Review: Endlever - TimeTo Kill

Nach diversen Livegigs, unter anderem beim Out & LOUD Festival 2016, veröffentlichten die Balinger „Endlevel“ nun ihr erstes Debutalbum „Time To Kill“. Ken Ratheiser (Lead Guitar, Vocals), Robin Willkommen ((Rhythm Guitar), Jonas Frey (Drums), Sasa Tripkovic (Bass) und Robin Richard (Lead Guitar) stellen die aktuelle Besetzung seit 2015, die sich nach vielen anfänglichen Wechseln nach der Gründung 2011 durch Jonas und Ken gefestigt hat. Ihre Trash/ Death Metal Songs sind voll mit harter Energie.

Thematisch geht es laut Robin in der Breite zum einen um den Wahnsinn des Krieges und zum anderen um sie selbst als „partywürdige Feiertruppe“. Bereits der Opener „Panzerblut“ spielt mit brutal abartigem Sound. Kräfte und abgehackte Riffs paaren sich mit gegröltem und quietschigem Schreigesang. Ähnlich geht es mit „State Of Emercency“ weiter. Wobei der Song insgesamt noch düsterer ist und zwischenzeitlich rein instrumentaler Speed Impulse setzt. „Violent Moshpit“ reiht sich nahtlos hart und dunkel brutal ein.

Der Titelsong „Time To Kill“ startet sehr rhythmisch mit klarem Gitarrensound, bevor es härter wird und der extrem dunkle Gesang schon fast als Sprechgesang einsetzt und einzelne Aussagen zusätzlich versetzt gedoppelt werden um Akzente zu setzen. „Sounds Of The Fallen Soldiers“ fügt sich dem an und passend ein, wobei hier nochmal wieder mehr instrumentelle Highlights mit Höhen gesetzt werden. Mit kräftigem Sound und hintergründigem Speed spielen die Jungs dann auch „Masterpiece Of Terrorising“. Das Tempo setzt sich dann, gepaart mit der düsteren Grundstimmung in „Legion Of Chaos“ fort, wobei es nach gut zwei Minuten eher an den düsteren und erschreckenden ruhigen Sound einer Geisterbahnfahrt auf dem Rummel erinnert. Speed und „Kampfansagen“ kommt dann wieder neu mit „Endlevel“ rein. Zunächst verzerrt und düster mit eindeutigen Gedanken an den Tod und eine Zombiewelt, wie sie auch auf dem Titelcover zu sehen ist, ist dann „Mighty Hunter“. „Incest“ rundet das Album dann entsprechend hart ab und vereint nochmal alle Elemente, die die Stimmung der Scheibe ausmachen. Die Scheibe wird bei vielen Anhängern für große Freude sorgen, da zudem alle Texte im Booklet zusammengestellt sind. Insgesamt passen die Songs alle zusammen, wenn sie auch nicht zu meinen persönlichen Favoriten zählen, da das Düstere und Gegrölte sehr stark ist. Aber eben genau dies wird die Fans freuen.

 

Meine Anspieltipps sind ganz klar der Titelsong „Time To Kill“ und „Mighty Hunter“, welches bereits 2016 ausgekoppelt als EP erschien. Die Jungs wissen wohl warum.

 

Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten, da alles aus einem Guss kommt, aber auch keine wirklichen Highlights hervorstechen.

 

Tracklist:

01. Panzerblut

02. State Of Emergency

03. Violent Moshpit

04. Time To Kill

05. Sounds Of The Fallen Soldiers

06. Masterpiece Of Terrorising

07. Legion Of Chaos

08. Endlevel

09. Mighty Hunter

10. Incest (feat. Andi, Ratze & Pete)