Review – Lordi – Sexorcism

 

Am 25. Mai veröffentlicht „Lordi“ sein neues Album „Sexorcism“. Wir durften für euch schon vorab reinhören und den harten Rock und melodischen Heavy Metal genießen. Bereits seit 1992 existiert die Band rund um den finnischen Liedsänger, Songwriter, Designer und Kostümemacher Mr. Lordi mit ihm als Sänger, Mr. Amen (Gitarre), Mr. Ox (Bass), Mr. Mana (Schlagzeug) und Ms. Hella (Keyboard).

Insgesamt läuten sie mit ihrem neunten Studioalbum dennoch eine neue Ära ein. Denn es ist sehr kontrovers. Aufgenommen wurde es in den Finnvox Studios von Mikko Karmila, der auch schon 2014 „Scare Force One“ produzierte.

 

Bereits der Titelsong „Sexorcism“ als Opener hat es mit knapp sieben Minuten in sich. In der ersten Minute steigert sich der Einsatz von leichten und düsteren Tönen und „wildem“ Stimmengemurmel und wird dramatischer, voller und lauter. Danach folgen harte Drums und klare Riffs, die für ordentlich Action sorgen. Nach knapp einer weiteren Minute kommt dann der Gesang hinzu. Insgesamt hat der Song wirklich alles was man sich wünscht und hat eine sehr ansprechende Melodie. Ähnlich melodisch und trotz Härte gefühlvoll ist „Your Tongue`s Got The Cat“. Hier überzeugen zudem die Klarheit der Instrumentenlinien und der Einsatz der Chöre. „Romeo Ate Juliet“ ist, wie der Titel schon ahnen lässt, aggressiv und düster. Diese Stimmung kommt in jeder Zeile und Note ganz klar zum Ausdruck. An einen Horrorfilm lässt „Naked In My Cellar“ schon im Intro durch die hellen ängstlichen Stimmen, die Tropfgeräusche und die schweren Schritte denken. Allerdings ändert sich diese durch melodische Akzente phasenweise. Ebenfalls mit einem Intro mit Frauenstimmen beginnt „The Beast Is Yet To Cum“. Gesanglich ist der Schwerpunkt hier auf schreiende und kreischende Highlights gesetzt und auch die Instrumentenlinien spielen mit dem Tempo. Mit glockenklarem hellen Gesang wird „Polterchrist“ eröffnet. Es wird dann härter und kräftiger mit entsprechendem Gesang. „The Documented Phenomenon“ ist musikalisch ebenfalls eher eine Seltenheit und ähnelt eher einem gruseligen Horrorhörspiel. Mit klaren Riffs und harten Drums startet dann „Slashion Model Girls“. Insgesamt ist es wieder klassischer Melodic Metal. Aggressiver und temporeicher ist „Rimskin Assassin“. Hinzu kommt eine dunklere Gesangsstimme. „Hell Has Room“ hat dann wieder Stimmen als Intro, bevor der klare Takt durchkommt, der dann ebenfalls schneller wird und auch wieder durch einen teilweise wieder tiefen Gesang Akzente setzt. „Hot Satanned“ reiht sich nahtlos in diese Scheibe ein. Es ist voll, kräftig und dennoch melodisch. Mein ganz persönlicher Favorit, da zudem die einzelnen Instrumente noch Raum bekommen und Akzente setzen. „Sodomesticated Animal“ hat ganz unterschiedliche Aspekte. Nach einem düsteren Intro, welches an diverse Zeremonien im dunklen Wald denken lässt, folgen temporeiche Instrumentenlinien. Allerdings bleibt diese Stimmung nicht erhalten. Und in der zweiten Songhälfte beeindrucken vor allem das Keyboard- und Gitarrensolo. Als Abschluss beginnt „Haunting Season“ mit einem opernähnlichen Gesangsintro. Es folgt Action und ein klarer melodischer Metaltakt.

 

Demnach ist dies Album echt eine runde Sache/ Scheibe und nur zu empfehlen. Es bietet Abwechslung, wenn teilweise auch sehr gewöhnungsbedürftig.

 

Als Anspieltipps empfehle ich euch natürlich den Opener und Titelsong „Sexorcism“ und wie oben schon erwähnt „Hot Satanned“.

 

Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:

1. Sexorcism

2. Your Tongue's Got The Cat

3. Romeo Ate Juliet

4. Naked In My Cellar

5. The Beast Is Yet To Cum

6. Polterchrist

7. The Documented Phenomenon

8. Slashion Model Girls

9. Rimskin Assassin

10. Hell Has Room

11. Hot Satanned

12. Sodomesticated Animal

13. Haunting Season