Review – Hunzgrippe – Sparifankerl

 

(A.M.) „Gut Ding will Weile haben!“ Dieses Sprichwort umschreibt die Entstehung des Debütalbums „Sparifankerl“ von „Hunzgrippe“ (Roland Frank und Michael Schurr) wohl am besten. Die zwei trafen bereits 1994 aufeinander. Musikalisch ließen sie sich dann eigentlich nicht mehr aus den Augen und veröffentlichten immer wieder unterschiedliche Titel. 2017 nahmen sie ihr Album in Angriff. Und nun, am 21.05.2021, war es dann so weit.

Die acht Titel werden in der Vinyl-Version noch um zwei Songs erweitert. Diese beiden „Servus“ und „Habedere“ umranden als Instrumentaltitel acht wild durchmischte Songs. Die Mischung besteht aus rockigen „Gute-Laune-Songs“ wie beispielsweise „Seimos“ oder auch „Loisel“. Aber auch „Land hinter de Berg“ versprüht gute Laune und hat diverse Mitsingpassagen. Hinzu kommen Teile, die eher dem Rap zuzuordnen sind. Mit einem schnelleren Refrain wartet „Mir gwinna“ auf. Ebenso witzig wie „Land hinter de Berg“ ist auch „Hochseilgarteneingangstür“. Hierbei werden Gedanken an Comedy und Kabarett wach. Als rockige Liebeserklärung könnte „Staffén“ angesehen werden. Und mit „O´Wanna“ stupsen die beiden Herren in den rund achteinhalb Minuten Spieldauer alles an, was balladesk, flott, hart und düster als Merkmale hat.

Insgesamt nehmen die zwei ihre Hörer so durch eine Mischung der unterschiedlichsten Stile mit und bleiben durch den Gesang in der bayrischen Mundart doch ihrer Linie treu.

 

Als Anspieltipps sind „Land hinter de Berg“ und „Seimos“ zu empfehlen.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Servus

Seimos

Loisel

Mir Gwinna

Land hinter de Berg

Forever bläd

Staffén

O´Wanna

Hochseilgarteneingangstür

Habedere