Review – Polly’s Garden – The Almost Naked Truth

Am 13.10.2017 erscheint „The Almost Naked Truth“ von Polly’s Garden. Und bevor ich ins Detail gehe, möchte ich euch das Album einfach ans Herz legen. Es ist eine perfekte Mischung aus Blues, Soul, Rock, Country mit einer einzigartigen Abwechslung. Und dazu kommt eine gigantische Stimmvielfalt. Caroline Rey (Alt) singt immerhin seit fünfzehn Jahren in den unterschiedlichsten Settings. Patricia Szettele (Sopran) kann nach über zwanzig Jahren eine Spannbreite von Punk bis Rock als Lead- und auch als Backgroundsängerin vorweisen und Ruth Ferreira (Sopran) weiß ebenfalls was sie kann; Ausbildungen in Oper, Jazz und Blues, Gospelchor und auch eine 10jährige Leitung eines Frauenchors beweisen es.

Bei ihrem Album werden sie von Dani Bless und Joe Schwach an den Gitarren begleitet. Rainer Hagmann spielt Violine und Geri Zumbrunn Bass. 

Direkt der erste Song „Do Me A Favour“ lädt zum Swingen wie in den 50ern ein. Er ist sehr actionreich und schwungvoll und verbreitet so einfach gute Laune. Deshalb verwundert es nicht, dass der Song bereits als Single erhältlich ist. Bei „Runaway“ erkennt man durch die Weichheit und das Seichte direkt sehr deutlich die Stimmgewalt der Mädels. Die Istrumentenlinie unterstützt den Gesang sehr harmonisch. „Hot Summer ´84“ ist sehr melodisch und verleitet sofort zum Mitsingen. Die verlängerten Pausen der Instrumente in „Best Friend“ lenkt die Aufmerksamkeit gekonnt auf den wahnsinnig tollen Gesang und Text und unterstreicht die Ruhe, die dieser Song ausstrahlt. „Wanna Get Laid“ ist dann wieder aktiver, schneller und durch das Kurze und Knackige einfach fröhlich. „Make It Trough The Night“ beginnt mit einem härteren und kräftigeren Schlagzeugrhythmus, der seichter wird, sobald der Gesang einsetzt. Insgesamt ist es sehr harmonisch und melodisch. Als Kontrast hierzu beginnt „You Done Me Wrong“ zunächst eher düster und schwermütig mit einem eher rauchigen Gesangsteil. Nach ca 1,5 Minuten wendet sich Blatt. Der Gesang und die Instrumente wechseln passend zum Textwechsel. „Feel Alive“ ist dann wieder ruhiger, melodischer und verträumter. Bei der Coverversion von „Jolene“ (Original von Oktober 1973 von Dolly Parton) zeigen die Mädels erneut was sie können und interpretieren es auf ihre ganz eigene Art. „Can`t Break Me“ ist wieder ein sehr actionreiches Lied mit harten und kräftigen Gitarrenriffs, einfach passend zu Rock und Blues, aber einer sehr weichen Gesangstimme. Melodisch ansprechend ist auch „I Dont`t Care“. Fantasien bezüglich Westernfilmen werden wach. Als Abschluss des Albums ist „Holy Xmas“ eine ganz eigene 50er und Westernversion eines Weihnachtslieds mit Passagen von „Jingle Bells“.

Meine Anspieltipps für euch sind „Hot Summer ´84“ und „Make It Trough The Night“.

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist

1.    Do Me A Favour

2.    Runaway

3.    Hot Summer ´84

4.    Best Friend

5.    Wanna Get Laid

6.    Make It Trough The Night

7.    You Done Me Wrong

8.    Feel Alive

9.    Jolene

10. Can´t Break Me

11. I Don´t Care

12. Holy Xmas