Review – Squealer – Behind Closed Doors
 
Ende Februar durften wir „Squealer“ passend zur Veröffentlichung ihres neuen Albums „Behind Closed Doors“ beim „Glowing Ember Festival“ Auftakt 2018 in Frankfurt in „Das Bett“ live als Headliner erleben und zudem beim persönlichen Gespräch und Videointerview ein paar Informationen über ihre neue Scheibe erfahren.
 
Das Interview findet ihr online und die Review des Albums folgt nun:
Die meisten Songs haben eine Spieldauer von über vier Minuten und in der Songmitte unterschiedliche Gitarrensoli („Behind Closed Doors“, „Times Goes By“, „Dream Shot“, „Foolish Man`s Invasion“, „Brainwash“ und „Fate“).
„Madnecessity“ ist ein Intro von einer guten Minute Spieldauer. Es verbreitet eine zeitweise sehr düstere Stimmung und einen Aufbruch zu einer Schlacht mit entsprechendem Drama. Jedoch finden sich zwischendurch auch immer wieder ganz weiche und seichte Klänge mit ein. Harte Drums, ein kraftvoller Beginn und ordentlich trashiges Tempo zeichnen den Titelsong „Behind Closed Doors“ aus, wobei der Refrain durch eingespielte Chöre schon fast melodisch ist. Ähnlich ist es auch bei „Times Goes By“ mit harten Drums, die den Takt angeben, und einem melodischen Refrain. Nach einem sehr rhythmischen Intro von „Dream Shot“ folgt ordentlich Tempo. Dies ist auch bei „Foolish Man`s Invasion“ so.
 
Zudem gibt es düster gesprochene Pasagen. Überraschend sind dann die Gesangspassagen, die an Highschoolrock erinnern. Mit fast sechs Minuten Spieldauer ist „Into The Past“ sehr lang. Es startet schon fast mystisch und weckt Gedanken an einen Horrorthriller mit Endzeitstimmung. Dies unterstreicht auch der düstere Gesang. Abweichend davon ist der Refrain mit Chören. Die nächsten zwei Songs sind mit einer Spieldauer von unter vier Minuten die einzigen. „Brainwash“ und „Fate“ sind klassische Metalsongs mit harten Drums und kräftigen Riffs. Eine Besonderheit des ersten sind die extremen Breaks, bei denen man musikalisch das Songende spürt, bevor es nochmal wieder richtig losgeht. Zweites erinnert mit Parolen wie „Fight“ an „Manowar“. „Modern World Manicas“ hat das Gitarrensolo bereits im ersten Teil und insgesamt wieder ordentlich Speed in den einzelnen Gitarrenlinien. Dramatisch startet „Worlds Collide“. Instrumente und Gesang mit Chören sind in den über sechs Minuten Spielzeit komplett auf das Thema abgestimmt. „M:O:T:M“ - Master Of The Moonlight - startet harmonisch weich mit leichten Gitarrenklängen und wird dann im Laufe der knapp sieben Minuten rockiger, taktvoll kräftig mit beispielsweise megaphonverzerrtem Gesang. Insgesamt ist es harmonisch, taktvoll, melodisch und klar. Nach gut der Hälfte des Songs begeistert mich die Gitarrenarbeit mit einer Akustikgitarre.
 
Demnach gehört „M:O:T:M“ zusammen mit „Into The Past“ zu meinen Anspieltipps für euch.
Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.
Tracklist:
 1. Madnecessity
 2. Behind Closed Doors
 3. Time Goes By
 4. Dream Shot
 5. Soolosh Man`s Invasion
 6. Into The Past
 7. Brainwash
 8. Fate
 9. Modern World Maniacs
 10. Worlds Collide
 11. M:O:T:M