Review – Charkora – Chakora

Die vierköpfige deutsche Band feiert nun ihr Debütalbum „Chakora“. Die Jungs, Jakob Messner (19), Fabian Thomé (25), Christian Weber (27) und Nikolaj Back (26), sind mit ihrem Sound trotz der jungen Jahre ganz schön reif und gewachsen. Sie sind voller Energie und möchten, ihren Aussagen nach auch, dass wir beim Hören ihres Sounds die gleiche Kraft spüren. Und das ist machbar. Obwohl sie nun ihr erstes Album auf den Markt bringen, gibt es sie schon länger und zuvor auch mit anderen Mitgliedern und unter anderem Namen. Aktiv waren sie schon bei der Aggressor Tour mit Ektomorf unterwegs und gaben dort ihren kräftigen Sound zum Besten. Groovige Gitarrenriffs, Solos der alten Schule und harte Drums überzeugen - und das ganze zusammen mit starkem Bass und einer tiefen und hart kräftigen, leicht rauchig brüllenden Gesangsstimme. Der Name Chakora, aus der indischen Mythologie stammend, ist ein Vogelfabelwesen, welches von Mondstrahlen lebt. Und das passt zu den Jungs. Leben in der harten, kalten Welt des Dunklen und doch frei sein wie ein Vogel, um sich von der Masse abzuheben um neue Ideen mit altbewährtem zu vereinen.

Die einzelnen Songs der Scheibe lassen sich wie folgt beschreiben. „Make It Happen“ startet direkt aggressiv und hart. Griffiger Sound, Groove und eine starke Stimme. Und gleichzeitig ein Spielen mit unterschiedlichen Rhythmen und Takten. „Lost“ beginnt sehr auf warme Gitarrenlinien und eine zwar starke, aber harmonischere Stimme reduziert, bevor die Drums einsetzen und der ganze Sound härter knallt. Direkt mit griffigen Gitarrenriffs startet „Long Live The Weakness“. Diese Härte bleibt im ganzen Song und grölender Hintergrundgesang unterstützt diese Atmosphäre. Allerdings übernimmt der Bass als einzelnes Instrument bei ungefähr zwei Minuten den Hauptanteil, bevor es erneut kräftiger wird. „Inner Madness“ ist ein insgesamt sehr rhythmischer und schon fast melodischer Song. Es beginnt sehr weich und dieser Sound kommt auch immer wieder, auch wenn es kräftiger, härter und vor allem gegen Ende schneller wird. Ich hätte mir noch mehr solcher Songs auf dieser Scheibe gewünscht, denn sie passen ins Konzept und zeigen die Vielfalt und das Können der Jungs.  Düster, aggressiver und von Beginn an mit mehr Speed sind dann „Enemy“ und „Blacklist“, wobei erstes deutlich härter ist. „1984“ ist der Abschluss des Albums und packt nochmal alle Härte, Groove, Gitarrenriffs und intensive Schlagzeugrhythmen aus, die die Jungs zu bieten haben.

Alles in allem ein hartes, starkes und kräftiges, wenn mit sieben Titeln auch recht kurzes, Debütalbum.

Unsere Anspieltipps sind „Make It Happan“ und „Inner Madness“.

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1.    Make It Happen

2.    Lost

3.    Long Live Weakness

4.    Inner Madness

5.    Enemy

6.    Blacklist

7.    1984