Review – Greg Holden – World War Me

 

Am 29. März erscheint das Album „World War Me“ von „Greg Holden“ über BMG.

Das in Eigenregie in Los Angeles aufgenommene Album kommt mit neun relativ Mainstream Popsongs daher. Inhaltlich steht das gesamte Album laut seinen eigenen Aussagen im Zusammenhang mit seiner eigenen Existenzkrise. Geschrieben wurden die Titel zwischen 2016 und 2018 und dann auch produziert.

 

Der extreme Popfokus ist direkt im Opener „Nothing Changes“ zu hören. Ähnliches gilt auch für „On The Run“. Die sehr helle Gesangsstimme fügt sich ideal zum Indie-Pop. „Something Beautiful“ ist thematisch bedeutend positiver als das dann folgende „Temptation“, welches seine Wut (bezüglich des Ergebnisses der Wahl – Trump) thematisiert. Und auch musikalisch ist dieser Titel eindeutig nicht so eine seichte und weiche fröhliche Nummer. Eine gewisse Verzweiflung schwingt mit. Wobei dies bei einer so freundlichen Stimme nicht ganz einfach umzusetzen ist. Schwer liegt dann „Chase The Money“ in der Luft. Die Instrumentenlinien sind sehr langsam und dennoch der Titel wirkt irgendwie schwermütig. „What I Deserve“ thematisiert den Kauf eines wunderschönen Hauses in Los Angeles und ist ein sehr harmonischer Song. Etwas kräftiger geht es mit „The Power Shift“ weiter. Aber wirkliche „Wut“, die dieser Song nach seinen Aussagen charakterisiert, ist für mich wieder sehr schwer zu erkennen. Und auch „Nobody´s Perfect“ ist im Großen und Ganzen gesehen ein Song, der nach einem zurückgezogenen Beginn doch eine eher heitere und mutmachende Stimmung verbreitet. Durch die Akustikgitarre ist „I`m Not Your Enemy“ dann das erste Lied, welches sehr traurig emotional rüberkommt.

 

Insgesamt ist es ein Pop-Album, welches mit den, meiner Meinung nach, vielen positiven und hellen freundlichen Instrumenten- und Gesangslinien nicht das hält, was der Titel „World War Me“ erwarten lässt. Zudem ist es definitiv nicht das Genre, welches unser „Hauptthema“ ist.

 

Promoportal-Germany vergibt dennoch 6 von 10 Punkten, da die Scheibe ihre Fans finden wird und die Produktion, trotz „Alleingang“ keine qualitativen Mängel aufweist.      

 

Tracklist:

1. Nothing Changes

2. On The Run

3. Something Beautiful

4. Temptation

5. Chase The Money

6. What I Deserve

7. The Power Shift

8. Nobody´s Perfect

9. I´m Not Your Enemy