Review – Schattenmann – Licht an

Die vier Nürnberger „Schattenmann“ (Sänger Frank Herzig, Gitarrist Jan Suk, Basser Luke Shook und Drummer Nils Kinzig) bringen am 2.3. ihr Debütalbum „Licht an“ heraus. Wir durften schon vorab reinhören. Und wir verraten euch: NDH 2.0 passt. Sie sind geradeheraus und einfach ehrlich. Ihre Rhythmen sind generell kräftig, die Gitarrenlinien von hart bis verzerrt und der Gesang bringt meistens eine düstere Stimmung mit sich. Die Texte sind meist ehrlich, allerdings nicht aufregend originell, sondern wie erwartet passen sie typisch ins Genre rein.

Live waren sie auch schon viel unterwegs. Und das geht auch so weiter. Die Daten findet ihr unten.

Nun haben wir aber ein paar weitere detaillierte Infos zu den einzelnen Songs (fast für jeden) für euch.  

„Licht An“ als Titelsong und Opener verspricht schon viel: hart, ehrlich, elektronische Akzente und ein Hauch von Darkness. Bei „Brenndes Eis“ gibt es verzerrte Gitarren und in der Mitte der zweiten Songhälfte extrem geile rockige Passagen zu hören. „Gekentert“ zeichnet sich durch wenige Instrumente aus, ist düster und thematisiert schon fast in Liebesliedmanier die Sehnsucht. Sehr ruhig und zum Nachdenken anregend ist auch „Zahn der Zeit“. Allerdings denke ich bei dem Titel direkt an abgedroschene Lyrik. „AMOK“ hat dann einen ständigen Wechsel zwischen aggressivem und kräftigem Sound mit Metalpriesen und einer sehr ruhigen Seite. Dies unterstreicht Textpassagen, wie „Ruhe vor dem Sturm“, die mir aber wieder nicht gerade positiv auffallen. In „Generation Sex“ spielt die Band immer wieder mit einem Synthi-Sound als Chor im Refrain. Ansonsten ist der Song sehr hart gesungen und passt gut ins Genre. Diese Härte ist auch bei „9mm“ und „Trümmer Und Staub“ zu spüren und zu hören. „Krieger des Lichts“ (leider wieder ein sehr abgedroschener Titel) kennzeichnet sich durch einen generell rhythmischen Sound aus, der durch Breaks gestoppt wird. Langsam, mit einer düsteren und schweren Stimmung samt kritischem Text zum Nachdenken kommt dann „Schattenmann“ daher.

Als einen Bonustrack möchte ich den letzten Song der Scheibe „Gekentert“ als Unplugged-Version ans Herz legen. Es lohnt sich einfach sehr.  

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

  1. Licht An
  2. Brennendes Eis
  3. Gekentert
  4. Zahn Der Zeit
  5. AMOK
  6. Generation Sex
  7. 9mm
  8. Krieger Des Lichts
  9. Trümmer Und Staub
  10. Schattenmann
  11. Böser Mann (Bonus)
  12. Rot (Bonus)
  13. Gekentert (Unplugged) (Bonus)

 

Tourdaten:

Schattenmann mit Megaherz:

03.03.2018 Z7, Pratteln (CH)
04.03.2018 Das Cann, Stuttgart
08.03.2018 Batschkapp, Frankfurt
09.03.2018 Musikzentrum, Hannover
15.03.2018 Szene, Wien (AT)
17.03.2018 Hirsch, Nürnberg
22.03.2018 Markthalle, Hamburg
23.03.2018 Turbinenhalle, Oberhausen
24.03.2018 Hellraiser, Leipzig
14.04.2018 Backstage, München
28.04.2018 Factory, Magdeburg