Review – Miriam Green – Wanderlust

 

(A.M.) Am 12. April wird „Miriam Green“ ihr Album „Wanderlust“ über Konstantin Weckers Label „Sturm und Klang“ veröffentlichen. Die junge Künstlerin hat an der HMT München Oboe studiert und gleichzeitig an eigenen Stücken geschrieben. Laut ihren Aussagen verarbeitet sie musikalisch und poetisch ihr Leben. Dies bedeutet wohl „schwere Kost“ zu werden. Gleichzeitig nutzt sie die Oboe und das Klavier und entwickelt die Titel ebenfalls für Streicher und den Gesang, da sie Kammermusik liebe. Sie singt überwiegend in deutscher Sprache mit einer extrem hohen, lieblichen, weichen und zarten Stimme, die mich persönlich eher nicht anspricht.

 

„Der Astronaut“ hat viel hiervon in sich und beinhaltet thematisch Grenzen und Entzweiung, was sowohl politisch als auch persönlich zu sehen sein soll. Gleiches gilt für „Der Wahrheitssucher“. Dazwischen folgen „Nana & Djed“ und „“Enticing Surrender“. Erstes schrieb sie für ihre Großeltern. In ihm steckt enorm viel Liebe und Gefühl. Beim Zweiten überwiegen zunächst harmonische Klavierlinien. Es ist eins von zwei englischen Titeln und „erzählt die Geschichte eines Spaziergangs durch eine wundersame Welt“. Der Titelsong „Wanderlust“ lädt zum Träumen ein. Er „ist ein reines Instrumentalstück für Klavier, Oboe und Harmonium“. Ihre Interpretation, „was an einen Morgen in einem grünen Laubwald erinnert – ruhig und vernebelt, aber geschäftig und lebendig unter der Oberfläche“ ist für mich persönlich allerdings zu weit weg bzw. zu weit hergeholt. „Invisible Slaves“ ist in weiten Teilen mit einer Akustikgitarre gespielt und ein sehr gefühlvoller Titel. „Ganz Vielleicht“ ist wieder hauptsächlich mit dem Klavier gespielt und die Oboe setzt Akzente. Eine eher traurige Stimmung verbreitet „Am Ende des Tages“. Thematisch setzt sie sich in beiden Titeln mit sich selbst, ihrem Leben und ihrer Zukunft auseinander. Und im letzten Song „Zeitweise“ ist der Name direktes Thema.  

 

Anspieltipp: Invisible Slaves

 

Promoportal-Germany vergibt 5,5 von 10 Punkten, da es zwar nicht unser typisches Genre ist, aber handwerklich gut gemacht ist.

 

Tracklist:

1. Der Astronaut

2. Nana & Djed

3. Enticing Surrender

4. Der Wahrheitssucher

5. Wanderlust

6. Invisible Slaves

7. Ganz Vielleicht

8. Am Ende des Tages

9. Zeitweise