Review - Suidakra - Cimbric Yarns

 

Nach rund 24 Jahren Bandgeschichte mit bisher 12 Alben und diversen Touren durch die Welt veröffentlichen „Suidakra“ im November ihr 13. Album „Cimbric Yarns“.

Die Death und Folk Metaller gelten als fester Bestandteil bezüglich der keltischen Metalszene. Auf dieser Scheibe überraschen sie mit viel Akustik und wollen ihr Publikum so mit auf die mystische Reise in ein Land weit vor unserer Zeit mitnehmen.

Bereits der erste Song „Echtra“ ist im Gesamten eher als Intro zu sehen. Mystisch und erzählerisch sind wohl die treffendsten Adjektive. Aber auch in „Serpentine Origins“ geht es ruhig mit akustischen Instrumenten und einem vollen Chorgesang weiter. Die Violine setzt zudem Akzente und lässt einen in Gedanken an keltische weite Wälder versinken. Mit dominierenden Akustikgitarren folgt „Ode To Arma“. Allerdings vermisse ich persönlich hier zunächst den Anstoß zur Zeitreise in eine längst vergangene und vergessene Welt. Dieser kommt erst gegen Ende des Songs und wird durch die Flöte angestoßen. Mit weichen und seichten melodischen Instrumentenlinien, die vom extrem leichten Gesang unterstreicht werden, folgt „A Day And Forever“. Hier hat das Banjo extreme Aufmerksamkeit. „Black Dawn“ als reiner Instrumentaltitel reiht sich, genauso wie „At Nine Light Night“ insgesamt gut in dieses reine Akustik-Folk-Album ein. Zweiteres hebt sich lediglich durch den „reinen“ Männergesang ab. Ähnliches gilt für „Snakehenge“. Hier hat das Banjo erneut große Aufmerksamkeit. „Birth And Despair“ und „Assault On Urlár“ fügen sich nahtlos an, setzten demnach aber genauso wenig besondere Akzente oder Highlights. Zweiteres ist nur ab der Hälfte dramatischer. „Caoine Cruác“ ist wieder sehr melodisch und harmonisch weich und seicht.

Bei einigen Titeln hat die Band zusätzlich Unterstützung durch Gastmusiker erhalten. Demnach ist das Künster-Line-Up dieser Scheibe insgesamt sehr breit: Arkadius Antonik (Gitarre, Banjo, Mundharmonika, Orchestereinspielungen), Sebastian Jensen (Gitarre, Gesang), Ken Jentzen (Bass), Marcel Schoenen (Gesang), Mathias Zimmer (Gesang), Sascha Aßbach (Gesang), Tina Stabel (Gesang), Shir-Ran Yinon (Violine), Catalina Popa (Flöte).

 

Am 23.2.2019 werden sie live in Hamburg beim Konzert zu sehen und zu hören sein.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Serpentine Origins“ und „At Nine Light Night“.

 

Promoportal-Germany vergibt für die solide und stimmige Arbeit 6,5 von 10 Punkten. Alle Songs sind nett, aber keiner sticht hervor und bleibt im Ohr.

 

Tracklist:

1. Echtra

2. Serpentine Origins

3. Ode To Arma

4. A Day And Forever

5. Black Dawn

6. At Nine Light Night

7. Snakehenge

8. Birth And Despair

9. Assault On Urlár

10. Caoine Cruác