Review – El Misti – El Misti

 

(A.M.) Über das „Indipendent“ Label veröffentlichten „El Misti“ ihr gleichnamiges Debütalbum bereits Ende März 2020. Zu genießen sind zehn einfach tolle Songs in einer Mischung aus klassischen Akustik Folk, Rock ´n´ Roll, psychodelischer Musik und und und. Die sind allesamt durchweg ruhig und harmonisch.

 

Bereits vor zehn Jahren trafen sich Singer Songwriter Paddy Bleakley und Gitarrist Kieran Gilchrist. Aber ihre Wege trennten sich wieder. Nun brachten sie zunächst zwei Singles raus und jetzt folgte das Debütalbum zusammen mit Mike Gregson (Multiinstrumentalist und Songwriter), Rory Ballantyne, KD Taggart, Lee Shone, Adrian Gautrey und Daniel Ayworthy.

 

„Take Me To The Woods“ beginnt mit ganz weichen Klavierklängen. Hinzu kommen ein seichtes Schlagzeug und eine tief rauchige Gesangsstimme. Aber auch der typische Westgitarrensound darf natürlich nicht fehlen. Und genauso fügt sich auch „The Rose That Grew On The Moon“ an. Ich fühle mich direkt in eine der zahlreichen Bars in Nashville entführt. Diese Stimmung bleibt auch bei „Woman, Let Me Be“ bestehen. Die leicht rauchige Stimme hat einfach ihren ganz eigenen und gleichzeitig typischen Charme.

 

„Devil Won´t Dance“ beginnt dann durch die Einsätze von Schlagzeug, Bass und Gitarre erstmal entsprechend düster und böse. Und diese klaren Rhythmuslinien bleiben während des gesamten Songs erhalten. Ein Gitarrensolo, bereits in der ersten Songhälfte, verstärkt. „Verrucht“ geht es dann mit „The Rose That Poisoned The Ground“ weiter, bevor mit „No One Remembers The Loser“ schon fast balladesk wird. Helle und ruhige Gitarrenklänge, gepaart mit Streichakzenten machen „If I Am The Sky“ zu einem minimalistisch tollen Stück. Ähnlich minimalistisch, nämlich rein akustisch, geht es mit „1983“ weiter. Harmonisch, aber auch wieder etwas voller und satter, folgt „Kingdom“. Als Abschluss ist „The Back Control“ dann sowohl ruhig, als auch voll, satt und kräftig und haut alles nochmal raus, was musikalisch möglich ist. Dadurch wird es dann allerdings auch sehr langatmig und wirkt übertrieben. 

 

Unsere Anspieltipps sind „The Rose That Grew On The Moon“ und „If I Am The Sky“.

 

Promoportal-Germany und Crossfire vergeben 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Take Me To The Woods

The Rose That Grew On The Moon

Woman, Let Me Be

Devil Won´t Dance

The Rose That Poisoned The Ground

No One Remembers The Loser

If I Am The Sky

1983

Kingdom

Take Back Control

Gesamtspielzeit: 52:37 min