Review – Fools Garden – Rise And Fall

Lange war es still um die Band. Oder war sie nur nicht mehr in meinen Ohren? Bei „Fools Garden“ fällt uns wahrscheinlich allen „Lemon Tree“ ein. Aber sonst? Wann war das? Was gab bzw. gibt es noch? Ihren Nummer-Eins-Hit hatten sie 1995. Diverse Auszeichnungen brachte der der Zitronenbaum mit sich: Sowohl die Single (Platin in Deutschland, Neuseeland und Norwegen; Gold in der Schweiz, Österreich, Frankreich und Schweden) als auch Album (Platin in Deutschland und der Schweiz; Gold in Österreich). Die Single war vier Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts. 1996 wurde Fool’s Garden als erfolgreichste Nachwuchsband mit dem Bambi, der Goldenen Stimmgaben und dem Echo ausgezeichnet.

Und nun stellen sie, nach einigen Umbrüchen, auch personell, ihr neues Album „Rise And Fall“ vor. Der Pop-Charakter bleibt, auch wenn sie sich weiterentwickelt haben.

Nach einem kurzen und weichen einminütigen „Prelude“ folgt „I Burn“. Allerdings ist der Song nicht so kraftvoll, wie der Titel hoffen lässt. Er beginnt mit sehr ruhigen Klavierklängen und der Gesang im Refrain ist sehr popig. Sehr harmonisch ist dann „New World“. „Save The World Tomorrow“ überzeugt mich durch das stilistische Mittel des Alters. Man fühlt sich durch die Instrumentenlinien und den Gesang direkt ein paar Jahrzehnte zurückversetzt und findet sich irgendwo zwischen den 50.ern und 70.ern wieder. Dieses Gefühl unterstützen die Bläser in der zweiten Songhälfte. Sehr akustisch geht es dann mit melodisch rhythmischen Nummer „High Again“ weiter. „Boys“ zeigt dann wieder etwas mehr Rockpotenzial und ist aktiver und bezüglich des Popgenres kräftiger. Relativ düster und schon fast melancholisch traurig ist dann „Marie Marie“, obwohl das „Weiche“ des Pop klar bleibt. Ähnlich typisch ist dann auch „Boomtown Baby“. „Course Of Ages“ beginnt mit einer reinen Akustikgitarre, bevor im Refrain zulegt um dann wieder ruhiger zu werden. „Shame“ erinnert mich vom Wechselspiel des Instrumenteneinsatzes und der Gesangslinien an „Lemon Tree“. „Still Runnning“ und „All We Are“ wirken bis auf den Gesang auf der einen Seite sehr akustisch und auf der anderen Seite elektrisch und synthetisch. Der Titelsong „Rise And Fall“ rundet das Album als letzter Song sehr harmonisch und weich ab, wobei ein Highlight leider auch hier ausbleibt.

Als Anspieltipps empfehle ich euch persönlich „Save The World Tomorrow“ und „Shame“. Zum einen bekommt ihr hoffentlich bei beidem einen guten Überblick über das Typische und zugleich einen Einblick in die „Ausreißer“.     

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, da das Album handwerklich gut gemacht ist und Fans finden wird, die poppigen Rock bevorzugen.

Trackliste:

        1.    Prelude

        2.    I Burn

        3.    New World

        4.    Save The World Tomorrow

        5.    High Again

        6.    Boys

        7.    Marie Marie

        8.    Boomtown Baby

        9.    Course Of Ages

        10.  Shame

        11.  Still Running

        12.  All We Are

13.  Embrace

14.  Rise and Fall