Review – Kapuze – Tourbus

 

(A.M.) Am 5. April veröffentlichen „Kapuze“ ihr Debutalbum „Tourbus“. Im Rock/Pop Bereich mit deutscher Sprache überwiegt definitiv die Stimme von Sängerin Magdalena Utzt. An ihrer Seite sind Tonias Haunsperger (Schlagezug und Percussion), Peter Karl (Akustik- und E-Gitarren), Dominik Kögler (A-Bass, Kontrabass) und Christain Mayer (Keyboards, Klavier, Akkordeaon, Melodica, Percussion, Hintergrundgesang). Und für unterschiedliche Titel haben sie sich zusätzlich noch folgende Gastmusiker mit dazu geholt: Oliver Kügler (Schlagezug), Ralf Breindl (Hintergrundgesang), Elli Funk (Geige), Kristin Kögler (Geige), Eva Maria Dittert (Querflöte), Andreas Utzt (Flügelhorn, Trompete), Verena Gutsche (Alt Saxophon) und Simon Woll (Tenor Saxophone).

 

Der Opener „Tourbus“ als Titelsong ist zunächst eher gewöhnungsbedürftig und ich brauche schon einen Moment, um in den doch recht „freien“ Stile hineinzufinden, der einiges miteinander kombiniert. „Deine Augen“ ist bereits schon mit einem Video veröffentlicht, um uns auf den Geschmack zu bringen. Und dies gelingt auch. Der Titel ist auf jeden Fall harmonischer und in sich stimmiger ohne eine Vielzahl an Stilbrüchen. Stimmungsmäßig düsterer folgt „Nein, Nein“. Munterer geht es dann mit „Wohin“ weiter. Sehr weich und gefühlvoll folgt „2-Zimmer-Wohnung“ mit den entsprechenden Instrumentenlinien. Im Laufe des Songs wird er zudem voller.

 

 „Komm in mein Café“ ist phasenweise wieder experimentierfreudiger. Als nächstes folgt „Sonne“. Dieser Titel hat, für meinen Geschmack, wieder viel zu viele unrunde Passagen und mir fehlt eine zusammenhängende Grundlinie der Instrumente. Textlich passt es allerdings, wenn man in die Musik versinkt. „Stumm“ und „Jogginghose“ haben auch wieder viele Wechsel und Brüche in sich, die mich leider gar nicht überzeugen. Textlich ist „So um ein Jahr“ wahrscheinlich herrlich zu diskutieren, denn welche Liebe lässt sich schon verschieben? Der letzte Song „Was ist das“ versucht dann nochmal gesellschafts- bzw. sozialkritisch zu sein, hat dabei allerdings sehr harmonische Instrumentenlinien, die ich mir persönlich zuvor bei den anderen Titeln gewünscht hätte.

 

Die insgesamt elf Titel sind sicherlich mit enorm viel Liebe und Gefühl gewachsen und entstanden, auch wenn sie mich in vielen Teilen nicht überzeugen. Hier kann ich dann zum Glück sagen, dass Musik als Kunst ja bekanntlich Geschmackssache ist.

 

Promoportal-Germany vergibt 4,5 von 10 Punkten, da es zwar geschmacklich nicht passt, aber die technische Seite und die Liebe der Musiker, die man spürt, dann doch einiges herausholen.

 

Tacklist:

1. Tourbus

2. Deine Augen

3. Nein, Nein

4. Wohin

5. 2-Zimmer-Wohung

6. Komm in mein Café

7. Sonne

8. Stumm

9. Jogginghose

10. So um ein Jahr

11. Was ist das