Review – Hot Boogie Chillun – 18 Reasons to R´n´Roll

Am 23.03.2018 erscheint eine quasi Neuauflage des 2005 erschienenen und restlos vergriffenen Albums „15 Reasons to R´n´Roll“. Boss Hoss erinnert sich an seine Schaffenszeit u.a. mit seiner ersten Band „Hot Boogie Chillun“ zurück und wir profitieren. Denn mit dem neuen Album „18 Reasons to R´n´Roll“ gibt es drei zusätzliche Bonustracks des oldstyle Rock and Roll obendrauf. Insgesamt weckt die Scheibe bei mir Erinnerungen an meine Zeit in Nashville, Tenesse und durch die Mixtechnik kommen Gefühle der vergangenen Jahrzehnte auf.

„What Happend To Me“ hat klare Drums und teilweise verzerrte Gitarren. Flotter und mit viel Spaß untermauert folgt „Oh Well“. Ich denke an den Wilden Westen. „Triple Extroversion“ ist dann härter und rockiger mit mehr Energie und Kraft. Zusätzlich werden harte und extreme Breaks als Stilmittel genutzt und die Gitarrenarbeit am Ende beeindruckt. Diese ist auch bei „Boogie & Harmony“ und bei „Love And A 45“ zu betonen. Letzteres ist ein reines Instrumentallied.

Sehr rhythmisch, taktvoll und klassischer Rock and Roll sind die Beschreibungen für „Pure“, „Send Me Your Love“, „Volcano“ und „At Least I´ll Try“. „I Wanna“ und „Good Cooking“ sind auch wieder klassisch und temporeich rhythmisch für gute Laune - Boogie Felling vom Feinsten. Allerdings ist letzteres textlich nicht sehr ansprechend.

„Chickpulling Machine“ ist generell auch schneller und der Gesang zusätzlich weiblich verstärkt, indem eine Textpassage durch einen Chor im Kanon versetzt immer wieder wiederholt wird. Ähnliches gilt für „No One Will Ever Know“, bei dem schon fast ein gewisses Gefühl von Soul mitschwingt.

Aber auch durch „besonderen“ Instrumenteneinsatz werden Akzente dieses Albums gesetzt. Bei „Butterfly“ und „The One“ setzten immer wieder Bläser (Trompete und auch Saxophon) ein und beeindrucken positiv. Bei „Penetration“ wird das Mittel des industrialisierten Musikgefühls genutzt. Dies ist ebenfalls rein instrumental. Durch Mundharmonikaklänge wird „Come On“ zu etwas Besonderem. Ähnliches gilt für „Widow Wimberly“, bei dem die Akustikgitarre ein absolutes Highlight ist.

Meine Anspieltipps sind „I Wanna“ und vor allem „Widow Wimberly“.

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten, da durch die Vielfalt wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte, das Album mit 18 Titeln einfach quantitativ schon was bietet und auch das musikalische Handwerk Qualität zeigt.

Tracklist:

        1.    What Happened To Me

        2.    Oh Well

        3.    Triple Extroversion

        4.    Pure

        5.    Chickpulling Machine

        6.    Boogie & Harmony

        7.    Butterfly

        8.    I Wanna

        9.    Love Ans A 45

        10.  Good Cooking

        11.  Penetration

        12.  Send Me Your Love

        13.  Volcano

        14.  Come On

        15.  Widow Wimberly

        16.  At Least I´ll Try

        17.  The One

        18.  No One Will Ever Know