Review – Nazca Space Fox – Nazca Space Fox

Wie der Titel schon verrät ist das Debutalbum des Trios ein sehr weites, reines Instrumentalalbum. Es lädt zum Träumen und Schweben ein. Der Opener „Weltraumorgel“ beginnt sehr weich und geschmeidig. Im Laufe der knapp 15 Minuten Spieldauer entfaltet sich weitere Intensität. Die lang gezogenen Gitarrenriffs werden mit knackigen Drums unterstützt. Der Bass begleitet es quasi perfekt. Aber auch elektronische Hilfe seitens Keyboardsounds fließen mit ein. Durch die Abwechslung spielen die Jungs immer wieder mit stilistischen Mitteln und setzen gekonnt Akzente und einzelne Höhepunkte, wobei der rote Faden klar erkennbar bleibt. „The Monkey“ ist dann flotter und steigert das Album weiter. Klare kurze Anschläge geben einen knalligen Takt an, wobei auch hier das gewisse etwas an Psychodelic nicht fehlen darf. Mit etwas mehr als vier Minuten ist der Song bedeutend kürzer, aber keinesfalls langweilig. Auch hier bekommt die Gitarre ihre eigene Aufmerksamkeit. Wieder sehr harmonisch ruhig und weich mit wenigen Instrumentenlinien beginnt dann „Orchid Coffee“.  Die Drums setzten nur einzelne Höhepunkte und die Becken klingen entspannt aus. Nach gut der Hälfte kommt dann mehr Härte, Tempo und Kraft mit rein und das Stück wirkt allgemein aggressiver und düsterer. „Isolator“ ist mit zehneinhalb Minuten dann wieder ein längeres Stück, bei dem mit unterschiedlichen Stimmungen gespielt wird. Die einzelnen Instrumentenlinien setzten wieder Akzente und das teilweise verzerrte Spielen der Gitarre und des Bass, vor allem im letzten Teil des Stücks, sind das I-Tüpfelchen. Das nächste kürzere Stück (3:36 Minuten) „Firebird“ beginnt dann mit klaren Anschlägen, bevor längere Gitarrenklänge hinzukommen. Der Bass macht das ganze dann wieder rauer und der Takt wird wieder schneller. Aber auch hier spielen die Jungs und erzeugen unterschiedliche Stimmungen in mir. Die über elf Minuten von „Mindwalk“ starten dann wieder recht leise und leicht. Die weichen und zarten Instrumententöne führen einen wieder ins Jenseits. Einmal dort angekommen, verweilt man trotz „mehr“ Musik dort und genießt den freien Gedankenlauf. Nur gegen Ende zieht das Tempo an und der Song knallt mehr, schon alleine durch die harten Anschläge an den Drums. Der letzte Song der Scheibe „5 Plus“ hat dann wieder helle Klänge zu bieten. Aber auch eindringliche Passagen sind zu genießen.

Anspieltipps: „Weltraumorgel“ und „Firebird“

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1.       Weltraumorgel

2.       The Monkey

3.       Orchid Coffee

4.       Isolator

5.       Firebird

6.       Mindwalk

7.       5 Plus