten Live-Band“ einfach stimmt. Sie sind zwar lange im Geschäft, haben aber einfach alles richtig gemacht und krachen immer noch genauso, wie sie es früher getan haben. Ein echt würdiger Abschluß.

Folglich bedanken wir uns ganz herzlich für dieses tolle Festival samt der ganzen Organisation. Matthias, du hast ein tolles Team und super Kooperationspartner an deiner Seite! Bitte mach weiter so, damit das nächste „No Playback Festival“ am 19. und 20. April 2024 wieder so ein Erfolg wird!  

 

Papalala Festival 24 und 25.03.2023

 

Am 24.05.2023 finden wir uns in der Stadthalle in Treis ein, um wieder einmal am Papalala Festival teilzunehmen. Der Verein, der das Ganze organisiert ist wieder gut organisiert an den Start gegangen und hat ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Hier wird in jedem Falle alles richtig gemacht. Einige Gespräche mit Dirk Wallenfels im Vorfeld haben uns einen guten Eindruck vom Zusammenhalt der Jungs und Mädels geliefert und der Freude, mit der sie IHR Festival ausrichten.

 

Gegen 19 Uhr betritt dann mit M:O:R:Z:E: die erste Bühne die Showbühne in der Halle in Treis. Die Band stammt aus dem Umfeld der Gemeinde und liefert einen Mix aus eigenen Songs und nachgespieltem Material ab, und man feiert die Songs der Band genauso, wie ein Cover von Billy Idol, oder die „Ghostriders In The Sky“. Zur Show gehörte dann auch eine eigene Theke auf der Bühne und eine Kanzel an der gepredigt wurde.

Nach dem ersten Akt des Festivals herrscht bereits eine großartige Stimmung im Saal und das Veranstaltungsmanagment bedankt sich bei den über 70 Helfern, die dieses Event erst möglich machen. Besonders schön ist auch, das Thomas Brückner mit seinen Kameras am Start ist, um das Festival aufzuzeichnen. Wir kennen Thomas schon vom Herzberg Festival und der Berliner hat auch den Weg nach Treis nicht gescheut, um seine Arbeitskraft mit einzubringen.

Weiter geht es mit Rock Zone. Die drei Jugendlichen sind bereits seit Jahren fester Bestandteil des Festivals und haben diese Bühne bereits gerockt, als sie noch im einstelligen Altersbereich waren. Natürlich sorgt die Band für gute Stimmung und führt das Konzept der ersten Band weiter, eigene Songs mit Nachspielsongs zu mischen. Die Stimmung ist sichtlich gut und es wird ordentlich abgerockt vor der Bühne. Die Songs der Ärzte kommen dabei genauso gut an, wie „Killing In The Name Off“ und die Eigenkompositionen der Formation.

Nach einer kurzen Umbaupause in der das Papalala Team noch eine echte Überraschung erlebt, sollen Rebellion die Bühne betreten. Der Verein Alsfeld erfüllt Herzenswünsche hat eine echte Überraschung parat, die das gesamte Team des Festivals rührend entgegennimmt. Eine Spende in beträchtlicher Höhe ehrt die Arbeit der Papalala-Jungs und zeigt, dass ihr Engagement weit über die kleine Gemeinde hinaus Anerkennung findet. Eigentlich sollte jetzt die Band Versus spielen, die aber kurzfristig wegen einer Erkrankung die Gelegenheit die Halle in Treis zu rocken nicht wahrnehmen konnte.

 

Dann betritt das Metal-Urgestein Rebellion die Bühne. Sänger Michael hat die Halle schnell im Griff und auch der Bassist Tomi Göttlich, der als ein weiteres Gründungsmitglied der Formation mit auf der Bühne steht hat sichtlich Spaß an der Stimmung im Saal. Die Band spielt Songs aus der gesamten Bandgeschichte und lässt sich von mehreren gerissenen Seiten nicht abhalten ihre Songs mit viel professionellem Können in den Saal zu ballern. Die Stimmung des Abends ist auf dem Höhepunkt und man kann viele zufriedene Gesichter in der Halle sehen, nachdem der letzte Ton erklungen ist. Der gut besuchte Merchandise-Stand zeigt, wie die Band auf das Publikum gewirkt hat. Der Abend klingt mit ein paar Bierchen und guten Gesprächen aus…und man freut sich auf Tag zwei des Festivals.

Der Samstag ist ähnlich besucht wie der Freitag, an jedem Tag waren es knapp 200 Menschen, die das Festival besucht haben. In Zeiten in denen eins nach dem anderen Festival absagen muss, weil niemand Karten kauft, ist das eine beachtliche Leistung, die sicherlich dem Orgateam zu verdanken ist, die im Vorfeld keine Möglichkeit versäumt haben, das Festival zu bewerben, wie es die Bands auch getan haben.

Als erstes spielt Torino, die wieder eine Mischung aus eigenen Songs und nachgespielten Stücken präsentiert. Das Publikum im Saal geht ordentlich mit und feiert die Band, die auf der Bühne alles gibt. Ein gelungener Opener, der den Tag gelungen eröffnet.

Um 20.45 betritt AngeEKELt die Bühne. Die vierköpfige Band, Bernd Sommer, Marc Debus, Tobias Krentscher und Joschi Neumann, präsentieren nur selbstkomponierten deutschen Punk´n´Roll der das Feiern in den Vordergrund stellt und häufig dem Bier huldigt. Es gibt aber auch ernste Themen, die beleuchtet werden, wie der „Sensemann“ und der Song „Du Egoist“ zeigen. Als Showeffekt trat der Sensemann persönlich auf und ein Pirat war bei „Hart am Wind“ auch dabei. Im vorderen Bereich des Saals wurde heftigst Pogo getanzt und der Auftritt verging wie im Flug.

 

Photo von Jan Heesch

Danach betrat Paddy Goes To Holyhead die Bühne, um mit Irish Folk zu überzeugen. Paddy Schmidt und seine Truppe sind nun mehr als 30 Jahre am Start und entsprechend war die Resonanz der Fans. Am Bass war Uhu Bender und die Fiddel spielte mit gewohnter Virtuosität Almut Ritter. An den eindeutig Irish geprägten Kleidungsstücken konnte man die Hardcorefans gut ausmachen. Die Band spielte „Here´s To The People“, „Johnny Boy Went To The War“ und andere Stücke aus der langen Bandgeschichte, bevor sie traditionell mit dem Song „The last Song For Tonight“ die Bühne verließen.

 

Den Abschluss des Abends bildete dann die Band „The Lightning Strikes“. Die Coverband sorgte bei dem schon in Feierlaune befindlichen Fans für viel Freude und so wurden die Gassenhauer, die die Band präsentierte, ordentlich mitgesungen. Auch einige eigene Songs waren mit am Start. Der Band ist es gut gelungen den Partypegel der Halle zu halten und die Leute powerten sich zum Ende des Festivals noch einmal richtig aus.

 

Als Fazit bleibt hier nur zu sagen…WEITER SO PAPALALA FESTIVAL…Seit 10 Jahren eine feste Institution, die sogar der Lahmarschigkeit der Fans nach der Coronakrise getrotzt hat. Man hat den Eindruck, diese Zeit tötet die Kultur nachhaltig und gar mancher sollte sich fragen, ob er seine vier Wände nicht mal wieder verlässt. Menschen sind etwas Feines, vor allem, wenn sie bei so guter Organisation zum Feiern gebracht werden….WIR FREUEN UNS AUFS NÄCHSTE JAHR.

Livebericht Scumbash Festival / Rotterdam

Ein Eintagesfestival haben wir lange nicht mehr gemacht, aber bei dem Line Up an Punkgrößen kamen wir an dem Angebot einfach nicht vorbei. Die Anreise erfolgte dann bereits am Freitag und hat uns einen schönen Abend in Rotterdam, mit einer Unterkunft auf einem Schiff beschwert, die hervorragend war.

Am Samstag ging es dann nach dem Frühstück in eine ehemalige U-Boot Werft, in der das Festival stattfinden sollte. Hier war alles gut organisiert und wir bekamen unsere Zugänge sehr schnell und konnten dann vor Einlass bereits gepflegt ein Bier in der Halle trinken und die drei Bühnen in Augenschein nehmen, die in den beiden langen Hallen zur Verfügung stehen. Auch das Catering war gut organisiert...es gab belgische Fritten, veganes Essen, Kaffee und natürlich lange Biertresen. Die Halle war auf die über 2500 Besucher gut vorbereitet. Auch die Backstagezugänge waren für uns offen und wir bekamen hier unseren Kaffee und kleine Snacks, die den Tag wesentlich angenehmer machten.

 

 

Daydrinkers

Auf den drei Bühnen ging es dann im Laufe des Tages hoch her. Für uns war das erste Highlight Daydrinker, die den Saal das erste Mal zum Kochen gebracht haben. Die Liste aller Bands findet ihr im Anschluss an den Artikel. Mit Carnivore a.d. war dann auch etwas ziemlich metallisches am Start. Wir haben die Band bereits mehrfach gesehen und die Reaktionen des Publikums haben auch hier gezeigt, dass die Band versteht die Leute in ihren Bann zu ziehen. So folgte in schneller Folge Band auf Band....und hier müssen wir die Veranstalter hoch loben...der Timetable wurde bis auf ein einziges Mal zum Ende hin punktgenau eingehalten. Hier sollte sich manch anderes Festival ein Scheibchen abschneiden. So ist es auch gelungen, dass alle Bands für das Publikum zu sehen waren, wenn sie dies den wollten. Logischerweise gab es kleine Zeitüberschneidungen mit der kleinsten Bühne im Saal, aber auch hier war immer eine Möglichkeit die Bands zu sehen, während die beiden Hauptbühnen gut getimt nebeneinanderher liefen…Hut ab!!

 

Demented Are Go

Kommen wir nun dazu, was uns noch begeistert hat. Demented Are Go hat mit seiner Show begeistert. Über die Band hört man viele kontroverse Meinungen, aber an diesem Abend waren sie gut und haben ordentlich abgeräumt. Dann kam die Mitteilung, dass Exploited, wegen eines Herzinfarktes des Sängers Wattie nicht stattfinden würde. Allerdings hat die Festivalleitung mit Disturbance einen guten Ersatz gefunden. Der Abend wurde dann insgesamt sehr hochklassig Die Spades haben mächtig Spaß gemacht und Death Before Dishonour ebenso. Unsere Zugänge zu den Pressegräben finden nur noch über die Backstage Zugänge statt, da durch die 2500 Leute kein Durchkommen mehr ist.

The Toy Dolls

Den Höhepunkt erreicht die Stimmung bei den Toy Dolls....hier hüpft die gesamte Halle hin und her und grölt lautstark mit. Auch Disturbance ersetzen Exploited gut und die Halle tobt. Mit Peter Pan Speedrock betritt dann ein niederländischer Lokalmatador als letztes die Bühne und pumpt die Leute endgültig aus...ein Festival wie es sein sollte. Ich hoffe wir sind im nächsten Jahr wieder dabei…und man kann es auch nur empfehlen.....weiter so Jungs.

Ein kulinarisches Erlebnis auf dem Rosenhof Ruf.

 

Am Freitag, dem 07.10.2022 war es so weit. Morgens habe ich mich auf die Reise zu meinem alten Schulkameraden Alexander Möglich nach Braunfels-Tiefenbach begeben, um ihn bei den Vorbereitungen zum sechs Gänge-Menü für die Rosentafel im Rosenhof Ruf in Bad Nauheim zu beobachten. In der Küche herrschte geschäftiges Treiben, allerdings ohne, dass es nach irgendwelchem Stress aussieht. Während des Kochens werden sogar noch die Probleme von Alexanders ukrainischen Mitbewohnern geklärt und trotzdem läuft in der Küche alles rund. Britta wäscht Salat, ......stellt die Salsa für den Abend her und Alexander kocht eine riesige Menge Gulasch in einem ebenso großen Topf auf. Nebenbei wird Kümmel angeröstet, Soßen probiert und abgeschmeckt und das Küchenteam macht dabei einen routinierten Eindruck. Hier merkt man, dass mit Freude routiniert zusammen gearbeitet wird…schön zuzuschauen, vor allem wenn man selbst Erfahrungen in Küchen renommierter Häuser gemacht hat und die Stimmung in deren Küchen nicht vermisst.  Nach über einer Stunde fahre ich dann wieder nach Hause und freue mich auf das Essen heute Abend

Um 18 Uhr finden wir uns auf dem Rosenhof Ruf in Bad Nauheim-Steinfurth ein. Zuerst begutachten wir den Hofladen und bekommen einen frischen Apfelmost als Begrüßungsgetränk. Die Tische sind liebevoll im Gewächshaus gedeckt und der prachtvolle Sonnenuntergang trägt das seine zur Stimmung des schönen Abends bei. Los geht es dann aber draußen mit den beiden Vorspeisen. Als erstes gibt es Hagebutten Bruschetta und danach „Füllhörner“; mit Quinoa, Walnüssen und Äpfeln gefüllte Spitzpaprika. Gleichzeitig unterhält der Besitzer des Hofes Werner Ruf die über 60 anwesenden Gäste mit kurzen Gedichten, Fachwissen und lustigen Anekdoten.

Für das Hauptgericht geht es dann in das schön gestaltete Gewächshaus, an das eine kleine Küche angebaut ist. Hier ist Alexander mit seinem Team zugange, um alles rechtzeitig auf die Tische zu bekommen, während die Mitarbeiter des Rosenhofs die Gäste mit Getränken versorgen. Weiter geht es mit herbstliche Frittata, die mit Salat und Rosen Vinaigrette gereicht werden. Der Geschmack einzigartig, weil er ungewohnt ist, aber extrem lecker. Nun freuen wir uns auf die warmen Gerichte. Als nächstes folgen Parpadelle mit Birnen Gorgonzola Füllung und Steinpilz Soße. Die Steinpilze sind von einer Freundin Alexanders erst am Tag zuvor frisch im Wald geschnitten worden und entsprechend intensiv und lecker ist der Geschmack.

Werner unterhält zwischen den Gängen mit seinem enormen Fachwissen über Rosen und Hagebutten, dass er teilweise wirklich künstlerisch, kabarettistisch verpackt, so dass er den entsprechenden Applaus der Anwesenden für seine Vorträge erntet. Auch sein selbst erstelltes Buch über Rosen mit hunderten von sehr detaillierten Fotografien stellt er vor und findet auch Abnehmer dafür. Auch Alexander informiert über die Speisen und die Art der Zubereitung und beide sind immer offen für die Fragen der Gäste.

Das eigentliche Hauptgericht ist ein maurisches Rinder Ragout mit Quitte und Kürbis, dazu werden Kartoffel Ziehharmonika gereicht, Kartoffeln, die in hauchdünne Scheiben vorgeschnitten sind. Ein intensiver südländischer Geschmack ist genau das richtige für meinen Gaumen und das Fleisch ist zart gekocht. Ich fühle mich tatsächlich an schöne Tage in Marokko erinnert und der Duft, den man auch von den Märkten Marrakeschs kennt, liegt in der Luft. Als vegetarische Alternative werden Beluga Linsen Lasagne mit Spinat und Quitte angeboten…hier wird wirklich an alles gedacht.

Das Highlight ist für mich aber tatsächlich die Nachspeise. Es gibt ein marmoriertes Rotweinbirnen Eis, das in einer Blüteneisschale präsentiert wird. Dazu gibt es eine frisch aufgeschlagene Zabaglione mit Eiern der Rosenschule Ruf. Das Eis hat einen ganz eigenen und ungewöhnlichen und intensiven Geschmack, den ich so nicht kenne. Alexander schafft es tatsächlich meinen Gaumen mit Geschmacksrichtungen zu fordern, die ich bisher nicht kenne …und das ist für jemanden der weit in der Welt herumgekommen ist schon etwas besonderes…Hut ab. An dieser Stelle sei folgendes noch erwähnt. Das Küchenteam von Alexander hat sich in einer ruhigen Minute an mich gewendet und eine Bitte geäußert…ich solle in jedem Falle erwähnen, dass sie den besten Chef der Welt hätten…wer so ein Lob seiner Mitarbeiter bekommt, macht sicherlich alles richtig…ich würde sagen weiter so. Bedanken möchten wir uns auch bei allen, die diesen Abend möglich gemacht haben,  auch die freiwilligen Helfer, die dazu beigetragen haben alles rechtzeitig auf den Tisch zu bekommen, was bei über 60 Leuten entsprechend schwierig ist, wenn alle möglichst gleichzeitig essen sollen. Hier gilt der Dank noch einmal Yanelsis, Kirsten, Annette, und Moni vom Rosenhof.

Alles in allem ist die Rosentafel auf dem Rosenhof Ruf nur zu empfehlen. Hervorragendes Essen mit informativer Unterhaltung, die das Gesamtkonzept zu einem abendfüllendenden Erlebnis werden lassen. Wer gerne gut isst und offen ist für neue Geschmäcker und geistreiche Unterhaltung ist hier gut aufgehoben. Ein Programm, dass man alleine oder mit vielen Freunden genießen kann und das keine Wünsche offen lässt. Hoffentlich sind meine Empfehlungen jetzt nicht so gut, dass ich keinen Platz mehr bei den Vorbuchungen bekommen kann...das nämlich würde mich und auch meine Begleitung Anne sehr ärgern. Buchen kann man das Ganze auf der Webseite des Rosenhofs Ruf unter: https://www.rosenschule.de/index.php/veranstaltungen.

 Wer sich das Erlebnis eines außergewöhnlichen Menues lieber für sich und seine Gäste nach Hause holen will kann Alexander über www.alexander-moeglich.de erreichen

 

Nachbericht: DeWolff und The Black Crowes - Bochum 08.10.2022

 

Am Samstag, den 08.10.2022 haben wir uns in der RuhrCongresshalle in Bochum eingefunden, um DeWolff und The Black Crowes Live zu erleben. Bereits um 16 Uhr haben wir einen Interviewtermin mit Lukas van de Poel, Pablo van de Poel und Robis Piso von DeWolff für ein Videointerview. Die Jungs erzählen uns viel über ihre neue Scheibe "Love, Death & In Between" und die Tour mit ihren Idolen von The Black Crowes. Ein sehr sympathisches Trio, dass und auch verspricht, für zukünftige Shows weitere Musiker auf die Bühne zu holen, um multiplere Instrumentierungen live präsentieren zu können.

Um 20.15 erleben wir DeWolff dann auf der Bühne. Kraftvoll und mit Druck präsentieren sie die Mischung aus Psychodelic- und Bluesrock, faszinieren mit einer virtuosen Vorstellung von Robin an der Orgel und toll in Szene gesetzten Gitarrensolos von Pablo, der auch ansonsten mit dem Sechsaiter für einen ordentlichen Groov sorgt, während Luka wie ein Uhrwerk für den Rhythmus der Band sorgt. Die Jungs verlassen nach 45 Minuten, nach einer, für mich zu kurzen, faszinierenden Show die Bühne und machen Platz für die legendären Black Crowes.

Diese betreten nach einer halbstündigen Umbaupause die Bühne und ziehen das Publikum in ihren Bann. Leider sind von der Urbesetzung des Jahres 1989 nur noch die beiden Brüder Chris und Rich Robinson in der Band, aber sie haben mit den neuen Bandmitgliedern einen würdigen Ersatz für eine tolle Bühnenshow gefunden. Wie ein Uhrwerk spulen die Crowes ihre Klassiker, sowie neuere Stücke ab und faszinieren mit ihrem Southernrocksound, tollen Gitarrensolos und einer mächtigen Bühnenpräsenz. Natürlich dürfen Hits wie "Remedy", "Jealous Again" und "She Talk To Angels" nicht fehlen und werden von den fast 2000 anwesenden Fans ordentlich mitgefeiert. Nach einer anderthalb Stunde und einer Zugabe der Band verlassen viele zufriedene Fans die Halle in Bochum. Nicht nur der Hauptact war eine Bereicherung auch DeWolff haben für magische Monete gesorgt und damit geht ein gelungener Konzertabend in Bochum zu Ende.

Bildergalerien

DeWolff:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5755777074482878

The Black Crowes:

 

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5755845034476082

Nachbericht: Golden Age Rock Festival – Lüttich – Belgien 2022

 

Auch in diesem Jahr ging es wieder nach Lüttich zum Golden Agre Rock Festival (G.A.R.F.) In diesem Jahr für uns etwas Besonderes, weil wir neben der Berichterstattung noch eine Bilderausstellung des Promoportals zu stemmen hatten, die neben den Ausstellungen des Coverkünstlers Eric Philippe und des Fotografen Franky Brunell angesiedelt war.

Aber das Festival war auch ansonsten wieder mit einem guten Programm bestückt und ein Markt im Foyer des Festivals im Kongresszentrum von Lüttich bot CD´s, Platten und jede Menge Fanartikel an.

Der Freitag startete schon mit einigen Bands, die eine besondere Erwähnung verdienen. Nach der Eröffnung durch Lions Pride Killer kam ein Brett auf die Bühne, dass ich noch aus meinen jungen Metalertagen kenne und die es noch immer nicht verlernt haben. Danach folgte Steellover, die ein solides Set ablieferten, gefolgt von den belgischen Regionalmatadoren Ostrogoth, die entsprechend vom Publikum gefeiert wurden.

Die deutsce Band Victory legte entsprechend nach und zeigte, dass sie noch lange nicht zum Alteisen gehören. Vor allem die Gitarrenarbeit von Herman Frank ist noch immer beeindruckend. Mit Diamond Head betrat dann eine weitere Rockgröße die Bühne. Nach den Rereleases ihrer bekannten Scheiben zeigten sie, dass es auch hier Live noch lange nicht vorbei ist. Zum Schluss folgte Baron Rojo, die mich persönlich nicht so sehr begeisterten, aber vom Publikum trotzdem gefeiert wurden…ein erfolgreicher erster Tag war bestritten

Tag 2 wurde vom Froidebise Trio eröffnet, die ein schönes rockiges Set vorlegten und mir, obwohl ich vorher noch nie etwas von ihnen gehört habe, gut gefallen haben. Epitaph legte dann sphärisch nach und man fühlte sich in alte Prog-Rock-Zeiten zurückversetzt. Ocean und die Heavy Metal Kids rockten dann die Bühne weiter, obwohl die „Kids“ heute eher an „Grandpas“ erinnerten. Dann folgte Stray, die dem ganzen etwas mehr Anzug im musikalischen Sinne verpasste. Mit Russ Ballard betrat die erste Szenegröße des Tages die Bühne und er lieferte einen Hit nach dem anderen ab. Auch Stücke, die er für andere Künstler geschrieben hat waren im Repertoire (z.B. God Gave Rock And Roll To You). Das eigentliche Highlight des Tages betrat danach die Bühne. Mother´s Finest zogen alle Register einer großartigen Rock´n´Roll Band und brachten den Saal zum Kochen. Pure Spielfreude und großartige Musiker taten dazu das ihre. Mit M.F. und Angel folgten dann zwar weitere bekannte Namen, die aber an das Niveau von Mother´s Finest nicht mehr herankamen. Vor allem die Show von Angel, die schon beim letzten Mal anwesend waren, hat mich nicht mehr abgeholt. Die Band wirkte an diesem Abend eher verstaubt und man hatte den Eindruck, dass die guten Zeiten schon etwas her sind.

Der dritte Tag wurde von Vacation gut eröffnet. Trotz der frühen Stunde legten sie gleich richtig los und die anwesenden Gäste feierten ihr Set entsprechend ab. Mit Robby Valentine betrat ein weiterer bekannter Künstler die Bühne, der trotz seiner Erblindung eine tolle Show ablieferte. Grand Slam steigerte dann die Stimmung weiter und es folgte eine tolle Show von Pink Cream 69, die ich das letzte Mal vor fast 20 Jahren gesehen habe. Auch hier kann man sagen…es passt noch alles. Rockig ging es mit Alcatraz weiter, bevor die Mädels von Girlschool die Bühne betraten und keinen Stein auf dem anderen ließen. Songs aus der gesamten Schaffensperiode wurden von den Fans abgefeiert und mitgesungen…wie in einem Girlschool Song vertont…999 EMERGENCY. Danach folgte der letzte Act des Festivals mit Machiavel. Wesentlich gediegener wurde das Festival beschlossen, bei dem Girlschool das wirklich letzte große Feuerwerk abgebrannt hat.

Ein rundum gelungenes Festival fand so sein Ende. Tolle Bands und ein gelungener Rahmen tat dazu das Seine. Wir bedanken uns noch einmal bei allen Organisatoren, Freunden, Mitarbeitern und Künstlern für ein tolles Wochenende.

Bildergalerien:

Killer:

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Ostrogoth:

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Lions Pride:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5641867899207130

Steelover:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5642114399182480

Victory:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5644474555613131

Diamond Head:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5644564142270839

Baron Rojo:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5651019261625327

Froidebise Trio:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5654139577979962

Epitaph:

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Ocean:

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Heavy Metal Kids:

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Stray:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5660859207307999

Russ Ballard:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5660892557304664

Mother´s Finest:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5660930267300893

Angel:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5661002623960324

Vacation:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5672580742802512

Robby Valentine:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5672649049462348

Grand Slam:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5672691069458146

Pink Cream 69:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5672745672786019

Alcatrazz:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5672938769433376

Machiavel:

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Nachbericht: Sinner Rock Festival – Sinntal – 9./10. September 2022

(M.D./ A.M.) Wie immer fand am 2. Septemberwochenende das Sinner Rock Festival in Sinntal statt. In diesem Jahr ging es in die 5te Runde. Während der Coronazeit waren die Veranstalter mit ihrem Team ebenfalls fleißig und kreativ. Sie konnten in einem Jahr drei kleinere Veranstaltungen mit je 250 Sitzplätzen realisieren und die Fans so glücklich machen. Im zweiten pandemiegeplagten Jahr war sogar ein „richtiges“  Festival möglich, welches allerdings mit Maskenpflicht usw. einherging. 

In diesem Jahr war die Freude groß. Das Festival konnte wieder „normal“ ohne Einschränkungen und gesonderte Pandemieauflagen stattfinden. Es gab eine große Bühne, auf der die unterschiedlichsten Bands aus der ganzen Welt spielten, und zudem eine Akustikbühne. Hier gab es kleine, aber sehr feine Schmankerl zu genießen. Die beiden Bühnen waren zeitlich ideal genutzt, so dass die Umbaupausen zu keiner Langeweile führten.

Insgesamt war die Organisation super. Es gab unterschiedliche Park- und Campingplätze, die Einweisung erfolgte zielsicher, der Einlass war sehr strukturiert und auf unvorhersehbare Ereignisse (Band hat eine Panne mit ihrem Mietwagen vom Flughafen zur Veranstaltung) wurde im Sinne aller kreativ reagiert und kurzerhand umgeplant. Die Spielzeiten mit den anderen Bands wurden nach Ab- und Rückprache umgestellt und und und.

Besonders schön war der Einbezug der umliegenden Vereine. Beispielsweise war der Grillstand samt Pommesverkauf komplett in der Hand der freiwilligen Feuerwehr. Und auch selbstgemachter Kuchen konnte in einer Vielfalt genossen werden. Zudem konnten externe Anbieter ihre Leckereien (vegane Burger, kreative Kaffee-spezialitäten, Brizza als Mischung zwischen Pizza, Bretzel und Falmmkuchen,…) zum Verkauf anbieten. Und an Getränken mangelte es mit einer großen langen Theke und mehreren Bierwagen natürlich auch nicht.

Neben dem Verkauf für das leibliche Wohl konnten auch nach Herzenslust Merchandiseartikel gekauft werden. Hierfür hatten die Veranstalter ebenfalls einige Zelte aufgebaut und demnach mangelte es hier ebenfalls nicht an Platz.

Über dieses zahlreiche Angebot freuten sich die Fans. Mit über 2000 verkauften Karten war das Festival ausverkauft. Und dennoch blieb es familiär und liebevoll. Besonders imponierten mir die freiwilligen Helfer. Über die Homepage des Festivals konnte sich jeder im Vorfeld melden und Helferdienste (bezahlt) übernehmen. Dies fand ich persönlich einfach nur toll.

Am Freitagnachmittag ging es dann auch endlich los. Und das Wetter hielt entgegen allen Erwartungen. Es blieb trocken, auch wenn sich alle auf Regen eingestellt und gegen diesen ausgerüstet hatten.

Musikalisch ging es mit „Darcys Fault“ los. Die drei Musiker hatten sichtlich Spaß. In Weihnachtsanzügen wurde ein Luftgitarrenwettbewerb mit den Kids auf der Bühne gestartet und später nahmen sie sich noch lange Zeit für Smalltalk. Auf der Hauptbühne folgten ihnen „Massive“ aus Australien. Ihr klassisch harter Rock begeisterte. Weiter ging es mit den Engländern „Haxan“. Trotz Verspätung (Panne unterwegs) lieferten sie eine super Show ab. Anschließend spielte „Al Stone“, die gebürtige Gießenerin, auf der Akustikbühne. Obwohl sie normalerweise mit Drummer unterwegs sind (krankheitsbedingt musste dieser ausfallen) und gerne auch Stromgitarren spielen, begeisterten sie mit ihrem Akustikset. Die rauchig kräftige Gesangsstimme kam klar zum Vorschein und beispielsweise durch die exakt genaue Punktierung wurde für alle deutlich, wie sehr die Band ihr Handwerk beherrscht. Mein persönliches Highlight an diesem Tag folgte dann mit „Massive Wagons“. So ein Vollgas auf der Bühne, so eine Präsenz, so ein Mitnehmen des Publikums und selbst dabei absolut echt und ehrlich Spaß zu haben und es in keiner Sekunde anstrengend oder nach Arbeit aussehen zu lassen… Wahnsinn! Als Headliner des Tages betraten dann „Kissin´ Dynamite“ die Bühne. Ihre Show war absolut bis ins Detail durchgeplant. Jeder wusste, was er zu tun hatte. Die Fans waren glücklich und genossen die Show; und das zu Recht.

Der Samstag war dann wettertechnisch deutlich durchwachsener und endete leider quasi im Dauerregen. Die Sonne konnte sich nicht durchsetzen und der Wind war nicht ganz stark genug, um die Regenwolken zu vertreiben. Demnach war die Regenausrüstung an diesem Tag der passende Begleiter. Zudem wurden im Verlauf des Nachmittags durch die vielen fleißigen helfenden Hände zusätzliche Sonnen- bzw. Regenschirme aufgestellt, so dass keiner nass werden musste.

Musikalisch ging es mittags mit „Black River Delta“ los. Ihre Mischung aus Southern Rock und „The Doors“ war ein guter und gemütlich kräftiger Einstieg in diesen neuen Festivaltag. Mit Bluesmusik überzeugte „Bonny Jack“. Seine tolle Stimme begeisterte genauso wie seine Vielfalt. Gitarre, Bango, Fusstrommel, Rasseln, Pfeifen und Tröten sorgten für Abwechslung. Ihm folgten „Soundtruck“ und „Vega“. Die Stimmung war bei beiden Bands genauso gut wie die Musik: rockig, kräftig und mit viel Power und jeder Menge gute Laune. Da wurde dem Wetter getrotzt und die Fans feierten die Bands im Dauerregen. „Jax Hallow“ war als Alleinunterhalterin da. Ihre kräftige Stimme, ihr handwerkliches Geschick und ihre Fähigkeit das Publikum miteinzubeziehen, überzeugten einfach.

Als Highlight betrat dann „Marco Mendoza“ die Hauptbühne. Der ehemalige Thin Lizzy und Black Stone Riders Bassist spielte ein überrzeugendes Set und ließ es an alten Hits seiner Bands nicht fehlen. Musikalisch perfekt und überzeugend heizte er trotz Nässe weiter ein. Danach folgten die Overdrivers, die sich ebenfalls mächtig rockig gegen das schlechte Wetter stellten.

Dann betraten „Phil Campell and The Bastard Sons“ die Bühne. Der ehemalige Motörhead Gitarrist wurde gebührend gefeiert, was er belohnte und Motörhead Klassiker wie „Ace Of Spades“ und „Killed By Death“ von der Bühne über die Menge ballerten. Zu Guter Letzt war dann noch „Subway To Sally“ zu genießen. Unterschiedlicher kann es wohl nicht sein. Die Band überzeugte wie immer durch eine gute Bühnenshow und Alli Storch begeisterte alle mit ihrem virtuosen Geigenspiel. Die Combo vollzog musikalisch einen Bogenschlag durch ihre gesamte Bandgeschichte und ließ bei den Fans keinen Wunsch offen. Nach einem langen, nassen zweiten Tag genau das Richtige. Beide Bands sorgten zum Schluss noch einmal für Hochstimmung, bezogen die Fans mit ein, spielten handwerklich einwandfrei und brachten das Festival so zu einem gelungenen Abschluss.

Ein weiteres Dankeschön möchten wir den Veranstaltern im Namen der Bands sagen. Wenn man viel unterwegs ist, was das Musikerleben mit einer Tour mit sich bringt, freut man sich über Rituale, Strukturen und Gewohnheiten. Die Wünsche der Bands sind mal extravaganter und ungewöhnlicher und mal auch sehr einfach zu erfüllen. Aber die Veranstalter haben keinen Aufwand gescheut, alles zu realisieren, damit das Sinner Rock 2022 für alle ein voller Erfolg wird und nur positive Erinnerungen bleiben.

Folglich freuen wir uns auf das nächste Sinner Rock Festival im Jahre 2023, erneut am zweiten Septemberwochenende. Also, wir sehen uns 8. und 9. September 2023 im Sinntal!....ROCK`N`ROLL!!!!

 

 Bildergalerien zum Festival:

Darcy´s Fault:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5680493038677949

 

Massive:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5680537588673494

 

Häxan:

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Al Stone:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5683756725018247

 

Massive Waggons:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5683793831681203

 

Kissin´ Dynamite:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5683843168342936

 

Black River Delta:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5683992494994670

 

Bonny Jack:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5684026518324601

 

Soundtruck:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.5684145268312726&type=3

 

Vega:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5684176948309558

 

Jax Hollow:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5684193701641216

 

Marco Mendoza:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5684223958304857

 

Overdrivers:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5684250528302200

 

Phil Campbell and the Bastard Sons:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5684280664965853

 

Subway To Sally:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5684336584960261

 

AngeEKELt mit neuem Video "....und ich habe kein Geld"

 

https://youtu.be/XcHVlW50kbw

 

AngeEKELT sind: Marc "Venom" Debus / Gesang Bernd "Börnie" Sommer / Bass Tobias Krentscher / Gitarre Joschi Neumann / Schlagzeug Gemastert von Uwe Lulis / "Black Solaris Studios". Video produziert und erstellt von "AngEKELt" Veröffentlichung auf dem Tonträger "Auf die Fresse Rock'n'Roll" Release bei Holyhead Records im November 2021. (Text M.Debus/Musik B.Sommer) - alle Rechte liegen bei der Band AngeEKELt) ISRC: QM-EU3-21-18571 Vertrieb: https://www.facebook.com/Schreibstarkverlag https://www.facebook.com/Angeekelt http://www.promoportal-germany.net https://www.facebook.com/PromoportalGermany/

 

Festivalbericht – Burg Herzberg – 28.-31. Juli 2022

(M.D./ A.M.) Nach zwei Jahren Verschiebung konnten in diesem Jahr auf dem Herzberg endlich wieder Musikfans begrüßt werden. Unter dem Motto „All Together, NOW“ wurde eine entspanntes Wochenende oder auch fast eine ganze Woche genossen. Mit Kind und Kegel reisten die Ersten bunt Gekleideten bereits ab Dienstag an. Die „Neue Heimat“ öffnete ihre Tore. Am Mittwoch konnte dann auch das Campen in „Freak City“ starten. Wie in jedem Jahr war die Organisation strukturiert. Trotz aller Höhen und Tiefen in den vergangenen Jahren wahrte das Herzberg Festival seine Routinen. Das Festivalheftchen informierte nach einem tollen Begrüßungswort ausgiebig mit Running Order für die Main Stage, die Freak Stage, die Mental Stage und das Lesezelt. Aber auch Bandinfos, Infos zum Höllenschuppen, Infos zu Ständen, Infos zum Kinderland, ein Lageplan, der Busfahrplan, Vorankündigungen, die ritualisierten Regeln,…. fehlten nicht. Was will man mehr? Es wurden wieder keine Wünsche offen gelassen.   

Die Bandauswahl war auch in diesem Jahr wieder mit viel Fingerspitzengefühl getroffen worden, so dass wirklich jedem Wunsch gerecht werden konnte. Dieses Festival bietet so viel und ist dennoch so entspannt, wie kein anderes. Es ist einfach immer wieder faszinierend, dass die Kids auch noch zu später Stunde ohne Angst der Eltern auf dem Gelände herumflitzen und dass es auch am Sonntag immer noch möglich ist, barfuß zu laufen.

Das Wetter spielte in diesem Jahr fast in Perfektion mit. Nur am Freitagabend regnete es ausgiebig. Aber um es mit den Worten eines der Veranstalter zu sagen: „Egal wie viel es regnet, wenn Bukahara gleich die Bühne betritt, ist die Festivalwiese wieder voll.“ Und genauso war es auch. „Das bisschen Regen macht uns doch nichts aus.“ Die Festivalwiese wurde auch in diesem Jahr wieder von vielen unterschiedlichen Ständen der kulinarischen Art bestückt. Auch hier war es für jeden möglich auf seine Kosten zu kommen und zu genießen. Außergewöhnlich an diesem Festival ist halt genau diese Vielfalt. Auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung muss auch bei einem Festival nicht verzichtet werden. Und genauso war dies auch in Freak City, direkt vor dem Haupteingang zur Festivalwiese der Fall.

Freak City bot auch in diesem Jahr neben den unterschiedlichen Verkaufsständen und einigen Bühnen viele Orte der Begegnung. Diese mischten sich auch durchaus. Als Beispiel sei hier die Lesung von Ax Genrich zu nennen. Er las, wie angekündigt, einen Teil aus seiner Biographie. Aber die anschließende Runde lud Viele zum Quatschen ein. Hier erzählte er ehrlich aus seinem Leben, beantwortete viele Fragen, auch persönliche, und man erinnerte sich gerne an gemeinsame Zeiten und Erlebnisse in der Vergangenheit. Solche Orte der Begegnung fand man überall auf dem Festivalgelände. Neben vielen Sonnenliegen, den Hängematten zum „kostenlosen Probeliegen“, den Sessel- und Sofaensembles sei das Kinderland nicht zu vergessen. Hier gab es die unterschiedlichsten Spiele, aber auch das klassische Kinderschminken wurde angeboten.

„Wie immer ganz oben am Berch“ war der Höllenschuppen zu finden. Bereits seit Mittwoch traten hier die unterschiedlichsten Künstler auf. Viele bislang noch unerkannte Schätze sind jedes Jahr aufs Neue hier zu entdecken.

Alles in allem bedanken wir uns bei allen Fans, die tapfer durchgehalten haben, bis dieses Jahr endlich wieder ein Burg Herzberg Festival stattfinden konnte. Wir bedanken uns beim gesamten Veranstalter- und Organisationsteam, die die Durststrecke ebenso aushalten mussten und immer wieder zweifelten, ob es realisierbar sein wird. Bitte bleibt so hoffnungsvoll wie bisher. Ihr habt gesehen, wie viele Festivalgäste genau euer einzigartiges Festival lieben. Zudem bedanken wir uns bei all den fleißigen Händen, die das gesamte Wochenende plus die nicht zu vergessene Zeit davor und danach aktiv waren (und hoffentlich die nächsten Jahre wieder sind), damit die Gäste so ein tolles Festival erleben dürfen. DANKE! Und bis zum nächsten Jahr! Für 2023 ist bereits das nächste Burg Herzberg Festival in Planung. Der Termin steht. Save The Date: 27.-30. Juli 2023!  

 

Fotogalerien:

Burg Herzberg Festival . Bildergalerien:

New Model Army:

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Jamaram Meets Jahcoustix:

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Guru Guru:

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Lazuli:

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Moonlight Benjamin:

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Monsieur Domani:

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Mitigation:

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Wallis Bird:

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Cico Trujillo:

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Spidergawd:

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Faber:

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Fortuna Ehrenfeld:

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Grombira:

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Heavy Feather:

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Il Civetto:

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Killing Spree:

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Lucid Void:

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Malaka Hostel:

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Oiapok:

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Sex Magick Wizards:

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Simon & Jan:

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Takeshi´s Cashew:

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The Magic Mumble Jumble:

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Ax und Sunhair (Sowie Biografielesung Ax Genrich):

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Herzberg Security - Ein Herz für Kinder!

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Bukahara:

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Siena Root:

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Peter Bursch - Gitarren- und Ukulelenkurse

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The Dorf:

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Klaus der Geiger:

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Kadaver:

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Orange:

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Yvonne Mwale:

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Djazia Satour:

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Rosalie Cunningham:

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Blues Pills:

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Groundation:

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Burg Herzberg Festival - Eindrücke:

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Nachbericht zum Festival – Rock-Hard-Festival 2022 – Gelsenkirchen – Amphitheater – 3.-5. Juni 2022

(A.M./ M.D.) Am vergangenen Wochenende war Pfingsten. Diese Feiertage konnten in diesem Jahr nach der pandemiebedingten Zwangspause nun endlich wieder aktiv von Festivalfreunden genutzt werden. Das Amphitheater in Gelsenkirchen rief alle zum eigentlich alljährlich stattfindenden Rock-Hard-Festival, dass allerdings durch die Pandemie zwei Jahre nicht stattgefunden hat. Dem Ruf der guten Musik folgten im Verlauf so viele, dass der Samstag komplett ausverkauft war. Ständig traf man zur gegenseitigen Freude Bekannte, die man in den letzte zwei Jahren nicht mehr gesehen hatte. Demnach gab es viel zu erzählen. Man merkte deutlich, wie sehr die persönlichen Gespräche gefehlt hatten. Trotz leichter Wolken am Freitag, viel Sonne am Samstag und einigen Schauern am Sonntag, war die Stimmung ausgelassen.

Sehr zu meiner Freude war vieles gewohnt wie immer. Dies begann direkt mit dem Einlass und dem Security Team, dass uns als alte Bekannte freundlich begrüßte. An dieser Stelle wollen wir dem Sicherheitsteam direkt in aller Form ein großes DANKE und Lob für eine tolle Arbeit aussprechen.

Auch viele bekannte Verkaufsstände waren wie immer vertreten. Hiermit meine ich sowohl die Verkaufswagen für die Verköstigung als auch die zum „Shoppen“. Jeder Wunsch konnte erfüllt werden. Jedoch war eine allgemeine Preissteigerung, vor allem im Bereich der Lebensmittel, deutlich zu spüren. Auch das Campen war natürlich wie immer möglich, wobei viele schon seit Jahren in Ferienwohnungen, Appartments u.ä. ausweichen.  

Musikalisch eröffnete am Freitag „Neck Cemetery“ das Festival und begeisterte direkt die ersten Fans, die es ermöglichen konnten, entsprechend früh anzureisen. Gleiches galt für „Sorcerer“. Beide Bands spielten ein großartiges Set von 40 Minuten. Schnell und trashig ging es mit „Nifelheim“ weiter, gefolgt von „Axxis“, die ihre Musik schon immer klassisch rockig und demnach deutlich „gemütlicher“ zum Besten gaben. Und dann ging es auch schon zu den ersten Headlinern des Festivals. „Heathen“ begeisterten und die Stimmung kochte so weit hoch, dass das Crowdsurfen kein Ende mehr nahm. Demnach konnte „Sacred Reich“ vor viele Feierfreudige treten und erhielten eine durchweg positive Rückmeldung vom Publikum. Ihren Platz als Headliner füllten sie in jedem Falle voll aus.

Am Samstag ging es dann mittags, pünktlich um 12.30 Uhr in Tag 2. „Indian Nightmare“ konnte das Publikum direkt für sich gewinnen und gab ordentlich Gas. Ähnlich schnell und nicht weniger hart ging es mit „“Suicidal Angels“ weiter. Etwas ruhiger, dennoch hart und teilweise schon fast psychodelisch folgte „“Villagers Of Ioannina City“, bevor „Atlantean Kodex“ ihr ein tolles Set zum Besten gaben.

An diesem Tag freuten sich viele auf den melodischen Rock, des „Night Flight Orchestra“. Dafür erhielten sie wie erwartet viel positive Kritik nach dem Auftritt und die Fans feierten ihre Show vorher entsprechend ab. Danach übernahmen „Grave Digger“ die Bühne. Das Urgestein des deutschen Heavy-Metal erfüllte die Erwartungen der Fans auch diskussionslos. Für mich persönlich war es ein absolutes Highlight, sie mit Unterstützung eines Pipe and Drum Orchesters aus Hamburg zu genießen.

Ihnen folgte Aspyx aus Holland als Ersatz für „Phil Campbell Ans The Bastards Sons“, die eigentlich „Motörhead“ spielen wollten, aber krankheitsbedingt kurzfristig absagen mussten. Aspyx spielte zwar eine wirklich gute Show, allerdings war der Ausfall von Phil Campel und seinen Jungs ein wahrlicher Verlust für diesen Tag. Als Headliner des Abends wurde „Blind Guardian“ gefeiert. Auch hier präsentierte sich die Band um Hansi Kürsch in gewohnter Stärke und das Publikum feierte mit den deutschen Barden den letzten Akt des Abends

Der Sonntag begann bereits um 12 Uhr mit „Wolvespirit“, die traditionellen Hard-Rock zum Besten gaben. Hier und da wirkte die Band etwas unsicher, was aber an erst kürzlichen Besetzungswechseln und der Tatsache, dass man zwei Jahre keine Bühnenbretter unter sich hatte, gelegen haben könnte. Ihnen folgten „Sulphur Aeon“ mit viel Grunting im Gesang. Das ist zwar nicht meine Welt, aber die Band spielte trotzdem ein stimmiges Set, dass von der Menge honoriert wurde. Danach folgte „Artillery“, die mit ihrer Power in dieselbe Kerbe schlugen. Akzente setzen aber die zusätzlichen melodischen Teile.

„Night Demon“ faszinierte mich wieder einmal damit, wie viel Power drei Menschen auf die Bühne bringen können. Trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten lieferten sie eine wirklich gute Show ab. Einer der Auftritte des Festivals, die ich uneingeschränkt abfeiern konnte. „Midnight“ war an diesem Tag wegen ihres Outfits in aller Munde. Die komplett schwarzen Stoffmasken über dem Gesicht, was folglich keinerlei Mimik erkennen ließ, wirkten befremdlich. Ob wir die Jungs Backstage getroffen haben, können wir deshalb auch nicht sagen. Für mich als Fotografen bot das Outfit zumindest nichts ablichtenswertes, zumal alle die gleiche Maske trugen. Für die Publikumswirksamkeit sollte man hier noch einmal das Auftreten überdenken, zumal die Musik wirklich gut hörbar ist.

Ihnen folgte „Michael Monroe“, auf den viele warteten. Eine alte Größe des Rock-Geschäfts gibt es halt nicht täglich zu sehen. Monroe der früher Frontmann bei „Hanoi Roks“ gewesen ist, machte seinem Ruf dann auch alle Ehre Die Vorfreude wurde mit einer Super-Show belohnt. Der Finne fegte über die Bühne wie ein junger Hüpfer, obwohl er die sechzig schon erreicht hat. Vielleicht heißt deshalb sein neues Album, was es sich ebenfalls zu hören lohnt, „Too Fast Too Die Young“

Anschließend hatten die Veranstalter des Festivals eine ganz besondere Überraschung für die Fans. In einem Zeitfenster von 20 Minuten gab es „Sodom“ mit Andy Brinks an der Gitarre zu genießen. Hiermit hatte nun wirklich keiner gerechnet. Druckvoll und souverän spielten Herr Angelripper und Herr Brings zusammen, als ob sie nie aufgehört hätten zusammen zu spielen.

Der absolute Headliner des Festivals folgte dann zum Schluß „Accept“ betraten die Bühne und lieferten ein Set alter Hits und neuerer Stücke ab, die das Publikum gebührend feierte. Leider steht mit Gitarristen Wolf Hofmann nur noch ein Gründungsmitglied eines der stärksten deutschen Metalakts auf der Bühne, aber genau seine Gitarrenarbeit war wie immer grandios, so dass es kilometerweit in die Wohngebiete hallte.

Alles in allem war es wieder mal ein gelungenes und tolles Festival. Wir bedanken uns beim Rock-Hard-Team und blicken voller Vorfreude schon jetzt auf das (die) kommende Rock-Hard-Festival(s)!           

  

Galerien:

Nifelheim:

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AXXIS:

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Heathen:

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Sacred Reich:

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Indian Nightmare:

https://www.facebook.com/media/set?vanity=PromoportalGermany&set=a.5405893726137883

Suicidal Angels:

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Villagers Of Ionnina City:

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Atlantean Kodex:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5405976532796269

The Night Flight Orchestra:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5406034369457152

Grave Digger:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5406066166120639

Asphyx:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5406089322784990

Blind Guardian:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5406112706115985

WolveSpirit:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5406146482779274

Sulphur Aeon:

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5406170239443565

Artillery:

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Night Demon:

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Midnight:

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Michael Monroe:

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Sodom (mit Andy Brings):

https://www.facebook.com/media/set/?vanity=PromoportalGermany&set=a.5406310686096187

Accept:

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AngEKELt und History of Violence spielten in Neu Anspach

 

Am 21.05.2022 fanden sich im Wanderheim von Neu-Anspach feierwillige und musikbegeisterte Gäste ein, um vor allem den Geburtstag des Veranstalters Daniel Alt zu feiern. Gleichzeitig hatte er den Auftritt von zwei Bands organisiert, die den Anwesenden den Abend musikalisch anreichern sollten.

 

Gegen 21 Uhr betrat die Band History of Violence die Bühne. Das Line Up setzte sich wie folgt zusammen: Kichi: Vocals, Oleg: Guitar, Lele: Bass, Phil: Drums. Die Alternativ-Metal Band wartete mit sieben eigenen Songs auf und sorgte für das erste Highlight des Abends….und der Schlagzeuger schlug sich trotz Rippenbruch wacker.

 

Danach folgte die Punk´n´Roll Formation „Angeekelt“, die während ihres Gigs, das gesamte Debutalbum mit 15 Songs zum Besten gab. Beim Song Sensemann war dieser als Gast auf der Bühne anwesend…mit Sense und natürlich eiskalt (einige Anwesende behaupteten später, er habe ein Slayer-Shirt unter der Kutte getragen). Nicht nur Anwesende, die die Scheibe der Band kannten, feierten den Auftritt ab.

 

Nach über einer Stunde Spielzeit verließ dann auch die zweite Formation die Bühne und der Rest des Abends gehörte der Dosenmusik. Alles in Allem war es ein gelungener Geburtstag mit zwei bemerkenswerten Auftritten.

  

 

Konzertbericht: Michel Schenker Group - 06.05.2022 Speyer

Mit viel Vorfreude haben wir uns am 06.05.2022 nach Speyer in Halle 101 begeben, um uns die Show der Michael Schenker Group anzuschauen. Vor Ort sah man schon, dass hier eine Größe des Business am Start war, da sich fast 600 Fans in der Halle eingefunden hatten. Als Opener war Everdraw gesetzt, die ein 45-minütiges Support-Set spielten. Ich persönlich fand die Band gut, allerdings ist mir der Gesang zu anstrengend. Nicht alles was nach Oper klingen soll, klingt dann auch wirklich so. Da aber einige Anwesende das Ganze durchaus gefeiert haben, wird es wohl auch hierfür Fans geben.

Meine Show fing dann mit dem Betreten der Michael Schenker Group auf der Bühne an. Mit Robin McAuley am Gesang konnte hier natürlich nichts schief gehen. Michaewl Schenker wie immer virtuos an der Gitarre, die er nicht nur bei den Solis zu bedienen versteht, sondern auch mit guten Riffings ein beeindruckendes Gesamtkonzept abliefert. Erfreulich war auch das sehr abwechslungsreiche Set der Band, was bei den feiernden Fans keine Wünsche offenließ. Ganze acht U.F.O. Songs spielte die Band, einen Scorpions Hit und zwei Stücke des "Michel Schenker Fest" Projekts. Somit bot das Set Stücke aus allen Schaffensphasen von Schenker und gar mancher alte Rocker kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Insgesamt wurden 22 Songs zum Besten gegeben. und fast zwei Stunden musikalisch mit Leben gefüllt. Selbst bei den Zugaben war die Band nicht lumpig und spielte Ganze vier Songs, was sicher auch der Bombenstimmung geschuldet war. Durchweg glückliche Fans verließen die Halle 101 in Speyer, nachdem sie einen ihrer Hleden gefeiert hatten.

Auch die Crew hat einen herrvoragenden Job leistet. Dank hier an alle, vor allem aber an Jochen Mayer vom Organisationsteam. Wir freuen uns, wenn es in Speyer mit solchen hochklassigen Events weitergeht....ROCK ON!

 

Setlist:

Ascension

Cry for the Nations

Doctor Doctor

Sleeping With the Lights On

Looking for Love

Warrior

Into the Arena

In Search of the Peace of Mind

Red Sky

Emergency

Lights Out

After the Rain

Armed and Ready

Sail the Darkness

Rock You to the Ground

A King Has Gone

Rock Bottom

Shoot Shoot

 

Zugabe:

Let It Roll

Natural Thing

Too Hot to Handle

Only You Can Rock Me

 

Bericht – Joe Bonamassa - 28.4.2022 – Jahrhunderthalle Frankfurt

(A.M.) Am vergangenen Freitag gab sich Joe Bonamassa samt Band wieder die Ehre viele tausende Fans in der Jahrhunderthalle in Frankfurt zu begeistern. Während des Konzerts betonte er mehrmals, wie glücklich die Band sei, auftreten zu können. Diese Freude war laut seinen Aussagen auch dem geschuldet, dass einzelne Personen des Teams positive Covid-Testergebnisse hatten, aber viele eben auch nicht und der Gig demnach stattfinden konnte.

Generell überraschte er diesmal mit viel Konversation mit dem Publikum. Der sonst so abgeklärt wirkende Bonamassa genoss das Einbeziehen und Spiel mit dem Publikum diesmal sehr. Nichtsdestotrotz zelebrierte er natürlich das Spiel mit seinen Gitarren deutlich mehr. Wie viele dieser Herzensstücke er diesmal dabei hatte, wage ich nicht zu schätzen. Ein ständiger Wechsel gehörte einfach dazu. Zudem überraschte er mit einem weiteren Instrument. Er nutze gegen Konzertende ein Theremin, ursprünglich Aetherophon, und nutzte es um sowohl mit seiner Hand, als auch mit dem Gitarrenhals, sphärische Töne zu erzeugen.

Und für die Zugabe betrat er zunächst allein mit einer Akustikgitarre die Bühne. So brachte er die Fans hier erneut zum Staunen. Zudem überlies er für einige Soli die Hauptaufmerksamkeit auch immer wieder seinen Bandmitgliedern, die ebenfalls einfach perfekte Profis sind. Eins ist auf jeden Fall klar, Langeweile kam definitiv nicht auf. Zum einen freuten sich alle wieder auf Livekonzerte, zum zweiten hat sich Joe Bonamassa natürlich durch sein Können und seinen Fleiß einen großen Namen gemacht und.

Die Setlist war mit elf Songs plus zwei geplanten Zugaben insgesamt auf den ersten Blick recht kurzgehalten. Jedoch waren die Stücke so ausgiebig und lang, dass die Zwei-Stunden-Marke bald erreicht worden wäre. Neben neueren Songs („The Heart That Never Waits“ und „Lonely Boy“) fehlten natürlich auch die älteren Highlights („Evil Mama“, „Midnight Blues“) nicht, auf die sich jeder freute.

Wir bedanken uns in jedem Fall für diesen tollen Konzertabend und diese tolle Musik!

 

Setlist:

Evil Mama

Dust Bowl

Love Aint A Love Song

Midnight Blues

The Heart That Never Waits

I Didn´t Think She Would Do It

Just Cuz You Can

Pain And Sorrow

Conversation With Alice

Lonely Boy

Ballad Of John Henry

 

Zugabe:

Woke Up Dreaming

Sloe Gin

Konzertbericht: Van der Graaf Generator - Kantine Köln - 28.04.2022

 

Seit 2020 wurde dieses Konzert verschoben und am Donnerstagabend war es dann endlich so weit. Die bereits 1967 gegründete Band Van der Graaf Generator begrüßte knapp 800 Gäste in der Kantine in Köln. Zur Überraschung der Besucher galt auf Wunsch der Künstler FFP2 Maskenpflicht...aber das sollte den Musikgenuß nicht schmälern.

Um viertel nach acht betrat die Band die Bühne und startete mit "Interference Patterns". Trotz des hohen Alters strahlt Peter Hammill noch immer die Energieaus, die man von ihm gewohnt ist. Bereits das erste Stück wird deshalb vom Publikum mit dem entsprechenden Applaus gebührend gewürdigt. Auch Hugh Banton und Guy Evans, die bereits ein Jahr nach Gründung den ersten Schlagzeuger und Keyboarder ersetzten, sind nach wie vor brillant an ihren Instrumenten. Das dritte Stück "(In the) Black Room" ist im Set eine Besonderheit, weil aus es aus einem Soloprojekt von Hammill stammt. Trotzdem reiht es sich, unbemerkt von vielen Zuschauern, in die Setlist ein. Beim vierten Song verlässt Hammill das Keyboard und greift zur Gitarre. Highlights für mich im Set waren dann "Alfa Berlina", "Masks" 8das Hammill mit einem Kommentar zu den Masken versieht, die vor ihm im Publikum stehen) und "Room1210". Mit "Scorched Earth" endet das Set und die Band verlässt die Bühne.

Der anhaltende Jubel der begeisterten Besucher zwingt die Band zurück auf die Bühne. Mit "Still Life" stellen sie die Besucher zufrieden und verlassen dann nach über 90 Minuten endgültig die Bühne. Ein toller Abend mit einem für mich unvergesslichen Auftritt in der Kantine in Köln, die auch als Veranstaltungsort nur zu empfehlen ist.

 

Setlist:

Interference Patterns

Nutter Alert

(In The) Black Room

La Rossa

All That Before

Alfa Berlina

Masks

Your Time Starts Now

Room 1210

Scorched Earth

 

Zugabe:

Still Life

April Art – Idstein, Scheuer 09.04.2022

 

Zwar gibt es die Band April Art schon eine ganze Weile, Fakt ist aber das, dass Quartett aus Mittelhessen, welches seit 2014 auf den Bühnen lokal und überregional aktiv ist, jetzt ihre erste eigene Headliner Tour angekündigt hat. Wer nicht bis August warten kann, der bekommt noch ein Schmankerl und hat die Chance April Art in netter Gesellschaft noch ab diesem April zu erleben.

Denn die vierer Combo startet in den Frühling als Support für Dark Tranquillity und Ensiferum und ich habe die Gelegenheit wahrgenommen, mir April Art auf Ihrem Warm Up Gig in der Scheuer Idstein anzusehen...

Wenn eine Band sich die Scheuer in Idstein als live Location aussucht, ist man sich auch bewusst in welche Bühnenstapfen man tritt.  Serum 114, Scherf und Band sowie ENGST haben hier schon Abrissarbeit geleistet.

Frisch gestärkt vom letzten Gig aus dem Rockpalast entlud sich die Energie bei den ersten Tönen der unverkennbar kickenden Base Drum von Ben Juelg, die gepaart mit den ersten Riffs von Chris Bunell an der der Gitarre die Marschrichtung Kopfnicken vorgeben. Mit Einstieg des fingerspielendem Baseguitar Grooves von Julian Schuetze und der starken, fordernden Präsenz von Frontfrau Lisa Marie Watz, die in actiongeladener Erwartungshaltung nur darauf wartet das, dass Intro in den Song wechselt, knallts dann auch richtig los und der Funke springt direkt über.

Im peitschenden Abend, der von schnellem Groove über Doublebase bis hin zu fette Bass Soli, hohen Stimmeinlagen und Penta Tonics von dannen schritt, waren 5 Songs vom neuen, kommenden Album, welches den Titel Pokerface trägt, enthalten.

Lisa Marie Watz ist hier sehr stark und beeindruckt in durchweg allen Songs des Abends mit ihrer gesanglichen Performance. Vor allem bei den hohen Kopfstimmpassagen überzeugt Sie live extrem! Top. Besonders herausragend waren für mich die Performances der Songs „U remind me“ und „Sky ist he Limit“ das sowohl hymnisch als auch inspirierend einen großartigen Kontrast lieferten, ohne dabei an Druck und vokaler Hoheit zu verlieren.

Chris Bunell zeigt an einem solchen Abend, dass es nicht immer das permanente Gitarrensoli sein muss, sondern das gutes Gitarrenspiel mit Konstanz und überzeugender Technik, sowie einer brise Kreativität wesentlich zu solch einer Bandleistung beitragen.

Ben Juelg der im Umfeld von Idstein kein unbeschriebenes Blatt ist wirkt zeitweise wie in Kraken hinter seinem Gibraltar Reck, wenn es um die Kontrolle des Beats geht und wird wie zum Beispiel bei „Song Name“ zum Beast, dass er via Snare und Base Drum durch den Raum sowie durch das Publikum jagt.

Mit Julian Schuetze ist an diesem Abend ein sehr variationsreicher und kreativer Bassist auf der Bühne, der mit Pop and Slap Einlagen, genauso aufwarten kann wie mit wummernden Achtel oder gezieltem layer In und layer out. Vor allem sein Zusammenspiel mit Ben bilden das Grundfundament aus Harmonie und Ton in den Songs von April Art.

Einen Unterschied zwischen Platte und live ist hier nicht wirklich auszumachen.

Man muss kein Musiker oder Experte sein, um mitzubekommen, dass musikalische Einflüsse von „Exilia“ oder selbstverständlich den „Guano Apes“ vorhanden sind. Aber würde man April Art hier nicht gerecht werden, wenn man sie mit denen nur in einen Topf wirft oder gar vergleicht.

Die Synergie zwischen den Songs und das Ablaufschema auf der Bühne sind klar erkennbar abgestimmt und die Message, die von der Empore in die tanzende und Headbangende Fangemeinde übergeht, ist ganz klar authentisch! Und dass meine lieben Leserinnen und Leser kann ich gar nicht genug betonen. In einer Zeit, in der diese Art von Musik nun einmal nicht mehr selbstverständlich ist, eine Band überzeugt von sich wahrzunehmen, die unmissverständlich klar macht, wir lieben das was wir machen, voll Gas und wie die Toten Hosen sagen würden, „Bis zum bitteren Ende“.

Dass die Sympathischen Rocker aus Gießen weiterhin auf der erfolgswelle surfen werden, steht für mich außer Frage und auch, muss man hier kein Prophet sein, wenn man sich ansieht auf welchen Festivals April Art noch dieses Jahr geladen sind. Neben Rockharz, Female Metal League Festival und Blizarrrd, werden künftig bestimmt noch die ganz großen Kaliber auf das Quartett zukommen. Alle mit denen ich über die Live-Erfahrungen des Abends gesprochen habe waren sich einig, für die kickenden Rocker aus Gießen, ist der eigene Song „Sky ist he Limit“ eben nicht nur ein Song, sondern eine Prognose. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß bei der kommenden Tour von April Arts.

Danke fürs lesen und die Aufmerksamkeit!

David Neumann fürs Promoportal Germany

 

 

Festivalbericht – No Playback Festival – 22. und 23. April 2022 – Kulturhalle Remchingen

 

(A.M./ M.D.) Nach langer Zeit des Wartens, Ausharrens, Verschiebens,…ist es nun endlich wieder so weit. Die ersten Konzerte und Festivals finden wieder statt. Vielen lieben Dank an alle Veranstalter, die sich trauen und vielen lieben Dank an die Fans, die sich in Geduld übten und nun zum Glück auch wieder am Start sind.

Am Freitag reisten wir gemütlich an und die Vorfreude war groß. Der Campground war bereits nachmittags gut gefüllt und die Stimmung verhieß ebenfalls nur Gutes. Um das kulinarische Wohl wurde sich in Form von ordentlich viel Bier gekümmert. Hier hatte sich Matthias mit seinem Team um ein besonderes Gimmick gekümmert. Die Becher waren mit Collagen bedruckt, die die einzelnen Künstler der letzten Jahre porträtierten. Vielen lieben Dank dafür. Wir hoffen, dass nicht zu viele Becher als Andenken mit nach Hause zu den Fans gewandert sind, damit die Becher auch im nächsten Jahr wieder für Freude sorgen können. Aber natürlich durfte auch die Café-Bar nicht fehlen. Diese wurde ergänzt mit einer Whisky-Bar, um auch wirklich jeden glücklich zu machen. Zudem gab es, wie es natürlich zu jedem guten Festival gehört, die gute alte Brat- und Currywurst. Als Ergänzung konnte aber auch ein Flammkuchen genossen werden. Demnach sollte es an den zwei Tagen an nichts fehlen.    

Um 18 Uhr war es dann endlich so weit. „Dirty Denims“ aus den Niederlanden eröffneten das Festival. Sie bezogen das Publikum direkt mit ein und zogen alle so in ihren Bann. Auf und vor der Bühne war ordentlich Action und die Halle füllte sich weiter. Musikalisch spielten sie klassisch rockig und so wurde nach ihrem Gig direkt nach einer Zugabe geschrien.

Diese gab es in Form von „Dark Zodiac“, die den zweiten Slot an diesem Festivaltag hatten. Ihre düstere und schnelle Musik wurde durch melodische Anteile ergänzt. Besonders beeindruckend war der Doppelgesang der Frontfrau, die ihre Stimmgewalt durch Gruntings beeindruckend zur Schau stellt. Eine Autogrammstunden folgte.

Um dem Female-Fronted-Day weiter treu zu bleiben, folgten die Belgier „Scavenger“. Mit authentischem Metal heizte man weiter ein. Die Stimmung war gut und alle genossen die Show mit Spaß.

Die „Burning Witches“ aus der Schweiz werden auch als True-Metal-Hexen bezeichnet. Wie erwartet zogen die überaus jungen Mädels alle in ihren Bann. Und so gab es nach einem guten Gig mit wehenden langen Haaren auch noch eine Autogrammstunde am Merchandisestand.  

Den Abschluss des ersten Festivaltages machten „Girlschool“. Diese Powerfrauen sind nun seit den 80er Jahren fest im Rock´n´Roll Geschäft und hier einfach nicht wegzudenken. Ein toller Auftritt und auch mein Lieblingsklassiker „999 Emergency“ hat nicht gefehlt. Ein gelungener Abschluß und die Fans feierten nach dem Gig noch ein bisschen länger in die Nacht hinein.

Tag Zwei des Festivals begann entspannt am Nachmittag. Das Publikum war in weiten Teilen ein anderes. Während Tag eins auf rund 400 Personen zu schätzen ist, wurde dies am zweiten Tag definitiv nochmal getoppt. Als zusätzliches Gimmick hatte Matthias mit seinem Team einen Metal-Piano-Player organisiert, der während der Umbaupausen im Foyer den Getränkegenuss musikalisch unterstützte. Dieser wurde von vielen mit Begeisterung wahr- und angenommen und trat in passende Interaktion mit den Fans.

Auf der Bühne starteten „Laser Tyger“. Trotz spürbarer Aufregung hatten die Jungs Spaß und brachten diese auch ins Publikum. Musikalisch spielten sie eine gelungene Mischung aus düsteren und auch melodischen Metal.

Weiter ging es mit „Heart of Chrome“. Mit kräftigem Gesang und ordentlich Gas spielten sie taktvoll und punktiert. Eine „Wippfunktion“ im ganzen Körper wurde automatisch eingestellt.

Es folgte „Wallop“. Gegründet wurden sie bereits Mitte der 80er Jahre. Und nach einer über 30jährigen Pause haben sie sich nun wieder in Originalbesetzung zusammengetan und feiern mit den Fans. Weitere Gigs sind geplant und Kontakte zu anderen Bands sind geknüpft. Wir sind gespannt.

Mit einer bekannten und geilen Mischung aus Old School Metal, Punk und Hardcore begeisterten „The Prophecy“ das Publikum und heizten ordentlich weiter ein. Düstere Momente mit Grunting Ansätzen und Rap Anteilen setzten definitiv punktiert Akzente. Langeweile durch Eintönigkeit gab es nicht. Gute Laune stand und steht im Vordergrund. 

„Wizard“ nuten ihren Slot und begeisterten mit einer tückisch ausgearbeiteten Setlist. Wer rund dreißig Jahre nonstop aktiv ist, hat das Luxusproblem aus vielen Songs auszuwählen. Fakt ist aber, dass alle begeistert waren, auch wenn dem ein oder anderen Fan der ein oder andere persönliche Lieblingssong fehlte. Zum Ende des Sets feierte Veranstalter Matthias Häcker mit Sven und seinen Jungs auf der Bühne und hatte sichtlich Spaß dabei. Bei der anschließenden Autogrammstunde mit Fotoshooting für die Fans häuften sich die positiven Rückmeldungen und Komplimente, aber auch die Nachfragen wegen weiteren Gigs.

Mit „Bullet“ ging es weiter. Sie selbst reduzieren sich liebevoll auf eine Marshall-Wand, lange Haare, einen alten Tourbus und auf No Playback. Dies kam ihnen bei diesem Festival definitiv zugute. Ehrliche und echte Musik wurde gefeiert. Das Set war abwechslungsreich und die Fans feierten im Saal die Show ab. Haare wurden geschüttelt und bekannte Texte mitgegröhlt.

Aus Newcastle reisten „Satan“ an. Klassischer Heavy Metal ohne dem Mainstream zu verfallen, war zu genießen. Eine der guten alten Metalbands, die das Festival deutlich bereicherten.  Und diesem Ruf folgten viele Fans. So stieg die Stimmung noch weiter an

Als Headliner des Tages betraten zu später Stunde „Tankard“ die Bühne. Hier wurde natürlich das Lieblingsthema der Band, das Bier, ordentlich gefeiert, besungen und getrunken und das Headbangen wurde großgeschrieben. Trash-Metal aus Frankfurt gepaart mit Spaß und positiven Songtexten zeichnen sie immer noch aus. Und genau dies überzeugte auch beim Gig. Alle wollten „Tankard“ sehen. Das stand völlig außer Frage. 

Und so ging dann zu später Stunde das No Playback Festival nach viel zu langer, nicht gewollter Wartezeit, mit einem umso intensiveren Gefühl nach dem besonderen Festivalfeeling, zu Ende. Alle anwesende haben diese zwei Tage genossen, wie zu erwarten war. Entsprechend war das Festival außerordentlich friedlich, alles verlief reibungslos und viele Wiedersehen wurden betrunken und genossen.

So wie Matthias während des Gigs von „Wizard“ mit auf die Bühne geholt wurde und feierte, so feierte auch das Publikum. Jeder Besucher konnte in dem Gesicht von Matthias sehen, wie sehr die Anspannung stündlich nachließ. Das konnte wohl jeder  gut verstehe. Nach zwei Jahren Absagen und Verschieben des Festivals machte das No Playback Festival dieses Jahr unter dem Motto „Still Alive“ alles wet. Deshalb danken wir Matthias und seinem gesamten Team für dieses „No Playback Festival“ und freuen uns auf die kommenden! 

 

 

Titel ist Programm! Mit „Auf die Fresse Rock'n'Roll“ veröffentlichen Angeekelt ihr Debüt Album am 11.11.2021
Wer sich mal wieder eindeutig und einzig dem Spaß an harter Rock Musik und lebensnahen Themen widmen möchte, der ist bei den Kollegen von Angeekelt genau richtig aufgehoben!
Die Mukke ist im Punkrock verwurzelt, es sind aber auch Einflüsse aus dem Hardcore und Metal deutlich hörbar. Die deutschen Texte der Band befassen sich mit unterschiedlichsten Themen, die aber irgendwie jedermann bekannt sein dürften. Ob es um das Feiern (oder das Bier), den jedem bekannten Egoisten, die Bekanntschaft in der Bar, die leider vergeben ist oder den Dummschwätzer geht, der besser den Mund halten sollte, hat die Band nichts ausgelassen. Auch dem Motorrad fahren, das die beiden Musiker sehr lieben, sind einige Songs gewidmet. "Du geiles Stück", "Alteisen aus Milwaukee" und "Route 66", das einer Tour über Selbige von Marc und seinem Freund HP gewidmet ist, beschäftigen sich ausgiebig mit dem Thema Zweirad. Mit „Ich Brauche Niemand“ setzt die Band zugleich ein Statement dazu, was sie von Kontrolle, und zu viel Bevormundung hält.
Einen ersten Vorgeschmack gibt es mit dem Video zu „Ich Brauche Niemand“, hier zu sehen und zu hören: https://youtu.be/e43jhGPrBO0
Angeekelt wurde im Herbst 2020 von Bernd "Börnie" Sommer und Marc "Venom" Debus gegründet. Beide Musiker sind bereits lange in der Musikwelt unterwegs. Bernd Sommer hat u.a. mit seiner Band „Börnie“ bereits fünf CD-Veröffentlichungen herausgebracht und in den letzten Jahren in mehreren Bands gespielt und unzählige Liveauftritte gemeistert. Marc Debus hat Ende der 80ziger Jahre mit den Punkbands „Fremdkörper“ und „Schleifstein“ angefangen und ist auch Sänger bei der Metal-Formation „Ascheregen“. Des Weiteren betreibt er ein Musikmagazin, dass unter der Plattform „Promoportal-germany.net“ und dem „Promo Print Magazin“ im Schreibstark-Verlag veröffentlicht wird. Dadurch hat er in den letzten zwanzig Jahren unzählige Musiker interviewt, bzw. Bilder und Berichte für diese veröffentlicht. Die Zusammenarbeit der beiden Künstler hat nun ein außergewöhnliches Projekt hervorgebracht, das sich vor allem dem Spaß an Musik widmet.
Was gibt es sonst noch über die Band zu sagen? Während die Songs noch von den Beiden allein produziert wurden, sind mittlerweile einige Musiker im Gespräch, die die Band zu komplettieren gedenken. Das Material wurde ausschließlich analog aufgenommen und verzichtet auf digitale Nachbearbeitungen oder Korrekturen, wie sie heute oft eigesetzt werden. Das gesamte Tonmaterial wurde also "Old school" aufgenommen und eingespielt. Den letzten Schliff hat Uwe Lulis von den "Black-Solaris-Studios" der Scheibe verpasst, der nicht nur selbst ein namhafter Musiker ist, sondern auch schon viele Bands als Tontechniker abgemischt und produziert hat. Mit 15 Stücken und einer Gesamtspielzeit von knapp einer Stunde wird ein Feuerwerk deutscher Punkmusik abgebrannt, bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte.
Release des fast einstündigen Tonträgers ist der 11.11.2021 um 6:66 (7:06)

Konzertbericht - Justin Sullivan - 1.9. - Rockfabrik in Übach-Palenberg – Beachclub

(A.M.) Am 1. September 2021 begrüßte uns Justin Sullivan in der Rockfabrik in Übach-Palenberg nahe der niederländischen Grenze zu seinem Solokonzert. Dies war die Auftaktveranstaltung zu seiner Tour mit 17 Gigs quer durch Deutschland innerhalb von drei Wochen. Der gebürtige Engländer und Gründungsmitglied, Leadsänger und Gitarrist von „New Model Army“ stellte sein zweites Soloalbum „Surrounded“ vor. Dies schrieb er während des ersten Lockdowns 2020 und veröffentlichte es am 28. Mai 2021.

Thematisch geht es aber nicht um die Pandemie. Es erzählt von seinen Erinnerungen, über Reisen, über Freunde und Wegbegleiter und über Landschaften. Das Konzert spiegelte dies alles wider. Die rund 200 Gäste ließen sich von seinen Gitarren, den Mundharmonikas und seiner Stimme verzaubern. Zwischen den Songs erzählte er Geschichten. Er war sehr nah am Publikum und führte von der Bühne herab Smalltalk und nahm so alle in seinen Bann. Er erzählte ganz offen, dass sich die Songs im Laufe der Tour verändern würden und er sich auf die Reaktionen des Publikums freue. Zudem veränderte er die Setlist während des Gigs und spielte andere Songs.

Die Stimmung war einfach großartig. Dieses Live-Konzert hatte es in sich. Die Zuschauer waren bunt gemischt, sogar Kids genossen die Musik mit riesigen Ohrschützern. Im Beachclub hinter den Hallen der Rockfabrik war an alles gedacht. Ein coronakonformes Hygienekonzept stand und so wurde die Musik sorgenfrei gefeiert. Egal, ob man es sich im Liegestuhl gemütlich gemacht hatte, auf einem der riesigen Sitzkissen saß, es sich in den Longemöbeln bequem gemacht hatte oder auf die klassische Bierzeltgarnitur zurückgegriffen hatte, alle feierten.

Gegen Ende des Konzerts überwältigte dies sogar Justin Sullivan selbst. So ruhig und gemütlich familiär der Abend bisher auch verlaufen war, am Ende eskalierte es. Justin Sullivan warf mit einem Ruck seinen Stuhl um und brachte so für den Abschluss nochmal ordentlich Action in die Veranstaltung. Und natürlich durften auch die Zugaben nicht fehlen.  

Alles in allem war es ein toller Konzertabend. Wir danken Justin Sullivan für das Live-Event, Theo für das Booking und die Einladung, dem Rockfabrik-Team für den reibungslosen Ablauf trotz aller zusätzlicher Auflagen und jedem einzelnen Gast!

 

Tourdaten:

Mittwoch, 1.9.2021, Übach-Palenberg, Rockfabrik

Donnerstag, 2.9.2021, Dortmund, FZW

Freitag, 3.9.2021, Coesfeld, Fabrik

Samstag, 4.9.2021, Worpswede, Music Hall

Montag, 6.9.2021, Hamburg, Knust

Dienstag, 7.9.2021, Rostock, Mau Club

Mittwoch, 8.9.2021, Neuruppin, Bononi-Vielseithof

Donnerstag, 9.9.2921, leipzig, Moriztbastei-Terrasse

Freitag, 10.9.2021, Nürnberg, Löwensaal Garden

Samstag, 11.9.2021, Lindau, Club Vaudeville

Montag, 13.9.2021, Freiburg, Jazzhaus

Mittwoch, 15.9.2021, Tübingen, Sudhaus

Donnerstag, 16.9.2021, München, Backstage Areal Süd

Freitag, 17.9.2021, Frankfurt am Main, Batschkapp Sommergarten

Samstag, 18.9.2021, Osnabrück, Hyde Park

Montag, 20.9.2021, Köln, Kantine

Mittwoch, 22.9.2021, Köln, Kantine

 

 

Konzertbericht – Beatnotes – Bündinger Kulturwochen – 23.07.2021 Wolf

(A.M.) Die Büdinger Kulturwochen machen es möglich. Nach vielen Monaten ohne Livekonzerte finden nun innerhalb von sieben Wochen an sieben verschiedenen Veranstaltungsorten rund um Büdingen 28 Konzerte statt. Den Auftakt machten die Beatnotes in Wolf, nach einer kurzen Begrüßung durch den Bürgermeister Erich Spamer. Die Coverband spielte eine Mischung aus Pop-, Rock-, Funk- und Discosongs. Hinzu kamen ausgewählte Klassiker. Insgesamt stellten sie so die letzten rund 30 Jahre Musik dar.

Die doppelte Gesangsfront aus Marius und Theresa machte schon einiges her und sorgte für Abwechslung. Besonders die volle, satte und kräftige Stimme von Marius brachte die Stimmung voran. Aber auch andere Bandmitglieder beherrschten neben ihren Instrumenten den Gesang und gaben dies zum Besten. Die Band freute sich, nach zwei Jahren ohne Livegigs endlich wieder auf einer Bühne zu stehen und nahm das Publikum entsprechend mit. Sie spielten insgesamt drei Sets von je rund 45 Minuten.

Die Songs waren vielfältig ausgesucht. Während die meisten Titel aus dem Pop- und Rockgenre der 90er Jahre waren, gab es aber auch einige alte Schätzchen. Zu genießen waren Vincent von Sarah Connor, einige Titel von Jan Delay, Medleys von den Ärzten und den Black Eyed Peas, Fanta Vier, Tote Hosen bis hin zu Songs mit Rockabilly Style. Es wurden noch weitere Klassiker gespielt, die jeder kennt, weil sie teilweise im Radio hoch und runter liefen und noch immer laufen. Hiermit sind Lieder wie „Denkmal“ von Wir sind Helden gemeint oder Bon Jovi Klassiker und „Narcotic“ von Liquido.

Ein weiteres Highlight war das Schlagzeugsolo direkt nach einer Pause, welches so das nächste Set ankündigte. Die Stimmung war den gesamten Abend über gut. Momente der ruhigeren Balladen wurden zum Verschnaufen genutzt. 

Insgesamt bedanken wir uns bei der Stadt Büdingen für diese Veranstaltungsreihe und freuen uns über Livekonzerte, denn: Ohne Kunst und Kultur wird´s still! Dies war an diesem Abend zum Glück nicht der Fall. Die Stadt Büdingen hat es durch ein transparentes Hygienekonzept möglich gemacht, dass viele Musikfreunde Kultur erleben konnten. Neben den bekannten Abstands- und Hygieneregeln, dem Tragen von Masken, dem Hinterlassen der persönlichen Kontaktdaten und dem vielen Platz und Raum pro Person, gab es den Getränkeverkauf direkt am Platz. Per Bollerwagen wurde immer wieder für Nachschub gesorgt. Viele fleißige Helfer hatten zuvor in stundenlanger Arbeit „Durst“ Schilder gedruckt und einlaminiert. So konnte sich jeder schnell bemerkbar machen und Getränke bekommen.

 

Wir vom Promoportal-Germany sagen DANKE!!!

 

 

Gartenkonzert mit Paddy Schmidt von Paddy Goes To Holyhead in Neu-Anspach

(M.D.) 20.06.2021: Am Sonntag fand in Neu-Anspach das zweite Gartenkonzert mit Paddy Schmidt im Garten von Marc Debus und Anne Melis statt. Sie konnten den bekannten Künstler, der vor allem mit seiner Band „Paddy Goes To Holyhead“ große Erfolge verbuchen konnte, bereits das zweite Mal dafür gewinnen, den Gästen in ihrem Garten den Nachmittag zu versüßen.

Auch die Nachbarn haben sich beteiligt und ihre Grundstücke zur Verfügung gestellt. Vor allem Rolf Jäger und Christine Höser haben hier eine große Fläche zur Verfügung gestellt. Knapp 100 Gäste stellten sich auf den vier Gartengrundstücken ein, um bei kühlen Getränken den Auftritt des Irish-Folk Musikers zu genießen.

Paddy Schmidt ließ hierbei vom bekannten „Loch Lomond / Red Is The Rose“ über „The Irish Rover“ (in unzähligen verschiedenen Musikrichtungen), „The Titanic“ und „Whisky In The Jar noch vieles mehr hören. Der Künstler spielte mit einer kleinen Pause über drei Stunden und ließ dabei sogar Wünsche von Gästen zu, was zum Abschluss die Gäste noch in den Genuss von „Streets Of London“ kommen ließ.

Nach dem Konzert war der Künstler noch lange für die Gäste da und bei einem guten Whisky, wurde gar manche Anekdote ausgetauscht. Das schönste war, dass er sagte: „Ich komme auf jeden Fall wieder…“ was natürlich eine große Freude sein wird. Viele Gäste waren auch bei diesem Konzert dabei, weil sie schon das letzte Mal im Garten gesessen haben, um irischen Volksweisen zu lauschen.

 

Alles in allem ein gelungener Abend, der sich hoffentlich genauso so schön wiederholen lässt

 

 

 

 Scheunenkonzert mit Patrick Steinbach und Günter Bozem

 

Am 03.10.2020 war es so weit. Das zweite Gartenkonzert bei Marc Debus und Anne Melis in Neu-Anspach sollte stattfinden. Schwierig wurde das Ganze, weil das Wetter dem Event den Gar aus zu machen drohte…zumal die Ausweichmöglichkeit gerade von den Dachdeckern abgedeckt worden war – aber nichts ist unmöglich. Am Freitag wurde unter Einsatz bis 20 Uhr das Dach verschlossen und am Samstag das Innere der Scheune so aufbereitet, das Patrick und Günter einen passenden Rahmen für ihr Konzert vorfinden sollten.

Als die Beiden, dann aufgebaut hatten und zwischen 17 und 18 Uhr die Gäste erschienen, war alles im grünen Bereich. Nun sollten die Gäste die Gelegenheit haben, das einzigartige Duo live zu erleben. Patrick und Günter spielten zwei Sets, die jeweils um die 45 Minuten dauerten. Traditionelle irische Musik wurde dabei genauso geboten, wie instrumentale Ausflüge in die moderne Rockgeschichte. Manches Arrangement der Beiden verbindet sogar Tradition und Moderne, oder zwei bekannte Stücke. So gelingt es Patrick immer wieder mit dem Stück „Gift Of A Thistle“ aus dem Braveheart-Film das Publikum zu verzaubern und manchmal dauert es bei einigen Zuhörern eine Weile, bis sie merken, dass Günter und Patrick mittlerweile bereits zu „Child In Time“ von Deep Purple übergegangen sind.

Das Publikum belohnte die Darbietungen mit dem gebührenden Applaus und die beiden Musiker belohnten ihre Zuhörer natürlich auch mit den entsprechenden Zugaben. Unter anderem spielten sie als letztes Stück „Samba Pa Ti“ von Carlos Santana und hinterließen dabei ein Lächeln auf den Gesichtern des Publikums. Nach dem Konzert war noch Zeit für das ein oder andere Bier, Gespräche mit den beiden Künstlern und natürlich einen Guten Whisky – DANKE dafür!!!!!

 

 

Interview mit Paddy Schmidt zu aktuellen Themen

 

(M.D.) Paddy, du hast ein Hörbuch herausgebracht…eine neue Erfahrung. Hat dir das Konzept Spaß gemacht?

Mein Reisebuch „Far Away – Mit der Harley zum Nordkap“ ist ja schon einige Zeit auf dem Markt. Schon immer war es mein Wunsch, parallel dazu ein Hörbuch herauszubringen. Es scheiterte jedoch stets an der nichtvorhandenen Zeit, da ich mit Konzertterminen mehr als ausgelastet war.

Es hat mir eine Riesenfreude bereitet, das Hörbuch zu sprechen und ich habe die Stationen unserer Reise dadurch nochmal bewusst durchlebt.

(M.D.) Du bist mit dem Alteisen aus Milwaukee bis ans Nordkapp gerödelt. Würdest du da noch einmal tun?  Da ich ja das gleiche Moped habe wie du, würde ich behaupten es war eine gemütliche Tour.

Ja, ich bin mit Andrew bereits im Gespräch, dieses Abenteuer erneut zu machen. Vielleicht nicht gerade nächstes Jahr, wir müssen erstmal die Rückstände der Coronakrise wieder einspielen. Aber die Idee ist schon vorhanden. Vielleicht wählen wir eine andere Route, z. B. über die baltischen Staaten und bauen mehr Finnland ein, das uns auch gut gefallen hat.

Die Tour war alles andere als gemütlich; zwei Drittel der Fahrtstrecke waren verregnet und kalt.  Aber die anderen 25% haben alles wettgemacht. Zum Beispiel hatten wir Sonne und Temperaturen über 7°C auf den Lofoten, da sind wir dann auch im Atlantik schwimmen gegangen J Ich fahre meine Harley-Softail-Evo nun schon 25 Jahre, da sollte ich mich an die Sitzhaltung gewöhnt haben.

(M.D.) Ist die Idee schon vor der Corona Krise gereift, oder erst als die Auftritte ausblieben?

Jetzt ist unvermittelt – also ohne große Vorwarnung – die Coronakrise über uns hereingebrochen und besonders die Kulturschaffenden sehen sich plötzlich mit Auftrittsverboten konfrontiert. Es war und ist nicht absehbar, wann sich an diesem Zustand etwas ändert. Um nicht in Trübsal und Untätigkeit zu verfallen, habe ich die alte Idee des Hörbuches wieder aufgegriffen und um Geld zu sparen, habe ich von der Stimme bis zur Technik alles selbst in die Hand genommen. Der Kernpunkt meiner Nordkapreise war natürlich auch das Zelebrieren des nördlichsten Konzertes meines Lebens – also das Absingen unseres Songs „Far Away“ vor dem Weltkugeldenkmal mit der zerlegbaren Gitarre, die ich extra auf die lange Reise mitgenommen habe. Daher finden sich auch auf dem Hörbuch zusätzlich fünf Lieder, die ich ganz besonders dafür live eingespielt habe. Einer dieser Titel, der Song „Roll on rider“ ist brandneu, ich habe den Song noch nie live gespielt. Unter dem Einfluss der wiederkehrenden Gedanken beim Erstellen des Hörbuches ist mir spontan die Idee gekommen, dieses Lied zu schreiben. Das Hörbuch bietet also insgesamt fast 5 Stunden Hörgenuss!

(M.D.) Wie siehst du als Berufsmusiker die Einschränkungen, die wir momentan erleben? Siehst du es ähnlich wie wir, dass auf die Musikbranche wenig Augenmerk gelegt wurde…auch was Hilfen angeht.

Die Corona-Soforthilfen helfen uns Kulturschaffenden überhaupt nicht. Zwar hat die Bundesregierung den Bundesländern zur Errichtung der Rettungsschirme freie Hand gegeben, allerdings mit der bindenden Option, dass nur Betriebsmittel kosten aufgerechnet werden dürfen und das auch nur, wenn der Kulturschaffende vorher sämtliche  liquiden Mittel aufgebraucht hat. Lebenshaltungskosten dürfen dagegen nicht aufgerechnet werden. Zum Verständnis: Betriebsmittel wären: Leasingverträge für Bandfahrzeuge, Miete für Proberaum oder Mietkauf für Instrumente. Das fällt bei mir z. B. überhaupt nicht an. Mein Auto und meine Musikinstrumente sind bar gekauft und bezahlt und mein Proberaum ist mein eigener Keller. Ich habe keine Schulden, also habe ich auch keine Betriebsmittel.

Hingegen habe ich Lebenshaltungskosten, die nicht nur privat, sondern auch beruflich anfallen. Dazu gehören z. B. die Sozialversicherung in der Künstlersozialkasse, meine privaten Versicherungen, meine Benzinkosten, Gas, Strom, Wasser, der Unterhalt für meine Kinder, die nicht bei mir leben, etc.

Laut der Statuten der Coronahilfe muss ich erstmal mein Vermögen (liquide Mittel) aufbrauchen, um überhaupt berücksichtigt zu werden. Da ich aber keine Betriebsmittel geltend machen kann, wird mir ferner empfohlen, bei drohender Insolvenz Grundsicherung zu beantragen. Das bedeutet: Hartz4.  Finde den Fehler!

(M.D.) Du hast ja ein Konzert in einem Autokino gegeben, wie war diese Erfahrung für dich. Ist das irgendwie so wie bei Stephen Kings Christine, wenn hunderte Auto vor einem stehen?

So schrecklich wie bei Christine war es nicht J Aber es ist schon gewöhnungsbedürftig, die Konzertbesucher in ihren Autos zu sehen - und das bei strahlendem Sonnenschein! Ich bin jedoch dankbar für alle Gelegenheiten, dieses Berufsverbot der Live-Musik umgehen zu können, denn die Bühne ist mein Leben. Diese Krise wird uns noch etliche Zeit beschäftigen und da braucht es Mut zu neuen Lösungen. Ich denke da auch an Privatkonzerte in kleineren Rahmen, Haus, Garten- und Firmenmusik, etc. Wer da tolle Ideen hat, mag sich bei mir melden!

(M.D.) Gibt es irgendetwas, was du den Menschen in diesen Zeiten gerne noch mitteilen willst?

Ich möchte mich bei allen meinen Fans für die grenzenlose Solidarität bedanken, die ich in den letzten Wochen erfahren durfte. Viele Leute, die eigentlich schon mein Buch im Printformat gekauft haben, bestellten wie selbstverständlich das Hörbuch noch einmal. Das hat mich sehr glücklich gemacht und ich weiß jetzt, dass Ihr mich nicht vergessen habt. Das Hörbuch ist natürlich weiterhin erhältlich unter www.paddy.de

Es kann entweder für 10 Euro als MP3-Download heruntergeladen werden, es gibt aber auch die Möglichkeit, eine künstlergebrannte MP3-CD für 20 Euro (Versand incl.) zugeschickt zu bekommen.  Wer mit Download und MP3 gar nichts am Hut hat, kann das Hörbuch auch als künstlergebrannte Audio CD bekommen, das sind dann 4 CDs insgesamt für 25 Euro und auch hier ist der Versand incl.

 

 

 

Verlagsprogramm des Schreibstark-Verlags

 

Historische Romane

David J. Greening - THRAX – Kriegerdämmerung – E-Book

David J. Greening - THRAX - Kriegerdämmerung - Taschenbuch

David J. Greening - THRAX - Warrior´s Dawn – E-Book

David J. Greening – THRAX - Warrior´s Dawn - Paperback

David J. Greening – THRAX -Söldner von Sparta – E-Book

David J. Greening – THRAX -Söldner von Sparta - Taschenbuch

David J. Greening – THRAX -Mercenary of Sparta – E-Book

David J. Greening – THRAX -Mercenary of Sparta - Paperback

David J. Greening – Kyniska – Prinzessin von Sparta – Taschenbuch

David J. Greening – Kyniska – Prinzessin von Sparta – E-Book

Marc Debus – Gerhard Maibach - Das Geheimnis von Gisors – E-Book

Marc Debus – Gerhard Maibach - Das Geheimnis von Gisors n – Taschenbuch

Marc Debus – Gerhard Maibach – Thelema Abbey – E-Book

Marc Debus – Gerhard Maibach – Thelema Abbey – Taschenbuch

 

Romane:

Steve Heller – Schachmatt - Taschenbuch

Steve Heller – Schachmatt – E-Book

 

Thriller/Krimi

Simon Nebeling – Blasket Islands – Thriller - Taschenbuch

Simon Nebeling – Blasket Islands – Thriller - E-Book

Simon Nebeling – Ein jäher Tod – Thriller - Taschenbuch

Simon Nebeling – Ein jäher Tod – Thriller - E-Book

Simon Nebeling – Trajanas Träume – Thriller - Taschenbuch

Simon Nebeling – Trajanas Träume – Thriller - E-Book

Kokorosashi – Laktat und Parabellum – Taschenbuch

Kokorosashi – Laktat und Parabellum – E-Book

 

 

Autobiografien

Ax Genrich – Ein Leben zwischen Skiffle und Krautrock –E-Book

Ax Genrich – Ein Leben zwischen Skiffle und Krautrock –Taschenbuch

Karl Koob / Marc Debus – Lasst die Panzer stehen…- E-Book

Karl Koob / Marc Debus – Lasst die Panzer stehen… – Taschenbuch

Alfred Nell / Marc Debus – Das letzte Geleit – Vom Vorpostenboot zur U-Boot-Flotte – E-Book

Alfred Nell / Marc Debus – Das letzte Geleit - Vom Vorpostenboot zur U-Boot-Flotte – Taschenbuch

Alfred Nell / Marc Debus – The Final Command – from patrol boat to submarine fleet – E-Book

Alfred Nell / Marc Debus – The Final Command – from patrol boat to submarine fleet – Paperback

 

Kinderbücher

Marc Debus - Dagolus Dagermart – Der kleine Schamane – Ein Abenteuer im alten Rom – E-Book

Marc Debus - Dagolus Dagermart – Der kleine Schamane – Ein Abenteuer im alten Rom – Taschenbuch

Jörg Schneider – Alberta Zweistein – und die Schwierigkeit, ohne Kartoffeln durch die Zeit zu reisen – E-Book

Jörg Schneider – Alberta Zweistein – und die Schwierigkeit, ohne Kartoffeln durch die Zeit zu reisen – Taschenbuch

 

Märchen / Fabeln

David J. Greening – Der Prinz und der Schlüssel – Taschenbuch

David J. Greening – Der Prinz und der Schlüssel – E-Book

David J. Greening – Die Prinzessin und der Schlüssel – Taschenbuch

David J. Greening – Die Prinzessin und der Schlüssel – E-Book

David J. Greening – The Prince and the Key – Paperback

David J. Greening – The Prince and the Key – E-Book

David J. Greening – The Princess and the Key – Paperback

David J. Greening – The Princess and the Key – E-Book

David J. Greening – The Sea People: Children Of The Sea - Taschenbuch

David J. Greening – The Sea People: Children Of The Sea – E-Book

 

Satire

Jörg Schneider – So werde ich Nazi – Welcher Extremismus passt zu mir? – E-Book

Jörg Schneider / Dominik Harapat – Bewusstlosensprechstunde - Taschenbuch

Jörg Schneider / Dominik Harapat – Bewusstlosensprechstunde – E-Book

 

Pädagogische Reihe

Anne Melis – Intensivtraining zur Teamentwicklung in Bereich der Erziehungshilfe – E-Book

Anne Melis – Intensivtraining zur Teamentwicklung in Bereich der Erziehungshilfe – Taschenbuch

Anne Melis – Heilpädagogisches Voltigieren und Zirkuspädagogik – E-Book

Anne Melis – Heilpädagogisches Voltigieren und Zirkuspädagogik k – Taschenbuch

Marc Debus - Übertragen der Ideen Freinets auf die Herstellung einer Schülerzeitung an einer Schule für Lernhilfe – E-Book

Marc Debus – Übertragen der Ideen Freinets auf die Herstellung einer Schülerzeitung an einer Schule für Lernhilfe - Taschenbuch

Marc Debus – Anwendungsmöglichkeiten der Motopädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung – E-Book

Marc Debus – Anwendungsmöglichkeiten der Motopädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung – Taschenbuch

 

Musikmagazin

Promo Print Magazin Gesamtausgabe 2020 - E Book

Promo Print Magazin Gesamtausgabe 2018 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 1/2019 - E Book

Promo Print Magazin 1/2019 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 2/2019 - E Book

Promo Print Magazin 2/2019 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 3/2019 - E Book

Promo Print Magazin 3/2019 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 4/2019 - E Book

Promo Print Magazin 4/2019 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 1/2020 - E Book

Promo Print Magazin 1/2020 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 2/2020 - E Book

Promo Print Magazin 2/2020 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 3/2020 - E Book

Promo Print Magazin 3/2020 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 4/2020 - E Book

Promo Print Magazin 4/2020 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 1/2021 - E Book

Promo Print Magazin 1/2021 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 2/2021 - E Book

Promo Print Magazin 2/2021 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 3/2021 - E Book

Promo Print Magazin 3/2021 - Druckausgabe

Promo Print Magazin 4/2021 - E Book

Promo Print Magazin 4/2021 - Druckausgabe

 

Kampfsport / Kung Fu

Buschke / Debus / Hündorf - Helping Hands – Kampfsportverletzungen und Maßnahmen der Ersten Hilfe – E-Book

Marc Debus – Siu Lim Tao – Die kleine Idee – Wing Chun – E-Book

Marc Debus – Siu Lim Tao – Die kleine Idee – Wing Chun – Taschenbuch

Marc Debus – Siu Lim Tao – The little idea – Wing Chun – E-Book

Marc Debus – Siu Lim Tao – The little idea – Wing Chun – Paperback

Marc Debus – Cham Kiu – Das Suchen der Brücke – Wing Chun – E-Book

Marc Debus – Cham Kiu – Das Suchen der Brücke – Wing Chun – Taschenbuch

Marc Debus – Cham Kiu – Seeking the bridge – Wing Chun – E-Book

Marc Debus – Cham Kiu – Seeking the bridge – Wing Chun – Paperback

Marc Debus – Biu Tze – Die dritte Form des Lo Man Kam Wing Chun Systems – Wing Chun – E-Book

Marc Debus – Biu Tze – Die dritte Form des Lo Man Kam Wing Chun Systems – Wing Chun – Taschenbuch

Marc Debus – Biu Tze – The third form oft he Lo Man Kam Wing Chun system – Wing Chun – E-Book

Marc Debus – Biu Tze – The third form oft he Lo Man Kam Wing Chun system – Wing Chun – Paperback

Marc Debus – Das Lo Man Kam Wing Chun System – Geschichten, Berichte und Techniken – Wing Chun – E-Book

Marc Debus – Das Lo Man Kam Wing Chun System – Geschichten, Berichte und Techniken – Wing Chun – Taschenbuch

Marc Debus – The Lo Man Kam Wing Chun System – stories, reports and techniques – Wing Chun – E-Book

Marc Debus – The Lo Man Kam Wing Chun System – stories, reports and techniques – Wing Chun – Paperback

 

 

 

 

 

 

 

Buchvorstellung: Ax Genrich – Ein Leben zwischen Skiffle und Krautrock

(M.D.) Mit diesem Buch liegt die Biographie eines Mannes vor, der mit wichtigen Entwicklungen der deutschen Musikgeschichte eng verbunden ist. Ich selbst hatte in jungen Jahren erste Kontakte zum Krautrock und landete mit meinen Freunden über Bands wie „Pink Floyd“ bei „Tangerine Dream“ und „Guru Guru“.

Die Musik faszinierte uns und drückte unser damaliges Lebensgefühl aus…das prägte uns. Mein früherer Bandkollege Andreas Wirth war es dann schließlich, der mich vor vielen Jahren kontaktierte, weil seine Band „The Whole“ mit Ax im Dreikönigskeller in Frankfurt auftreten sollte. Ein unvergleichlicher Konzertabend war die Folge und nach dem Auftritt ein langes, gutes Gespräch mit Ax, das mir einen ersten Eindruck eines leidenschaftlichen Musikers vermittelte.

Danach sah ich Ax öfter und fotografierte ihn und seine Mitmusiker: Auftritte mit Damo Suzuki von „Can“ und „The Whole“ in Offenbach, Auftritte mit seiner eigenen Band in Frankfurt und auf dem Burg Herzberg Festival. Der persönliche Kontakt führte letztendlich zur Erstellung dieses Buches. Die Schilderungen seines Lebens, die Musiker, die Ax traf oder sah (Jimi Hendrix, Cliff Richard und Rory Gallagher) und die privaten Höhen und Tiefen, die sein Musikerleben prägten, machen deutlich, was es heißt für die Musik zu leben.

Ax blieb sich immer treu und steht nach wie vor auf Bühnen und zieht Menschen mit seiner Musik in den Bann. Den Menschen, die ihn und sein Schaffen schätzen, werden durch dieses Buch sicherlich noch weitere Facetten seiner Person nähergebracht, die sie bisher noch nicht kannten. Deshalb bleibt an dieser Stelle nur zu sagen, dass ich Ax für diese Einblicke dankbar bin und wir sicher beide hoffen, dass das Buch eine breitgestreute Leserschaft finden wird. 

 

Das Taschenbuch ist weltweit über Amazon erhältlich.

Das E-Book gibt es bei Kindle und in allen Buchhandlungen, die mit Tolino zusammenarbeiten.

Karl-May-Lesung mit Jean Marc Birkholz in der Hexenmühle Wisper

Schauspieler Jean Marc Birkholz hat sich am 12.03.2020 in der Hexenmühle in Wisper eingefunden, um begeisterten Karl-May-Anhängern aus den Amerikabänden des Autors vorzulesen. Jean Marc ist der Winnetou Darsteller der Karl-May-Festspiele in Elspe und blickt dabei auf eine fast zwanzigjährige Auftrittszeit zurück.

Während der Lesung erzählt Birkholz viele Anekdoten aus seiner Spielzeit und unterhält damit die Gäste hervorragend. Eigentlich wollte er viel lieber den Old Shatterhand spielen, aber diese Rolle war zur damaligen Zeit bereits besetzt, also wurde er der neue Winnetou Darsteller, nachdem er sich eine Spielzeit mit Nebenrollen beschäftigt hat. Hierzu erzählte er eine lustige Geschichte, um einen Mikrofonausfall der Hauptdarsteller. Das einzige gängige Mikrofon hatte damals Birkholz, als Indianerdarsteller und der konnte die Bühne nicht verlassen, da sämtliche Sprachanteile über sein Mikrofon laufen mussten. Somit stand er immer dort, wo etwas passieren musste und versuchte ein möglichst unauffälliges Bild dabei zu bieten, was oftmals nicht einfach gewesen sein muss.

Auch einige Teile seines Kostüms hatte Jean Marc mitgebracht. So war sein ledernes Hemd dabei, sein selbstangefertigter Gürtel mit Messer und die über 1400 Euro teure Echthaarperücke.  Er las den Part aus Winnetou, in dem Old Shatterhand Winnetou und seinen Vater Intschu-tschuna kennenlernt, den Tod Klekih-petras und die Blutsbrüderschaft der Beiden. Dann wird es etwas romantisch, als er die Begegnung von Nscho-tschi mit Old Shatterhand beschreibt und der Schluss der Lesung, die nur durch eine kurze Pause unterbrochen war, wird dann tragisch, als Winnetous Ende beschrieben wird. Ausgeschmückt wurde dies durch kurze Spielszenen mit Personen aus dem Publikum, mit denen Jean Marc die Blutsbrüderschaft und einen Kampf zur Freude aller darstellt. Birkholz ist es während der gesamten Lesung gelungen das Publikum einzubinden, und wenn er sie nur dazu animiert hat, gemeinsam den Kriegsruf der Apachen zu intonieren.

Aber es gab auf der Lesung noch etwas zu bewundern. Im hinteren Bereich des Saales gab es zwei Tische, die mit Karl-May Utensilien, Spielen, alten Ausgaben, Figuren und ähnlichem bestückt worden waren. All das stammt aus der Sammlung von Stephanie Hartenbach, der Veranstalterin der Lesung, die wir seit einigen Jahren zu unserem Freundeskreis zählen. Stephanie hat selbst einige Kurzgeschichten um die Figuren der Karl-May-Erzählungen geschrieben, die sie im Laufe des nächsten Jahres zu veröffentlichen gedenkt.

Alles in allem war es ein wunderschöner Nachmittag, der sich für alle Anwesenden gelohnt hat. Die Lesungen von Jean Marc Birkholz sind in jedem Fall eine Empfehlung wert. Besonderer Dank gilt der Veranstalterin und dem Servicepersonal der Hexenmühle, die während der Lesung dezent für Getränke und Essen gesorgt haben. Es bleibt hier also nur noch eines zu sagen….How, mein weißer Bruder!!!

Konzertbericht – Cannons – 13.03.2020 – Fulda – Kulturkeller

 

(A.M.) Am vergangenen Wochenende hatten wir die Möglichkeit die „Cannons“ in Fulda im Kulturkeller zu erleben. Die Veranstaltung war seit Wochen ausverkauft. Jedoch war der Saal wegen den Entwicklungen rund um das Coronavirus, dann doch nicht bis auf den letzten Platz gefüllt. Vater und Söhne gaben dennoch für alle Anwesenden ihr Bestes. Vor dem Gig konnten wir Séan Cannon noch für euch interviewen. Dieses Interview findet ihr auf Youtube: https://youtu.be/G3clOkki_4M    Eine interessante Frage hierbei galt seinen musikalischen Idolen und Vorbildern.

 

Das Konzert an sich war trotz der wenigen Besucher sehr schön. Es war ein bunter Mix aus typischen Irish- Folksongs, einer Note Jazz und Blues durch Sohn Robert und jeder Menge Einbezug des Publikums. Beispiele hierfür sind: „The Irish Rover“, „The Black Velvet Band“, „The Rocky Road to Dublin“ und der „Cocain Blues“. Zudem begeisterte eine A-Cappella-Version von „Molley Malone“ einfach alle. Die Mischung der Songs war wirklich gelungen. Und auch die Darbietung war gut durchdacht und kam bei allen entsprechend positiv an. So hatte jeder der drei Musiker einige Songs, bei denen er in den Vordergrund trat und die beiden anderen unterstützen und begleiteten. Aber auch Wechselgesänge, beispielsweise pro Strophe, waren zu genießen. Wir haben einige Songs für euch aufnehmen dürfen. Diese werden wir nach und nach ebenfalls online zur Verfügung stellen.

 

Wir bedanken uns auf jeden Fall bei allen fleißigen Händen, die auch im Umfeld der Band tätig waren, für einen tollen Konzertabend.

 

Konzertbericht – Peter And The Test Tube Babies – Berlin – Quasimodo – 06.03.2020

 

(M.D./A.M.) Am vergangenen Wochenende machten wir uns für euch auf den Weg nach Berlin. „Peter And The Test Tube Babies“, eine der guten alten Punkbands der 70ger Jahre, feierten dort mit einem ausgiebigen Konzert die Release Party ihres neuen Albums.

 

Vor dem Konzert hatten wir noch die Möglichkeit mit dem neuen Drummer „Sam“ und dem frisch dazugestoßenen Bassisten „Nick“ ein Videointerview zu führen. Hier plauderten sie über ihre vorherige Musikerlaufbahn und das Leben in dieser doch sehr bemerkenswerten Band, die ein Stück Punkgeschichte darstellt… und und und. An dieser Stelle möchten wir uns ebenfalls bei Iris bedanken, die dies für uns und somit auch für euch ermöglicht hat….und bei Henry, der für die Bierflatrate zuständig war…hat geklappt!!!!

 

Einlass in das „Quasimodo“ war bereits einige Stunden vor Konzertbeginn. So ergab sich die Möglichkeit für die Fans sich ausgiebig auszutauschen. Das Publikum war teilweise wirklich weit gereist. Wer sich mit den Kumpels aus Schottland ins Flugzeug setzt, muss einfach ein echter Fan sein. Der Abend wurde durch John und Tony war der Knaller.

 

Und so wurde die Show von allen sehr genossen. Der restlos ausverkaufte Club lud zum Kuscheln und Tanzen auf engstem Raum ein. Die Jungs gaben wirklich alles und der Punk lebte in der gesamten Location…und es wurde der Poco zelebriert, dass die Hütte gewckelt hat. Musikalisch gab die Band alles, und gab dabei auch ordentlich Gas, so dass die Stimmung war bei jedem Song bombastisch war.

 

Und die Aufgabe  gegen den Durst der Fans zu kämpfen, hat das Team des Quasimodos gut gemeistert. So wurde sogar an die ersten Gäste Freibier ausgegeben. Und den gesamten Abend über floss das kühle Nass in Strömen. Und dies war bei der Hitze im Club auch mehr als nötig.

 

So oder so, es war ein toller Abend. Er wird garantiert jedem der da war im Gedächtnis bleiben. Eine einzigartige und mehr als gelungene CD-Release-Party. Die Jungs haben ihr neues Album, genauso wie die guten alten Stücke prima in Szene gesetzt. Und somit war dieses Konzert ein echtes Einzelstück. DANKE dafür!