Bericht – Metal Night – Reisegruppe Schwermetall – Obermockstadt
Massive Punch
Am 10. und 11. April 2026 veranstaltete die Reisegruppe Schwermetall ihre diesjährige Metal Night. Wie auch im letzten Jahr fand sie im Bürgerhaus in Obermockstadt statt. Aber in diesem Jahr waren es zwei Tage plus Camping mit Frühschoppen samt Band auf dem Sportplatz der Fußballer. Wie eng die Vereine zusammen kooperieren, war deutlich zu spüren. Am Freitag am frühen Abend begann alles im Bürgerhaus. Nachts konnten die Fans dann fußläufig zu ihren Campern und Zelten am Fußballplatz laufen und eine ruhige Nacht verbringen. Toiletten usw. standen problemlos zur Verfügung. Und so wundert es nicht, dass auch das Frühschoppen am Fußballplatz gut angenommen wurde und der Fußballverein gut Getränke verkaufte, bevor es am späten Mittag wieder im Bürgerhaus weiterging. Dort wurde dann erneut bis spät in die Nacht gefeiert.

Frühschoppen mit den R.A.T.S.
Für Essen und Getränke in der Halle sorgte das Team des Bürgerhauses Obermockstadt. Es gab Gezapftes (leider sorgte der Preis bei einigen Fans für Unmut) und auch alkoholfreie Getränke. Die Festivalbecher hatte die Reisegruppe extra bestellt und bedrucken lassen und dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Ebenso wurde der Grill angeworfen. Und wer etwas „Feineres“ wünschte, konnte natürlich auch ins Restaurant des Bürgerhauses mit kroatisch-deutscher Küche gehen.
Musikalisch wurde viel geboten. Von der Schülerband über Newcomer bis hin zu „alten Hasen“ und „alten Songs“ durch Coverbands war wirklich für jeden etwas dabei.
Den Auftakt machten „Chosen Undead“. Sie spielten meistens hart und wollten den Fans nach eigener Aussage „Lärm um die Ohren hauen“. Als besonderes Schmankerl gab es noch extra „Beerenschnaps“. Ihnen folgten „Tag My Heart“. Ihre Musik war sehr abwechslungsreicher härterer Rock mit guten Melodien und Rapelementen. Wie gut die Vier aufeinander eingespielt sind, zeigte sich spätestens bei den Einspielern vom Band, die gut und gezielt genutzt wurden. Ebenso spielten sie einige gut wiedergegebene Coversongs.
Midnight Storm
Von „Midnight Storm“ gab es dann klassischen guten Rock zu genießen. Die schon länger existente Band hat ein breites Publikum und zu ihrer bisherigen Fanblase haben sie an diesem Abend sicherlich noch einige dazugewonnen. „Massive Punch“ kamen mit zwei Gitarren aber sonst ohne viel Schnickschnack auf die Bühne. Und die gehörte ihnen. Die klaren Instrumentenlinien, der deutliche Gesang und die tollen Gitarrensoli überzeugten einfach. Es folgte „Hard Beat Inc.“. Sie waren als Vertretung schnell eingesprungen. Gegen Krankheit ist halt doch keiner gewappnet. Deshalb gilt ihnen ein großer Dank für die kurzfristige Zusage. Sie beendeten dann für den Tag verhältnismäßig poppig den musikalischen Teil. Hier gilt es zu sagen, dass man aus Popsongs keinen Metal zaubern kann, wenn man die Arrangements übernimmt, ohne irgendwelcher druckvollen Elemente einzubauen…ich persönlich brauche das nicht noch einmal.
Beim Frühschoppen am Sportplatz am nächsten Morgen vertraten „The R.A.T.S.“ „Angeekelt“. Denn auch diese mussten leider krankheitsbedingt absagen. Wobei man das so auch nicht direkt sagen kann. Für einen Gastauftritt stand Sänger „Marc Debus“ zusammen mit der Band auf der Bühne. Ein großes Lob geht an alle Musiker, die sich so schnell aufeinander einstimmten und gemeinsam zauberten. Der „klassische“ Rock und Blues von „The Rats“ kam hervorragend an und die Stimmung war wie super. Die Band nahm das Publikum voll mit.
Am späten Mittag ging es dann im Bürgerhaus weiter. Die Schülerband „The Black Dogs“ eröffneten musikalisch. Besonders der junge Schlagzeuger wurde von vielen als „herausragend“ beschrieben. Bei „Chasing Fear“ stand dann das Crunting im Vordergrund. Sie waren hart und heizten weiter ein. Hart, schnell, laut und kraftvoll ging es dann mit „Defazer“ weiter, bevor „Axxed“ ebenso hart weitermachten und ordentlich lärmten und das Schlagzeug knallen ließen. „Praetor“ (Franzosen und Luxemburger) konnten an diesem Abend ebenfalls mit musikalischer Schnelligkeit überzeugen und definitiv neue Fans gewinnen.

Weiter ging es mit „Odium“. Hier habe ich nichts notiert oder mitgeschrieben, sondern einfach das gesamte Set genossen. Es war ein Fest und für mich persönlich mal wieder ein Highlight. Ihnen folgten „Steel Revenge“ als Ersatz für „Plasmajet“. Auch hier gilt es ein großes Dankeschön an die Band zu richten, dass sie so kurzfristig einspringen konnten und die Musik mit den Fans feiern konnten.
Als Abschluss des Abends und der Metal Night gab es dann noch „Unholy Minority“ zu genießen. Die Jungs hatten sich wieder ordentlich in Schale geworfen und durchgeschminkt. Dies unterstreicht ihre Musik deutlich, steht aber im echten Gegensatz zur ihren freundlichen und sehr liebenswerten Persönlichkeiten. Aber so ist es nun Mal. Musik ist eine Kunst und die gilt es kreativ auszuleben. Und dies genießen die Jungs und bringen es auch auf die Bühne. Somit waren sie ein würdiger Abschluss der gelungenen Metal Night der Reisegruppe Schwermetall.

Ein Dank gilt es dem gesamten Orga-Team auszurichten. Leider können wir euch nicht alle persönlich herzen und euch tief in die Augen schauen, während wir euch für das gelungene Event beglückwünschen. Aber wir hoffen sehr, dass ihr den eingeschlagenen Kurs beibehaltet und bei den zwei Tagen Veranstaltung bleiben könnt und wollt. Bis spätestens zum nächsten Jahr!