Review – Godex – The Heart Collector

Die Band „Godex“ aus der Region Bonn gibt es nun schon seit 2009. Gründer Tommy Tom stammt eigentlich aus der Gothic Metal Schiene. Nun hat er im Mai mit Godex bereits das vierte Album „The Heart Collector“ veröffentlicht. Und das, so verriet uns Tommy im Interview, obwohl es zuerst als Soloprojekt geplant war. Aber irgendwie ging es immer weiter. Im Herbst begleiteten sie die Crüxshadows mit 12 Konzerten auf ihrer Tour, um dort das Album zu promoten. Und das ist ihnen beispielsweise in Frankfurt am Main im „Bett“ gut gelungen. Sie gewannen einige neue Fans und es zeigte sich erneut, dass das Publikum der „dunklen Szene“ einfach ein echt gutes ist.

Die Scheibe beginnt mit einem weichen und sehr langsamen Intro namens „Prologue“, bevor es schon fast actionreich mit dem Titelsong „The Heart Collector“ weiter geht. Markant ist, wie bei jedem einzelnen Song, die extrem dunkle, klare und dennoch weiche Stimme von Tommy. Mit schönen hellen Keyboardklängen bringt uns dann „Shine So Bright“ fast schon zum dahinschmelzen. Mit schnellen und kräftigen Drums beginnt dann „Glory Glitter And Gold“, bevor es im Refrain insgesamt an Fülle und Harmonie zunimmt, um dann wieder sanfter mit gedrosseltem Instrumenteneinsatz und auch einem Sprechgesang zu spielen. „Hopes And Dreams“ ist dann ebenfalls wieder sehr melodisch und dennoch kräftig mit unterschiedlichen Akzenten. „The Fozen One“ macht durch verschiedene synthetische Sounds seinem Namen alle Ehre und ist eher eine Uptempo Nummer. Kräftig und hart und dennoch immer mehr harmonisch zurückhaltend geht es dann mit „Reach The Flame“ weiter. „Burning Inside“ ist eine sehr rockige Nummer, wobei auch hier das Spielen mit synthetischem Sound nicht wegzudenken ist. Ähnlich rockig startet auch „When I Cry“, wobei die Instrumentenlinien sich immer wieder zurücknehmen und den Gesang entsprechend positiv begleiten und unterstützen. „Miss Tragedy“ ist dann wieder temporeicher, heller und trotz der eigentlich „dunklen Szene“ eigentlich mit fröhlichen Takten. In „Oh My Fortune“ bestimmt zunächst das Keyboard die Klänge, bis die anderen Instrumente harmonisch einsetzen. Ähnlich dominant sind die rockigen Drums und Gitarrenlinien zu Beginn von „In The Flood“. Und dies Rockige kommt immer wieder durch, auch bei dem Gesang von Tommy. „Pirate Gold“ ist zwar durch die Drums hart, aber fügt sich dann quasi nahtlos in das Gesamtkonzept der Scheibe ein. Den Abschluss bildet „Raining Over Me“. Der Song ist insgesamt langsamer und mit einigen synthetischen Effekten gespickt.

Alles in Allem bietet die Scheibe eine Fülle an Songs (14!), die in sich stimmig sind. Es gibt keinerlei Ausreißer oder sinnlose Lückenfüller, aber leider auch keine absoluten Highlights. Deshalb gibt es auch keine gesonderten Anspieltipps.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.    Prologue

2.    The Heart Collector

3.    Shine So Bright

4.    Glory Glitter And Dreams

5.    Hopes And Dreams

6.    The Frozen One

7.    Reach The Flame

8.    Burning Inside

9.    When I Cry

10.  Miss Tragedy

11.  Oh My Fortune

12.  In The Flood

13.  Pirate Gold

14.  Raining Over Me