Review: Steve Howe – Die Autobiografie – Yes und andere Story

 

Mal wieder eine Autobiografie lesen, war die Aufgabe. Mich hat dies besonders gefreut, weil gerade Yes eine meiner liebsten Bands aus dem Prog-Rock Bereich ist.

Howe erzählt auf über 320 Seiten, was er im Business erlebt hat. Je weiter man im Buch vorankommt, umso mehr gewinnt man ein Bild von dem Mann hinter der Gitarre, außerhalb seiner gewohnten Bühnen-Präsenz. Steve Howe gewährt Einblicke in sein Schaffen mit Tomorrow, seiner ersten größeren Band, Yes, GTR und Asia und er erzählt von seinen Begegnungen mit Jimi Hendrix und den Beatles. Im Buch finden sich auch zahlreiche Bilder, die die Stationen seines Lebensweges eindrucksvoll abbilden.

Auch seine frühen Jahre werden beleuchtet, als er noch nicht im Rampenlicht großer Bühnen stand. Diese Schilderungen vermitteln einen anderen Eindruck von Howe, als die späteren Kapitel, die sich doch immer wieder mit Eckdaten seiner Bands auseinandersetzen und weniger mit seiner Person. Die schimmert allerdings in diesem ersten Teil des Buches durch und gibt den Blick auf einen anderen Steve Howe frei. Trotzdem erfährt man auch später noch persönliches von ihm, z.B. dass er den Taoismus sehr schätzt und sich vegetarisch ernährt.

Man erfährt nicht viel über andere Bandmitglieder, aber er macht sehr deutlich, wenn er mit Dingen in der Bandentwicklung nicht einverstanden war, auch in der Zeit nach 1992 wo die Zusammenarbeit der ursprünglichen Besetzung von Yes endete. Man lernt viel über seinen Standpunkt und das was ihm in Bezug auf seine Band wichtig war und ist. Allerdings geht er bei manchen Problemen, die er mit seinen Mitmusikern beschreibt, nicht darauf ein, um welchen seiner Bandkollegen es sich dabei handelt…man kann hier nur Vermutungen anstellen.

Man erfährt auch einiges über seine Vorlieben, insbesondere in Bezug auf seine Gitarren, aber auch dass er alte Daimler-Benz Modelle liebt. Ebenso liebt er den Canabiskonsum und macht daraus auch kein Geheimnis.

Alles in allem merkt man deutlich, dass Howe das Buch selbst geschrieben hat und kein Ghostwriter am Werk war, was in einigen Bereichen aber sicher ein besseres Gegenlesen nötig gemacht hätte. Wer Yes liebt und ein Fan von Howe ist, ist mit diesem Werk allerdings trotzdem gut bedient. Über seine Arbeit mit Asia ist allerdings nicht so viel im Buch enthalten. Es werden Fragen zur Bandgeschichte beantwortet, andere bleiben offen. Hierfür müssten vermutlich auch andere Bandmeber ihre Autobiografien veröffentlichen, um ein umfänglicheres Bild zu erhalten. Mir hat das Buch trotz allem gut gefallen und es liest sich gut

 

Dafür geben das Promoprtal-germany und Crossfire 8,5 von 10 möglichen Punkten

Die broschierte Ausgabe gibt es für 27,00 Euro, als E-Book ist Howes Biografie für 9,99 Euro zu haben

Hannibal-Verlag ISBN 978-3-85445-702-2