Review – Balls Gone Wild – High Roller

 

(A. M.) Am 26. Juli veröffentlichten die 2012 in Köln gegründeten „Balls Gone Wild“ ihr „Metalville Labeldebut“ „High Roller“. Nach einigen Neubesetzungen besteht das aktuelle Trio nun seit Ende 2017. Alle drei Künstler haben zudem noch weitere Bands und sind demnach schon seit Zeiten fest im Musikgeschehen verankert. Und dies hört man an. Die offizielle Beschreibung des „Kick Ass Rock“ mit fließenden Übergängen zwischen Punk und Hardrock ist mit viel Leidenschaft gespielt. Ob es nun wirklich, wie der Pressetext informiert, wie ein „Resultat einer außerehelichen Liaison zwischen Motörhead und AC/DC“ ist oder doch eher geiler Riffrock der alten Schule like „Krokus“ oder ähnlichen ist, bleibt dann jedem selbst zu entscheiden.

 

Sicher ist auf jeden Fall, dass der Opener „High Roller“, der gleichzeitig der Titelsong ist, mit ordentlichen Riffs daherkommt und direkt in Mark und Bein übergeht. Aber auch „Leave Me Alone“ steht dem nichts nach. Punktgenau mit tollen Gitarrenlinien und einem leicht hart aggressiven Gesang überzeugt der Song. In „Danger“ sind die Drums zunächst und auch im Verlauf sehr im Vordergrund. Dies sehe ich ganz einfach als gelungene Abwechslung zu den meisten Mixen. Später kommt dann noch ein grandioses Gitarrensolo hinzu. Typisch rockig geht es dann mit „Keep It Hot“ weiter. Gesanglich sind Strophen und Refrain hier deutlich getrennt, denn im Refrain wird nochmal richtig Gas gegeben. „Heartbreaker“ ist dann von Beginn an flott und bringt die Mischung aus Punk und Rock perfekt zum Vorschein bzw. auf die Ohren.

 

„MoFo“ legt vom Tempo her nochmal extrem einen zu, was mir persönlich nicht auf Anhieb gefällt, aber definitiv mehr als gekonntes Handwerk zeigt, da es durchgängig sauber gespielt ist und nichts verschwimmt und vermischt. Wieder klassisch rockig mit überzeugenden Riffs folgt „Nö Way Out“. „Balls Gone Wild“ ist dann auch der Titel des nächsten Songs und ein Mitwippen bzw. Headbangen ist hier quasi vorprogrammiert. Gleiches gilt für „Satan´s Son“, wobei hier eine weitere gewisse zusätzliche Härte mitschwingt. So fügt sich dann auch „Flying High“ an. Bei dem Titel haben die Jungs das Tempo nochmal richtig angezogen, bleiben aber immer noch deutlich in der Punk- und Hardrocklinie, sehr schön. Hier ist auch wieder das Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte ein absolutes Highlight. „Devil´s Woman“ rundet die ganze Scheibe dann klassisch hardrockig ab.

 

 

Insgesamt ist dieses Album mehr als der Knaller und wirklich jedem zu empfehlen, der auf schönen klassischen Punk- und Hardrock der alten Schule steht. Die Titel sind zu genießen oder auch zum Abfeiern einfach genial geeignet. Sie sind neu und dennoch haben sie alles Positive der vergangenen Zeiten inne. Und wer es ganz genau möchte, kann mit dem Booklet als Hilfe fast komplett textsicher und bis ins Unendliche mitsingen,- grölen, -schreien und einfach abrocken.  

 

Unsere Anspieltipps sind „High Roller“ und „Flying High“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. High Roller

2. Leave Me Alone

3. Danger

4. Keep It Hot

5. Heartbreaker

6. MoFo

7. Nö Way Out

8. Balls Gone Wild

9. Satan´s Son

10. Flying High

11. Devil´s Woman