Review – Bonfire – Temple Of Lies

Seit Anfang der 70er Jahre gibt es Bonfire. Die Hardrocker wissen einfach was sie machen und wie es geht. Sie haben mittlerweile weit über 20 Alben veröffentlicht und am 13.04.2018 erscheint die neue Scheibe „Temple Of Lies“ von Alexx Stahl (Vocals), Hans Ziller (Guitar), Frank Pané (Guitar), Ronnie Parkes (Bass) und Tim Breideband (Drums). Die Qualität stimmt vom Songwriting über das Coverdesign bis hin zur Produktion. Und die Instrumentenlinien können sich ebenso hören lassen: richtig schöner melodischer Hard Rock!

„Temple Of Lies“ startet direkt mit einem grandiosen Intro „In The Beginning“. Die Klavier-/ Keyboard- und Gitarrenklänge unterstreichen die dramatisch düsteren Erzählungen des amerikanischen Stimmkünstlers David Michael Williamson, bevor das Schlagzeug ebenfalls durchknallt. Somit ist man direkt mitten drin und ich freue mich auf das was noch kommt. Der Titelsong „Temple Of Lies“ hat dann auch alles was ich erhoffe: Harte Riffs mit Soloparts, klare Drums, melodischer Gesang, Chöre im Hintergrund, Breaks,… Wahnsinn, was für eine Hymne. Ich bin direkt mehr als begeistert. Genauso klar rockig geht es mit einem tollen Gitarrenspiel gleich zu Beginn und kurz nach der Songmitte mit der Midtemponummer „On The Wings Of An Angel“ weiter und die Kraft bleibt und steigt, auch durch den Einsatz der Chöre im Refrain. „Feed The Fire“ beginnt mit einer mystisch mysteriösen Keyboardanimation und ist dann sehr taktvoll und kräftig. Auch in diesem Song bekommt die Gitarrenlinie durch ein Solo tolle Aufmerksamkeit und der Refrain hat Ohrwurmqualität auf Festivalniveau für Menschenmassen. Mit melodischem Gesang und einer rhythmisch schnelleren Instrumentenlinie überzeugt „Stand Or Fall“ ebenso. Danach folgt mit „Comin` Home“ eine wunderschön melodische und harmonische Ballade, die die Qualität der gesamten Scheibe und das Können der Künstler erneut ganz deutlich zeigen. Schneller, rockiger, kräftiger und mit harten Breaks als Stilmittel kommt dann „I´ll Be Loved By You“ daher. Hier sind die Riffs ganz klar hart gesetzt und Chöre unterstützen den Gesang gekonnt, wobei das extrem schnelle und helle Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte zudem Akzente setzt. „Fly Away“ ist ebenfalls rockig und eine Midtemponummer, die durch ihr Gesamtkonzept überzeugt und im Refrain nochmal zudem an Stärke gewinnt. Härter und aggressiv kräftiger startet dann die eigentliche Ballade „Love The Way You Hate Me“. Diese Grundstimmung bleibt im gesamten Song erhalten und wird vom genialen und relativ langen Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte unterstrichen. Eine weitere Midtemponummer ist „Crazy Over You“. Die Gesangsvielfalt wird hier erneut deutlich und ebenfalls die fein aufeinander abgestimmten Instrumentenlinien. Dieser Song rundet die Scheibe nochmal richtig gut ab.

Aufgrund 10 toller Songs, von denen allerdings keiner das gewisse „I-Tüpfelchen“ hat um sich besonders hervorzuheben, vergibt Promoportal-germany 9 von 10 Punkten.

Wer sie live erleben möchte, hat hierfür das ganze Jahr immer wieder bei Konzerten und auch bei Open Air Festivals in Deutschland und auch u.a. in der Schweiz Gelegenheiten.

Tracklist:

        1.    Intro – The Beginning

        2.    Temple Of Lies

        3.    On The Wings Of An Angel

        4.    Feed The Fire

        5.    Stand Or Fall

        6.    Comin` Home

        7.    I´ll Be Loved By You

        8.    Fly Away

        9.    Love The Way You Hate Me

        10.  Crazy Over You