Review – Killcode – The Answer

Die fünf Jungs von KILLCODE aus New York City haben ihr neues Album „The Answer“ veröffentlicht. Im Interview beschreibt Tom Morrissey ihre Musik wie folgt: „KILLCODE really is just unpretentious, raw Hard Rock! We have elements of Southern Rock, Heavy Metal and even Classical and Blues shining through very clearly. We aren't afraid to write and play what we feel. So what does KILLCODE sound like? It sounds like five guys who grew up on everything from Alice Cooper and Black Sabbath to Lynyrd Skynyrd and Slayer with just a hint of The Beastie Boys and Bad Brains.“ Demnach freuen wir uns über harte Riffs und starke Drums.

Direkt der Albumtitel ist der Opener. „The Answer“ wird auf Anhieb Fans finden. Es ist hart und leicht abgehackt. Stoner Rock wie man ihn lieben kann. Mit „Show Me“ geht es dann generell harmonisch rockiger weiter. Besonders bemerkenswert ist hier, dass die Jungs in jedem Song bis zum Ende alles geben. Es wird nichts einfach abgebrochen. Der Ausklang von „Show Me“ ist einfach ein perfektes Beispiel dafür. Aber auch die Gitarrenarbeit bei gut zweidrittel des Songs zeigt das handwerkliche Können und die Liebe zum Detail. Mit schnellen Gitarrenriffs beginnt dann auch „Shot“, bevor es ein klassischer Handbangingsong mit harten und klaren Takten wird. Hier unterstützt der Gesang die Stimmung und bringt durch phasenweises Geschreie und Gebrülle die nötige Härte noch weiter zum Ausdruck, wobei durchaus auch sehr harmonische Passagen mit klaren Vocals zu genießen sind. „Bleed“ ist von den Instrumentenlinien wieder von der temporeichen und harten Gangart. Die Drums dominieren und das ist auch gut so. So gleicht kein Song dem anderen und dennoch hört es sich an wie aus einem Guss. Relativ düster und schwer beginnt „Own It Now“. Jedoch werden wir überrascht. „Chris Wyse“ (Bassist und Sänger, ebenfalls aus New York City) ist mit von der Partie. Bekannt ist dieser für seine Auftritte mit „The Cult“, „Ozzy Osbourne“ oder auch „Mick Jagger“. Der Song ist, nach dem Intro, weich, harmonisch und mit wunderschön melodischen Gitarrenlinien und diversen Solos. Und das Ganze gepaart mit entsprechenden Gesangslinien. Dass KILLCODE ihn für diesen Song gewinnen konnten, ist ein absolutes Highlight und zeigt erneut die Vielfalt und Offenheit der Band. „Kickin And Screamin“ ist dann wieder typische harter Rock, wobei der Titel Gesetz ist und die Stimmung entsprechend rüberkommt, so dass wir ganz und gar in diesem Song aufgehen können. Unterstützt wird das durch die leichte Blues Rock Note. Auch hier genießen wir starke Gitarrenlinien mit harten Riffs, die passend Akzente setzten und einen Basssound, der besonders am Songende für Beachtung sorgt. Ähnlich rockig geht es dann mit „Pick Your Side“ weiter. Wobei die Vocals und auch die Wechsel der Takte hier wiederum die unterschiedlichen Facetten zeigen. Leichte Brüllhintergrundchöre geben das gewisse Etwas dazu. „The Haunting“ knüpft daran sehr gut an. Zwar ist es langsamer, aber keinesfalls ruhiger oder langweiliger. Es ist ein kraftvoller Song mit entsprechender Aussage. Wobei nach über vier Minuten Spieldauer die Stimmung auf einmal wechselt. Statt Kraft und Härte hören wir entspannte und weiche Gitarrenlinien. „Slave“ ist dann wieder ein Song der härteren Gangart. Leicht abgehackt und griffigem Sound und entsprechenden Hintergrundchören wird dem Songtitel alles gerecht. Aber auch temporeiche Passagen und die einzelnen Soli dürfen nicht fehlen um entsprechende Akzente zu setzen. Wunderschön rundet „Put It Off“ das Album ab. Der Song ist grandios harmonisch. Und dieses Gefühl spiegelt auch die Unterstützung von „James Clisset“ an der Mundharmonika wider. Weitere stilistische Mittel werden zusätzlich durch einen Sprechgesang genutzt. Wobei das Mundharmonikaspiel ganz klar im Vordergrund steht. 

Dass die Jungs auch ein Händchen für Balladen haben, zeigen sie auch bei diesem Album. Aber nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle eine Ausnahme machen und den Song „The Wrong Side“ thematisieren, auch wenn er nicht auf diesem Album ist. Er ist eine weitere Ballade der Amerikaner und wäre laut vieler Fans einfach perfekt geeignet ab sofort im Radio als Dauerschleife zu laufen. Er hat das Potenzial viele Menschen zu erreichen, sei es musikalisch als auch thematisch mit seiner Bedeutung. Also Leute, hört einfach mal rein.

Live konnten wir KILLCODE schon beim Bang Your Head Festival in Balingen erleben. Aber auch auf Festivals in Frankreich oder auch beispielsweise in Mexiko begeisterten sie ihre Fans und gewannen neue dazu.

Auf die spezielle Frage bezüglich des Wunsches wieder in Deutschland zu spielen, verriet Tom beim Interview: „We love playing in Europe in general but Germany is particularly great and special as it was one the first countries we played in Europe last year. The people are very passionate about their music, Rock and Metal and responded very well to our songs and live shows. KILLCODE has been back twice since and do hope to return!“ Bezüglich der deutschen Fans sagte er: „As I mentioned above the German fans are very passionate about their music and going to shows. It's great when you play a festival and the fans and people are very engaged and rocking out ..which is exactly how our experience with the German crowds has been.They are also very cool about attending our meet and greets, getting to know us as people and we love meeting them as well. We have had a few special experiences in Germany but one that stands out is singing our song "The Wrong Side " during the closing ceremonies/ fireworks at the last Rock Of Ages Festival in Germany.“

An dieser Stelle möchten wir uns bei Tina Bousikas bedanken. Sie ist in Deutschland und der Schweiz für die Jungs da und hat uns all das Material zur Verfügung gestellt.Auch bei Silke und Dietmar Becker bedanken wir uns für ihre Unterstützung.

Als Anspieltipps von genau diesem Album empfehle ich euch „Show Me“ und „Own It Now“. Hier bekommt ihr einen kleinen Überblick über das breite Spektrum der musikalischen Arbeit der Jungs und ich garantiere euch, ihr werdet überrascht und gefesselt sein.

 

Promoportal-germany vergibt 10 von 10 Punkten, da es einfach ein grandios abwechslungsreiches Album ist, dass trotz aller möglicher Unterschiede und verschiedener Akzente, Stile, Höhepunkte, etc. einen roten Faden klar erkennbar werden lässt und einfach in sich rund ist.


Tracklist

1.    The Answer

2.    Show Me

3.    Shot

4.    Bleed

5.    Own It Now

6.    Kickin And Screamin´

7.    Pick Your Side

8.    The Haunting

9.    Slave

10.  Put It Off