Review – Kleeberg – Idee 1000

 

Die Würzburger Benjamin Haupt (Gesang, Gitarre), Jannis Reuter (Gesang, Bass), Sebastian Bach (Gesang, Keyboard) und Tobias März (Schlagezug) veröffentlichten als „Kleeberg“ bereits am 1. Februar 2019 ihre EP „Idee 1000“ über Konstantin Weckers Label „Sturm und Drang“. Sie sind im Pop/Rock anzusiedeln und singen deutsch. Jedoch fügen sie sich nicht in die aktuell so häufig zu hörende „Jammermusik“ ein. Sie sind bemüht Themen wie das Leben, die Liebe, Theorie und Praxis und auch gesellschaftskritische Inhalte actionreich darzustellen.

 

In „Rom“ geht es ganz klar um das Leben mit Abgrund, Zielen und Wegen. Jedoch sind Floskeln wie „das Ziel kann nur der Weg sein, wenn man nicht weiß, wohin es geht“, für mich persönlich nichts. Musikalisch ist es eher ein minimalistischer Song, der den Schwerpunkt ganz klar auf den Gesang und Text legt. Dies unterstreicht auch der unerwartete Wechsel der gesamten Sounds bei rund drei Minuten Spieldauer. „Theorie, die“ kommt insgesamt sehr verkopft bei mir an, wird aber durch den generell schnellen Rhythmus und die Keyboardlinien aufgelockert. „Niemand kann die Liebe binden“ beginnt sehr weich und erinnert zunächst an sehr deprimierte Stimmungen und Verzweiflung. Jedoch kommt zum Glück schnell der Rock durch und der Titel wird insgesamt aktiver. Das Gitarrensolo in „Leben gelernt“ erinnert an das in „Pride-In The Name Of“ von „U2“. Ansonsten wird dieser Song ebenfalls im Verlauf voller uns satter. Der Titeltrack „Idee 1000“ startet mit ruhigen und sehr reduzierten Gitarrenklängen. Dies unterstreicht auch der Gesang. „So gut wie noch nie“ thematisiert inhaltlich gesellschaftskritisch die aktuelle Situation. Musikalisch dreht dieser Song nochmal richtig auf.    

 

Promoportal-Germany vergibt 6,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Rom

2. Theorie, die

3. Niemand kann die Liebe binden

4. Leben gelernt

5. Idee 1000

6. So gut wie nie