Review - Null Positiv – Amok

 

Mit fetten Gitarrenriffs, harten Drums und einem wechselnden Gesang zwischen Growl, Scream, Rock und mit jeder Menge Gefühl von Sängerin Elli Berlin thematisierten „Null Positiv“ auf ihrem Debütalbum „Koma“ aus 2017 Probleme der Gesellschaft. Nun veröffentlicht die 2015 gegründete Band mit „Amok“ am 1.10.2018 ihr neues Album, obwohl sie eigentlich durchgängig unterwegs in Europa auf Tour unterwegs sind und immer mehr Fans gewinnen. „Wir wollen uns nicht verbiegen lassen“, meint Sängerin Elli Berlin. Und demnach gestalten sie ihre Musik samt Videos in Eigenregie. Das zweite Album spricht von den inneren Ursachen in jeder Seele für diverse Themen/ Probleme.

 

Und so beginnt „Psychopath“ auch entsprechend und verleiht eine extrem düstere introvertierte aggressive Stimmung und gesanglich ist die Vielfalt von Elli direkt erkennbar. Ähnlich hart folgt „Trauma“ und auch der Titelsong „Amok“ macht seinem Namen alle Ehre. Dies unterstreicht der Gesang (Growl). Zwischenzeitlich gefällt mir der Song durch seine Gitarrenlinien besser und auch die Chöre am Ende setzten Akzente. Hart und kräftig geht es mit „Schizo“ weiter. Und auch hier ist der Titel sehr treffend. „Neue Matrix“ versetzt mich gedanklich zunächst in einen Terminatorfilm, wobei auch hier melodische Phasen ihren Platz bekommen. Musikalisch sehr treffend umgesetzt beginnt „Als ob wir Götter wären“ mit einem entsprechenden Intro mit knapp eineinhalb Minuten. Danach folgt Growl bis ins Detail auf einer sehr langsamen Ebene in insgesamt rund fünf weiteren Minuten. „Hexenjagd“ ist ebenfalls eher langsam. Und bei diesem Titel ist es kaum vorstellbar, dass er von einer Sängerin performed wird. Kräftiger und etwas schneller, aber ähnlich düster, reiht sich „König Ego“ an. „Turm der Angst“ beginnt wieder mit einem weichen Intro und ist eher rockig. Mit Orgelklängen startet „Unter deiner Haut“. Insgesamt reiht der Titel sich danach gut ein. Gleiches gilt für „Burderliner“. Dieser Song ist allerdings von Beginn an härter und düster. „Scars“ und „Rabenhaar“ sind sehr gefühlvoll und weich und ersteres mit Klavierklängen und beide sind echte Ausreißer auf dieser Scheibe mit einem tollen Gesang.

 

Als Anspieltipp empfehle ich „Psychopath“ und „Scars“, um sowohl einen Titel mit extremen Growl und auch einen mit einem gefühlvoll melodischem Gesang zu nennen.

 

Da das Gleichgewicht der Musiklinien und Schwerpunkte noch nicht ganz ideal ist, vergibt Promoportal-Germany 7 von 10 Punkten für diese Scheibe, die im Genre ihre Liebhaber finden wird.

 

Tracklist:

1. Psychopath

2. Trauma

3. Amok

4. Schizo

5. Neue Matrix

6. Als ob wir Götter wären

7. Hexenjagd

8. König Ego

9. Turm der Angst

10. Unter deiner Haut

11. Burderliner

12. Scars

13. Rabenhaar